Haustiere ein NoGo?

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Mit müden Augen
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Re: Haustiere ein NoGo?

Beitrag von Mit müden Augen » Donnerstag 23. Juni 2016, 17:01

Mannanna hat geschrieben: Weil Haustier heißt "Erst komme ich, dann das Tier, dann nix, dann du" oder evtl. "Erst kommt das Tier, dann ich, dann nix, dann du".
Aus dem grund heißt es ja auch "NIEMALS eine Frau mit Pferd". Da ist der Mann in kürzester Zeit bloß noch Fahrer, Striegler, Fütterer, "Beim Pferdeevent auf Frau und Pferd"-Warter... Und egal, was passiert oder geplant ist: Das Pferd geht vor.
Klingt irgendwie ziemlich nach Vorurteilen... Und wenn beide Tiere bzw. Pferde lieben?
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Re: Haustiere ein NoGo?

Beitrag von Olegsson » Donnerstag 23. Juni 2016, 17:14

Also, ich habe eine Katze.
Für mich sind Haustiere kein NoGo.
Wenn ich mich da bei meinen Bekannten umschaue, gibt es eigentlich auch keine Probleme beim Verreisen. Es gibt immer irgend einen Nachbarn der auf das liebe Vieh aufpassen kann.
Einige haben sogar eine Cat-Cam.
Bei mir selbst gab es da mit dem Verreisen auch keine Probleme, weil dann die Verwandtschaft auf die Katze aufpasst.
Allerdings sollten es nicht zu viele Tiere auf einmal sein. Am besten wäre ein einziges Tier.
Meine Eltern haben z.B. eine Nachbarin, die fünf Hunde und eben so viele Katzen hat. Das wäre mir definitiv zu viel, auch weil dabei eigentlich jedes Tier zu kurz kommt.

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Re: Haustiere ein NoGo?

Beitrag von Talbot » Donnerstag 23. Juni 2016, 17:31

Kommt bei mir stark auf die Art und Weise des Umgangs der Frau mit dem Haustier an.
Solange sie dort realistische und vernünftige Ansichten hat wäre es unproblematisch.
Selber habe ich momentan kein Haustier und will auch in nächster Zeit keins.
Irgendwann sicherlich gerne mal, wenn die entsprechenden Voraussetzungen da sind.
Gerade dann, wenn ich mal Kinder haben sollte, wäre ein Hund schon was tolles.
Glaube das es auch für Kinder gut ist mit z.b einem Hund aufzuwachsen.
Kann Mannanna da aber zustimmen was Pferde/Reiterinnen angeht.
Wäre für mich auch kritisch/problematisch. Also zumindestens bei einem eigenen Pferd. Hier und da mal als Hobby auf einem gemieteten/fremden Pferd ist da was anderes.
Alles, was ich bisher bei Frauen mit eigenem Pferd mitbekommen haben, spricht da für mich eine eindeutige Sprache.

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Re: Haustiere ein NoGo?

Beitrag von Mirabellenmädchen » Donnerstag 23. Juni 2016, 17:32

Eigentlich mag ich alle Tiere total gerne; also nicht nur die putzigen, sondern wirklich alle! Ich finde, jedes Lebewesen hat seine Daseinsberechtigung. Und nun, wo das geklärt ist: das Problem, das ich bei einigen TierhalterInnen sehe, ist dass sie in manchen Fällen eine überintensive Bindung an ihre Haustiere entwickeln, die meiner Meinung nach halt krass ungesunde Züge annehmen kann. Das kommt natürlich aber auch total auf die Einzelperson an. Bei Hunden stört es mich oft extrem, dass die entweder alleine zu Hause gelassen werden (blöd für den Hund) oder, dass man sie ständig überallhin mitnehmen muss (blöd für alle anderen, weil erhebliche Einschränkung von Flexibilität). Ich kenne aber eben auch viele Leute, die total cool mit ihren Haustieren umgehen und auch keinen Stress bei der Partnersuche o.ä. haben :)

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Re: Haustiere ein NoGo?

Beitrag von TheRealDeal » Donnerstag 23. Juni 2016, 17:34

Mit müden Augen hat geschrieben:
Brax hat geschrieben:Wenn ich daran denke, dass eine Lehrerin von mir 12 Jahre (!) nicht in Urlaub gefahren ist, weil ihre Katze chronisch krank war... :omg:
Sie hat ihre Verantwortung ernst genommen. :hut:
Swenja hat geschrieben:ich päppel jedes jahr x weggeworfene/ausgesetzte katzenbabys auf oder kleine igelbabys...oder...oder...
:daumen: :daumen: :daumen: :hut:
Es ist immer gut, etwas für Tiere zu tun. Auch, wenn man nicht an Karma glaubt. Denn Tiere nehmen unfassbares Leid auf sich, damit wir Menschen uns entfalten und lernen können. Ich möchte nicht mehr ohne Katze leben. Ich fühle mich der Gattung Katze sehr verbunden. Bin ja auch selbst eine. ;) Ich befinde mich tief in der Katzen Schuld, denn mich würde es heute nicht mehr geben, hätte ich keine (speziell drei) Katzen in gewissen kritischen Phasen meines Lebens um mich herum gehabt. Deshalb habe ich auch kein Problem damit, einen Schamanen zu kontaktieren, um die Katze, der ich gehöre, fragen zu können, was sie möchte (gehen, oder noch etwas auf dieser Welt bleiben, denn sie dürfte -als Nutztier geboren- inzwischen ca. 17 Jahre alt sein). Ich habe und hatte auch mit anderen Tieren keine Probleme. Ich persönlich würde allen Zweiflern und Menschen mit geringem Selbstwert dazu raten, sich Tiere anzuschaffen. Denn mal ehrlich, wie wenig kann ich schon taugen, wenn mich eine Katze (in der ja immer ein freier Geist wohnt), seit 17 Jahren geradezu anhimmelt? Und mir außerdem bedingungslos all ihre Liebe schenkt? So viel, dass ich manchmal wirklich Probleme habe, ihr gleich viel Liebe zurück zu geben, weil ich glaube dem nicht ganz gerecht werden zu können. Schön ist aber, dass wir beide voneinander lernen. Ich vielleicht mehr von ihr, als sie von mir.
@Mirabellenmädchen: Meine Katze hat mich früher immer vom Bus abgeholt. Wir haben eine besondere Beziehung zueinander. Aber nicht unnatürlich, da ich sie immer als Katze wahrnehme und wahrgenommen habe.
Die beiden wichtigsten Tage deines Lebens sind der Tag, an dem du geboren wurdest, und der Tag, an dem du herausfindest, warum. – Mark Twain

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Re: Haustiere ein NoGo?

Beitrag von Unattraktive » Donnerstag 23. Juni 2016, 17:56

Shisouka hat geschrieben:Außerdem: Immer wenn ich nen Dackel oder nen Pug sehe erinnert mich das daran was für Monster Menschen sein können. "Das war mal ein Wolf!" :lach:
Diese Pugs, auch Möpse genannt tun mir irgendwie leid. Die atmen so schwer, sogar oft beim schlafen. Sie sind ständig aus der Puste. Muss schrecklich anstrengend für diese Rasse sein. Und das nur wegen der bekloppten Menschheit, die seltsame Schönheitsideale bei ihren Haustieren hat.

Auch diese Züchtung der Schäferhunde, die nur als schön gelten....wenn sie diesen nach unten gehenden Rücken haben. Und dann haben sie dadurch im späteren Leben Schmerzen.

Tja,

solange Menschen denken, dass Tiere nichts fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken!

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Re: Haustiere ein NoGo?

Beitrag von Brax » Donnerstag 23. Juni 2016, 19:35

Mit müden Augen hat geschrieben:
Brax hat geschrieben:Wenn ich daran denke, dass eine Lehrerin von mir 12 Jahre (!) nicht in Urlaub gefahren ist, weil ihre Katze chronisch krank war... :omg:
Sie hat ihre Verantwortung ernst genommen. :hut:
Das hat sie offenbar! Aber ich wäre dazu nicht bereit und denke daher, ich tue das Beste für ein Tier, wenn ich keines habe. Hierbei gebe ich dir völlig recht:
Mit müden Augen hat geschrieben:Wobei es dann wirklich sinnvoll ist sich kein Tier anzuschaffen statt letzteres nach kurzer Zeit auszusetzen oder ins Tierheim zu stecken!! (solche Leute :upps: )
Wenn ich Leute sehe, die ihren Hund anschreien, wenn sie keinen Bock auf ihn haben oder er sich grundsätzlich nur im Garten aufhalten darf, egal was für Wind und Wetter draußen tobt, oder umgekehrt er sich nur drin in der Zwei-Zimmer-Wohnung aufhält und keiner Lust hat, mit ihm Gassi zu gehen... da denke ich mir auch "Dann lasst es doch!" Mir sind Tiere insofern nicht egal, als dass sie mir durchaus Leid tun, wenn es ihnen nicht gut geht! Nur fühle ich mich in tierischer Gegenwart eben trotzdem nicht wohl und halte lieber Abstand zu ihnen (was gerade bei Hunden ziemlich schlecht geht - weshalb ich diese am wenigsten mag).

Ich beneide ja Leute darum, die sich freuen können, wenn um sie herum ein Hund auftaucht, anstatt Angst zu haben oder sich vor dem Sabber zu ekeln, den er ihnen ans Hosenbein reibt... denn die haben ein Stück mehr Freude am Leben, wo ich stattdessen Ärger habe... aber damit muss ich wohl leben... Tierliebe "anschalten" kann ich nunmal auch nicht.

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Re: Haustiere ein NoGo?

Beitrag von Ringelnatz » Donnerstag 23. Juni 2016, 20:34

Mirabellenmädchen hat geschrieben: Bei Hunden stört es mich oft extrem, dass die entweder alleine zu Hause gelassen werden (blöd für den Hund) oder, dass man sie ständig überallhin mitnehmen muss (blöd für alle anderen, weil erhebliche Einschränkung von Flexibilität).
Das finde ich an Hunden auch am anstrengendsten. Wir haben das so gelöst, dass wir 3 befreundete hundeliebe Pärchen haben, bei denen unser Hund unter der Woche unterkommt. In den Urlaub nehmen wir sie nur bei kurzen bis Mittelstreckeflügen mit - sie liebt das Meer und hat sich noch nie beschwert in ihre Transportkiste zu gehen, von daher gehen wir mal davon aus, dass sie mit dem Frachtraum kein größeres Problem hat. Wenn sie dabei ist sind wir aber tatsächlich eher draußen unterwegs und somit richtet sich der Urlaub dann schon eher hundemäßig aus. Auch an den Wochenenden bestimmt sie insofern unseren Tagesablauf als wir dann eben 3mal mit ihr rausgehen. 3-4 Stunden bleibt sie aber locker alleine. Auch nachts kann sie 10-12 Stunden ohne rausgehen aushalten - ausschlafen geht also :good:

Ich hätte in meiner Lebenssituation eher auf einen Hund verzichtet, aber meinen Partner gab es nur mit Hund, von daher war es keine Frage, dass wir ab jetzt zu dritt sind ;-)
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Re: Haustiere ein NoGo?

Beitrag von Unattraktive » Donnerstag 23. Juni 2016, 21:18

Mirabellenmädchen hat geschrieben:Eigentlich mag ich alle Tiere total gerne; also nicht nur die putzigen, sondern wirklich alle! Ich finde, jedes Lebewesen hat seine Daseinsberechtigung. Und nun, wo das geklärt ist: das Problem, das ich bei einigen TierhalterInnen sehe, ist dass sie in manchen Fällen eine überintensive Bindung an ihre Haustiere entwickeln, die meiner Meinung nach halt krass ungesunde Züge annehmen kann.
Die Frage ist: Was ist ungesund? Ein Tier teilt ja das Leben mit der Familie und ist ein Teil davon und eine intensive Bindung zu dem Haustier ist doch eigentlich das normalste der Welt.

TheRealDeal, ist ja mal witzig, das deine Katze dich von der Haltestelle abgeholt hat. :good:
Frage mich immer, wie die es schaffen die Uhrzeit zu kennen. :D

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Re: Haustiere ein NoGo?

Beitrag von dfg82 » Donnerstag 23. Juni 2016, 22:59

Für Tierhaarallergiker eignen sich solche Hunde. Die werden komplett ohne Haare gezüchtet und sind in der Haltung äußerst bequem. Zudem helfen sie auch im Haushalt mit:

https://youtu.be/tf7IEVTDjng

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Re: Haustiere ein NoGo?

Beitrag von Milkman » Freitag 24. Juni 2016, 09:38

Unattraktive hat geschrieben:Frage mich immer, wie die es schaffen die Uhrzeit zu kennen. :D
Innere Uhr. Hab' auch zwei Kater, und mir wurde schon oft erzählt, dass die total hibbelig werden, wenn sie spüren, dass Herrchen bald von Arbeit kommt. :mrgreen:

Um die interessante Frage noch zu beantworten, ob es Frauenherzen erweicht, wenn sie erfahren, dass man Haustiere hat: NEIN. Hat in meinen Singlebörsenjahren nie eine interessiert bzw. hat sie es nur als Aufhänger genutzt, um von ihren Meerschweinchen oder Kaninchen zu erzählen. Offenbar strahlt man als Katzenpapa doch was Unmännliches aus (im Gegensatz zu den Herrschaften mit Pitbull im Schlepptau). :sadman:

Meine jeweiligen Freundinnen waren aber immer ganz verschossen in die beiden. :shylove:
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Re: Haustiere ein NoGo?

Beitrag von Ringelnatz » Freitag 24. Juni 2016, 09:51

Ich mag Männer, die Katzen lieben :shylove:
Überhaupt finde ich, dass Männer mit Haustieren ausstrahlen, dass sie sich um ein Lebewesen kümmern und Verantwortung übernehmen. Wenn ich einen Mann sehe, der zärtlich mit Tieren umgeht, finde ich das attraktiv.

Interessanterweise merke ich aber auch seit ich "auf den Hund gekommen bin", dass es viele Leute gibt, die Hunde nicht mögen und sich gestört fühlen, wenn man den Hund dabei hat bzw. ihn einfach nicht beachten. Das war mir vorher gar nicht so klar. Unsere Katze, die ja nie irgendwohin mitkam und als Freigänger auch keine große Betreuung von Fremden eingefordert hat (Urlaubsbetreuung hat sich wirklich nur darauf erstreckt, ihr was zu Fressen hinzustellen), ist da weit weniger angeeckt.
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Re: Haustiere ein NoGo?

Beitrag von Gucki » Freitag 24. Juni 2016, 09:53

Mannanna hat geschrieben: Weil Haustier heißt "Erst komme ich, dann das Tier, dann nix, dann du" oder evtl. "Erst kommt das Tier, dann ich, dann nix, dann du".
Aus dem grund heißt es ja auch "NIEMALS eine Frau mit Pferd". Da ist der Mann in kürzester Zeit bloß noch Fahrer, Striegler, Fütterer, "Beim Pferdeevent auf Frau und Pferd"-Warter... Und egal, was passiert oder geplant ist: Das Pferd geht vor.
glaubst Du nicht, dass das ein wenig ein Vorurteil ist?

Ich bin Pferdebesitzer und wir haben auch 2 Kaninchen in Wohnungshaltung - und ich bin seit 15 Jahren glücklich vergeben.
Mein Mann liebt die Tiere genauso wie ich, wenn er Lust hast, geht er mit in den Stall. Er hat aber auch genug andere Hobbies/Freunde um die Zeit, die ich mit dem Pferd verbringe, sinnvoll zu nutzen.

Oder hattest Du schon einmal eine Freundin mit Pferd?

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Re: Haustiere ein NoGo?

Beitrag von Mirabellenmädchen » Freitag 24. Juni 2016, 09:54

Unattraktive hat geschrieben:
Mirabellenmädchen hat geschrieben:Eigentlich mag ich alle Tiere total gerne; also nicht nur die putzigen, sondern wirklich alle! Ich finde, jedes Lebewesen hat seine Daseinsberechtigung. Und nun, wo das geklärt ist: das Problem, das ich bei einigen TierhalterInnen sehe, ist dass sie in manchen Fällen eine überintensive Bindung an ihre Haustiere entwickeln, die meiner Meinung nach halt krass ungesunde Züge annehmen kann.
Die Frage ist: Was ist ungesund? Ein Tier teilt ja das Leben mit der Familie und ist ein Teil davon und eine intensive Bindung zu dem Haustier ist doch eigentlich das normalste der Welt.
Ungesund finde ich in diesem Zusammenhang ja gerade nicht die Bindung an sich, denn eben, es ist wie du sagst, das Tier gehört zur Familie, sondern einige besodnere Fälle, die ihr Tier unbewusst als Menschersatz behandeln und es auch vermenschlichen, indem sie es ständig herzen, hochheben, ankleiden, abknutschen etc. Gerade Katzen zum Beispiel werden ja sehr gerne gestreichelt, haben aber auch einen großen Freiheitsdrang. Ich kannte mal jemanden, der die Katze immer gezwungen hat, auf dem Schoß zu sitzen, sich streicheln zu lassen, Kostümchen zu tragen. Das hat mich regelrecht traumatisiert! Das arme Viech war irgendwann total neurotisch :shock: Andere reden mit ihren Tieren und projizieren sogar ihre Einsamkeits- und/oder Frustrationsgefühle auf sie. Das ist schon sehr ungesund, findest du nicht? Ich meine selbstverständlich nicht, dass es grundsätzlich verwerflich ist, sein Tier zu lieben und als Familienmitglied anzusehen. Man darf halt nur nicht vergessen, dass es ein Tier ist und damit keine menschlichen, sondern tierische Bedürfnisse hat. Aber wie ihr seht, kenne ich offenbar ungewöhnlich schräge Tierhalter im Vergleich zu anderen und bin bei solchen Verhaltensweisen vielleicht etwas voreingenommen :-) Keinesfalls würde ich natürlich alle Tierhalter über einen Kamm scheren!

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Re: Haustiere ein NoGo?

Beitrag von Ringelnatz » Freitag 24. Juni 2016, 10:08

Mirabellenmädchen hat geschrieben:Andere reden mit ihren Tieren und projizieren sogar ihre Einsamkeits- und/oder Frustrationsgefühle auf sie. Das ist schon sehr ungesund, findest du nicht?
Also das mit dem Reden... das mache ich auch. Sowohl früher mit unserer Katze als auch jetzt mit unserem Hund. Natürlich verstehen sie nicht unbedingt den Wortinhalt, aber die Zuwendung, der Stimmklang, das ist schon eine Art von Kommunikation, die mit Tieren funktioniert.
Wobei unser Hund einfache Sätze wie "na, gehen wir raus?" "Hast du Hunger?" "Komm, nimm den Stock einfach mit" und "Du kannst jetzt nicht mitkommen" verstehen kann - ohne dass man ihr das beibringen musste wie die typischen Befehle, die sie natürlich auch beherrscht. Unsere Hündin tröstet einen auch, wenn man traurig ist und geht dazwischen, wenn wir mal streiten. Sie kann also auch menschliche Emotionen ganz gut interpretieren.
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Re: Haustiere ein NoGo?

Beitrag von TheRealDeal » Freitag 24. Juni 2016, 10:19

Mirabellenmädchen hat geschrieben:Andere reden mit ihren Tieren und projizieren sogar ihre Einsamkeits- und/oder Frustrationsgefühle auf sie. Das ist schon sehr ungesund, findest du nicht? Ich meine selbstverständlich nicht, dass es grundsätzlich verwerflich ist, sein Tier zu lieben und als Familienmitglied anzusehen. Man darf halt nur nicht vergessen, dass es ein Tier ist und damit keine menschlichen, sondern tierische Bedürfnisse hat.
Also ich habe mich mit Katzen immer gerne unterhalten. Das waren (besonders bei einer) immer Dialoge. Da ich aufgrund meiner Unvollkommenheit nicht weiß, was Tiere verstehen, und was nicht, rede ich ganz normal mit ihnen. Und wenn ich "meiner" traumatisierten Katze sage, dass sie eine gute Katze ist und genau richtig ist, wie sie ist, dann bin ich in dem Moment der beste Mensch, der ich sein kann. Sie hat sich jedenfalls noch nie bei mir über mein Verhalten beschwert. ;)
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Re: Haustiere ein NoGo?

Beitrag von Lisa » Freitag 24. Juni 2016, 12:24

Ringelnatz hat geschrieben:Wenn ich einen Mann sehe, der zärtlich mit Tieren umgeht, finde ich das attraktiv.
+1 :shylove:

Mit Haustieren zu reden, finde ich btw. ziemlich normal. Ich kenne eigentlich niemanden, der das NICHT macht :gruebel:. Hunde verstehen ja sehr viele Wörter und oft sogar ziemlich komplexe Sätze (der Hund einer Bekannten hat mich diesbezüglich des öfteren in Erstaunen versetzt :shock: ), aber auch Katzen verstehen einzelne Kommandos (vor allem die, die sie verstehen wollen, z.B. "Futter!" ;)). Außerdem können sowohl Hunde als auch Katzen die menschliche Sprachmelodie sehr gut interpretieren, es macht also m.E. durchaus Sinn, mit Haustieren zu reden. Aber natürlich kann man es auch übertreiben ...

@Topic: Haustiere wären für mich überhaupt kein NoGo, eigentlich mag ich alle Tiere (nur mit Vogelspinnen hätte ich ein kleines Problem).
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Re: Haustiere ein NoGo?

Beitrag von Krausig » Freitag 24. Juni 2016, 13:15

Ich mag Hunde und Katzen eigentlich recht gerne. Möchte aber trotzdem keine selbst haben, weil die mir zu viel Arbeit machen und ich nicht mehr so frei mit meiner Zeit umgehen kann. Sprich dafür sorgen muss, dass die Tiere versorgt sind.

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Re: Haustiere ein NoGo?

Beitrag von Schokolade » Freitag 24. Juni 2016, 14:06

Für mich käme es darauf an, was für ein Haustier es wäre. Katzen, Hunde und Vögel sind okay. Aber keine anderen wie: Schlangen, Ratten, Mäuse, Hamster usw.

Ich fände es ganz gut, wenn Hunde gut erzogen sind. Kampfhunde sind allerdings für mich ein NoGo.

Ich habe mal daran gedacht, mir eine Katze anzuschaffen, aber dafür müsste man auch zu Hause sein. Ich bin am Tag fast 12 Stunden nicht zu Hause. Das wäre für ein Haustier nicht sehr schön, dann so lange allein zu sein. Vielleicht später mal.

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Re: Haustiere ein NoGo?

Beitrag von Unattraktive » Freitag 24. Juni 2016, 17:29

Dead Milkman hat geschrieben:
Unattraktive hat geschrieben:Frage mich immer, wie die es schaffen die Uhrzeit zu kennen. :D
Innere Uhr. Hab' auch zwei Kater, und mir wurde schon oft erzählt, dass die total hibbelig werden, wenn sie spüren, dass Herrchen bald von Arbeit kommt. :mrgreen:

Offenbar strahlt man als Katzenpapa doch was Unmännliches aus (im Gegensatz zu den Herrschaften mit Pitbull im Schlepptau). :sadman:
Die Intelligenz von Katzen wird sowieso völlig unterschätzt. ;)

Pitbulls wurden durch die Medien im negativen Sinne hochgeschaukelt und man muss mittlerweile fast einen Hundeführerschein machen, den Hund testen lassen usw.

Da es so schwer ist einen "Kampfhund" wegen der ganzen Auflagen aus dem Tierheim zu adoptieren, werden viele dieser Hunde mittlerweile eingeschläfert.

Leider halten sich auch eher "schräge Typen" diese Rasse. Meine Nachbarn haben einen, und der ist total verspielt und ein richtiger Familienhund.

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