Suche ich das Falsche?

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Re: Suche ich das Falsche?

Beitrag von Tintenmalerin » Sonntag 20. August 2017, 00:04

Wenn du nicht auf die natürliche Art und Weise an das Thema Beziehung, Liebe und Anziehung herangeführt wurdest, wie denn dann?
Was fehlte?

Dann scheint es ja nicht dein einziges Problem (ich kann es immer noch nicht als solches sehen) zu sein, dass du Sex nicht so sehr willst, wie andere.
Überspitzt formuliert.
Bist du dir eigentlich sicher, dass für die Männer aus deinem Umfeld, die von den Frauen anders wahrgenommen werden als du, Sex denselben Stellenwert hat wie für die Mitglieder hier im Forum, deren Beiträge quasi dieses Thema ausgelöst haben?
In nächster Zeit weitgehend abwesend, nur noch sporadisch hier.

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Re: Suche ich das Falsche?

Beitrag von Captain Unsichtbar » Sonntag 20. August 2017, 11:56

Tintenmalerin hat geschrieben:
Sonntag 20. August 2017, 00:04
Wenn du nicht auf die natürliche Art und Weise an das Thema Beziehung, Liebe und Anziehung herangeführt wurdest, wie denn dann?
Was fehlte?
Ich war als Kind immer ein Sonderling und Aussenseiter. Ich habe selten mit anderen Kindern gespielt, stattdessen habe ich mich zurückgezogen. Sobald ich einen Stift halten konnte, begann ich zu zeichnen und später, kaum lernte ich lesen und schreiben, begann ich damit. Und ich spreche nicht von Kinderbüchern, die langweilten mich, stattdessen verbrachte ich ganze Nachmittage in der Sachbuchabteilung der Bücherei und lass alles mögliche von Naturwissenschaft, über Technologie bis Geschichte. Ich hatte meine Leidenschaft gefunden: Neugier nach Wissen.
Und so kam es, dass ich kurz vor der Pubertät zwar alle wichtigen Daten der modernen Geschichte kannte oder den Ablauf der Mondlandung aus technischer Sicht beschreiben konnte, aber keinen Plan von Sozialfähigkeiten geschweige den von Mädchen hatte. Ausserdem überforderte ich mit meinen Interessen die meisten Gleichaltrigen, dafür hatte ich umgekehrt keinen Plan von alltäglichen Themen meiner Altersgruppe.
Mit zwölf, dreizehn kam dann kurzfristig mein Interesse für Mädchen auf. Für die blieb ich aber "der Komische" und als Mobbingopfer strahlte ich das Gegenteil von Stärke und Selbstbewusstsein aus. Aus Trotz vor der Ablehnung stürzte ich mich dann wieder in meine andere Liebe, dem Wissen und beschloss Mädchen einfach zu ignorieren - leider. Viel zu spät, kurz vor meiner Volljährigkeit bemerkte, wie sehr ich mich doch nach Anerkennung und Zuneigung eines Mädchens sehnte. Leider zu spät. Ich war auf dem Entwicklungsstand eines zehnjährigen und musste auf mühsame Weise durch schlichtes Beobachten anderer Männer, herausfinden wie eine "amouröse" soziale Interaktion funktioniert. Viele Teile davon sind mir heute noch ein Rätsel.
Dann scheint es ja nicht dein einziges Problem (ich kann es immer noch nicht als solches sehen) zu sein, dass du Sex nicht so sehr willst, wie andere.
Überspitzt formuliert.
Bist du dir eigentlich sicher, dass für die Männer aus deinem Umfeld, die von den Frauen anders wahrgenommen werden als du, Sex denselben Stellenwert hat wie für die Mitglieder hier im Forum, deren Beiträge quasi dieses Thema ausgelöst haben?
Ich für mich gesehen, sehe es auch nicht als Problem, aber es war meine Frage ob es eines sei. Wenn es ein Grossteil der Menschen (also auch potentielle OdBs) es als solches sehen würden, wäre es vermutlich eins. Darum nahm es mich wunder, wie die Menschen hier im Forum denken. Dazu fällt mir immer wieder Einstein ein: "Eine Frage raubt mir den Verstand, bin ich verrückt, oder alle anderen im Land?" :gruebel:
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Re: Suche ich das Falsche?

Beitrag von LonesomeCoder » Sonntag 20. August 2017, 13:37

Im ersten Absatz erkenne ich mich wieder. Bist du auch ein Aspeger-Autist?
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Re: Suche ich das Falsche?

Beitrag von Captain Unsichtbar » Sonntag 20. August 2017, 13:51

LonesomeCoder hat geschrieben:
Sonntag 20. August 2017, 13:37
Im ersten Absatz erkenne ich mich wieder. Bist du auch ein Aspeger-Autist?
Nein eher das Gegenteil. Ich selbst würde mich nach Kriterien eher als HSP sehen.
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Re: Suche ich das Falsche?

Beitrag von Reinhard » Sonntag 20. August 2017, 15:28

Captain Unsichtbar hat geschrieben:
Sonntag 20. August 2017, 11:56
Tintenmalerin hat geschrieben:
Sonntag 20. August 2017, 00:04
Wenn du nicht auf die natürliche Art und Weise an das Thema Beziehung, Liebe und Anziehung herangeführt wurdest, wie denn dann?
Was fehlte?
Ich war als Kind immer ein Sonderling und Aussenseiter. Ich habe selten mit anderen Kindern gespielt, stattdessen habe ich mich zurückgezogen. Sobald ich einen Stift halten konnte, begann ich zu zeichnen und später, kaum lernte ich lesen und schreiben, begann ich damit. Und ich spreche nicht von Kinderbüchern, die langweilten mich, stattdessen verbrachte ich ganze Nachmittage in der Sachbuchabteilung der Bücherei und lass alles mögliche von Naturwissenschaft, über Technologie bis Geschichte. Ich hatte meine Leidenschaft gefunden: Neugier nach Wissen.
Und so kam es, dass ich kurz vor der Pubertät zwar alle wichtigen Daten der modernen Geschichte kannte oder den Ablauf der Mondlandung aus technischer Sicht beschreiben konnte, aber keinen Plan von Sozialfähigkeiten geschweige den von Mädchen hatte. Ausserdem überforderte ich mit meinen Interessen die meisten Gleichaltrigen, dafür hatte ich umgekehrt keinen Plan von alltäglichen Themen meiner Altersgruppe.
Mit zwölf, dreizehn kam dann kurzfristig mein Interesse für Mädchen auf. Für die blieb ich aber "der Komische" und als Mobbingopfer strahlte ich das Gegenteil von Stärke und Selbstbewusstsein aus. Aus Trotz vor der Ablehnung stürzte ich mich dann wieder in meine andere Liebe, dem Wissen und beschloss Mädchen einfach zu ignorieren - leider. Viel zu spät, kurz vor meiner Volljährigkeit bemerkte, wie sehr ich mich doch nach Anerkennung und Zuneigung eines Mädchens sehnte. Leider zu spät. Ich war auf dem Entwicklungsstand eines zehnjährigen und musste auf mühsame Weise durch schlichtes Beobachten anderer Männer, herausfinden wie eine "amouröse" soziale Interaktion funktioniert. Viele Teile davon sind mir heute noch ein Rätsel.
Dann scheint es ja nicht dein einziges Problem (ich kann es immer noch nicht als solches sehen) zu sein, dass du Sex nicht so sehr willst, wie andere.
Überspitzt formuliert.
Bist du dir eigentlich sicher, dass für die Männer aus deinem Umfeld, die von den Frauen anders wahrgenommen werden als du, Sex denselben Stellenwert hat wie für die Mitglieder hier im Forum, deren Beiträge quasi dieses Thema ausgelöst haben?
Ich für mich gesehen, sehe es auch nicht als Problem, aber es war meine Frage ob es eines sei. Wenn es ein Grossteil der Menschen (also auch potentielle OdBs) es als solches sehen würden, wäre es vermutlich eins. Darum nahm es mich wunder, wie die Menschen hier im Forum denken. Dazu fällt mir immer wieder Einstein ein: "Eine Frage raubt mir den Verstand, bin ich verrückt, oder alle anderen im Land?" :gruebel:
Natürlich weiss ich es nicht von allen, aber von mindestens dreien weiss ich es mit Sicherheit.
Bei mir war (oder ist) das ähnlich. Fühle dich mal gedrückt. :umarmung2: :umarmung2: :umarmung2:


Ich denke aber nicht, dass es an gering ausgeprägter eigener Sexualität liegt. Ich habe viele sexuelle Gedanken :oops: aber trau mich nicht, sie zu zeigen ...
Mag ja sein, dass jeder seines Glückes Schmied ist.

Aber dabei sollte nicht vergessen werden, dass manche von Haus aus eine komplette Werkstatt mitbekommen, und andere nur einen Hammer und nicht mal einen Amboss.

Wer will findet sucht Wege; wer nicht will findet Gründe erfindet Ausflüchte.

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Re: Suche ich das Falsche?

Beitrag von LonesomeCoder » Sonntag 20. August 2017, 16:03

Asperger und HSP schließt sich nicht aus, ich habe beides.
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Re: Suche ich das Falsche?

Beitrag von Nonkonformist » Sonntag 20. August 2017, 16:15

LonesomeCoder hat geschrieben:
Sonntag 20. August 2017, 16:03
Asperger und HSP schließt sich nicht aus, ich habe beides.
In sofern ich HSP verstehe, sind diese hypersensibel für emotionen, körpersprache, etc, während asperger da eher kaum was mitbekommen.
HSPs sehen emotionen von anderen wie ausvergrößert, werden auch ziemlich von emotioen von anderen beeinflüßt, übernehmen diese leicht, während Asperger eher alles durch eine ganz dunkele brille sehen.
HSPs sind hyperemotional, für normalos eher sensibelchen, softies und weicheier, während Asperger eher sehr unterkühlt wirken.
Die sensiblität von HSPs ist zu hoch, die von Asperger zu niedrich.
Ich verstehe nicht so ganz wie man beides gleichzeitig sein kann.
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Re: Suche ich das Falsche?

Beitrag von Captain Unsichtbar » Sonntag 20. August 2017, 17:16

Reinhard hat geschrieben:
Sonntag 20. August 2017, 15:28
Bei mir war (oder ist) das ähnlich. Fühle dich mal gedrückt. :umarmung2: :umarmung2: :umarmung2:

Ich denke aber nicht, dass es an gering ausgeprägter eigener Sexualität liegt. Ich habe viele sexuelle Gedanken :oops: aber trau mich nicht, sie zu zeigen ...
Danke dir :umarmung2:

Naja so ganz inaktiv ist mein sexuelle Sicht der Ding ja auch nicht. Ich habe nur keine dringende Sehnsucht danach. Eine sexuelle Handlung zwischen zwei Menschen ist für mich nach wie vor etwas extrem abstraktes, ich kann mir momentan ja nicht mal vorstellen, was an einem Kuss so toll sein soll (falls es mir jemand zeigen will... :frech: )
Meine Handlungen entsprechen möglicherweise einfach nicht denen eines "sexuell baggernden" Mannes.
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Re: Suche ich das Falsche?

Beitrag von Captain Unsichtbar » Sonntag 20. August 2017, 17:18

LonesomeCoder hat geschrieben:
Sonntag 20. August 2017, 16:03
Asperger und HSP schließt sich nicht aus, ich habe beides.
Ähm wie soll ich das verstehen, du bist hochsensitiv und "blind" für Emotionen zugleich? :surprise: :gruebel:

Ich schliesse mich das Nonkonformist an.
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Re: Suche ich das Falsche?

Beitrag von LonesomeCoder » Sonntag 20. August 2017, 18:32

Wenige Emotionen wie Hass, Angst, Wut, Verzweiflung, Abneigung oder Stress nehme ich sehr stark war, andere deutlich geringer. Vor allem habe ich selbst außer die vorher genannten keine Emotionen. Stark emotionale Menschen strengen mich extrem an. Ich würde mir deswegen nie ein Sportevent live im Station anschauen oder auf ein Konzert gehen. Auf die Nachricht über einen Lottogewinn würde ich nach außen so wirken, wie wenn ich grade eine Nachricht über einen umgefallenen Sack Reis in China gehört habe.
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Re: Suche ich das Falsche?

Beitrag von Choral » Sonntag 20. August 2017, 18:46

Hört sich für mich nach einer Depression an, nicht nach Asberger ... Habt ihr die ganzen Krankheiten, mit denen ihr hier so um euch schmeißt, auch tatsächlich diagnostiziert bekommen, oder vermutet ihr nur? Kommt mir manchmal so vor, als würden sie hier inflationär gebraucht, um entschuldigungen für das eigene Verhalten zu finden. Genauso wie jedes Kind, das kein Bock auf Hausaufgaben hat, gleich ADHS haben muss

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Re: Suche ich das Falsche?

Beitrag von Nonkonformist » Sonntag 20. August 2017, 18:55

LonesomeCoder hat geschrieben:
Sonntag 20. August 2017, 18:32
Wenige Emotionen wie Hass, Angst, Wut, Verzweiflung, Abneigung oder Stress nehme ich sehr stark war, andere deutlich geringer. Vor allem habe ich selbst außer die vorher genannten keine Emotionen. Stark emotionale Menschen strengen mich extrem an. Ich würde mir deswegen nie ein Sportevent live im Station anschauen oder auf ein Konzert gehen. Auf die Nachricht über einen Lottogewinn würde ich nach außen so wirken, wie wenn ich grade eine Nachricht über einen umgefallenen Sack Reis in China gehört habe.
Sowohl Asperger als HSPs können von emotionen überfordert sein.
Beide brauchen zeit zum erholen.
Ein HSP sieht aber eher nuanzen in nuanzen, nicht nur die basisemotionen.
Eine meiner OdBs, die am empfang gearbeitet hat, war nach außen zu immer gut gelaunt, aber das war eine professionelle maske.
Die meiste meiner normalo-kollegen haben geglaubt das sie einfach immer fröhlich war; ich habe es meist gemerkt wann ihre gute laune vorgetäuscht war.
Als HSP sieht man mir meine emotionen meist schon an. Ich habe eine eher offene mimik und körpersprache. Und etwas wie liebeskummer kann bei mir auch jahrenlang anhalten. Auch typisch für HSPs ist es, Liebe eher als etwas tief emotionales/empatisches als als etwas hauptsächlich triebgesteuertes zu empfinden.

Bei dir vermute ich vor allem Asperger - das würde auch mit deinen beruf zusammen passen (HSPs sind häufig kreativ, Asperger eher technisch.)
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Re: Suche ich das Falsche?

Beitrag von Tintenmalerin » Montag 21. August 2017, 16:31

Captain Unsichtbar hat geschrieben:Ich hatte meine Leidenschaft gefunden: Neugier nach Wissen.
Bist du denn mittlerweile auch neugierig auf andere Menschen?

Du schreibst, du hast durch die Reaktionen deiner Mitmenschen, das Gefühl, keine Berechtigung zu haben, um mitzureden und mitzumischen, wenn es um die Themen Liebe, Sex, Partnerschaft geht.
Das ist Quatsch. Natürlich darfst du das, wenn du das willst.
Und wahrscheinlich ist dir das eigentlich auch klar, aber vielleicht hilft es, sich das noch mal bewusst zu machen.

Wie sieht dein Selbstbild aus? Gestehst du dir selbst diese Berechtigung zu?
Hältst du dich für beziehungsfähig?
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Re: Suche ich das Falsche?

Beitrag von Captain Unsichtbar » Montag 21. August 2017, 18:30

Tintenmalerin hat geschrieben:
Montag 21. August 2017, 16:31
Captain Unsichtbar hat geschrieben:Ich hatte meine Leidenschaft gefunden: Neugier nach Wissen.
Bist du denn mittlerweile auch neugierig auf andere Menschen?
Ja, sehr sogar.
Du schreibst, du hast durch die Reaktionen deiner Mitmenschen, das Gefühl, keine Berechtigung zu haben, um mitzureden und mitzumischen, wenn es um die Themen Liebe, Sex, Partnerschaft geht.
Das ist Quatsch. Natürlich darfst du das, wenn du das willst.
Und wahrscheinlich ist dir das eigentlich auch klar, aber vielleicht hilft es, sich das noch mal bewusst zu machen.
Klar, der freien Meinungsäusserung nach verstehe ich das schon, aber wie soll ich denn die ganzen Reaktionen sonst einordnen? Mir fällt es ehrlich gesagt schwer, das anders zu verstehen. Für mich ist das weniger nur die mangelnde Erlaubnis, es ist mehr so eine verselbständigte gesellschaftliche Ausgrenzung.
Wie sieht dein Selbstbild aus? Gestehst du dir selbst diese Berechtigung zu?
Hältst du dich für beziehungsfähig?
Das ist echt eine schwierig Frage. Ich musst ein Weilchen darüber nachdenken. Und selbst jetzt weiss ich nicht so recht, wie ich darauf antworten soll. Ich weiss es tatsächlich selbst nicht. Es gibt da zb Momente auf SBs, in denen ich mir plötzlich wie ein Hochstapler vorkomme, sobald ich eine Frau anschreibe. Irgendwie verspüre ich dann immer den innerlichen Drang eine Warnung nach zu schicken, nach dem Motto "Achtung, ich bin eine Mogelpackung, mein Äusseres täuscht, ich bin nicht das, was du in meinem Alter erwartest. Ich werde dich fürchterlich enttäuschen."
Bei "beziehungsfähig" würde ich allerdings schon mit einem vorsichtigen "ja" antworten - wenn ich die Chance dazu bekomme.

Ich wollte dir übrigens einfach mal sagen - auch wenn es vielleicht nicht immer so scheint - ich schätze deine Kommentare wirklich! :yes:
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Re: Suche ich das Falsche?

Beitrag von Tintenmalerin » Dienstag 22. August 2017, 17:56

Captain Unsichtbar hat geschrieben:
Tintenmalerin hat geschrieben:Bist du denn mittlerweile auch neugierig auf andere Menschen?
Ja, sehr sogar.
Das ist doch schon mal super.
Klar, der freien Meinungsäusserung nach verstehe ich das schon, aber wie soll ich denn die ganzen Reaktionen sonst einordnen? Mir fällt es ehrlich gesagt schwer, das anders zu verstehen. Für mich ist das weniger nur die mangelnde Erlaubnis, es ist mehr so eine verselbständigte gesellschaftliche Ausgrenzung.
Ja, diese Verselbstständigung ist im Grunde das Problem. Selbst wenn einige meinen, dass du nicht die Berechtigung dazu hast, heißt das noch nicht, dass es so ist. Dass du das auch so sehen musst. Und ich glaube eher nicht, dass die meisten dich aktiv und bewusst ausgrenzen. Ich glaube, du hast viel von dem, wie diejenigen, die dich gemobbt haben, mit dir umgegangen sind, verinnerlicht.
Das Selbstbild entwickelt sich ja nie völlig losgelöst von der Meinung anderer und du schreibst, du seist hypersensibel, dann ist die Abgrenzung von Selbst- und Fremdwahrnehmung eher schwierig. Ist zumindest bei mir so...
Ich wollte dir übrigens einfach mal sagen - auch wenn es vielleicht nicht immer so scheint - ich schätze deine Kommentare wirklich! :yes:
Das freut mich :)
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Re: Suche ich das Falsche?

Beitrag von Captain Unsichtbar » Dienstag 22. August 2017, 23:58

Tintenmalerin hat geschrieben:
Dienstag 22. August 2017, 17:56
Ja, diese Verselbstständigung ist im Grunde das Problem. Selbst wenn einige meinen, dass du nicht die Berechtigung dazu hast, heißt das noch nicht, dass es so ist. Dass du das auch so sehen musst. Und ich glaube eher nicht, dass die meisten dich aktiv und bewusst ausgrenzen. Ich glaube, du hast viel von dem, wie diejenigen, die dich gemobbt haben, mit dir umgegangen sind, verinnerlicht.
Das Selbstbild entwickelt sich ja nie völlig losgelöst von der Meinung anderer und du schreibst, du seist hypersensibel, dann ist die Abgrenzung von Selbst- und Fremdwahrnehmung eher schwierig. Ist zumindest bei mir so...
Was du schreibst klingt für mich ziemlich plausibel. Hättest du denn auch einen Rat für mich was ich damit anfangen kann? Ich meine die reine Erkenntnis nützt ja noch nicht viel, was ich jetzt noch bräuchte wäre halt irgendein Rat zur Umsetzung. Also zb wie sollte ich mich anders Verhalten oder was sollte mein nächster Schritt sein.
Und wie schaffe ich es meine Eigenwahrnehmung nachaltig zu verändern? Das logische Verständnis ist jetzt schon irgendwie da, aber das Ego ist halt so ein zickiges Ding, das braucht meist noch eine Extraportion Überzeugungsarbeit. Das Problem ist halt auch, das negative Selbstbild entstand durch Ausseneinwirkung, wie erschaffe ich jetzt ein positives Selbstbild OHNE Hilfe sprich Bestätigung von Aussen? :gruebel:
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Re: Suche ich das Falsche?

Beitrag von Tintenmalerin » Freitag 25. August 2017, 19:04

Captain Unsichtbar hat geschrieben:Was du schreibst klingt für mich ziemlich plausibel. Hättest du denn auch einen Rat für mich was ich damit anfangen kann? Ich meine die reine Erkenntnis nützt ja noch nicht viel, was ich jetzt noch bräuchte wäre halt irgendein Rat zur Umsetzung. Also zb wie sollte ich mich anders Verhalten oder was sollte mein nächster Schritt sein.
Und wie schaffe ich es meine Eigenwahrnehmung nachaltig zu verändern? Das logische Verständnis ist jetzt schon irgendwie da, aber das Ego ist halt so ein zickiges Ding, das braucht meist noch eine Extraportion Überzeugungsarbeit. Das Problem ist halt auch, das negative Selbstbild entstand durch Ausseneinwirkung, wie erschaffe ich jetzt ein positives Selbstbild OHNE Hilfe sprich Bestätigung von Aussen? :gruebel:
Ich finde es wirklich schwierig, diese Fragen zu beantworten.
Für mich ist die reine Erkenntnis schon wertvoll, um alte Muster aufzubrechen, und weil sie mir eine neue Perspektive eröffnet. Sie schärft meinen Blick.
Ein konkreter Rat ist allein dadurch schon schwierig, dass ich nicht weiß, was genau du machst und wie genau die Reaktion darauf aussieht.
Also finde das raus. Nimm den Filter ("Die schließen mich aus") aus deiner Wahrnehmung und guck dir nur die Reaktion an. Was machen die eigentlich? Warum machen die das? Wenn du dich traust, sag mal jemandem, dass du dich durch sein Verhalten ausgeschlossen fühlst und frag ihn, was er eigentlich damit bezweckt.
Und was machst du eigentlich? Ist es dir überhaupt wichtig, teilzuhaben, oder eher nicht, da du dich ja ziemlich schnell aus dem Gespräch wieder zurückziehst?

Und dann bleibt eigentlich nur ausprobieren. Nicht bei deinen alten Mustern bleiben. Deren Ergebnis kennst du schon, als mach es anders, und wenn die Änderung noch so klein ist.
Du weißt ja sicherlich, was ein Teufelskreis ist. Derselbe Mechanismus funktioniert auch anders herum. Wenn du einen kleinen Erfolg hast, gibt dir das Mut, dass du noch mehr schaffen kannst, noch mehr lernen kannst, du probierst mehr aus, mehr funktioniert (Nicht alles), du traust dir noch mehr zu, und so weiter. Sei dir klar, wo du bist und was du kannst und trau dich immer einen Schritt weiter.
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Re: Suche ich das Falsche?

Beitrag von Captain Unsichtbar » Samstag 26. August 2017, 19:36

Tintenmalerin hat geschrieben:
Freitag 25. August 2017, 19:04
Für mich ist die reine Erkenntnis schon wertvoll, um alte Muster aufzubrechen, und weil sie mir eine neue Perspektive eröffnet. Sie schärft meinen Blick.
Da geht es mir leider anders. Für mich ist das momentan bloss eine Bestätigung, dass ich etwas falsch mache, was genau weiss ich allerdings immer noch nicht. Wirklich ein Muster, dass Auswirkungen auf Andere hat, erkenne ich darin ja noch nicht.
Mir selbst die Berechtigung zu geben, betrifft ja erst einmal nur meine Seite. Ob ich alleine dadurch (also bloss auf rein rationaler gedanklicher Ebene) eine Veränderung in der Wahrnehmung herbeiführen kann, bezweifle ich stark. Irgendwie müsste ich halt auch mein äusseres Auftreten beeinflussen können.
Ein konkreter Rat ist allein dadurch schon schwierig, dass ich nicht weiß, was genau du machst und wie genau die Reaktion darauf aussieht.
Also finde das raus. Nimm den Filter ("Die schließen mich aus") aus deiner Wahrnehmung und guck dir nur die Reaktion an. Was machen die eigentlich? Warum machen die das? Wenn du dich traust, sag mal jemandem, dass du dich durch sein Verhalten ausgeschlossen fühlst und frag ihn, was er eigentlich damit bezweckt.
Und was machst du eigentlich? Ist es dir überhaupt wichtig, teilzuhaben, oder eher nicht, da du dich ja ziemlich schnell aus dem Gespräch wieder zurückziehst?
Jetzt bin ich etwas verwirrt. Reden wir jetzt noch vom selben? Mir ging es ja nicht um die Gruppe bzw. Gespräche, dort ist es mir ehrlich gesagt schnuppe, das war nur ein Beispiel zur Verdeutlichung. Dass ich bei einem Gespräch nicht ausgeschlossen werde ist mir wesentlich weniger wichtig als das ich von Frauen als Mann registriert werde. Oder meintest du mit "die" jetzt explizit Frauen?
Das "Ausgeschlossen" bezog sich hier mehr auf die berüchtigte "Männlichkeit". Ich werde ja nicht grundsätzlich als Mensch ausgeschlossen. Die "Berechtigung" bezog sich deswegen auch nicht auf das Teilnehmen an Gesprächen sondern auf den direkten Umgang mit einer Frau. Dass ich oft das Gefühl habe gar keine "Berechtigung" zu haben, Interesse an einer Frau zu zeigen.
Das Thema Berechtigung ist nur ein Gefühl, dass ich an mich selbst sende. Wirklich beobachten tue ich schon nur die Reaktionen, und die sind es leider auch, die mein Bild verstärken.

Mein momentanes Ziel ist, erstmal überhaupt als Mann wahrgenommen zu werden. D.h. eine Desinteresse, dass aber auf Augenhöhe beruht (sprich einfach nicht ihr Typ sein), wäre dann schon ein Fortschritt. Alles ist besser als wie ein geschlechtsloses Etwas behandelt zu werden. Mein Wunsch wäre, dass ich meinen Mitmenschen endlich klar machen könnte, dass ich auch ein ganz normaler Mann mit Wünschen und Bedürfnissen bin. Allerdings habe ich bisher den Schalter für solche Signale noch nicht gefunden. Wie man das anstellt, ist mir leider nach wie vor schleierhaft. Und ich werde denn Gedanken wieder mal nicht los, dass bei mir etwas Grundlegendes vergessen wurde. :shy:
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Re: Suche ich das Falsche?

Beitrag von Nonkonformist » Samstag 26. August 2017, 20:03

Captain Unsichtbar hat geschrieben:
Samstag 26. August 2017, 19:36
Mein momentanes Ziel ist, erstmal überhaupt als Mann wahrgenommen zu werden. D.h. eine Desinteresse, dass aber auf Augenhöhe beruht (sprich einfach nicht ihr Typ sein), wäre dann schon ein Fortschritt. Alles ist besser als wie ein geschlechtsloses Etwas behandelt zu werden. Mein Wunsch wäre, dass ich meinen Mitmenschen endlich klar machen könnte, dass ich auch ein ganz normaler Mann mit Wünschen und Bedürfnissen bin. Allerdings habe ich bisher den Schalter für solche Signale noch nicht gefunden. Wie man das anstellt, ist mir leider nach wie vor schleierhaft. Und ich werde denn Gedanken wieder mal nicht los, dass bei mir etwas Grundlegendes vergessen wurde. :shy:
Zeigst du selbst frauen signale das du diese attraktiv findest? Ab den moment das ich mit flirten anfange ändert sich meine körpersprache ausreichend auffällig das auch meine kumpels sehen das ich interesse an diese frau habe. Und auch wann ich noch gar nicht verliebt bin zeigt es sich bei mir schon wann ich eine frau (körperlich) attraktiv finde. Die frage ist also: ist dein eigenes verhalten geschlechtslos? Sieht man dir deine wünsche und bedürfnisse überhaupt an?
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Re: Suche ich das Falsche?

Beitrag von Captain Unsichtbar » Samstag 26. August 2017, 20:32

Nonkonformist hat geschrieben:
Samstag 26. August 2017, 20:03
Zeigst du selbst frauen signale das du diese attraktiv findest? Ab den moment das ich mit flirten anfange ändert sich meine körpersprache ausreichend auffällig das auch meine kumpels sehen das ich interesse an diese frau habe. Und auch wann ich noch gar nicht verliebt bin zeigt es sich bei mir schon wann ich eine frau (körperlich) attraktiv finde. Die frage ist also: ist dein eigenes verhalten geschlechtslos? Sieht man dir deine wünsche und bedürfnisse überhaupt an?
Flirten ist für mich etwas, für das es zwei Menschen benötigt. Das fällt also schon mal weg.
Zum Rest: genau das war doch meine Frage, ich weiss es eben nicht ob man es mir ansieht bzw. ich vermute eben nicht. Darum schreibe ich auch, ich hätte den Ein-Schalter für die Signale noch nicht gefunden. Warum man es mir nicht ansieht, oder weshalb mein Äusseres dem Inneren sogar entgegenläuft, habe ich noch nicht herausgefunden. Ich habe manchmal das Gefühl, meinem Inneren fehlt die Verbindung zu meinem Äusseren.
Im Übrigen meinte ich nicht die eine Frau, sondern Frauen im Allgemeinen.
"I never asked for this."

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