Was macht das AB-Dasein mit einem?

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Knopfloch

Was macht das AB-Dasein mit einem?

Beitrag von Knopfloch » Mittwoch 28. Februar 2018, 15:50

Was macht eigentlich das AB-Dasein oder heisst es AB-Sein mit einem?

Wird man menschenscheu und eigenbrötlerisch, geizig und noch verklemmter als man eh schon ist oder was noch alles?

Ich glaube ja und davor habe ich ein wenig Angst, weil man mit der Zeit so seine Macken entwickelt und ich will das nicht, tue es aber. :specht: Da gibt es so einige Rituale, die täglich wiederholt werden, das merke ich schon. Das morgendliche Aufstehen, das Frühstück oder das Heimkommen, immer gleich, wäre da eine 2. Person, mein kompletter Plan wäre durcheinander.

Ich möchte auch nicht, daß man mir in 20 Jahren ansieht, daß ich noch eine alte Jungfer bin, ob man mir das ansieht? Wie sich das liest, diese Worte "alte Jungfer", da schüttelt es mich. Ich mag auch keine alte Frau sein, die unfreundlich zu Kindern ist. An manchen Tagen habe ich Angst vor dem Älter werden, ich denke dann an Altenheim, Pflegestufe, keine Verwandten, Einsamkeit und das macht mir Angst.

Das mir langweilig wird, wenn ich mal in Rente komme glaube ich nicht, ich habe viele Interessen und weiß sehr gut was mit mir anzufangen. Das bringt die Zeit mit sich, man sucht sich etwas, was einen erfreut.

Ich merke manchmal, daß ich immer häuslicher werde, wenn Wochenende ist, dann freue ich mich richtig auf zuhause und bin auch froh, wenn ich mal nicht reden muß oder das Haus verlassen muß. Ich bin zufrieden, jetzt hatte ich während dem Schreiben eine kleine Zwangspause, nein bin ich nicht :oops: das ist gelogen :oops: , ich bin nicht zufrieden, sonst würde ich mir keine Gedanken machen! Ich hab furchtbar viel in meinem Leben verpasst. Das ist mir jetzt eingefallen, als ich hier geschrieben habe, daß noch nie ein Mann an mir Interesse gezeigt hat. Die 1. Liebe, die 2. Liebe, Hochzeit, eigene Kinder, also ein Teil von mir, im Arm halten, Strandspaziergang Hand in Hand, gemeinsames Lachen mit einem Partner, weinen, Freude, Trauer. Im Grunde alles was für andere Menschen ganz normal ist. Ich kenne das alles nicht, nein ich habe das alles nicht fühlen dürfen und wenn dann nur für mich alleine.

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schmog
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Re: Was macht das AB-Dasein mit einem?

Beitrag von schmog » Mittwoch 28. Februar 2018, 16:09

Es macht mich ABartig, zynisch und wütend! :twisted:
Täglich immer mehr.
Wenn ich nur daran denke was ich mit 60 so alles verpasst habe....
Schreib dein Leben auf ein Stück Papier und warte bis die Zeit vergeht.

Basti-MD

Re: Was macht das AB-Dasein mit einem?

Beitrag von Basti-MD » Mittwoch 28. Februar 2018, 16:16

Knopfloch hat geschrieben:
Mittwoch 28. Februar 2018, 15:50
Was macht eigentlich das AB-Dasein oder heisst es AB-Sein mit einem?

Wird man menschenscheu und eigenbrötlerisch, geizig und noch verklemmter als man eh schon ist oder was noch alles?
So allgemein kann man diese Frage wohl nicht beantworten. Ich für mich muss sagen, dass ich über die Zeit mehr und mehr für mich allein plane. Das liegt aber auch daran, dass ich in meinem Freundeskreis so ziemlich der einzige Single bin und die gemeinsamen Aktionen weniger werden, aufgrund von Kindern, Urlaub, etc.. Allerdings frage ich auch vorher im Bekanntenkreis, wenn ich etwas vor habe und freue mich über Begleitung. An und für sich bin ich schon eigenbrödliger geworden, wobei ich von Anfang auch Einzelgänger sein konnte.

Angst etwas zu verpassen, klar, die hab ich auch, gerade jetzt wo ich meine Nichte aufwachsen sehe. Allerdings würde ich nicht aus Angst einfach irgendeine Beziehung eingehen. Angst ist ein schlechter Ratgeber. Ja, mit jedem Jahr ohne Veränderung igelt man sich auch ein Stück weiter ein. Ab und zu muss man auch mal aus seiner Komfortzone ausbrechen, was mir zugegebenermaßen auch immer schwerer fällt.

Was mir keine Angst macht, ist Einsamkeit, denn dank intakter Familie und Freundeskreis, fühle ich mich nicht wirklich einsam. Klar sehnt man sich in bestimmten Situationen nach mehr Nähe. Eine alte "Jungfer" zu werden, davor habe ich am wenigsten angst. :mrgreen:

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Re: Was macht das AB-Dasein mit einem?

Beitrag von Simonetta » Mittwoch 28. Februar 2018, 16:36

Das ist eine gute Frage. Ich denke, es ist einfach eine große Herausforderung, richtig damit umzugehen.
Früher hat es mich bitter und depressiv gemacht, aber das habe ich im Laufe der Jahre überwunden.
Natürlich ist es eine bittere Tatsache, dass man als AB einiges verpasst hat. Das kann man nicht schönreden. Aber das bedeutet dennoch nicht, dass man darüber verbittern muss. Für mich war es wichtig, es anzunehmen und auch zu verstehen, warum ich ABine geworden bin, was die Gründe dafür sind. Auch das ist wichtig, um damit umgehen zu können.

Aber Partnerschaft und alles was damit zu tun hat ist nicht alles im Leben. Und wenn es in diesem Bereich nicht klappt (und erzwingen kann man es eben nicht), dann ist es wichtig, sich auf das zu konzentrieren, was das Leben auch noch zu bieten hat, und das ist eine ganze Menge. Das ist letztendlich unsere eigene Entscheidung.
Ich will nicht mein komplettes Leben verpassen, nur weil ich keinen Partner habe. Und ich möchte auch nicht irgendwann im Altenheim sitzen und auf ein leeres Leben zurückblicken, nur weil ich alleine geblieben bin.
Die alte Frau, die ich ehrenamtlich im Altenheim besuche, ist ebenfalls ABine und sie sagt selbst, dass sie ein erfülltes Leben hatte, auf das sie glücklich zurückschaut, auch ohne Mann und Familie. Und das möchte ich später auch mal sagen können.
Umgekehrt gibt es ja auch nicht wenige Menschen, die Partner, Familie und alles hatten und trotzdem unglücklich und bitter geworden sind.

Und eigenbrötlerisch zu werden ist sicher auch eine Gefahr. Für mich ist es da einfach wichtig, unterschiedliche Beziehungen zu leben, ab und zu mal etwas Neues auszuprobieren, um flexibel zu bleiben und nicht eingefahren zu werden.
Häuslicher bin ich heute auch, die meisten Abende verbringe ich alleine zu Hause. Das hängt aber in erster Linie mit dem Alter zusammen. Mit über 50 muss man nicht mehr ständig auf Achse sein.

Von daher, ich denke, es liegt viel an einem selbst, wie man mit dem AB-Sein umgeht, auch wenn es gewiss nicht einfach ist.

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Re: Was macht das AB-Dasein mit einem?

Beitrag von Automobilist » Mittwoch 28. Februar 2018, 16:43

Knopfloch hat geschrieben:
Mittwoch 28. Februar 2018, 15:50
Was macht eigentlich das AB-Dasein oder heisst es AB-Sein mit einem?

Wird man menschenscheu und eigenbrötlerisch, geizig und noch verklemmter als man eh schon ist oder was noch alles? Menschenscheu, eigenbrötlerisch und sparsam war ich schon immer - schlimmer geworden ist es aber zweifelsohne ! " Verklemmt " war ich noch nie - dafür aber sehr wählerisch. Dieses hat sich nie geändert und wird auch so bleiben.

Ich glaube ja und davor habe ich ein wenig Angst, weil man mit der Zeit so seine Macken entwickelt und ich will das nicht, tue es aber. :specht: Da gibt es so einige Rituale, die täglich wiederholt werden, das merke ich schon. Das morgendliche Aufstehen, das Frühstück oder das Heimkommen, immer gleich, wäre da eine 2. Person, mein kompletter Plan wäre durcheinander.Vielleicht hilft mir da mein " unstetes " Leben - solche Rituale gibt es bei mir gar nicht.

Ich möchte auch nicht, daß man mir in 20 Jahren ansieht, daß ich noch eine alte Jungfer bin, ob man mir das ansieht? Wie sich das liest, diese Worte "alte Jungfer", da schüttelt es mich. Ich mag auch keine alte Frau sein, die unfreundlich zu Kindern ist.Mangels Berührung mit " Kindern " komme ich in diese Verlegenheit wohl nie - desto besser. An manchen Tagen habe ich Angst vor dem Älter werden, ich denke dann an Altenheim, Pflegestufe, keine Verwandten, Einsamkeit und das macht mir Angst. Keine 100 Gäule brächten mich jemals in ein " Altenheim " - wann Finis ist - bestimmt nur einer; ich selbst !

Das mir langweilig wird, wenn ich mal in Rente komme glaube ich nicht, ich habe viele Interessen und weiß sehr gut was mit mir anzufangen. Das bringt die Zeit mit sich, man sucht sich etwas, was einen erfreut.

Ich merke manchmal, daß ich immer häuslicher werde, wenn Wochenende ist, dann freue ich mich richtig auf zuhause und bin auch froh, wenn ich mal nicht reden muß oder das Haus verlassen muß.Ich ebenso - meist aus Erschöpfung. Dann wird höchstens noch etwas Holz in den Ofen geworfen oder etwas repariert. Ich bin zufrieden, jetzt hatte ich während dem Schreiben eine kleine Zwangspause, nein bin ich nicht :oops: das ist gelogen :oops: , ich bin nicht zufrieden, sonst würde ich mir keine Gedanken machen! Ich hab furchtbar viel in meinem Leben verpasst. Das ist mir jetzt eingefallen, als ich hier geschrieben habe, daß noch nie ein Mann an mir Interesse gezeigt hat. Die 1. Liebe, die 2. Liebe, Hochzeit, eigene Kinder, also ein Teil von mir, im Arm halten, Strandspaziergang Hand in Hand, gemeinsames Lachen mit einem Partner, weinen, Freude, Trauer. Im Grunde alles was für andere Menschen ganz normal ist.Auf diese Art von "Normalität " bin ich gar nicht allzu versessen... Ich kenne das alles nicht, nein ich habe das alles nicht fühlen dürfen und wenn dann nur für mich alleine. " Kinder " finden in meinem Leben nicht Statt - und ich vermisse sie gewiß nicht. Ob ich viel versäumt habe ? Was denn genau ? Ich bin mir dessen nicht so sicher. Meine " 1. Liebe " ist noch immer mein " OdB " - und wird es bleiben bis zum bitteren Ende.
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Re: Was macht das AB-Dasein mit einem?

Beitrag von Elli » Mittwoch 28. Februar 2018, 16:50

Ich weiß nicht. Jeder Einzelne hat doch so viele Erfahrungen nicht gemacht. Manchmal kommt es mir auch so vor, als ob der ganze Partnerschaftskram einfach heillos überbewertet wird, im Verhältnis zu allem anderen. :?

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Re: Was macht das AB-Dasein mit einem?

Beitrag von Sonnenklar » Mittwoch 28. Februar 2018, 16:54

Eigentlich habe ich nur Angst davor, da ich mit Abstand der Jüngste in unserer Familie (Verwandtschaft) bin und auch keine Freunde/Bekannte oder sonstigen sozialen Kontakte habe, dass ich mit allem irgendwann dann alleine bin, wo ich mich alleine dann um alles kümmern muss, obwohl ich ja sowieso mit allem überfordert bin und keinen anderen Menschen vertraue, das wird die Hölle für mich. :shock:

Und wenn ich dann irgendwann alleine bin und dann auch auf andere Menschen angewiesen bin oder sogar ein Pflegefall werden sollte, dann wird es die extremste Hölle für mich, wenn dann überhaupt keiner für mich da ist, dann bin ich allem ausgeliefert.

Schlimmer kann die Hölle dann gar nicht mehr werden.

:surprise:

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Re: Was macht das AB-Dasein mit einem?

Beitrag von Esperanza » Mittwoch 28. Februar 2018, 17:03

Für mich bedeutet ABtum Stillstand. Ich bin noch genau an dem gleichen Punkt wie mit 16.
Sicher bewerten wir da einiges über und idealisieren was das Zeug hält. Es gibt Paare die unglücklich sind und Familien die mit ihrer Situation unglücklich sind. Es kommt darauf an was man daraus macht. Das versuche ich gerade. Mich auch alleine weiter zu entwickeln und nicht zu denken, dass das Leben erst losgeht wenn man einen Partner hat.
Es gibt auch viele Menschen mit Familie die im Alter alleine sind. Nur weil man Kinder hat, heißt das noch lange nicht dass sie sich automatisch um einen kümmern.
Ob du glaubst etwas erreichen zu können oder nicht - du liegst immer richtig. Henry Ford.
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Re: Was macht das AB-Dasein mit einem?

Beitrag von Giebenrath » Mittwoch 28. Februar 2018, 17:21

Ursachen und Wirkungen sind kaum unterscheidbar.Sozialer Rückzug ist jedenfalls beides.

Ich versuche zumindest gegenzusteuern und dem Drang zum Rückzug ins Schneckenhaus nicht immer nachzugeben.
Give a man a mask and he will show his true face. - Oscar Wilde

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Re: Was macht das AB-Dasein mit einem?

Beitrag von Versingled » Mittwoch 28. Februar 2018, 17:45

Vieles von dem was Du beschreibst kommt mir sehr bekannt vor. Je länger man ohne Beziehung lebt, umso mehr zieht man sich zurück ... und irgendwann wird es eine sich selbst erfüllende Prophezeihung.
In Gedenken an all das Leben, das heute zu Ende ging. Es ist ein unwiederbringlicher Verlust ... :sadman:

Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

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Re: Was macht das AB-Dasein mit einem?

Beitrag von Karlsson » Mittwoch 28. Februar 2018, 19:21

Für mich ist das ABtum ein langer Weg, Ziel noch ungewiss, aber er muss weitergehen :)
Peace! 🍀

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Re: Was macht das AB-Dasein mit einem?

Beitrag von Ninja Turtle » Mittwoch 28. Februar 2018, 19:40

Knopfloch hat geschrieben:
Mittwoch 28. Februar 2018, 15:50
ich bin nicht zufrieden
Damit hast du es ja schon auf den Punkt gebracht. AB zu sein macht unzufrieden.
:kopfhoerer: :tanzen2: :umarmung2:

Die SHG-Frankfurt trifft sich jeden 1. und 3. Freitag im Monat. (Dann besaufen wir uns und feiern wilde Sexorgien. Man kann aber auch nur zugucken.) :mrgreen:

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Re: Was macht das AB-Dasein mit einem?

Beitrag von FrankieGoesTo... » Mittwoch 28. Februar 2018, 19:43

Esperanza hat geschrieben:
Mittwoch 28. Februar 2018, 17:03
Es kommt darauf an was man daraus macht. Das versuche ich gerade. Mich auch alleine weiter zu entwickeln und nicht zu denken, dass das Leben erst losgeht wenn man einen Partner hat.
Sehr gut, ich wünsche Dir viel Erfolg dabei!

Es ist gar nicht so schwer!

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Re: Was macht das AB-Dasein mit einem?

Beitrag von Oreo » Mittwoch 28. Februar 2018, 20:01

Das kommt mir bekannt vor. Man steht morgens alleine auf, geht alleine zur Arbeit und kommt abends wieder alleine nach Hause. Situationen die andere mit Partner/Partnerin angehen steht man alleine gegenüber. Da entwickelt man bestimmt so seine Eigenheiten.
Ich ziehe mich dann auch mal zurück, weil ich bestimmte Sachen einfach nicht alleine machen mag.

Ich werde mal versuchen, mich mehr auf das zu konzentrieren was im Leben besser läuft. Ich meine das Beziehungsthema ist ja nur ein Teil im Leben, in anderen Bereichen entwickeln wir uns ja durchaus weiter.

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Re: Was macht das AB-Dasein mit einem?

Beitrag von Tyrion » Mittwoch 28. Februar 2018, 20:02

Es kann einen natürlich zerfressen und richtig kaputt machen, machen wir uns nichts vor. Das muss nicht bei jedem so sein, aber wenn ich von mir spreche, dann wird das so kommen bzw. ist teilweise schon so.
Ich werde immer zynischer und wütender. Wütend auf mich und alles, was mich umgibt. Es ist hart, wenn man um sich herum Menschen hat, die gerade oder immer wieder neu verpartnert sind. Sie schwärmen davon und reden oft darüber. Ich missgönne es niemandem, aber man denkt natürlich unweigerlich, warum ich selbst nie Glück habe. Dass sich noch nicht mal im Ansatz eine für mich interessiert. Es ist natürlich schade, wenn man sich so etwas sehr wünscht. Aber ich kann ja niemanden zwingen.
Irgendwann führt das einfach dazu, dass man völlig gehirnamputierte Dinge macht. Aber man erreicht doch nicht das Ziel, dass man für einen Menschen wichtig ist. Muss ein schönes Gefühl sein, bilde ich mir ein. Naja, ist auch egal. Die einen bekommen körperliche Nähe, andere geistige Distanz. So hat jeder seins. Man muss es positiv sehen.
"Vergiss nie, wer du bist. Der Rest der Welt tut es auch nicht. Trage es wie eine Rüstung, dann kann es nie dazu benutzt werden, dich zu verletzen." - Tyrion Lannister

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Re: Was macht das AB-Dasein mit einem?

Beitrag von Michael Knight » Mittwoch 28. Februar 2018, 20:54

Ich persönlich genieße das "restliche" Leben abseits einer Beziehung umso mehr. Ob ich kauziger oder schrulliger werde, kann ich nicht beurteilen (es ist eh sehr schwer sich selber einzuschätzen). Wenn ich zwei Personen glauben darf, von denen ich immer eine ehrliche Meinung bekomme, dann nicht.

Zuhause verkriechen tue ich mich auch nicht. Ich würde sagen, ich führe ein ganz normales Leben, nur halt ohne Partnerin.

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Re: Was macht das AB-Dasein mit einem?

Beitrag von FrankieGoesTo... » Mittwoch 28. Februar 2018, 20:58

Michael Knight hat geschrieben:
Mittwoch 28. Februar 2018, 20:54
Zuhause verkriechen tue ich mich auch nicht. Ich würde sagen, ich führe ein ganz normales Leben, nur halt ohne Partnerin.
Das ist das beste, was man aus dieser Situation machen kann :daumen:

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Re: Was macht das AB-Dasein mit einem?

Beitrag von Pferdefreundin » Mittwoch 28. Februar 2018, 21:05

Menschenscheu bin ich schon durchs Mobbing geworden, das AB-Sein tut sein Übriges dazu. Verbittert macht es dahingehend, dass ich weiß, dass ich als ungeöffnete Dose enden werde. Man versucht, das Beste daraus zu machen, ist aber manchmal gar nicht so einfach, besonders, wenn man mal wieder ne Phase der Melancholie hat.

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Re: Was macht das AB-Dasein mit einem?

Beitrag von Versingled » Mittwoch 28. Februar 2018, 21:31

Pferdefreundin hat geschrieben:
Mittwoch 28. Februar 2018, 21:05
Menschenscheu bin ich schon durchs Mobbing geworden, das AB-Sein tut sein Übriges dazu. Verbittert macht es dahingehend, dass ich weiß, dass ich als ungeöffnete Dose enden werde. Man versucht, das Beste daraus zu machen, ist aber manchmal gar nicht so einfach, besonders, wenn man mal wieder ne Phase der Melancholie hat.
Um mal bei Deiner Wortwahl zu bleiben ... ich werde dann als unbenutzter Dosenöffner enden ... :mrgreen:

Aber ernsthaft ... ich habe in der jüngeren Vergangenheit Dinge erlebt, die mir klar gemacht haben, dass es im Leben eines Menschen Wichtigeres gibt. Wenn es meine Bestimmung sein soll, dann soll es eben so sein. Das kann man Resignation nennen (ist es auch irgendwie), aber es erleichtert den Alltag ungemein.
In Gedenken an all das Leben, das heute zu Ende ging. Es ist ein unwiederbringlicher Verlust ... :sadman:

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Re: Was macht das AB-Dasein mit einem?

Beitrag von Pferdefreundin » Mittwoch 28. Februar 2018, 22:30

Versingled hat geschrieben:
Mittwoch 28. Februar 2018, 21:31
Pferdefreundin hat geschrieben:
Mittwoch 28. Februar 2018, 21:05
Menschenscheu bin ich schon durchs Mobbing geworden, das AB-Sein tut sein Übriges dazu. Verbittert macht es dahingehend, dass ich weiß, dass ich als ungeöffnete Dose enden werde. Man versucht, das Beste daraus zu machen, ist aber manchmal gar nicht so einfach, besonders, wenn man mal wieder ne Phase der Melancholie hat.
Um mal bei Deiner Wortwahl zu bleiben ... ich werde dann als unbenutzter Dosenöffner enden ... :mrgreen:

Aber ernsthaft ... ich habe in der jüngeren Vergangenheit Dinge erlebt, die mir klar gemacht haben, dass es im Leben eines Menschen Wichtigeres gibt. Wenn es meine Bestimmung sein soll, dann soll es eben so sein. Das kann man Resignation nennen (ist es auch irgendwie), aber es erleichtert den Alltag ungemein.
Daran versuch ich mich gerade, momentan erfolglos, aber hoffentlich komme ich auch bald an diesen Punkt.
Zumindest bleibt die Hoffnung, dass es dann im nächsten Leben alles anders wird.

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