"noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von Nonkonformist » Donnerstag 11. Juli 2019, 08:20

Tania hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 20:31
Nonkonformist hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 19:51
War das nicht was frauen sich wuenschen...? Jemanden der auch so gluecklich ist? So das sie dafuer nicht zustaendig sind?
Männer wünschen sich das auch ganz gern mal. Kein Wunder dass die Singlequote so zunimmt ...
Einige meiner OdBs waren recht schlecht drauf bis leicht deprimiert in den moment das ich mich in den verliebte. Waehrend ich sie getrostet und ein bisschen aufgeheitert habe. Immer gut gelaunte menschen wirken auf mich sogar unauthentisch und oberflaechlich bis nicht menschlich.

Fuer mich macht es kein unterschied wie gluecklich die sind.

(Nur sehr dominante, humorlose und kolerische frauen wirken auf mich abschreckend....)
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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von TheRealDeal » Donnerstag 11. Juli 2019, 09:46

knopper hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 15:46
Zwerg hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 15:42
TheRealDeal hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 13:50
Und wenn da steht "Wohne bei meinen Eltern" ist es natürlich einfacher, das als KO-Kriterium zu sehen, als beim persönlichen Kontakt zumindest mal zu fragen, wieso das so ist...
Wenn jemand so blöd ist in das Profil einer Singlebörse zu schreiben "wohne bei meinen Eltern" ist das in der Tat ein Warnsignal.
mein Reden.
Dasselbe gilt übrigens für ein evt. frühes AB-Outing am besten noch gleich in den ersten paar Sätzen die man wechselt, wenn man sich trifft. Kommt sicherlich total gut beim Gegenüber an. :D
Es macht ja auch der Ton die Musik. Wenn ich alles sehr direkt zum Ausdruck bringe, was ich alles nicht kann und bin, dann ist die Wahrscheinlichkeit einer Ablehnung sehr groß.

Ich betrachte die Dinge meiner Biografie als Holzstücke. Wenn ich ein Feuer machen möchte, kommen die dicksten Brocken nach unten. Damit das zarte Feuer, was sich gerade entwickeln möchte, nicht direkt wieder erstickt wird.
Die beiden wichtigsten Tage deines Lebens sind der Tag, an dem du geboren wurdest, und der Tag, an dem du herausfindest, warum. – Mark Twain

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von Onkel ABobert » Donnerstag 11. Juli 2019, 09:49

Lilia hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 17:53
Onkel ABobert hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 17:38

Ich hätte (theoretisch) gerne eine Partnerin und Kinder. Aber nur dann, wenn das mit dem engen Zusammenleben mit meinen Eltern vollkommen und ohne Probleme vereinbar wäre, beispielsweise wenn alle zusammen in einem Haus leben würden, gemeinsame Mahlzeiten, gemeinsame Urlaube usw. - das ist aber in der Praxis nicht möglich, weil keine Partnerin das zumindest in der von mir gewünschten Intensität mitmachen würde.
Damit machst du es aber einer potenziellen Partnerin unglaublich schwer.
[...]

Wärst du denn bereit, deinen Eltern klare Grenzen zu ziehen, wo es um Dinge zwischen deiner Partnerin und dir geht?
Das weiß ich. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Frau diese Konstellation mitträgt, geht gegen null. Ich würde ja keine Partnerin wollen, die das aus purer Not mitmacht (z. B. Obdachlosigkeit oder Flüchtling aus Krisengebieten usw.), sondern eine, die das freiwillig als angenehme Lebensform ansieht. So eine Frau gibt es nicht - bzw. vielleicht gibt es eine unter 1 Mio, die zu suchen ist hoffnongslos.

Grenzen setzen: Ja schon, aber meine Grenzen liegen sicher völlig anders als bei normalen Menschen. Sicherlich wären nur wenige Partnerinnen begeistert, ihre Urlaubswünsche nicht nur mit mir, sondern auch mit meinen Eltern abstimmen.

Mir ist ja völlig klar, daß ich da nicht "normal" ticke - und genau deshalb habe ich den Gedanken an einer Partnerschaft schon lange aufgegeben. Es würde nicht funktionieren.
Es grüßt euch

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von Onkel ABobert » Donnerstag 11. Juli 2019, 10:01

Finnlandfreundin hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 19:30
Onkel ABobert hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 17:38

Ich hätte (theoretisch) gerne eine Partnerin und Kinder. Aber nur dann, wenn das mit dem engen Zusammenleben mit meinen Eltern vollkommen und ohne Probleme vereinbar wäre, beispielsweise wenn alle zusammen in einem Haus leben würden, gemeinsame Mahlzeiten, gemeinsame Urlaube usw. - das ist aber in der Praxis nicht möglich, weil keine Partnerin das zumindest in der von mir gewünschten Intensität mitmachen würde. Für mich ist das "unfreiwillig". Aber das ist ja auch nur eine Wortklauberei.
Darf ich fragen, warum dir ein Zusammenleben mit deinen Eltern so wichtig ist? Gemeinsame Urlaube, Aktivitäten sind ja auch möglich, wenn man in der Nähe wohnt.

Sind das zwei getrennte Wohneinheiten in einem Haus?
Wir leben gar nicht im selben Haus, sondern ca. 2 KM voneinander entfernt in zwei verschiedenen Wohnungen. Allerdings nutze ich meine eigene Wohnung eigentlich nur zum abendlichen Fernsehen und schlafen. Es war einfach so, daß die 3-Zimmer-Wohnung meiner Eltern zu klein für uns alle drei war, als ich dem Kinderzimmeralter entwachsen war. Ich bin daher mit 23 Jahren ausgezogen, aber eben wirklich nur aus reinen Platzgründen. Hätten meine Eltern ein Haus gehabt, egal ob Ein- oder Zweifamilienhaus, würde ich auch heute mit 50 Jahren noch dort wohnen.

Will sagen: De facto wohnen wir zusammen, ich habe lediglich mein Schlafzimmer sowie den Platz für meine privaten Sachen ausgelagert. Ich gehe zum Frühstücken rüber zu den Eltern und komme abends gegen 20 Uhr wieder in meine Wohnung. Immer. Während der Woche bin ich dazwischen natürlich beim Arbeiten, aber am Wochenende verbringe ich die beiden Tage eigentlich komplett zwischen Frühstück und Abendbrot bei meinen Eltern. Die Urlaube genauso.

Warum mir das so wichtig ist? Kann ich nicht wirklich sachlich begründen. Solange ich denken kann, sind meine Eltern die wichtigsten Menschen in meinem Leben. Schon als Kind und als Jugendlicher waren sie mir viel wichtiger als jeder Freund, und das hat sich bis heute nicht geändert. Ich habe zwar zwei gute Freunde, zu denen ich regelmäßig Kontakt habe und die mir auch wichtig sind - aber sie stehen in der Rangliste eindeutig hinter meinen Eltern.

Und das ist genau das Problem: Auch eine Partnerin würde bei mir erst NACH meinen Eltern kommen. Und das macht - verständlicherweise - niemand mit. Schon gar nicht auf Dauer. Ich hatte ja vor Jahren mal kurzzeitig eine Beziehung, gibt über ca. 3 Monate. Ich habe bereits am 2. Wochenende, das ich mit der Partnerin verbracht habe, gemerkt, daß ich in diesem Moment viel lieber bei meinen Eltern gewesen wäre. Ich bin morgens bei ihr aufgewacht und schon der allererste Gedanke war "was machst du hier", am liebsten wäre ich aufgestanden, hätte meine Sachen zusammengepackt und wäre sofort abgehauen. Den Tag noch mit ihr zu verbringen war eine richtige Quälerei für mich, und noch dazu durfte sie das ja nicht bemerken. Ich war jedes Mal heilfroh, wenn es Sonntag Abend war und ich Richtung Heimat abfahren konnte.

Das hat sich von Wochenende zu Wochenende sogar noch verschlimmert, so daß ich die Beziehung dann bald beendet habe, weil das absolut keine Zukunft hatte. Und auch unfair gegenüber der Partnerin war.
Es grüßt euch

Onkel ABobert

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von Finnlandfreundin » Donnerstag 11. Juli 2019, 10:11

Onkel ABobert hat geschrieben:
Donnerstag 11. Juli 2019, 10:01
Finnlandfreundin hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 19:30
Onkel ABobert hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 17:38

Ich hätte (theoretisch) gerne eine Partnerin und Kinder. Aber nur dann, wenn das mit dem engen Zusammenleben mit meinen Eltern vollkommen und ohne Probleme vereinbar wäre, beispielsweise wenn alle zusammen in einem Haus leben würden, gemeinsame Mahlzeiten, gemeinsame Urlaube usw. - das ist aber in der Praxis nicht möglich, weil keine Partnerin das zumindest in der von mir gewünschten Intensität mitmachen würde. Für mich ist das "unfreiwillig". Aber das ist ja auch nur eine Wortklauberei.
Darf ich fragen, warum dir ein Zusammenleben mit deinen Eltern so wichtig ist? Gemeinsame Urlaube, Aktivitäten sind ja auch möglich, wenn man in der Nähe wohnt.

Sind das zwei getrennte Wohneinheiten in einem Haus?
Wir leben gar nicht im selben Haus, sondern ca. 2 KM voneinander entfernt in zwei verschiedenen Wohnungen. Allerdings nutze ich meine eigene Wohnung eigentlich nur zum abendlichen Fernsehen und schlafen. Es war einfach so, daß die 3-Zimmer-Wohnung meiner Eltern zu klein für uns alle drei war, als ich dem Kinderzimmeralter entwachsen war. Ich bin daher mit 23 Jahren ausgezogen, aber eben wirklich nur aus reinen Platzgründen. Hätten meine Eltern ein Haus gehabt, egal ob Ein- oder Zweifamilienhaus, würde ich auch heute mit 50 Jahren noch dort wohnen.

Will sagen: De facto wohnen wir zusammen, ich habe lediglich mein Schlafzimmer sowie den Platz für meine privaten Sachen ausgelagert. Ich gehe zum Frühstücken rüber zu den Eltern und komme abends gegen 20 Uhr wieder in meine Wohnung. Immer. Während der Woche bin ich dazwischen natürlich beim Arbeiten, aber am Wochenende verbringe ich die beiden Tage eigentlich komplett zwischen Frühstück und Abendbrot bei meinen Eltern. Die Urlaube genauso.

Warum mir das so wichtig ist? Kann ich nicht wirklich sachlich begründen. Solange ich denken kann, sind meine Eltern die wichtigsten Menschen in meinem Leben. Schon als Kind und als Jugendlicher waren sie mir viel wichtiger als jeder Freund, und das hat sich bis heute nicht geändert. Ich habe zwar zwei gute Freunde, zu denen ich regelmäßig Kontakt habe und die mir auch wichtig sind - aber sie stehen in der Rangliste eindeutig hinter meinen Eltern.

Und das ist genau das Problem: Auch eine Partnerin würde bei mir erst NACH meinen Eltern kommen. Und das macht - verständlicherweise - niemand mit. Schon gar nicht auf Dauer. Ich hatte ja vor Jahren mal kurzzeitig eine Beziehung, gibt über ca. 3 Monate. Ich habe bereits am 2. Wochenende, das ich mit der Partnerin verbracht habe, gemerkt, daß ich in diesem Moment viel lieber bei meinen Eltern gewesen wäre. Ich bin morgens bei ihr aufgewacht und schon der allererste Gedanke war "was machst du hier", am liebsten wäre ich aufgestanden, hätte meine Sachen zusammengepackt und wäre sofort abgehauen. Den Tag noch mit ihr zu verbringen war eine richtige Quälerei für mich, und noch dazu durfte sie das ja nicht bemerken. Ich war jedes Mal heilfroh, wenn es Sonntag Abend war und ich Richtung Heimat abfahren konnte.

Das hat sich von Wochenende zu Wochenende sogar noch verschlimmert, so daß ich die Beziehung dann bald beendet habe, weil das absolut keine Zukunft hatte. Und auch unfair gegenüber der Partnerin war.
Vielleicht war es einfach nicht die Richtige. Und wenn dir die richtige begegnet, ändert sich das vielleicht auch.

Bei mir ist das ähnlich. Ich wohne ca 10 Minuten mit dem Auto von meinem Elternhaus entfernt, hatte bis 2015/16 die meiste Zeit, darunter viele Urlaube und Ausflüge, mit meiner Familie verbracht. Es war eine schöne Zeit und ich denke gerne daran zurück.

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von haber » Donnerstag 11. Juli 2019, 10:23

Onkel ABobert hat geschrieben:
Donnerstag 11. Juli 2019, 10:01
... würde ich auch heute mit 50 Jahren noch dort wohnen.

Und das ist genau das Problem: Auch eine Partnerin würde bei mir erst NACH meinen Eltern kommen. ...
Ich will hier nicht unnötig den Pessimisten spielen, aber wenn man davon ausgeht, dass ihr normalsterbliche Menschen seid, dann wird aller Wahrscheinlichkeit nach eine Zeit kommen, in der du deine Eltern überlebt hast und ohne sie auskommen musst. Alleine schon deshalb würde ich mich bemühen, andere Kontakte in der Wichtigkeit höher kommen zu lassen.

Wie sehen das eigentlich deine Eltern? Meine Eltern hätte gar keine Lust, jeden ihrer Urlaub mit mir oder mit mir und meiner Freundin zu verbringen. Das wäre DENEN viel zu einengend. ;)

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von klecks » Donnerstag 11. Juli 2019, 10:34

Es hat sicher zu allen Zeiten - ich beziehe mich jetzt auf Deutschland - immer Menschen gegeben, die andere Lebens- und Wohnformen bevorzugt haben als die "Normal"bevölkerung. Bzw. die irgendwann festgestellt haben, dass sie das, was sie gerade leben, nicht aus Not heraus tun, sondern weil es sich gut für sie anfühlt.

Dann ist es doch gut! So empfinde ich das, was ABobert schreibt.

Und dann habe ich im Zusammenhang mit diesem Thread mir die Frage gestellt, ob sich nicht die Einkommensverhältnisse bzw. die Einkommensmöglichkeiten doch in den letzten Jahrzehnten verändert haben und sich daraus nicht auch unterschiedliche Lebens- und Wohnformen entwickeln. Also unterschiedliche - auch notgedrungen kreative, wenig etablierte - Lösungen herangezogen werden für die Prekarisierung unseres Lebens in Deutschland.

In verschiedenen Bundesländern mit ihren vorherrschenden Wohn- und Lebensmöglichkeiten ergeben sich verschiedene Strategien der Lebensbewältigung. Wer in einer kleinen Mietwohnung aufwächst, sucht sich z.B. eher eine eigene Wohnung, schon aus schnödem Platzmangel heraus, als jemand, der in einem freistehenden großen Wohnhaus aufwächst, das ihm voraussichtlich lt. Erbfolge mal selbst gehören wird ...

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von Zwerg » Donnerstag 11. Juli 2019, 11:18

klecks hat geschrieben:
Donnerstag 11. Juli 2019, 10:34
Es hat sicher zu allen Zeiten - ich beziehe mich jetzt auf Deutschland - immer Menschen gegeben, die andere Lebens- und Wohnformen bevorzugt haben als die "Normal"bevölkerung. Bzw. die irgendwann festgestellt haben, dass sie das, was sie gerade leben, nicht aus Not heraus tun, sondern weil es sich gut für sie anfühlt.

Dann ist es doch gut! So empfinde ich das, was ABobert schreibt.
So ist es. ABobert lebt in einer sehr engen Beziehung mit seiner Mutter (und dem Stiefvater?), die alles -außer eben Sex- einschließt. Ich sehe keinen Grund, warum er sich anderen gesellschaftlichen Gepflogenheiten oder vermeintlichen Erwartungen unterwerfen soll. Er hat selbst geschrieben, dass er eigentlich zufrieden mit seiner Situation ist. Allerdings hat er durch seine Anmeldung hier und die Bemerkung, dass er sich Gedanken über die Zukunft macht, Zweifel an der Ernsthaftigkeit dieser Aussage geweckt. Die kann er nur selbst ausräumen.

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von LonesomeCoder » Donnerstag 11. Juli 2019, 11:26

Jetzt ist er zufrieden mit seiner Situation. Das ist schon glaubhaft. Aber seine Eltern sind schon über 80. Das sein für ihn schönes Leben nicht mehr lange so weitergehen wird, ist sein Problem. Deswegen macht er sich Gedanken über seine Zukunft.
Warnung vor Pickup: https://www.abtreff.de/viewtopic.php?p=1062199#p1062199
Wissenschaftliches Standardwerk über (männliches) AB-tum: https://www.springer.com/de/book/9783658059231
Geschlechtsspezifische Partnerwahl und Sexualitätsmerkmale: https://d-nb.info/1037687477/34

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von Onkel ABobert » Donnerstag 11. Juli 2019, 11:28

Zwerg hat geschrieben:
Donnerstag 11. Juli 2019, 11:18
klecks hat geschrieben:
Donnerstag 11. Juli 2019, 10:34
Es hat sicher zu allen Zeiten - ich beziehe mich jetzt auf Deutschland - immer Menschen gegeben, die andere Lebens- und Wohnformen bevorzugt haben als die "Normal"bevölkerung. Bzw. die irgendwann festgestellt haben, dass sie das, was sie gerade leben, nicht aus Not heraus tun, sondern weil es sich gut für sie anfühlt.

Dann ist es doch gut! So empfinde ich das, was ABobert schreibt.
So ist es. ABobert lebt in einer sehr engen Beziehung mit seiner Mutter (und dem Stiefvater?), die alles -außer eben Sex- einschließt. Ich sehe keinen Grund, warum er sich anderen gesellschaftlichen Gepflogenheiten oder vermeintlichen Erwartungen unterwerfen soll. Er hat selbst geschrieben, dass er eigentlich zufrieden mit seiner Situation ist. Allerdings hat er durch seine Anmeldung hier und die Bemerkung, dass er sich Gedanken über die Zukunft macht, Zweifel an der Ernsthaftigkeit dieser Aussage geweckt. Die kann er nur selbst ausräumen.
Ich bin wirklich zufrieden mit der derzeitigen Situation, aber klar denke ich auch an die Zukunft, und natürlich ist mir auch klar, daß meine Eltern nicht ewig leben werden und es dann auch ohne sie weitergehen muss. Das ist mir seit Jahren bzw. Jahrzehnten bewußt. Ich werde also irgendwann an einen Punkt kommen, an dem ich mein Alter ziemlich vereinsamt verbringen werde, denn meine einzigen Sozialkontakte außerhalb der Eltern, meine beiden guten Freunde, sind beide verheiratet, haben Kinder und wohnen auch weit entfernt von mir. Mehr als gelegentliche Treffen und Telefonate sind da nicht drin. Darüber mache ich mir schon Gedanken, aber der einzige Ausweg, nämlich mich jetzt und sofort komplett zu ändern, kommt für mich nicht in Frage.

Stellt euch mal ein "normales" Paar vor, bei dem es einen großen Altersunterschied gibt. Mann ist 70, Frau ist 50, so etwas gibt es ja nicht selten. Die Situation ist ähnlich, aller Wahrscheinlichkeit nach steht die Frau mit 60 als Witwe da. Da könnte man auch sagen: Trenne dich lieber jetzt schon von dem Mann und suche dir einen jüngeren, dann stehst du mit 60 nicht alleine dar. Wenn sie den Mann liebt, würde sie diesen Vorschlag sicher entsetzt zurückweisen. Und ganz genau so geht es mir, wenn ich den Vorschlag höre, ich solle mich doch lieber jetzt von meinen Eltern lösen, anstatt in 10 Jahren dann alleine dazustehen.

Hier angemeldet habe ich mich aber definitiv nicht, um Ratschläge oder Lösungen zu erhalten. Die einzige Lösung aus diesem Dilemma lehne ich ja ab, auch wenn sie natürlich gut gemeint ist. Weitere Ansätze gibt es nicht.

Nein, ich bin zum einen sehr interessiert, wie es anderen mit dieser Thematik geht bzw. wie sie damit umgehen und zum anderen bin ich neugierig darauf, wie ich mit meinen Schrulligkeiten von anderen Menschen gesehen werde. Denn im echten Leben spreche ich mit niemanden darüber, jedenfalls nicht detailliert und tiefgehend.
Zuletzt geändert von Onkel ABobert am Donnerstag 11. Juli 2019, 11:37, insgesamt 1-mal geändert.
Es grüßt euch

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von Onkel ABobert » Donnerstag 11. Juli 2019, 11:35

LonesomeCoder hat geschrieben:
Donnerstag 11. Juli 2019, 11:26
Jetzt ist er zufrieden mit seiner Situation. Das ist schon glaubhaft. Aber seine Eltern sind schon über 80. Das sein für ihn schönes Leben nicht mehr lange so weitergehen wird, ist sein Problem. Deswegen macht er sich Gedanken über seine Zukunft.
Ja, ganz genau.
Es grüßt euch

Onkel ABobert

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von Onkel ABobert » Donnerstag 11. Juli 2019, 11:46

haber hat geschrieben:
Donnerstag 11. Juli 2019, 10:23
Onkel ABobert hat geschrieben:
Donnerstag 11. Juli 2019, 10:01
... würde ich auch heute mit 50 Jahren noch dort wohnen.

Und das ist genau das Problem: Auch eine Partnerin würde bei mir erst NACH meinen Eltern kommen. ...
Wie sehen das eigentlich deine Eltern? Meine Eltern hätte gar keine Lust, jeden ihrer Urlaub mit mir oder mit mir und meiner Freundin zu verbringen. Das wäre DENEN viel zu einengend. ;)
Meine Mutter kennt es gar nicht anders, denn in ihrer Familie war das schon immer so. Meine Oma (ihre Mutter) lebte zeitlebens mit in unserer Wohnung, ihre Oma (also meine Uroma, die ich nicht mehr kennengelernt habe) ebenso - da waren immer 3 Generationen unter einem Dach, und das, obwohl sie niemals eigene Häuser hatten, sondern wie typische Stadtmenschen immer in Mietwohnungen lebten.

Mein Vater - eigentlich ist es mein Stiefvater, ich sehe ihn allerdings als Vater an - war es sicherlich nicht gewohnt, als die beiden sich kennengelernt haben, war ich bereits volljährig. Aber es hat ihn von Anfang an nicht nur nicht gestört, sondern er hat da schnell Gefallen daran gefunden. Vermutlich, weil er zu seinem eigenen (leiblichen) Sohn aus erster Ehe keine besonders gute Beziehung hat, die beiden sind einfach extrem unterschiedlich. Ich denke mal, er sieht in mir den Sohn, den er von Anfang an gerne gehabt hätte. Und mir geht es umgekehrt genauso, wir verstehen uns wirklich sehr gut.
Es grüßt euch

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von Tania » Donnerstag 11. Juli 2019, 12:01

Onkel ABobert hat geschrieben:
Donnerstag 11. Juli 2019, 11:28
Hier angemeldet habe ich mich aber definitiv nicht, um Ratschläge oder Lösungen zu erhalten. Die einzige Lösung aus diesem Dilemma lehne ich ja ab, auch wenn sie natürlich gut gemeint ist. Weitere Ansätze gibt es nicht.

Nein, ich bin zum einen sehr interessiert, wie es anderen mit dieser Thematik geht bzw. wie sie damit umgehen und zum anderen bin ich neugierig darauf, wie ich mit meinen Schrulligkeiten von anderen Menschen gesehen werde. Denn im echten Leben spreche ich mit niemanden darüber, jedenfalls nicht detailliert und tiefgehend.
Auch wenn Du keine Ratschläge möchtest ... man kann das Forum auch nutzen, um ein paar Sozialkontakte aufzubauen. Treffen (offizielle Forentreffen oder private) finden nicht so häufig statt, dass sie Dein Leben wirklich grundlegend ändern würden, aber sie könnten eine schöne Ergänzung sein. Gerade wenn Deine Eltern mal gesundheitlich nicht mehr in der Lage sind, mit Dir Ausflüge zu machen ...

Ansonsten sehe ich Dein Dilemma als theoretisch durchaus lösbar an. Mit Glück hast Du Deine Eltern noch 15 Jahre ... und bist dann in einem Alter, wo Du echt attraktiv für all die frisch verrenteten, abenteuerlustigen oder nach einem neuen Lebensmittelpunkt suchenden Singledamen bist. Ob Du die dann praktisch überhaupt spannend findest oder Dich in Richtung "Sugardaddy" entwickelst, sehen wir dann ja ;)

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von bettaweib » Donnerstag 11. Juli 2019, 12:26

Tania hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 20:31
Nonkonformist hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 19:51
War das nicht was frauen sich wuenschen...? Jemanden der auch so gluecklich ist? So das sie dafuer nicht zustaendig sind?
Männer wünschen sich das auch ganz gern mal. Kein Wunder dass die Singlequote so zunimmt ...
"Glück verdoppelt sich, wenn man es teilt"....
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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von zumsel » Donnerstag 11. Juli 2019, 12:39

bettaweib hat geschrieben:
Donnerstag 11. Juli 2019, 12:26
Tania hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 20:31
Nonkonformist hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 19:51
War das nicht was frauen sich wuenschen...? Jemanden der auch so gluecklich ist? So das sie dafuer nicht zustaendig sind?
Männer wünschen sich das auch ganz gern mal. Kein Wunder dass die Singlequote so zunimmt ...
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Das ist eine schöne Sichtweise! :umarmung2:
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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von ComebackCat » Donnerstag 11. Juli 2019, 13:02

bettaweib hat geschrieben:
Donnerstag 11. Juli 2019, 12:26
Tania hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 20:31
Nonkonformist hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 19:51
War das nicht was frauen sich wuenschen...? Jemanden der auch so gluecklich ist? So das sie dafuer nicht zustaendig sind?
Männer wünschen sich das auch ganz gern mal. Kein Wunder dass die Singlequote so zunimmt ...
"Glück verdoppelt sich, wenn man es teilt"....
Ja, aber es ging hier ja eher um Menschen, die sich als Single sehr unglücklich fühlen. Und wo nichts ist, kann sich dementsprechend auch nichts verdoppeln. Womöglich verdoppeln sich eher noch die Probleme, weil die eigenen dann auch Probleme des Partners werden, und vice versa.
“Courage is not having the strength to go on; it is going on when you don't have the strength.”

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von bettaweib » Donnerstag 11. Juli 2019, 13:21

ComebackCat hat geschrieben:
Donnerstag 1. Januar 1970, 01:00

Ja, aber es ging hier ja eher um Menschen, die sich als Single sehr unglücklich fühlen. Und wo nichts ist, kann sich dementsprechend auch nichts verdoppeln. Womöglich verdoppeln sich eher noch die Probleme, weil die eigenen dann auch Probleme des Partners werden, und vice versa.
Im Grunde habe ich als Single alles, was ich brauche. Job, Geld, Wohnung.....etc.

Aber manchmal fehlt eben nur das Eine...ein Partner. Es ist das letzte Puzzlestück, das fehlt.
Und die Anwesenheit eines lieben Mannes kann mich schon in dem Moment sehr glücklich machen.

Probleme haben alle Menschen. Mal mehr, mal weniger. Aber ohne einen kleinen Fels in der Brandung gehen wir komplett unter.
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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von Hoppala » Donnerstag 11. Juli 2019, 17:04

Reinhard hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 22:46
Hoppala hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 22:11
Wann war es höflich, einen sich neu anbahnenden persönlichen Kontakt mit Informatonen zu füttern, die die Anbahnung erschweren können?

"Hey Rotschopf! Will dich kennenlernen. Du musst aber wissen, Rotschöpfe widern mich an."
???
Egal ob ehrlich oder nicht.
Das ist ein ziemlich unpassender Vergleich, weil das "Anwidern" ja eine Aufforderung an den anderen wäre (wahlweise etwas zwischen "färb deine Haare" und "geh weg").
Das halte ich für eine unnötige Interpretation.
Es könnte auch z.B. heißen: "Komm her, damit ich dir ein paar auf die Mappe geben kann."
Reinhard hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 22:46
Aber etwas von sich zu erzählen (das vielleicht sogar ungewöhnlich ist), baut Verständnis und vielleicht sogar Nähe auf und ist ein Einstieg in ein Gespräch. Wäre mir jetzt lieber als, sagen wir, Fußballergebnisse der letzten Woche.
Es kommt halt drauf an, was. "Ich hab ne Vorstrafe" kommt z. B. auch nicht so gut.
Reinhard hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 22:46
Andererseits ... ja ich habe die Neigung dazu, ungewöhnliche oder abschreckende Dinge so vor mir herzutragen, als wäre es ein Schild. Vermutlich will ich eigentlich gar keine Beziehung, meine Alleine-Beschäftigungen reichen mir auch so schon.
Ungewöhnlich ist ok. Sogar eher gut, finde ich.
Abschreckend ist nicht gut.
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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von Reinhard » Donnerstag 11. Juli 2019, 19:55

Hoppala hat geschrieben:
Donnerstag 11. Juli 2019, 17:04
Reinhard hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 22:46
Hoppala hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 22:11
Wann war es höflich, einen sich neu anbahnenden persönlichen Kontakt mit Informatonen zu füttern, die die Anbahnung erschweren können?

"Hey Rotschopf! Will dich kennenlernen. Du musst aber wissen, Rotschöpfe widern mich an."
???
Egal ob ehrlich oder nicht.
Das ist ein ziemlich unpassender Vergleich, weil das "Anwidern" ja eine Aufforderung an den anderen wäre (wahlweise etwas zwischen "färb deine Haare" und "geh weg").
Das halte ich für eine unnötige Interpretation.
Es könnte auch z.B. heißen: "Komm her, damit ich dir ein paar auf die Mappe geben kann."
:gruebel:
Das passt nicht zu einem Einstieg mit "ich möchte dich kennenlernen".

Hoppala hat geschrieben:
Donnerstag 11. Juli 2019, 17:04
Reinhard hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 22:46
Aber etwas von sich zu erzählen (das vielleicht sogar ungewöhnlich ist), baut Verständnis und vielleicht sogar Nähe auf und ist ein Einstieg in ein Gespräch. Wäre mir jetzt lieber als, sagen wir, Fußballergebnisse der letzten Woche.
Es kommt halt drauf an, was. "Ich hab ne Vorstrafe" kommt z. B. auch nicht so gut.
Es könnte der Einstieg zu einem interessanten Gespräch sein. Wenn dann andererseits rauskommt, dass die Person ein notorischer Schläger, Trunkenbold oder Finanzbetrüger ist, mit wenig Einsicht und Besserungsaussichten, das kommt wirklich nicht so gut. Außer vielleicht bei Leuten, die meinen, bad-boys bekehren zu müssen.

Hoppala hat geschrieben:
Donnerstag 11. Juli 2019, 17:04
Reinhard hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 22:46
Andererseits ... ja ich habe die Neigung dazu, ungewöhnliche oder abschreckende Dinge so vor mir herzutragen, als wäre es ein Schild. Vermutlich will ich eigentlich gar keine Beziehung, meine Alleine-Beschäftigungen reichen mir auch so schon.
Ungewöhnlich ist ok. Sogar eher gut, finde ich.
Abschreckend ist nicht gut.
Was dem einen sein "abschreckend" ist dem anderen ein "liebenswerter lifestyle". Deswegen tendiere ich dann zur Ehrlichkeit. (Außerdem finde ich es schwierig, Lügen einigermaßen konsistent zu halten, das ist mir die Mühe bisher nicht wert gewesen.)
Mag ja sein, dass jeder seines Glückes Schmied ist.

Aber dabei sollte nicht vergessen werden, dass manche von Haus aus eine komplette Werkstatt mitbekommen, und andere nur einen Hammer und nicht mal einen Amboss.

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Re: "noch zu Hause wohnen" - wirklich ein KO-Kriterium?

Beitrag von fifaboy1981 » Donnerstag 11. Juli 2019, 20:09

Finnlandfreundin hat geschrieben:
Donnerstag 11. Juli 2019, 10:11
Onkel ABobert hat geschrieben:
Donnerstag 11. Juli 2019, 10:01
Finnlandfreundin hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 19:30


Darf ich fragen, warum dir ein Zusammenleben mit deinen Eltern so wichtig ist? Gemeinsame Urlaube, Aktivitäten sind ja auch möglich, wenn man in der Nähe wohnt.

Sind das zwei getrennte Wohneinheiten in einem Haus?
Wir leben gar nicht im selben Haus, sondern ca. 2 KM voneinander entfernt in zwei verschiedenen Wohnungen. Allerdings nutze ich meine eigene Wohnung eigentlich nur zum abendlichen Fernsehen und schlafen. Es war einfach so, daß die 3-Zimmer-Wohnung meiner Eltern zu klein für uns alle drei war, als ich dem Kinderzimmeralter entwachsen war. Ich bin daher mit 23 Jahren ausgezogen, aber eben wirklich nur aus reinen Platzgründen. Hätten meine Eltern ein Haus gehabt, egal ob Ein- oder Zweifamilienhaus, würde ich auch heute mit 50 Jahren noch dort wohnen.

Will sagen: De facto wohnen wir zusammen, ich habe lediglich mein Schlafzimmer sowie den Platz für meine privaten Sachen ausgelagert. Ich gehe zum Frühstücken rüber zu den Eltern und komme abends gegen 20 Uhr wieder in meine Wohnung. Immer. Während der Woche bin ich dazwischen natürlich beim Arbeiten, aber am Wochenende verbringe ich die beiden Tage eigentlich komplett zwischen Frühstück und Abendbrot bei meinen Eltern. Die Urlaube genauso.

Warum mir das so wichtig ist? Kann ich nicht wirklich sachlich begründen. Solange ich denken kann, sind meine Eltern die wichtigsten Menschen in meinem Leben. Schon als Kind und als Jugendlicher waren sie mir viel wichtiger als jeder Freund, und das hat sich bis heute nicht geändert. Ich habe zwar zwei gute Freunde, zu denen ich regelmäßig Kontakt habe und die mir auch wichtig sind - aber sie stehen in der Rangliste eindeutig hinter meinen Eltern.

Und das ist genau das Problem: Auch eine Partnerin würde bei mir erst NACH meinen Eltern kommen. Und das macht - verständlicherweise - niemand mit. Schon gar nicht auf Dauer. Ich hatte ja vor Jahren mal kurzzeitig eine Beziehung, gibt über ca. 3 Monate. Ich habe bereits am 2. Wochenende, das ich mit der Partnerin verbracht habe, gemerkt, daß ich in diesem Moment viel lieber bei meinen Eltern gewesen wäre. Ich bin morgens bei ihr aufgewacht und schon der allererste Gedanke war "was machst du hier", am liebsten wäre ich aufgestanden, hätte meine Sachen zusammengepackt und wäre sofort abgehauen. Den Tag noch mit ihr zu verbringen war eine richtige Quälerei für mich, und noch dazu durfte sie das ja nicht bemerken. Ich war jedes Mal heilfroh, wenn es Sonntag Abend war und ich Richtung Heimat abfahren konnte.

Das hat sich von Wochenende zu Wochenende sogar noch verschlimmert, so daß ich die Beziehung dann bald beendet habe, weil das absolut keine Zukunft hatte. Und auch unfair gegenüber der Partnerin war.
Vielleicht war es einfach nicht die Richtige. Und wenn dir die richtige begegnet, ändert sich das vielleicht auch.

Bei mir ist das ähnlich. Ich wohne ca 10 Minuten mit dem Auto von meinem Elternhaus entfernt, hatte bis 2015/16 die meiste Zeit, darunter viele Urlaube und Ausflüge, mit meiner Familie verbracht. Es war eine schöne Zeit und ich denke gerne daran zurück.
Vlt. aber man sollte nicht immer auf diese "richtige" alles schieben, wenn das bei ihm so ist wird es wohl solanage seine Eltern leben so bleiben. Auf der anderen seite glaube ich auch nicht das eine Frau das mitmachen würde, wodurch sich alleine dadurch schon das thema erledigt.
Aber so viel Zeit verbringe ich mit meinen Eltern nun eher wenig, obwohl wir zusammen wohnen. Gibt tage wo ich sie Trotzdem immer nur Kurz sehe.
haber hat geschrieben:
Donnerstag 11. Juli 2019, 10:23
Onkel ABobert hat geschrieben:
Donnerstag 11. Juli 2019, 10:01
... würde ich auch heute mit 50 Jahren noch dort wohnen.

Und das ist genau das Problem: Auch eine Partnerin würde bei mir erst NACH meinen Eltern kommen. ...
Ich will hier nicht unnötig den Pessimisten spielen, aber wenn man davon ausgeht, dass ihr normalsterbliche Menschen seid, dann wird aller Wahrscheinlichkeit nach eine Zeit kommen, in der du deine Eltern überlebt hast und ohne sie auskommen musst. Alleine schon deshalb würde ich mich bemühen, andere Kontakte in der Wichtigkeit höher kommen zu lassen.

Wie sehen das eigentlich deine Eltern? Meine Eltern hätte gar keine Lust, jeden ihrer Urlaub mit mir oder mit mir und meiner Freundin zu verbringen. Das wäre DENEN viel zu einengend. ;)
Nun er schreibt ja er hat 2 Kumpels, sicher rücken die dann in der Rangliste hoch.

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