Der frustrierende Sommer

Rund um die persönliche Situation, Erlebnisse und was einem auf dem Herzen liegt

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uhu72
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Re: Der frustrierende Sommer

Beitrag von uhu72 » Montag 20. Juli 2015, 15:52

Einsamer Igel hat geschrieben:
schwarzkaeppchen hat geschrieben:
Strange Lady hat geschrieben: Was sind wir "offiziell" denn für eine Truppe?
Wir sind Freunde und Bekannte, die sich übers Internet kennengelernt haben.
und wenn da genauer nachgefragt wird? ;)
Hatten wir bislang nur ein einziges mal, wo da genauer nachgefragt wurde. Wir haben dem hartnäckigen Nachfragen des Wickingers aber stand gehalten. :mrgreen:
Im Prinzip wäre das auch kein Drama, wenn man die Gemeinsamkeit mit Singles oder Alleinstehend beschreiben würde. (Wie lange einige von uns alleine sind muss wiederum auch niemand wissen.) ;)
(Zumal ettliche mittlerweile eher Dauersingles oder Langzeitsingles, als ABs sind. Man bezeichnet sie teilweise auch als Ex-ABs. ;) )
Es gibt für jeden Topf einen passenden Deckel. Aber es gibt nicht genug passende Deckel für alle Töpfe!

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Re: Der frustrierende Sommer

Beitrag von Lisa » Montag 20. Juli 2015, 16:15

Gael hat geschrieben:Beziehungen sind mir mittlerweile egal. Ich will einfach nur einen Freundskreis aufbauen. Besonders jetzt in der Sommerzeit bringt mich die Einsamkeit fast um.

Wie habt ihr es geschafft, einen Freundeskreis aufzubauen?
Ich habe meinen Freundeskreis eigentlich fast ausschließlich über Hobbys und Kurse aufgebaut. Am besten eignen sich m.E. Kurse, bei denen man irgend etwas üben muss oder "Hausaufgaben" bekommt (Tanzen, Kampfsport, Sprachen usw.) - dann ist es nämlich ziemlich naheliegend, andere Kursbesucher zu fragen, ob sie vielleicht gemeinsam üben wollen. Einige meiner Bekanntschaften sind aber auch über Internetforen (auch da waren es gemeinsame Hobbys und Interessen) oder durch den Job entstanden.

Wichtig ist aber vor allem, dass man dran bleibt und die Sache nicht nach drei Treffen einschlafen lässt. Auch Freundschaften wollen aufgebaut werden und man muss schon ein bisschen Zeit und Engagement mitbringen, um eine nette Bekanntschaft in eine gute Freundschaft zu verwandeln (so blöd das jetzt vielleicht auch klingt, aber ihr wisst sicher, was ich meine).
Anyone who can only think of one way to spell a word obviously lacks imagination. (Mark Twain)

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Re: Der frustrierende Sommer

Beitrag von uhu72 » Montag 20. Juli 2015, 16:46

Gael hat geschrieben:Wie habt ihr es geschafft, einen Freundeskreis aufzubauen?
Ich hoffe auf gute Tips!
Danke!
Ja, wie ich bereits schrieb, durch's Forum hier.
Angefangen hat es mit einem der übliches Tagestreffen. Ich wollte einfach mal persönlich ein paar von den Leuten kennen lernen, die sich mit dem gleichen Problem (AB-sein) herumschlagen. Das war mal im Spätsommer/Herbst. Als dann Silvester ein paar letzte Plätze für das obligatorische Silvester-Treffen ausgeschrieben waren und dies im Norden stattfand, habe ich mich spontan angemeldet. Denn alleine zuhause rumhocken wollte ich nicht und zu meinen Eltern war ich schon die beiden Jahre vorher nicht, weil es organisatorisch nicht so passte. Und dabei hatte ich auch gemerkt, dass es auch keinen Sinn mehr machte (schon lange nicht mehr). Schliesslich beschäftigt man sich freizeittechnisch längst anders, als die Eltern dies tun. Von daher kam mir die Ausschreibung für Treffen ganz recht und zu verlieren hatte ich eh nichts. Ich habe schon früher mich mit Leuten aus dem Internet getroffen, allerdings mit einer anderen Gemeinsamkeit, insofern war das für mich nicht so extrem neu.
So hat dann meine "Treffen-Karriere" angefangen. Ich kam mit den Leuten auf Anhieb gut klar, deshalb bin ich den Treffen treu geblieben. Mit Zeit trifft man immer wieder die selben Leute und natürlich auch neue. Freundschaften entwickeln sich dann ganz automatisch.

That's it. Raus und Leute treffen. Solange, bis was bei rum kommt, dass wir auch irgend wann zum Selbstläufer.
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Re: Der frustrierende Sommer

Beitrag von uhu72 » Montag 20. Juli 2015, 16:52

Lisa hat geschrieben: Wichtig ist aber vor allem, dass man dran bleibt und die Sache nicht nach drei Treffen einschlafen lässt.
Genau, ich glaube das ist ein ganz wichtiger Punkt, dran bleiben!
Das klappt nicht von heut' auf morgen, der ein oder andere braucht vielleicht auch etwas länger.
Oder wenn man dass Gefühl hat, dass es nichts wird, weil es nicht passt, aus welchen Gründen auch immer, nach Alternativen suchen.
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Re: Der frustrierende Sommer

Beitrag von LonelyHeart » Samstag 25. Juli 2015, 16:55

Also ich bin grundsätzlich auch bei Kalypso, kann aber auch den TE verstehen.
Ich liebe den Sommer aufgrund des Wetters und der damit verbundenen Freizeitmöglichkeiten. Im Herbst und vor allem im Winter sitzt man einfach viel mehr zu Hause und gerade da liegt doch das große Problem: Du kommst nach Hause und niemand wartet auf dich.
Das ist was, was mich aktuell immer wieder runterzieht und da bin ich froh, dass ich dem dank der Sonne ein Stück weit entfliehen kann.

Andererseits sieht man im Sommer natürlich viele Mädels auf den Straßen bzw. bringt es der Sommer mit sich, dass viele wirklich sehr adrett rumlaufen und da kann dann auch schnell die Frage aufkommen: "Warum ist eine solch attraktive Frau nicht mal an meiner Seite unterwegs?"
Mit Pärchen habe ich zum Glück meistens kein Problem, aber manchmal gibt es auch hier die Momente wo ich mich minderwertig fühle. Alle anderen haben einen Partner mit dem sie was unternehmen, nur du musst dir immer überlegen, was alleine Spaß macht. :sadman:
Insgesamt ist der Sommer für mich also irgendwie zwiegespalten.

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Re: Der frustrierende Sommer

Beitrag von Murphy Princess » Sonntag 26. Juli 2015, 19:26

Ich bin ganz bei Dir Gael,
ich finde den Sommer auch schwieriger. Ich laufe durch die Welt und sehe nur verliebte, glückliche Paare und das macht mich oft traurig. Denn der Wunsch nach echter Partnerschaft hört glaube ich nie auf.
Im Winter laufen die Menschen gefühlt eher solo rum und ich fühle mich nicht ganz so als Aussenseiter.
Urlaub mache ich ganz oft mit Gruppenreisen, das ist bis jetzt immer gut gegangen. Denn es gibt immer Leute dabei die ich nett finde (unddie mich), sodass ich einen schönen Urlaub hatte, selbst wenn danach alles einschläft (halt Bekanntschaften auf Zeit).

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Re: Der frustrierende Sommer

Beitrag von Pessimist » Sonntag 26. Juli 2015, 22:04

Gael hat geschrieben:Hallo an alle,

momentan ist ja Sommerzeit und dementsprechend hat sich das Wetter auch geändert und meistens ist es echt extrem heiß draußen.

Die meisten in meinem Freundeskreis fahren mit ihren Partnerinnen und Partnern in den Urlaub und genießen gemeinsam die Zeit. Ich finde das echt extrem frustrierend, da ich den Sommer wieder mal alleine verbringen muss. Alleine fliege ich auch nicht in den Urlaub.
Wie stehts mit euch? Wie hält ihr die Zeit aus? Im Sommer falle ich dann immer in so eine Sommerdepression und warte sehnsüchtig auf den Winter.
Gestern war auch mein 36. Geburtstag und der Tag war einfach nur traurig. Es war 32 ° und ich verbrachte den ganzen Tag alleine auf der Arbeit im Krankenhaus und habe von morgens bis abends Patientenbriefe geschrieben.
Da mein Freundeskreis praktisch nichts existent ist, hat mir deswegen auch keiner gratuliert (bis auf meine Eltern und ein Patient xD).

Ich hoffe nur, dass der Sommer schnell zu Ende geht.

Wie geht ihr mit dieser Jahreszeit um?
Danke, dass Du mich an meine Vergangenheit erinnerst ! OK, heute habe ich (52) dieses Problem nicht mehr, aber ... dieser Text hätte auch sehr gut von mir stammen können ... allerdings vor über 25 Jahren.
Und ihr werdet es nicht glauben, es war für mich die Hölle !!!!!!! Genau so wie von Dir, Gael beschrieben, genau SOOOO habe ich die Sommer auch immer erlebt. ALLE anderen freuen sich auf dieses Wetter, sind fröhlich und haben Spaß mit ihren Liebsten. Und ich ? Ich stehe ganz alleine außen vor ... und niemanden interessiert das. Da war ich gerade knapp Mitte 20. Ich bin zur Tankstelle und habe mir einen Flachmann geholt und schwupps, kurze Zeit später war alles nur noch halb so schlimm. Damit in etwa hat damals meine Saufkarriere begonnen. Im Haus unter mir war eine Kneipe ... alles voll Rentner und Leuten, mit denen ich mich eigentlich in dem Alter nicht auseinandersetzen wollte. Aber, es war Sommer, es war schönes Wetter und ich gehört jedoch nicht dazu !!!!! Ich musste zugucken wie andere glücklich sind ... Hand in Hand am See bei Sonnenuntergang und fast 30 Grad spazieren gehen. Oder lachend im Biergarten oder sonst wo saßen. Und ich ? Ich habe mich mit Alkohol weg gemacht und habe mich mit Rentern unterhalten ... keine 25 Jahre alt. Ich musste immer zugucken wenn andere glücklich sind. Ich kann das hier alles gar nicht niederschreiben, wie es mir in dieser Zeit erging !! Verbunden mit Depressionen ... aber mit Alkohol konnte ich das doch alles ganz gut meistern. Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie froh ich war, als es dann anfing zu regnen ... da habe ich dann endlich diese Stimmungen und Dinge nicht weiter ertragen müssen. Wo ich das jetzt hier gerade schreibe und dabei die Erinnerungen in mir hoch kommen, läuft es mir kalt den Rücken runter. Das Spielchen ging viele Jahre so weiter. Falsche "Freunde" und Alkohol ... Hauptsache nicht alleine !! Leute, was habe ich denn vom Leben gehabt ? Der Alkohol und meine Depressionen waren mit ein Grund dafür, weshalb ich nie ernsthaften Kontakt zu Frauen hatte und diesbezüglich meine Erfahrungen machen konnte. Das ging bis Mitte 30, dann bin ich arbeitslos geworden (nicht wegen dem Trinken). Aber dann kamen erst einmal neue Probleme für einige Jährchen. Vor bald 12 Jahren bin ich mit viel Glück beruflich sehr gut untergekommen. Da war ich etwa 40 und nun konnte ich mich mehr und mehr dem anderen Geschlecht widmen. An Hand einiger kleinerer Affären, die ich von da an hin und wieder mal hatte, habe ich schnell begriffen, dass es ab einen gewissen Alter alles andere als einfach ist, die richtige Partnerin zu finden. Alle haben bereits ihre Erfahrungen gemacht, gute sowie schlechte und sind mehr oder weniger "vorbelastet", wenn ich das jetzt mal so vorsichtig formulieren darf !?
Und heute gehe ich mit dem Allein sein ganz anders um ... und ich betrachte das Leben aus einer völlig anderen Perspektive. Bin noch immer alleine und das nicht gerne, trotzdem habe ich verdammt viel dazu gelernt in den letzten Jahren ... und komme entsprechend gut zurecht. Auch wenn da was fehlt an meiner anderen Seite. Übrigens freue ich mich riesig über dieses schöne Sommerwetter, dann gehe ich nämlich gerne raus unter Leute, und wenn es nur ein Stadtbummel ist. Dabei bin ich noch ausgesprochen aufgeschlossen und kontaktfreudig !! Muss halt nur noch lernen bei den Damen auf den Punkt zu kommen.
Übrigens ... Finger weg vom Alkohol !!!!! Zumindest nicht als Ersatz oder so konsumieren ...

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Re: Der frustrierende Sommer

Beitrag von Darth Bane » Montag 27. Juli 2015, 10:39

Gael hat geschrieben:Wie geht ihr mit dieser Jahreszeit um?
Vor ein paar Tagen habe ich einen ähnlichen Thread zum Thema "Würdet Ihr alleine in Urlaub fahren?" verfasst. Ich kann nur sagen, dass ich damit absolut keine Probleme habe. Warum sollte ich auf die schönste Zeit des Jahres verzichten, nur weil ich AB bin? Anfang September geht es dann für eine Woche nach Fuerteventura.
Lasst Euch nicht von anderen die Stimmung vermiesen, sondern macht das, was Euch Spaß macht.
Genau zwei sollen es sein. Nicht mehr, nicht weniger. Einer, der die Macht verkörpert, und einer, der nach ihr giert.

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Re: Der frustrierende Sommer

Beitrag von Beginner » Montag 27. Juli 2015, 19:35

Darth Bane hat geschrieben:
Gael hat geschrieben:Wie geht ihr mit dieser Jahreszeit um?
Vor ein paar Tagen habe ich einen ähnlichen Thread zum Thema "Würdet Ihr alleine in Urlaub fahren?" verfasst. Ich kann nur sagen, dass ich damit absolut keine Probleme habe. Warum sollte ich auf die schönste Zeit des Jahres verzichten, nur weil ich AB bin? Anfang September geht es dann für eine Woche nach Fuerteventura.
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Re: Der frustrierende Sommer

Beitrag von Pessimist » Montag 27. Juli 2015, 22:32

Beginner hat geschrieben:
Darth Bane hat geschrieben:
Gael hat geschrieben:Wie geht ihr mit dieser Jahreszeit um?
Vor ein paar Tagen habe ich einen ähnlichen Thread zum Thema "Würdet Ihr alleine in Urlaub fahren?" verfasst. Ich kann nur sagen, dass ich damit absolut keine Probleme habe. Warum sollte ich auf die schönste Zeit des Jahres verzichten, nur weil ich AB bin? Anfang September geht es dann für eine Woche nach Fuerteventura.
Lasst Euch nicht von anderen die Stimmung vermiesen, sondern macht das, was Euch Spaß macht.


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In der Tat ... leichter gesagt als getan ... man ist nämlich wie gelähmt !!!!! Und das hat auch nicht wirklich mit der Sache an sich zu tun, es geht um das alleine sein ... um das grundsätzlich alleine sein und mit dem damit verbundem, hilflosen Gefühl der Hoffnungslosigkeit. Zudem ein idealer Nährboden für schwere Depressionen ...

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Re: Der frustrierende Sommer

Beitrag von Nightflyer » Dienstag 28. Juli 2015, 14:48

Gael hat geschrieben:Hallo an alle,

momentan ist ja Sommerzeit und dementsprechend hat sich das Wetter auch geändert und meistens ist es echt extrem heiß draußen.

Wie stehts mit euch? Wie hält ihr die Zeit aus? Im Sommer falle ich dann immer in so eine Sommerdepression und warte sehnsüchtig auf den Winter.

Wie geht ihr mit dieser Jahreszeit um?
Ich stelle gerade sehr beruhigend fest, dass hier mehrmals der Begriff "Sommerdepression" genannt wird. Denn genau das ist es, was mich auch schon seit meiner Jugend plagt. Sobald die Tage im Frühjahr länger und die Nächte wärmer werden, kommt es wieder auf: Dieses schreckliche Gefühl aus Einsamkeit und Sehnsucht, das sich wie ein Wurm durch meinen Bauch frisst. Und mit jedem Jahr, das vergeht, wird dieser Zustand schlimmer. Früher hielt diese depressive Phase nur ein paar Tage an und verblasste dann ebenso lange wieder. Doch in diesem Jahr trifft mich die Sommerdepression besonders hart. Vielleicht weil gerade nicht wirklich vieles zu meinen Gunsten verläuft.

Wie ich schon in anderen Beiträgen beschrieben habe, verläuft meine Partnersuche im Internet nicht gerade rosig. 150 Frauen angeschrieben = 0 Antworten. Wenn das nicht deprimiert, weiß ich auch nicht.
Da kommt es mir fast wie Hohn vor, dass zwei meiner Freunde "mal eben so" am Wochenende jeweils eine neue Freundin gefunden haben. Und auch ansonsten bietet mir mein Privatleben recht wenig Zufluchtsorte, mit denen ich mich aufheitern kann. In zwei Wochen habe ich Sommerurlaub und am liebsten würde ich den einfach nur überspringen. Weil er außer Einsamkeit und Trübsal blasen wohl nicht viel zu bieten hat.

Naja, wenigstens habe ich noch ne große Packung Antidepressivas im Schrank. Das gute Zeugs muss auch mal aufgebraucht werden, bevor das Haltbarkeitsdatum abläuft. In diesem Sinne: Kopf hoch an alle, die an einer Sommerdepression leiden. Der Winter kommt bald. Und dann treffen wir uns hier wieder und heulen über die Winterdepression ...

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Re: Der frustrierende Sommer

Beitrag von Misconception » Dienstag 28. Juli 2015, 14:56

Sommerdepression kenne ich nicht. Es hat wohl auch seine Vorteile, wenn man einen kaum vorhandenen Freundeskreis hat, in dem es keinerlei Paare gibt, und kaum vor die Tür geht. Wenn ich mal unterwegs bin, merke ich schon, dass ich Paare ein wenig länger anschaue als einzelne Personen. Allerdings kommt kein Gefühl von Neid, Trauer oder sonstigem auf. Vielleicht liegt es daran, dass ich im Moment sowieso beziehungsunfähig bin. Ich habe einfach noch zu viele Baustellen, an denen ich arbeite. Ich beschäftige mich lieber erst einmal mit meinem Leben, bevor ich mich auf andere konzentriere.
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Re: Der frustrierende Sommer

Beitrag von Lycaeus » Dienstag 28. Juli 2015, 15:22

Nightflyer hat geschrieben:
Gael hat geschrieben:Hallo an alle,

momentan ist ja Sommerzeit und dementsprechend hat sich das Wetter auch geändert und meistens ist es echt extrem heiß draußen.

Wie stehts mit euch? Wie hält ihr die Zeit aus? Im Sommer falle ich dann immer in so eine Sommerdepression und warte sehnsüchtig auf den Winter.

Wie geht ihr mit dieser Jahreszeit um?
Ich stelle gerade sehr beruhigend fest, dass hier mehrmals der Begriff "Sommerdepression" genannt wird. Denn genau das ist es, was mich auch schon seit meiner Jugend plagt. Sobald die Tage im Frühjahr länger und die Nächte wärmer werden, kommt es wieder auf: Dieses schreckliche Gefühl aus Einsamkeit und Sehnsucht, das sich wie ein Wurm durch meinen Bauch frisst. Und mit jedem Jahr, das vergeht, wird dieser Zustand schlimmer. Früher hielt diese depressive Phase nur ein paar Tage an und verblasste dann ebenso lange wieder. Doch in diesem Jahr trifft mich die Sommerdepression besonders hart. Vielleicht weil gerade nicht wirklich vieles zu meinen Gunsten verläuft.

Wie ich schon in anderen Beiträgen beschrieben habe, verläuft meine Partnersuche im Internet nicht gerade rosig. 150 Frauen angeschrieben = 0 Antworten. Wenn das nicht deprimiert, weiß ich auch nicht.
Da kommt es mir fast wie Hohn vor, dass zwei meiner Freunde "mal eben so" am Wochenende jeweils eine neue Freundin gefunden haben. Und auch ansonsten bietet mir mein Privatleben recht wenig Zufluchtsorte, mit denen ich mich aufheitern kann. In zwei Wochen habe ich Sommerurlaub und am liebsten würde ich den einfach nur überspringen. Weil er außer Einsamkeit und Trübsal blasen wohl nicht viel zu bieten hat.

Naja, wenigstens habe ich noch ne große Packung Antidepressivas im Schrank. Das gute Zeugs muss auch mal aufgebraucht werden, bevor das Haltbarkeitsdatum abläuft. In diesem Sinne: Kopf hoch an alle, die an einer Sommerdepression leiden. Der Winter kommt bald. Und dann treffen wir uns hier wieder und heulen über die Winterdepression ...
Als aussenseiter interessiert mich dann wo deine Freunde sich anders verhalten. Die sind dann wohl kein AB's? Bekommst du nicht irgendwelche "hilfe" deine Freunde?

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Re: Der frustrierende Sommer

Beitrag von Antonia » Dienstag 28. Juli 2015, 15:50


Naja, wenigstens habe ich noch ne große Packung Antidepressivas im Schrank. Das gute Zeugs muss auch mal aufgebraucht werden, bevor das Haltbarkeitsdatum abläuft. In diesem Sinne: Kopf hoch an alle, die an einer Sommerdepression leiden. Der Winter kommt bald. Und dann treffen wir uns hier wieder und heulen über die Winterdepression ...
Sommerdepression...Winterdepression....bei mir ist es die Herbstdepression, die sich jedes Jahr meldet. Da hilft bei mir nur wegfahren und viel Sonne tanken. Früher gab es das Medikament Kava Kava, das mir gut geholfen hat, über den Herbst zu kommen, aber leider wurde es vom Markt genommen.

nee, der Sommer frustriert mich nicht, ich finde es da viel leichter, alleine zu sein als im Herbst oder Winter.
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Re: Der frustrierende Sommer

Beitrag von Nightflyer » Dienstag 28. Juli 2015, 15:53

Lycaeus hat geschrieben: Als aussenseiter interessiert mich dann wo deine Freunde sich anders verhalten. Die sind dann wohl kein AB's? Bekommst du nicht irgendwelche "hilfe" deine Freunde?
Nö, Hilfe bekomme ich keine. Würde ich aber auch nicht haben wollen, wenn ich ehrlich bin.

Meine Freunde sind alle das genaue Gegenteil von mir: Richtige Frauentypen. Einer ist Marke "Südländer mit Waschbrettbauch", der andere kommt aus sehr (und ich meine SEHR) reichem Hause, und dann gibt es da noch den Riesen, der mit seinen fast zwei Metern Körpergröße alle überragt. Ich kenne keine anderen ABs und habe - soweit ich es weiß - auch noch nie jemanden im wahren Leben getroffen, der so ist wie ich. Deshalb fällt es meinem Umfeld wohl auch sehr schwer, mit meiner Problematik umzugehen. Weil niemand nachvollziehen kann, warum ich keinen Kontakt zu Frauen aufbauen kann.
Ich denke trotzdem, dass mir diese Freunde nicht schaden. Wenn man sich nur mit seinesgleichen (also ABs) abgibt, verfällt man leicht in so eine Art Gruppendepression. Wenn ich mit Normalos unterwegs bin, habe ich zumindest die theoretische Chance, auch andere Leute (und damit auch Frauen) kennen zu lernen. Auch wenn die meist für meine Freunde reserviert sind.

Ich habe mal einen meiner Freunde dabei beobachtet, wie er innerhalb weniger Minuten eine Frau angemacht hat und mit ihr dann nach Hause verschwunden ist. Da waren nur zwei, drei Blicke, ein Lächeln und eine kurze Umarmung nötig. Ich schätze mal, diese Gabe werde ich wohl in diesem Leben nie lernen.

Mist, jetzt bin ich richtig down. Wartet mal Leute ... bin gleich wieder da ... muss nur schnell meine Antidepressivas einwerfen ... :crybaby:

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Re: Der frustrierende Sommer

Beitrag von Schrödter » Dienstag 28. Juli 2015, 16:02

Früher gab es das Medikament Kava Kava
Das gibt es immer noch.
http://www.biovea.net/de/product_detail ... tAodM2IG7g

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Re: Der frustrierende Sommer

Beitrag von Einsamer Igel » Dienstag 28. Juli 2015, 16:07

Schrödter hat geschrieben:
Früher gab es das Medikament Kava Kava
Das gibt es immer noch.
http://www.biovea.net/de/product_detail ... tAodM2IG7g

Vertrauen ist gut, Apotheke ist sicherer. :roll:

Antonia, hast du eine Tageslichtlampe?
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Das Leben ist wie ein Fahrrad. Man muss sich vorwärts bewegen,
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Re: Der frustrierende Sommer

Beitrag von Nightflyer » Dienstag 28. Juli 2015, 16:07

Antonia hat geschrieben:

Sommerdepression...Winterdepression....bei mir ist es die Herbstdepression, die sich jedes Jahr meldet. Da hilft bei mir nur wegfahren und viel Sonne tanken. Früher gab es das Medikament Kava Kava, das mir gut geholfen hat, über den Herbst zu kommen, aber leider wurde es vom Markt genommen.

nee, der Sommer frustriert mich nicht, ich finde es da viel leichter, alleine zu sein als im Herbst oder Winter.
Mittlerweile habe ich eine "Ganz-Jahres-Depression".
Ich versuche jedoch, die Medikamente dagegen weitgehend zu vermeiden. Antidepressivas sind ein Segen - wenn man sie wirklich braucht. Aber ich scheue die Nebenwirkungen. Mal abgesehen davon, dass mich die Dinger eine Zeitlang furchtbar müde und teilweise auch impotent gemacht haben, fühlte ich mich manchmal richtig "high" von dem Zeugs. So high, dass ich mal auf einer Beerdigung fast loslachen musste, weil ich mich plötzlich so glücklich fühlte. Seit dem nehme ich das Zeugs nur noch dann, wenn es sich absolut nicht mehr vermeiden lässt.

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Re: Der frustrierende Sommer

Beitrag von Antonia » Dienstag 28. Juli 2015, 16:26

Schrödter hat geschrieben:
Früher gab es das Medikament Kava Kava
Das gibt es immer noch.
http://www.biovea.net/de/product_detail ... tAodM2IG7g
oh, dann hab ich da wohl was verwechselt. Ich dachte, es wäre Kava Kava gewesen, das sie wegen der Nebenwirkungen vom Markt genommen haben.
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Re: Der frustrierende Sommer

Beitrag von Antonia » Dienstag 28. Juli 2015, 16:27

Einsamer Igel hat geschrieben:
Schrödter hat geschrieben:
Früher gab es das Medikament Kava Kava
Das gibt es immer noch.
http://www.biovea.net/de/product_detail ... tAodM2IG7g

Vertrauen ist gut, Apotheke ist sicherer. :roll:

Antonia, hast du eine Tageslichtlampe?
Ja, ne Tageslichtlampe hab ich an im Herbst, bringt mir aber nicht viel.
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der eine sah nur Schmutz, der andere die Sterne.

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