TV Tipp "Love Alien"

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schmog
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Re: TV Tipp "Love Alien"

Beitrag von schmog » Sonntag 29. Dezember 2013, 21:33

FW22 hat geschrieben: Mal ne Frage an euch : fandet ihr ihn auch in irgendeineweise ungepflegt?
Nein, das fand ich nicht.
Er sah aus wie der Durchschnitt.
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Re: TV Tipp "Love Alien"

Beitrag von Long John Silver » Donnerstag 2. Januar 2014, 22:03

Inzwischen habe ich mir Love Alien in der Mediathek des BR auch angeschaut. Zufällig hatte ich vor einigen Wochen Wolfram Huke in einer Talkshow gesehen, dadurch bin ich auf den Film aufmerksam geworden.

Männlein hat geschrieben:Ich finde ihn ebenfalls ziemlich sympathisch und erkenne an manchen Stellen des Films gewisse Parallelen zu mir (was allerdings definitiv nicht für seine Religiosität gilt).
Mir ist der Typ an sich auch nicht unsympathisch. Aber was seine Partnerlosigkeit anbelangt, erscheint er mir einfach antriebslos und unentschlossen.
Keine so gute Meinung habe ich dagegen von der Psychologin, die ich auch bei einem Fernsehauftritt damals etwas oberflächlich und wenig hilfreich empfunden hatte.
Klar, beim "Single Coaching" (wie sie es auf ihrer Webseite nennt) geht es weniger darum, ihren Kunden eine gute Zuhörerin zu sein, sondern diese sehr konkret anzustoßen. Bei ihr wird jedoch oft deutlich, dass sie die AB-Problematik scheinbar nicht versteht und deshalb falsche Schlüsse zieht, zum Beispiel (Zitat): "Ich würde ihnen mal einfach unterstellen, dass sie aus bestimmten Gründen eine Beziehung vermeiden. Ich glaube nämlich, dass sie sonst eine hätten."

Um eine Beziehung zu "vermeiden", müsste man(n) erst einmal so weit kommen, dass überhaupt eine Beziehung in Aussicht steht. An diesem Punkt war Wolfram in seinem Film bei keiner Frau auch nur ansatzweise.
Das sehe ich ganz genauso!
Mein Fazit zur Doku: Die große Offenheit des Films ist seine Stärke; es wurde nirgends etwas "beschönigt".
So war ich nach Ende des Films ziemlich nachdenklich.
Auf die allermeisten Menschen ohne AB-Hintergrund dürfte die Doku jedoch eher seltsam wirken und somit allgemein nicht zu mehr Verständnis gegenüber AB's führen.
Beschönigt wurde sicher nichts. Bei der zugemüllten Wohnung musste ich sogar herzhaft lachen, so grotesk war das. Wir müssen uns aber im Klaren sein, dass der Film einen Ausschnitt der Wirklichkeit des Filmemachers zeigt, so wie er sie sieht, aber nicht unbedingt die, wie sie andere sehen oder wie sie tatsächlich ist.
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Re: TV Tipp "Love Alien"

Beitrag von Beobachter » Samstag 4. Januar 2014, 21:52

Habe mir den Film nun auch endlich angeschaut. Grundsätzlich finde ich es schon einmal gut und richtig, dass sich ein Film thematisch mit dem AB-Sein beschäftigt. Fraglich ist allerdings wie der Film von Wolfram bei Normalos ankommt? Vermutlich würden diese den Film und den Protagonisten als seltsam einstufen...

Ich habe jedenfalls doch so einige Parallelen gesehen: Passivität, romantische Vorstellungen (der Zufall wird es schon richten), nicht wirklich wissen wie man sich körperlich einer Frau nach einem Date nähert, auch das bereits beschriebene Charisma einer Schlaftablette trifft wohl auch auf mich zu.

Aus der Distanz fand ich aber doch erstaunlich und befremdlich, dass sich die Gedanken immer nur um das Thema Freundin/Beziehung finden drehen. Klar, so ging es mir vor einiger Zeit auch, aber beim Schauen des Films wurde mir deutlich wie absurd das irgendwie ist. Alles kreist sich nur um das Thema und es wird geradezu gebetsmühlenartig runtergerattert, dass man ja immer noch keine Beziehung hatte und alles ganz mies ist.

Eigenartig empfand ich das Verhältnis zu den Eltern. Man gibt sich die Hand zur Begrüßung, man spricht nicht über die Beziehungsprobleme. Deutlich wurde auch eine sehr kühle Distanz beim Geburtstagsanruf. Da scheint einiges im Argen zu sein.

Als dann die ABine auftauchte dachte ich die ganze Zeit: Hey irgendwie würden die doch ganz gut zueinander passen. Aber vermutlich sind es dann zwei äußerst schwierige Charaktere mit ebenso schwierigen Vorstellungen über Beziehungen die da aufeinander treffen. Eigentlich schade.

Die Psychologin ging mir gehörig auf den Geist. Hat ihre Standartphrasen runtergedroschen (Sie wollen ja gar keine Beziehung) und als es ihr zu kompliziert wurde, wollte sie einfach aufgeben. Ich denke, dem Wolfram hätte hier ein motivierter Psychologe gut getan, der ihn gefordert hätte mit verhaltenstherapeutischen Experimenten.

Komisch fand ich auch, dass nicht ein einziger Freund gezeigt wird?

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Re: TV Tipp "Love Alien"

Beitrag von klecks » Samstag 4. Januar 2014, 22:00

Wolframs Passivität ist mir auch aufgefallen. Allerdings kam er im Café mit der einen Frau doch etwas aus sich raus. Da wirkte er auf mich plötzlich sehr anders. Seine Augen strahlten, sein Gesicht leuchtete, seine Körpersprache wurde engagierter. Sprich: Da kam ein wenig Leben in ihn, und das stand ihm gut!

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Re: TV Tipp "Love Alien"

Beitrag von DiplAB » Sonntag 5. Januar 2014, 08:54

Beobachter hat geschrieben:Eigenartig empfand ich das Verhältnis zu den Eltern. Man gibt sich die Hand zur Begrüßung, man spricht nicht über die Beziehungsprobleme. Deutlich wurde auch eine sehr kühle Distanz beim Geburtstagsanruf.
Tja es gibt halt Elternhäuser bei denen das Miteinander sehr zurückhalten ist. Meine Geschwister habe ich auch noch nie umarmt, meinen Vater auch nicht. Nur meine Mutter öfters beim Geburtstag. Und über Beziehungen oder AB Status sprech ich natürlich auch nicht.
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Re: TV Tipp "Love Alien"

Beitrag von °°°Raupe » Sonntag 5. Januar 2014, 20:25

FW22 hat geschrieben: Mal ne Frage an euch : fandet ihr ihn auch in irgendeineweise ungepflegt?
°°°Ja.
Auf den ersten Blick hatte ich ihn für einen Spliff Head gehalten, der in jedem Raum eine Bong stehen hat und am Tag mindestens 10 Köpfe wegraucht.
Deshalb vermutete ich auch, dass sein Übergewicht durch Fress-Flashs ausgelöst wurde.
Das Masturbieren unter(!) der Decke war wohl dem jugendfreien Film verschuldet, aber wer bisschen über Hygiene nachdenkt, weiß, dass das ein absolutes No-Go ist.
Und: Ein richtiger Mann masturbiert nicht im Liegen.
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Re: TV Tipp "Love Alien"

Beitrag von proformer » Montag 6. Januar 2014, 00:02

°°°Raupe hat geschrieben: Das Masturbieren unter(!) der Decke war wohl dem jugendfreien Film verschuldet, aber wer bisschen über Hygiene nachdenkt, weiß, dass das ein absolutes No-Go ist.
Und: Ein richtiger Mann masturbiert nicht im Liegen.
Ja wirklich, Raupe? Ein richtiger Mann masturbiert im Knien, im Stehen, im Gehen? Am besten unter der Dusche, der Nächste freut sich über den Gratis-Conditioner? Das ist klarerweise viel hygienischer.
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Re: TV Tipp "Love Alien"

Beitrag von Steve_MUC » Montag 6. Januar 2014, 16:57

°°°Raupe hat geschrieben:
FW22 hat geschrieben: Mal ne Frage an euch : fandet ihr ihn auch in irgendeineweise ungepflegt?
°°°Ja.
Auf den ersten Blick hatte ich ihn für einen Spliff Head gehalten, der in jedem Raum eine Bong stehen hat und am Tag mindestens 10 Köpfe wegraucht.
Deshalb vermutete ich auch, dass sein Übergewicht durch Fress-Flashs ausgelöst wurde.
Das Masturbieren unter(!) der Decke war wohl dem jugendfreien Film verschuldet, aber wer bisschen über Hygiene nachdenkt, weiß, dass das ein absolutes No-Go ist.
Und: Ein richtiger Mann masturbiert nicht im Liegen.
http://www.youtube.com/watch?v=KCa3kICkio8

Und jetzt kommst du.

reborn09

Re: TV Tipp "Love Alien"

Beitrag von reborn09 » Montag 6. Januar 2014, 17:02

°°°Raupe hat geschrieben:
FW22 hat geschrieben: Mal ne Frage an euch : fandet ihr ihn auch in irgendeineweise ungepflegt?
°°°Ja.
Auf den ersten Blick hatte ich ihn für einen Spliff Head gehalten, der in jedem Raum eine Bong stehen hat und am Tag mindestens 10 Köpfe wegraucht.
Deshalb vermutete ich auch, dass sein Übergewicht durch Fress-Flashs ausgelöst wurde.
Das Masturbieren unter(!) der Decke war wohl dem jugendfreien Film verschuldet, aber wer bisschen über Hygiene nachdenkt, weiß, dass das ein absolutes No-Go ist.
Und: Ein richtiger Mann masturbiert nicht im Liegen.
Ha, ohne den Film gesehen zu haben, dachte ich sowas alleine einiger Ausschnitte wegen auch. Der erinnerte mich auch an einen Bekannten auf den das ein wenig zutrifft.

Electronic Dissident

Re: TV Tipp "Love Alien"

Beitrag von Electronic Dissident » Montag 6. Januar 2014, 17:34

Gerade festgestellt, dass Love Alien noch nicht depubliziert ist. Gleich mal heruntergeladen.

Ich finde, Huke hat ein ziemlich interessantes Experiment gemacht. Er nutzt das Medium Film, um sich erst zu offenbaren und dann Distanz zu sich selbst zu schaffen. Wenn er seinen Film anschaut, kann er sich quasi als unbeteiligter Dritter betrachten. Natürlich ersetzt das keinen tatsächlich unbeteiligten Dritten, der ihn viel weniger subjektiv betrachten kann als er sich selbst. Aber mir scheint, Huke hat intuitiv begriffen, dass der Film ein Weg sein kann, seinem Problem näher zu kommen. Ich habe den Eindruck, er hat den Film in erster Linie gemacht, um sich über sich selbst klarer zu werden. Aus meiner Sicht durchaus ein passender Weg. Es gibt ja immer verschiedene Mittel und Wege, sich eines Problems bewusst zu werden und dann damit angemessen umzugehen.

Auch dass er im Film verschiedene Wege geht, um eine Lösung für sein Problem zu finden, zeigt, dass er Dinge ausprobiert und dabei durchaus einfalllsreich ist. Daran sollte es bei ihm nicht scheitern. Was Huke fehlt, ist die für ihn passende und hilfreiche Vorgehensweise und vor allem noch eine Portion Erkenntnis.

Ob die Therapeutin für ihn die richtige Therapeutin ist, sei mal dahingestellt. Zumindest sollte Huke nicht allein auf seine Beziehungsunerfahrenheit fixiert sein. Die ist nämlich nur Folge eines grundlegenderen Problems bei ihm. Wer schon Therapieerfahrung hat, wird sich über die Aussagen der Therapeutin nicht wundern. Es geht hier letztlich nicht um persönliche Vorwürfe oder dergleichen, sondern darum, was sie eigentlich sagen will. "Was haben Sie gemacht, dass Sie die letzten zehn Jahre kein Beziehung zu einer Frau aufgebaut haben?", fragt die Therapeutin an einer Stelle. Sie unterstellt Huke damit aber nicht, das es seine Schuld wäre und dass er seinen Zustand mit voller Absicht herbeigeführt hätte, weil er es so wollte. Sondern sie weist ihn auf ein Muster des Vermeidungsverhaltens hin, das sich bei ihm eingeprägt hat und das für ihn ungünstig ist, weil er nämlich darunter leidet.

"Sie verstecken sich immer ein bisschen", sagt die Therapeutin. Sie sieht genau, dass Huke die Kamera auch benutzt, sich hinter ihr zu verstecken. Wie schon oben angedeutet, kann das hilfreich sein, um sich einem Problem zu nähern, eine Lösung ist es nicht.

Über seine Familie sagt Huke: "Wir reden nicht über sowas", wenn es um Beziehungen und Gefühle geht. Sowohl an Huke als auch an seiner Mutter fällt mir auf, dass beide oft "man" sagen, wenn sie "ich" meinen. Bei Huke ist es die Beurteilung der Party, bei der er alleine herumsteht: "Wie man da als einzelner da so steht, kann man sich nicht irgendwo reindrängen." Die Mutter auf der Couch über ihre Sorge, dass der Sohn keine Frau findet: "Dir traut man ja sowas nicht zu sagen." In der Familie gibt es offensichtlich nicht nur ein Kommunikationsproblem, Vernunft und Konvention scheinen an ersten Stelle zu stehen, Gefühle und Bedürfnisse sind verbannt. Da passt auch ins Bild, dass Mutter und Sohn das Thema Depressionen zur Sprache bringen. Klingt für mich wie ein altbekannter Klassiker. Ein solche Konstellation begünstigt ungünstige Persönlichkeitsentwicklungen.

Mich wundert es nicht, dass Huke nicht so recht weiß, was er will. Seine Gefühle und Bedürfnisse scheinen ganz tief verborgen zu sein, er hat einen schwierigen Zugang dazu. Wie könnte es auch anders sein, wenn die Vernunft und die Konvention immer Vorrang haben. Er scheint das in manchen Situationen wohl zu spüren. Als sich ihm die Frau auf diesem Katholikentreffen körperlich annähert, fällt er sofort in Vermeidungsverhalten zurück. Er erfüllt in diesem Moment sein Bedürfnis nach körperlicher Nähe nicht, obwohl der Moment da ist, in dem er es ausleben könnte. Er versteckt sich.

Mit diesem Verhaltensmuster hat Huke es natürlich sehr schwer, eine Frau zu finden. Eine Beziehung ergibt sich nicht einfach so von selbst, er muss schon wissen, was er will, und das auch einer potentiellen Partnerin deutlich machen. Seine soziale Angst muss er konfrontieren, da führt kein Weg vorbei. An den Personen, mit denen er im Film so zu tun hatte, zeigt sich aus meiner Sicht, dass seine Angst, sich zu blamieren und irgendwas Falsches zu tun oder zu sagen, unbegründet ist.

Mein Fazit: Aus dem Film konnte ich für mich als Vergleich mitnehmen, an welcher Stelle meines Prozesses ich gerade stehe. Ich habe mich da bestärkt gefühlt.

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Re: TV Tipp "Love Alien"

Beitrag von Cylon » Montag 6. Januar 2014, 19:04

Mein Kommentar zum Film:
- Die ABine finde ich echt sympathisch und attraktiv. Vielleicht zu schüchtern.
- Die Psychologin fand ich in Ordnung. Sie ist relativ streng, aber ich glaube, das muss man bei ihm sein. Sie sieht ja, dass das mit ihm nichts wird, weil er selber nichts macht. So ist Verhaltenstherapie sinnlos.
- Das Elternhaus: Bei mir war das ganz genauso. Die Psychologin hat das vollkommen zu recht thematisiert. Insbesondere wie sie ihn nach der Begrüßung mit den Eltern gefragt hat. Da habe ich mich wiedererkannt. Auch bei dem Geburtstagstelefonat.
- Ich glaube, die Ausländerin hat ihn nicht wirklich verstanden. Ich hatte das Gefühl, dass sie ihn für Freak hält.
- Was haben eigentlich die beiden Tussis da gemacht. Die waren einmal kurz da, haben ihm was von Klamotten und Frisuren erzählt und dann kamen sie nicht mehr vor.
- Den Teil mit dem Jakobsweg fand ich zu lang und uninteressant.
- Die Singlebörsenprofile fand ich abschreckend.
- Gefallen habe mir auch nicht die Nacktszenen :duschen:
- Die Katze war süß
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Re: TV Tipp "Love Alien"

Beitrag von LonelyHeart » Freitag 14. Februar 2014, 17:25

Ich habe den Film gerade in der ARD-Mediathek entdeckt: http://www.ardmediathek.de/einsfestival ... d=19636316

Leider ist er erst ab 20 Uhr verfügbar, wahrscheinlich ist das Thema für diesen konservativen Sender mal wieder "ach so schlimm". :wuetend:
Aber gut...ich will nicht meckern, sondern freue mich dass ich ihn auch mal sehen kann, denn hier lief er nirgends im Kino.

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Re: TV Tipp "Love Alien"

Beitrag von ABKO » Samstag 15. Februar 2014, 21:09

Der Film lief auch dieses Wochenende noch mal auf EinsPlus oder so, vielleicht wurde er deswegen in der Mediathek passend getimed.

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Re: TV Tipp "Love Alien"

Beitrag von Esperanza » Sonntag 16. Februar 2014, 22:26

LonelyHeart hat geschrieben:Ich habe den Film gerade in der ARD-Mediathek entdeckt: http://www.ardmediathek.de/einsfestival ... d=19636316

Leider ist er erst ab 20 Uhr verfügbar, wahrscheinlich ist das Thema für diesen konservativen Sender mal wieder "ach so schlimm". :wuetend:
Aber gut...ich will nicht meckern, sondern freue mich dass ich ihn auch mal sehen kann, denn hier lief er nirgends im Kino.

Danke für den Tipp, ich schau es gerade!!!!

"Mein Leben kommt nicht richtig in die Gänge", Zitat von Johanna, habe ich mir auch schon oft gedacht.

Ich bin auch zu passiv und warte darauf dass irgendetwas von alleine,einfach so passiert, was es natürlich nicht tut! :wuetend:

Wolfram find ich, ist von Aussehen her, normaler Durchschnitt, etwas schlampig, aber dass sind viele Vergebene auch.
Die Wohnung geht aber gar nicht!!!!! Da würde mir jedes Interesse vergehen. :fluchen2:


Jetzt muss ich weiter schauen.
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Re: TV Tipp "Love Alien"

Beitrag von LonelyHeart » Sonntag 16. Februar 2014, 23:17

Esperanza hat geschrieben: "Mein Leben kommt nicht richtig in die Gänge", Zitat von Johanna, habe ich mir auch schon oft gedacht.

Ich bin auch zu passiv und warte darauf dass irgendetwas von alleine,einfach so passiert, was es natürlich nicht tut! :wuetend:
Das kenn ich auch...
Wobei ich mich noch in anderen Momenten des Films wiederfinde bzw. manchen Aussagen beipflichten kann, z. B. die "schlauen" Sprüche der anderen, wie "Warum machst du nichts aus dir? Nimm doch mal ab oder veränder dies und jenes." oder der Klassiker "Auf jeden Topf passt nen Deckel." und "Du darfst gar nicht suchen." Wie gut ich das kenne. :roll:
Esperanza hat geschrieben: Wolfram find ich, ist von Aussehen her, normaler Durchschnitt, etwas schlampig, aber dass sind viele Vergebene auch.
Die Wohnung geht aber gar nicht!!!!! Da würde mir jedes Interesse vergehen. :fluchen2:
Auch da gebe ich Dir Recht...in so 'ne Wohnung kannste doch nicht allen Ernstes eine OdB mitbringen. Andererseits ist gut und richtig, dass er es so gezeigt hat wie es nun mal ist. Das trägt schließlich viel zur Authentizität des Films bei und die ist bei einem solchen Thema außerordentlich wichtig.
Esperanza hat geschrieben: Jetzt muss ich weiter schauen.
Viel Spaß noch!

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Re: TV Tipp "Love Alien"

Beitrag von °°°Raupe » Sonntag 16. Februar 2014, 23:20

Steve_MUC hat geschrieben: http://www.youtube.com/watch?v=KCa3kICkio8

Und jetzt kommst du.
Mit großer Verspätung:
http://www.youtube.com/watch?v=fA3DV2hageg
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Re: TV Tipp "Love Alien"

Beitrag von Esperanza » Montag 17. Februar 2014, 10:12

So, jetzt habe ich den Film zu Ende gesehen.
Ich habe mich öfters wiedergefunden, sei es in Johanna oder Wolfram, und auch diese Passivität die Wolfram so an den Tag legt, finde ich bei mir und stellt sicher einen Grossteil des Problems dar.
Was diese Jakobsweg-Geschichte jetzt mit AB-Tum zu tun hat erschliesst sich mir nicht wirklich, ok er ist religiös, aber das hätte man auch in weniger Sendezeit darstellen können.
Die Therapeutin finde ich jetzt ganz gut, und (auf mich bezogen zumindest) hat sie schon recht. Ich entdecke schon hin und wieder eine Vermeidungshaltung bei mir, nicht immer, aber in bestimmten Situatuationen halte ich mich zurück und gehe eben NICHT auf einen neue männliche Bekannschaft zu, sonder drücke mich lieber bei meinen gewohnten, meist weiblichen, oder Vergebenen Bekannten herum. :cry:

Seiner Familie bei der Begrüssung die Hand zu geben, finde ich jetzt auch wenig befremdlich, aber Leute die Ihre Eltern abknutschen fände ich auch komisch. Und das Gespräch mit seiner Mutter war ja auch etwas einseitig, und wenn sie vorher das AB-Tum auch nie thematisiert hatten, hatte ich den Eindruck dass das zum Grossteil auch an Wolfram lag.
Was ich verstehen kann, ich möchte da auch nicht darüber reden, aber ich drehe ja auch keinen Film darüber!
Seine Mutter hätte sicher gerne mal darüber geredet, da es sie ja belastet, aber von Wolfram kam ja nur "Wieso", "Naja", "Weiss nich", "hhm". Da versiegt dann jedes Gespräch. :?

Die Bade-Szenen und Dusch-Szenen waren erstens nicht wirklich vorteilhaft für ihn, genauso wie die ständigen Filmaufnahemen von unten auf das kleine Doppelkinn, und zweites ist mir nicht klar was er damit bei seinen Zuschauer bezwecken will. Was soll uns dass sagen?
Die Masturbationsszene hätte man auch wegglassen können.

Und das mit den zwei Typberaterinnen......was soll dass den für ein Job sein?
Sie haben nicht ganz unrecht, Kleider machen Leute, und wer einen Partner möchte hat es leichter wenn er sich schon mal gut präsentiert.
Trotzdem gibt es genug Verpartnerte die den gleichen Stil wie Wolfram pflegen, den Bequemen.
Kommt halt darauf an was, wen man sucht.
Außerdem war die Mütze ziemlich bescheuert, dass muss ich jetzt auch mal sagen! :surprise:

Und zu seiner Zagreb-Bekanntschaft: Ich denke nicht dass sie ihn für einen Freak hält und dass sie ihn schon verstanden hat.
Aber nach der Nummer, nachdem er ihr sein Herz "auschgeschüttet" hat, ist es nicht verwunderlich dass seine SMS unbeantwortet blieb.
Da hätte ich auch nicht geantwortet.
Aussagen wie "keiner liebt micht", "ich bin so oft abgelehnt worden", "ich hatte es schwer" etc etc, wecken jetzt nicht gerade das Interesse.
Wenn überhaupt hätte er ihr dass von Angesicht zu Angesicht sagen müssen, wenn er eine Chance hätte haben wollen. Seine Probleme hat er sich ja auch getraut bei ihr abzulassen, und dann wirkt so eine SMS auf mich wie "keine will mich, also nimm du mich doch". Na ja.

So, das war es jetzt. Also kurz gesagt ein Film mit guten Szenen, aber auch einigen schwächeren, und meiner Ansicht nach unnötigen Szenen.

Ende
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Re: TV Tipp "Love Alien"

Beitrag von ComtesseDeLaFére » Montag 17. Februar 2014, 21:41

Also Wolframs Psychologin mochte ich ja überhaupt nicht
Als er ihr sagte, dass er sich nicht um seine Baustellen in Sachen Frauensuche hätte kümmern können, weil er für eine Prüfung lernen musste, machte sie ihn richtig zur Schnecke, und sagte ihm, er müsse sich doch Prioritäten setzen und etwas tun, damit er doch noch eine Frau findet.
Diese Prüfung war doch für sein weiteres Leben auch sehr wichtig, und es hätte der Psychologin doch verständlich sein müssen, dass er sich eben vorher hauptsächlich auf das Lernen konzentrieren musste
Meiner Meinung nach war diese Psychologin zu fordernd und zu wenig verständnisvoll und somit nicht wirklich hilfreich für seine Entwicklung.
Sie hätte ihn beraten und unterstützen sollen, doch dieses permanente unter Druck setzen fand ich total daneben

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Re: TV Tipp "Love Alien"

Beitrag von Esperanza » Mittwoch 19. Februar 2014, 10:21

Hhm. So unterschiedlich kann Wahrnehmung sein.
Ich fand jetzt nicht dass sie ihn "zur Schnecke" gemacht hat.

Außerdem, warum macht er denn direkt nach der Prüfung, wenn er weiß er hat keine Zeit, einen Termin bei ihr aus, und kommt mit leeren Händen? Dass er dafür nicht gelobt wird ist doch klar.

Da hätte er auch noch ein paar Wochen warten und seine Baustelle bearbeiten können.....

Ich glaube schon, dass er sich mit seinem AB-Tum arrangiert hat, habe ich ja irgendwo auch, und bekanntlich ist es schwer da rauszukommen. AB- sein kenn ich und kann ich, das ganze Date-Beziehungs-Mysterium nicht.
Also ist es doch viel einfacher in meiner kleinen Ab-Welt zu bleiben, da weiß ich was ich ich habe.

Verständnis ist ja gut und schön, den findet er sicher auch bei seiner Ab-Freundin, aber ein wenig Druck von
Seiten seiner Psychologin schadet da nicht. Mehr Druck als er sich selbst mit seinem Leben macht, kann sie ihm wahrscheinlich sowieso gar nicht machen......

Wobei es mich mal interessieren würde, ober nach Abschluss der Dreharbeiten noch zu ihr gegangen ist, oder er es nur für den Film gemacht hat.
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Re: TV Tipp "Love Alien"

Beitrag von LonelyHeart » Mittwoch 19. Februar 2014, 10:35

Esperanza hat geschrieben: Wobei es mich mal interessieren würde, ober nach Abschluss der Dreharbeiten noch zu ihr gegangen ist, oder er es nur für den Film gemacht hat.
Das würde ich allerdings auch gerne wissen. Ich glaube, diesen Verdacht hatte sie ja auch schon als sie ihm vorhielt, dass er mit der Kamera kommt um sich dahinter zu verstecken. Da hatte ich so leicht das Gefühl, dass sie noch gerne einen weiteren Halbsatz wie "...und Sie kommen ja scheinbar sowieso nur, um ihren Film zu machen." gesagt hätte.

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