Euer Jahr 2016 Fazit

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Faust
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Euer Jahr 2016 Fazit

Beitrag von Faust » Mittwoch 21. Dezember 2016, 01:29

Wie habt ihr das Jahr 2016 empfungen? Wenn ihr darauf zurückblickt war es ein gutes Jahr? War es neutral oder doch eher enttäuschend?

Kommen wir zu meinem Jahr, ich erstelle den Thread u. a. auch weil ich mir ein wenig was von der Seele schreiben will, wie man an dem Erstellungszeitpunkt sehen kann, kann ich wieder nicht schlafen, in 5 Stunden wird der Wecker klingen und ich muss raus, aber was solls? Einfach nur wach im Bett zu liegen und die Decke anzustarren wird auch nichts nützen.

Ich muss sagen das dieses Jahr das schlimmste Jahr meines Lebens war. Es gibt wirklich keinen Bereich in dem ich nicht versagt habe und das liegt (wie könnte es anders sein) an meiner Beziehungslosigkeit.
Die letzten Jahre hatte ich es irgendwie hinbekommen das Thema zu verdrägen und ich habe auch das Gefühl bekommen irgendwie damit leben zu können, ich habe es irgendwie geschaft relativ neutral ohne große Freude im Leben, aber auch ohne tiefe Verzweiflung und Missgunst leben zu können. ich weiß nicht was der Auslöser war aber im Jahr 2016 kam all die Verzweiflung und die negativen Gefühl die ich früher schon alle empfunden habe zurück, von Neid, über Selbsthass und tiefer Hass gegenüber meinen Mitmenschen ist alles dabei, da kann ich mir noch 1000 mal sagen das dieser Hass im Endeffekt nur mir selbst schadet.
Das eigentliche Problem aber ist das diese Emotionen anders sind als früher, sie sind erstens stärker und sie nehmen nun mein gesamtes Leben ein, wirklich vom aufstehen morgens bis zum schlafen abends, wenn ich um 23:00 ins Bett gehe liege ich locker bis 2:00 oder 3:00 wach weil ich einfach nicht aufhören kann zu denken.

Jetzt kommen wir zu dem Problem welches ich dadurch im Alltag habe:
Ich kann mich zu fast nichts mehr aufraffen, ich werde von einer Lustlosigkeit geplagt die ihres gleichen suchen, egal was ich mache, ständig denke ich nur an das eine Thema und verliere dadurch die Lust an JEDER anderen Tätigkeit.
Diese Lustlosigkeit und meine negative Aura hat mich in diesem Jahr viele Freundschaften gekostet die ich mir am Anfang des Jahres mühevoll aufgebaut habe, sie kostet mich meine Freizeitaktivitäten weil ich oft etwas anfange wo ich mir denke "komm zieh es einfach durch, ist immernoch besser als grübeln" und dann trotzdem die Lust verliere weiter zu machen weil ich so sauer werde.
Aber das schlimmste und das ist etwas was ich nicht einfach entschuldigen kann ist die Arbeit. Meine Leistungen wurden kontinuierlich schlechter, ich bin berufsmäßig abgestürzt wie ich es niemals erwartet hätte, ich stand dieses Jahr praktisch vor dem NICHTS. Egal wie schlecht es mir früher ging, es ging nie so weit das ich meiner Arbeit nicht mehr ordentlich nachgehen konnte. Aber jetzt scheint mich das ganze endgültig fertig machen zu wollen.

Keine Arbeit, kaum Freunde, keine Beziehung, keine Freude an den Hobbys (wobei ich mich oft Frage, ob ich diese Hobbys eigentlich nur habe um meine sonst so leere Freizeit zu füllen und ich gehe mal stark davon aus)

Hinzu kommt halt noch das "nicht aufraffen" können. Früher habe ich fast alles durchgezogen, selbst wenn es mal Dinge gab die ich nicht gern gemacht habe, ich war diszipliniert wie ein Soldat und habe das ganze einfach erledigt, man konnte sich auf mich verlassen. Aber jetzt kann ich mich zu fast nichts mehr aufraffen, alles ist mir zu viel, zu anstrengend, zu unnötig.
Ich denke das Problem ist das man dem Drang einfach alles zum Teufel zu werfen nicht ein einziges mal nachgeben darf, wenn man das einmal gemacht hat denkt man sich "ach das nächstes mal mache ich das nicht, auf das andere habe ich eigentlich auch keine Lust usw." es wird einfach immer mehr von dem man merkt das man das eigentlich auch nicht will.

So wie das Jahr 2016 darf 2017 DEFINITIV NICHT WERDEN. Noch so ein Jahr und ich bin endgültig am Ende. Wobei ich auch gelernt habe das es keinen Tiefpunkt gibt, es kann immer wieder noch schlechter werden, selbst wenn man sich nicht ausmalen kann wie eine Situation sich noch verschlechtern kann, aber es geht, so lange man lebt können die Dinge immer schlechter werden, der Tiefpunkt ist erst erreicht wenn man tot ist.


naja ist jetzt doch ein längerer Text geworden als erwartet, aber es hat doch gut getan sich das mal von der Seele zu schreiben.
„Durch mich geht man hinein zur Stadt der Trauer,
Durch mich geht man hinein zum ewigen Schmerze,
Durch mich geht man zu dem verlornen Volke...

Lasst, die ihr eintretet, alle Hoffnung fahren!“

– Inschrift auf dem Tor zur Hölle, dritter Gesang, Vers 1–9 "Dantes Inferno"

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Re: Euer Jahr 2016 Fazit

Beitrag von Rosi » Mittwoch 21. Dezember 2016, 07:16

Das alles kann ich sehr gut nachempfinden.
Bei mir ist dieses Jahr auch viel passiert. Ich fühle mich so, als wäre mein Gehirn einmal durch den Fleischwolf gedreht worden. Ich weiß gar, was ich früher eigentlich gedacht habe. Positiv gedacht hat man wenigstens die Chance sich etwas neues aufzubauen, wenn man sich ganz unten fühlt.

Jomaster

Re: Euer Jahr 2016 Fazit

Beitrag von Jomaster » Mittwoch 21. Dezember 2016, 08:42

So wie du schreibst, hat das Jahr 2015 für mich ausgesehen. Tiefpunkt war dann im Januar Februar. Nach einer sehr holprigen Strecke, habe ich aber gegen August endlich den Aufstieg geschafft und seitdem geht es mir gut.

Abgenommen, einem Verein beigetreten, viele neue soziale Kontakte geschaffen, zwar ne wichtige Prüfung versemmelt wegen Frauenproblemen, aber mei, jetzt hat halt mein Lebenslauf nen kleinen Knick :D Aber das endergebnis ist zufriedenstellend und ich hoffe 2017 wird ein noch besseres Jahr, auch wenn vermutlich genauso holprig.

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Re: Euer Jahr 2016 Fazit

Beitrag von Kief » Mittwoch 21. Dezember 2016, 11:18

Genau genommen hat sich 2016 genauso entwickelt, wie 2015 und 2014 vorher schon ...

... die Turbulenzen nehmen zu, mein Leben hat noch mehr Umbruch,
rundherum ist noch mehr Umbruch,
und alles, was passiert, hat leicht groessere Dimension, als im Jahr davor.

Gott, ich wuenschte, irgendwann waer mal weniger Tohuwabohu, und endlich eine echte Ernte der ganzen Muehe dran ...


CU, Kief
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das ist wie Ablenkung, oder Hinhalte-Taktik/Aussitzen wollen:
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Re: Euer Jahr 2016 Fazit

Beitrag von Elli » Mittwoch 21. Dezember 2016, 11:51

Kief hat geschrieben:... die Turbulenzen nehmen zu, mein Leben hat noch mehr Umbruch,
rundherum ist noch mehr Umbruch,
und alles, was passiert, hat leicht groessere Dimension, als im Jahr davor.

Gott, ich wuenschte, irgendwann waer mal weniger Tohuwabohu, und endlich eine echte Ernte der ganzen Muehe dran ...
Puh, ja. Das spricht mir aus der Seele.

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Re: Euer Jahr 2016 Fazit

Beitrag von Lonely » Mittwoch 21. Dezember 2016, 11:54

Bei mir war 2015 der Tiefpunkt erreicht. 2016 war ein sehr gutes Jahr für mich. Nur leider nicht für die Welt, die geht langsam aber sicher den Bach runter...
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Re: Euer Jahr 2016 Fazit

Beitrag von Einsamer Igel » Mittwoch 21. Dezember 2016, 12:37

Ich hatte schon wirklich schlimme Jahre und bin froh, dass ich noch da bin, um dieses Jahr zu erleben. Bis jetzt ist es wohl das beste Jahr meines Lebens. Trotz reichlich Probleme, die ich nicht lösen kann und die sehr bedrückend sind.

Die Welt... wer auch immer das ist. Ich glaube, auf das Individuum gerechnet gab es immer schon viele Sorgen und Not. Man hat sie hier nur unterschiedlich wahrgenommen.

Bei allem Negativen darf man nicht das Positive aus den Augen verlieren. Auch bei mir ist das oft nur ein kleines Flämmchen umgeben von Dunkelheit, dass sorgsam am Leben erhalten werden muss, um nicht durch all den Wind, den die belastenden Dinge erzeugen, zu erlöschen.

Faust: Hobbys können wunderbar Struktur verleihen, aber noch besser ist es natürlich, wenn man wirklich mit Spaß bei der Sache ist. Vielleicht hast du sowas bisher einfach noch nicht gefunden?
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Re: Euer Jahr 2016 Fazit

Beitrag von Saraj » Mittwoch 21. Dezember 2016, 13:06

Einsamer Igel hat geschrieben: Faust: Hobbys können wunderbar Struktur verleihen, aber noch besser ist es natürlich, wenn man wirklich mit Spaß bei der Sache ist. Vielleicht hast du sowas bisher einfach noch nicht gefunden?
Das stimmt, erlebe ich auch gerade ... Vor allem lenkt es von vielen Horrorgedanken und Sorgen ab, die man sonst mit nichts aus dem Kopf bekommt. Wie läuft es eigentlich mit deinem Musikinstrument, Igel? :)

Zum Thema: 2016 ist so ziemlich an mir vorbeigerauscht, aber 2017 wird sicher spannend, ob positiv oder negativ, weiß ich noch nicht. Weil das Studium vorbei ist und viel Veränderung bevorsteht.

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Re: Euer Jahr 2016 Fazit

Beitrag von Morningstar » Mittwoch 21. Dezember 2016, 15:10

Rosi hat geschrieben:Das alles kann ich sehr gut nachempfinden.
Bei mir ist dieses Jahr auch viel passiert. Ich fühle mich so, als wäre mein Gehirn einmal durch den Fleischwolf gedreht worden. Ich weiß gar, was ich früher eigentlich gedacht habe. Positiv gedacht hat man wenigstens die Chance sich etwas neues aufzubauen, wenn man sich ganz unten fühlt.
Ja, ist bei mir auch so. Ich musste einsehen das mein gesamtes bisheriges Denken viel zu sehr zu selbstsabotage und Blockade führt, seit 2016 stehe ich quasi vor dem Nichts, muss neu anfangen. Sozial, Psychisch aber auch Finanziell Beruflich. Irgendwie betrifft das bei mir so wirklich alles. Stehe somit quasi von allen Seiten unter Druck und fühle mich da "etwas" überfordert. Das Jahr 2016 war wohl eines der schwierigsten in meinem Leben. Hoffe nun sehr das es von jetzt an nur noch besser werden kann.....

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Re: Euer Jahr 2016 Fazit

Beitrag von Mit müden Augen » Mittwoch 21. Dezember 2016, 17:14

2016 war für mich genauso :upps: wie die Jahre zuvor und noch ist das Jahr nicht zu Ende... :roll:

Ehrlich gesagt kann ich mich an dieses Jahr wie an die letzten gar nicht wirklich erinnern, es gibt ja auch nichts außer immer mehr Probleme (für mich und für die Welt).

A propos, @Faust: Dein Beitrag liest sich nicht schön. Zögere nicht mal mit einem Arzt oder so zu sprechen oder dir sonstige professionnelle Hilfe zu holen. Mit Depressionen und Co. muss man vorsichtig sein, das schleicht sich langsam und unbemerkt ein und man kommt immer schwerer raus. Ist wie bei irgendwelchen körperlichen Beschwerden, lieber einmal zuviel einen Rat einholen als zu wenig. Das ist natürlich nur meine persönliche Meinung.
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Re: Euer Jahr 2016 Fazit

Beitrag von Rosi » Mittwoch 21. Dezember 2016, 17:30

Morningstar hat geschrieben:
Rosi hat geschrieben:Das alles kann ich sehr gut nachempfinden.
Bei mir ist dieses Jahr auch viel passiert. Ich fühle mich so, als wäre mein Gehirn einmal durch den Fleischwolf gedreht worden. Ich weiß gar, was ich früher eigentlich gedacht habe. Positiv gedacht hat man wenigstens die Chance sich etwas neues aufzubauen, wenn man sich ganz unten fühlt.
Ja, ist bei mir auch so. Ich musste einsehen das mein gesamtes bisheriges Denken viel zu sehr zu selbstsabotage und Blockade führt, seit 2016 stehe ich quasi vor dem Nichts, muss neu anfangen. Sozial, Psychisch aber auch Finanziell Beruflich. Irgendwie betrifft das bei mir so wirklich alles. Stehe somit quasi von allen Seiten unter Druck und fühle mich da "etwas" überfordert. Das Jahr 2016 war wohl eines der schwierigsten in meinem Leben. Hoffe nun sehr das es von jetzt an nur noch besser werden kann.....
So gehts mir auch. Mich zieht es dann immer sehr runter, wenn ich mitkriege, wie Geschwister, Freunde und Bekannte die normalen Dinge in diesem Lebensabschnitt erreichen. Bei mir waren die letzten Jahre eine bergab Fahrt und nun bin ich ganz unten angekommen. Ich muss das noch ein bisschen verarbeiten.

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Re: Euer Jahr 2016 Fazit

Beitrag von Liebestheorie » Mittwoch 21. Dezember 2016, 17:54

Faust hat geschrieben:Wie habt ihr das Jahr 2016 empfungen? Wenn ihr darauf zurückblickt war es ein gutes Jahr? War es neutral oder doch eher enttäuschend?
Gute Frage! Ich habe selten ein so durchwachsenes Jahr erlebt. Von himmelhoch jauzend bis zu Tode betrübt war alles dabei. Absolout negativ war dieses Jahr mein häufiges Kranksein in allen Variationen. Mein positiver Höhepunkt war mein Umzug und damit verbunden auch die Anschaffung meines zweiten Hundes und der Wechsel meiner Arbeitsstelle. Alles super Entscheidungen! Man kann insgesamt sagen, die zweite Hälfte war besser als die erste und ich sehe eher eine positive Entwicklung. Aber ich hatte selten mal mehrere Wochen am Stück, in denen alles richtig glatt lief. Vielleicht ist das aber auch zu viel verlangt, von 0 auf 100 geht eben nicht.

Trotzdem starte ich sehr optimistisch ins neue Jahr und erinnere mich an mehr gute Dinge, als schlechte! Ich habe mich auch zu vielen Dingen aufraffen können und bin viel aktiver geworden, das ist ein großer Gewinn an Lebensqualität für mich.
:verwirrt:
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"Wieso?"
"Weil du wichtig bist."

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Re: Euer Jahr 2016 Fazit

Beitrag von TheRealDeal » Mittwoch 21. Dezember 2016, 18:11

2016 war ein gutes Jahr für mich. Ich konnte zur Ruhe und zu Kräften kommen. Außerdem viele neue Menschen kennenlernen. 2017 wird auf jeden Fall spannend für mich werden, aber auch anstrengend. Weil ich noch dieses Jahr mit Aikido anfangen werde. Vielleicht findet mich ja im nächsten Jahr eine Frau? Wer weiß...

@Faust: So paradox es klingen mag: Erst, als ich das Scheitern für mich selbst als gleichwertige Option zu den anderen betrachtet habe, bin ich seltener gescheitert. Weil ich es einfach auch darf.

Die Grübelphasen kenne ich von früher. Das ist wirklich zermürbend, weil sich die Gedanken immer im Kreis gedreht haben. Und dabei noch nicht einmal sehr negativ... Dagegen hat mir die "Koan-Technik" geholfen. Mal in die Suche eingeben bei Interesse, gerne auch per PN, wenn dich interessiert, was das ist.

Grundsätzlich klingst du recht depressiv. Das ist bei mir in der dunklen Jahreszeit tendenziell immer schlimmer geworden. Hilfe anzunehmen ist keine Schande. Und vielleicht ist die Hürde zu deinem Hausarzt nicht so groß und du kannst mit ihm über deine Gemütsverfassung reden?

@Igel und Saraj: Ich freue mich sehr für euch. Ihr habt ja auch schon mal wesentlich trostloser geklungen. Also zeigt es doch, dass sich Menschen immer entwickeln können, egal, was sie in ihren Bündeln zu tragen haben. Meiner bescheidenen Meinung nach, sind das positive Entwicklungen. Und Saraj, dass du 2017 als "spannend" einschätzt unabhängig davon, wo genau die Reise hingeht, ist ein Zeichen von großer Reife. :vielglueck:

Und an alle anderen unzufriedenen oder melancholischen Menschen: Es ist nie zu spät, gut für sich zu sorgen.
Die beiden wichtigsten Tage deines Lebens sind der Tag, an dem du geboren wurdest, und der Tag, an dem du herausfindest, warum. – Mark Twain

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Re: Euer Jahr 2016 Fazit

Beitrag von Bergkristall » Mittwoch 21. Dezember 2016, 18:39

Morningstar hat geschrieben: Ich musste einsehen das mein gesamtes bisheriges Denken viel zu sehr zu selbstsabotage und Blockade führt, seit 2016 stehe ich quasi vor dem Nichts, muss neu anfangen. (..) Hoffe nun sehr das es von jetzt an nur noch besser werden kann.....
Irgendwie trifft es das für mich auch sehr gut. Und auch, wenn ich gerade im letzten Drittel des Jahres mehr unter meinem AB Status gelitten habe, als je zuvor in meinem Leben, so war es dennoch unter dem Strich ein gutes Jahr.

Ein Jahr voller - wie ich hoffe - zukunftsweisender Veränderungen.
In einem dieser dämlichen Jahreshoroskope stand Ende 2015, dieses Jahr würde kein Stein auf dem anderen bleiben. Und das trifft es irgendwie. ;)
Jetzt ist wohl Wiederaufbau angesagt.

Aber ich möchte nichts davon missen.
Mein erstes Verlieben nicht, das erste Date meines Lebens nicht, und auch nicht das Gefühl der Nähe und wie es sich anfühlt von demjenigen berührt zu werden, für den man so viel empfindet. (Auch wenn alle wesentlichen Dinge inklusive erster Kuss da leider nicht dabei waren.)
Und ja - auch den Liebeskummer nicht, der jetzt erst langsam besser wird, denn auch daran bin ich für mein Empfinden gewachsen.

Auch lernte ich dieses Jahr was "AB" eigentlich bedeutet, dass ich nicht allein auf der Welt bin, fand das Forum und meine Selbsthilfegruppe (alles echt liebeswerte Leute, die ich auch nicht wieder missen möchte).
Ich begann eine Therapie, ich wechselte meinen Job, ich habe mich mit zig Sachen beschäftigt und bin in etlichen weiteren Veränderungsprozessen begriffen.

Ich weiß nicht, ob 2017 einen Fortschritt in Sachen Partnersuche bringen wird, aber wenn, dann war 2016 der Grundstein.
Weil dieses Jahr mich gelehrt hat, das ich nicht nur auf das Glück und das Schicksal warten (oder schimpfen kann), wenn ich es die ganze Zeit selbst sabotiere.

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Re: Euer Jahr 2016 Fazit

Beitrag von TheRealDeal » Mittwoch 21. Dezember 2016, 19:02

Bergkristall hat geschrieben: Und ja - auch den Liebeskummer nicht, der jetzt erst langsam besser wird, denn auch daran bin ich für mein Empfinden gewachsen
Liebeskummer erleben zu dürfen war auch für mich eine reichhaltige und kostbare Erfahrung.
Die beiden wichtigsten Tage deines Lebens sind der Tag, an dem du geboren wurdest, und der Tag, an dem du herausfindest, warum. – Mark Twain

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Re: Euer Jahr 2016 Fazit

Beitrag von Morningstar » Mittwoch 21. Dezember 2016, 19:10

Bergkristall hat geschrieben:
Morningstar hat geschrieben: Ich musste einsehen das mein gesamtes bisheriges Denken viel zu sehr zu selbstsabotage und Blockade führt, seit 2016 stehe ich quasi vor dem Nichts, muss neu anfangen. (..) Hoffe nun sehr das es von jetzt an nur noch besser werden kann.....
Irgendwie trifft es das für mich auch sehr gut. Und auch, wenn ich gerade im letzten Drittel des Jahres mehr unter meinem AB Status gelitten habe, als je zuvor in meinem Leben, so war es dennoch unter dem Strich ein gutes Jahr.

Ein Jahr voller - wie ich hoffe - zukunftsweisender Veränderungen.
In einem dieser dämlichen Jahreshoroskope stand Ende 2015, dieses Jahr würde kein Stein auf dem anderen bleiben. Und das trifft es irgendwie. ;)
Jetzt ist wohl Wiederaufbau angesagt.

Aber ich möchte nichts davon missen.
Mein erstes Verlieben nicht, das erste Date meines Lebens nicht, und auch nicht das Gefühl der Nähe und wie es sich anfühlt von demjenigen berührt zu werden, für den man so viel empfindet. (Auch wenn alle wesentlichen Dinge inklusive erster Kuss da leider nicht dabei waren.)
Und ja - auch den Liebeskummer nicht, der jetzt erst langsam besser wird, denn auch daran bin ich für mein Empfinden gewachsen.

Auch lernte ich dieses Jahr was "AB" eigentlich bedeutet, dass ich nicht allein auf der Welt bin, fand das Forum und meine Selbsthilfegruppe (alles echt liebeswerte Leute, die ich auch nicht wieder missen möchte).
Ich begann eine Therapie, ich wechselte meinen Job, ich habe mich mit zig Sachen beschäftigt und bin in etlichen weiteren Veränderungsprozessen begriffen.

Ich weiß nicht, ob 2017 einen Fortschritt in Sachen Partnersuche bringen wird, aber wenn, dann war 2016 der Grundstein.
Weil dieses Jahr mich gelehrt hat, das ich nicht nur auf das Glück und das Schicksal warten (oder schimpfen kann), wenn ich es die ganze Zeit selbst sabotiere.
Es muss erstmal schlechter werden bevor es besser werden kann. Insofern kann ich diesem Jahr auch wenn es schlecht war etwas positives abgewinnen :) Wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg für 2017, immer schön weiter machen dann klappt das auch.

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Re: Euer Jahr 2016 Fazit

Beitrag von mags-und-donner » Mittwoch 21. Dezember 2016, 20:54

Ich kann mich nicht recht entscheiden und nenne 2016 einfach mal durchwachsen.

Auf der Arbeit gab es das ganze Jahr durch immer wieder viel Stress, aber inzwischen scheint erstmal alles wieder im Lot zu sein.

Emotional war das Jahr recht schlimm, da ich durch private Veränderungen weniger Ablenkung vom AB-Status hatte, mir viel bewusst wurde und ich dadurch immer lustloser und deprimierter wurde und auch einfach aufgeben wollte. Nichts machte mehr Spaß. Ich kann Faust darin total verstehen.

Inzwischen finde ich aber wieder Freude an einigen Dingen und habe sogar ein klitzekleines, winziges mikro-bißchen die Idee, dass ich mich doch noch nicht ganz aufgeben sollte. Das Forum hat definitiv seinen Beitrag dazu geleistet, auch wenn ich das Gegenteil erwartet hatte. Ob diese kleine Hoffnung den zermürbenden AB-Alltag lange überlebt, wird sich zeigen.

Bergkristall

Re: Euer Jahr 2016 Fazit

Beitrag von Bergkristall » Mittwoch 21. Dezember 2016, 21:07

@ Morningstar:
Danke gleichfalls. :daumen:

Und überhaupt:
Ich wünsche einfach uns allen Mal Erfolg für 2017. :vielglueck:

Wird schon...

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Re: Euer Jahr 2016 Fazit

Beitrag von SameOldGuy » Mittwoch 21. Dezember 2016, 22:26

Gute Frage! Wenn man meine Posts so liest, könnte man meinen, ich fand 2016 total bescheiden.
Aber wenn ich mal schaue, was dieses Jahr so alles passiert ist, war es eines der besten Jahr überhaupt.

Es fing im Januar mit meinem Umzug an. Nach dem entgültigen Ende meiner Beziehung Anfang 2015 war es Zeit, die gemeinsam Wohnung zu verlassen und mir mein eigenes Nest zu suchen. Beim Bett aufbauen meinte ein Kumpel noch, dass wir alle Schrauben gut festziehen müssen, da ja bald "die Damen gestemmt werden".
Das rund einen Monat später tatsächlich eine Tinder-Bekanntschaft in diesem Bett schläft und wir nach ein paar Anläufen, bis ich geschnallt habe, was Sache ist, tatsächlich auch Sex haben - und das auch bei mehreren Treffen - war für mich eines der größten Erfolgserlebnisse in 2016.
Das die Sache dann auch im März recht plötzlich und häßlich zu Ende ging, hat mich hart getroffen. Das war die übelste Zeit in diesem Jahr. Ich war so dicht am Abgrund wie noch nie und glücklicherweise habe ich einen Moment erwischt, in dem ich mich aus Trotz bei Parship angemeldet habe.
Grade in der Anfangsphase lief vieles wie von selbst. Nach einer Woche hatte ich das erste Date. Es war Ostern, für das geplante Frühstück konnte ich keinen Tisch reservieren, also lud ich sie zu mir nach Hause ein. Abends vor dem geplanten Treffen schrieb ich sie an, dass ich alles aufgeräumt hätte und ich bereit wäre - sie könnte vorbei kommen. Und sie kam noch am gleichen Abend und bliebt über Nacht, obwohl wir uns nie gesehen hatten. Leider war sie nicht mein Typ, sonst hätte ich auf ihre körperlichen Annäherungsversuche eingehen können.
Es folgten mehrere Treffen mit anderen Frauen. Nun aber durchweg mit Frauen, die mir gefielen - dies aber leider immer nur einseitig.
Insgesamt waren es dieses Jahr 28 Dates mit 11 verschiedenen Frauen. Ich habe zwei Körbe vergeben und acht erhalten bzw. wurden die Kontakte abgebrochen.
Aktuell habe ich mich letzten Sonntag mit einer Dame erstmalig getroffen. Wir wollten uns eigentlich erst zwischen den Jahren wieder treffen, da die Vorweihnachtszeit sehr stressig ist, aber sowohl gestern als auch heute hat sie mich zu sich nach Hause zum Fußball gucken (sie hat Pay TV wegen Fußball :good: ;) ) und Weihnachtsgeschenke einpacken (hab ihr erzählt, dass ich kein Talent dazu haben) eingeladen. Leider habe ich wirklich wenig Zeit und konnte das Angebot nicht annehmen. Aber Interesse scheint schon vorhanden. Mal schauen, ob sich hier in diesem Jahr noch was tut. So richtig ist der Funke bei mir nicht übergesprungen, aber vielleicht muss ich mich gedanklich noch ein wenig von meiner Vereinskollegin lösen.

Ich gehe jedenfalls zuversichtlich ins neue Jahr. Und sollte ich zu Weihnachten etwas Selbstvertrauen bekommen, schaffe ich vielleicht auch mal, etwas offensiver auf Frau zuzugehen. ;)

Ich nutzte mal die Gelegenheit bei allen, die mich dieses Jahr unterstützt haben, DANKE zu sagen. Ich weiß, dass es mit mir nicht immer leicht ist und so mancher AB mir gerne dann Hintern blau treten würde. Irgendwann kommt vielleicht der entscheidende Tritt, der mich über meine selbst erbauten Hürden befördert.

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Re: Euer Jahr 2016 Fazit

Beitrag von Lentezza » Mittwoch 21. Dezember 2016, 22:41

2015 gab es für mich viele Veränderungen. 2016 war eher ruhig, man könnte auch sagen langweilig. Was vielleicht auch nicht so gut ist, denn teilweise bin ich wieder in alte Muster verfallen (gab es überhaupt mal neue :gruebel: ) und habe mich bequem zurückgelehnt.

Eine große Veränderung gab es aber natürlich doch. Ich konnte mein AB-Sein "überwinden". Einerseits hat das natürlich sehr viel Neues mit sich gebracht, was mich teilweise immer noch beschäftigt. Andererseits fühlt es sich aber auf eine gute Art normal an.

Ich bin gespannt, was 2017 bereit hält und wünsche schon mal allen, dass es nicht noch schlimmer wird als es ist ;)

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