"Alltagstauglichkeit"

Rund um die persönliche Situation, Erlebnisse und was einem auf dem Herzen liegt

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Volta
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Re: "Alltagstauglichkeit"

Beitrag von Volta » Samstag 21. November 2020, 19:24

NBUC hat geschrieben:
Samstag 21. November 2020, 19:20
Volta hat geschrieben:
Samstag 21. November 2020, 18:58
Das klingt dann aber schon sehr inszeniert, also die Frau, die man kennenlernen will nach dem Produkt fragen, dassie zufällig im Einkaufswagen hat, obwohl man das gar nicht sucht, nur um einen Grund zum Ansprechen zu haben.
SO weit habe ich gar nicht gedacht, das jetzt so gezielt zu provozieren.

Wenn ich etwas suche und jemand hat es im Wagen, dann gehe ich davon aus er oder sie - egal - weiß, wo es gelegen hat.
Ok, eine sich anmachgefährdete Frau reagiert dann ggf. mal wieder entsprechend.
Aber das war doch das diskutierte Szenario, also im Supermarkt Frauen angraben?

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Re: "Alltagstauglichkeit"

Beitrag von Obelix » Samstag 21. November 2020, 19:31

Volta hat geschrieben:
Samstag 21. November 2020, 19:24
Aber das war doch das diskutierte Szenario, also im Supermarkt Frauen angraben?
Kommt jetzt darauf an, was Du unter "angraben" verstehst. Zumindest in dem Beispiel von ElSuizo ging es maximal um einen kurzen Flirt. Nirgends war davon diese Rede, dass man den Laden mit der angesprochenen Frau gemeinsam verlässt oder dass sonstwie etwas längerfristiges dabei herauskommt.
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Re: "Alltagstauglichkeit"

Beitrag von NBUC » Samstag 21. November 2020, 19:38

Volta hat geschrieben:
Samstag 21. November 2020, 19:24
NBUC hat geschrieben:
Samstag 21. November 2020, 19:20
Volta hat geschrieben:
Samstag 21. November 2020, 18:58
Das klingt dann aber schon sehr inszeniert, also die Frau, die man kennenlernen will nach dem Produkt fragen, dassie zufällig im Einkaufswagen hat, obwohl man das gar nicht sucht, nur um einen Grund zum Ansprechen zu haben.
SO weit habe ich gar nicht gedacht, das jetzt so gezielt zu provozieren.

Wenn ich etwas suche und jemand hat es im Wagen, dann gehe ich davon aus er oder sie - egal - weiß, wo es gelegen hat.
Ok, eine sich anmachgefährdete Frau reagiert dann ggf. mal wieder entsprechend.
Aber das war doch das diskutierte Szenario, also im Supermarkt Frauen angraben?
Ja, das war das generelle Thema. Ich habe da aber speziell erst nur auf die generelle Situation/Häufigkeit zu Nachfragen geantwortet, ohne zu bedenken, dass diese "seriösere" weil erklärbarere Variante auch künstlich herangezogen werden kann.
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Re: "Alltagstauglichkeit"

Beitrag von Volta » Samstag 21. November 2020, 19:42

Obelix hat geschrieben:
Samstag 21. November 2020, 19:31
Volta hat geschrieben:
Samstag 21. November 2020, 19:24
Aber das war doch das diskutierte Szenario, also im Supermarkt Frauen angraben?
Kommt jetzt darauf an, was Du unter "angraben" verstehst. Zumindest in dem Beispiel von ElSuizo ging es maximal um einen kurzen Flirt. Nirgends war davon diese Rede, dass man den Laden mit der angesprochenen Frau gemeinsam verlässt oder dass sonstwie etwas längerfristiges dabei herauskommt.
Ja, oder flirten. Ist doch egal.

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Re: "Alltagstauglichkeit"

Beitrag von Informatiker » Samstag 21. November 2020, 20:27

Obelix hat geschrieben:
Samstag 21. November 2020, 19:31
Kommt jetzt darauf an, was Du unter "angraben" verstehst. Zumindest in dem Beispiel von ElSuizo ging es maximal um einen kurzen Flirt. Nirgends war davon diese Rede, dass man den Laden mit der angesprochenen Frau gemeinsam verlässt oder dass sonstwie etwas längerfristiges dabei herauskommt.
Was bringt mir das? :gruebel: Ich mache mich doch nicht im Supermarkt zum Affen, wenn ich noch nicht einmal eine Chance auf ihre Nummer habe.
_Ghostwriter_ hat geschrieben:
Samstag 21. November 2020, 18:09
Was wäre denn die "ehrliche" Variante?
"Hallo, du gefällst mir, wie heißt du denn?", und wie geht's dann weiter?
Ich würde das die direkte Variante nennen und finde es sogar eher schwieriger von da aus in einen Flirt zu kommen. Aber das ist wohl Geschmackssache...
Kurzer Smalltalk. Hier ist meine Nummer. Schreib mir, wenn du Mal Lust hast gemeinsam einen Kaffe zu trinken. :vielglueck:
_Ghostwriter_ hat geschrieben:
Samstag 21. November 2020, 18:09
In so einer indirekten Variante wie mit dem Ketchup könnte man dann zb weitermachen: "Ah danke. Du musst wissen, ohne mein Heinz Ketchup kann ich einfach nicht leben ;-) Hast du auch so etwas auf das du auf keinen Fall verzichten wollen würdest?"
Ich bekomme das nicht authentisch hin. Als würde mich das interessieren. :lach:

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Re: "Alltagstauglichkeit"

Beitrag von Cavia » Samstag 21. November 2020, 20:40

Volta hat geschrieben:
Samstag 21. November 2020, 18:33
Also ich habe noch nie erlebt, dass jemand einen Kunden gefragt, wo was im Supermarkt ist. Ich denke, das ist völlig unüblich.

Natürlich wird diese Gelegenheit wieder genutzt, um ABs zu beschimpfen ("übergroße Scheu"). Diese Gelegenheit darf man sich ja in diesem Forum nie entgehen lassen.
Genau. Ich würde da einfach mit den Schultern zucken und sagen, dass ich nicht hier arbeite.

Und ich würde das nie als Anmache auffassen.

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Re: "Alltagstauglichkeit"

Beitrag von GymT » Samstag 21. November 2020, 20:42

Informatiker hat geschrieben:
Samstag 21. November 2020, 20:27
Was bringt mir das? :gruebel: Ich mache mich doch nicht im Supermarkt zum Affen, wenn ich noch nicht einmal eine Chance auf ihre Nummer habe.
Übung!
Aber ich verstehe deine Zurückhaltung/Skepsis. Jemandem im Supermarkt anzusprechen, um nach der Butter zu fragen, wäre für mich kein Problem (auch wenn ich zu der Fraktion gehöre, die lieber selbst sucht). Mit einer Frau jedoch im Supermarkt zu "flirten", das würde mir nicht so leicht über die Lippen gehen.

Also entweder ich interpretiere ins "Flirten" zu viel hinein oder andere hier interpretieren in das, was sie im Supermarkt so machen, zu viel hinein.
Mit jemandem über den Inhalt des Einkaufswagens zu philosophieren, das hat für mich nichts mit einem Flirt zu tun. Ich habe mich mal an der Kasse beim Aldi mit einer Frau 5 Minuten lang darüber unterhalten, wie man den 99-Cent-Basilikum am besten schneidet, damit man möglichst lange etwas davon hat. Wahrscheinlich denkt sie jetzt ich sei Gärtner, aber das war garantiert kein Flirt. ;)
Informatiker hat geschrieben:
Samstag 21. November 2020, 20:27
Hast du Lust Mal einen Kaffee mit mir zu trinken?
"Ich mag aber lieber Tee!"

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Re: "Alltagstauglichkeit"

Beitrag von Obelix » Samstag 21. November 2020, 20:51

Informatiker hat geschrieben:
Samstag 21. November 2020, 20:27
Was bringt mir das? :gruebel: Ich mache mich doch nicht im Supermarkt zum Affen, wenn ich noch nicht einmal eine Chance auf ihre Nummer habe.
Übung.
Einerseits um eventuelle soziale Hemmungen abzutrainieren, andererseits um Smalltalk und Flirt zu üben und darin lockerer zu werden. Und mit dieser Erfahrung im Gepäck kannst du dann auch Situationen, bei denen es um mehr geht, lockerer angehen.
Und wenn mehr als nur eine einsilbige Antwort zurück kommt, kann so ein kurzes Gespräch auch einfach Spaß machen.
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Re: "Alltagstauglichkeit"

Beitrag von Hanuta » Samstag 21. November 2020, 21:48

Informatiker hat geschrieben:
Samstag 21. November 2020, 20:27
Was bringt mir das? Ich mache mich doch nicht im Supermarkt zum Affen, wenn ich noch nicht einmal eine Chance auf ihre Nummer habe.
Es bringt Übung und hilft dabei es lockerer anzugehen. Und was heißt "zum Affen machen"? Da denkst du viel zu sehr darüber nach was andere Menschen von dir denken. Die meisten - mich eingeschlossen - interessiert nicht, dass andere Menschen mit anderen Menschen ein Gespräch anfangen.
Informatiker hat geschrieben:
Samstag 21. November 2020, 20:27
Kurzer Smalltalk. Hier ist meine Nummer. Schreib mir, wenn du Mal Lust hast gemeinsam einen Kaffe zu trinken.
Da musst du aber schon attraktiv genug sein, damit das funktioniert. Wenn dir die Übung und Lockerheit fehlt, dann klappt das in tausend Jahren nicht.

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Re: "Alltagstauglichkeit"

Beitrag von Informatiker » Samstag 21. November 2020, 22:43

Hanuta hat geschrieben:
Samstag 21. November 2020, 21:48
Es bringt Übung und hilft dabei es lockerer anzugehen.
Zur Übung nehme ich lieber Tinder Dates. :cooler:
Hanuta hat geschrieben:
Samstag 21. November 2020, 21:48
Und was heißt "zum Affen machen"? Da denkst du viel zu sehr darüber nach was andere Menschen von dir denken. Die meisten - mich eingeschlossen - interessiert nicht, dass andere Menschen mit anderen Menschen ein Gespräch anfangen.
Das stimmt vielleicht.
Hanuta hat geschrieben:
Samstag 21. November 2020, 21:48
Da musst du aber schon attraktiv genug sein, damit das funktioniert. Wenn dir die Übung und Lockerheit fehlt, dann klappt das in tausend Jahren nicht.
Hat funktioniert. :cooler: Aber Frauen an Orten wie im Supermarkt ansprechen ist nicht zielführend. Wo jeder hingeht und man nur über das Aussehen selektieren kann.

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Re: "Alltagstauglichkeit"

Beitrag von Zwerg » Samstag 21. November 2020, 23:05

GymT hat geschrieben:
Samstag 21. November 2020, 20:42

Aber ich verstehe deine Zurückhaltung/Skepsis. Jemandem im Supermarkt anzusprechen, um nach der Butter zu fragen, wäre für mich kein Problem (auch wenn ich zu der Fraktion gehöre, die lieber selbst sucht). Mit einer Frau jedoch im Supermarkt zu "flirten", das würde mir nicht so leicht über die Lippen gehen.
Du denkst Dir zu viel. Natürlich kann man das auch als Ausrede verwenden und dahinter in Wirklichkeit gleich ein Anmachversuch stecken. Das ist aber nicht die Regel. Aus solchen Situationen entstehen aber schon mal Dialoge und daraus ab und an ein Flirt. Aus einem Flirt kann sich mal mehr entwickeln.

Nichts davon ist "wahrscheinlich". Ganz sicher ist nur, dass es zu all dem nie kommen kann, wenn sich die Leute gezielt aus dem Weg gehen.
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Re: "Alltagstauglichkeit"

Beitrag von Hanuta » Samstag 21. November 2020, 23:13

Informatiker hat geschrieben:
Samstag 21. November 2020, 22:43
Zur Übung nehme ich lieber Tinder Dates.
Spricht nichts dagegen.
Informatiker hat geschrieben:
Samstag 21. November 2020, 22:43
Hat funktioniert. Aber Frauen an Orten wie im Supermarkt ansprechen ist nicht zielführend. Wo jeder hingeht und man nur über das Aussehen selektieren kann.
Ich sehe die Vorteile nicht nur beim Einkaufen, sondern generell in der Öffentlichkeit dann locker mit Menschen direkt per Du zu sein.
Es ist ja gerade der Punkt, dass eben 99% der Leute das niemals machen würden, der dafür sprechen könnte.
Selbst wenn man nur in einen Club geht und dann in der Lage ist mit den Leuten draußen zu reden und nicht nur drinnen.

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Re: "Alltagstauglichkeit"

Beitrag von LonesomeCoder » Samstag 21. November 2020, 23:29

Informatiker hat geschrieben:
Samstag 21. November 2020, 20:27
Obelix hat geschrieben:
Samstag 21. November 2020, 19:31
Kommt jetzt darauf an, was Du unter "angraben" verstehst. Zumindest in dem Beispiel von ElSuizo ging es maximal um einen kurzen Flirt. Nirgends war davon diese Rede, dass man den Laden mit der angesprochenen Frau gemeinsam verlässt oder dass sonstwie etwas längerfristiges dabei herauskommt.
Was bringt mir das? :gruebel: Ich mache mich doch nicht im Supermarkt zum Affen, wenn ich noch nicht einmal eine Chance auf ihre Nummer habe.
Besser wären Orte, wo ansprechen sozial akzeptierter ist und auch damit gerechnet wird, also nicht so überraschend kommt. Und wo die Leute dazu noch entspannter sind und nicht unter Zeitdruck zwischen Feierabend und endlich heimkommen wollen gehetzt sind. Etwa im Nachtleben, Parks oder Großveranstaltungen tagsüber. Ich habe schon viele Frauen auch beim Einkaufen angesprochen, aber begeistert war da keine und auch andere Männer sah ich hier nie flirten. Da gibts wirklich bessere Orte. Ok, wenn grade nicht Lockdown ist und alles andere zu hat.
Warnung vor Pickup: https://www.abtreff.de/viewtopic.php?p=1062199#p1062199
Wissenschaftliches Standardwerk über (männliches) AB-tum: https://www.springer.com/de/book/9783658059231
Geschlechtsspezifische Partnerwahl und Sexualitätsmerkmale: https://d-nb.info/1037687477/34

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Re: "Alltagstauglichkeit"

Beitrag von Calliandra » Sonntag 22. November 2020, 00:16

Volta hat geschrieben:
Samstag 21. November 2020, 18:33
Also ich habe noch nie erlebt, dass jemand einen Kunden gefragt, wo was im Supermarkt ist. Ich denke, das ist völlig unüblich.
Ist mir schon oft passiert – ob Mann oder Frau, und auch in allen möglichen Altersruppen.
Und ich selbst frage auch lieber mal nach, wenn ich irgendwas nicht finde, als dann nochmal drei Runden durch den Markt zu drehen. Wenn ein Mitarbeiter ansprechbar ist, dann den, wenn nicht, einfach andere Kunden.
Ich wurde da auch nie blöd angeschaut, maximal wurde mir die gewünschte Auskunft verwehrt, weil derjenige es selbst nicht wusste.
Und ich finde es auch nicht so komisch, nach was zu fragen, was jemand im Korb hat. Wenn man genau das sucht, ist es doch sinnvoll, jemanden zu fragen, der es offensichtlich schon gefunden hat.

Aber klar, wenn das jetzt nur ein Aufhänger ist, um irgendjemanden anzusprechen, ist das wahrscheinlich dabei auch irgendwie spürbar.


Aber trotzdem nochmal zum Thema direktes Ansprechen beim Einkauf …
Da ist es mir früher :oma: wirklich mal passiert, dass ich vorm Regal stand und was suchte und mich plötzlich jemand nach Empfehlungen aus besagter Abteilung fragte und in ein Gespräch verwickelte. Man muss vielleicht dazusagen, er war Italiener, und da stimmt das Klischee schon manchmal, dass man da einfach weniger schüchtern ist. ^^ Ich war zwar erst etwas verdutzt, aber letztlich war's dann doch eine ganz nette Plauderei und auch nicht aufdringlich oder so. Das lustige war, dass mir derjenige dann ein paar Wochen später nochmal im selben Supermarkt begegnete (was ja in Großstädten sonst nicht unbedingt so üblich ist). Dann mussten wir erstmal beide grinsen und haben dann noch mal kurz gequatscht, woraufhin er vorschlug, einen Kaffee zu trinken. Das taten wir dann wirklich, obwohl ich eher meine Probleme habe, bei spontanen Ansprachen mich auf irgendwas einzulassen. Und hätte er gleich beim 1. Mal danach gefragt, wäre wahrscheinlich auch der Fluchtrefelex stärker gewesen. Letztlich ist daraus auch kein weitergehender Kontakt entstanden. Und ich bin ja auch eher Verfechterin der Meinung, dass Kaltansprachen in den seltensten Fällen zu irgendwas führen. Aber es war schon auch die Erkenntnis da, dass man theoretisch in banalen alltäglichen Situationen jemanden kennenlernen könnte.

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Re: "Alltagstauglichkeit"

Beitrag von AviferAureus » Sonntag 22. November 2020, 01:09

ElSuizo hat geschrieben:
Donnerstag 19. November 2020, 11:09
Habe ich tatsächlich. Mit dem oben beschriebenen Erfolg. Ich arbeitete dazumal an meiner EntABisierung und nutzte solche kleine alltägliche Geschichten als Übung um meine Ansprechangst/Schüchternheit zu überwinden.
Ich hatte mal einen ehemaligen Flirtcoach als Kollegen, mit dem ich ab und an einkaufen war. Der betrieb auch Kommunikationsübungen im Supermarkt mithilfe solcher Anreden wie "Die Sorte Schokolade esse ich auch gerne...." oder ähnlichem.
LonesomeCoder hat geschrieben:
Samstag 21. November 2020, 23:29
Besser wären Orte, wo ansprechen sozial akzeptierter ist und auch damit gerechnet wird, also nicht so überraschend kommt. Und wo die Leute dazu noch entspannter sind und nicht unter Zeitdruck zwischen Feierabend und endlich heimkommen wollen gehetzt sind...
Das kann sein. Eines meiner Geschwister ist infolge einer Kaltansprache verheiratet. Das war aber in einem Schnellrestaurant. Persönlich würde ich denken, dass der Supermarkt den Vorteil hat, dass dort das Gegenüber einfach verduften kann und sich daher nicht bedrängt fühlen kann. Aber das hängt sicher von der konkreten Situation ab und vor allem von der eigenen Attraktivität.

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Re: "Alltagstauglichkeit"

Beitrag von NBUC » Sonntag 22. November 2020, 08:21

Calliandra hat geschrieben:
Sonntag 22. November 2020, 00:16
Ist mir schon oft passiert – ob Mann oder Frau, und auch in allen möglichen Altersruppen.
Und für das Gefühl der Anmache ist dann relevant, ob sich die Zielperson da "gefährdet" sieht - bei deutlichem Altersunterschied eher selten und auch wenn das gegenüber (zumindest nach eigener Antwort) vergeben ist, ist es etwas entspannter und eher mal ein Gespräch möglich.
LonesomeCoder hat geschrieben:
Samstag 21. November 2020, 23:29
Besser wären Orte, wo ansprechen sozial akzeptierter ist und auch damit gerechnet wird, also nicht so überraschend kommt. Und wo die Leute dazu noch entspannter sind und nicht unter Zeitdruck zwischen Feierabend und endlich heimkommen wollen gehetzt sind. Etwa im Nachtleben, Parks oder Großveranstaltungen tagsüber. Ich habe schon viele Frauen auch beim Einkaufen angesprochen, aber begeistert war da keine und auch andere Männer sah ich hier nie flirten. Da gibts wirklich bessere Orte. Ok, wenn grade nicht Lockdown ist und alles andere zu hat.
Bei diesen Orten wird zwar mit Ansprachen gerechnet, aber erwünscht sind sie weiterhin nur von Leuten, welche vorher den oberflächlichen Check bestanden haben. Es bleibt eine Kaltansprache. Meiner Beobachtung nach sind Abfuhren da sogar noch deutlicher. Vermutlich weil da jede(r) auch gleichzeitig quasi unter Beobachtung steht und Zeit mit dem Falschen ggf Zeit für den Richtigen blockiert oder man auch nach den Leuten bewertet wird, mit welchen man gesehen wird.
Freundlich sein könnte vielleicht etwas sympatischer machen, aber da gilt wohl die Vorstellung "ein ECHTER (oder auch mal ECHT INTERESSIERTER) Mann würde sich von so etwas nicht abhalten lassen".
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Re: "Alltagstauglichkeit"

Beitrag von Gatem » Montag 23. November 2020, 09:38

inVinoVeritas hat geschrieben:
Freitag 20. November 2020, 17:47
Gatem hat geschrieben:
Freitag 20. November 2020, 15:58
Und zum Thema angemessen: Es ist einfach nicht angemessen einen völlig Unbeteiligten zu etwas zu fragen, was ihn nichts angeht und er nicht wissen kann. Einen anderen Kunden zu fragen ist einfach unangebracht.
Ich bin jetzt zwar nicht als der erfolgreiche Supermarkt-Flirter bekannt, aber ich kann dennoch nicht nachvollziehen, wieso du dahingehend so verbissen und rigoros "anti" unterwegs bist.
Es ist nur EINE von vielen dankbaren Möglichkeiten, um im Alltag mal eine Frau kennenzulernen. Kann man für sich selbst rigoros und bewusst ausschließen (was gewinnt man dadurch eigentlich?) oder immerhin als kleine Möglichkeit offenhalten, wenn sich durch Zufall mal eine passende Situation ergibt.
Generell gilt: man kann im Alltag mit einer offenen Einstellung (und vor allem offenen Augen) durchs Leben gehen, oder man kann bereits im Vorfeld alle Zufalls-Chancen auf die Wahrscheinlichkeit Null runterschrauben. Was einem persönlich weiterhilft muss jeder für sich beantworten (in Bezug auf dich rhetorisch gemeint, du scheinst deine Entscheidung ja schon lange getroffen zu haben).
Also ich sehe das aber nicht als eine (bewusste) individuelle Entscheidung, sondern als eine Tatsache.
So wie 1+1 nunmal 2 ist, so ist es unangemessen jemanden nach etwas zu Fragen, das ihn nicht betrifft.
Wenn ich an einer Bushaltestelle stehe und wissen will wann der Bus kommt, dann frage ich doch auch nicht den Passanten, der zufällig gerade vorbei läuft, sondern einen der Mitwartenden (oder ich schaue selbst auf den Plan).
Insofern scheint unser Unverständnis auf Gegenseitigkeit zu beruhen, da ich meinerseits nicht verstehen kann, wie es möglich ist das anders zu sehen.

Was die Rigorosität bestrifft: Keine Ahnung, ich denke das ist einfach Teil meines Charakters. Beispiel: Bevor ich einen Führerschein gemacht habe, habe ich Autos und deren Fahrern im Alltag kaum Beachtung geschenkt. Aber nachdem ich dann selbst einen Führerschein habe, fällt mir (auch wenn ich nicht mit dem Auto unterwegs bin) jeder Falschparker, jeder Geschwindigkeitsüberschreiter, Nichtblinker oder Regelverstoßer auf. Und jedes Mal fühlt es sich an wie ein kleiner Schlag in die Magengrube.
So ähnlich ist es hier halt auch.

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Re: "Alltagstauglichkeit"

Beitrag von Zwerg » Montag 23. November 2020, 09:53

Gatem hat geschrieben:
Montag 23. November 2020, 09:38
Wenn ich an einer Bushaltestelle stehe und wissen will wann der Bus kommt, dann frage ich doch auch nicht den Passanten, der zufällig gerade vorbei läuft, sondern einen der Mitwartenden (oder ich schaue selbst auf den Plan).
Insofern scheint unser Unverständnis auf Gegenseitigkeit zu beruhen, da ich meinerseits nicht verstehen kann, wie es möglich ist das anders zu sehen.
Wenn ich meine Lesebrille vergessen habe würde ich auf jeden Fall jemand fragen. Auf die Einkaufssituation bezogen frage auch nicht Leute vor dem Supermarkt, sondern andere Kunden im Supermarkt.

Eine sich aus dem Alltag entwickelnde Situation auch mal versuchen weiter zu entwickeln hat gerade den Vorteil, uneindeutig zu sein. Genau das ermöglicht es jedem der Beteiligten sich jederzeit zurückzuziehen. Entscheidend ist da mehr die Quantität, also die Vielzahl der (versuchten) Interaktionen mit anderen.

Wenn mich mein Eindruck nicht täuscht, ist im Gegensatz dazu gerade hier für viele das gezieltere Online-Kennenlernen ziemlich oft mit Aufregung, Stress und einer Menge Enttäuschungen verbunden.
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Re: "Alltagstauglichkeit"

Beitrag von Hanuta » Montag 23. November 2020, 11:00

Gatem hat geschrieben:
Montag 23. November 2020, 09:38
Also ich sehe das aber nicht als eine (bewusste) individuelle Entscheidung, sondern als eine Tatsache.
So wie 1+1 nunmal 2 ist, so ist es unangemessen jemanden nach etwas zu Fragen, das ihn nicht betrifft.
Wenn ich an einer Bushaltestelle stehe und wissen will wann der Bus kommt, dann frage ich doch auch nicht den Passanten, der zufällig gerade vorbei läuft, sondern einen der Mitwartenden (oder ich schaue selbst auf den Plan).
Insofern scheint unser Unverständnis auf Gegenseitigkeit zu beruhen, da ich meinerseits nicht verstehen kann, wie es möglich ist das anders zu sehen.
Hört sich für mich sehr pedantisch an. Man muss es ja für sich selbst nicht so handhaben bzw. kann für sich selbst die Entscheidung fällen solche Situationen niemals als potentielle Gelegenheit aufzufassen. Dennoch sollte man sich vor Augen halten, dass dies eine potentielle Möglichkeit sein kann. Es kommt nicht selten vor, dass sich mal ein Smalltalk ergibt und daraus dann vielleicht mehr.
Im Prinzip ist es auf Veranstaltungen jeder Art nicht viel anders. Hält man die Augen offen und lässt sich auf zufällige Situationen ein ohne sie im Vorfeld einer genauesten Untersuchung zu unterziehen, unabhängig davon ob das jetzt so angemessen ist oder nicht, so hat man immer eine Chance, dass sich vielleicht irgendetwas ergibt.
Das ist etwas was ich im letzten Jahrzehnt lernen konnte. Wer will, sieht Chancen. Wer nicht will, sieht Hindernisse.
Zugegeben. In den meisten zufälligen Situationen ergibt sich keine Möglichkeit auf mehr, aber diese paar % die ab und zu dennoch auftreten sind es meiner Meinung nach wert, dass man sich darauf einlässt.
Vielleicht sage ich das auch nur aus meiner Erfahrung, weil es schon genügend solcher Situationen gab, die anders ausgegangen sind als ich je für möglich gehalten habe, aber für mich haben sie einmal mehr bestätigt, dass man besser bedient ist mit einem offenen Mindset durch die Weltgeschichte zu laufen als mit Scheuklappen bei denen man dem Zufall keine Chance lässt.
Es wurde ja hier im Forum schon oft genug darüber gesprochen, dass es viele Menschen draußen gibt, die ihre Partnerschaft nur ihrem Glück zu verdanken haben. Stell' dir vor, dass jeder dieser Partnerschaften aber auch erstmal einer Person bedarf, die sich auf das Glück einlässt.
Die meisten Pärchen, die ich kenne entstanden aus einem Umstand, der auch eher dem Zufall geschuldet war.

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Re: "Alltagstauglichkeit"

Beitrag von Volta » Montag 23. November 2020, 11:19

Calliandra hat geschrieben:
Sonntag 22. November 2020, 00:16
Volta hat geschrieben:
Samstag 21. November 2020, 18:33
Also ich habe noch nie erlebt, dass jemand einen Kunden gefragt, wo was im Supermarkt ist. Ich denke, das ist völlig unüblich.
Ist mir schon oft passiert –
Ah ja. Dann leben wir halt in verschiedenen Welten.

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