Erfahrungsbericht: Verzicht auf Selbstbefriedigung

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Reinhard
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Re: Erfahrungsbericht: Verzicht auf Selbstbefriedigung

Beitrag von Reinhard » Montag 7. Oktober 2019, 23:33

Tania hat geschrieben:
Montag 7. Oktober 2019, 21:19
Reinhard hat geschrieben:
Montag 7. Oktober 2019, 20:04
Und wenn du wirklich Angst darum hast, irgendwelche Stoffe durch Ejakulation zu verlieren, kannst du das Sperma hinterher ja wieder schlucken.
Quasi ein geschlossenes System ... mit genug Biegsamkeit geht alles.

Ich bedaure gerade Calliandra mit ihrem bildhaften Vorstellungsvermögen... :oops:
Wieso Biegsamkeit? Wo ich erzogen wurde, gab es Essen von Tellern. :gruebel:
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Re: Erfahrungsbericht: Verzicht auf Selbstbefriedigung

Beitrag von Melli » Dienstag 8. Oktober 2019, 00:33

GoldenHeart hat geschrieben:
Montag 7. Oktober 2019, 15:15
Was auch logisch ist: Sperma zu produzieren ist für den Körper eine Energieaufwendung / Arbeit - eine sehr Stressige sogar. Wer darauf verzichtet, spart dem Körper Kraft, welche dann in andere Prozesse einfließen kann.
Es gibt tatsächlich einiges an Vorstellungen dazu. Wenn es Dir etwas bringt, ist doch alles bestens.
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Re: Erfahrungsbericht: Verzicht auf Selbstbefriedigung

Beitrag von Paddn » Freitag 4. September 2020, 13:15

Also ich habe letztens einen Podcast bei Deutschlandfunk Nova über das Thema noFap gehört und fand das sehr interessant. Es hat zwar ein Normalo gesprochen aber seine Beweggründe noFap auszuprobieren waren ziemlich ähnliche, wie hier bereits besprochen. Das Hauptproblem ist tatsächlich der Pornokonsum und die damit einhergehende Abstumpfung. Es gibt drei Varianten von noFap:
- light, Masturbation erlaubt aber Pornoverzicht
- normal, Verzicht auf beides
- hardcore, Verzicht auf beides und Verzicht Geschlechtverkehr
Ich habe mich wie zweite Variante entschieden. Die erste ist meines Erachtens nicht weitreichend genug und die dritte nur was für wirkliche noFap jünger, die das ganzeThema als Ersatzreligion sehen. Nunja 12 Tagen sind nun vergangen und ich habe keinen Orgasmus mehr gehabt, 18 Tage liegen noch vor mir. Feuchte Träume hatte ich noch nicht, gehöre wohl eher zu den Typen, wo die Überproduktion an Spermien verstoffwechselt wird.
Es ist auf jedenfall hart ohne Erleichterung, man merkt wie die Sucht voll reinkickt. Der Pornoverzicht ist dabei nicht mal so sehr das Problem. Die Gedanken kommen bei Langeweile schnell und erbarmungslos. Ich bin gespannt ob ich es schaffe. Zweimal wäre es fast schiefgegangen...
Natürlich kann man sagen es bringt nichts aber es einmal versucht zu haben und selber ein Resümee zu ziehen ist besser als ewiges Grübeln ob es was bringt oder nicht...
Von daher wünscht mir Glück und vorallem viel Ablenkung

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Peter
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Re: Erfahrungsbericht: Verzicht auf Selbstbefriedigung

Beitrag von Peter » Freitag 4. September 2020, 14:19

Paddn hat geschrieben:
Freitag 4. September 2020, 13:15
Es gibt drei Varianten von noFap:
- light, Masturbation erlaubt aber Pornoverzicht
- normal, Verzicht auf beides
- hardcore, Verzicht auf beides und Verzicht Geschlechtverkehr
Für die ganz harten gibt es noch eine vierte Variante:
- Pornokonsum erlaubt aber verzicht auf Masturbation.

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Re: Erfahrungsbericht: Verzicht auf Selbstbefriedigung

Beitrag von kreisel » Freitag 4. September 2020, 14:45

Paddn hat geschrieben:
Freitag 4. September 2020, 13:15
Es ist auf jedenfall hart ohne Erleichterung ....
Ja. Und das bleibt dann auch erstmal so...
:hallo:

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Re: Erfahrungsbericht: Verzicht auf Selbstbefriedigung

Beitrag von Paddn » Freitag 4. September 2020, 16:02

kreisel hat geschrieben:
Freitag 4. September 2020, 14:45
Paddn hat geschrieben:
Freitag 4. September 2020, 13:15
Es ist auf jedenfall hart ohne Erleichterung ....
Ja. Und das bleibt dann auch erstmal so...
:hallo:
Hehe es darf aber nicht zu lange sein, weil ja damit immer auch Erregung einhergeht. Da heißt es ganz ganz schnell auf andere Gedanken kommen.

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Re: Erfahrungsbericht: Verzicht auf Selbstbefriedigung

Beitrag von Paddn » Freitag 4. September 2020, 16:07

Peter hat geschrieben:
Freitag 4. September 2020, 14:19
Paddn hat geschrieben:
Freitag 4. September 2020, 13:15
Es gibt drei Varianten von noFap:
- light, Masturbation erlaubt aber Pornoverzicht
- normal, Verzicht auf beides
- hardcore, Verzicht auf beides und Verzicht Geschlechtverkehr
Für die ganz harten gibt es noch eine vierte Variante:
- Pornokonsum erlaubt aber verzicht auf Masturbation.
Also ich glaube da muss man 30 Jahre als Mönch meditiert haben um das durchzustehen, allein schon wegen der Dialoge

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Peter
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Re: Erfahrungsbericht: Verzicht auf Selbstbefriedigung

Beitrag von Peter » Freitag 4. September 2020, 16:33

Paddn hat geschrieben:
Freitag 4. September 2020, 16:07
Peter hat geschrieben:
Freitag 4. September 2020, 14:19
Paddn hat geschrieben:
Freitag 4. September 2020, 13:15
Es gibt drei Varianten von noFap:
- light, Masturbation erlaubt aber Pornoverzicht
- normal, Verzicht auf beides
- hardcore, Verzicht auf beides und Verzicht Geschlechtverkehr
Für die ganz harten gibt es noch eine vierte Variante:
- Pornokonsum erlaubt aber verzicht auf Masturbation.
Also ich glaube da muss man 30 Jahre als Mönch meditiert haben um das durchzustehen, allein schon wegen der Dialoge
Minimalistische, dafür aber umso ausgefeiltere Dialoge sind ein Kennzeichen dieses Art-House Subgenres. Wie beispielsweise dieser berühmte Film mit der klassischen Dialogzeile "Warum liegt hier Stroh?" beweist.

Ich sollte mich vom Forum verabschieden. Es gibt wirklich kein Thema mehr, zu dem ich mich nicht selbst zitieren könnte.

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Re: Erfahrungsbericht: Verzicht auf Selbstbefriedigung

Beitrag von Tom mit T » Freitag 4. September 2020, 21:24

Paddn hat geschrieben:
Freitag 4. September 2020, 16:07
[...] allein schon wegen der Dialoge
Haha, ich habe noch nie einen Porno mit Ton gesehen - tatsächlich habe ich jedesmal auf stumm geschaltet^^
Ehrlich gesagt, sind mir da andere Sinneseindrücke wichtiger :D

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Re: Erfahrungsbericht: Verzicht auf Selbstbefriedigung

Beitrag von Neugierig » Freitag 4. September 2020, 21:52

dipa90 hat geschrieben:
Samstag 19. Januar 2019, 09:55
Ich habe mal ein Experiment gewagt. Und zwar verzichte ich bereits seit 4 Wochen komplett auf Selbstbefriedigung/NoFap(...Und Pornokonsum!) und möchte gerne kurz mitteilen, was ich während dieser Zeit mental und körperlich bei mir getan hat:

...
-schnellerer Gewichtsverlust
...
Das wär bei meinem Leichtgewicht ein Problem. :gruebel:
Lache nicht über jemanden, der einen Schritt zurück macht. Er könnte Anlauf nehmen. :shy:

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Re: Erfahrungsbericht: Verzicht auf Selbstbefriedigung

Beitrag von Veptun » Mittwoch 16. September 2020, 12:48

Okay. Ab sofort versuche ich es mal für eine Woche.

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Re: Erfahrungsbericht: Verzicht auf Selbstbefriedigung

Beitrag von Veptun » Donnerstag 17. September 2020, 02:56

Veptun hat geschrieben:
Mittwoch 16. September 2020, 12:48
Okay. Ab sofort versuche ich es mal für eine Woche.
Immerhin etwas über 12 Stunden 8-) :coolgun: :frech:

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Re: Erfahrungsbericht: Verzicht auf Selbstbefriedigung

Beitrag von Onkel ABobert » Donnerstag 17. September 2020, 09:49

Sittenhaft hat geschrieben:
Samstag 19. Januar 2019, 14:06
dipa90 hat geschrieben:
Samstag 19. Januar 2019, 09:55
Ich habe mal ein Experiment gewagt. Und zwar verzichte ich bereits seit 4 Wochen komplett auf Selbstbefriedigung/NoFap(...Und Pornokonsum!) und möchte gerne kurz mitteilen, was ich während dieser Zeit mental und körperlich bei mir getan hat:

-Mehr Power/Energie im Alltag
-Steigerung des Selbstbewusstseins
-Frauen wirken viel attraktiver und schöner auf mich
-schnellerer Gewichtsverlust
-Drang was zu machen/sich bewegen zu wollen
-Entschlossenheit & Entscheidungskraft
-Bessere Leistungen beim Sport
-Besser Lebensziele verfolgen zu können
-Etwas reineres Hautbild
-Weniger Müdigkeit
-Festere Erektionen
-Gute Laune/enorme Lebenslust/besseres Lebensgefühl
-Man verbraucht seine wertvolle Lust nicht auf dumme Pornos
-Frauen fühlen sich angezogener(vermutlich verstärkte Hormonausschüttung)
-Geistige Ausgeglichenheit
-Erkenntnis; Sexualität, ganzheitlicher, spannender und vielfältiger zu betrachten, als stupides Gerammel
-Zu meiner eigenen Verwunderung: Keine Notgeilheit!
-Stressresistenteres Verhalten
-Erhöhte Risikobereitschaft/Mut

Das ist mein subjektives Erlebnis und ich werde weiter machen und sehen, was passieren wird! Keine Ahnung, ob Frauen ähnliche Erfolge bemerken werden... Bisher tut es mir mega gut und es macht mich zu einer besseren Version meiner Selbst! ;)
Ich feuer im Mittel nach 2 - 3 Wochen von alleine ab. Oft genug probiert. Irgendwann kommen doch die "feuchten" Träume? Aber freut mich für dich ;)
Hm, einen "feuchten Traum" hatte ich in meinem ganzen Leben noch nicht. Wahrscheinlich ist meine Libido wirklich sehr gering ausgeprägt.
Es grüßt euch

Onkel ABobert

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Re: Erfahrungsbericht: Verzicht auf Selbstbefriedigung

Beitrag von Onkel ABobert » Donnerstag 17. September 2020, 09:51

Ranjid hat geschrieben:
Samstag 19. Januar 2019, 15:10
Sittenhaft hat geschrieben:
Samstag 19. Januar 2019, 14:06

Ich feuer im Mittel nach 2 - 3 Wochen von alleine ab. Oft genug probiert. Irgendwann kommen doch die "feuchten" Träume?
Ja, die feuchten Träume kommen irgendwann und sind nicht angenehm. War bei mir auch so. Nach ca. 3 Wochen entledigt sich der Körper regelmäßig selbst davon.
Also mein Körper nicht. Noch nie.
Es grüßt euch

Onkel ABobert

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Re: Erfahrungsbericht: Verzicht auf Selbstbefriedigung

Beitrag von Onkel ABobert » Donnerstag 17. September 2020, 09:58

Lycaeus hat geschrieben:
Montag 7. Oktober 2019, 15:41
Knallgrau hat geschrieben:
Sonntag 20. Januar 2019, 22:02
Viell. ne blöde Frage, aber wirklich interessehalber: Lässt der Drang echt nicht irgendwann nach? Ich mein klar, man muss sich als Mann vermutl. entleeren, aber wenn "nichts passiert", wird sich doch die "Produktion" reduzieren und lässt damit der Drang nicht auch nach?
Das ist ein sehr gute Frage! Nee, der Drang lässt nich nach und das stimmt wohl was ich mal darüber gelesen habe. Ohne SB werden die Spermien weider aufgenommen. Die Produktion wird sicherlich nicht eingestellt! Die einzige Variant es mehr oder weniger zu verlieren ist depressiv werden.

Ich habe mein Leben lang gefragt ob Frauen diese massiven Drück auch kennen. In jungeren Jahren empfand ich das manchmal als unangenehm und wollte Ihm los. Das hatte selbstverständlich auch damit zu tun unfreiwillig Partnerlos zu sein. Mit steigenden Alter verringert sich diese Drück/ Situation allmählich und hat Mann mehr ruhe.
Doch, der Drang lässt nach.
Ich weiß nicht, ob es irgendwann komplett aufhört, aber mit heute 51 ist es ganz sicher quantitativ nicht das gleiche wie mit Anfang 20.

Und nein, der Körper muß sich nicht "entleeren". Unverbrauchte Spermien werden vom Körper über den Blutkreislauf wieder abgebaut. Wäre es nicht so, würden die Hoden ja irgendwann platzen, denn die Produktionen an neuen Spermien wird nicht eingestellt.
Es grüßt euch

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Re: Erfahrungsbericht: Verzicht auf Selbstbefriedigung

Beitrag von Lycaeus » Donnerstag 17. September 2020, 11:29

Onkel ABobert hat geschrieben:
Donnerstag 17. September 2020, 09:58
Doch, der Drang lässt nach.
Ich weiß nicht, ob es irgendwann komplett aufhört, aber mit heute 51 ist es ganz sicher quantitativ nicht das gleiche wie mit Anfang 20.

Und nein, der Körper muß sich nicht "entleeren". Unverbrauchte Spermien werden vom Körper über den Blutkreislauf wieder abgebaut. Wäre es nicht so, würden die Hoden ja irgendwann platzen, denn die Produktionen an neuen Spermien wird nicht eingestellt.
Ja, die Zeit zwischen SB Momente wird viel länger. Was mit aber auch aufgefallen ist: Nach 2 Wochen verzicht war der Drang gar nicht hoch!

Das erinnere ich mich ganz anders in Jüngere Jahre. Meine Gedanke war: Use it or you lose it :shock:

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Re: Erfahrungsbericht: Verzicht auf Selbstbefriedigung

Beitrag von Icke_Bins » Donnerstag 17. September 2020, 20:30

Das "NoFap-Movement" wie es auf Reddit existiert, finde ich eher lächerlich. Dort tummeln sich überwiegend naive pubertierende Jugendliche die gerne "männlicher" wären und mehr Erfolg beim anderen Geschlecht hätten.

Zu der NoFap Ideologie gehört dann auch ganz viel Alt-Right Gedöns, nach dem Motto: die Linksliberalen kulturellen Marxisten verfolgen einen bösen Plan, der dazu führen soll, dass Männer entmännlicht werden, indem sie zu schwachen, pornographieabhängigen, willenlosen Wesen gemacht werden, die vor jeder Interaktion mit Frauen zurückschrecken. Letztlich steckt hinter solchen Verschwörungstheorien immer die Idee, dass irgendeine Macht die "westliche Zivilisation" und die dazugehörigen Werte zerstören möchte. Tendentiell kommen die Anhänger von NoFap also schon eher aus dem rechten und / oder religiös-konservativen Lager Amerikas, viele Trump-Wähler darunter.

Und die vielen "Superkräfte" die mit NoFap assoziiert werden, sind zum Teil auch etwas fragwürdig. Zwar habe ich selbst auch die Erfahrung gemacht, dass sich körperlich und mental irgendwie ein stabilerer, weniger empfindlicher oder nervöser Zustand einstellt, umso länger ich mich von pornographischen Inhalten fernhalte, aber der Effekt ist nicht alleine auf den Pornoverzicht zurückzuführen. Würde eher sagen, dass die bewusste Abstinenz einen positiven Kreislauf in Gang setzt: man schläft besser durch (weil man nicht bis in die Nacht hinein vor dem blauen Flimmerschirm sitzt), steht ausgeruhter auf, kein schlechtes Gewissen wegen problematischer (z.B. sexistischer oder gewaltsamer) pornographischer Inhalte, mit der gewonnenen Zeit fängt man meistens etwas produktiveres an als es sonst der Fall wäre, das Gefühl dass man selbst Kontrolle hat und nicht willenlos seinen Impulsen folgen muss, aber auch vom Hormonhaushalt und Stoffwechsel her ein soliderer Zustand, als es der Fall wäre, wenn man jeden Tag "sein Pulver verschießt".

Das Gehirn arbeitet einfach besser, wenn man es nicht ständig einer extremen Überstimulation aussetzt. In der Realität haben wir ja auch nicht ständig die Möglichkeit zwischen tausenden Sexualpartnerinnen und sexuellen Szenarios zu switchen, sondern müssen uns im Normalfall auf eine Sexualpartnerin einstellen, während du durch die Verfügbarkeit von Internetpornographie endlos viel und ständig neues Material abrufen kannst.

Übrigens: wesentlich sachlicher als in den NoFap Foren geht es im Pornfree Reddit zu, weil sich dort tatsächlich auf die positiven Effekte des Pornoverzichts konzentriert wird, OHNE normale Sexualität (also auch normale Selbstbefriedigung, die ohne die künstliche und in vielerlei Hinsicht bedenklich Überstimulation der Pornographie auskommt), pauschal zu verteufeln. Da sind dann auch eher reifere und erwachsenere Leute unterwegs.

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Re: Erfahrungsbericht: Verzicht auf Selbstbefriedigung

Beitrag von Gilbert » Freitag 18. September 2020, 09:03

Onkel ABobert hat geschrieben:
Donnerstag 17. September 2020, 09:58
Lycaeus hat geschrieben:
Montag 7. Oktober 2019, 15:41
Knallgrau hat geschrieben:
Sonntag 20. Januar 2019, 22:02
Viell. ne blöde Frage, aber wirklich interessehalber: Lässt der Drang echt nicht irgendwann nach? Ich mein klar, man muss sich als Mann vermutl. entleeren, aber wenn "nichts passiert", wird sich doch die "Produktion" reduzieren und lässt damit der Drang nicht auch nach?
Das ist ein sehr gute Frage! Nee, der Drang lässt nich nach und das stimmt wohl was ich mal darüber gelesen habe. Ohne SB werden die Spermien weider aufgenommen. Die Produktion wird sicherlich nicht eingestellt! Die einzige Variant es mehr oder weniger zu verlieren ist depressiv werden.

Ich habe mein Leben lang gefragt ob Frauen diese massiven Drück auch kennen. In jungeren Jahren empfand ich das manchmal als unangenehm und wollte Ihm los. Das hatte selbstverständlich auch damit zu tun unfreiwillig Partnerlos zu sein. Mit steigenden Alter verringert sich diese Drück/ Situation allmählich und hat Mann mehr ruhe.
Doch, der Drang lässt nach.
Ich weiß nicht, ob es irgendwann komplett aufhört, aber mit heute 51 ist es ganz sicher quantitativ nicht das gleiche wie mit Anfang 20.
Mag sein, daß es bei manchem früher oder später nachläßt. Pauschalisieren kann man es jedoch nicht. Dafür sind wir Menschen zu unterschiedlich.
Ich bin jetzt 52 und verspüre kein Nachlassen. Alles ist noch diesbezüglich wie vor 30 Jahren. 🤷🏻‍♂️
Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden.
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Re: Erfahrungsbericht: Verzicht auf Selbstbefriedigung

Beitrag von Nordlicht84 » Freitag 18. September 2020, 18:40

Icke_Bins hat geschrieben:
Donnerstag 17. September 2020, 20:30
Das "NoFap-Movement" wie es auf Reddit existiert, finde ich eher lächerlich. Dort tummeln sich überwiegend naive pubertierende Jugendliche die gerne "männlicher" wären und mehr Erfolg beim anderen Geschlecht hätten.

Zu der NoFap Ideologie gehört dann auch ganz viel Alt-Right Gedöns, nach dem Motto: die Linksliberalen kulturellen Marxisten verfolgen einen bösen Plan, der dazu führen soll, dass Männer entmännlicht werden, indem sie zu schwachen, pornographieabhängigen, willenlosen Wesen gemacht werden, die vor jeder Interaktion mit Frauen zurückschrecken. Letztlich steckt hinter solchen Verschwörungstheorien immer die Idee, dass irgendeine Macht die "westliche Zivilisation" und die dazugehörigen Werte zerstören möchte. Tendentiell kommen die Anhänger von NoFap also schon eher aus dem rechten und / oder religiös-konservativen Lager Amerikas, viele Trump-Wähler darunter.

Und die vielen "Superkräfte" die mit NoFap assoziiert werden, sind zum Teil auch etwas fragwürdig. Zwar habe ich selbst auch die Erfahrung gemacht, dass sich körperlich und mental irgendwie ein stabilerer, weniger empfindlicher oder nervöser Zustand einstellt, umso länger ich mich von pornographischen Inhalten fernhalte, aber der Effekt ist nicht alleine auf den Pornoverzicht zurückzuführen. Würde eher sagen, dass die bewusste Abstinenz einen positiven Kreislauf in Gang setzt: man schläft besser durch (weil man nicht bis in die Nacht hinein vor dem blauen Flimmerschirm sitzt), steht ausgeruhter auf, kein schlechtes Gewissen wegen problematischer (z.B. sexistischer oder gewaltsamer) pornographischer Inhalte, mit der gewonnenen Zeit fängt man meistens etwas produktiveres an als es sonst der Fall wäre, das Gefühl dass man selbst Kontrolle hat und nicht willenlos seinen Impulsen folgen muss, aber auch vom Hormonhaushalt und Stoffwechsel her ein soliderer Zustand, als es der Fall wäre, wenn man jeden Tag "sein Pulver verschießt".

Das Gehirn arbeitet einfach besser, wenn man es nicht ständig einer extremen Überstimulation aussetzt. In der Realität haben wir ja auch nicht ständig die Möglichkeit zwischen tausenden Sexualpartnerinnen und sexuellen Szenarios zu switchen, sondern müssen uns im Normalfall auf eine Sexualpartnerin einstellen, während du durch die Verfügbarkeit von Internetpornographie endlos viel und ständig neues Material abrufen kannst.

Übrigens: wesentlich sachlicher als in den NoFap Foren geht es im Pornfree Reddit zu, weil sich dort tatsächlich auf die positiven Effekte des Pornoverzichts konzentriert wird, OHNE normale Sexualität (also auch normale Selbstbefriedigung, die ohne die künstliche und in vielerlei Hinsicht bedenklich Überstimulation der Pornographie auskommt), pauschal zu verteufeln. Da sind dann auch eher reifere und erwachsenere Leute unterwegs.

NoFap ist eh eine Bewegung, die von einer christlichen Gemeinschaft ins Leben gerufen wurde.
Das ganze Gedöns drumherum ist also Blödsinn, der schlicht zur Enthaltsamkeit führen soll, wie es die fundamentalen Christen gern hätten.
Allein aus gesundheitlichen Aspekten heraus sollte man das nicht unterstützen!
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Re: Erfahrungsbericht: Verzicht auf Selbstbefriedigung

Beitrag von oathlizard » Samstag 19. September 2020, 10:27

Also auch ich finde gewisse Aspekte von NoFap gar nicht mal sooo schlecht.
[+] TMI
Ich habe seit einigen Wochen nun keine Pornos mehr konsumiert und merke, dass ich mich durchaus besser und aktiver fühle. Und wenn ich vor dem Krafttraining bewusst "edge" und anschließend einfach kalt dusche, hab ich schon einen gewissen Energieanstieg beim Training bemerkt. Dafür masturbier ich gerne bis zum Schluss, vor dem Schlafen gehen. Gibt halt für alles einen gewisssen Zeitpunkt :lol: :lol: :lol:

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