Sind Musiker wirklich generell attraktiver?

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Saraj
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Re: Sind Musiker wirklich generell attraktiver?

Beitrag von Saraj » Mittwoch 31. Januar 2018, 17:00

Ein Mann, der musikalisch ist, ist mir sympathisch und ich fühle mich hingezogen, weil ich auch ein wenig musikalisch bin. Und weil mir Musik sehr nahe geht. Und ein Mann, der überhaupt nicht singen kann und es trotzdem tut, erfreut mein Herz, weil ich es auch nicht kann. Und trotzdem immer gerne mache, wenn mich keiner hört. Z.B. beim Pommesschubsen. :mrgreen:

FrankieGoesTo...

Re: Sind Musiker wirklich generell attraktiver?

Beitrag von FrankieGoesTo... » Mittwoch 31. Januar 2018, 17:16

Für mich als Musiker sind natürlich auch Frauen, die Musik machen automatisch interessant.

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Le Chiffre Zéro
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Re: Sind Musiker wirklich generell attraktiver?

Beitrag von Le Chiffre Zéro » Donnerstag 1. Februar 2018, 13:15

lieschenmueller hat geschrieben:
Montag 29. Januar 2018, 00:28
Le Chiffre Zéro hat geschrieben:
Sonntag 28. Januar 2018, 23:37

Welches dieser „coolen“ Instrumente macht wirklich attraktiver?
Gibt es in dieser Liste auch solche, die vielleicht die Attraktivität signifikant senken?

Pauschal finde ich bei Männern:
Bass, Cello, Saxophon, Synthesizer, E-Gitarre, Schlagzeug und Dudelsack attraktiv.
Die Auswahl nimmt mich dann doch wunder.

Gut, gewisse Instrumente sind Selbstgänger. Die elektrische Gitarre, das Schlagzeug, die beiden testosteronstrotzendsten Musikinstrumente überhaupt. Das Saxophon, sexiest instrument ever (außer in den Händen von Kenny G).

Aber Dudelsack? Ist es wegen der Assoziation mit sexy Männerbeinen unter einem Rock Kilt oder mit den rauhen schottischen Highlands? Oder gefällt dir auch, wie Bon Scott ihn bei AC/DC spielte?

Und beim Synthesizer kann ich bis heute nicht nachvollziehen, wie der attraktiv wirken soll. Vielleicht weißt du alles, was du über Synthesizerspieler weißt, aus dem verlinkten Video und hast noch nie etwas von einem Morton Subotnick, Edgar Froese, Pyrolator oder Trent Reznor gehört. Vielleicht bist du ja auch ein großer Fan von Vangelis oder Deadmau5, ich weiß es ja nicht…
lieschenmueller hat geschrieben:
Montag 29. Januar 2018, 00:28
Trompete, Posaune, Horn, Akkordeon und Harfe finde ich wenig attraktiv.
Notiz an alle: Wenn ihr mit lieschenmüller ausgeht, meidet Jazzclubs.

Die Harfe ist eines der unmännlichsten Instrumente unter der Sonne, und das Akkordeon erinnert je nach Küstennähe entweder an Volksmusik oder an Shanty-Begleitung. Ist also wieder nachvollziehbar.
← Das da sind keine Klaviertasten. Es sind Synthesizertasten. Doch, da gibt es Unterschiede.
Bisherige Signatur ersetzt, weil die sowieso kaum jemand liest.

Darth Bane
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Re: Sind Musiker wirklich generell attraktiver?

Beitrag von Darth Bane » Donnerstag 1. Februar 2018, 14:47

Le Chiffre Zéro hat geschrieben:
Donnerstag 1. Februar 2018, 13:15
Die Harfe ist eines der unmännlichsten Instrumente unter der Sonne,...
Das fällt mir auch irgendwie auf. Falls ich mir im TV mal ein klassisches Konzert ansehe, habe ich dort noch nie einen Mann an der Harfe gesehen. Dieses Instrument scheint ausnahmslos von Frauen gespielt zu werden.
Genau zwei sollen es sein. Nicht mehr, nicht weniger. Einer, der die Macht verkörpert, und einer, der nach ihr giert.

Kief
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Re: Sind Musiker wirklich generell attraktiver?

Beitrag von Kief » Donnerstag 1. Februar 2018, 15:16

Darth Bane hat geschrieben:
Donnerstag 1. Februar 2018, 14:47
Le Chiffre Zéro hat geschrieben:
Donnerstag 1. Februar 2018, 13:15
Die Harfe ist eines der unmännlichsten Instrumente unter der Sonne,...
Das fällt mir auch irgendwie auf. Falls ich mir im TV mal ein klassisches Konzert ansehe, habe ich dort noch nie einen Mann an der Harfe gesehen. Dieses Instrument scheint ausnahmslos von Frauen gespielt zu werden.
Wenn ich mal mehr Zeit hab, wuerd ich gern mal Harfe ausprobieren, ob ich das gut lernen kann - find ich toll fuer die zarten Saiten des Lebens ... ;-)
Fanfare habe ich mal grob gekonnt.
Alphorn/Digeridoo faend ich noch interessant ... ;-)
ganz egal, wie das beim anderen Geschlecht ankommt! :boxing:

Von lieschens positiv-Liste liegt mir das Schlagzeug am naechsten. Rhythmus liegt meiner Spontanitaet am naechsten:
mit Schlaginstrumenten wie Xylophon/Metallophon/Vibraphon habe ich letztes Jahr mit einer routinierten Klavierspielerin ein Improvisations-Battle-Duett gemacht - das hat irre viel Spass bereitet, auch den anderen beteiligten Musikern! ;-)
Cello wuerde ich gerne lernen, und in die Fussstapfen meines Vaters zu treten. Hat bzgl. charakterstarkem Ausdruck denselben Level wie Harfe.
Synthesizer noch nicht wirklich probiert, probiere manchmal an Klavier/Fluegel herum. Vielleicht suche ich mal ne Gelegenheit, Orgel auszuprobieren, wie es meine Cousine beruflich macht.

Dudelsack finde ich am "Kunstlosesten" ... habe ich ein einziges mal erlebt, dass es geil klingt - und das lag weniger an der Musik! ;-)
Sondern weil es Stimmung erzeugt hat, waehrend die Schlachtreihen aus der Burg marschierten, und sich zum Gefecht formierten - und die quaekenden Dinger gut ueber das gesamte Schlachtfeld zu hoeren waren! ;-)
Bloss gut, dass diese beiden Dudelsackspieler auch wirklich gut und sauber spielen konnten ... :schwitzen:

Schade, dass die Schlachtfeld-Instrumentauswahl mir nicht so liegt ...
oder Lagerfeuer- oder Tanzkreis-Instrumente ...
aber dafuer befass ich mich auch gerne mit den kompositorischen Seiten der Musik.
Ueberlege die letzten Jahre, mal wieder mehr zu komponieren.


K

Unchained

Re: Sind Musiker wirklich generell attraktiver?

Beitrag von Unchained » Donnerstag 1. Februar 2018, 15:28

Kief hat geschrieben:
Donnerstag 1. Februar 2018, 15:16
Dudelsack finde ich am "Kunstlosesten" ... habe ich ein einziges mal erlebt, dass es geil klingt - und das lag weniger an der Musik! ;-)
:shock: Ich finde das schon ziemlich toll. Ich hab mal so ein Dudelsack-Festival besucht, da sind dann die einzelnen Gruppen spielend aufmarschiert, das war schon eine tolle Sache. Auch die Musik an sich.

Ich wollte immer gerne Saxophon spielen, aber ich habe halt leider nicht genug Finger dafür. :sadman:

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Re: Sind Musiker wirklich generell attraktiver?

Beitrag von Knuddel » Donnerstag 1. Februar 2018, 17:37

Darth Bane hat geschrieben:
Donnerstag 1. Februar 2018, 14:47
Le Chiffre Zéro hat geschrieben:
Donnerstag 1. Februar 2018, 13:15
Die Harfe ist eines der unmännlichsten Instrumente unter der Sonne,...
Das fällt mir auch irgendwie auf. Falls ich mir im TV mal ein klassisches Konzert ansehe, habe ich dort noch nie einen Mann an der Harfe gesehen. Dieses Instrument scheint ausnahmslos von Frauen gespielt zu werden.
Als einzige männliche Ausnahme fällt mir im Moment nur Andreas Vollenweider ein. Der benutzt die Harfe aber nicht für klassische Musik, sondern macht sein ganz eigenes Ding damit, mitunter sogar elektronisch verfremdet, wenn ich mich richtig entsinne.
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Re: Sind Musiker wirklich generell attraktiver?

Beitrag von Swenja » Donnerstag 1. Februar 2018, 18:19

https://www.youtube.com/watch?v=66FgXtedbCU

ANDREAS VOLLENWEIDER - Belladonna. Live Vox Tour. 2004

hört sich doch gut an...
...und ich finde jetzt nichts daran unmännlich
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Re: Sind Musiker wirklich generell attraktiver?

Beitrag von Brax » Donnerstag 1. Februar 2018, 18:29

Ich finde es toll, wenn Leute ein Instrument spielen oder gut singen können - aber allgemein, nicht in Bezug auf die Partnersuche.

Ob mein Partner musikalisch ist oder nicht, ist mir völlig egal.

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Re: Sind Musiker wirklich generell attraktiver?

Beitrag von Le Chiffre Zéro » Freitag 2. Februar 2018, 18:05

Darth Bane hat geschrieben:
Donnerstag 1. Februar 2018, 14:47
Le Chiffre Zéro hat geschrieben:
Donnerstag 1. Februar 2018, 13:15
Die Harfe ist eines der unmännlichsten Instrumente unter der Sonne,...
Das fällt mir auch irgendwie auf. Falls ich mir im TV mal ein klassisches Konzert ansehe, habe ich dort noch nie einen Mann an der Harfe gesehen. Dieses Instrument scheint ausnahmslos von Frauen gespielt zu werden.
Männer gehen ja bekanntlich generell nicht zu Harfenkonzerten, sondern eher zu Hafenkonzerten.
Kief hat geschrieben:
Donnerstag 1. Februar 2018, 15:16
Synthesizer noch nicht wirklich probiert, probiere manchmal an Klavier/Fluegel herum. Vielleicht suche ich mal ne Gelegenheit, Orgel auszuprobieren, wie es meine Cousine beruflich macht.
Na ja, das sind schon grundverschiedene Arten von Instrumenten. Gerade zwischen Klavier und Synthesizer liegen Welten. Und diese Welten sind es, die meines Erachtens bei elektronischen Instrumenten für eine attraktivitätsmäßige „Abwertung“ der sie bedienenden Musiker sorgen. Bei diesen setzt oder stellt man sich nicht einfach als Solist an irgendein Instrument, legt die Hände auf die Tasten und spielt irgendein konkretes Stück. Schon im Zusammenspiel mit anderen Musikern ist das Drumherum und vor allem die Vorbereitung aufwendig; Synthesizer können sehr viel, das muß auch entsprechend ausgereizt werden, das wird erwartet, außerdem können bei weitem nicht alle dasselbe.

Als Solist ist es sogar noch schlimmer. Das liegt auch daran, daß elektronische Musik ganz anders arrangiert ist als Klaviermusik. Klaviermusik stammt aus einer Zeit, als es noch gar nicht möglich war, Musik klanglich aufzuzeichnen. Sie ist praktisch immer fürs Livespiel arrangiert – also dafür, daß der Musiker am Instrument alles in Echtzeit händisch selbst spielt, was in dieser Musik vorkommt. Zu Zeiten eines Johann Sebastian Bach etwa ging es gar nicht anders.

Bei elektronischer Musik ist es genau umgekehrt. Rein elektronische Musik war von ihren experimentellen Anfängen an reine Studiomusik und überhaupt nicht für das Livespiel vorgesehen. Als sie aufkam, waren Tonbandmaschinen längst erfunden. Als sie „erwachsen“ wurde, waren Mehrspurtonbandmaschinen gang und gäbe, und das Overdubbing breitete sich aus – also die Möglichkeit für einen einzelnen Musiker, mehrere Parts nacheinander aufzunehmen und übereinanderzuschichten, so daß sie trotzdem hinterher gleichzeitig zu hören sind, obwohl sie für einen alleine gar nicht gleichzeitig spielbar sind. Darauf kam es ja auch gar nicht an.

Also arrangierten auch Solisten ihre Musik wie für eine ganze Anzahl an Musikern. Walter Carlos spielte Ensemble- oder Orchesterkompositionen von Johann Sebastian Bach 1:1 nach – auf einem Synthesizer, der wie ein Blasinstrument nur eine einzige Note zur Zeit ausgeben konnte. Der Aufwand war entsprechend. Später wurde elektronische Musik zur neuen Popmusik: Drums, Percussion, Baß, mehrstimmige Flächen, Arpeggio- und Ostinatofiguren, Melodien, Gegenmelodien, Einwürfe, Effektklänge, all das wurde jeweils von Einzelmusikern übereinandergeschichtet, weil es endlich möglich war und auch Solisten nicht einsahen, warum sie die Möglichkeiten der modernen Studiotechnik verschmähen sollten, weil das „geschummelt“ und für sie allein eigentlich gar nicht mehr alles gleichzeitig spielbar wäre.

Erst ab Mitte der 1970er Jahre wurde das Live-Vorführen rein elektronischer Musik zum Thema – und somit mehr oder minder zum Problem. Kraftwerk konnten ihre Musik tatsächlich live spielen. Die waren aber auch zu viert, hatten keine allzu aufwendigen Arrangements, und sie nahmen fast ihr gesamtes Studio mit auf die Bühne. Tangerine Dream waren auch eine Gruppe, und bei ihnen war es Teil des Konzepts, das eben nicht jede Note von einem Menschen aus Fleisch und Blut händisch gespielt wurde – ihre Musik gründete auf maschinell gespielten Sequenzen.

Solisten wie Jean Michel Jarre oder Vangelis hingegen traten anfangs überhaupt nicht live auf. Vangelis hält sich sowieso nach Möglichkeit von der Öffentlichkeit fern. Jarre war erstmals 1979 auf eine Bühne zu bringen. Dafür arrangierte er seine Musik aber nicht so um, daß sie mit zwei Händen spielbar war. Er sagte nicht: „Okay, das war also ein Fehler mit den aufwendigen Arrangements, ich werde meine Musik in Zukunft nur noch so arrangieren, daß ich sie auch so spielen kann.“ Das wäre nämlich ein riesiger Rückschritt gewesen, den seine Hörer nicht akzeptiert hätten. Statt dessen setzte er sich auf die Bühne, umgeben von seinem kompletten Instrumentenpark, und spielte ein Konzert, das zu 80–90% aus Zuspielungen von Parts aus seinen Studioproduktionen bestand. Seit 1981 hat er immer eine ganze Anzahl an weiteren Musikern dabei; insgesamt stehen dann mindestens drei, eher vier Synthesizerspieler mit ganzen Bergen an Equipment auf der Bühne, früher häufig auch noch andere Musiker. Die meisten heute erfolgreichen Elektroniker nennen sich DJs, nehmen überhaupt keine Musikinstrumente mehr mit, sondern nur noch einen Laptop, und fahren mehr oder weniger unverhohlenes Vollplayback, was aber niemanden stört, weil sie sich eben als DJs bezeichnen.

Um es einmal mit Videobeispielen zu konkretisieren:

Ein Beispiel für den Aufwand, der nötig wäre, um bekannte elektronische Musik (weitgehend) komplett per Hand gespielt aufzuführen, ist die Gruppe Synt5. Das ist ein Quintett, und alle sind Synthesizerspieler. Die haben auch alle Hände voll zu tun, um Stücke wie „Situation“ von Yazoo oder „Rhythm Is A Dancer“ von Snap! aufzuführen. Und selbst dann kommen die Drums noch von einer Maschine – zum einen des Realismus und des originalgetreu präzisen Timings halber, zum anderen, weil das händische Spielen dieser Drumfiguren noch mindestens zwei weitere Musiker erfordert hätte, weil die originalen Drumfiguren nicht für einen leibhaftigen Schlagzeuger entworfen sind, sondern für eine Drummachine.

Ein Beispiel dafür, wie ein einzelner Elektronikmusiker – der auch wirklich live spielt und nicht einfach nur sich als DJ bezeichnet und Fertiges von einem Laptop abspielt – entsprechende Musik aufführt und welchen Aufwand er dafür betreibt, ist Kebu, der neben Eigenkompositionen auch bekannte Sachen wie „Crockett’s Theme“ von Jan Hammer aus Miami Vice oder „Chase“ von Giorgio Moroder aus Midnight Express spielt. Er steht allein auf der Bühne, aber ringsherum umgeben von einer ziemlichen Anzahl an elektronischen Instrumenten (nicht alle sind Synthesizer). Die braucht er nicht nur der klanglichen Vielfalt halber, sondern weil er immer noch sehr viele verschiedene Parts zu spielen hat und das mit mehreren Geräten einfacher und sicherer ist als mit ständigem Umschalten zwischen Klängen. Trotzdem kann er nicht alles spielen, dafür hat er nicht genug Hände. Er verzichtet zwar auf Audiozuspielungen; worauf er aber nicht verzichten kann, ist maschinelle Hilfe. Mehr als die Hälfte dessen, was zu hören ist, wird von einem Sequenzer gespielt, und darin sind die Drums noch nicht eingerechnet.

In beiden Fällen ist der Aufwand der Vorbereitung groß. Unterschiedlich groß, aber groß. In beiden Fällen müssen die richtigen Sounds nebst Effekten zurechtgelegt werden – beim Klavier ist das überhaupt nicht möglich, also auch nicht notwendig. Wahrscheinlich häufiger als nicht muß man sich die richtigen Sounds sogar von Grund auf neu aufbauen, weil man sie nicht fix und fertig zur Verfügung hat. Drumfiguren müssen programmiert werden. Und wenn man nicht genügend entsprechend vorbereitete Mitmusiker nebst Instrumenten hat, um alles andere per Hand zu spielen, müssen Sequenzen eingespielt bzw. programmiert werden, und es muß dafür gesorgt werden, daß der Sequenzer seine Parts auch über die richtigen Geräte mit den richtigen Sounds spielt.

Entsprechend ist elektronische Musik die einzige, bei der das Spielen bekannter Stücke nicht spontan möglich ist, weil zuviel davon abhängt.

Man stelle sich vor, auf irgendeiner Party setzt sich gegen 22.00 Uhr jemand an ein Klavier und spielt etwas und singt dazu. Dann kann man davon ausgehen, daß das Klavier schon da stand und derjenige an Vorbereitung allenfalls Üben hatte, und zwar an einem x-beliebigen anderen Instrument. Praktisch genauso ist es, wenn um 22.00 Uhr jemand irgendwoher eine Gitarre hervorholt und spielt und singt. Gut, in diesem Fall kann es auch sein, daß er seine eigene Gitarre dabei hat oder sich die Gitarre eines anderen Partygastes genommen hat.

Ganz anders sieht das aus, wenn jemand um 22.00 Uhr auf einmal anfängt, Synthesizermusik zu machen. Das tut er bestimmt nicht spontan auf einem sowieso schon dort stehenden Instrument ohne weitere Vorbereitung. Wenn Partybeginn um 20.00 Uhr und Einlaß ab 19.45 Uhr war, hat der Gastgeber um ca. 16.00 Uhr vier bis sechs Quadratmeter in dem betreffenden Raum freigeräumt, der Musiker ist mit einem entsprechend geräumigen Fahrzeug gekommen, hat ab 16.30 Uhr seinen Instrumentenpark nebst Verstärker- und Lautsprecheranlage aufgebaut, den er zu Hause schon am Vormittag abgebaut hat, und ab 18.30 Uhr einen Funktions- und Soundcheck durchgeführt. Und auch das wäre sinnlos gewesen, wenn er nicht über Monate oder Jahre vorher das, was er da aufführt, mit Unmengen an Programmier- und Einstellarbeit vorbereitet hätte.

Das ist natürlich rein theoretischer Natur, denn niemand würde sich so einen Aufwand antun – auch kein Partygastgeber. Der Aufwand würde sich noch nicht einmal lohnen.

Ich meine, bei den spontanen Akustikmusikern ist es doch so, daß die Hälfte der Partygäste – besonders weibliche – sofort an ihnen hängen und ihnen zuhören, zusehen und vielleicht sogar mitsingen. Das ist einfach sexy.

Was der Synthmensch macht, interessiert wahrscheinlich deutlich weniger, sofern es nicht tanzbar ist. Erstens finden sich in seinem Repertoire keine so attraktiven Nummern wie in dem eines Pianisten oder Gitarristen. Wenn ein Pianist die „Ballade pour Adeline“ von Richard Clayderman spielt, hängen sechs Frauen an ihm. Wenn ein Synthesizerspieler in derselben Situation [https://youtu.be/-fu7jN2_2pE?t=32]die „Main Titles“ aus Blade Runner von Vangelis[/url] spielt, gehen dieselben Frauen an die Bar, ans Buffet oder kollektiv auf Toilette. Es wird auf sie nicht attraktiv wirken. Und kein Synthesizernerd der Welt mit Selbstachtung würde ein Cover von „Sexy And I Know It“ von LMFAO vorbereiten und aufführen, auch nicht als Rechtfertigung dafür, die 35 Jahre alte, aber für den sechsfachen Neupreis gekaufte Roland TB-303 zur Schau zu stellen – wenn man damit überhaupt etwas covert, dann das, womit sie so zum Kult wurde: „Acid Tracks“ von Phuture, das heute vermutlich ebenso den Raum leeren wird wie die Tanzfläche bei seiner Uraufführung 1987. Die einzigen, die sich wirklich für ihn interessieren, sind entweder seinesgleichen (sofern auf der Party überhaupt vorhanden) oder so betrunken, daß sie sich irgendwie für alles begeistern können. Und es sind immer Männer.

Zweitens steht er da, zwei Keyboards vor sich, einige weitere winklig dazu links und/oder rechts von sich, vielleicht kann man noch ein Mischpult identifizieren, aber bei dem Großteil der Geräte in seinem Park weiß nur er, was das ist und was das tut. Obendrein wird das Ganze zusammengehalten von meterweise Kabeln. Im Vergleich zu einem Mann, der an einem Klavier sitzt oder eine Gitarre (oder auch nur eine Ukulele) hält, wirkt das nicht sexy, sondern nerdy. Gibt er den konzentrierten Stoiker, was je nach Komplexität seiner Darbietung sehr wahrscheinlich ist, wirkt er nicht wie ein Musiker, sondern wie ein Ingenieur. Geht er mit seiner eigenen Musik ab, wirkt er wie ein Ingenieur auf XTC.

Drittens ist das, was er da macht, nicht nur zu nur maximal 30% handgemacht (nicht genug Hände, außerdem sind manche Sachen gar nicht dafür vorgesehen, händisch gespielt zu werden, und können daher auch gar nicht adäquat händisch gespielt werden), sondern gerade deshalb sehr intransparent. Niemand versteht etwas von dem ganzen Zeug, was er da bedient, weil zu technisch, gerade für Musikinstrumente. Das macht seine Darbietung intransparent: Niemand weiß auch nur annähernd, was er da eigentlich tut. Das, was ein Pianist oder Gitarrist mit dem Instrument anstellt, korreliert für den Laien um Größenordnungen mehr mit dem Gehörten als das, was ein Elektronikmusiker in seinem „Labor“ tut.

Viertens fehlt, wie ich schon schrieb, die Spontaneität. Der Pianist setzt sich einfach so ans Klavier, klappt den Tastendeckel hoch und spielt. Der Gitarrist nimmt sich eine herumstehende Gitarre und spielt. Der Elektroniker muß das alles von langer Hand geplant und vorbereitet haben – wie langweilig.

Fünftens kann aus genau diesem Grunde der Elektroniker auch nichts auf Zuruf spielen. („Ey, spiel’ mal ‚Last Train To Trancentral‘!”) Der Pianist oder Gitarrist kann das mit um Größenordnungen höherer Wahrscheinlichkeit. („Ey, spiel’ mal ‚Wonderwall‘!“)

Und sechstens: Gott bewahre, wenn doch einmal jemand ihn fragt, was er denn da macht und was das denn da alles an Maschinen ist. Und zwar deshalb, weil das gar nicht vernünftig erklärbar ist. Erklärt der Synthmensch es, wie er es gewohnt ist, versteht der Fragesteller kein Wort wegen der vielen Fachtermini. (Verstünde er die Fachtermini, bräuchte er nicht nach dem Tun des Synthmenschen fragen, weil er es wüßte.) Erklärt der Synthmensch es, indem er von vornheren alles, was auch nur ein bißchen Fachterminus ist, durch eine Erklärung ebendieses Fachterminus ersetzt, wird seine Erklärung so umfangreich und damit langatmig, daß der Fragesteller nach 20% der Erklärung aussteigt. Erklärt er es kurz und ohne Fachtermini, dann erklärt er es eigentlich überhaupt nicht, weil er wichtige Informationen unterschlagen muß, die sich ohne Fachtermini nur langatmig darstellen lassen, und der Fragesteller ist hinterher so schlau wie vorher. Wenn er die Stücke erwähnt, die er gespielt hat, macht das die Sache auch nicht einfacher: Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit war alles instrumental, und der Fragesteller kann den genannten Titel keinem gespielten Stück zuordnen, weil es ja keinen Text gab, an dem man den Titel hätte erkennen können.

Das ist also alles nichts, womit man glänzen kann. Im Gegenteil, selbst wenn man den Aufwand auf sich nehmen sollte, bei einer Privatveranstaltung mit elektronischer Musik aufzutreten, ist eine der wahrscheinlichsten Reaktionen seitens des Publikums noch, daß man mitten im Stück angebrüllt wird: „Ey, mach’ den Scheiß aus, Jens* will jetzt Klavier spielen!“, in der Wahrscheinlichkeit gefolgt davon, daß jemand wiederum mitten im Stück den Stecker herauszieht, an dem die ganze Maschinerie hängt, und sagt: „Wir wollen das nicht mehr hören!“

*oder wie auch immer derjenige heißt, der sich mitten im Elektronikkonzert ans Klavier gesetzt hat, der elektronischen Musik selbst überhaupt nicht zugehört hat und sowieso davon ausgeht, daß irgendjemand diese Nervensäge mit den Synthesizern schon zum Verstummen bringen wird.

Eine Grafik möchte ich euch noch zeigen, die sehr viel aussagt: die hier.
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Re: Sind Musiker wirklich generell attraktiver?

Beitrag von Knuddel » Freitag 2. Februar 2018, 19:37

Gibt es denn eine Statistik, die den Single-Anteil von Synthesizer-Spielern verglichen mit dem von Pianisten widerspiegelt?
Vangelis ist für mich ein Paradebeispiel für die Vereinigung beider Welten. Es gibt ja genug Stücke von ihm, bei denen er ein akustisches Piano integriert. Darüber hinaus ist er ein virtuoser Klavierspieler, wie man diversen Youtube-Videos spontaner Sessions im Studio entnehmen kann. Und das, ohne nach Noten spielen zu können, soweit ich weiß (aber das wäre ein anderes interessantes Thema).
Die technischen Aspekte der elektronischen Musik und die damit verbundenen Probleme hast du zweifellos ausführlich und korrekt geschildert. Ich finde, dass neben dem WIE genau so das WAS betrachtet werden muss. Meiner Meinung nach transportiert kein anderes Medium und keine andere Kunstform Emotionen so stark wie die Musik - und elektronische Musik mit ihren schier unbegrenzten Klangwelten in ganz besonderem Maße (deshalb ist es für mich unverständlich, wenn gerade Jarre bei seinen Konzerten eine so extreme Lautstärke auffährt, dass nicht selten seine elektronischen Fantasien in einem undifferenzierten "Soundbrei" untergehen. Ich war auf Rock-Konzerten, die nicht so laut waren - aber auch das wäre ein anderes Thema).
Um jetzt den Bogen zu schlagen: Ich empfinde diese Vermittlung von Emotionen ohne Worte und wenn jemand mit seiner Musik (auch elektronisch erzeugter) direkt mein Herz und nicht nur meinen Kopf anspricht auf jeden Fall attraktiv.
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Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.
Antoine de Saint-Exupéry

lieschenmueller

Re: Sind Musiker wirklich generell attraktiver?

Beitrag von lieschenmueller » Freitag 2. Februar 2018, 21:39

Le Chiffre Zéro hat geschrieben:
Donnerstag 1. Februar 2018, 13:15
lieschenmueller hat geschrieben:
Montag 29. Januar 2018, 00:28
Le Chiffre Zéro hat geschrieben:
Sonntag 28. Januar 2018, 23:37

Welches dieser „coolen“ Instrumente macht wirklich attraktiver?
Gibt es in dieser Liste auch solche, die vielleicht die Attraktivität signifikant senken?

Pauschal finde ich bei Männern:
Bass, Cello, Saxophon, Synthesizer, E-Gitarre, Schlagzeug und Dudelsack attraktiv.
Die Auswahl nimmt mich dann doch wunder.

Gut, gewisse Instrumente sind Selbstgänger. Die elektrische Gitarre, das Schlagzeug, die beiden testosteronstrotzendsten Musikinstrumente überhaupt. Das Saxophon, sexiest instrument ever (außer in den Händen von Kenny G).

Aber Dudelsack? Ist es wegen der Assoziation mit sexy Männerbeinen unter einem Rock Kilt oder mit den rauhen schottischen Highlands? Oder gefällt dir auch, wie Bon Scott ihn bei AC/DC spielte?

Und beim Synthesizer kann ich bis heute nicht nachvollziehen, wie der attraktiv wirken soll. Vielleicht weißt du alles, was du über Synthesizerspieler weißt, aus dem verlinkten Video und hast noch nie etwas von einem Morton Subotnick, Edgar Froese, Pyrolator oder Trent Reznor gehört. Vielleicht bist du ja auch ein großer Fan von Vangelis oder Deadmau5, ich weiß es ja nicht…
lieschenmueller hat geschrieben:
Montag 29. Januar 2018, 00:28
Trompete, Posaune, Horn, Akkordeon und Harfe finde ich wenig attraktiv.
Notiz an alle: Wenn ihr mit lieschenmüller ausgeht, meidet Jazzclubs.

Die Harfe ist eines der unmännlichsten Instrumente unter der Sonne, und das Akkordeon erinnert je nach Küstennähe entweder an Volksmusik oder an Shanty-Begleitung. Ist also wieder nachvollziehbar.
Dudelsack wegen den rauhen schottischen Highlands. :good: Die Musik selbst ist auf Dauer dann doch eher eintönig. :?
Obwohl, es kommt auf die Inszenierung an- https://www.youtube.com/watch?v=3wAVVEfXO9k :good:
Jazz ist tatsächlich nicht so meins. Ich habe ungute Erinnerung an einen Besuch im Jazzclub. Nee, Jazz macht mir Kopfschmerzen. :? Trompete und Posaune assoziiere ich jedoch mehr mit Schützenfesten. :lol:

Über Synthesizerspieler habe ich mir noch nicht viele Gedanken gemacht.
Sind das nicht die, die auf der Bühne eher im Hintergrund auftreten und sich hinter coolen Sonnenbrillen verstecken? 8-) Aber ich mag den Klang des Instrumentes.
Kief hat geschrieben:
Donnerstag 1. Februar 2018, 15:16

Fanfare habe ich mal grob gekonnt.
Alphorn/Digeridoo faend ich noch interessant ... ;-)
ganz egal, wie das beim anderen Geschlecht ankommt! :boxing:
Lass dich doch nicht abhalten, es soll dir allein Spaß machen. Nebenbei stehen sicher auf nicht wenige Frauen auf das Unkonventionelle und ein bisschen aus der Reihe tanzen.

Ich vermisse noch weitere Musikinstrumente, wie Panflöte, einfache Trommel und Triangel. :D Und was ist mit Singen?

grenouille
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Re: Sind Musiker wirklich generell attraktiver?

Beitrag von grenouille » Freitag 2. Februar 2018, 22:08

Grundsätzlich finde ich es toll, wenn jemand ein Instrument spielen kann. Liegt aber vielleicht auch daran, dass ich selbst absolut nicht musikalisch bin. Man bewundert doch oft Leute, die in dem Bereich, in dem man selbst unbegabt ist, gut sind.
Die Frage, ob jemand als potentieller Partner für mich infrage kommt, oder eben nicht, würde aber die Musikalität kaum beeinflussen. Eine gemeinsame Freizeitaktivität könnte man daraus so oder so nicht machen, wenn einem der Partner das musikalische Talent völlig fehlt.

(früher im Musikunterricht, wenn ich, Noten-Analphabetin, mal wieder Noten an die Tafel malen musste:
Lehrerin: fangen Sie doch mal mit einem Kreuz an (#).
Grenouille: *malt ein x an die Tafel und wundert sich über die seltsamen Reaktionen*
Ich schüttle heute noch den Kopf über mich selbst. Aber irgendwie ist das mit dem Notenlesen komplett an mir vorbei gegangen... :schuechtern:)

Anmerkung: Cool wäre es, wenn er sich nicht davor scheuen würde, sich auch mal beim Karaokeabend zu blamieren :lol: das mache ich ab und zu schon auch. Spaß am Singen haben und es tatsächlich können sind ja zwei Paar Stiefel.
The less you care, the happier you'll be

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Re: Sind Musiker wirklich generell attraktiver?

Beitrag von Kief » Freitag 2. Februar 2018, 23:54

lieschenmueller hat geschrieben:
Freitag 2. Februar 2018, 21:39
Kief hat geschrieben:
Donnerstag 1. Februar 2018, 15:16
ganz egal, wie das beim anderen Geschlecht ankommt! :boxing:
Lass dich doch nicht abhalten, es soll dir allein Spaß machen. Nebenbei stehen sicher auf nicht wenige Frauen auf das Unkonventionelle und ein bisschen aus der Reihe tanzen.

Ich vermisse noch weitere Musikinstrumente, wie Panflöte, einfache Trommel und Triangel. :D Und was ist mit Singen?
Keine Bange, ich lass mich ned abhalten! ;-)
Ich glaub, wenn Du mich mal in absurden Auftritten erlebt hast, dann machst Du Dir darueber keine Sorgen mehr ... ;-)

Ich tanze so weit aus der Reihe, dass ich mir meine Reihe erst neu suchen muss ... ;-)


K

Clochard
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Re: Sind Musiker wirklich generell attraktiver?

Beitrag von Clochard » Samstag 3. Februar 2018, 11:32

Bei den Synthiepop-Bands in den 80ern fanden auch alle Frauen immer nur den Sänger toll (DM z. B.) und nicht die Soundtüftler an den Tasten.

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Re: Sind Musiker wirklich generell attraktiver?

Beitrag von Le Chiffre Zéro » Samstag 3. Februar 2018, 14:23

Clochard hat geschrieben:
Samstag 3. Februar 2018, 11:32
Bei den Synthiepop-Bands in den 80ern fanden auch alle Frauen immer nur den Sänger toll (DM z. B.) und nicht die Soundtüftler an den Tasten.
Genau, und das Absurde daran ist, daß eine nicht unerhebliche Anzahl an Synthpopsängern tatsächlich schwul war/ist.

Das ist aber ein generelles Synthpop-Problem: Allgemein ist fast immer nur der Sänger wirklich bekannt. In der Rockmusik kennt man häufig auch andere Bandmitglieder – nicht immer in so einem Extrem wie bei AC/DC, wo der Leadgitarrist das Gesicht der Band (bzw. mittlerweile die Band) ist und nicht einer der Sänger, aber trotzdem. Die Beatles kennt man alle, die Stones kennt man alle, bei Pink Floyd kennt man alle, Led Zeppelin waren auch nicht nur Robert Plant, und bei Guns N’ Roses ist Slash kein bißchen weniger berühmt als Axl Rose, höchstens weniger berüchtigt. Beim Synthpop? Keine Chance.

Depeche Mode sind ein bißchen ein Sonderfall: Martin Gore bekommt auch ein bißchen Fame ab, weil er der Obersongwriter ist und mitsingt. Aber wie es aussieht, sind die meisten Frauen, die sich als Depeche-Mode-Fans bezeichnen, eigentlich Dave-Gahan-Fans. Nach Fletch und Wilder kräht kein Hahn, erst recht nicht nach Vince Clarke, obwohl „Just Can’t Get Enough“ dessen deutliche Handschrift trägt. Aber gut, viele interessieren sich eh nur für Depeche Mode ab Violator, weil sie da düsterer wurden und in den 80ern noch zu poppig waren.

Nachdem Vince Clarkes nächstes Projekt Yazoo aufgelöst wurde, schwenkten deren Fans ja auch fast vollumfänglich auf Alison Moyets Solokarriere um, denn die kannte man ja. Aus wem Yazoo sonst noch so bestand, wußte niemand, und es interessierte auch niemanden. Diejenigen, die Vince treu blieben und letztlich zu Erasure wechselten (von denen wiederum nur Andy Bell bekannt ist, weshalb der weit überwiegende Teil der Erasure-Fans selbst homosexuell ist), waren die Art Mensch, die sich damals einen Korg Polysix, einen Roland Juno-60 oder – und das waren schon die Coolen – einen Yamaha DX7 zusammengespart hatten.

Vor geraumer Zeit gab es im deutschen Fernsehen ein Interview mit Dave Stewart. Den Leuten mußte erst einmal erklärt werden, daß er die andere Hälfte von Eurythmics war – obwohl er genauso häufig und genauso prominent auf den Albumcovers zu sehen ist wie Annie Lennox.

Und ganz ehrlich: Wer könnte ohne Internetsuchmaschine und Wikipedia sagen, wer die Instrumente bedient hat bei Gruppen wie Soft Cell, Wham!, Alphaville, Human League oder Heaven 17? (Andererseits bin ich mir jetzt nicht sicher, wie bekannt bei letzteren beiden Gruppen die Frontmänner sind, Martyn Ware und Phil Oakey.)
← Das da sind keine Klaviertasten. Es sind Synthesizertasten. Doch, da gibt es Unterschiede.
Bisherige Signatur ersetzt, weil die sowieso kaum jemand liest.

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Re: Sind Musiker wirklich generell attraktiver?

Beitrag von Clochard » Samstag 3. Februar 2018, 14:33

Und die Italodisco-Produzenten haben gleich einfach nur irgendwelche Models hingestellt, die nur die Lippen bewegt haben :mrgreen: da waren dann sogar die Sänger unbekannt und nur im Hintergrund.

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Re: Sind Musiker wirklich generell attraktiver?

Beitrag von Teetrinker » Samstag 3. Februar 2018, 21:25

Ganz "krasse" Vorschläge für den Synth-Menschen: Er könnte sich auch einfach ans Klavier setzen. Oder sogar an den Synthesizer, begnügt sich dabei mit Eingabe und einfachem Schall-Output und verwendet einfach spontane, unreife Sounds (oder gar Presets), unter Verzicht auf die oben beschriebene merhstündige Vorbereitung und üppig bestückte Racks. Zugegeben: Dass er sein ureigenes Ding nicht machen kann, zumal das eben - wie beschrieben - auch nicht fürs Livespiel gedacht ist, ist völlig richtig. Als Synthie-Mensch hat er vielleicht tatsächlich keine Gelegenheit zum Glänzen, aber als "Instrumentspieler" kann es im Regelfall durchaus (sei denn er kann/mag nicht sonderlich virtuos spielen, was die Ausnahme sein dürfte; schlimmstenfalls will er es einfach nicht...).

Ich kam drauf, weil ich mir eine Welt vorgestellt habe, in der das Spiel elektronischer Gitarren sehr aufwändig ist aber ebenso unpopulär, sich damit aber, gerade mittels dem Instrument eigenen Möglichkeiten sowie eweiteren Effekten, super Klangwelten erschaffen lassen. In dieser Welt ist ein E-Gitarrist und erlebt gelegentlich spontanes Musizieren auf einer üblichen Gitarre, ist aber ganz verdrießt: nie kann er selbst sich entfalten oder etwas darbieten. Nie kann er glänzen, während die Leute mit Akustig-Gitarren...
Ob der Vergleich nun hinkt oder nicht sei jedem selbst überlassen, mir ist schon klar, dass E-Git realiter honoriert wird oder auch fürs Live-Spiel geeignet ist. Daß er auch nicht mit dem glänzen kann, was er eigentlich macht, habe ich oben schon eingeräumt. Nur daß ihm es ihm verwehrt ist kann man einfach nicht behaupten.

Übrigens: Mag das große Ding für die spontane Livegeschichte tatsächlich nicht gedacht sein, kann ein versierter Klangtüftler durchaus eine Menge Eindruck schinden und das sogar, ohne großartig "spielen" zu können, indem er etwa spontan Klänge nach Ansage erzeugt (Lead Sounds aus populären Songs demonstriert, "Geräusche", Demonstrationen von Hüllkurven, FM, LFO, Filtern etc...).

Ich anerkenne durchaus das grundsätzliche Defizit im Vergleich zum Spiel eines "üblichen" Instrumentes; bei Inkaufnahme einiger Abstriche gibt es aber - das ist die gute Nachricht - keine Anlass dafür, sich als im abseits positioniert zu sehen. Man kann entweder selber Klavier spielen, vielleicht nicht so exzellent wie dezidierte Pianisten, aber man muss auch ans Publikum denken (die staunen oder freuen sich bereits, wenn überhaupt halbwegs gut gespielt wird) - oder man mit Synthie-minimalausstattung irgendwas, das steht dem im Nichts nach. Zack, Problem gelöst (sei denn man verweigert sich).

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Re: Sind Musiker wirklich generell attraktiver?

Beitrag von Clochard » Samstag 3. Februar 2018, 22:53

Es gab in den 80ern aber immerhin auch das Umhängekeyboard - da konnte auch der Soundtüftler, wo jeder wusste, der kann nicht Gitarre spielen, sondern nur am Synthie rumschrauben, auf der Bühne einen auf Rockstar machen. Dieter Bohlen lässt grüßen :mrgreen:

Korrektur, das Umhängekeyboard hatte Thomas Anders :sadwoman:

https://www.youtube.com/watch?v=4kHl4FoK1Ys

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Re: Sind Musiker wirklich generell attraktiver?

Beitrag von t385 » Samstag 3. Februar 2018, 23:02

Kenne das Ding noch aus dem Prog-Rock.

Wenn mans drauf hat, kann man damit auch "rocken":

https://www.youtube.com/watch?v=YFUTaiYrstk

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