Völlig unbegehrt? - "Was andere wollen..."

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Rosta

Re: Völlig unbegehrt? - "Was andere wollen..."

Beitrag von Rosta » Sonntag 7. September 2014, 14:40

NeC hat geschrieben: Ehrlich gesagt finde ich das aber gar nicht so schlimm - viel lieber und auch realistischer sind mir kleine subtile Signale der Frauen, die sagen: "Du darfst mich ansprechen/anflirten". Ich persönlich habe allerdings Schwierigkeiten die zu erkennen, vielleicht geht es Dir ja auch ähnlich. Mittlerweile habe ich sie aber doch schon ein paarmal bemerkt - und ich bin jedes mal wieder ziemlich erstaunt und versuche Ausreden zu finden, warum das da eben eigentlich gar kein Signal gewesen sein kann. ;)
Jagut, darüber lohnt es sich vielleicht auch mal den einen oder Gedanken zu machen. Nen schöner wär's ja zumindest...
NeC hat geschrieben:Das mit dem auffälligen Outfit kam daher:
Rosta hat geschrieben:Mit mir selbst hab ich kein Problem. Paradoxerweiser war das für mich evtl. auch ein Grund, warum ich Bekloppten für eine Zeit lang ein Crossdresser war.
...aber das war wohl nie in der Öffentlichkeit.
Oh, achso...Ehm, nee... das ist ne ganz andere Geschichte... um es kurz zu fassen: Ich habe für eine Zeit aus Frust gedacht, ich sei transsexuell....

Rosta

Re: Völlig unbegehrt? - "Was andere wollen..."

Beitrag von Rosta » Sonntag 7. September 2014, 18:17

P.S.: ... und ja, nur in den eigenen 4 Wänden! Von dieser Geschichte weiß niemand von. Außer ihr jetzt. ;)

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Der Gesprächsverlauf ist irgendwie nicht ganz so verlaufen wie ich's mir gedacht oder erhofft hab... und habe den Thread deswegen nochmal überflogen.

Es wird Zeit für ein kleines - Fazit -.
Ob ihr ihn ernst nehmen wollt (wie mich), obliegt bei euch. Kritik oder sonstiges ist immer willkommen.

Auf die eigentliche Frage ob ihr euch für einen potentiellen Partner verändern, verstellen, verbiegen oder anpassen würdet und wenn, welche Grenzen ihr dabei ziehen würdet, wurde meist nicht wirklich eingegangen.
Deswegen eine kleine, eigene Einschätzung der jeweiligen Einstellung oder der des Bedarfs der bisherigen Leute (mich selbst nicht berücksichtigt), die sich bisher auf die eine oder andere Weise im Thread beteiligt haben (Irrtümer daher nicht ausgeschlossen):

Am Thread teilgenommen
Männer [15]
Frauen [9]

Habe diesselben oder vergleichbare Probleme / Suche ähnlichen Lösungsweg / bin scheinbar gänzlich unattraktiv
Männer [3]
Frauen [0]

Habe o. hatte diese oder ähnliche Probleme zum Teil
Männer [2]
Frauen [0]

Habe keine Probleme / Gänzlich unattraktiv bin ich für andere nicht / Ich will mich nicht verändern/verbiegen etc.
Männer [7]
Frauen [9]

(für mich) Nicht einschätzbar
Männer [3]
Frauen [0]


:buch:

:hallo: :hallo: :hallo:

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Re: Völlig unbegehrt? - "Was andere wollen..."

Beitrag von Reni » Montag 8. September 2014, 17:53

Hallo Rosta,

ich persönlich finde es wahnsinnig schwierig, da zu raten. Ja, ich habe mich zwischen 23 und 29 einmal völlig umgekrempelt :). Ich habe viel an mir, am Aussehen, am Verhalten zu ändern gefunden und habe es auch getan. Aber: ich habe nie nur darauf geschaut, wie ich bei Männern gut ankommen würde, sozusagen: was "die Männer" wollen. Ich habe experimentiert, wie ICH MICH haben will.
Ja, ich war sehr schüchtern -> hab mich selbst dafür gehasst. Ich hatte keinen bis einen sehr kleinen Freundeskreis. Ich hab mich einsam gefühlt. Ich war alles andere als schlagfertig, das was ich sagen wollte, hab ich mich entweder nicht getraut zu sagen, oder es ist mir 2Tage später eingefallen. Fand ich blöd.
Dazu waren meine einzigen Schuhe Turnschuhe und das was man unter "weiblichem Verhalten" versteht, ging garnicht. Flirten? Fehlanzeige. Die Folge war: zur Jugendzeit keine Freundinnen dafür eine ganze Menge Kumpelfreunde, die alle in mir keine Frau gesehen haben. Während des Studiums wurde der Freundeskreis dann immer kleiner, die Männer hatten Freundinnen und die fanden diese Kumpelfreundin komisch. So sind dann die Kontakte sehr wenig geworden.

Und das alles hat mich dann dazu gebracht, mich zu ändern. Klar, im Endeffekt auch, weil ich eine Beziehung wollte, weil ich nicht der letzte Ladenhüter dieser Erde werden wollte, :sadwoman: aber im Endeffekt, weil ich mich nicht so wollte wie ich war.

Und das ist der beste Grund, etwas zu tun ;) .

Wer jetzt sagt: ich bin ich, ich mag mich genau so wie ich bin, mir fehlt wirklich "NUR" ein Partner, das wird schwierig.
Da würde ich mir dann eher überlegen, wo und wie ich eine Frau treffen kann, kennenlernen kann, die dazu passt (und das auch findet). Denn: sich selbst verleugnen, sich verbiegen, schauspielern um eine Beziehung zu haben. Wieviele Jahre willst Du das durchhalten?

Fazit? Wenn Du bis heute erfolglos warst, was Frauen angeht, überleg Dir:
Was WILLST Du an Dir ändern, was DU nicht an Dir magst, das tu. Aber ändere nicht die Dinge, die Du an dir magst, die Dich ausmachen. Denn erstens gibt es keine Garantie, dass Du dann auf einmal eine Freundin hast. Zweitens wirst Du mit der dann wohl auch nicht glücklich. Im schlimmsten Fall bleibst Du trotzdem allein UND magst die Änderungen an Dir nicht.

LG, Reni

Rosta

Re: Völlig unbegehrt? - "Was andere wollen..."

Beitrag von Rosta » Dienstag 9. September 2014, 02:55

Reni, das war ein sehr bewegendes Schlusswort zu diesem Thema, meiner Meinung nach.

Ich finde folgende Stelle sollte nochmal hervorgehoben werden:
Reni hat geschrieben:Was WILLST Du an Dir ändern, was DU nicht an Dir magst, das tu. Aber ändere nicht die Dinge, die Du an dir magst, die Dich ausmachen. Denn erstens gibt es keine Garantie, dass Du dann auf einmal eine Freundin hast. Zweitens wirst Du mit der dann wohl auch nicht glücklich. Im schlimmsten Fall bleibst Du trotzdem allein UND magst die Änderungen an Dir nicht.
Das ist allemal eine Überlegung wert.

Vielen Dank an dieser Stelle! :klassiker:

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