Stimme und Dialekt

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Pferdedieb
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Stimme und Dialekt

Beitrag von Pferdedieb » Sonntag 28. August 2016, 11:19

Hallo!

Mögt ihr eigentlich eure eigene Stimme? Und welche anderen Stimmen mögt ihr oder mögt ihr nicht?
Und wie sieht das mit Dialekten aus?

Ich denke, dass die Stimme große Auswirkungen auf andere Leute hat. Das ist ein Faktor, den man im Gegensatz zu Kleidung oder Frisur nicht ändern kann. Jemanden mit einer "unangenehmen" Stimme findet man gleich etwas weniger attraktiv, zumindest geht es mir so.
Auf einer Fortbildung traf ich mal eine Frau, die hatte so eine, nennen wir es mal "Megaphon-Stimme".
Wenn sie "normal" geredet hat, klang es trotzdem so, als würde sie durch ein Megaphon sprechen. Nicht wegen der Lautstärke, sondern wegen dem Tonfall. Es klang einfach sehr künstlich.

Andere Frauen haben teilweise eine derart hohe Stimme, dass man davon Ohrenschmerzen bekommt.

Wieder andere haben tiefe, raue Stimmen und klingen wie ein Mann.

Dafür haben manche Männer derart zarte Stimmen, dass man sie für eine Frau halten würde.
Das wirkt auf das andere Geschlecht sicherlich auch nicht sonderlich attraktiv.

Meine Stimme ist weder zart noch rau, aber ich finde den "Sound" trotzdem unangenehm.
Es wirkt nicht wirklich männlich, ich klinge eher wie ein Teenager mit Stimmbruch.

Unabhängig von der Stimme haben wir dann noch Dialekte. Bitte nicht persönlich nehmen, aber Sächsisch finde ich zum Davonlaufen, genauso wie Schwäbisch oder Bayrisch (komme selbst aus Baden-Württemberg, aber nicht aus Schwaben). Ich spreche auch privat Dialekt, aber das hat nicht diese extremen Ausmaße wie die oben genannten.

Ich war mal im Osten in einem Cafe und würde begrüßt mit: "Göden Doch, wös dörf ösch ön bröngen?"
Wie gesagt, bitte nicht persönlich nehmen, aber ich könnte mir das nicht den ganzen Tag anhören.

Im Gegensatz zu der Stimme würde ich tatsächlich die ein oder andere Person nicht als Partnerin haben wollen, wenn deren Dialekt für mich unausstehlich klingt.

Würdet ihr auch so reagieren? Ist der Dialekt für euch ein Ausschlusskriterium?
Oder sogar auch die Stimme?

Frage auch an die Nicht-ABs: Habt ihr Partner/innen mit außergewöhnlichen Stimmen oder Dialekten und wie kommt ihr damit zurecht? Kein Problem oder war es gewöhnungsbedürftig?
(Ich meine damit Kombinationen wie z.B. Oberbayer und Dresdnerin oder Schwäbin und Ostfriese).

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Re: Stimme und Dialekt

Beitrag von Automobilist » Sonntag 28. August 2016, 11:38

In der Tat eine interessante Frage ! Ich halte Stimmen und Dialekte auch für recht wichtig; Aphrodite z.B hat eine süße Backfischstimme, man würde ihr ihr Alter niemals glauben, spräche man nur per Telephon mit ihr. Sächsisch, besonders die vogtländische und erzgebirgische Variante, mag ich sehr; kann ich selbst auch perfekt sprechen.
Ich bemühe mich immer, soweit wie möglich die Hochsprache zu sprechen - ab und an hört man aber die Berlin - Vergangenheit.
Für mich ein absolutes Ausschlußkriterium : Die grauenvollen Kehllaute des Schwäbischen; da würde selbst Aphrodite's Schönheit nicht mehr helfen...(Désolé, da will ich wie üblich ehrlich sein...)
Ob Cockney oder Black Country in England ist mir gleichgültig, auch da kann ich Beides recht gut.
Frankreich ist da etwas einheitlicher; aber den " provençalischen " Dialekt mag ich auch recht gerne.

In D gehören die Nordlichter zu meinen Favoriten; op Platt mag ich, Hessisch, Bayerisch und Schwäbisch dagegen nicht sehr.
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Re: Stimme und Dialekt

Beitrag von Skadi » Sonntag 28. August 2016, 12:18

Kurz und knapp, weil wenig Zeit: Nein, ich mag meine Stimme überhaupt nicht! Nicht die Stimme, wie ich sie in meinem Kopf selber wahrnehmen, aber sehr wohl die Stimme, die ich höre, wenn z.B. jemand ein Gespräch mit mir aufgezeichnet hat. Ich höre mich an wie meine Cousine, deren Stimme ich ganz grauenvoll finde. :?
Dabei haben mir schon Männer, mit denen ich am Telefon gesprochen habe (und die mich nie gesehen haben, was vielleicht auch eine Rolle gespielt haben mag), gesagt, dass ich eine sehr angenehme Stimme hätte. ??? Kann ich absolut nicht nachvollziehen...

Dialekt wäre für mich nie ein Ausschlusskriterium gewesen, wenn ich mich da jetzt richtig erinnere, und wäre es auch heute nicht. Obwohl es natürlich auch Dialekte gibt, die auch ich furchtbar finde. Aber ob ich einen Dialekt mag oder nicht, hängt auch ganz stark damit zusammen, ob ihn jemand spricht, den ich mag oder nicht. Sächsisch finde ich aus diesem Grund beispielsweise sehr sympathisch. :klassiker:
Automobilist hat geschrieben:Für mich ein absolutes Ausschlußkriterium : Die grauenvollen Kehllaute des Schwäbischen; da würde selbst Aphrodite's Schönheit nicht mehr helfen...
Na, also jetzt aber! :oma: :peitsche: ;) Das Schwäbische kennt doch jetztbgar nicht so viele "grauenvolle Kehllaute". Verwechselt du das vielleicht mit dem Alemannischen? DAS ist in der Tat grauenvoll... :mrgreen:

Ach so, die grelle Stimme mancher Frauen kann ich auch nur schwer ertragen. Bei Männern kommt so was je eher seltener vor. ;) Schlimm finde ich aber, wenn jemand immer irgendwie gehetzt spricht oder nur rumnuschelt wie Till Schweiger... egal wie angenehm dessen Stimme sonst klingen mag/könnte. Auch extreme Leisesprecher gehen mir tendenziell eher auf die Nerven.
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Re: Stimme und Dialekt

Beitrag von Automobilist » Sonntag 28. August 2016, 12:27

@ Skadi : Ich glaube nicht... in meinen Ohren fürchterlich klingen Worte aus deren Munde, die ein " r " im Auslaut haben...(abrrrrrrrrr o.ä) oder die unschöne Eigenheit, jedes " e " in ein " ä " zu verwandeln. Je schneller ich da das Hasenpanier ergreifen kann - desto besser.
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Re: Stimme und Dialekt

Beitrag von Brax » Sonntag 28. August 2016, 12:33

Oh, wow, mal ein neues Thema! :mrgreen:

Eine hässliche Stimme... interessante Frage, ob man sich damit anfreunden könnte oder nicht. So viele allzu schreckliche Stimmen habe ich noch gar nicht gehört, als dass ich mir darüber überhaupt schon mal Gedanken gemacht hätte. Bzw. wenn, dann war das in der Regel bei Frauen, die für mich ja sowieso keine potenziellen Partner sind.

Was die eigene Stimme angeht: Kann man das überhaupt beurteilen? Erstens klingt doch die eigene Stimme im Kopf ganz anders und zweitens hat man da mit Sicherheit genauso eine verzerrte Wahrnehmung wie sie viele von ihrem Spiegelbild haben (also auch, wenn man seine Stimme auf Tonband hört).

Der Dialekt dürfte aber eigentlich kein Problem sein (vorausgesetzt, man versteht ihn). Man gewöhnt sich ja daran. Und wenn die Dialekte allzu verschieden sind, würde man dann nicht sowieso Hochdeutsch miteinander sprechen?
Pferdedieb hat geschrieben:Sächsisch finde ich zum Davonlaufen
Das finden viele. Ich glaube, das ist auch der unbeliebteste Dialekt in Deutschland. Was ich aber gar nicht verstehen kann, denn er klingt doch so lustig! Würde ich den ganzen Tag lang den Dresdner Dialekt hören, dann wäre ich immer gut drauf!
Skadi hat geschrieben:Na, also jetzt aber! :oma: :peitsche: ;) Das Schwäbische kennt doch jetztbgar nicht so viele "grauenvolle Kehllaute". Verwechselt du das vielleicht mit dem Alemannischen? DAS ist in der Tat grauenvoll... :mrgreen:
Hey hey hey! :coolgun:
Ich schicke euch hiermit ein langes CHCHCHCHCHCHCHCHCHCHCHCHCHCHCHCHCHCHCHCHCH!!! :mrgreen:

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Re: Stimme und Dialekt

Beitrag von Okocha » Sonntag 28. August 2016, 12:49

Ich glaube nicht, dass es auch nur eine einzige Person auf diesem Planeten gibt, die ihre eigene Stimme mag. Wenn dem so sein sollte, würde ich sie gerne treffen. Normal ist es nämlich definitiv nicht. Den Grund dafür sehe ich in der Diskrepanz zwischen der eigenen Wahrnehmung und wie man schließlich auf andere wirkt. Die eigene Stimme zu hören ist immer ein Schock da sie so sehr von der inneren Stimme, die man ja mit dem eigenen Selbst assoziiert, abweicht. Das heißt aber nicht gleich, dass die eigene Stimme objektiv schlecht klingt. Man selbst ist da schlicht nicht der beste Richter. Also solange es keine negativen Kommentare diesbezüglich gibt, würde ich mir da keine großen Gedanken machen.

Dialekte sind da schon ein anderes Thema. Ebenso Sprachfehler. Ich zum Beispiel lisple sehr stark, wodurch es mir in der Vergangenheit oft schwer fiel, ernst genommen zu werden. Mit der Zeit habe ich gelernt, dass ganze mehr oder weniger zu überspielen und mich nicht mehr aus der Fassung bringen zu lassen. Einfach weiterreden. Solange der Inhalt stimmt und der akustische Beigeschmack nicht allzu schlimm ist, dann sind sprachliche Eigenarten generell kein großes Problem, zumindest meiner Erfahrung nach.

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Re: Stimme und Dialekt

Beitrag von Gilbert » Sonntag 28. August 2016, 12:57

Skadi hat geschrieben:Na, also jetzt aber! :oma: :peitsche: ;) Das Schwäbische kennt doch jetztbgar nicht so viele "grauenvolle Kehllaute". Verwechselt du das vielleicht mit dem Alemannischen? DAS ist in der Tat grauenvoll... :mrgreen:
Das mag gefühlt so sein, aber für einen Norddeutschen klingt das alles wie aus einer Suppe. ;)
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Re: Stimme und Dialekt

Beitrag von Sonnenklar » Sonntag 28. August 2016, 13:35

Also meine Stimme die ich selber höre finde ich recht angenehm, wenn ich aber Aufnahmen von mir höre, finde ich sie total grauenhaft.

Von Anderen habe ich noch nichts positives oder negatives zu meiner Stimme zu hören bekommen.

Zu Dialekten habe ich keine wirkliche Meinung, außer wenn sie zu extrem gesprochen werden, verstehe ich gar nichts und na gut Sächsisch und Schwäbisch muß man nicht wirklich den ganzen Tag haben.

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Re: Stimme und Dialekt

Beitrag von Versingled » Sonntag 28. August 2016, 13:47

Niemand mag wohl seine eigene Stimme, wenn man sie in einer Tonaufnahme hört.

Bei den Dialekten ... mir ist das wirklich sowas von egal welchen Dialekt mein Gegenüber spricht. Alle Dialekte haben ihre Berechtigung und sollten gesprochen und damit erhalten werden. Womit ich ein Problem habe sind Menschen, die mit aller Gewalt Schriftdeutsch sprechen, aber das nie völlig dialektfrei gelernt haben. Das wirkt auf mich ... ich weiß nicht ... irgendwie herablassend. Deshalb spreche ich auch Dialekt. Wenn mich jemand nicht versteht, kann sie oder er ja nachfragen ... :mrgreen:

Zum Thema vielleicht passend ... hier oder hier (der entspricht leider nicht der politischen Korrektness ... :mrgreen )
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Re: Stimme und Dialekt

Beitrag von Suboptimierer » Sonntag 28. August 2016, 13:49

Okocha hat geschrieben:Ich glaube nicht, dass es auch nur eine einzige Person auf diesem Planeten gibt, die ihre eigene Stimme mag.
Ich mag meine Stimme ;)

An Fälle, in denen Männer sehr unangenehme Stimmen hatten, kann ich mich nicht erinnern. Bei Frauen gab es in der Vergangenheit ein paar Fälle, in denen ich die Stimme als unangenehm empfunden habe. Das ist dann der Fall, wenn die Stimme sehr hoch oder "quietschig" ist. Eine angenehme Stimme finde ich zwar vorteilhaft, aber insgesamt nimmt die Stimme bei mir keinen sehr großen Stellenwert ein.

Dialekte sind kein Ausschlusskriterium und spielen keine große Rolle. Entgegen der weitläufigen Meinung finde ich Sächsisch (zumindest in starker Ausprägung) sogar lustig, das selbe gilt für Bayrisch. Solange ich die andere Person verstehen kann, ist alles in Butter.

Auch Sprachfehler stellen für mich kein Ausschlusskriterium dar. Wenn sie nur leicht sind, ist es völlig egal, wenn sie stark ausgeprägt sind, wirkt es negativ.

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Re: Stimme und Dialekt

Beitrag von Rosi » Sonntag 28. August 2016, 13:55

Automobilist hat geschrieben: Für mich ein absolutes Ausschlußkriterium : Die grauenvollen Kehllaute des Schwäbischen; da würde selbst Aphrodite's Schönheit nicht mehr helfen...(Désolé, da will ich wie üblich ehrlich sein...)
Also ich fühle mich jetzt auch beleidigt :cry: :fluchen2: .

Die Stimme hat durchaus eine Wirkung fürs Gesamtbild. Und auch der Dialekt. Ich kann da einiges auch nicht gut hören. In Extremfällen könnte das sogar zum Ausschlußkriterium werden.

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Re: Stimme und Dialekt

Beitrag von Automobilist » Sonntag 28. August 2016, 14:28

@ Rosi : Weshalb ? Eine rein individuelle Ansicht ! Möglicherweise gibt es für Dich auch Dinge, mit denen Du Dich absolut nicht arrangieren könntest. Beleidigung lag nicht in meiner Intention.
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Re: Stimme und Dialekt

Beitrag von Lilia » Sonntag 28. August 2016, 14:29

Ich mag Dialekte, egal welchen. Der Dialekt gehört doch zu Identität eines Menschen. Schade, wenn jemand nicht einmal ansatzweise einen spricht oder gelernt hat.

Klar, ich versuche unter Menschen, die meinen Dialekt nicht sprechen, hochdeutsch zu reden (oder versuche es zumindest :oops: :mrgreen: ) Andererseits nehme ich dialektgefärbte Begriffe aus der Region, in der ich lebe, sehr schnell in meinen Sprachschatz auf und passe mich ein wenig an, ohne dass mir das immer so ganz bewusst ist.

Mir wurde auch schon gesagt, dass sich meine Stimme der jeweiligen Situation anpasse. Wenn ich zum Beispiel mit jemanden telefoniere und von etwas von meinem Telefonpartner möchte, soll ich angeblich ganz anders als sonst klingen, angeblich ziemlich sexy :surprise: . Insofern müsste ich eine Stimme in allen möglichen Situationen hören, um sie beurteilen zu können - und das geht wohl kaum.


Sprache verrät doch ein bisschen was von dem Leben des Sprechers, macht ihn individuell.
Menschen, die mir nahe stehen, erkenne ich aus vielen anderen Stimmen heraus, zum Teil kann ich auch sagen, in welcher Situation sich derjenige befindet. Wenn ich Schauspieler zum ersten Mal mit der Originalstimme höre, ist das etwas irritierend (btw: ist euch auch mal aufgefallen, dass die deutschen Synchronsprecher in der Regel höhere Stimmen haben als das amerikanische Original?)

Richtig nervig finde ich nur extrem laute Menschen oder Menschen, die bewusst ihre Stimme verstellen, um ein Klischee zu bedienen (Paris Hilton mit ihrer Baby Voice, etc).

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Re: Stimme und Dialekt

Beitrag von Versingled » Sonntag 28. August 2016, 14:40

Lilia hat geschrieben: Sprache verrät doch ein bisschen was von dem Leben des Sprechers, macht ihn individuell.
Menschen, die mir nahe stehen, erkenne ich aus vielen anderen Stimmen heraus, zum Teil kann ich auch sagen, in welcher Situation sich derjenige befindet. Wenn ich Schauspieler zum ersten Mal mit der Originalstimme höre, ist das etwas irritierend (btw: ist euch auch mal aufgefallen, dass die deutschen Synchronsprecher in der Regel höhere Stimmen haben als das amerikanische Original?)
Dem stimme ich absolut zu ...
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Re: Stimme und Dialekt

Beitrag von Gilbert » Sonntag 28. August 2016, 14:58

Lilia hat geschrieben:Klar, ich versuche unter Menschen, die meinen Dialekt nicht sprechen, hochdeutsch zu reden (oder versuche es zumindest :oops: :mrgreen: )
Ich kann dir versichern, daß du es mit dem Hochdeutschen sehr gut hinbekommst.... ;)
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Re: Stimme und Dialekt

Beitrag von TheRealDeal » Sonntag 28. August 2016, 15:01

Also ich mag meine Stimme auch. Man hat mir schon öfter gesagt, dass ich eine angenehme Telefonstimme habe. Ich spreche besser Hochdeutsch, als Dialekt. Wobei sich immer mal einige kölsche Begriffe "einschmuggeln". ;)
Die beiden wichtigsten Tage deines Lebens sind der Tag, an dem du geboren wurdest, und der Tag, an dem du herausfindest, warum. – Mark Twain

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Re: Stimme und Dialekt

Beitrag von Optimist » Sonntag 28. August 2016, 15:08

Also ich habe ja eine Schwäche für österreichische Dialekte. :shylove:
When you see something beautiful in someone, tell them. It may take seconds to say, but for them, it could last a lifetime.

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Re: Stimme und Dialekt

Beitrag von Dr. Bert » Sonntag 28. August 2016, 15:09

Besonders auffällig fand ich das immer bei Harrison Ford, der im Deutschen mit einer fast femininen Stimme ganz anders wirkt. Es ist schon interessant, wie sehr Gefallen von der derzeitigen Mode abhängt. Heute wird Hochdeutsch oft am angenehmsten empfunden, zu den Zeiten von Goethe und Schiller galt wohl der Dialekt um Weimar als das beste Deutsch. Da gab es aber im Wesentlichen auch nur Plattdeutsch und die Süddeutschen Dialekte. Bei meiner Partnerin wäre das kein wichtiges Kriterium, wobei gerade Akademiker in meinem Alter um die 30 eher selten überhaupt Dialekt sprechen. Meine eigene Stimme finde ich auf Aufnahmen weniger cool. In meinem Kopf klingt das immer viel besser. Richtig sexy finde ich auch Wiener Akzent oder Bayrisch. So ein ganz leichter schwäbischer Akzent ist auch süß.

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Re: Stimme und Dialekt

Beitrag von Cylon » Sonntag 28. August 2016, 15:18

Ich kenne eine, die hat eine Stimme wie eine Ente. Furchtbar!
Ich mag eher tiefe Stimmen oder natürlich leicht verruchte/heisere.

Ich mag den schwäbischen Dialekt. Hört sich kindlich harmlos an.
Lilia hat geschrieben:(btw: ist euch auch mal aufgefallen, dass die deutschen Synchronsprecher in der Regel höhere Stimmen haben als das amerikanische Original?)
Na dann hör dir mal Robert de Niro an oder Dr. House. Die deutschen Stimmen sind wesentlich männlicher.
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Re: Stimme und Dialekt

Beitrag von Reinhard » Sonntag 28. August 2016, 15:24

Als Pedant wollte ich nur mal anmerken, dass die Sprache mit "bairisch" bezeichnet wird, "bayerisch" bezieht sich auf das politische Gebilde "Bayern", das auch fränkische und schwäbische Sprachgebiete umfasst ...

:fluchen:

P.S: in Österreich wird im sprachwissenschaftlichen Sinn überwiegend bairisch gesprochen.

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