Warum wollt Ihr eine Paarbeziehung?

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Re: Warum wollt Ihr eine Paarbeziehung?

Beitrag von Nonkonformist » Donnerstag 8. Oktober 2015, 18:52

Jembo hat geschrieben:
Polyeder hat geschrieben:Man bekommt ja kein Plüschtier, sondern einen Menschen ;).
Wäre dem Menschen denn geschadet, wenn man nur mit ihm kuscheln wollte?
Wann diese andere person verliebt ist, und du diese person mit den kuscheln falsche hoffnung
macht, sogar sehr.

Ein bisschen vorsicht ist da immer geboten.

Mit emotionen spielen ist ja selten komplett harmlos.
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Re: Warum wollt Ihr eine Paarbeziehung?

Beitrag von Elmi » Donnerstag 8. Oktober 2015, 19:36

Eine interessante Frage. Für mich sind das ganz viele unterschiedliche Gründe, die ein Gesamtbild ergeben. Von daher werde ich nicht explizit auf jeden der einzelnen Punkte eingehen.

Also, warum bin ich der Meinung dass mir ohne Beziehung / Partner etwas fehlt?

Zunächst einmal möchte ich nicht mein Leben lang alleine durch die Welt gehen. Ich möchte jemand mit dem ich sowohl positive als auch negative Dinge teilen und die "Herausforderungen des Lebens" meistern kann. Man kann dieses Bedürfnis zwar ein Stück weit durch gute und intensive Freundschaften abfedern, aber Lebenspartner und Freundschaft sind eben nicht das Gleiche. Für mich fehlt ohne einen Partner auch ein Stück weit die Perspektive auf die kommenden Jahre. Auch das kann man partiell auffangen - möglicherweise indem man sich auf die Karriere konzentriert. Aber möchte ich am Lebensabend zurückblicken auf ein Leben, das im Wesentlichen nur aus Arbeit (auch wenn sie mir Spaß gemacht hat) bestand? Ich möchte das nicht.

Dazu kommt ganz pragmatisch mein Bedürfnis danach, mich weiterzuentwickeln. Fachlich ist das für mich kein Problem, das kann ich selbst beeinflussen (indem ich Literatur lese, praktisch etwas erarbeite oder auf der Arbeit neue Herausforderungen angehe bzw. mich generell weiterentwickle). Aber menschlich? Wenn ich alleine lebe, habe ich keine Notwendigkeit meine Verhaltensmuster zu hinterfragen. Oder Kompromisse einzugehen. Vielleicht sogar mal eine andere Sichtweise auf ein Thema zu hören und es zu akzeptieren. Oder dem anderen die eigene Ansicht näherbringen und ihm so Dinge zeigen, die der andere bislang nicht kannte. Ich muss mich nur vor mir selbst rechtfertigen und bin frei darin, zu machen was ich will. Nur dass diese Freiheit für mich schon lange kein Geschenk mehr ist, sondern tückisch. Einfach weil ich dann auf der Stelle trete. Jetzt kann man natürlich einwenden, dass ich auch auf der Arbeit oder generell in der Gesellschaft soziale Konventionen habe und auch hier gezwungen bin, mich immer wieder zu hinterfragen und dazuzulernen. Ja, aber eben nur bis zu einem gewissen Grad.

Das ist quasi das große Ganze und mit Sicherheit ist diese Ansicht auch ein Stück weit rational geprägt, einfach weil das mein Wesenstyp ist. Da ich kein Roboter bin ( bis zum Beweis des Gegenteils jedenfalls :mrgreen: ) habe ich natürlich auch eine emotionale Seite. Da vermisse ich es, mich mit jemand zusammen zu freuen, mit ihm zu lachen und zu weinen, gemeinsam Spaß zu haben. Ich bin einerseits rational, andererseits aber auch ein fröhlicher und wie ich auch glaube durchaus lustiger Mensch und das möchte ich teilen. Es sind die einfachen Dinge die für mich den Unterschied machen. Und wenn es nur das Wissen ist, den Tag zusammen mit einem Menschen den man liebt und einem Lächeln auf den Lippen beginnen zu dürfen. Natürlich ist mir Nähe und Zuneigung auch wichtig. Dazu gehört in letzter Konsequenz auch körperliche Zuneigung. Womit nicht nur das klassische Rein-Raus-Spielchen gemeint ist, das könnte ich vermutlich auch einfacher haben... ;)

Da ich keine Beziehungserfahrung habe fällt es mir schwer, konkrete Erwartungen an den Alltag zu formulieren. Ich erwarte jedenfalls nicht dass mein Leben von heute auf morgen ein komplett anderes sein wird. Ich denke es wäre eine gravierende Umstellung in einigen Punkten von meiner Seite aus notwendig. Das wäre sicher zunächst mit vermeintlichen Nachteilen verbunden, aber ich glaube das was ich dafür zurückbekommen würde wäre es wert.

Ich hoffe es wurde halbwegs klar was ich ausdrücken wollte. Und ich sehe gerade, das Wort "Sex" habe ich bis eben gar nicht verwendet! (Na gut, ein Synonym dafür schon, aber das ist vielleicht gar nicht jedem aufgefallen. :frech2:)

Serendipity hat geschrieben:In Anbetracht der Diskussion in dem Thread Wollen ABler nur Sex?, haben sich mir einige Fragen gestellt.

Warum wollt ihr eine Paarbeziehung?

Was stellt ihr euch überhaupt unter einer Paarbeziehung vor?

Welchen wesentlichen Unterschiede/Veränderungen erwartet ihr zu eurem bisherigen (beziehungslosen) Leben?

Welche Vorteile und/oder Nachteile erwartet ihr in eurem täglichen Leben durch eine Paarbeziehung?

Welche positive und/oder negative Aspekte glaubt ihr durch eine Paarbeziehung in eurem Leben zu erfahren?

Ich bin jetzt wirklich mal auf die Antworten gespannt. :)

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Re: Warum wollt Ihr eine Paarbeziehung?

Beitrag von Jembo » Donnerstag 8. Oktober 2015, 20:08

Nonkonformist hat geschrieben:
Jembo hat geschrieben:
Polyeder hat geschrieben:Man bekommt ja kein Plüschtier, sondern einen Menschen ;).
Wäre dem Menschen denn geschadet, wenn man nur mit ihm kuscheln wollte?
Wann diese andere person verliebt ist, und du diese person mit den kuscheln falsche hoffnung
macht, sogar sehr.

Ein bisschen vorsicht ist da immer geboten.

Mit emotionen spielen ist ja selten komplett harmlos.
Kuscheln und danach fallenlassen habe ich nicht gemeint, sondern schon eine Beziehung!

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Re: Warum wollt Ihr eine Paarbeziehung?

Beitrag von Nonkonformist » Donnerstag 8. Oktober 2015, 20:09

Ach ja, ich habe bis jetzt nur die für mich positiven sachen erwähnt.

Was ich am meisten befürchte ist freiheitsverlust.

Ich habe mich in meinem leben zum einzelgänger entwickelt.

Schon sehr früh bin ich meinem Gotteswahnsinnigen und manchmal gewaltsbereiten
vater aus dem weg gegangen; ich habe ein großteil meiner jugend alleine in meinem
zimmer verbracht, viel gelesen, viel gezeichnet, viel alleine gespielt. Meinem vater
habe ich jahrenlang vorgetäuscht jemandem anderem zu sein, und ich habe geschworen
so etwas nie wieder zu tun.

Nachdem ich aus dem haus gezogen bin, habe ich auch meist allein gelebt, bis auf
zwei WGs, wo ich auch wenig kontakt mit den mitbewonern hatte.

Das hat bedeutet das ich immer ganz frei entscheiden konnte was ich mache.
Ich habe gegessen wann ich hunger hatte, nicht wirklich festen uhrzeiten für
irgendwas, ich bin ins bett gegangen wann ich müde war.

Auch weiter bin ich große freiheiten und viel improvisieren gewöhnt.
Als freiberuflicher künstler hatte ich selten feste arbeitszeiten - wir konnten
anfangen wann wir wollten; einigen haben es sogar vorgeziehen nachts zu
arbeiten; war alles erlaubt.
Entscheidungen in einen anderem stadt oder sogar land zu arbeiten müßte ich
häufig sehr schnell treffen; ich brauchte mich bis jetzt dafür mit niemandem
ab zu stimmen. Wann ich mal eine weile zwisschen jobs war, hat es mir auch nie
was ausgemacht ein bisschen sparzamer zu leben.

Alles sachen die man ganz alleine ziemlich einfach für sich entscheiden kann.
Mein leben war bis jetzt sehr improvisiert, und ich habe diese freiheit auch
meist sehr geliebt. Und der tatsache das bei in meinem beruf individualität
sehr wichtig ist - jeder animator animiert anders, kein animator würde eine
szene auf der gleiche art animieren - allen einzigartig und nicht wirklich
austauschbar.

In einen partnerschaft ist diese lebensart alles andere als selbstvertändlich.

Also, ja, angst für freiheitsverlust ist sicher da.
Angst für individualitätsverlust.
Und angst das das zu dermassen großen konflikte führt das die frau mich nach
eine zeit doch wieder verlassen wird.

Und ich vermute das die auch teil meiner bindungsängste ist.
Mit sicherheit ist es ein grund dafür das ich eine mir ähnliche frau mit ähnlichem
freiheitsbedarf suche.
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Re: Warum wollt Ihr eine Paarbeziehung?

Beitrag von LonelyHeart » Donnerstag 8. Oktober 2015, 21:37

zebulon hat geschrieben: Abgesehen davon, dass es dazu eh viel zu spät ist: Wie gewöhnt man es sich ab eine Paarbeziehung haben zu wollen?

Meine Fresse, ist das bescheuert!
Bin inzwischen auch so weit, dass ich das denke bzw. mich frage, wie man das lösen kann. Ich glaube, dass man lernen muss, dass es nicht der tiefste Sinn des Lebens ist eine Frau zu haben.
Wie man dorthin kommt, ist momentan auch noch schwer für mich. Wenn man es denn aber geschafft hat, glaube ich dass man das AB-Problem komplett ablegen und das Leben wieder in vollen Zügen genießen kann.

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Re: Warum wollt Ihr eine Paarbeziehung?

Beitrag von Nasobem » Freitag 9. Oktober 2015, 01:09

Nonkonformist hat geschrieben:Also, ja, angst für freiheitsverlust ist sicher da.
Angst für individualitätsverlust.
Und angst das das zu dermassen großen konflikte führt das die frau mich nach
eine zeit doch wieder verlassen wird.

Und ich vermute das die auch teil meiner bindungsängste ist.
Mit sicherheit ist es ein grund dafür das ich eine mir ähnliche frau mit ähnlichem
freiheitsbedarf suche.
Naja, realistisch gesehen wirst du dir auch eine Frau wünschen, die für dich da ist, wenn du ihren Zuspruch benötigst. In einer funktionierenden Beziehung geht das in beide Richtungen. Ich bin mir nicht sicher, ob sich das so realisieren lässt, wie du es dir vorstellst. Maximale Freiheit und gleichzeitig die Verbindlichkeit einer Beziehung passen nicht zusammen.

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Re: Warum wollt Ihr eine Paarbeziehung?

Beitrag von Nonkonformist » Freitag 9. Oktober 2015, 02:54

Nasobem hat geschrieben: Naja, realistisch gesehen wirst du dir auch eine Frau wünschen, die für dich da ist, wenn du ihren Zuspruch benötigst. In einer funktionierenden Beziehung geht das in beide Richtungen. Ich bin mir nicht sicher, ob sich das so realisieren lässt, wie du es dir vorstellst. Maximale Freiheit und gleichzeitig die Verbindlichkeit einer Beziehung passen nicht zusammen.
Die meisten künstlerpärchen die ich kenne sind von wegen der arbeit manchmal auch mal
ein paar monate von einander getrennt. In unseren branche gehört das dazu und wird das
auch so akzeptiert. Man besucht sich wann es geht in wochenenden, aber manchmal ist
auch das nicht möglich.

Aber das ist nicht anderes wann jemanden auf einen schiff oder so arbeitet und quer über
den ozeanen fahrt. Oder LKW fahrer. Manche berüfe bringen es mit sich mit das man längere
perioden von daheim ist. Wann man in der armee ist könnte man sogar dabei sterben.
Trotzdem haben die meisten menschen mit den berufe beziehungen und findet niemand so
etwas abnormal. Wieso sollte das für künstler denn anders sein?
Popsänger gehen auf tournee, und schauspieler drehen häufig im ausland. Bei trickfilmer
ist das nicht anders. Und künstlerpärchen sehen so etwas als völlig normal.
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Re: Warum wollt Ihr eine Paarbeziehung?

Beitrag von Cylon » Freitag 9. Oktober 2015, 03:34

Ist Monogamie nicht in unseren Genen festgelegt? (Global gesprochen)
Albert Einstein: "Eine Frage raubt mir den Verstand: Bin ICH verrückt oder all die anderen im Land?"

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Re: Warum wollt Ihr eine Paarbeziehung?

Beitrag von Nonkonformist » Freitag 9. Oktober 2015, 09:10

Cylon hat geschrieben:Ist Monogamie nicht in unseren Genen festgelegt? (Global gesprochen)
Im sofern ich es weiß gibt es monogamie erst seit es landwirtschaft, eigentum und den ersten
siedlungen gab, und war der nomadische mensch eher polygam.
Unsere direkten cousinen, die Schimpansen und die Bonobos sind alles andere als monogam.
Monogamie ist eher ein kulturelles phänomen.

Aber stammenkrieg und genozid sind auch in unseren genen (so wie bei den schimpansen.)

Unseren natur einfach nur mal so ausleben ist nicht alzu ziviliziert.

Was Wikipedia über monogamie sagt:

https://de.wikipedia.org/wiki/Monogamie
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Re: Warum wollt Ihr eine Paarbeziehung?

Beitrag von Zappelot » Freitag 9. Oktober 2015, 09:14

Nonkonformist hat geschrieben:Monogamie ist eher ein kulturelles phänomen.
Tja, ich wäre mit Monogamie jedenfalls schon ganz zufrieden. Von der Polygamie bin ich noch ziemlich weit entfernt...

Aber ich glaube, dass das "Kulturelle" (das du ansprichst) natürlich auch ein großes Hemmnis sein kann. Es gibt einfach so viele kulturelle Regeln, Riten und Bräuche, dass dem Menschen schnell der Kopf raucht.

Wenn wir in einer Welt leben würden, in der sich (in partnerschaftlicher Hinsicht) alle mehr auf ihre Instinkte verlassen würden, hätte ich vermutlich ein paar Probleme weniger.

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Re: Warum wollt Ihr eine Paarbeziehung?

Beitrag von zebulon » Freitag 9. Oktober 2015, 09:38

Ich glaube, ich bin zerogam!

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Re: Warum wollt Ihr eine Paarbeziehung?

Beitrag von Nasobem » Freitag 9. Oktober 2015, 10:02

Nonkonformist hat geschrieben:
Nasobem hat geschrieben: Naja, realistisch gesehen wirst du dir auch eine Frau wünschen, die für dich da ist, wenn du ihren Zuspruch benötigst. In einer funktionierenden Beziehung geht das in beide Richtungen. Ich bin mir nicht sicher, ob sich das so realisieren lässt, wie du es dir vorstellst. Maximale Freiheit und gleichzeitig die Verbindlichkeit einer Beziehung passen nicht zusammen.
Die meisten künstlerpärchen die ich kenne sind von wegen der arbeit manchmal auch mal
ein paar monate von einander getrennt. In unseren branche gehört das dazu und wird das
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auch das nicht möglich.

Aber das ist nicht anderes wann jemanden auf einen schiff oder so arbeitet und quer über
den ozeanen fahrt. Oder LKW fahrer. Manche berüfe bringen es mit sich mit das man längere
perioden von daheim ist. Wann man in der armee ist könnte man sogar dabei sterben.
Trotzdem haben die meisten menschen mit den berufe beziehungen und findet niemand so
etwas abnormal. Wieso sollte das für künstler denn anders sein?
Popsänger gehen auf tournee, und schauspieler drehen häufig im ausland. Bei trickfilmer
ist das nicht anders. Und künstlerpärchen sehen so etwas als völlig normal.
Es geht nicht darum, ob du örtlich für eine gewisse Zeit getrennt bist, sondern darum, ob du verbindlich zu deinem Partner stehst. Vor allem auch dann, wenn es gerade etwas anstrengend ist für dich. Das sind zwei völlig unterschiedliche Paar Schuhe.

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Re: Warum wollt Ihr eine Paarbeziehung?

Beitrag von Polyeder » Freitag 9. Oktober 2015, 10:02

LonelyHeart hat geschrieben:Bin inzwischen auch so weit, dass ich das denke bzw. mich frage, wie man das lösen kann. Ich glaube, dass man lernen muss, dass es nicht der tiefste Sinn des Lebens ist eine Frau zu haben.
Wie man dorthin kommt, ist momentan auch noch schwer für mich. Wenn man es denn aber geschafft hat, glaube ich dass man das AB-Problem komplett ablegen und das Leben wieder in vollen Zügen genießen kann.
So ganz habe ich es noch nicht abgelegt, sonst wäre ich vermutlich nicht mehr hier ;). Aber das Leben genieße ich trotzdem in vollen Zügen. Ich nehme mir einfach viel vor, was mir Spaß macht (teilweise alleine, teilweise mit anderen). Natürlich kommt mir entgegen, dass ich durchaus auch gerne mal alleine bin und außerdem Menschen habe, mit denen ich mich über meine Gedanken austauschen kann. Inwieweit die Medikamente, die ich nehme, eine Rolle spielen, weiß ich nicht. Jedenfalls geht es mir noch nicht so lange so gut, wie ich sie nehme.
Die Männer, welche Wert auf Weiber legen,
tun dieses leider meist der Leiber wegen.
(Erich Mühsam)

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Re: Warum wollt Ihr eine Paarbeziehung?

Beitrag von Nonkonformist » Freitag 9. Oktober 2015, 10:16

Nasobem hat geschrieben: Es geht nicht darum, ob du örtlich für eine gewisse Zeit getrennt bist, sondern darum, ob du verbindlich zu deinem Partner stehst. Vor allem auch dann, wenn es gerade etwas anstrengend ist für dich. Das sind zwei völlig unterschiedliche Paar Schuhe.
Das natürlich schon.
Aber die meisten normalo-frauen bevorzügen halt männer die immer zuhause sind.
Ich habe beziehungen gesehen die daran gescheitert sind.
Und diese garantie gibt es in bestimmten berufe einfach nicht.

Überigens ist dauerhaft in einen wohnung leben auch keine garantie dafür das die
partner immer für einander da sind. Da scheitern auch viele normalos mit normalen
berufe. Frau hat probleme und Mann schaut lieber füßball im fernsehen, usw.
Ich war eher immer den frauenversteher bei wem so einige frauen regelmäßig
ausgeweint haben, bis um ein uhr nachts, ich glaube kaum das das mein problem
ist.
Zuletzt geändert von Nonkonformist am Freitag 9. Oktober 2015, 10:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Warum wollt Ihr eine Paarbeziehung?

Beitrag von Peter » Freitag 9. Oktober 2015, 10:20

Nonkonformist hat geschrieben:
Nasobem hat geschrieben: Es geht nicht darum, ob du örtlich für eine gewisse Zeit getrennt bist, sondern darum, ob du verbindlich zu deinem Partner stehst. Vor allem auch dann, wenn es gerade etwas anstrengend ist für dich. Das sind zwei völlig unterschiedliche Paar Schuhe.
Das natürlich schon.
Aber die meisten normalo-frauen bevorzügen halt männer die immer zuhause sind.
Ich habe beziehungen gesehen die daran gescheitert sind.
Und diese garantie gibt es in bestimmten berufe einfach nicht.
Eine Beziehung kann nur scheitern, wenn sie begonnen worden ist. Man muss den Dingen auch mal eine Chance geben zu scheitern (oder doch zu funktionieren)
Statistik ist eine Religion, der ich nicht angehöre.

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Re: Warum wollt Ihr eine Paarbeziehung?

Beitrag von Serendipity » Freitag 9. Oktober 2015, 10:38

An dieser Stelle erstmal ein herzliches Dankeschön an alle bisherigen User, die sich getraut haben etwas zu schreiben. :daumen:

Ich muss zu geben, dass ich aufgrund des Ausgangsthreads eher die Befürchtung hatte, dass hier nicht geantwortet wird. Gott sei dank ist dem nicht so.

Ich muss schon sagen, das sind wirklich ein paar Antworten darunter, die erkennen lassen, dass der Verfasser sich wirklich und ernsthaft mit meinen Fragen und dem Thema an sich auseinander gesetzt hat. :hut:
Und diese Antworten stimmen mich ... hmm, hoffnungsfroh.

Es gibt aber auch Antworten, die mich traurig gestimmt haben, weil darin zu erkennen war, dass die Verfasser sich bzw. einen großen Lebenswunsch aufgegeben haben. :sadwoman:

Ich lasse den Thread jetzt einfach mal so weiterlaufen, einfach als Denkanstoß. Um mal in sich hineinzuhorchen und sich vielleicht im Klaren darüber zu werden: Was möchte ich eigentlich und was stelle ich mir darunter vor?!

Ich selbst werde die von mir gestellten Fragen nicht beantworten, einfach weil sie für mich nicht mehr hypothetisch sind. Also bitte nicht böse sein.
Weinen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Gefühlen!

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Re: Warum wollt Ihr eine Paarbeziehung?

Beitrag von Nonkonformist » Freitag 9. Oktober 2015, 10:45

Peter hat geschrieben: Eine Beziehung kann nur scheitern, wenn sie begonnen worden ist. Man muss den Dingen auch mal eine Chance geben zu scheitern (oder doch zu funktionieren)
Das letzte mal das ich mich in eine 'normalo' frau verliebte ist sowiso etwa 30 jahre her, also
mehr als das es meinem auswahl etwas beschränkt ist es nicht. Seitdem verliebte ich mich in
etwa neun künstlerischen nonkonformistischen frauen. Sechs davon haben mich gekorbt, bei
den anderen gab es den bindungsangst die mich erstarren lassen hat. Wie groß meine chancen
bei diese frauen wirklich war bleibt reiner theorie.
Der zehnte frau in den ich mich verliebte wollte in der zeit das sie am meisten interesse an
mir zeigte am liebsten gestern noch schwanger sein und eine familie gründen; wohl das
allerletzte was ich wollte, dazu war ich auch noch zeugungsunfähig und habe sie abgeblockt.
Verliebt in sie habe ich mich erst nach vielen jahren und nach vielen verkupplungsversuche
von dritten, und dann hat sie mich dennoch gekorbt.
In den weiteren frauen die interesse an mich zeigten war ein großes interesse meinerseits
nicht vorhanden.

Aber wann die chance das es scheitern wird mir zu groß ist, bespare ich mich den schmerzen
lieber. Wann ich nicht wirklich drann glaube das es zukunft hat, lasse ich es lieber sein.

Ich glaube das single bleiben menschen weniger traumatisiert als als gescheiterte beziehungen.
Sogar die korbe haben mich schon sehr beschädigt, mit wunden die nie richtig geheilt sind.
(Wie menschen so locker von den einen beziehung in den anderen hüpfen können habe ich
noch nie kapiert. Ich würde an so was total kaputt gehen. )
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Re: Warum wollt Ihr eine Paarbeziehung?

Beitrag von Pattick » Samstag 10. Oktober 2015, 09:14

Tornido hat geschrieben:Ich möchte eine Paarbeziehung, weil ich jemanden an meiner Seite haben möchte und Kinder haben und eine Familie gründen möchte. Das geht nunmal nur mit Frau, Adoption fände ich zwar prinzipiell denkbar, aber ich weiß gar nicht, ob man als Einzelperson ein Kind adoptieren kann, und selbst wenn, alleine ein Kind großziehen könnte und wöllte ich nicht.
Ein Adoptivkind bekommst du auf legalem Wege nicht als Einzelperson. So weit ich weiß, musst du eine langjährige, "intakte" Ehe nachweisen und gut situiert sein. Ansonsten wirst du als "nicht geeignet" erachtet. Da rege ich mich schon seit 20 Jahren drüber auf. Denn wie viele Kinder wachsen in desolaten Verhältnissen auf und wie viele Kinder auf der Welt bräuchten dringend ein Zuhause? Als Frau kannst du dir ja noch ein Kind "machen lassen". Rein biologisch ja nicht so das Ding - eher psychisch. Aber als Mann bist du da nicht nur auf verlorenem Posten sondern wirst auch noch ausgelacht mit dem Wunsch. Ist mir zumindest so gegangen. Ich wollte es schon. Ich hab mir "schon immer" gewünscht, ein oder mehrere Kinder zu haben. Für mich ist es die größte Erfüllung, Kinder großzuziehen. Für mich ist das letztlich sogar der einzige Sinn des Lebens, den ich wirklich verinnerlichen kann so simpel sich das anhört: Quasi die nächsten großzuziehen. Das sehe ich schon so seit ich ca. 14 war. Ich war mit meiner Meinung gerade unten den Jungs ziiiiemlich isoliert. Ich hätte auch sofort die Schule abgebrochen, hätte ich das Glück gehabt, mich um Kinder kümmern zu können. Und heute würde ich sofort zu Hause bleiben und mich um die Kinder kümmern. Da könnte meine Frau schön Kariere machen. Das wär mir grad recht. Ich kann drauf verzichten.

Zur Ausgangsfrage:

Das Gefühl, nicht alleine in der Welt zu sein, einen seelenverwandten Menschen zu haben, mit dem man sich in ganz besonderer Weise verbunden fühlt. Ich sehe diese Art der Beziehung inzwischen durchaus auch im "esoterischen" Sinne, da ich spüre, dass es etwas ganz besonderes ist, so einen Seelenverwandten zu treffen, was ich mir eigentlich nicht erklären kann. Ich meine du triffst zufällig eine wildfremden Menschen, der er aus einer ganz anderen Ecke kommt, grad mal halb so alt ist, weißt gar nichts über sie, wechselst ein paar wenige Worte mit ihr und weißt genau dass sie so ist wie du. Und dann bestätigt sich das immer mehr. Gerade letzten Mittwoch hat sie es selbst gesagt, dass wir uns ja soooo ähnlich sind. Und nein - Berührung braucht, Kuscheln, Sex - alles auch sehr erstrebenswerte Dinge, die ich durchaus stark vermisse. Aber wichtiger ist mir diese Seelenverwandtschaft. Musste ich wählen (was ja schon unrealistisch ist), würde ich auf das Körperliche verzichten und die Seelenverwandtschaft nehmen auch wenn ich den Menschen niemals auch nur anfassen dürfte. Da käme dann zwar eine Sehnsucht mit ins Spiel. Aber diese besondere Verbindung und die Achtung vor dem anderen wäre stärker.
Außerdem spürt man das bei einem Seelenverwandten. Ich wusste es von Anfang an, dass sie keinen körperlichen Kontakt möchte. Das spürt man. Man kann sich unheimlich mögen und trotzdem - ich sage es mal ganz extrem - ist das sich die Hand geben schon das höchste und irgendwann vielleicht mal ein zartes Streicheln über die Wange, so nach 10 Jahren.... Hört sich krass an aber mit entsprechender psychischer Disposition ist Körperkontakt wohl sehr sehr schwierig. Und das spürt ein Seelenverwandter. Du sitzt 1m auseinander und es fühlt sich an als ob man sich ganz eng in den Armen liegt.

Insofern: Ist das dann überhaupt eine Paarbeziehung? Wohl eher nicht im klassischen Sinne. Dann will ich gar nicht zwingend eine. Vielleicht kann ich damit sogar nichts anfangen. Mir geht es um diese Seelenverbundenheit, zu wissen, dass da ein Mensch da ist, der einem unheimlich wertvoll ist und dem man selbst unheimlich wertvoll ist. Diese Verbundenheit ist mir wichtig. Und mein Wunsch nach Kindern werde ich beruflich umsetzen und Lehrer werden. Denn so langsam wird es auch eng mit eigenen Kindern.... bin ja schon 36

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Peter
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Re: Warum wollt Ihr eine Paarbeziehung?

Beitrag von Peter » Samstag 10. Oktober 2015, 10:00

Seelenverwandt ist nicht so mein Ding. Ich will mich lieber mit meiner Partnerin ergänzen statt zu spiegeln. Um es mit einem Puzzle zu vergleichen. Die beiden Puzzle-Teile müssen sich verbinden lassen, aber sie sollten nicht gleich sein. Sonst kann man ja auch gar nicht harmonieren. Harmonieren geht doch nur, wenn sich Unterschiede zusammen fügen.

Klar braucht es Gemeinsamkeiten. Aber ich will ja auch ab und zu verblüfft werden ;)
Zuletzt geändert von Peter am Samstag 10. Oktober 2015, 10:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Warum wollt Ihr eine Paarbeziehung?

Beitrag von Nonkonformist » Samstag 10. Oktober 2015, 10:10

Peter hat geschrieben:Seelenverwandt ist nicht so mein Ding. Ich will mich lieber mit meiner Partnerin ergänzen statt zu spiegeln. Um es mit einem Puzzle zu vergleichen. Die beiden Puzzle-Teile müssen sich verbinden lassen, aber sie sollten nicht gleich sein.
Es gibt aber so einigen gegensätze die sich einfach nie kombinieren lassen.
Klar baucht man auch sachen in den man anders ist, sonnst wäre es langweilig, aber wann
man komplett andere sachen von leben will ist eine beziehung meiner meinung nach unmöglich.

Die versuche meines vaters meine mutter unter psychischen gewalt und der drühung auf körperlichem
gewalt zu zwangskonvertieren, oder mein onkel der meine tante zum partnertausch zwingen wollte
sind davon schon gute beispiele.

Bei zu unterschiedlich passen puzzle-teile einfach nicht mehr.
Manche sachen können nicht passend gemacht werden.
Und so einige leute gehen schon ganz blauäugig ehen an...
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