Welchen Anteil haben eure Eltern daran, dass ihr AB wurdet?

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Welchen Anteil haben eure Eltern daran, dass ihr AB wurdet?

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Das ist kompliziert, das muss ich im Text erklären ...
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knopper
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Re: Welchen Anteil haben eure Eltern daran, dass ihr AB wurdet?

Beitrag von knopper » Montag 17. Dezember 2018, 11:07

LonesomeCoder hat geschrieben:
Dienstag 11. Dezember 2018, 11:46
AB-Wagen hat geschrieben:
Dienstag 11. Dezember 2018, 02:57
Wenn die Eltern mit ihren AB-typischen Eigenschaften es geschafft haben, sich kennengelernt zu haben, sollte das bei den Kindern, die die selben Gene haben, doch genauso funktionieren.
Nein, weil sich die Zeiten geändert haben und heute ganz andere Eigenschaften gefragt sind als vor 40 Jahren. Damals wären manche heutzutage recht begehrte Männer ABs geworden und manche heutige ABs recht erfolgreich. Früher reichte einen Mann ein sicherer Job und ein zuverlässiger Eindruck aus.
Sie haben sich auf jeden Fall geändert, das mag für manch einen postiv sein und für den andren evt. auch nicht.
Der positive Aspekt für den Mann ist evt. das er nicht mehr zuuuu sehr in der Verpflichtung steht die Familie zu ernähren, wobei ich mich da frage ob das denn tatsächlich so ist.
Evt. ist es auch genau andersrum, also dass es nun erst recht von einem Mann erwartet wird, wenn die Frau schon ihr eigenes Geld verdient, und zwar so erwartet wird dass das Gehalt des Mannes deutlich über dem der Frau liegt….

Kalypso hat geschrieben:
Dienstag 11. Dezember 2018, 19:28

Ich sage "Die Eltern der meisten ABs hier ..."
Und ja, ich bin rechnerisch eher in den 80ern gelandet.
Kommt schon hin, jedenfalls bei mir. Aber wirklich ganz zu Beginn der 80er.
Beide waren übrigens berufstätig und eine evt. Abhängigkeit von vornherein nicht gegeben.

blaufusstoelpel hat geschrieben:
Sonntag 16. Dezember 2018, 20:12

In der DDR war die Berufstätigkeit der Frau dagegen der Normalfall. Auch die Ausbildungsabschlüsse waren gleichrangig zu denen der Männer. Es gab auch entsprechende Betreuungsangebote auch schon für ganz kleine Kinder. So eine Einstellung ist natürlich auch über die nächste Generation weitergeben worden. Für die Frauen war das aber wohl auch nicht leicht, weil sie nach dem Vollschicht-Tag im Betrieb abends noch den Haushalt machen durften. Es ist überliefert, dass es dafür gelegentlich einen freien Tag gab.
Ja habe ich ja sogar noch miterlebt, da es halt jeden Morgen in die Krippe bzw. Kindergarten ging. Ist halt meine Mutter noch ganz normal los arbeiten.
War auch nicht immer leicht da ich wohl sehr oft krank war (Virenschleuder Krippe) und sie so finanzielle Einbußen hatte, weil sie wegen mir zu Hause bleiben musste. Naja is jetzt schon lange her, aber ich muss mir noch was überlegen wie ich das wieder gut mache. :D

Aber so war es halt. Bin auch ganz froh dass da die Erinnerung noch wenigstens vage vorhanden ist. Richtig klare Erinnerungen habe ich allerdings erst beim Aufwachsen im "Land Sachsen-Anhalt." :D

Tania hat geschrieben:
Montag 17. Dezember 2018, 01:42
Nicht gelegentlich - der monatliche Haushaltstag für Frauen war flächendeckend üblich. Ich bin nur nicht ganz sicher, ob frau dazu Mutter oder nur verheiratet sein musste.
Galt auch für alleinstehende Frauen über 40. :D

https://de.wikipedia.org/wiki/Haushaltstag#DDR


zum Thema… meine Eltern haben sich über eine Zeitungsannonce kennengelernt, also das Pendant was heute meist Online geschieht.
Ich glaube beide hatten ein wenig Torschlusspanik und so hat es dann halt irgendwie geklappt. Es kommt mir jedenfalls bisweilen manchmal so vor.
Ob mein Vater AB war weiß ich nicht…das wird auch nicht besprochen. Ich vermute es .
Meine Mutter definitiv nicht (welche Überraschung). Naja und wnen ich so auf meine Geschwister blicke…Bruder ebenfalls AB aber meine Schwester nicht. :D … ja irgendwie bestätigen sich manche Klischees doch immer wieder. Ihr erster Freund hat sie halt angesprochen und dann waren sie irgendwann zusammen. (default :hammer: )

Meine Mutter sagt nur immer "Ihr kommt nach eurem Vater und seid Junggesellen, da kann man nix machen. :D Eure Schwester is das anders" :D

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Re: Welchen Anteil haben eure Eltern daran, dass ihr AB wurdet?

Beitrag von Hathor » Montag 17. Dezember 2018, 11:29

Ich hab' "unter 10 %" angeklickt.

Ich war in meiner Familie der Nachzügler, mit einem 16 Jahre älteren Bruder und keinerlei Kindern in meinem Alter in der Verwandtschaft, und habe mich als Kind mit Gleichaltrigen schwer getan, weil ich von Haus aus ausschließlich den Umgang mit Erwachsenen gewohnt war. Das führte zu einer gewissen Vorsicht und Zurückhaltung im Umgang mit anderen Kindern, und meine Eltern hätten mir das Leben sicher ein bisschen leichter machen können, wenn sie von Anfang an dafür gesorgt hätten, dass ich deutlich öfter Kontakt mit Gleichaltrigen habe.

Aber andererseits war mein Fremdeln mit Altersgenossen nun auch wieder nicht so ausgeprägt, dass ich in meiner Klasse jemals nicht integriert gewesen oder sogar gemobbt worden wäre, und war insofern sicher kein für mein AB-tum ausschlaggebender Faktor. Dafür war vielmehr eine Verkettung mehrerer unglücklicher Umstände verantwortlich, für die niemand was konnte.
Ich bin jetzt genau im richtigen Alter! :flirten:
Ich muss nur noch 'rauskriegen, für was ...

Nur weil sich etwas nicht bewegt, heißt es nicht, dass es tot ist.

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Re: Welchen Anteil haben eure Eltern daran, dass ihr AB wurdet?

Beitrag von LonesomeCoder » Dienstag 18. Dezember 2018, 14:42

blaufusstoelpel hat geschrieben:
Sonntag 16. Dezember 2018, 20:12
Früher gab es den Kindergarten erst ab 3 Jahren und auch nur, wenn die Kinder keine Windeln mehr brauchten. Selbst dann nur von 8 Uhr bis 12 Uhr, so dass die Frau häufig gar nicht arbeiten gehen konnte oder eben nur mit sehr viel Organisationsaufwand (Man bedenke: Kindergarten 8 bis 12 - Weg zum Arbeitsplatz - Arbeiten - Weg zum Kindergarten) und Oma und Opa im Hintergrund. Es gab auch Tagesmütter für Kleinkinder, die waren aber für Normalverdiener unbezahlbar.
So wars in meiner Kindheit auch.
Warnung vor Pickup: https://www.abtreff.de/viewtopic.php?p=1062199#p1062199

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Re: Welchen Anteil haben eure Eltern daran, dass ihr AB wurdet?

Beitrag von AviferAureus » Dienstag 18. Dezember 2018, 22:00

knopper hat geschrieben:
Montag 17. Dezember 2018, 11:07
...zum Thema… meine Eltern haben sich über eine Zeitungsannonce kennengelernt, also das Pendant was heute meist Online geschieht.....
Ob mein Vater AB war weiß ich nicht…das wird auch nicht besprochen. Ich vermute es .
Meine Mutter definitiv nicht (welche Überraschung). Naja und wnen ich so auf meine Geschwister blicke…Bruder ebenfalls AB aber meine Schwester nicht. :D … ja irgendwie bestätigen sich manche Klischees doch immer wieder. Ihr erster Freund hat sie halt angesprochen und dann waren sie irgendwann zusammen. (default :hammer: )

Meine Mutter sagt nur immer "Ihr kommt nach eurem Vater und seid Junggesellen, da kann man nix machen. :D Eure Schwester is das anders" :D
Eines meiner Geschister ist auch mit einer Online-Bekanntschaft verheiratet.
Ich vermute, dass meine beiden Eltern ABs waren. Von den Kindern bin ich der einzige AB, aber dafür ja auch ein komplett chancenloser Fall.
Meine Mutter sprach mein ABtum nur zweimal an. Einmal frug sie, dass ich ja anders als meine Brüder nichts mit Mädchen hätte (= AB wäre), ob ich schwul wäre. Naja das andere Mal war halt, als sie zu mir (Ende 20) im Beisein meines OdBs meinte, dass man da gleich sehen könnte, dass ich Null Erfahrung mit Mädchen hätte :schuechtern: .

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Re: Welchen Anteil haben eure Eltern daran, dass ihr AB wurdet?

Beitrag von knopper » Mittwoch 19. Dezember 2018, 00:07

AviferAureus hat geschrieben:
Dienstag 18. Dezember 2018, 22:00
Naja das andere Mal war halt, als sie zu mir (Ende 20) im Beisein meines OdBs meinte, dass man da gleich sehen könnte, dass ich Null Erfahrung mit Mädchen hätte :schuechtern: .
ja...so was ist dann immer besonders ermutigend und aufbauend :D :hammer:

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Re: Welchen Anteil haben eure Eltern daran, dass ihr AB wurdet?

Beitrag von Egil » Mittwoch 19. Dezember 2018, 18:18

LonesomeCoder hat geschrieben:
Dienstag 11. Dezember 2018, 11:46
AB-Wagen hat geschrieben:
Dienstag 11. Dezember 2018, 02:57
Wenn die Eltern mit ihren AB-typischen Eigenschaften es geschafft haben, sich kennengelernt zu haben, sollte das bei den Kindern, die die selben Gene haben, doch genauso funktionieren.
Nein, weil sich die Zeiten geändert haben und heute ganz andere Eigenschaften gefragt sind als vor 40 Jahren. Damals wären manche heutzutage recht begehrte Männer ABs geworden und manche heutige ABs recht erfolgreich. Früher reichte einen Mann ein sicherer Job und ein zuverlässiger Eindruck aus.
Mein Vater war kein AB, sondern schon geschieden, als er meine Mutter kennen lernte. Als ich allerdings neulich meine Mutter gefragt habe, war ich ehrlich erstaunt zu erfahren, dass sie vor meinem Vater schon eine andere Beziehung gehabt hat. Sie wurde allerdings wohl teilweise recht heftig oder abwertend kritisiert, weil sie meinen Vater kurz nach meiner Geburt verlassen hat, statt ihn zu heiraten (1983!). Dass er eine Schnapsnase war, der seine älteren Söhne brutal schlug, spielte keine Rolle.

Edit: Man sollte auch immer den weiteren Zusammenhang lesen :wuetend: Dachte eben, AB-Wagens Aussage bezöge sich auf meine Eltern.
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Re: Welchen Anteil haben eure Eltern daran, dass ihr AB wurdet?

Beitrag von Georg » Mittwoch 19. Dezember 2018, 19:39

Mein AB-Dasein ist jetzt glücklicherweise seit zehn Monaten Vergangenheit. Ob meine Eltern daran einen Anteil hatten ist sehr schwer zu sagen. Mein Vater auf keinen Fall, da ich niemals zu ihm Kontakt hatte. Meine Mutter könnte daran einen Anteil gehabt haben. Warum?!? Ganz einfach, sie war zu lieb zu mir, und sie hat mein AB-typisches Verhalten kommentarlos hingenommen. Hört sich vielleicht kurios an, ist aber so. Der Hauptgrund für mein AB-Dasein liegt in meiner Kindheit, in der Schulzeit. Seit der 3/4-Klasse bis fast zum Abitur wurde ich aufgrund meines Aussehens gehänselt und als hässlich bezeichnet. Das hat tiefe charakterliche Spuren und hinterlassen und dazu geführt, dass ich ein sehr schwaches Selbstwertgefühl und ein dementsprechendes Auftreten entwickelt habe. Ich zog mich in mich selbst zurück und versuchte es erst gar nicht mit Mädchen. Im Alter von 16 oder 17 Jahren habe ich es mal im Internet im "funonline"-Chat versucht, falls das noch jemand kennt... :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: Ich hatte sogar dreimal Erfolg und dementsprechend drei Freundinnen, mit denen ich sogar ein bisschen intim geworden bin. Danach kam aber sehr lange Zeit absolut gar nichts mehr. Meine Mutter hat das akzeptiert und immer gesagt "Das wird schon später", anstatt mir mal ordentlich die Leviten zu lesen und mich ins kalte Wasser zu werfen. Erst mit Ende 20 wurde ich mir des Problems wirklich bewusst und unternahm erstmals aktive Schritte das zu ändern. Mit der Zeit bekam ich mehr Selbstbewusstsein und merkte, dass ich eigentlich gar nicht so furchtbar hässlich bin, wie ich es mir immer gedacht habe. Seit Mitte Februar diesen Jahres habe ich jetzt endlich eine Freundin. Ich denke, dass in der Mehrzahl der Fälle das AB-Dasein an einem selbst liegt, sprich man bastelt sich das Problem selber zusammen. Ich habe mir zum Beispiel immer eingebildet, dass ich potthässliche wäre und sowieso niemals eine halbwegs ansehnliche Frau bekäme. Wenn man sich das ewig so einbildet, fängt man sich auch irgendwann an so zu verhalten, was die Frauen abschreckt. Man achtet nicht mehr auf seinen Kleidungsstil, man gibt ein Erscheinungsbild wie ein Häufchen Elend ab. Meine Mutter hat das alles einfach so akzeptiert. Vielleicht weil sie mich abgöttisch liebt und mich nicht verletzen wollte. Aber wie gesagt, wenn, dann hat sie nur einen untergeordneten Anteil an meinem AB-Tum. Um das zu Ändern hilft es meiner Meinung auch wenig darüber nachzudenken, welchen Anteil die eigenen Eltern und der eigenen Situation haben. Das Wichtigste ist, dass man sich klarmacht, woran es liegt, dass Frauen einen Bogen um einen machen und wie man es ändern kann. Ich persönlich habe festgestellt, dass man mit einem guten Kleidungsstil viel ausbügeln kann. Daneben ist es wichtig, dass man sich als Persönlichkeit interessant macht (speziell wenn man optisch nicht gerade Brad Pitt ist, was wohl bei vielen ABs hier der Fall sein wird). Vielleicht hat man besondere Interessen, spezielle Fähigkeiten oder eine Arbeit, die nicht jeder hat. Frauen stehen auf so etwas, habe ich festgestellt. Ich, zum Beispiel, interessiere mich sehr für den sowjetischen Orient und den Iran. Ich habe einige Zeit dort gelebt und spreche deshalb auch Russisch und Farsi. Die Zeit dort hat dazu beigetragen, dass ich schliesslich aus meinem Loch rausgekommen bin und mich dementsprechend verändert habe. Die Frauen, die ich gedatet habe, fanden das immer total spannend und interessant. Immerhin habe ich sogar einmal eine richtig attraktive Lufthansastewardess gedatet. Gut, geworden ist daraus zwar leider nichts nichts, aber immerhin hat es für ein Date mit einer richtig attraktiven Frau gereicht. Letztendlich habe ich dann meine Freundin aus dem Iran kennengelernt. Da ich iranische Frauen sehr attraktiv finde, traf sich das natürlich gut. Weil ich mich, aufgrund meiner kulturellen Erfahrung, dort perfekt auskannte, hatte ich natürlich sofort einen Stein im Brett. Daneben muss man mutig werden und nach einer kurzen Phase des Kennenlernens deutliche Zeichen geben, welche Absichten man hat um nicht in der Freundschaftsfalle zu landen.... Genutzt habe ich so ziemlich alles was ging... Das wahre Leben, aber auch Tinder und co.... Soweit meine Erfahrungen... ;) ;) ;)

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Re: Welchen Anteil haben eure Eltern daran, dass ihr AB wurdet?

Beitrag von blaufusstoelpel » Mittwoch 19. Dezember 2018, 22:36

:opa: Wahrscheinlich hat das sehr wenig mit meiner AB Karriere zu tun (schließlich haben es andere bei schlechteren Startbedingungen als bei mir auch daraus geschafft), aber es hängt vielleicht doch irgendwo zusammen. Mir fällt gerade noch auf, wenn ich so über dieses Thema nachdenke, dass ich meine Eltern nie als küssendes, kuschelndes, sich umarmendes oder auch nur händchenhaltendes Liebespaar gesehen habe - es war eher so eine Art Wohngemeinschaft.
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Re: Welchen Anteil haben eure Eltern daran, dass ihr AB wurdet?

Beitrag von BartS » Mittwoch 19. Dezember 2018, 22:51

Ich meine, ich kann meine Eltern nicht dafür verantwortlich machen, wie ich mit Mitte 40 bin. Selbstverantwortung ist da angesagt. Dass man als Teenie und junger Erwachsener noch stark von seinen Eltern geprägt ist, kann ich verstehen, aber danach wird man von eigenen Erfahrungen geprägt.
"Liebe ist, dass man sich so lange gehen lässt, bis man nicht mehr gehen kann."
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Re: Welchen Anteil haben eure Eltern daran, dass ihr AB wurdet?

Beitrag von Morkel » Donnerstag 20. Dezember 2018, 00:48

Zumal dieses ganze Rumanalysieren in der eigenen Biografie und die Eltern für das eigene "verpfuschte" Leben verantwortlich machen ein ziemlich nutzloses Fass ohne Boden ist und im Gegenteil die Heilung der alten Wunden und die Verbesserung der eigenen Lebensumstände eher verhindert als erleichtert.

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Re: Welchen Anteil haben eure Eltern daran, dass ihr AB wurdet?

Beitrag von Tyralis Fiena » Donnerstag 20. Dezember 2018, 02:07

BartS hat geschrieben:
Mittwoch 19. Dezember 2018, 22:51
Ich meine, ich kann meine Eltern nicht dafür verantwortlich machen, wie ich mit Mitte 40 bin. Selbstverantwortung ist da angesagt. Dass man als Teenie und junger Erwachsener noch stark von seinen Eltern geprägt ist, kann ich verstehen, aber danach wird man von eigenen Erfahrungen geprägt.
Mir selbst geht es um Transparenz, nicht das verantwortlich machen. Es ist längst vergangen, aber für mich ist die Analyse dennoch weitaus erhellender als blindlings rumzustochern und mich darüber ahnungslos zu wundern, warum immer wieder etwas bei mir falsch läuft. Außerdem kann ich für mich zumindest feststellen, dass auch die frühen Erfahrungen immer noch einen Nachhall haben. Im grundsätzlichen Kern habe ich mich auch kaum verändert.

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Re: Welchen Anteil haben eure Eltern daran, dass ihr AB wurdet?

Beitrag von Fuse the Goose » Donnerstag 20. Dezember 2018, 07:47

BartS hat geschrieben:
Mittwoch 19. Dezember 2018, 22:51
Ich meine, ich kann meine Eltern nicht dafür verantwortlich machen, wie ich mit Mitte 40 bin. Selbstverantwortung ist da angesagt. Dass man als Teenie und junger Erwachsener noch stark von seinen Eltern geprägt ist, kann ich verstehen, aber danach wird man von eigenen Erfahrungen geprägt.
Aber die Erfahrungen, die man als Erwachsener macht sind doch abhängig von den der Prägung im Kindesalter und der Jugend.

Wenn ich aufgrund vom Elternhaus (oder aufgrund vom Mobbing in der Shcule) ein geringes Selbstwertgefühl mitbekommen habe, kann ich als Erwachsener viele Erfahrungen gar nicht machen, weil ich mich einfach nicht traue.

Und zum Thema: Ich habe auch nie im Elternhaus eine positive Partnerschaft vorgelebt bekommen. Das wird schon seine Spuren hinterlassen haben.

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Re: Welchen Anteil haben eure Eltern daran, dass ihr AB wurdet?

Beitrag von Nonkonformist » Donnerstag 20. Dezember 2018, 07:57

BartS hat geschrieben:
Mittwoch 19. Dezember 2018, 22:51
Ich meine, ich kann meine Eltern nicht dafür verantwortlich machen, wie ich mit Mitte 40 bin. Selbstverantwortung ist da angesagt. Dass man als Teenie und junger Erwachsener noch stark von seinen Eltern geprägt ist, kann ich verstehen, aber danach wird man von eigenen Erfahrungen geprägt.
Für mich klingt das ein wenig naiv.
Ich bin schon seit einige jahren in gruppentherapie, mit wechselnde teilnehmer, und bei etwa 80% der teilnehmer sind unverarbeitete elterntraumas ein zentrales leitmotiv, wann nicht der hauptgrund der jetzige probleme. Wann die teilnehmer darüber reden wird ab und zu ziemlich geweint. Dabei sind einige der teilnehmer bereits weit über 50.
Erfahrungen aus der kindheit kann man nicht einfach so wegrationalisieren, so funktioniert unserem gehirrn leider nicht. Eher sind menschen konditioniert, und da kommt man schwierig wieder raus.
Für mich ist diese ganze selbstverantwortungsschiene ein wenig durchgedreht und teil der zeitgeist, teil der mythos und ideogie des 100% machbaren menschen
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Re: Welchen Anteil haben eure Eltern daran, dass ihr AB wurdet?

Beitrag von BartS » Donnerstag 20. Dezember 2018, 09:42

Tyralis Fiena hat geschrieben:
Donnerstag 20. Dezember 2018, 02:07
Im grundsätzlichen Kern habe ich mich auch kaum verändert.
Diese letzte Bemerkung halte ich ehrlich gesagt für bedenklicher als die Feststellung, dass die Eltern einen großen Anteil am eigenen Leben haben. Leben heißt Veränderung und wenn mir jemand sagen würde, ich habe mich in den letzten 20 Jahren grundsätzlich nicht verändert, würde ich das als Spott und Hohn verstehen.
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Re: Welchen Anteil haben eure Eltern daran, dass ihr AB wurdet?

Beitrag von BartS » Donnerstag 20. Dezember 2018, 09:48

Fuse the Goose hat geschrieben:
Donnerstag 20. Dezember 2018, 07:47
Wenn ich aufgrund vom Elternhaus (oder aufgrund vom Mobbing in der Shcule) ein geringes Selbstwertgefühl mitbekommen habe, kann ich als Erwachsener viele Erfahrungen gar nicht machen, weil ich mich einfach nicht traue.
Sorry, aber das halte ich für eine bequeme Aussage, um genau diese Erfahrungen durch aktives Handeln nicht sammeln zu müssen. Ich glaube das Stichwort heißt hier Emanzipation. Selbständiges Handeln, eigene Erfahrungen sammeln, Selbstwertgefühl langsam Schritt für Schritt aufbauen. Es ist doch völlig okay erst mit 30 wirklich selbständig und erwachsen zu werden, weil man die Dinge nicht früher gelernt hat. Hauptsache man lernt. Meine ich.
Fuse the Goose hat geschrieben:
Donnerstag 20. Dezember 2018, 07:47
Und zum Thema: Ich habe auch nie im Elternhaus eine positive Partnerschaft vorgelebt bekommen. Das wird schon seine Spuren hinterlassen haben.
Mit Sicherheit. Und das wird auch niemand abstreiten wollen. Die spannende Frage ist doch, wie viel Einfluss willst Du diesen Spuren zukünftig geben?
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Re: Welchen Anteil haben eure Eltern daran, dass ihr AB wurdet?

Beitrag von Fuse the Goose » Donnerstag 20. Dezember 2018, 09:52

BartS hat geschrieben:
Donnerstag 20. Dezember 2018, 09:48
Sorry, aber das halte ich für eine bequeme Aussage, um genau diese Erfahrungen durch aktives Handeln nicht sammeln zu müssen. Ich glaube das Stichwort heißt hier Emanzipation. Selbständiges Handeln, eigene Erfahrungen sammeln, Selbstwertgefühl langsam Schritt für Schritt aufbauen. Es ist doch völlig okay erst mit 30 wirklich selbständig und erwachsen zu werden, weil man die Dinge nicht früher gelernt hat. Hauptsache man lernt. Meine ich.
Ich mache doch eh neue Erfahrungen und lerne dabei viel.

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Re: Welchen Anteil haben eure Eltern daran, dass ihr AB wurdet?

Beitrag von BartS » Donnerstag 20. Dezember 2018, 09:57

Nonkonformist hat geschrieben:
Donnerstag 20. Dezember 2018, 07:57
Ich bin schon seit einige jahren in gruppentherapie, mit wechselnde teilnehmer, und bei etwa 80% der teilnehmer sind unverarbeitete elterntraumas ein zentrales leitmotiv, wann nicht der hauptgrund der jetzige probleme. Wann die teilnehmer darüber reden wird ab und zu ziemlich geweint. Dabei sind einige der teilnehmer bereits weit über 50.
Vermutlich weil viele diese Erfahrungen nicht verarbeitet haben. Und was wohl auch eine Rolle spielt, welches Verhältnis man heute zu seinen Eltern hat. Meine ganz persönliche Erfahrung ist, wenn ich mit meinen Eltern in vielen Dingen meinen Frieden geschlossen habe, dann läuft es wesentlich entspannter. Aber manchmal verfalle ich noch in alte Muster, wenn einer von meinen Eltern unreflektierten Unsinn erzählen. Aber dann versuche ich sachlich die Dinge klarzustellen.
Nonkonformist hat geschrieben:
Donnerstag 20. Dezember 2018, 07:57
Erfahrungen aus der kindheit kann man nicht einfach so wegrationalisieren, so funktioniert unserem gehirrn leider nicht.
Darum geht es doch gar nicht. Eher darum, mit neuen Erfahrungsmusters die alten zu überschreiten. Mal ein Beispiel, wenn die Eltern sagen, Du bist immer so unkonzentriert, dann würde ich schauen, ob ich das wirklich bin und was meine Umgebung heute dazu sagt. Und wenn sie mir attestieren, dass sich mich bei der Arbeit als konzentrierten Menschen erleben, dann ist diese neue Erfahrung wichtiger als die alte Aussage der Eltern. Meine Meinung.
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Re: Welchen Anteil haben eure Eltern daran, dass ihr AB wurdet?

Beitrag von Nonkonformist » Donnerstag 20. Dezember 2018, 10:37

BartS hat geschrieben:
Donnerstag 20. Dezember 2018, 09:57
Darum geht es doch gar nicht. Eher darum, mit neuen Erfahrungsmusters die alten zu überschreiten. Mal ein Beispiel, wenn die Eltern sagen, Du bist immer so unkonzentriert, dann würde ich schauen, ob ich das wirklich bin und was meine Umgebung heute dazu sagt. Und wenn sie mir attestieren, dass sich mich bei der Arbeit als konzentrierten Menschen erleben, dann ist diese neue Erfahrung wichtiger als die alte Aussage der Eltern. Meine Meinung.
Ich schätze mal das du ein verhältnismäßig normale jugend hattest, ohne psychologische terror, ohne ständige drohung des gewalts, ohne ständige dehmutigungen, ohne ein vater der gedroht hat dich zu ermorden oder elf jahre nicht mit dir geret hat weil der Satan in dir ist.
Die meisten in meiner therapiegruppe sind geistig, manchmal auch körperlich, über jahrenlang von deren eltern mishandeld oder vernachlässigt worden, und das gibt es häufiger als man denkt
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Re: Welchen Anteil haben eure Eltern daran, dass ihr AB wurdet?

Beitrag von Cascade » Donnerstag 20. Dezember 2018, 11:37

Meine Eltern werden sicher auch ihren Anteil daran haben das es so ist wie es ist, aber nicht ausschließlich.

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Re: Welchen Anteil haben eure Eltern daran, dass ihr AB wurdet?

Beitrag von LonesomeCoder » Donnerstag 20. Dezember 2018, 16:49

Morkel hat geschrieben:
Donnerstag 20. Dezember 2018, 00:48
Zumal dieses ganze Rumanalysieren in der eigenen Biografie und die Eltern für das eigene "verpfuschte" Leben verantwortlich machen ein ziemlich nutzloses Fass ohne Boden ist und im Gegenteil die Heilung der alten Wunden und die Verbesserung der eigenen Lebensumstände eher verhindert als erleichtert.
Ändert aber trotzdem nichts an den extremen Auswirkungen der genetischen Veranlagung und wie sehr vor allem die ersten 6 bis 8 Lebensjahre den Rest des Lebens prägen. Wenn du von damals Nachteile hättest, die dir auch noch heute schaden würden, würdest du das verstehen.
Diese Auswirkungen gibts auch in anderen Bereichen. Oft kommt vor Gericht bei einem Angeklagten eine schwere Kindheit zur Sprache. Schlechte Veranlagungen (z.B. Empathie wird auch vererbt) oder Erziehung können hier die Wahrscheinlichkeit einer Straffälligkeit sehr steigern oder eine gute Erziehung und Veranlagung entsprechend mindern. Selbst bei Psychoanalysen von Straftätern im hohen Erwachsenenalter kommen öfters Probleme in der Kindheit als Ursache für das abnormale Verhalten heraus.
Warnung vor Pickup: https://www.abtreff.de/viewtopic.php?p=1062199#p1062199

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