"noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

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knopper
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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von knopper » Mittwoch 10. Juli 2019, 19:28

Polarfuchs hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 19:19

Ist deine Mutter eifersüchtig auf andere Frauen? Warum hat sie das gesagt? Wahrscheinlich gefiel ihr die Frau nicht und sie wollte das ganze schnell beenden. Mehr schaden konnte sie dir mit dieser Aussage nun wirklich nicht oder wie würdest du das sehen? :gruebel:
seh ich genauso.
Ich glaube ich würde wohl das 1. Mal vor meiner Mutter ausrasten, und ihr das wirklich übel nehmen, wenn ich schon mal ne Freundin anschleppe und dann sowas von ihr kommt. :D
Vermutlich eine Art Verhinderungstaktik ja!

Finnlandfreundin
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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von Finnlandfreundin » Mittwoch 10. Juli 2019, 19:30

Onkel ABobert hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 17:38

Ich hätte (theoretisch) gerne eine Partnerin und Kinder. Aber nur dann, wenn das mit dem engen Zusammenleben mit meinen Eltern vollkommen und ohne Probleme vereinbar wäre, beispielsweise wenn alle zusammen in einem Haus leben würden, gemeinsame Mahlzeiten, gemeinsame Urlaube usw. - das ist aber in der Praxis nicht möglich, weil keine Partnerin das zumindest in der von mir gewünschten Intensität mitmachen würde. Für mich ist das "unfreiwillig". Aber das ist ja auch nur eine Wortklauberei.
Darf ich fragen, warum dir ein Zusammenleben mit deinen Eltern so wichtig ist? Gemeinsame Urlaube, Aktivitäten sind ja auch möglich, wenn man in der Nähe wohnt.

Sind das zwei getrennte Wohneinheiten in einem Haus?

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von Neveryoung » Mittwoch 10. Juli 2019, 19:37

Reinhard hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 19:18
Zwerg hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 15:42
TheRealDeal hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 13:50
Und wenn da steht "Wohne bei meinen Eltern" ist es natürlich einfacher, das als KO-Kriterium zu sehen, als beim persönlichen Kontakt zumindest mal zu fragen, wieso das so ist...
Wenn jemand so blöd ist in das Profil einer Singlebörse zu schreiben "wohne bei meinen Eltern" ist das in der Tat ein Warnsignal.

Was ist nur aus der guten alten Ehrlichkeit geworden? :gruebel: :gruebel: :gruebel:
Die ist im 18. Jahrhundert ausgestorben.
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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von Nonkonformist » Mittwoch 10. Juli 2019, 19:46

Tania hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 14:32
Volta hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 14:00
Ein AB ist allerdings unfreiwillig beziehungslos.
Wenn wir da streng werden, sinkt die AB-Quote hier aber heftig ...
Was meine letzte Mega-OdB angeht bin ich unfreiwillig beziehungslos. :crybaby:
Was alle anderen frauen angeht ist es schon freiwillig. (Ausser, ich verliebe mich doch noch mal wieder willen wieder.)

Geht das auch.....? :tanzen2:
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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von Nonkonformist » Mittwoch 10. Juli 2019, 19:51

Volta hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 17:00
Die Aussage auf die ich antwortete war ja "in seinem Leben eigentlich ganz glücklich und braucht keine Partnerin ". Das hört sich für mich nicht gerade unfreiwillig an. Aber ist ja auch egal...
War das nicht was frauen sich wuenschen...? Jemanden der auch so gluecklich ist? So das sie dafuer nicht zustaendig sind?
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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von Tania » Mittwoch 10. Juli 2019, 20:31

Nonkonformist hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 19:51
War das nicht was frauen sich wuenschen...? Jemanden der auch so gluecklich ist? So das sie dafuer nicht zustaendig sind?
Männer wünschen sich das auch ganz gern mal. Kein Wunder dass die Singlequote so zunimmt ...

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von Finnlandfreundin » Mittwoch 10. Juli 2019, 20:39

Neveryoung hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 19:37
Reinhard hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 19:18
Zwerg hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 15:42


Wenn jemand so blöd ist in das Profil einer Singlebörse zu schreiben "wohne bei meinen Eltern" ist das in der Tat ein Warnsignal.

Was ist nur aus der guten alten Ehrlichkeit geworden? :gruebel: :gruebel: :gruebel:
Die ist im 18. Jahrhundert ausgestorben.
Wäre für mich kein KO-Kriterium. Ich kenne das bei Vielen, dass sie lange zu Hause wohnten - mit den unterschiedlichsten Gründen. Ich wohnte auch bis 30 mit meinen Eltern, meinen Geschwistern bis sie mit ihren Partnern zusammenzogen und der Oma zusammen.

Ich weiß aber auch, dass Einige das komisch fanden.

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von Brax » Mittwoch 10. Juli 2019, 21:04

AviferAureus hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 18:58
Auf das "Hallo" kam ja gleich als erstes von meiner Mutter die AB-Beichte für mich gegenüber meinem OdB.
Deshalb: vorher ausziehen!!! :mrgreen:

knopper hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 19:28
Ich glaube ich würde wohl das 1. Mal vor meiner Mutter ausrasten, und ihr das wirklich übel nehmen, wenn ich schon mal ne Freundin anschleppe und dann sowas von ihr kommt. :D
Knopper, wenn das zu befürchten ist, dann schlepp die Freundin eben nicht bei deiner Mutter an!
So ein Risiko geht man nicht ein... :omg:

Meine Eltern werden jedenfalls einen möglichen Partner von mir nicht so schnell zu Gesicht bekommen. Dann kann das gar nicht passieren, dass sie dem was erzählen, was ich nicht will.

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von Finnlandfreundin » Mittwoch 10. Juli 2019, 21:08

Brax hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 21:04

Meine Eltern werden jedenfalls einen möglichen Partner von mir nicht so schnell zu Gesicht bekommen. Dann kann das gar nicht passieren, dass sie dem was erzählen, was ich nicht will.
Lieber etwas Zeit vergehen lassen, aber auch den Eltern klar sagen, was man lieber für sich behalten möchte.

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von yes_or_no » Mittwoch 10. Juli 2019, 21:12

Also ich glaube, so dumm würden sich nicht mal MEINE Eltern anstellen, dass sie sowas erzählen würden, wenn ich denen jemanden vorstellen würde.

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von Lilia » Mittwoch 10. Juli 2019, 21:24

Calliandra hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 18:07
Lilia hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 17:53
Irgendwann dachte ich mir, dass ich Dinge in einer Beziehung mit meinem Partner - und nicht mit dessen Mutter ausmachen will.
Ich fände ja interessant zu erfahren, wie ihr es dann gelöst habt. Die eine Sache ist ja, das zu denken, die andere, es dann auch "auszufechten".
Ich hatte irgendwann über Beziehungen eine große Wohnung zu einem Spottpreis in Aussicht. Ich habe ihn gefragt, ob er miteinziehen würde, was er bejahte und "wir" haben gemeinsam Möbel gekauft (die ich bezahlt habe, weil er nicht wollte, dass seine Mutter erfährt, dass wir Möbel kaufen). Als Mama Wind von der Sache bekam, war sie nicht mehr gut auf mich zu sprechen, weil ich ihren Jungen auf dumme Gedanken brachte. Sie begann damit zu argumentieren, was sie alles für ihn getan hätte, er undankbar sei, brach in Tränen aus, erzählte ihm, dass ich die falsche Frau wäre (obwohl ich jahrelang wohlgelitten war) und setzte alle mütterlichen Waffen ein, um den Auszug zu verhindern. Er ließ seinen Frust an mir aus, ich wurde unzufrieden, wir stritten dauernd, wenn ich bei ihm war, was Mama als Bestätigung ihrer Annahme sah, dass ich die falsche Frau wäre. Letztendlich sagte ich ihm, dass ich ihn nicht mehr besuchen würde, weil seine Mutter selbst ins Schlafzimmer ohne anzuklopfen kam und es auch sonst öfter Anlass für Unmut bei mir gab. Im diesem Schlafzimmer hatte er übergangsweise als Bettersatz eine große, von mir bezahlte Couch stehen, die später ins gemeinsame Wohnzimmer sollte. Irgendwann kam ich doch mal unverhofft vorbei und erwischte ihn inflagranti mit einer anderen Frau auf eben jener Couch.
Ich überließ ihm die Couch, der Nebenbuhlerin den Mann und Mama ihren Jungen, er mir das Problem mit der viel zu großen Wohnung.

Ich brauchte eine gewisse Zeit, um zu verstehen, dass er den Konflikt auf seine Art "gelöst" hat: ich war mit der Renovierung der Wohnung beschäftigt und war zufrieden, weil er mir versprochen hatte auszuziehen, Mama war zufrieden, weil er eine neue Freundin hatte, die noch nicht am Status Quo was ändern wollte. Aber ich grüble heute noch darüber, was er getan hätte, wenn ich mit der Renovierung der Wohnung fertig gewesen wäre.
Wie auch immer, letztendlich fand er eine - wirklich nette - Frau, die bereit war, ins Haus der Eltern zu ziehen.

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von AviferAureus » Mittwoch 10. Juli 2019, 21:31

Polarfuchs hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 19:19
knopper hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 15:46
...Dasselbe gilt übrigens für ein evt. frühes AB-Outing am besten noch gleich in den ersten paar Sätzen die man wechselt, wenn man sich trifft. Kommt sicherlich total gut beim Gegenüber an. :D
AviferAureus hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 18:58
Das kann ja ganz schnell gehen. Auf das "Hallo" kam ja gleich als erstes von meiner Mutter die AB-Beichte für mich gegenüber meinem OdB. Für das OdB sind dies ja auch zwei Informationen: offen genanntes Interesse des ABs am OdB und ABtum des ABs.
Ist deine Mutter eifersüchtig auf andere Frauen? Warum hat sie das gesagt? Wahrscheinlich gefiel ihr die Frau nicht und sie wollte das ganze schnell beenden. Mehr schaden konnte sie dir mit dieser Aussage nun wirklich nicht oder wie würdest du das sehen? :gruebel:
Nein, generell glaube ich, dass viele Eltern froh sind, wenn die Kinder unter die Haube kommen (wenn sie selber mit dem Partner gut auskommen).

Meine Mutter kennt mein OdB selber und hat ja auch das Date organisiert (auf meine aus autotechnischen Gründen ausgesprochene Idee, dass ich mit dem OdB ja mal etwas unternehmen könnte).

Das ergabe sich halt aus der Situation. Ich dachte, ich bewege mich ganz normal und mein OdB guckte schon ein klein wenig (glaube ich, ist ja schon 25 Jahre her oder so) und dann sagte meine Mutter, dass es putzig sei, wie unbeholfen ich sei und man könne gleich sehen, dass ich keinerlei Erfahrungen mit Mädchen habe.
Brax hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 21:04
AviferAureus hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 18:58
Auf das "Hallo" kam ja gleich als erstes von meiner Mutter die AB-Beichte für mich gegenüber meinem OdB.
Deshalb: vorher ausziehen!!!
Da war ich schon vor 5 Jahren ausgezogen, und zur Vorbereitung eines Umzugs, ein paar Tage bei meinen Eltern und mein OdB war zum Praktikum in der Stadt. Das war nicht bei meinen Eltern, sondern in der Praktikumsunterkunft meines OdBs. Meine Mutter hätte wohl auch so oder so mein OdB besucht.

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von Brax » Mittwoch 10. Juli 2019, 21:35

Lilia hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 21:24
Wie auch immer, letztendlich fand er eine - wirklich nette - Frau, die bereit war, ins Haus der Eltern zu ziehen.
Mein Beileid für die Frau.
(Und nein, nicht weil sie bei der Schwiegerfamilie wohnt, sondern weil sie so eine Schwiegermutter und so einen Mann hat. Kommt mir aber nichtmal so unbekannt vor.)


yes_or_no hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 21:12
Also ich glaube, so dumm würden sich nicht mal MEINE Eltern anstellen, dass sie sowas erzählen würden, wenn ich denen jemanden vorstellen würde.
Ich kanns mir bei meinen durchaus vorstellen.

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von Brax » Mittwoch 10. Juli 2019, 21:39

AviferAureus hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 21:31
und dann sagte meine Mutter, dass es putzig sei, wie unbeholfen ich sei und man könne gleich sehen, dass ich keinerlei Erfahrungen mit Mädchen habe.
Noch respektloser gehts ja kaum.

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von yes_or_no » Mittwoch 10. Juli 2019, 21:50

Lilia hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 21:24


Ich hatte irgendwann über Beziehungen eine große Wohnung zu einem Spottpreis in Aussicht. Ich habe ihn gefragt, ob er miteinziehen würde, was er bejahte und "wir" haben gemeinsam Möbel gekauft (die ich bezahlt habe, weil er nicht wollte, dass seine Mutter erfährt, dass wir Möbel kaufen). Als Mama Wind von der Sache bekam, war sie nicht mehr gut auf mich zu sprechen, weil ich ihren Jungen auf dumme Gedanken brachte. Sie begann damit zu argumentieren, was sie alles für ihn getan hätte, er undankbar sei, brach in Tränen aus, erzählte ihm, dass ich die falsche Frau wäre (obwohl ich jahrelang wohlgelitten war) und setzte alle mütterlichen Waffen ein, um den Auszug zu verhindern. Er ließ seinen Frust an mir aus, ich wurde unzufrieden, wir stritten dauernd, wenn ich bei ihm war, was Mama als Bestätigung ihrer Annahme sah, dass ich die falsche Frau wäre. Letztendlich sagte ich ihm, dass ich ihn nicht mehr besuchen würde, weil seine Mutter selbst ins Schlafzimmer ohne anzuklopfen kam und es auch sonst öfter Anlass für Unmut bei mir gab. Im diesem Schlafzimmer hatte er übergangsweise als Bettersatz eine große, von mir bezahlte Couch stehen, die später ins gemeinsame Wohnzimmer sollte. Irgendwann kam ich doch mal unverhofft vorbei und erwischte ihn inflagranti mit einer anderen Frau auf eben jener Couch.
Ich überließ ihm die Couch, der Nebenbuhlerin den Mann und Mama ihren Jungen, er mir das Problem mit der viel zu großen Wohnung.

Ich brauchte eine gewisse Zeit, um zu verstehen, dass er den Konflikt auf seine Art "gelöst" hat: ich war mit der Renovierung der Wohnung beschäftigt und war zufrieden, weil er mir versprochen hatte auszuziehen, Mama war zufrieden, weil er eine neue Freundin hatte, die noch nicht am Status Quo was ändern wollte. Aber ich grüble heute noch darüber, was er getan hätte, wenn ich mit der Renovierung der Wohnung fertig gewesen wäre.
Wie auch immer, letztendlich fand er eine - wirklich nette - Frau, die bereit war, ins Haus der Eltern zu ziehen.
Irgendwie traurig, dass diese manipulative Mutter mit ihrem Verhalten dann sogar noch durchgekommen ist :fluchen:

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von Lazarus Long » Mittwoch 10. Juli 2019, 21:53

Meine Eltern haben sich immer gewünscht, daß ich endlich eine Frau finde. Sie hätten bewußt nie etwas getan, was eine Beziehung behindert oder gar verhindert hätte.
Meine Mutter sagte mir vor Jahren, nachdem mein Vater gestorben war, daß sie in ein Senioren- oder Pflegeheim gehen würde, wenn ich eine Frau kennenlerne und es irgendwie der Sache dienen würde. Sie hat es vor einiger Zeit Swenja gegenüber, wie mir Swenja sagte, wiederholt, was aber für Swenja gar nicht in die Tüte kam.

Ich bin immer wieder erstaunt, wenn ich lese, wie Eltern das Glück ihrer Kinder zu sabotieren versuchen.
Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von Hoppala » Mittwoch 10. Juli 2019, 22:11

Darth Bane hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 16:06
Zwerg hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 15:42
Wenn jemand so blöd ist in das Profil einer Singlebörse zu schreiben "wohne bei meinen Eltern" ist das in der Tat ein Warnsignal.
Wenn er es aber nicht sagt, wird ihm direkt Unaufrichtigkeit oder gar Hinterlist unterstellt. Ergo: Wie man es macht, macht man es falsch.
Bist du sicher, dass du Frauen, die solche kurzsichtigen Schlüsse über deine "schlechten Züge" ziehen, überhaupt treffen willst?
Ich schätze, ihr macht euch hier viel Gedanken über die Reaktionen von Menschen, denen ihr sowieso lieber gar nicht begegnen wollt.
Reinhard hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 19:18
Was ist nur aus der guten alten Ehrlichkeit geworden? :gruebel: :gruebel: :gruebel:
Wann war es höflich, einen sich neu anbahnenden persönlichen Kontakt mit Informatonen zu füttern, die die Anbahnung erschweren können?

"Hey Rotschopf! Will dich kennenlernen. Du musst aber wissen, Rotschöpfe widern mich an."
???
Egal ob ehrlich oder nicht.
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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von Reinhard » Mittwoch 10. Juli 2019, 22:46

Hoppala hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 22:11
Reinhard hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 19:18
Was ist nur aus der guten alten Ehrlichkeit geworden? :gruebel: :gruebel: :gruebel:
Wann war es höflich, einen sich neu anbahnenden persönlichen Kontakt mit Informatonen zu füttern, die die Anbahnung erschweren können?

"Hey Rotschopf! Will dich kennenlernen. Du musst aber wissen, Rotschöpfe widern mich an."
???
Egal ob ehrlich oder nicht.

Das ist ein ziemlich unpassender Vergleich, weil das "Anwidern" ja eine Aufforderung an den anderen wäre (wahlweise etwas zwischen "färb deine Haare" und "geh weg"). Aber etwas von sich zu erzählen (das vielleicht sogar ungewöhnlich ist), baut Verständnis und vielleicht sogar Nähe auf und ist ein Einstieg in ein Gespräch. Wäre mir jetzt lieber als, sagen wir, Fußballergebnisse der letzten Woche.


Andererseits ... ja ich habe die Neigung dazu, ungewöhnliche oder abschreckende Dinge so vor mir herzutragen, als wäre es ein Schild. Vermutlich will ich eigentlich gar keine Beziehung, meine Alleine-Beschäftigungen reichen mir auch so schon.
Mag ja sein, dass jeder seines Glückes Schmied ist.

Aber dabei sollte nicht vergessen werden, dass manche von Haus aus eine komplette Werkstatt mitbekommen, und andere nur einen Hammer und nicht mal einen Amboss.

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von yes_or_no » Mittwoch 10. Juli 2019, 22:54

Reinhard hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 22:46
Hoppala hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 22:11
Reinhard hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 19:18
Was ist nur aus der guten alten Ehrlichkeit geworden? :gruebel: :gruebel: :gruebel:
Wann war es höflich, einen sich neu anbahnenden persönlichen Kontakt mit Informatonen zu füttern, die die Anbahnung erschweren können?

"Hey Rotschopf! Will dich kennenlernen. Du musst aber wissen, Rotschöpfe widern mich an."
???
Egal ob ehrlich oder nicht.

Das ist ein ziemlich unpassender Vergleich, weil das "Anwidern" ja eine Aufforderung an den anderen wäre (wahlweise etwas zwischen "färb deine Haare" und "geh weg"). Aber etwas von sich zu erzählen (das vielleicht sogar ungewöhnlich ist), baut Verständnis und vielleicht sogar Nähe auf und ist ein Einstieg in ein Gespräch. Wäre mir jetzt lieber als, sagen wir, Fußballergebnisse der letzten Woche.


Andererseits ... ja ich habe die Neigung dazu, ungewöhnliche oder abschreckende Dinge so vor mir herzutragen, als wäre es ein Schild. Vermutlich will ich eigentlich gar keine Beziehung, meine Alleine-Beschäftigungen reichen mir auch so schon.
oder du nimmst dich selbst an wie du bist und erwartest das gleiche von einer potenziellen partnerin.
man muss ja nicht mit allen problemen direkt hausieren gehen, aber ich finds schon nicht schlecht, wenn man so die grundlegenden dinge preis gibt, damit überhaupt was wie vertrauen entstehen kann.

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von Calliandra » Donnerstag 11. Juli 2019, 00:50

Lilia hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 21:24
Ich hatte irgendwann über Beziehungen eine große Wohnung zu einem Spottpreis in Aussicht. Ich habe ihn gefragt, ob er miteinziehen würde, was er bejahte und "wir" haben gemeinsam Möbel gekauft (die ich bezahlt habe, weil er nicht wollte, dass seine Mutter erfährt, dass wir Möbel kaufen). Als Mama Wind von der Sache bekam, war sie nicht mehr gut auf mich zu sprechen, weil ich ihren Jungen auf dumme Gedanken brachte. Sie begann damit zu argumentieren, was sie alles für ihn getan hätte, er undankbar sei, brach in Tränen aus, erzählte ihm, dass ich die falsche Frau wäre (obwohl ich jahrelang wohlgelitten war) und setzte alle mütterlichen Waffen ein, um den Auszug zu verhindern. Er ließ seinen Frust an mir aus, ich wurde unzufrieden, wir stritten dauernd, wenn ich bei ihm war, was Mama als Bestätigung ihrer Annahme sah, dass ich die falsche Frau wäre. Letztendlich sagte ich ihm, dass ich ihn nicht mehr besuchen würde, weil seine Mutter selbst ins Schlafzimmer ohne anzuklopfen kam und es auch sonst öfter Anlass für Unmut bei mir gab. Im diesem Schlafzimmer hatte er übergangsweise als Bettersatz eine große, von mir bezahlte Couch stehen, die später ins gemeinsame Wohnzimmer sollte. Irgendwann kam ich doch mal unverhofft vorbei und erwischte ihn inflagranti mit einer anderen Frau auf eben jener Couch.
Ich überließ ihm die Couch, der Nebenbuhlerin den Mann und Mama ihren Jungen, er mir das Problem mit der viel zu großen Wohnung.

Ich brauchte eine gewisse Zeit, um zu verstehen, dass er den Konflikt auf seine Art "gelöst" hat: ich war mit der Renovierung der Wohnung beschäftigt und war zufrieden, weil er mir versprochen hatte auszuziehen, Mama war zufrieden, weil er eine neue Freundin hatte, die noch nicht am Status Quo was ändern wollte. Aber ich grüble heute noch darüber, was er getan hätte, wenn ich mit der Renovierung der Wohnung fertig gewesen wäre.
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:shock: Krasse Geschichte. Uff, ich denke, das hätte mich ganz schön mitgenommen und lange beschäftigt.
Und wahrscheinlich hätte ich mich dann ständig gefragt, ob das mit der gemeinsamen Wohnung eine gute Idee war. Jetzt von außen betrachtet objektiv gesehen war es das (und hat immerhin zur Klärung der Lage beigetragen, auch wenn es nicht die Klärung war, die du dir gewünscht hast). Wenn ich selbst drin gesteckt hätte, hätte ich da viel mehr Zweifel gehabt bzw. mich durch den ganzen Gegenwind und die Dramen wohl so verunsichern lassen, dass ich selbst irgendwann das Weite gesucht hätte. Insofern Respekt, dass du überhaupt so lange gekämpft hast!

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