Von Mut, Schmerz und Fehlern

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Fly Away
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Von Mut, Schmerz und Fehlern

Beitrag von Fly Away » Samstag 25. Juni 2016, 12:54

Ich habe in letzter Zeit einige Körbe bekommen, von denen manche weh taten und andere kein bisschen. Und ich habe teilweise auch keine Körbe bekommen, weil ich mal wieder nicht den Mut aufbringen konnte, in einer gewissen Situation über meinen Schatten zu springen und jemanden anzusprechen, bei dem es sich vielleicht gelohnt hätte.

Gestern war mal wieder so eine Situation. Ich war auf einem Fest, neben mir saßen irgendwann drei Mädels, von denen eine absolut bezaubernd war. Es hat sich ein netter Gesprächsaufhänger ergeben, .... und dann habe ich vollkommen in die Scheiße gegriffen und mich vor lauter Unsicherheit verhalten, als wäre ich 15 und nicht annähernd 30. Was sie mir dann auch in etwa so zurückgemeldet und sich dann freundlich verabschiedet haben :?

Nun lag ich heute morgen in meinem Bett, mit einem Haufen wirrer Gedanken dazu, und dem tumben Schmerz, mal wieder verkackt zu haben. Warum tun "keine Körbe" manchmal mehr weh, als "Körbe" und warum sind manche Körbe einfacher zu ertragen als andere? Als ich so darüber nachgedacht habe, kam mir so was wie eine kleine Erleuchtung...

Mir ist klar geworden, dass eigentlich jede Form von emotionalem Schmerz im Leben dadurch zustande kommt, dass man nicht den Mut findet, im Einklang mit sich selbst zu handeln. Wann immer ich aufrichtig, ohne Zweifel und aus vollem Herzen sagen konnte: "Ich habe alles richtig gemacht, alles getan was ich konnte in dieser Situation" - Dann mag das Ergebnis vielleicht manchmal traurig gestimmt, aber nie wirklich Schmerzen bereitet haben. Es tut immer dann richtig weh, wenn man entgegen seiner eigenen inneren Haltung arbeitet.

Ich wusste in der Situation innerlich, dass ich mich völlig unauthentisch verhalte. Aber ich hatte Angst und war unsicher.. und habe den Idioten gemimt. Das tut weh. Nicht so sehr die Reaktion, viel mehr das eigene Verhalten. Es tut auch weh, wenn ich weiß, dass ich diese Frau jetzt ansprechen sollte, weil sie mir so nett zulächelt, aber nicht den Mut dazu finde. Es tut weh, zu wissen, dass man in seinem Leben so viele Chancen links und rechts liegen lassen hat, weil man Angst hatte, über den eigenen Schatten zu springen. Es tut auch weh, in einer Beziehung zu verharren, die eigentlich schon lange tot ist - Wenn man das innerlich weiß, aber sich trotzdem dagegen sträubt. Es tut weh, in einer Friendzone zu stecken und sich am letzten Strohhalm einer Hoffnung festzuklammern, von der man weiß, dass sie eigentlich gar nicht existiert.

Wann immer ich hingegen aufrichtig zu mir selbst stehe, jemanden anspreche und mich gebe wie ich bin - Und dann einen Korb bekomme - dann habe ich alles gegeben, was ich konnte und bin. Dann ist es vielleicht traurig, wenn ein "nein" dabei rumkommt, aber ich habe mich nicht selbst verraten. Ich habe keine Chance liegen lassen. Es ist auch keine Schande, sich zu verlieben und sein Glück zu versuchen. Die Schande entsteht dann, wenn man das "nein" des Gegenübers ignoriert und wider besseren Wissens seine eigene Leidesfähigkeit strapaziert.

Ich wünschte, ich könnte einfacher auf Leute zugehen und mich dabei einfach so geben, wie ich bin. Und ich wünschte, ich könnte aus vielen Konstellationen einfacher wieder rausgehen, wenn sie sich für mich als tot erwiesen haben. Ich glaube, wenn ich es schaffen könnte, immer so zu handeln... Dann wäre ich ein wirklich glücklicher Mensch. Was denkt ihr dazu?

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Re: Von Mut, Schmerz und Fehlern

Beitrag von NBUC » Samstag 25. Juni 2016, 13:42

Die Hauptfaktoren für die Stärke des Schmerzes würde ich in der schon getätigten persönlichen emotionalen Investition und dem Maß wie man sich überlegt, ob man das nicht auch durch ein etwas anderes Verhalten doch hätte schaffen können. In dem Sinne ist Nichts-machen im Nachhinein sicher ein nahezu automatischer Frustgenerator, aber das irgendwie unkontrolliert runtergerissen zu haben und dann einen Fehler gemacht zu haben, den man sich bei einem anderen, vorsichtigeren Vorgehen hätte vermeiden können wirkt dann genauso sicher. Schnell nach dem ersten Rückschlag abhaken, kann auch einer davon sein.

Was heißt in dem Zusammenhang dann "Ich habe alles richtig gemacht, alles getan was ich konnte in dieser Situation"? Das wird man ja letztlich auch erst dann sagen können, wenn man sich so viel Fertigkeit angeeignet hat, um das von möglicher eigener Unfähigkeit auch sauber trennen zu können.

Was gut verarbeitbar ist sind dann halt sie ist vergeben, tatsächliches nachvollziehbares Pech, bessere Konkurrenz oder wenn die Dame dann doch im Umgang abturnende Defizite/schwere Inkompatibilitäten zeigt.


Und eigentlich finden wir hier dann noch:

1) Suchen: Einfach nicht "suchen" und tun, was Spaß macht udn "offen bleiben", reicht wohl doch nicht. Die Damen, die du nicht angesprochen hast, haben umgekehrt dich scheinbar nicht angesprochen.

2) Ausstrahlung: Die "Scheiße" lag doch wohl kaum in deiner sonstigen Lebenszufriedenheit, sondern dass du dich mit genau der Situation nun überfordert gefühlt hast und das alles andere in dem Moment überstrahlt hat.
(Die sonstige positive Lebenszufriedenheit und Ausstrahlung bis zum kritischen Moment könnte natürlich dazu beigetragen haben (sicher nicht alleine) , dass du überhaupt den Kontakt bekommen hast - falls nicht andere externe Faktoren oder Bekanntschaften das Bindeglied waren)

3) Niederlagen/Körbe locker und als Übung sehen: Funktioniert scheinbar auch nicht soo gut. Obwohl du scheinbar mehr Gelegenheit mit verschiedenen Damen hast als andere hier, für die entsprechend so ein Kontakt noch deutlcih wertvoller ist.

Wo du scheinbar schon einen erheblichen Vorsprung hast ist, dass du überhaupt Kandidatinnen triffst und in näheren Kontakt kommst (hört sich ja sogar nach teils Interessebekundungen bekommen an) , um die Fehler der 2. Stufe überhaupt zu begehen. Andere sind da noch lange nicht so weit und haben entsprechend auch noch ganz andere Arbeiten vor sich.
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Re: Von Mut, Schmerz und Fehlern

Beitrag von Fly Away » Samstag 25. Juni 2016, 14:12

NBUC hat geschrieben: Was heißt in dem Zusammenhang dann "Ich habe alles richtig gemacht, alles getan was ich konnte in dieser Situation"? Das wird man ja letztlich auch erst dann sagen können, wenn man sich so viel Fertigkeit angeeignet hat, um das von möglicher eigener Unfähigkeit auch sauber trennen zu können.
Ich habe neulich eine junge Frau im McDonalds angesprochen, in der Folge gemeinsam mit ihr gegessen und mich dabei total nett und syphatisch mit ihr unterhalten. Ich habe mich dabei sehr authentisch gefühlt, mich nicht irgendwie zum Affen gemacht. An ihrer gesamten Mimik und Körpersprache konnte man sehen, dass sie diese Begegnung auch genossen hat. Als ich sie dann kurz vor dem gehen gefragt habe, ob wir in Kontakt bleiben wollen hat sie gelächelt und mir einen freundlichen Korb gegeben. Das war schade, aber eine Situation in der ich trotzdem das Gefühl hatte, alles absolut richtig gemacht zu haben. Mehr hätte ich da nicht rausholen können. Die Gründe für den Korb kenne ich nicht, aber das ist letztlich auch egal.
Und eigentlich finden wir hier dann noch ...
Eigentlich finde ich hier nur wieder, dass du die Diskussion aus dem anderen Thread fortführen möchtest, meine Argumente dort aber nicht mehr weiter beachtet hast, sondern in deinem eingefahrenen Argumentationsmuster verharrst: http://www.abtreff.de/viewtopic.php?f=1 ... &start=196

Es ist, wie bereits beschrieben, ein "Dreiklang" der sich nicht auseinander rupfen lässt. Der Kontakt ist in dieser Situation übrigens zustande gekommen, weil ich gute Laune (positive Grundausstrahlung) hatte, die Mädels angelächelt habe, eine nonverbale Interaktion folgte und ich sie dann schließlich angesprochen habe. Wäre ich mies drauf gewesen, hätte ich mir direkt das Ansprechen sparen können.

Ehrlich gesagt möchte ich jetzt aber die Diskussion aus dem anderen Thread nich hier rüber schwappen lassen, es dreht sich da ja eh im Kreis.
Niederlagen/Körbe locker und als Übung sehen: Funktioniert scheinbar auch nicht soo gut. Obwohl du scheinbar mehr Gelegenheit mit verschiedenen Damen hast als andere hier, für die entsprechend so ein Kontakt noch deutlcih wertvoller ist.
Wie gesagt, ich ärgere mich eigentlich mehr über mein eigenes Verhalten als über den Korb an sich. Aber auch das werde ich mit Sicherheit nicht ewig lange mit mir rumtragen.

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Re: Von Mut, Schmerz und Fehlern

Beitrag von Berglöwe » Samstag 25. Juni 2016, 14:51

Kurzum: Wenn man alles gibt und am Ende doch scheitert, kommt man eher darüber hinweg weil man weiß, dass in diesem Fall nicht anders hätte kommen können. Wenn man aber scheitert ohne alles in der Situation notwendige und vor allem auch mögliche gegeben zu haben, drückt das umso mehr auf die Seele weil diese Niederlage nicht hätte sein müssen und ggf. mehr drin (vlt. sogar der Erfolg) gewesen wäre.

Ich kenne das zu gut. Allerdings halte ich es für ein Ideal, dass man immer so alles mögliche geben kann. Zwar gilt es das anzustreben und soweit wie möglich umzusetzen aber ich halte es für keinen Beinbruch, wenn das mal nicht klappt. Zumal der daraus entstehende Ärger ja einen sozusagen wieder auf den Boden bringt und bei positiver geistiger Verfassung einen dann auch antreibt, sich beim nächsten Mal einen Ruck zu geben.

Wie gesagt: mal ist kein Beinbruch. Problematisch wird es erst, wenn es oft so kommt, dass man sich partout nicht über Hürden hinwegtraut. Solch systematischer Selbstbetrug ist auf Dauer geistige Selbstvergiftung und führt zu einer unglücklichen Einstellung und einem Berg voll Selbstzweifeln. Ich weiß ich habe das jetzt etwas einfach dargestellt und das Thema Ängste usw hier nicht berücksichtigt aber im Groben und Ganzen kommt es hin.

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Re: Von Mut, Schmerz und Fehlern

Beitrag von Fly Away » Samstag 25. Juni 2016, 15:53

Alexas hat geschrieben:Kurzum: Wenn man alles gibt und am Ende doch scheitert, kommt man eher darüber hinweg weil man weiß, dass in diesem Fall nicht anders hätte kommen können. Wenn man aber scheitert ohne alles in der Situation notwendige und vor allem auch mögliche gegeben zu haben, drückt das umso mehr auf die Seele weil diese Niederlage nicht hätte sein müssen und ggf. mehr drin (vlt. sogar der Erfolg) gewesen wäre.
Das ist eine perfekte Zusammenfassung dessen, was ich gemeint habe, danke! Vielleicht klingt das alles total trivial. Die eigentlich wesentliche Erkenntnis liegt für mich aber darin, dass der wesentliche Anteil des Schmerzes nicht durch das Verhalten des anderen, sondern durch das eigene Verhalten zustande kommt... Und das ist doch ein total wichtiger Ansatz, oder?
Ich kenne das zu gut. Allerdings halte ich es für ein Ideal, dass man immer so alles mögliche geben kann. Zwar gilt es das anzustreben und soweit wie möglich umzusetzen aber ich halte es für keinen Beinbruch, wenn das mal nicht klappt. Zumal der daraus entstehende Ärger ja einen sozusagen wieder auf den Boden bringt und bei positiver geistiger Verfassung einen dann auch antreibt, sich beim nächsten Mal einen Ruck zu geben.
Klar, immer wird das garantiert nicht funktionieren. Aber ich muss festhalten, dass ich durch viel Übung mittlerweile schon so weit bin, dass ich regelmäßig Situationen erlebe, in denen ich denke - "Super, das hab ich jetzt echt gut gemacht". Früher war das auf jeden Fall noch nicht so.

Was halt schade ist... gerade bei den Frauen, die ich total attraktiv finde und für eigentlich fast unerreichbar halte, kommen die alten Muster wieder raus. Wenn ich das bei denen genau so angehen könnte wie bei anderen...dann würde ich noch mal total davon profitieren.

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Re: Von Mut, Schmerz und Fehlern

Beitrag von TheRealDeal » Samstag 25. Juni 2016, 16:34

Hallo Fly Away, deine Einstellung stimmt. Ich sage mal: Aufstehen, Mund abwischen und weiter machen. Wenn du dein Bestes gibst, authentisch bist und bleibst und trotzdem scheiterst, dann kann dir zumindest nichts leid tun. Das Gefühl nicht alles, was dir möglich ist getan zu haben, löst das Leid, bzw. den Schmerz aus. :vielglueck:
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Re: Von Mut, Schmerz und Fehlern

Beitrag von Schokolade » Samstag 25. Juni 2016, 20:01

@ Fly away: ich wünschte ich könnte jemanden einfach so ansprechen. Mir gehen dabei tausend Gedanken durch den Kopf.

Gut wenn mich jemand nicht interessiert, funktioniert es schon.
Aber wenn mich jemand wirklich interessiert , gibt es eine absolute Sperre. Mir fällt absolut nie was ein, was ich sagen könnte. Und natürlich habe ich Angst, das wenn mir tatsächlich was einfällt ich dann irgendeinen blöden Kommentar bekomme. Ist der andere vergeben und sagt das auch ist es okay. Finde ich dann nicht schlimm. Aber in der Vergangenheit gab es halt Kommentare für mich beim Ansprechen , die nicht nett waren und mich persönlich verletzten. Deshalb habe ich immer Angst es zu tun. Es gibt jemanden, wo eigentlich ich an der Reihe wäre, jetzt den Kontakt herzustellen. Ich will es, kann es aber nicht. Es funktioniert nicht. Und das tut verdammt weh.Besonders wenn er in der Nähe ist. Erschwerend kommt hinzu, dass ich meine Gefühle nicht zeigen kann. Wahrscheinlich denkt er ich hätte ihn veräppelt, aber das stimmt nicht. Ich bin nur nicht in der Lage mein Interesse zu zeigen. Ich wünschte, ich wäre dazu in der Lage.
Deshalb: Hut ab Fly away!!! Von dir müsste ich mir eine Scheibe abschneiden. Das meine ich ernst!!!!

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Re: Von Mut, Schmerz und Fehlern

Beitrag von Elli » Samstag 25. Juni 2016, 20:37

Mir ist klar geworden, dass eigentlich jede Form von emotionalem Schmerz im Leben dadurch zustande kommt, dass man nicht den Mut findet, im Einklang mit sich selbst zu handeln. Wann immer ich aufrichtig, ohne Zweifel und aus vollem Herzen sagen konnte: "Ich habe alles richtig gemacht, alles getan was ich konnte in dieser Situation" - Dann mag das Ergebnis vielleicht manchmal traurig gestimmt, aber nie wirklich Schmerzen bereitet haben. Es tut immer dann richtig weh, wenn man entgegen seiner eigenen inneren Haltung arbeitet.
Ein Ansatz, an dem sicher viel Wahres ist und der in Situationen wie den oben beschriebenen (Kennenlernen, Ansprechen ...) der bestmögliche ist. Trotzdem: Das funktioniert m.E. nur so lange in dieser Reinform, wie man keine nennenswerten emotionalen Bindungen eingeht. Geht man diese ein (damit meine ich nicht nur Verliebtheit und Beziehung, sondern auch zB enge Freundschaften) und öffnet sich anderen Menschen wirklich, dann kann man von denen - auch wenn man selbst der Meinung ist, alles richtig zu machen - natürlich auch verletzt werden. Es kommt ja nicht von ungefähr, dass so viele Leute Bindungsangst haben.

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Re: Von Mut, Schmerz und Fehlern

Beitrag von Schneeleopard » Samstag 25. Juni 2016, 20:48

TheRealDeal hat geschrieben: Ich sage mal: Aufstehen, Mund abwischen und weiter machen. Wenn du
dein Bestes gibst, authentisch bist und bleibst und trotzdem scheiterst,
dann kann dir zumindest nichts leid tun.
Ich sage eher: Aufstehen, Mundabwischen, Nachdenken, Lernen, Besser
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Re: Von Mut, Schmerz und Fehlern

Beitrag von NBUC » Samstag 25. Juni 2016, 20:51

Schneeleopard hat geschrieben:
Niemend gibt sein Bestes ... irgendwas geht immer zu optimieren. Und
wenn man auf Frauen wie ein Zombie wirkt, ist authentisch bleiben
ziemlich wenig sinnvoll. Jeder von uns hat viele verschiedene Rollen in
sich, die er in unterschiedlichen sozialen Umgebungen auslebt. Man kann
sehr gut authentisch bleiben und sich trotzdem deutlich ändern.
Ja, man kann authentisch sein und damit schwer unattraktiv. Aber dann kommt es eben darauf an eine Idee zu bekommen, woran das liegt - und danach kann man dan entscheiden ob die Veränderung ein Verbiegen und unauthentisch wäre oder einfach eine bisher unbedachte Seite ist, deren Änderung eben nicht mit irgendwelchen leibgewonnenen Elementen kollidiert sondern diese einfach unbeachtet waren.
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Re: Von Mut, Schmerz und Fehlern

Beitrag von Montecristo » Samstag 25. Juni 2016, 20:57

NBUC hat geschrieben:Ja, man kann authentisch sein und damit schwer unattraktiv.
Naja, manchmal kann man anhand des Feedbacks die Richtung ein bisschen erahnen. Viele mABs sind vermutlich einfach zu ruhig. Grundsätzliche Änderungen sind sicher schwierig. Ich denke, dass geht nur schrittweise. Man muss halt auch wollen.

Ich denke aber auch, wenn schwerwiegende Probleme vorliegen, wird es schwer bleiben. Dann muss man einfach an anderer Stelle suchen.

Schlussendlich können wir endlos darüber diskutieren. Verbiegen, authentisch, Persönlichkeit...
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Re: Von Mut, Schmerz und Fehlern

Beitrag von TheRealDeal » Samstag 25. Juni 2016, 22:06

Schneeleopard hat geschrieben:
TheRealDeal hat geschrieben: Ich sage mal: Aufstehen, Mund abwischen und weiter machen. Wenn du
dein Bestes gibst, authentisch bist und bleibst und trotzdem scheiterst,
dann kann dir zumindest nichts leid tun.
Ich sage eher: Aufstehen, Mundabwischen, Nachdenken, Lernen, Besser
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ziemlich wenig sinnvoll. Jeder von uns hat viele verschiedene Rollen in
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sehr gut authentisch bleiben und sich trotzdem deutlich ändern.
Nachdenken kannst du schon mal streichen. Anders machen. Ob das besser oder schlechter wird, sieht man dann. Daraus kann man lernen. Authentisch sein heißt nicht, dass man sich nicht entwickeln kann oder soll. Sei du selbst, dann wirst du sichtbarer, auch für das andere Geschlecht. Das ist wichtiger, als viel sein zu wollen. In einer konkreten Situation kannst du nicht mehr machen, als dein Bestes geben. Auf seine vollständige/optimale Entwicklung zu warten kann sich niemand leisten. Denn das würde bedeuten, auf seine Erleuchtung zu warten. Und danach heißt es Unkraut zu jähten und die Wohnung zu putzen. Ich habe schon einige ABs/Abinen kennen gelernt. Und ein Zombie war nicht annähernd darunter. Wohl aber Menschen, deren Selbstwahrnehmung deutlich von der Fremdwahrnehmung (meiner) differiert hat. Denken sollte als erstes abgeschafft werden. Denn es bringt nichts. Weil die Dinge, worum es in einer Liebesbeziehung geht, nicht rational mit unserem Gehirn bearbeitet werden kann. Außerdem findet man dann immer mehr Gründe etwas nicht zu tun, als etwas zu tun. Auch weil wir von Natur aus faul und konfliktscheu sind.
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Re: Von Mut, Schmerz und Fehlern

Beitrag von NBUC » Samstag 25. Juni 2016, 22:15

Ohne denken und ohne entwickelte Intuition/Bauchgefühl/Routine passiert dann eben sobald der Vorlagenfundus alle ist: Hallo -> scheiß Wetter heute -> ??? gar nichts mehr, sondern zeigt sich dann das große Schweigen.
Oder man läßt sich z.B. ungefiltert treiben, dann wird das von der anderen Seite später als "Verhör" empfunden.
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Re: Von Mut, Schmerz und Fehlern

Beitrag von TheRealDeal » Sonntag 26. Juni 2016, 01:02

NBUC hat geschrieben:Ohne denken und ohne entwickelte Intuition/Bauchgefühl/Routine passiert dann eben sobald der Vorlagenfundus alle ist: Hallo -> scheiß Wetter heute -> ??? gar nichts mehr, sondern zeigt sich dann das große Schweigen.
Oder man läßt sich z.B. ungefiltert treiben, dann wird das von der anderen Seite später als "Verhör" empfunden.
Das ist halt der Irrtum. Zu glauben, denken würde uns davor bewahren, auf unser Gefühl und Bauchgefühl/unsere Intuition hören zu müssen. Natürlich begebe ich mich abseits der Logik und des Erklärbaren auf ungewisses Terrain. Und damit liefere ich mich ein Stück weit aus, weil ich plötzlich nicht mehr alles unter Kontrolle habe. Dann kommen Ängste ins Spiel (die jeder Mensch irgendwo hat) und das kann mich davon abhalten, meine Komfortzone zu verlassen. Da ich aber durch bloßes nachdenken unmöglich alle Eventualitäten abdecken kann, betrete ich letztlich dauernd Neuland. Und ich finde, dass ich dann auch meine Innere Haltung entsprechend anpassen darf. Und ich war früher auch ziemlich "verkopft".
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Re: Von Mut, Schmerz und Fehlern

Beitrag von Traveler » Sonntag 26. Juni 2016, 02:07

Gestern war mal wieder so eine Situation. Ich war auf einem Fest, neben mir saßen irgendwann drei Mädels, von denen eine absolut bezaubernd war. Es hat sich ein netter Gesprächsaufhänger ergeben.... und dann habe ich vollkommen in die Scheiße gegriffen und mich vor lauter Unsicherheit verhalten, als wäre ich 15 und nicht annähernd 30. Was sie mir dann auch in etwa so zurückgemeldet und sich dann freundlich verabschiedet haben :?
Wann immer ich hingegen aufrichtig zu mir selbst stehe, jemanden anspreche und mich gebe wie ich bin - Und dann einen Korb bekomme - dann habe ich alles gegeben, was ich konnte und bin. Dann ist es vielleicht traurig, wenn ein "nein" dabei rumkommt, aber ich habe mich nicht selbst verraten. Ich habe keine Chance liegen lassen. Es ist auch keine Schande, sich zu verlieben und sein Glück zu versuchen.

Man könnte dass auch sehen, dass du auch hier wieder alles gegeben hast. Hat halt nur nicht gereicht :) Dadurch dass du nervös geworden bist, war halt nicht mehr drin. Dein eigener Anspruch (und anscheinend auch der der Frau) ist ja das man mit so was locker umgehen können sollte und das dass eine ganz normal und alltägliche Situation ist.

Das ist genauso wie über verpasste Chancen in der Vergangenheit zu trauern. Zu dem Zeitpunkt, in dem Zustand, mit der Erfahrung war einfach nicht mehr drin sonst hätte man ja automatisch mehr gemacht (wo es die Normals ja anscheiend intuitiv leichter haben).

.... und dann habe ich vollkommen in die Scheiße gegriffen und mich vor lauter Unsicherheit verhalten, als wäre ich 15 und nicht annähernd 30. Was sie mir dann auch in etwa so zurückgemeldet und sich dann freundlich verabschiedet haben :?
Ist mir auch schon passiert. Der Original Wortlaut war: "Man kann merken das du nicht viel Kontak zu Frauen hattest und von einem Mann in deinem Alter würde man mehr erwaten...". Sowas ist natürlich wie Schlag in die Fresse über das jeder erstmal nachdenken muss. Insofern kein Wunder das einem danach die Gedanken Kreisen.

Es sind glaub ich eher die eigenen und die fremden Erwartungen die man nicht erfüllen kannen. Wenn du entspannt bist und du keine Erwartungen hast bist du wieder "authentisch", "locker" und "mit dir im Reinen". Man weist halt einfach irgenwie das man diese Ansprüche nicht erfüllen kann und verkackt dann immer wieder auf neue... Vielleicht wäre es sinnvoll die eigenen Erwartungen an sich erstmal zu senken und sich mit kleineren Dingen zu frieden zu geben. Als AB ist man nunmal Beziehungstechnisch nicht der beste, erwartet aber von sich, dass man genau so gut ist wie jemand der schon 20 Beziehungen hatte.

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Re: Von Mut, Schmerz und Fehlern

Beitrag von NBUC » Sonntag 26. Juni 2016, 07:01

[quote="TheRealDeal] Das ist halt der Irrtum. Zu glauben, denken würde uns davor bewahren, auf unser Gefühl und Bauchgefühl/unsere Intuition hören zu müssen. Natürlich begebe ich mich abseits der Logik und des Erklärbaren auf ungewisses Terrain. Und damit liefere ich mich ein Stück weit aus, weil ich plötzlich nicht mehr alles unter Kontrolle habe. Dann kommen Ängste ins Spiel (die jeder Mensch irgendwo hat) und das kann mich davon abhalten, meine Komfortzone zu verlassen. Da ich aber durch bloßes nachdenken unmöglich alle Eventualitäten abdecken kann, betrete ich letztlich dauernd Neuland. Und ich finde, dass ich dann auch meine Innere Haltung entsprechend anpassen darf. Und ich war früher auch ziemlich "verkopft".[/quote]

Da ist eben kein Bauchgefühl außer vielleicht rein instinktives flight or fight. Und damit keine Vorstellung was außerhalb des "Wohlfühlbereichs" zu tun wäre. Und selbst bei nicht direkt verurteilenswerten Freilaufhandlungen wie all die Fragen stellen, die man im Kopf hat, führt das dann zur Disqualifikation. Von an den Haaren in die Höhle zerren ganz zu schweigen.
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Re: Von Mut, Schmerz und Fehlern

Beitrag von Montecristo » Sonntag 26. Juni 2016, 10:15

Traveler hat geschrieben: Es sind glaub ich eher die eigenen und die fremden Erwartungen die man nicht erfüllen kann. Wenn du entspannt bist und du keine Erwartungen hast bist du wieder "authentisch", "locker" und "mit dir im Reinen". Man weist halt einfach irgenwie das man diese Ansprüche nicht erfüllen kann und verkackt dann immer wieder auf neue... Vielleicht wäre es sinnvoll die eigenen Erwartungen an sich erstmal zu senken und sich mit kleineren Dingen zu frieden zu geben.
Es wird immer schwierig bleiben. Ich denke nicht, dass man sein Wesen und seine Erscheinung völlig umstricken kann.

Da bleibt einfach nur zu sehen, wo überhaupt was geht.
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Re: Von Mut, Schmerz und Fehlern

Beitrag von NeC » Sonntag 26. Juni 2016, 11:01

Traveler hat geschrieben:
Fly Away hat geschrieben:Es hat sich ein netter Gesprächsaufhänger ergeben.... und dann habe ich vollkommen in die Scheiße gegriffen und mich vor lauter Unsicherheit verhalten, als wäre ich 15 und nicht annähernd 30. Was sie mir dann auch in etwa so zurückgemeldet und sich dann freundlich verabschiedet haben :?
Ist mir auch schon passiert. Der Original Wortlaut war: "Man kann merken das du nicht viel Kontak zu Frauen hattest und von einem Mann in deinem Alter würde man mehr erwaten...".
Hm, ihr macht mich neugierig: Könntet ihr ein wenig konkreter werden, was ihr da verzapft habt? Ich wundere mich nämlich schon etwas darüber, dass die Mädels euch so offen Feedback zu aus ihrer Sicht unreifen Verhalten geben.

Gut, ich habe ein paar Jährchen mehr auf dem Buckel, aber ich kenne sowas eigentlich nur von ganz jungen Mädchen im Teenageralter. Wo es halt "cool" ist mit den etwas älteren Jungs abzuhängen, und das dann gern auch demonstrativ zur Schau gestellt wird. Ansonsten kam etwas "das Kind im Manne bewahren" eigentlich eher gut an. Oder bezog sich euer "Fehltritt" eher auf sexuell gefärbte Prahlerei?

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Re: Von Mut, Schmerz und Fehlern

Beitrag von Fly Away » Sonntag 26. Juni 2016, 14:01

Traveler hat geschrieben: Man könnte dass auch sehen, dass du auch hier wieder alles gegeben hast. Hat halt nur nicht gereicht :) Dadurch dass du nervös geworden bist, war halt nicht mehr drin. Dein eigener Anspruch (und anscheinend auch der der Frau) ist ja das man mit so was locker umgehen können sollte und das dass eine ganz normal und alltägliche Situation ist.
Naja. Im Prinzip hast du schon recht.. Natürlich verhält man sich in jeder Situation "bestmöglich", so gut man es eben kann. Und in dem Moment hats eben nicht gereicht. Das Ziel ist aber natürlich, auch solche Situationen authentischer und natürlicher zu handhaben.. sprich, sich nicht zum Affen zu machen und nachher sagen zu können: "Okay, ich musste hier nichts überspielen sondern war wie ich normalerweise auch bin". Ich denke das kriegen die meisten in meinem Alter schon hin. Deshalb wird es auch erwartet. Ein bisschen Unsicherheit darf ja trotzdem dabei sein ;)
Traveler hat geschrieben: Ist mir auch schon passiert. Der Original Wortlaut war: "Man kann merken das du nicht viel Kontak zu Frauen hattest und von einem Mann in deinem Alter würde man mehr erwaten...". Sowas ist natürlich wie Schlag in die Fresse über das jeder erstmal nachdenken muss. Insofern kein Wunder das einem danach die Gedanken Kreisen.
Wow, das ist auch ziemlich heftig. Vergleichbar würde ich sagen. Der Punkt bei mir ist ... ich hatte eigentlich immer recht viel Kontakt zu Frauen, ich habe eine längere Beziehung und verschiedene kleinere Affairen hinter mir, bin sexuell kein unbeschriebenes Blatt.. Und trotzdem habe ich gerade in solchen Flirt- und Kennenlernsituationen gegenüber meinen durchschnittlichen Altersgenossen noch ein erhebliches Erfahrungsdefizit. Da ist dann so eine Aussage schon ein Schlag ins Gesicht, ich kann das total nachvollziehen.

Eigentlich sollte man ja auch dankbar sein, dass man so eine offene Rückmeldung bekommt. Auf der anderen Seite... Was bitteschön nehmen sich die Mädels da raus? Ich sage ja auch nicht "Man merkt, dass du emotionale Defizite hast weil dein Papa dich offenbar nicht lieb hatte, also verpiss dich bitte!" ... Eigentlich sollte man da nicht wie ein getroffener Hund reagieren sondern sich das Recht herausnehmen, wütend zu sein. Denke ich.
Traveler hat geschrieben: Vielleicht wäre es sinnvoll die eigenen Erwartungen an sich erstmal zu senken und sich mit kleineren Dingen zu frieden zu geben.
Das kann ich auf jeden Fall empfehlen!

Fly Away
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Re: Von Mut, Schmerz und Fehlern

Beitrag von Fly Away » Sonntag 26. Juni 2016, 14:05

NeC hat geschrieben:Hm, ihr macht mich neugierig: Könntet ihr ein wenig konkreter werden, was ihr da verzapft habt? Ich wundere mich nämlich schon etwas darüber, dass die Mädels euch so offen Feedback zu aus ihrer Sicht unreifen Verhalten geben.

Gut, ich habe ein paar Jährchen mehr auf dem Buckel, aber ich kenne sowas eigentlich nur von ganz jungen Mädchen im Teenageralter. Wo es halt "cool" ist mit den etwas älteren Jungs abzuhängen, und das dann gern auch demonstrativ zur Schau gestellt wird. Ansonsten kam etwas "das Kind im Manne bewahren" eigentlich eher gut an. Oder bezog sich euer "Fehltritt" eher auf sexuell gefärbte Prahlerei?
Nein, sexuell geprahlt habe ich überhaupt nicht, da gäbe es auch nicht viel zu Prahlen :roll:

Die Mädels waren 23-25, aus meiner Sicht schon recht jung, aber definitiv keine Teenies mehr. Naja was habe ich verzapft.. Ich weiß es ehrlich gesagt gar nicht mehr so 100%ig, ernsthaft. Ganz schön blöd eigentlich.

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