Der frustrierende Sommer

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Gael
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Der frustrierende Sommer

Beitrag von Gael » Sonntag 19. Juli 2015, 19:13

Hallo an alle,

momentan ist ja Sommerzeit und dementsprechend hat sich das Wetter auch geändert und meistens ist es echt extrem heiß draußen.

Die meisten in meinem Freundeskreis fahren mit ihren Partnerinnen und Partnern in den Urlaub und genießen gemeinsam die Zeit. Ich finde das echt extrem frustrierend, da ich den Sommer wieder mal alleine verbringen muss. Alleine fliege ich auch nicht in den Urlaub.
Wie stehts mit euch? Wie hält ihr die Zeit aus? Im Sommer falle ich dann immer in so eine Sommerdepression und warte sehnsüchtig auf den Winter.
Gestern war auch mein 36. Geburtstag und der Tag war einfach nur traurig. Es war 32 ° und ich verbrachte den ganzen Tag alleine auf der Arbeit im Krankenhaus und habe von morgens bis abends Patientenbriefe geschrieben.
Da mein Freundeskreis praktisch nichts existent ist, hat mir deswegen auch keiner gratuliert (bis auf meine Eltern und ein Patient xD).

Ich hoffe nur, dass der Sommer schnell zu Ende geht.

Wie geht ihr mit dieser Jahreszeit um?

Strange Lady
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Re: Der frustrierende Sommer

Beitrag von Strange Lady » Sonntag 19. Juli 2015, 19:18

Wieso verreist du nicht alleine? Einfach Rucksack aufsetzen und losreisen, spontan irgendwo unterkommen, gerade in Herbergen lernt man/frau schnell andere Leute kennen.
Als Studentin habe ich das oft gemacht und auch immer schnell Anschluss gefunden.
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Re: Der frustrierende Sommer

Beitrag von Leari » Sonntag 19. Juli 2015, 19:28

Jetzt mal ganz abgesehen vom Verreisen (darum geht es ja im anderen Thread), finde ich den Sommer auch ziemlich deprimierend. Eigentlich liebe ich den Sommer, ich gehe gerne schwimmen, bin viel unterwegs, fast jedes Wochenende auf einem anderen Fest. Dementsprechend wird man auch viel mit Pärchen konfrontiert und das macht mich einfach dann erst recht traurig, wenn ich nachhause komme und mal wieder niemanden kennen gelernt habe, der mir einigermaßen gefallen hat. Ich bin normalerweise echt nicht der Typ, der hier nur am rumheulen ist wie scheiße doch alles ist, aber im Moment bin ich einfach richtig schlecht drauf und einfach nur traurig.

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Re: Der frustrierende Sommer

Beitrag von Kalypso » Sonntag 19. Juli 2015, 19:34

Ich liebe den Sommer! :tanzen2:
Da bin ich viel draußen, treibe Sport .... kurz: ich genieße das Leben viel mehr.
Ich mag es, wenn die Sonne mich weckt und man ohne viel über Bekleidung nachzudenken einfach raus gehen kann.

Der Winter hingegen deprimiert mich sehr, denn da ist es kalt und dunkel. Zudem spielt sich da viel Leben in den eigenen 4 Wänden ab, und da bin ich ja immer alleine.
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Re: Der frustrierende Sommer

Beitrag von davina » Sonntag 19. Juli 2015, 20:01

Erstmal happy Birthday nachträglich, Gael! :vielglueck:
Was meine Stimmungslage während der Jahreszeiten betrifft, neige ich im Winter eher dazu, in eine Depression zu verfallen. Mir fällt es bei der Dunkelheit morgens dann immer besonders schwer, aufzustehen. Am liebsten sind mir der Frühling und Herbst. Im Sommer ist es mir oft zu heiß. Das wirkt dann auch nicht grad stimmungsaufhellend auf mich. Ich fand die letzten Tage schon ziemlich unerträglich. Verreisen tu ich dennoch meist in der Sommerzeit (auch dieses Jahr wieder zusammen mit meiner besten Freundin). Pärchen ignoriere ich währenddessen meist erfolgreich. ;)
Das Leben kann man nicht verlängern, aber wir können es verdichten-Roger Willemsen

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Re: Der frustrierende Sommer

Beitrag von Chessner » Sonntag 19. Juli 2015, 20:09

Ich mag den Sommer auch! Es ist schön warm und lange hell. Den Winter (besonders wenn er nass-kalt ist) empfinde ich als deutlich anstrengender. Auch die schwierigen Straßenverhältnisse sind dann echt nervig.
Für mein AB-Dasein spielt die Jahreszeit aber keine Rolle.

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Re: Der frustrierende Sommer

Beitrag von Olaf Fockenroth » Sonntag 19. Juli 2015, 20:09

Für mich ist der Sommer immer ein zweischneidiges Schwert...

Einerseits bin ich ganz bei Kalypso. Ich liebe sonnige Tage! Bitte nicht falsch verstehen... ich brauche keine 35°C im Schatten und habe auch nicht das Verlangen meinen Körper stundenlang zu rösten. Aber ich mag den Sonnenschein, weil er mir irgendwie positive Energie gibt und somit Traurigkeit und Depressionen entgegenwirkt. Im Winter beispielsweise habe ich mit dem schlechten Gefühl in der Magengegend bedeutend schwerer zu kämpfen als im Sommer. Von der Sonne geweckt zu werden so viel tausend mal besser und angenehmer als von so einem doofen Wecker! Und außerdem liebe ich es zu grillen! :D

Auf der anderen Seite kann ich Gael und Leari auch sehr gut verstehen. Jetzt beginnt bei uns an der Arbeit gerade die große Urlaubsplanungsphase wo man dann immer wieder mit anhören muss, wer mit seiner Frau/Freundin (ggf. zuzüglich Kindern) wo hinfährt/fliegt und die warmen Sommertage genießt. Das zieht mich schon irgendwie runter weil ich dann jedesmal denke: "Wieder ein Sommerurlaub in deinem Leben, den du alleine Zuhause verbringst und so gut wie möglich die Zeit tot schlägst, damit du möglichst bald wieder arbeiten gehen darfst."

ABER dieses Jahr bin ich kurz davor den Joker zu ziehen! Ich habe mir ganz fest in den Kopf gesetzt das zu machen, was ich mir niemals hätte vorstellen können... ich fliege alleine in den Urlaub! ... wirklich alleine? ... nicht ganz! ;) Ich plane bei einer Reise für Alleinreisende und Singles im Alter zwischen 20 und 35 Jahren mitzumachen. Ich erhoffe mir davon ein paar wirklich schöne Urlaubstage, fernab der Heimat und ohne exzessive Pärchenkonfrontation. Jetzt muss ich nur noch buchen und es durchziehen...
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Re: Der frustrierende Sommer

Beitrag von uhu72 » Sonntag 19. Juli 2015, 21:08

Eigentlich erzähle ich immer die selbe Geschichte:
Über die mehrtägigen Treffen, kennen einige von euch ja schon, habe ich auch Freunde gefunden, die in der gleichen Lebenssituation stecken. Wir halten auch ausserhalb der Forenlandschaft Kontakt und unternehmen etwas zusammen. Das schliesst vor allem Urlaube mit ein. Alleine würde ich den Hintern auch nicht aus der Wohnung bekommen. Den anderen geht wohl teilweise ähnlich. Aber zusammen funktioniert's.
Also wenigstens in diesem Punkt hat mir das Forum geholfen.
Ich kann deshalb nur den vagen Ratschlag geben, wenn man schon keine sozialen Kontakte hat, wenigstens welche innerhalb der AB-Truppe zu suchen und zu pflegen. Oder bei Bedarf zusätzlich zu den übrigen. Als AB unter ABs kommt man sich nicht so vor, wie das fünfte Rad am Wagen.
Für mich habe ich das Gefühl, dass es meinem Leben ein bisschen Normalität gibt und hilft, die AB-Situation leichter zu ertragen. Das hilft sogar bei der Kontakten im "normalen" Leben (also ausserhalb der AB-Szene). Man hat etwas zu erzählen, zumindest wenn es um das Thema Urlaub geht. (Dass der Freundeskreis aus ABs bzw. Ex_ABs besteht, muss in dem Zusammenhang ja keiner wissen.)
Ist nicht viel, aber besser wie nichts.
Es gibt für jeden Topf einen passenden Deckel. Aber es gibt nicht genug passende Deckel für alle Töpfe!

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Re: Der frustrierende Sommer

Beitrag von Strange Lady » Sonntag 19. Juli 2015, 21:59

uhu2163 hat geschrieben:Eigentlich erzähle ich immer die selbe Geschichte:
Über die mehrtägigen Treffen, kennen einige von euch ja schon, habe ich auch Freunde gefunden, die in der gleichen Lebenssituation stecken. Wir halten auch ausserhalb der Forenlandschaft Kontakt und unternehmen etwas zusammen. Das schliesst vor allem Urlaube mit ein. Alleine würde ich den Hintern auch nicht aus der Wohnung bekommen. Den anderen geht wohl teilweise ähnlich. Aber zusammen funktioniert's.
Also wenigstens in diesem Punkt hat mir das Forum geholfen.
Ich kann deshalb nur den vagen Ratschlag geben, wenn man schon keine sozialen Kontakte hat, wenigstens welche innerhalb der AB-Truppe zu suchen und zu pflegen. Oder bei Bedarf zusätzlich zu den übrigen. Als AB unter ABs kommt man sich nicht so vor, wie das fünfte Rad am Wagen.
Für mich habe ich das Gefühl, dass es meinem Leben ein bisschen Normalität gibt und hilft, die AB-Situation leichter zu ertragen. Das hilft sogar bei der Kontakten im "normalen" Leben (also ausserhalb der AB-Szene). Man hat etwas zu erzählen, zumindest wenn es um das Thema Urlaub geht. (Dass der Freundeskreis aus ABs bzw. Ex_ABs besteht, muss in dem Zusammenhang ja keiner wissen.)
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Genau, ich verheimliche euch auch immer. Sag dann immer was von VHS-Gruppe/Fahrt. ;)

Was sind wir "offiziell" denn für eine Truppe?
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Re: Der frustrierende Sommer

Beitrag von schwarzkaeppchen » Sonntag 19. Juli 2015, 22:03

Strange Lady hat geschrieben: Was sind wir "offiziell" denn für eine Truppe?
Wir sind Freunde und Bekannte, die sich übers Internet kennengelernt haben.
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Re: Der frustrierende Sommer

Beitrag von Nell The Sentinel » Sonntag 19. Juli 2015, 22:10

Also an eine Urlaubsproblematik habe ich noch gar nicht gedacht. Gibt's bei mir auch nicht. Mein Leben war in den letzten jahren so chaotisch in der Ausgestaltung, dass ich nicht darüber nachdenke ,oh, es ist Sommer, wie wär's mit ein paar Tagen wegfahren'. Das kommt oder kommt nicht, je nachdem, ob ich mich irgendwo einklinken kann oder ob mal wieder eine meiner besonderen Aufenthalte anliegt. Das wird auch noch so lange gehen, bis ich einen geregelten Beruf habe, dem ich nachgehe.

Generell mag ich den Sommer als Jahreszeit nicht. Der Frühling passt für mich eher: Da ist es mild, die Sonne scheint schon, aber die Temperaturen gehen nicht über 20°C und alles ist bunt und fängt an zu grünen.
Wenn der Sommer nicht diese nervige Angewohnheit hätte, Temperaturen über 25°C zu generieren, würde ich ihn auch mögen. Ich habe aber schon festgestellt, dass ich mich bei bedecktem Himmel und kaltem Wetter wohler fühle. Blauer Himmel und diese schreckliche, knallende Sonne....
Das ist doch furchtbar!
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Re: Der frustrierende Sommer

Beitrag von Teva » Sonntag 19. Juli 2015, 22:19

Also ich liebe den Sommer. An meinem Studienort herrscht allerdings tristes Aprilwetter.Hoffe ja, dass es in der Heimat besser wird.

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Re: Der frustrierende Sommer

Beitrag von Montecristo » Sonntag 19. Juli 2015, 22:33

Nell The Sentinel hat geschrieben:Das wird auch noch so lange gehen, bis ich einen geregelten Beruf habe, dem ich nachgehe.
Also ich warte seit 20 Jahren auf einen geregelten Job und habe deshalb mein Privatleben immer vertagt. Vermutlich hätte ich zumindest in den ruhigeren Phasen mal ansatzweise Urlaub machen sollen. Jetzt ist es zu spät und dieses Jahr geht sowieso nix.
Chessner hat geschrieben:Ich mag den Sommer auch! Es ist schön warm und lange hell.
Ja. Ich mag es besonders, wenn es morgens schon hell und alles noch ruhig ist.
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Re: Der frustrierende Sommer

Beitrag von Einsamer Igel » Sonntag 19. Juli 2015, 22:35

schwarzkaeppchen hat geschrieben:
Strange Lady hat geschrieben: Was sind wir "offiziell" denn für eine Truppe?
Wir sind Freunde und Bekannte, die sich übers Internet kennengelernt haben.
und wenn da genauer nachgefragt wird? ;)
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Re: Der frustrierende Sommer

Beitrag von Nell The Sentinel » Sonntag 19. Juli 2015, 22:43

Montecristo hat geschrieben:Also ich warte seit 20 Jahren auf einen geregelten Job und habe deshalb mein Privatleben immer vertagt. Vermutlich hätte ich zumindest in den ruhigeren Phasen mal ansatzweise Urlaub machen sollen. Jetzt ist es zu spät und dieses Jahr geht sowieso nix.
Da hast du recht. Urlaub zu machen, bedeutet schließlich nicht, dass man ihn nur im Sommer nehmen sollte. Als ungebundener Mensch (v.a. ohne Kinder) ist man da von der eigenen Seite aus flexibel. Und wenn man kein Problem damit hat, sich den Urlaub selbst zu organisieren oder sogar ins Blaue zu fahren, kann man das auch sehr kurzfritig machen. Hängt von der eigenen Spontanität ab.
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Re: Der frustrierende Sommer

Beitrag von Gael » Sonntag 19. Juli 2015, 23:15

Ihr habt wsl recht, dass, wenn man schon im realen Leben keine Freunde findet, man es wenigstens im Forum versuchen sollte.
Diese Einsamkeit kann einen echt ersticken. Ich arbeite mindestens bis 19:00 in der extremen Sommerhitze und abends komme ich dann nach Hause und lese Marvel-Comics, schaue Netflix oder lese Bücher. Ich verlasse das Haus wirklich selten, außer zum Einkaufen oder wenn ich in den Buch, - Comicladen gehe und mir was gönne.... ich weiß.. das klingt echt traurig.
Ich habe versucht, Sportvereinen beizutreten, aber ich habe es einfach nicht regelmäßig geschafft. Ich arbeite im Schichtdienst im Krankenhaus und in meienr freien Zeit bin ich einfach zu erschöpft, um in Vereinen aktiv zu sein.
Die Ferien verbringe ich meistens beim Therapeuten aufgrund meiner Depressionen und Ängste sowie anderer Probleme.

Beziehungen sind mir mittlerweile egal. Ich will einfach nur einen Freundskreis aufbauen. Besonders jetzt in der Sommerzeit bringt mich die Einsamkeit fast um.

Wie habt ihr es geschafft, einen Freundeskreis aufzubauen?
Ich hoffe auf gute Tips!
Danke!

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Re: Der frustrierende Sommer

Beitrag von Saraj » Sonntag 19. Juli 2015, 23:18

Dann spricht (schreibt) also doch mal einer das Wort "Sommerdepression" aus, das ich selbst gelegentlich in Bezug auf mich benutze... Bei mir ist es auch so, dass ich im Sommer eher zu depressiven bzw. verzweifelten Verstimmungen neige als im Winter (natürlich abgesehen von den extrem kritischen Terminen Weihnachten und Silvester). Aber trotzdem hat der Sommer für mich etwas Positiveres, weil Konstruktiveres als der Winter.
Im Winter bin ich vergleichsweise "besser drauf", bzw. weniger emotional aus dem Gleichgewicht, weil das kalte dunkle Wetter irgendwie ganz gut dazu passt, sich abzukapseln und so alles irgendwie mit der eigenen Stimmung konform und in Ordnung ist, wenn man sich drinnen verschanzt und die kurzen Tage mit sich selbst verstreichen lässt. Die Komfortzone wird nicht verlassen und das wird auch kaum hinterfragt. Der Sommer (der ja eigentlich soviel Potenzial zum Glücklichmachen hat!) ist auf jeden Fall aufwühlender und schwieriger zu bewältigen. Die eigene Situation wird im wahrsten Sinne des Wortes viel stärker ins Licht gerückt, wenn man draußen herumspaziert zwischen all den Gruppen und Paaren. Ich verspüre im Sommer regelmäßig den Drang, möglichst viel rauszugehen und die Natur zu genießen (wie wohl die meisten Menschen). Aber es wird mir dadurch auch immer viel offensichtlicher, dass ich, wenn ich aufstehe und Dinge tue, alles das in dem Moment alleine tue. Gerade deswegen hat die "Sommerdepression" aber auch etwas Positives. Im Winter wird mir nicht so schnell klar, dass ich etwas an meiner sozialen Situation verändern muss. Im Sommer dafür jedes Mal umso dringlicher, um nicht noch einen einsamen Sommer zu verleben. Deswegen würde ich den Sommer nicht in erster Linie als frustrierend bezeichnen, sondern (für mich) eher als (manchmal schmerzhaft) aufweckend.

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Re: Der frustrierende Sommer

Beitrag von Siegfried » Sonntag 19. Juli 2015, 23:36

Im Winter ist man wenn man alleine und einsam ist wegen dem dunklen grauem nasskaltem Wetter deprimiert, im Sommer weil man bei der Hitze nur alleine nur zu Hause hockt und die Zeit tot schlägt.

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Re: Der frustrierende Sommer

Beitrag von Brax » Montag 20. Juli 2015, 12:52

Gael hat geschrieben:Ich finde das echt extrem frustrierend, da ich den Sommer wieder mal alleine verbringen muss.
Gael, wurdest du nicht von einer tollen Schwedin nach Schweden eingeladen? Man muss seine Chancen eben auch nutzen!

Gael hat geschrieben:Wie habt ihr es geschafft, einen Freundeskreis aufzubauen?
Ich hoffe auf gute Tips!
- mit sympathischen Arbeitskollegen was unternehmen
- einem Verein beitreten, der etwas macht, was einen interessiert (und wenn man dafür zu wenig Zeit hat, versuchen, das Arbeitspensum irgendwie zu reduzieren)
- Kirchengemeinden sind meiner Erfahrung nach recht gut, um Anschluss zu finden (wenn man daran Interesse hat), da gibt es oft verschiedene Gruppen für verschiedene Lebenslagen oder ab und zu auch Feiern und Ausflüge


P.S. Ebenfalls alles Gute nachträglich!

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Re: Der frustrierende Sommer

Beitrag von schmog » Montag 20. Juli 2015, 13:02

Als Sommerhasser und Nebel/Winterfan, habe ich seit Mitte Juni enorm Mühe mit der grossen Hitze, Lärm, endlos langen Nachmittagen, Isolation und Einsamkeit. :sadman:
(Ich wohne seit 5 Jahren in einem fremden Kaff, verlasse manchmal tagelang das Haus nicht, und kenne hier niemanden)
Im der dunklen Jahreszeit (ohne lästige MESZ) fühle ich mich weit weniger einsam.
So schreib dein Leben auf ein Stück Papier und warte bis die Zeit vergeht.

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