"noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

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TheRealDeal
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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von TheRealDeal » Mittwoch 10. Juli 2019, 13:50

Melli hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 10:17
TheRealDeal hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 09:55
Dazu wird das Online-Dating einen großen Beitrag geleistet haben.
Ist vielleicht auch eine Henne-und-Ei-Frage. Irgendeinen Nerv muß das ja wohl getroffen haben. Unrealistische Vorstellungen sind nichts neues, aber da wird es den Leuten damit noch leichter gemacht.
Entweder das, oder Menschen sind verzweifelt und nutzen SB's als Strohhalm. Was SB's aber anfangs sicher verhindern ist, dass sich Menschen aufeinander einlassen. Im persönlichen Gespräch muss ich Dinge, die mich interessieren, erfragen. Wenn die Informationen in Online-Profilen zu finden sind, brauche ich mich halt nicht einlassen. Und wenn da steht "Wohne bei meinen Eltern" ist es natürlich einfacher, das als KO-Kriterium zu sehen, als beim persönlichen Kontakt zumindest mal zu fragen, wieso das so ist...
Die beiden wichtigsten Tage deines Lebens sind der Tag, an dem du geboren wurdest, und der Tag, an dem du herausfindest, warum. – Mark Twain

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von Onkel ABobert » Mittwoch 10. Juli 2019, 13:56

Tania hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 13:25
Kommt zwar aus dem Pflege-Thread, passt aber hier besser hin:
Onkel ABobert hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 11:26
Wie bei mir z. B. die Geschichte mit dem engen Verhältnis zu den Eltern. Die bei mir erforderliche Veränderung wäre, das enge Verhältnis zu meinen Eltern zu lockern.
Aber ich hab irgendwie den leichten Eindruck, dass ihr drei - also Du und Deine Eltern - mit eurem Leben ganz zufrieden seid und gar keine Veränderung in Form einer Frau/Schwiegertochter braucht. Und damit sinkt dann verständlicherweise auch die Bereitschaft, im eigenen Leben "Platz" für einen anderen Menschen zu schaffen. Warum sollte man auch Zeit, Geld und Gefühle in etwas investieren, was man gar nicht wirklich braucht? Insbesondere wenn noch nicht einmal garantiert ist, dass man es bekommt.
Ja, das siehst du vollkommen richtig.
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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von Volta » Mittwoch 10. Juli 2019, 14:00

Ein AB ist allerdings unfreiwillig beziehungslos.

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von Tania » Mittwoch 10. Juli 2019, 14:32

Volta hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 14:00
Ein AB ist allerdings unfreiwillig beziehungslos.
Wenn wir da streng werden, sinkt die AB-Quote hier aber heftig ...

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von ComebackCat » Mittwoch 10. Juli 2019, 14:53

Tania hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 14:32
Volta hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 14:00
Ein AB ist allerdings unfreiwillig beziehungslos.
Wenn wir da streng werden, sinkt die AB-Quote hier aber heftig ...
So lange bis jemand nicht behauptet, er wäre freiwillig Single, sollte man ihm/ihr das schon glauben. Das ist ja ein rein subjektives Kriterium, ganz im Gegensatz zu bisherigen Beziehungen. In der Hinsicht gibt es ja immer mal wieder User, die sich trotz Beziehungshistorie als ABs bezeichnen, weil sie sich aus irgendwelchen Gründen so fühlen oder behaupten, die Beziehungen würden nicht zählen, weil sie "scheiße" waren, etc.
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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von knopper » Mittwoch 10. Juli 2019, 15:38

Tania hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 14:32
Volta hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 14:00
Ein AB ist allerdings unfreiwillig beziehungslos.
Wenn wir da streng werden, sinkt die AB-Quote hier aber heftig ...
aha was soll das denn jetzt heißen? :D
unfreiwillig ja! eindeutig!.... jedenfalls bei mir! :D

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von Zwerg » Mittwoch 10. Juli 2019, 15:42

TheRealDeal hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 13:50
Und wenn da steht "Wohne bei meinen Eltern" ist es natürlich einfacher, das als KO-Kriterium zu sehen, als beim persönlichen Kontakt zumindest mal zu fragen, wieso das so ist...
Wenn jemand so blöd ist in das Profil einer Singlebörse zu schreiben "wohne bei meinen Eltern" ist das in der Tat ein Warnsignal.

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von knopper » Mittwoch 10. Juli 2019, 15:46

Zwerg hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 15:42
TheRealDeal hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 13:50
Und wenn da steht "Wohne bei meinen Eltern" ist es natürlich einfacher, das als KO-Kriterium zu sehen, als beim persönlichen Kontakt zumindest mal zu fragen, wieso das so ist...
Wenn jemand so blöd ist in das Profil einer Singlebörse zu schreiben "wohne bei meinen Eltern" ist das in der Tat ein Warnsignal.
mein Reden.
Dasselbe gilt übrigens für ein evt. frühes AB-Outing am besten noch gleich in den ersten paar Sätzen die man wechselt, wenn man sich trifft. Kommt sicherlich total gut beim Gegenüber an. :D

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von Darth Bane » Mittwoch 10. Juli 2019, 16:06

Zwerg hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 15:42
TheRealDeal hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 13:50
Und wenn da steht "Wohne bei meinen Eltern" ist es natürlich einfacher, das als KO-Kriterium zu sehen, als beim persönlichen Kontakt zumindest mal zu fragen, wieso das so ist...
Wenn jemand so blöd ist in das Profil einer Singlebörse zu schreiben "wohne bei meinen Eltern" ist das in der Tat ein Warnsignal.
Wenn er es aber nicht sagt, wird ihm direkt Unaufrichtigkeit oder gar Hinterlist unterstellt. Ergo: Wie man es macht, macht man es falsch.
Genau zwei sollen es sein. Nicht mehr, nicht weniger. Einer, der die Macht verkörpert, und einer, der nach ihr giert.

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von Melli » Mittwoch 10. Juli 2019, 16:32

ComebackCat hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 14:53
Ein AB ist allerdings unfreiwillig beziehungslos.
(Un-) Freiwilligkeit muß man leider bei so vielen Dingen in Frage stellen :( Auf Selbstauskünfte würde ich mich nicht unbedingt verlassen :( (Natürlich soll man auch umgekehrt Leuten keine Probleme unterstellen, wo keine sind :roll:)

Zudem denke ich, daß es eine Grauzone zwischen AB und Asexualität gibt. (Auch wenn ich mich damit mal wieder sehr unbeliebt machen werde :shy:)

Ich bin gegen sowas auch nicht gefeit. Zeitweise war das zweifelsohne so, daß ich mich um eine Beziehung bemüht habe, obschon ich völlig überfordert war, und "eigentlich" gar nicht wollte, aber Einsamkeit streßte mich dann doch. Zu anderen Zeiten war ich so frustriert (resigniert?), daß ich mir gar nichts weiter zutraute. Mit den typischen Asexuellen, die scheinbar einfach nur so vor sich hinleben, konnte ich aber nichts anfangen. (Wobei deren Spektrum damals noch sehr viel kleiner war. Vielleicht hätte ich unter heutigen Umständen da ein bißchen mehr "food for thought" gefunden :oops:)
knopper hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 15:46
Dasselbe gilt übrigens für ein evt. frühes AB-Outing am besten noch gleich in den ersten paar Sätzen die man wechselt, wenn man sich trifft. Kommt sicherlich total gut beim Gegenüber an. :D
Haben mir gegenüber schon mal zwei Jungs gemacht. Die hielten mich wohl für erfahrener als sie :oops: Naja, vielleicht war ich jetzt nicht ganz so HC+ :oops: Aber das hat mich nicht geschreckt. Wurde nur dennoch nichts draus :schwarzekatze: Da mag durchaus auch eine Rolle gespielt haben, daß ihnen innere Konflikten merklich zu schaffen machten. Aber die waren damals noch relativ jung.
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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von Onkel ABobert » Mittwoch 10. Juli 2019, 16:37

Volta hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 14:00
Ein AB ist allerdings unfreiwillig beziehungslos.
"Freiwillig" beziehungslos heißt für mich, dass jemand an sich völlig normal tickt, also jederzeit (mit entsprechendem Vorlauf) eine Beziehung haben könnte, dies aber bewußt nicht will, weil ihm/ihr z. B. die Freiheit wichtiger ist, er/sie sich nicht binden möchte usw.

Habe ich dagegen keine Beziehungen, weil irgendetwas an mir dies ausschließt, seien es psychische Besonderheiten, Verhaltensstörungen oder Krankheiten, dann bedeutet dies für mich "unfreiwillig".

Bezieht man un/freiwillig darauf, daß man sich ja nur mehr oder weniger stark ändern müßte, dann gäbe es überhaupt keine ABs. Die Krux ist ja gerade, dass diese irgendetwas an sich haben, dass sie beziehungslos bleiben läßt und das sie eben nicht ändern können. Diejenigen, die es können, landen irgendwann in einer Beziehung und sind dann keine ABs mehr.
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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von fidelchen » Mittwoch 10. Juli 2019, 16:41

Darth Bane hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 16:06
Zwerg hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 15:42
Wenn jemand so blöd ist in das Profil einer Singlebörse zu schreiben "wohne bei meinen Eltern" ist das in der Tat ein Warnsignal.
Wenn er es aber nicht sagt, wird ihm direkt Unaufrichtigkeit oder gar Hinterlist unterstellt. Ergo: Wie man es macht, macht man es falsch.
Auf Nachfrage nicht sagt, oder einfach von sich aus nicht sagt?
Wenn man nicht fragt, dann muss man das auch nicht sagen... ;)

wobei ich schon zustimme... Auf en Profil sollte man sich immer von der besten Seite zeigen, etwas anderes ist eher ein großes Warndreieck für große Selbstwertprobleme bis hin zu ausgewachsenen Minderwertigkeitskomplexen die zurecht alles andere als attraktiv sind, auch wenn die in gewisser Art und Weise und Ausprägung jeder von uns hat.
AWG = Alles wird gut :-)

Nach ganz strenger Definition bin ich ein "Normalo"
Nach geschwächter Definition bin ich ein "SC-AB"
Und fühlen tu ich mich wie ein "XX-AB"
Was bin ich nun?

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von Volta » Mittwoch 10. Juli 2019, 17:00

Onkel ABobert hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 16:37
Volta hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 14:00
Ein AB ist allerdings unfreiwillig beziehungslos.
"Freiwillig" beziehungslos heißt für mich, dass jemand an sich völlig normal tickt, also jederzeit (mit entsprechendem Vorlauf) eine Beziehung haben könnte, dies aber bewußt nicht will, weil ihm/ihr z. B. die Freiheit wichtiger ist, er/sie sich nicht binden möchte usw.

Habe ich dagegen keine Beziehungen, weil irgendetwas an mir dies ausschließt, seien es psychische Besonderheiten, Verhaltensstörungen oder Krankheiten, dann bedeutet dies für mich "unfreiwillig".

Bezieht man un/freiwillig darauf, daß man sich ja nur mehr oder weniger stark ändern müßte, dann gäbe es überhaupt keine ABs. Die Krux ist ja gerade, dass diese irgendetwas an sich haben, dass sie beziehungslos bleiben läßt und das sie eben nicht ändern können. Diejenigen, die es können, landen irgendwann in einer Beziehung und sind dann keine ABs mehr.
Die Aussage auf die ich antwortete war ja "in seinem Leben eigentlich ganz glücklich und braucht keine Partnerin ". Das hört sich für mich nicht gerade unfreiwillig an. Aber ist ja auch egal...

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von Onkel ABobert » Mittwoch 10. Juli 2019, 17:38

Volta hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 17:00
Onkel ABobert hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 16:37
Volta hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 14:00
Ein AB ist allerdings unfreiwillig beziehungslos.
"Freiwillig" beziehungslos heißt für mich, dass jemand an sich völlig normal tickt, also jederzeit (mit entsprechendem Vorlauf) eine Beziehung haben könnte, dies aber bewußt nicht will, weil ihm/ihr z. B. die Freiheit wichtiger ist, er/sie sich nicht binden möchte usw.

Habe ich dagegen keine Beziehungen, weil irgendetwas an mir dies ausschließt, seien es psychische Besonderheiten, Verhaltensstörungen oder Krankheiten, dann bedeutet dies für mich "unfreiwillig".

Bezieht man un/freiwillig darauf, daß man sich ja nur mehr oder weniger stark ändern müßte, dann gäbe es überhaupt keine ABs. Die Krux ist ja gerade, dass diese irgendetwas an sich haben, dass sie beziehungslos bleiben läßt und das sie eben nicht ändern können. Diejenigen, die es können, landen irgendwann in einer Beziehung und sind dann keine ABs mehr.
Die Aussage auf die ich antwortete war ja "in seinem Leben eigentlich ganz glücklich und braucht keine Partnerin ". Das hört sich für mich nicht gerade unfreiwillig an. Aber ist ja auch egal...
Ich hätte (theoretisch) gerne eine Partnerin und Kinder. Aber nur dann, wenn das mit dem engen Zusammenleben mit meinen Eltern vollkommen und ohne Probleme vereinbar wäre, beispielsweise wenn alle zusammen in einem Haus leben würden, gemeinsame Mahlzeiten, gemeinsame Urlaube usw. - das ist aber in der Praxis nicht möglich, weil keine Partnerin das zumindest in der von mir gewünschten Intensität mitmachen würde. Für mich ist das "unfreiwillig". Aber das ist ja auch nur eine Wortklauberei.
Es grüßt euch

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von Lilia » Mittwoch 10. Juli 2019, 17:53

Onkel ABobert hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 17:38

Ich hätte (theoretisch) gerne eine Partnerin und Kinder. Aber nur dann, wenn das mit dem engen Zusammenleben mit meinen Eltern vollkommen und ohne Probleme vereinbar wäre, beispielsweise wenn alle zusammen in einem Haus leben würden, gemeinsame Mahlzeiten, gemeinsame Urlaube usw. - das ist aber in der Praxis nicht möglich, weil keine Partnerin das zumindest in der von mir gewünschten Intensität mitmachen würde.
Damit machst du es aber einer potenziellen Partnerin unglaublich schwer.

Mein erster Freund war so gestrickt wie du. Ich habe lange Zeit ertragen, dass ich Dinge getan habe, die ihren Vorstellungen entsprachen. Seine Mutter war zum Beispiel der Meinung, es würde ihren Jungen überfordern, das Bett neu zu beziehen. Wenn ich samstagsnachmittags dann von der Uni oder in den Semesterferien von der Arbeit zu ihm kam (sein Wochenende begann freitags um 12 Uhr), begann ich, die klassische Hausfrauenrolle zu übernehmen, zu waschen, zu putzen, zu nähen, etc. Für sie, die immer nur Hausfrau war, war es unvorstellbar, dass man gleichberechtigt einen Haushalt führen kann. Ich musste mich letztendlich entscheiden, ob ich immer nur tun will, was Mama so will oder ob ich irgendwann selbst bestimme, wie ich mein Leben am besten organisiere. Irgendwann dachte ich mir, dass ich Dinge in einer Beziehung mit meinem Partner - und nicht mit dessen Mutter ausmachen will.

Wärst du denn bereit, deinen Eltern klare Grenzen zu ziehen, wo es um Dinge zwischen deiner Partnerin und dir geht?

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von Polarfuchs » Mittwoch 10. Juli 2019, 18:04

Onkel ABobert hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 17:38
Volta hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 17:00
Onkel ABobert hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 16:37


"Freiwillig" beziehungslos heißt für mich, dass jemand an sich völlig normal tickt, also jederzeit (mit entsprechendem Vorlauf) eine Beziehung haben könnte, dies aber bewußt nicht will, weil ihm/ihr z. B. die Freiheit wichtiger ist, er/sie sich nicht binden möchte usw.

Habe ich dagegen keine Beziehungen, weil irgendetwas an mir dies ausschließt, seien es psychische Besonderheiten, Verhaltensstörungen oder Krankheiten, dann bedeutet dies für mich "unfreiwillig".

Bezieht man un/freiwillig darauf, daß man sich ja nur mehr oder weniger stark ändern müßte, dann gäbe es überhaupt keine ABs. Die Krux ist ja gerade, dass diese irgendetwas an sich haben, dass sie beziehungslos bleiben läßt und das sie eben nicht ändern können. Diejenigen, die es können, landen irgendwann in einer Beziehung und sind dann keine ABs mehr.
Die Aussage auf die ich antwortete war ja "in seinem Leben eigentlich ganz glücklich und braucht keine Partnerin ". Das hört sich für mich nicht gerade unfreiwillig an. Aber ist ja auch egal...
Ich hätte (theoretisch) gerne eine Partnerin und Kinder. Aber nur dann, wenn das mit dem engen Zusammenleben mit meinen Eltern vollkommen und ohne Probleme vereinbar wäre, beispielsweise wenn alle zusammen in einem Haus leben würden, gemeinsame Mahlzeiten, gemeinsame Urlaube usw. - das ist aber in der Praxis nicht möglich, weil keine Partnerin das zumindest in der von mir gewünschten Intensität mitmachen würde. Für mich ist das "unfreiwillig". Aber das ist ja auch nur eine Wortklauberei.
Du hättest doch schon gerne eine Partnerin, oder? Jetzt weiss ich nicht, ob du auf dem Land lebst oder nicht, aber dort ist es gelegentlich so, dass die Frauen vom Elternhaus gleich in das Elternhaus des Mannes ziehen und es auch nicht anders gewohnt sind. Solche Frauen könnte man z. B. im Schützenverein oder bei der freiwilligen Feuerwehr treffen.

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von Calliandra » Mittwoch 10. Juli 2019, 18:07

Lilia hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 17:53
Irgendwann dachte ich mir, dass ich Dinge in einer Beziehung mit meinem Partner - und nicht mit dessen Mutter ausmachen will.
Ich fände ja interessant zu erfahren, wie ihr es dann gelöst habt. Die eine Sache ist ja, das zu denken, die andere, es dann auch "auszufechten".

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von AviferAureus » Mittwoch 10. Juli 2019, 18:58

Onkel ABobert hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 16:37
"Freiwillig" beziehungslos heißt für mich, dass jemand ... eine Beziehung haben könnte, dies aber bewußt nicht will,...
Habe ich dagegen keine Beziehungen, weil irgendetwas an mir dies ausschließt, seien es psychische Besonderheiten, Verhaltensstörungen oder Krankheiten, dann bedeutet dies für mich "unfreiwillig".
Bezieht man un/freiwillig darauf, daß man sich ja nur mehr oder weniger stark ändern müßte, dann gäbe es überhaupt keine ABs. [...]
Fehlende Attraktivität reicht ja schon fürs AB-Dasein. Damit wird aber oft eine fehlende Motivation einhergehen (quasi in Wechselwirkung: wg. geringer Chance keine Motivation und wg. fehlender Motivation auch keine Versuche zur Erhöhung der Chancen).
Onkel ABobert hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 17:38
Volta hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 17:00
Die Aussage auf die ich antwortete war ja "in seinem Leben eigentlich ganz glücklich und braucht keine Partnerin ". Das hört sich für mich nicht gerade unfreiwillig an. ...
Ich hätte (theoretisch) gerne eine Partnerin und Kinder.... Für mich ist das "unfreiwillig". ...
Also, theoretisch ja und natürlich nur mein OdB (die aber schon lange verheiratet mit Kindern ist und die ich mein Lebtag nicht wiedersehen werde).
knopper hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 15:46
...Dasselbe gilt übrigens für ein evt. frühes AB-Outing am besten noch gleich in den ersten paar Sätzen die man wechselt, wenn man sich trifft. Kommt sicherlich total gut beim Gegenüber an. :D
Das kann ja ganz schnell gehen. Auf das "Hallo" kam ja gleich als erstes von meiner Mutter die AB-Beichte für mich gegenüber meinem OdB. Für das OdB sind dies ja auch zwei Informationen: offen genanntes Interesse des ABs am OdB und ABtum des ABs.

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von Reinhard » Mittwoch 10. Juli 2019, 19:18

Zwerg hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 15:42
TheRealDeal hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 13:50
Und wenn da steht "Wohne bei meinen Eltern" ist es natürlich einfacher, das als KO-Kriterium zu sehen, als beim persönlichen Kontakt zumindest mal zu fragen, wieso das so ist...
Wenn jemand so blöd ist in das Profil einer Singlebörse zu schreiben "wohne bei meinen Eltern" ist das in der Tat ein Warnsignal.

Was ist nur aus der guten alten Ehrlichkeit geworden? :gruebel: :gruebel: :gruebel:
Mag ja sein, dass jeder seines Glückes Schmied ist.

Aber dabei sollte nicht vergessen werden, dass manche von Haus aus eine komplette Werkstatt mitbekommen, und andere nur einen Hammer und nicht mal einen Amboss.

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von Polarfuchs » Mittwoch 10. Juli 2019, 19:19

AviferAureus hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 18:58
Onkel ABobert hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 16:37
"Freiwillig" beziehungslos heißt für mich, dass jemand ... eine Beziehung haben könnte, dies aber bewußt nicht will,...
Habe ich dagegen keine Beziehungen, weil irgendetwas an mir dies ausschließt, seien es psychische Besonderheiten, Verhaltensstörungen oder Krankheiten, dann bedeutet dies für mich "unfreiwillig".
Bezieht man un/freiwillig darauf, daß man sich ja nur mehr oder weniger stark ändern müßte, dann gäbe es überhaupt keine ABs. [...]
Fehlende Attraktivität reicht ja schon fürs AB-Dasein. Damit wird aber oft eine fehlende Motivation einhergehen (quasi in Wechselwirkung: wg. geringer Chance keine Motivation und wg. fehlender Motivation auch keine Versuche zur Erhöhung der Chancen).
Onkel ABobert hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 17:38
Volta hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 17:00
Die Aussage auf die ich antwortete war ja "in seinem Leben eigentlich ganz glücklich und braucht keine Partnerin ". Das hört sich für mich nicht gerade unfreiwillig an. ...
Ich hätte (theoretisch) gerne eine Partnerin und Kinder.... Für mich ist das "unfreiwillig". ...
Also, theoretisch ja und natürlich nur mein OdB (die aber schon lange verheiratet mit Kindern ist und die ich mein Lebtag nicht wiedersehen werde).
knopper hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 15:46
...Dasselbe gilt übrigens für ein evt. frühes AB-Outing am besten noch gleich in den ersten paar Sätzen die man wechselt, wenn man sich trifft. Kommt sicherlich total gut beim Gegenüber an. :D
Das kann ja ganz schnell gehen. Auf das "Hallo" kam ja gleich als erstes von meiner Mutter die AB-Beichte für mich gegenüber meinem OdB. Für das OdB sind dies ja auch zwei Informationen: offen genanntes Interesse des ABs am OdB und ABtum des ABs.
Ist deine Mutter eifersüchtig auf andere Frauen? Warum hat sie das gesagt? Wahrscheinlich gefiel ihr die Frau nicht und sie wollte das ganze schnell beenden. Mehr schaden konnte sie dir mit dieser Aussage nun wirklich nicht oder wie würdest du das sehen? :gruebel:

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