Welchen Anteil haben eure Eltern daran, dass ihr AB wurdet?

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Welchen Anteil haben eure Eltern daran, dass ihr AB wurdet?

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Das ist kompliziert, das muss ich im Text erklären ...
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Ich will nur was anklicken!
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Morkel
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Re: Welchen Anteil haben eure Eltern daran, dass ihr AB wurdet?

Beitrag von Morkel » Donnerstag 20. Dezember 2018, 19:38

LonesomeCoder hat geschrieben:
Donnerstag 20. Dezember 2018, 16:49
Morkel hat geschrieben:
Donnerstag 20. Dezember 2018, 00:48
Zumal dieses ganze Rumanalysieren in der eigenen Biografie und die Eltern für das eigene "verpfuschte" Leben verantwortlich machen ein ziemlich nutzloses Fass ohne Boden ist und im Gegenteil die Heilung der alten Wunden und die Verbesserung der eigenen Lebensumstände eher verhindert als erleichtert.
Ändert aber trotzdem nichts an den extremen Auswirkungen der genetischen Veranlagung und wie sehr vor allem die ersten 6 bis 8 Lebensjahre den Rest des Lebens prägen. Wenn du von damals Nachteile hättest, die dir auch noch heute schaden würden, würdest du das verstehen.
Auch wenn ich mal wieder nicht erwarte, dass du dies verstehend lesen wirst, was mir deine Unterstellung verdeutlicht: Auch ich habe nicht weniger prägende Ereignisse "genossen", und auch ich habe viel Zeit mit nutz- und endlosen Analysen verbracht. Nur irgendwann wurde mir klar, dass ich zwar immer besser erklären konnte warum es so ist, es mich aber keinen Meter weit gebracht hat.

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Re: Welchen Anteil haben eure Eltern daran, dass ihr AB wurdet?

Beitrag von Egil » Donnerstag 20. Dezember 2018, 20:19

Morkel hat geschrieben:
Donnerstag 20. Dezember 2018, 19:38
LonesomeCoder hat geschrieben:
Donnerstag 20. Dezember 2018, 16:49
Morkel hat geschrieben:
Donnerstag 20. Dezember 2018, 00:48
Zumal dieses ganze Rumanalysieren in der eigenen Biografie und die Eltern für das eigene "verpfuschte" Leben verantwortlich machen ein ziemlich nutzloses Fass ohne Boden ist und im Gegenteil die Heilung der alten Wunden und die Verbesserung der eigenen Lebensumstände eher verhindert als erleichtert.
Ändert aber trotzdem nichts an den extremen Auswirkungen der genetischen Veranlagung und wie sehr vor allem die ersten 6 bis 8 Lebensjahre den Rest des Lebens prägen. Wenn du von damals Nachteile hättest, die dir auch noch heute schaden würden, würdest du das verstehen.
Auch wenn ich mal wieder nicht erwarte, dass du dies verstehend lesen wirst, was mir deine Unterstellung verdeutlicht: Auch ich habe nicht weniger prägende Ereignisse "genossen", und auch ich habe viel Zeit mit nutz- und endlosen Analysen verbracht. Nur irgendwann wurde mir klar, dass ich zwar immer besser erklären konnte warum es so ist, es mich aber keinen Meter weit gebracht hat.
Die gründliche Analyse der eigenen Situation ist doch die Voraussetzung, um überhaupt etwas ändern zu können, oder nicht? Allerdings scheint mir auch, das viele hier (und das schließt mich selbst durchaus mit ein) mit übermäßigem Eifer immer und immer wieder ihre Lage analysieren. Über die Gründe dafür zu spekulieren wäre müßig und könnte Streit vom Zaun brechen, den ich nicht will.
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Re: Welchen Anteil haben eure Eltern daran, dass ihr AB wurdet?

Beitrag von Morkel » Donnerstag 20. Dezember 2018, 20:37

Egil hat geschrieben:
Donnerstag 20. Dezember 2018, 20:19
Die gründliche Analyse der eigenen Situation ist doch die Voraussetzung, um überhaupt etwas ändern zu können, oder nicht?
Nein, da besteht kein derartiger kausaler Zusammenhang.

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Re: Welchen Anteil haben eure Eltern daran, dass ihr AB wurdet?

Beitrag von Egil » Donnerstag 20. Dezember 2018, 21:27

Morkel hat geschrieben:
Donnerstag 20. Dezember 2018, 20:37
Egil hat geschrieben:
Donnerstag 20. Dezember 2018, 20:19
Die gründliche Analyse der eigenen Situation ist doch die Voraussetzung, um überhaupt etwas ändern zu können, oder nicht?
Nein, da besteht kein derartiger kausaler Zusammenhang.
Gut, ich korrigiere mich. Natürlich kann man immer ins Blaue hinein etwas ändern, aber um den Versuch einer zielgerichteten Veränderung unternehmen zu können, braucht man schon eine Analyse.
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Re: Welchen Anteil haben eure Eltern daran, dass ihr AB wurdet?

Beitrag von Morkel » Donnerstag 20. Dezember 2018, 22:31

Egil hat geschrieben:
Donnerstag 20. Dezember 2018, 21:27
Gut, ich korrigiere mich. Natürlich kann man immer ins Blaue hinein etwas ändern, aber um den Versuch einer zielgerichteten Veränderung unternehmen zu können, braucht man schon eine Analyse.
Eine Veränderung hat als Ausgangsbasis für mich immer irgendetwas was mir in meinem Leben hier und jetzt wehtut (im übertragenen Sinne) oder schwer fällt. Diesen Schmerz und diese Situation kann ich mir auch nur im hier und jetzt anschauen und auflösen, und so meine Gewohnheiten schrittweise ändern. Stichwort Achtsamkeit.

Das geht ganz ohne ellenlange tiefenpsychologische Analyse der Vergangenheit bis in meine früheste Kindheit, was im Eigenversuch oder mit Hilfe dieses Forums hier ja meist eh nur in der Suche nach Schuldigen oder Erklärungsversuchen für das eigene Elend und Rechtfertigungen für dessen vermeintliche Unabänderlichkeit endet. Das Forum ist nicht ohne Grund voll von Negativbeispielen die zwar Meister im Erklären, Analysieren und Rechtfertigen ihres AB-Tums geworden sind, in der Disziplin "Tun" aber schon vor der Startlinie vollkommen erstarrt sind.

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Re: Welchen Anteil haben eure Eltern daran, dass ihr AB wurdet?

Beitrag von LonesomeCoder » Freitag 21. Dezember 2018, 12:58

Morkel hat geschrieben:
Donnerstag 20. Dezember 2018, 19:38
LonesomeCoder hat geschrieben:
Donnerstag 20. Dezember 2018, 16:49
Morkel hat geschrieben:
Donnerstag 20. Dezember 2018, 00:48
Zumal dieses ganze Rumanalysieren in der eigenen Biografie und die Eltern für das eigene "verpfuschte" Leben verantwortlich machen ein ziemlich nutzloses Fass ohne Boden ist und im Gegenteil die Heilung der alten Wunden und die Verbesserung der eigenen Lebensumstände eher verhindert als erleichtert.
Ändert aber trotzdem nichts an den extremen Auswirkungen der genetischen Veranlagung und wie sehr vor allem die ersten 6 bis 8 Lebensjahre den Rest des Lebens prägen. Wenn du von damals Nachteile hättest, die dir auch noch heute schaden würden, würdest du das verstehen.
Auch wenn ich mal wieder nicht erwarte, dass du dies verstehend lesen wirst, was mir deine Unterstellung verdeutlicht: Auch ich habe nicht weniger prägende Ereignisse "genossen", und auch ich habe viel Zeit mit nutz- und endlosen Analysen verbracht. Nur irgendwann wurde mir klar, dass ich zwar immer besser erklären konnte warum es so ist, es mich aber keinen Meter weit gebracht hat.
Du fällst hier sehr negativ auf, weil du arrogant, belehrend, unempathisch und ohne jegliche Rücksicht auf den Hintergrund, Situation und Gefühle belehrst und dich auf Kosten anderer profilierst. Falls du denkst, du bist hilfreich, muss ich dir leider sagen, dass Tipps vom Level "schreib doch Bewerbungen, wenn du einen Job willst und wenn das nichts bringt, bist du faul und dumm und willst eh arbeitslos sein" nutzlos sind, weil jeder Langzeitarbeitslose das eh weiß. Die Probleme sind viel tiefgreifender und komplexer als du dir vorstellen kannst. Viele Leute hier haben schon viel Initiative gezeigt. Und bei denen, die das nicht gemacht haben, gibts tief verwurzelte Ursachen dafür, warum sich jemand kein Interesse zeigen traut, sich nicht sexuell öffnen kann, usw. Ein "mach doch mal" hilft da überhaupt nicht.
Auch dein Verhalten ist das Resultat von schlechten Genen und einer schlechten Erziehung (deine Eltern haben diese Veranlagung auch schon).

Bei mir haben die Analysen erst mit 22 oder 23 Jahren begonnen, davor dachte ich, ich sei wieder jeder andere Mann und werde irgendwann mal Sex haben. Nur nach langer Zeit ohne Erfolg begann ich drüber nachzudenken, was mich mich von den begehrten Männern unterscheidet und merkte, dass mein Misserfolg nicht mit Pech alleine zu erklären ist. Deiner Aussage nach hätte ich nie AB werden dürfen. Das mit der "selbsterfüllenden Prophezeiung" ist Unfug. Siehst du, es ist nicht so einfach.
Warnung vor Pickup: https://www.abtreff.de/viewtopic.php?p=1062199#p1062199
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Re: Welchen Anteil haben eure Eltern daran, dass ihr AB wurdet?

Beitrag von Egil » Freitag 21. Dezember 2018, 20:01

Morkel hat geschrieben:
Donnerstag 20. Dezember 2018, 22:31
Egil hat geschrieben:
Donnerstag 20. Dezember 2018, 21:27
Gut, ich korrigiere mich. Natürlich kann man immer ins Blaue hinein etwas ändern, aber um den Versuch einer zielgerichteten Veränderung unternehmen zu können, braucht man schon eine Analyse.
Eine Veränderung hat als Ausgangsbasis für mich immer irgendetwas was mir in meinem Leben hier und jetzt wehtut (im übertragenen Sinne) oder schwer fällt. Diesen Schmerz und diese Situation kann ich mir auch nur im hier und jetzt anschauen und auflösen, und so meine Gewohnheiten schrittweise ändern. Stichwort Achtsamkeit.

Das geht ganz ohne ellenlange tiefenpsychologische Analyse der Vergangenheit bis in meine früheste Kindheit, was im Eigenversuch oder mit Hilfe dieses Forums hier ja meist eh nur in der Suche nach Schuldigen oder Erklärungsversuchen für das eigene Elend und Rechtfertigungen für dessen vermeintliche Unabänderlichkeit endet. Das Forum ist nicht ohne Grund voll von Negativbeispielen die zwar Meister im Erklären, Analysieren und Rechtfertigen ihres AB-Tums geworden sind, in der Disziplin "Tun" aber schon vor der Startlinie vollkommen erstarrt sind.
Gut, ich denke, darauf können wir uns einigen (und wie ich oben sagte, deine Kritik trifft z.T. durchaus auch auf mich zu). Allerdings scheint mir ebenso wie LC, dass du Schwierigkeiten hast zu begreifen, wie groß die Probleme sind, vor den einige hier stehen (deren Ursachen zudem noch sehr verschiedenartig sind, sodass allgemeine Lösungen für jeden nicht existieren). Für dich und einige andere hier ist alles kein Problem und du verstehst nicht, warum wir nicht 'den Arsch hochkriegen'. Du kannst dir anscheinend nicht vorstellen, dass es für andere schlichtweg nicht so einfach ist. Vielleicht hilft dir folgendes Gleichnis: Für mich war es in der Schule stets vollkommen schleierhaft, warum jemand für Mathearbeiten lernen musste. Ich habe immer Einsen, oder, wenn es schlecht lief, Zweien geschrieben. Ich habe die 11. Klasse übersprungen, in den Sommerferien einmal das Mathebuch durchgelesen und beherrschte den Stoff anschließend besser als die meisten Mathe-LKler. Noch meine Vorbereitung für die Vordiplomprüfung in Mathe bestand ungefähr darin, 4 Wochen vor der Prüfung die erste Seite des Skripts durchzulesen, das Skript in die Ecke zu pfeffern und in der Prüfung ganz knapp an einr Eins vorbeizuschrammen. (Wirklich lernen musste ich erst im Hauptstudium, was ich dann wiederum erst einmal lernen musste.) Für mich ist es ganz natürlich und unbegreiflich, warum es anderen nicht so leicht fällt. Ein Beispiel für etwas, das ich hingegen kaum je meistern werde, ist Tanzen. Damit ich beim Eröffnungstanz beim Abiball mich nicht zu sehr blamierte, hat sich die beste Tänzerin des Jahrgangs "geopfert". In den Übungsstunden forderte sich immer wieder auf: "Nein, lass mich führen." Obwohl ich intellektuell natürlich begriffen habe, was sie meinte, gingen meine Gedanken eher so: "Wtf? Ich mach doch gar nichts!" Wenn ich jetzt analysiere, warum ich ein so schlechter Tänzer bin, fallen mir 3 Faktoren ein: 1) generelle Koordinationsprobleme 2) emotionale Belastung durch die ungewohnte körperliche Nähe (sie zu berühren, war mir unangenehm, und ich fürchtete, selbst diese gesellschaftlich legitimierten Berührungen während des Tanzes könnten belästigend/aufdringlich sein) 3) als jahrelanges Mobbingopfer, Befürchtungen, mich aufgrund meines mangelnden Könnens lächerlich zu machen. Wenn ich mir jetzt vornähme, ein besserer Tänzer zu werden (was ja durchaus auch ein Schritt aus dem ABtum seinnkann), wäre es wahrscheinlich wenig erfolgversprechend, mich einfach in einer Tanzschule anzumelden, ohne vorher zu ergründen, worin das mangelnde Können wurzelt (zumal ein normaler Kursus bei mir wphl bloß zu Frust führen würde). Bei Punkt 1) würde wohl nur ein langwieriges Koordinationstraining helfen, wenn überhaupt. Immerhin Punkt 2) halte ich heute für erledigt, und Punkt 3), na ja, sagen wir, ich arbeite dran.
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Re: Welchen Anteil haben eure Eltern daran, dass ihr AB wurdet?

Beitrag von Morkel » Sonntag 23. Dezember 2018, 23:03

Ich weiß selbst, dass solche Veränderungen schwierig sind und lange dauern können. Da brauchst du mich nicht mit Gleichnissen zu belehren, und ich habe auch nirgendwo das Gegenteil behauptet, außer in der regen Fantasie mancher Teilnehmer. Aber was hat das mit dem ursprünglichen Aufhänger zu tun? Nämlich dass ich eben nicht der Meinung war, dass persönliche Entwicklung ellenlange Ursachenforschungen und Analysen voraussetzt, sondern diese oft eher hinderlich sind und die Entwicklung erheblich verzögern können.

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Re: Welchen Anteil haben eure Eltern daran, dass ihr AB wurdet?

Beitrag von Tyralis Fiena » Dienstag 25. Dezember 2018, 00:56

BartS hat geschrieben:
Donnerstag 20. Dezember 2018, 09:42
Tyralis Fiena hat geschrieben:
Donnerstag 20. Dezember 2018, 02:07
Im grundsätzlichen Kern habe ich mich auch kaum verändert.
Diese letzte Bemerkung halte ich ehrlich gesagt für bedenklicher als die Feststellung, dass die Eltern einen großen Anteil am eigenen Leben haben. Leben heißt Veränderung und wenn mir jemand sagen würde, ich habe mich in den letzten 20 Jahren grundsätzlich nicht verändert, würde ich das als Spott und Hohn verstehen.
Klar heisst Leben auch Veränderung. Aber warum würdest du das als Spott verstehen? Und warum ist das bedenklich? Bei mir selbst sagt das übrigens kein Anderer, sondern ich stelle es selbst an mir fest, dass ich mich im Kern selbst wirklich wenig verändert habe. Zwar habe ich mehr Erfahrungen, aber das wenigste hat mich wirklich tief verändert bzw. tief geschürft. Meine zuvor bestehenden Tendenzen haben sich nur wieder verstärkt.

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Re: Welchen Anteil haben eure Eltern daran, dass ihr AB wurdet?

Beitrag von Morkel » Dienstag 25. Dezember 2018, 09:40

Tyralis Fiena hat geschrieben:
Dienstag 25. Dezember 2018, 00:56
BartS hat geschrieben:
Donnerstag 20. Dezember 2018, 09:42
Tyralis Fiena hat geschrieben:
Donnerstag 20. Dezember 2018, 02:07
Im grundsätzlichen Kern habe ich mich auch kaum verändert.
Diese letzte Bemerkung halte ich ehrlich gesagt für bedenklicher als die Feststellung, dass die Eltern einen großen Anteil am eigenen Leben haben. Leben heißt Veränderung und wenn mir jemand sagen würde, ich habe mich in den letzten 20 Jahren grundsätzlich nicht verändert, würde ich das als Spott und Hohn verstehen.
Klar heisst Leben auch Veränderung. Aber warum würdest du das als Spott verstehen? Und warum ist das bedenklich? Bei mir selbst sagt das übrigens kein Anderer, sondern ich stelle es selbst an mir fest, dass ich mich im Kern selbst wirklich wenig verändert habe. Zwar habe ich mehr Erfahrungen, aber das wenigste hat mich wirklich tief verändert bzw. tief geschürft. Meine zuvor bestehenden Tendenzen haben sich nur wieder verstärkt.
Das ist sehr schade, denn das hört sich (ich weiß nicht wie ich es anders, positiver formulieren soll) nach seicht dahin plätschernder und damit eher vergeudeter als wirklich gelebter Lebenszeit an. Gibt es etwas was dich im positiven Sinne tief berühren könnte?

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Re: Welchen Anteil haben eure Eltern daran, dass ihr AB wurdet?

Beitrag von LonesomeCoder » Dienstag 25. Dezember 2018, 10:58

Tyralis Fiena hat geschrieben:
Dienstag 25. Dezember 2018, 00:56
Klar heisst Leben auch Veränderung. Aber warum würdest du das als Spott verstehen? Und warum ist das bedenklich? Bei mir selbst sagt das übrigens kein Anderer, sondern ich stelle es selbst an mir fest, dass ich mich im Kern selbst wirklich wenig verändert habe. Zwar habe ich mehr Erfahrungen, aber das wenigste hat mich wirklich tief verändert bzw. tief geschürft. Meine zuvor bestehenden Tendenzen haben sich nur wieder verstärkt.
Gene und Erziehung prägen mehr als viele denken. Zwar können sich manche in Phasen mit viel übriger Energie verstellen, aber wenn stressigere Phasen kommen, fallen sie wieder in ihre natürlichen Verhaltensweisen zurück. Das erklärt das "Meine zuvor bestehenden Tendenzen haben sich nur wieder verstärkt.".
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Re: Welchen Anteil haben eure Eltern daran, dass ihr AB wurdet?

Beitrag von zuvertraeumt » Dienstag 25. Dezember 2018, 12:22

Elli hat geschrieben:
Sonntag 9. Juli 2017, 20:39
Meine Eltern waren sehr liebevoll, meistens jedenfalls - ich erinnere mich auch an ein paar wüste Szenen, aber das gibt es vermutlich in fast jeder Kindheit -, ich sehe also keinen Zusammenhang zwischen ihrem Erziehungsstil und der späteren Entwicklung. Allerdings sind sie beide sexuell ziemlich verklemmt und führen eine ziemlich unkörperliche Beziehung, und entsprechend habe ich das natürlich auch vorgelebt bekommen. Möglich, dass sich da etwas "vererbt" hat sozusagen. Ich würde vielleicht so auf 10 bis 15 Prozent tippen.
1)Ich sehe das genauso bei meinen Eltern, ich würde den Prozentsatz ( auch bei dir ) auf 70-90 Prozent hochschrauben. Und zwar aus dem Grund :
wenn Eltern Dinge selbst nicht kennen und meiden? oder ( was Eltern immer tun) dem Kind Dinge , die sie selbst nie erlebt haben nicht zugestehen, dann greifen sie damit STARK in deine natürliche und gesunde Entwicklung ein, von Kind auf wird ein gesundes Interesse am anderen Geschlecht irgendwie unterbunden, einem ist auch später noch mulmig in der Nähe des jeweils anderen Geschlechts. Bei mir ging das soweit, dass ich einfach ANgst hatte, Frauen anzufassen, und wenn es nur eine Berührung am Arm war.
Es hat dazu geführ, dass ich distanzierter war, und das spüren andere Menschen, verstehen es aber nicht. die denken immer "der ist komisch" das geht mit einem mit, man trägt es , und man ist sich dessen zum Teil nie bewusst. Und auch im Erwachsenenalter braucht es grosse Mühe und Anstrengung sowas wieder ( selbst) hinzubiegen und auf einen gesundes Verhältnis zu kommen.

Mit den beschriebenen Punkten sind nur einige Facetten beschrieben. Es geht viel weiter. Meine Eltern z.b sorgten sich auch, oder versuchten vorzubeugen, dass ich kein Kind zeugen sollte oder würde. und versuchten auch gezielt Möglichkeiten zu reduzieren . oder mich anderweitig fern vom anderen Geschlecht zu beschäftigen oder abzulenken. Bei meinen Eltern war das auch die ANgst des Verlustes der Rolle in der sie waren.

Sie dachten leider mehr an sich selbst. oder machten was für sie bequem war.

2) auf der anderen seite möchte ich dinge aufzeigen: wie geschrieben die eltern tun können. um einem eine "werkstatt zum schmieden" zu geben.
wenn eltern ein ausgeprägtes sozialleben vorleben. Gesunde Kontakte haben, auch selbst ausgeglichen sind, dann ist die Atmosphäre für das Kind eine andere. Es herrscht nicht diese Schwere, die ich z.b oft fühlte und diese gedrückte Stimmung / Erwartungshaltung , die es schwermacht sich zu entfalten und frei zu fliegen wie ein Schmetterling.
Und ich glaube das ist immens wichtig. dass man losgelassen und nicht festgehalten wird.
auch emotional .
Last but not least. ist das Verhältnis zum anderen Geschlecht von klein auf irgendwie geprägt. Es ist auch vieles aufgeklärt, man weiss z.b mehr wie Jungen/ Mädchen denken, wenn man den Umgang immer hatte, und ich denke dann ist es auch wesentlich leichter Beziehungen zu führen, wenn man weniger "Nebel" um sich hat. Mit Nebel meine ich Unsicherheit und Unwäägbarkeiten. Es ist ein Unterschied ob 30% neu sind oder 90% der Situation in die man könnt. und ich behaupte, dass sich die Person, für die nur 30 % neu ist vielleicht sogar freut das noch zu entdecken und Begeisterung geweckt werden kann , wohingegen bei der anderen Person erstmal ein riessen Berg ansteht der auch einschüchtern kann und dazu führen kann, dass man ganz langsam oder garnicht weiterkommt= AB wird!

"Machtkampf der Generationen"
Und ein dritter Punkt dazu. gerade erste Beziehungen und Entdeckung des eigenen Körpers , gerade in der Zeit gibt es Eltern , die bewusst alles bremsen wollen oder einen so lange wie möglich Dummhalten wollen. es ist nicht bewahren, es ist gezielt Dummhalten aus Angst vor dem Verlust der eigenen Vormungrolle. Das heisst Eltern unterbinden Entwicklungen, Eigenständigkeit, Entfaltung einer eigenen Persönlichkeit zum Teil stark.
Und das ist auch eine grosse Komponente.
Ich habe mich in der Zeit gefült wie eine Blume, die mit aller Kraft versucht hat schön zu sein und zu blühen. und die bewusst niedergetreten wurde. ohne bestäubt oder bewundert worden zu sein.
und ich denke das ist dann extrem schwer, dass die blume nochmal eine blüte entwickelt, und nicht ganz eingeht. nachdemsie so gezielt verletzt wurde.
es ist aber die blüte oder der verletztliche kern eines menschen, den dieser braucht um glücklich zu werden um sich zu binden . um vielleicht eine eigene familie zu gründen und die chance zu haben genausoweit zu kommen wie die vorherrschende " Vormundgeneration" die sich ziemlich rücksichtslos verhält. nicht nur in dieser Beziehung. Sie hat genauso den Klimawandel zu grossen Teilen mitverursacht durch ihre Ignoranz. und die Meere unseres schönen Planeten vermüllt!

vs "den Weg des Kindes oder jungen erwachsenen bewusst begleiten und unterstützen"

das Gegenteil von dem . wäre. wenn eltern viel Freiraum geben . und einem damit die möglichkeit zu blühe und seine Blüte zu geniessen, die vielleicht schönste Zeit im Leben?
Das geht bis hin ( was ich auch nicht gesund finde aber es ist so) dass es auch Eltern gibt, die ihre Kinder bewusst an der Hand nehmen, und z.b auf Tanzveranstaltungen ihre Kinder in direkten Kontakt mit einer potentiellen Partnerin/ Partner zu bringen und auch das Eis schon vorbrechen, indem sie eine angenehme Gesprächsatmospäre schaffen, vllt schon ein einfaches Gesprächsthema anstimmen. ....

der Schritt , den das Kind in dem Fall noch gehen muss, und der Weg ist geebnet und einfach. frei von Wirrungen und Hindernissen. die Eltern haben in dem Fall den Weg 90 Prozent erleichtert, im anderen ( unserem) Fall haben die Eltern durch ihr Verhalten / Handeln oder Unterlassen 70Prozent oder mehr des Weges versperrt oder mit Hindernissen versehen. Man muss riessen Umwege gehen, sich alles selbst sehr hart erarbeiten, was so nicht sein müsste aber leider so ist. Und ich denke, gerade, dass es eine unnatürliche Behinderung ist, für die in der menschlichen Evolution vllt so keine Verhaltensweise zur Lösung vorgesehen ist. ist AB sein so leidvoll und verstörend. deswegen ein Grossteil eigentlich 160 Prozent ( bei beiden richtungen. rechts "helfen" bis links "hindern" oder wenn man es nur in die richtung "hindern" sieht 70 Prozent) der mindestens zum Teil auf die Eltern zurückzuführen ist.

um das nochmal mit einem Beispiel zu sagen. 2 kinder / junge erwachsene sollen pfannkuchen machen. ( haben von natur aus hunger) während der/die eine die zutaten schon vorfindet und noch ein rezept paratliegen hat, muss der andere erst zum ikea und eine küche kaufen( vielleicht sogar erst arbeiten, um sich die küche leisten zu können) wird im schlimmsten fall noch dabei bewusst behindert überhaupt zum ikea zu kommen .... :pfeif: die aufbauen, alles zum funktionieren bringen. und dann abgehetzt und erschöpft kommt er zu dem punkt wo er/sie auch mit allen zutaten dasteht., an dem der/die andere anfängt

der/die eine hat schon seinen dritten perfekten pfannkuchen fertig . und 2 wochen später ist der/die andere dann auchmal soweit, und dann brennt ihm der erste noch an oder der teig wird nix, weil er kein rezept hat oder schon seinen frohen mut verloren hat bevor er das eigentliche backen anfängt. soviel Unterschied macht das in meinen Augen.

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Re: Welchen Anteil haben eure Eltern daran, dass ihr AB wurdet?

Beitrag von zuvertraeumt » Mittwoch 26. Dezember 2018, 10:17

Esperanza hat geschrieben:
Sonntag 9. Juli 2017, 20:54
Ich denke schon dass meine Kindheit (meine Erziehung) ihren Teil dazu beigetragen hat.
Aber halt nur einen Teil. Die Hauptursache liegt in meinem unsicheren Selbstwertgefühl, dass durch die etwas verklemmte und ängstliche Erziehung sich von allen möglichen Gefahren fern zu halten verstärkt wurde. Dazu gehörten halt auch die "bösen Jungs" an denen meine Mutter kein gutes Haar ließ. Das hat sich leider bei mir eingebrannt.
Meine Meinung dazu: bewusstes Dummhalten deinerseits seitens deiner Mutter, aus dem Bewusstsein heraus, dass sie dich oder die gerade für sie so angenehme Atmosphäre dann abgeben muss.
Mit anderen Worten, du wars eine sehr liebe junge Frau, die jeder gern um sich hat. und deine Mutter wollte dich für sich behalten, wohingegen eine Begeisterung für Jungs dich davon losgelöst oder für dich ein neues Kapitel aufgeschlagen hätte.
und auch deine Mutter hätte eine neue. ihr unliebsame? veränderte Rolle einnehmen müssen, was sie vielleicht nicht unbedingt angestrebt hat.

ich finde es immer schade oder schlecht. wenn menschen andere aus eigeninteresse einschränken, auch wenn es liebevoll oder "lieb gemeint" ist.

Liebe heisst loslassen. und nicht einsperren.

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Re: Welchen Anteil haben eure Eltern daran, dass ihr AB wurdet?

Beitrag von Esperanza » Mittwoch 26. Dezember 2018, 10:57

zuvertraeumt hat geschrieben:
Mittwoch 26. Dezember 2018, 10:17
Esperanza hat geschrieben:
Sonntag 9. Juli 2017, 20:54
Ich denke schon dass meine Kindheit (meine Erziehung) ihren Teil dazu beigetragen hat.
Aber halt nur einen Teil. Die Hauptursache liegt in meinem unsicheren Selbstwertgefühl, dass durch die etwas verklemmte und ängstliche Erziehung sich von allen möglichen Gefahren fern zu halten verstärkt wurde. Dazu gehörten halt auch die "bösen Jungs" an denen meine Mutter kein gutes Haar ließ. Das hat sich leider bei mir eingebrannt.
Meine Meinung dazu: bewusstes Dummhalten deinerseits seitens deiner Mutter, aus dem Bewusstsein heraus, dass sie dich oder die gerade für sie so angenehme Atmosphäre dann abgeben muss.
Mit anderen Worten, du wars eine sehr liebe junge Frau, die jeder gern um sich hat. und deine Mutter wollte dich für sich behalten, wohingegen eine Begeisterung für Jungs dich davon losgelöst oder für dich ein neues Kapitel aufgeschlagen hätte.
und auch deine Mutter hätte eine neue. ihr unliebsame? veränderte Rolle einnehmen müssen, was sie vielleicht nicht unbedingt angestrebt hat.

ich finde es immer schade oder schlecht. wenn menschen andere aus eigeninteresse einschränken, auch wenn es liebevoll oder "lieb gemeint" ist.

Liebe heisst loslassen. und nicht einsperren.
So ganz stimmt die Interpreiation nicht. Dummhalten wollen würde ich meiner Mutter nie unterstellen wollen. Aber sie hat mir und meinen Geschwistern halt immer viel zu wenig zugetraut und immer gewarnt was alles schlimmes passieren kann. Das verinnerlicht man halt.
Anderen Gleichaltrigen hat sie da viel mehr zugetraut.
Das habe ich mir halt gemerkt.
Ob du glaubst etwas erreichen zu können oder nicht - du liegst immer richtig. Henry Ford
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Re: Welchen Anteil haben eure Eltern daran, dass ihr AB wurdet?

Beitrag von Stabil » Mittwoch 26. Dezember 2018, 11:36

Esperanza hat geschrieben:
Mittwoch 26. Dezember 2018, 10:57
So ganz stimmt die Interpreiation nicht. Dummhalten wollen würde ich meiner Mutter nie unterstellen wollen. Aber sie hat mir und meinen Geschwistern halt immer viel zu wenig zugetraut und immer gewarnt was alles schlimmes passieren kann. Das verinnerlicht man halt.
Anderen Gleichaltrigen hat sie da viel mehr zugetraut.
Das habe ich mir halt gemerkt.
Das kommt mir aus meiner Geschichte sehr bekannt vor.

Es klingt so, als wäre eure Mutter emotional mit eurem älter Werden nicht ganz mit gekommen. Wäre das für dich eine stimmige Beschreibung?
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Re: Welchen Anteil haben eure Eltern daran, dass ihr AB wurdet?

Beitrag von Esperanza » Mittwoch 26. Dezember 2018, 15:24

Stabil hat geschrieben:
Mittwoch 26. Dezember 2018, 11:36
Esperanza hat geschrieben:
Mittwoch 26. Dezember 2018, 10:57
So ganz stimmt die Interpreiation nicht. Dummhalten wollen würde ich meiner Mutter nie unterstellen wollen. Aber sie hat mir und meinen Geschwistern halt immer viel zu wenig zugetraut und immer gewarnt was alles schlimmes passieren kann. Das verinnerlicht man halt.
Anderen Gleichaltrigen hat sie da viel mehr zugetraut.
Das habe ich mir halt gemerkt.
Das kommt mir aus meiner Geschichte sehr bekannt vor.

Es klingt so, als wäre eure Mutter emotional mit eurem älter Werden nicht ganz mit gekommen. Wäre das für dich eine stimmige Beschreibung?
Nein. Ich würde es dabei belassen, dass sie sehr ängstlich ist. Schaden wollte sie mir sicher nicht. Aber sie konnte, denke ich, nicht anders. Sie hat auch oft wenig Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten. "Sei vorsichtig und pass auf" muss ich mir heute noch oft von ihr anhören.
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Re: Welchen Anteil haben eure Eltern daran, dass ihr AB wurdet?

Beitrag von Stabil » Mittwoch 26. Dezember 2018, 16:48

Esperanza hat geschrieben:
Mittwoch 26. Dezember 2018, 15:24
Stabil hat geschrieben:
Mittwoch 26. Dezember 2018, 11:36
Esperanza hat geschrieben:
Mittwoch 26. Dezember 2018, 10:57
So ganz stimmt die Interpreiation nicht. Dummhalten wollen würde ich meiner Mutter nie unterstellen wollen. Aber sie hat mir und meinen Geschwistern halt immer viel zu wenig zugetraut und immer gewarnt was alles schlimmes passieren kann. Das verinnerlicht man halt.
Anderen Gleichaltrigen hat sie da viel mehr zugetraut.
Das habe ich mir halt gemerkt.
Das kommt mir aus meiner Geschichte sehr bekannt vor.

Es klingt so, als wäre eure Mutter emotional mit eurem älter Werden nicht ganz mit gekommen. Wäre das für dich eine stimmige Beschreibung?
Nein. Ich würde es dabei belassen, dass sie sehr ängstlich ist. Schaden wollte sie mir sicher nicht. Aber sie konnte, denke ich, nicht anders. Sie hat auch oft wenig Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten. "Sei vorsichtig und pass auf" muss ich mir heute noch oft von ihr anhören.
Das wird sich auch nicht ändern.
OK. Dann ist es bei dir eine andere Art von Geschichte, nicht ähnlich wie bei mir.

Anscheinend ging es mehr um die eigene Ängstlichkeit der Mutter. "Sie hat auch oft wenig Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten", hast du geschrieben. Das kann schon eine wichtige Erkenntnis sein. Kinder übernehmen so manches von den Bezugspersonen. Als Erwachsene wundern wir uns dann manchmal selbst über uns, wie wir eigentlich zu bestimmten Einstellungen und Erlebensweisen gekommen sind.
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Re: Welchen Anteil haben eure Eltern daran, dass ihr AB wurdet?

Beitrag von Esperanza » Mittwoch 26. Dezember 2018, 17:39

Meinst du deine Mutter wollte dich klein halten und kam mit deinem Älterwerden nicht klar?
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Re: Welchen Anteil haben eure Eltern daran, dass ihr AB wurdet?

Beitrag von Stabil » Mittwoch 26. Dezember 2018, 18:18

Meine Eltern haben drei Kinder durch den Tod verloren, bevor ich als erster überlebt habe. Sie hatten hatten ein schweres Schicksal zu bewältigen. Und das Familiengeschehen war so sehr verwickelt, dass ich sie nicht wirklich nachvollziehbar darstellen kann.

Aber ein Aspekt war, dass meine Mutter noch sehr an meinen Geschwistern zu hängen schien, die zwischen wenige Stunden bis vier Jahre alt geworden waren. Als Kind habe ich es so erlebt, dass ich mich eingeengt, vernachlässigt und fremd gefühlt habe. Die Ängstlichkeit und Depressivität habe ich erst später rückblickend sehen können. Ich selbst wurde aber auch ängstlich und depressiv. Aber da konnte ich mich vor vielen Jahren schon raus arbeiten - ich habe grosses Glück gehabt.

Ich glaub nicht, dass mich meine Mutter bewusst klein halten wollte. Ich denke, sie war so sehr mit sich, ihrem Schicksal und mit der nicht durch gelebten und daher unbewältigten Trauer beschäftigt, dass sie mein älter Werden weder emotional miterleben, noch wirklich sehen konnte.
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Re: Welchen Anteil haben eure Eltern daran, dass ihr AB wurdet?

Beitrag von Esperanza » Mittwoch 26. Dezember 2018, 19:21

3 Kinder zu verlieren muss aber auch furchtbar sein. :sadwoman:

Ich denke, es ist wichtig zu begreifen, dass Eltern eben auch durch ihre Erfahrung und Erziehung geprägt sind in ihrem Verhalten und nicht aus einer Laune heraus ihre Kinder zu ABs erziehen.
Nicht erst wir, sondern auch unsere Eltern sind teils gefangen in ihren Verhaltensmustern.
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