Was macht das AB-Dasein mit einem?

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Re: Was macht das AB-Dasein mit einem?

Beitrag von BTVS » Donnerstag 1. März 2018, 21:41

Das ist ein interessanter Thread und die Fragestellung hat mich auch in letzter Zeit sehr beschäftigt. Was hat das AB-Sein aus mir gemacht? Ich bemerke, wie ich immer mehr soziale Kontakte verliere einerseits dadurch, dass sich in meinem Bekannten- und Freundeskreis die (vielen) Pärchen abkapseln und im Vergleich zu früher viel weniger Interaktion gibt. Andererseits habe ich gar keine Motivation mehr, neue Leute kennenzulernen, da ich in dieser Hinsicht nicht gut bin und meist überfordert bin. Ein Teufelskreis, aus dem ich momentan keinen Ausweg sehe.

Dieser soziale Rückzug und auch die erlebten Enttäuschungen der vergangenen Jahre haben mich definitiv bitterer, zynischer und eigenbrötlerischer gemacht, was die Chancen auf ein Kennenlernen einer Frau noch weiter reduziert. Aber einfach so zu tun, als ob es mir gut ginge will und kann ich einfach nicht mehr. Noch habe ich Hoffnung, dass sich noch alles zum Guten wendet, aber mit jedem Jahr als AB und einem immer schwindenden Sozialleben wird das alles leider nicht einfacher.

FrankieGoesTo...

Re: Was macht das AB-Dasein mit einem?

Beitrag von FrankieGoesTo... » Donnerstag 1. März 2018, 23:01

Bis auf dass ich in Liebesdingen nicht erfolgreich bin, mach es sonst nichts mit mir.
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Re: Was macht das AB-Dasein mit einem?

Beitrag von Saraj » Freitag 2. März 2018, 09:10

Das weiß ich nicht. Wie wäre ich heute wohl drauf, wäre ich nie AB gewesen? Vielleicht ganz anders. Vielleicht genauso.

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Re: Was macht das AB-Dasein mit einem?

Beitrag von Nonkonformist » Samstag 3. März 2018, 07:11

Ich kann gut alleine sein und der tatsache AB zu sein ist für mich eigentlich kein problem; AB sein als genereller zustand in den ich mich befinde hat mich eigentlich nie so sehr beschäftigt. Ich gehe auch ziemlich offen damit um; nachgefragt erzähle ich auch prakrtisch jedem, immer single gewesen zu sein. Mein AB-tum ist nichts wofür ich mich schäme.

Es gab bis jetzt 15 OdBs mit wem ich mich eine beziehung habe vorstellen können und erwünscht habe; die unfreiwilligkeit meines AB-tums beschränkt sich völlig auf diese 15 frauen. Warum es mit diese 15 frauen nicht geklappt hat, ist eigentlich das einzige problem das mich interessiert.

Was alle andere frauen im welt angeht, bin ich sehr freiwillig single; mit den meisten frauen konnte ich mich keinerlei art beziehung vorstellen. Nicht-OdBs mit interesse an mir habe ich mich auch immer vom leib gehalten, sogar die hübschen. Und ONS und affären haben mich sowieso nie iinteressiert. Eine beziehung ist für mich teilweise eine verletzung meiner privatsphäre, und nur absolute ausnahmefrauen kämen dafür im frage. Sekundaire wünsche wie familien gründen hatte ich auch nie; eher im gegenteil. Mein algemeiner leidensdrück ist damit viel geringer als bei den meisten anderen hier.

Ich war noch nie aktiv auf der suche, verliebte mich immer völlig ungeplant, eigentlich fast nur in frauen die ich in der arbeit, und früher in de schule, über wochen bis monate kennen gelernt habe, und die in der regel selbst mit flirten angefangen haben, und hatte nur in diese perioden ein problem.
Des weiteren trauere ich nur meine frühere OdBs hinterher - na, ja, einige von denen.
So lange als ich nicht verliebt bin, gibt es auch keine offene stelle für partnerin.
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Re: Was macht das AB-Dasein mit einem?

Beitrag von Automobilist » Samstag 3. März 2018, 11:17

Nonkonformist hat geschrieben:
Samstag 3. März 2018, 07:11
Ich kann gut alleine sein und der tatsache AB zu sein ist für mich eigentlich kein problem; AB sein als genereller zustand in den ich mich befinde hat mich eigentlich nie so sehr beschäftigt. Ich gehe auch ziemlich offen damit um; nachgefragt erzähle ich auch prakrtisch jedem, immer single gewesen zu sein. Mein AB-tum ist nichts wofür ich mich schäme.Dito - ich sehe das ebenso !

Es gab bis jetzt 15 OdBs mit wem ich mich eine beziehung habe vorstellen können und erwünscht habe; die unfreiwilligkeit meines AB-tums beschränkt sich völlig auf diese 15 frauen. Warum es mit diese 15 frauen nicht geklappt hat, ist eigentlich das einzige problem das mich interessiert.Ich habe es nur auf e i n " OdB " gebracht ( ganz so polyamourös bin ich nicht...) - und diese Dame ist aus einer Fülle von Gründen auch die Einzige, welche mich heute interessiert. Eine andere Dame müßte mich schon mit beinahe roher Gewalt " kapern " - und auch das hätte nur Aussicht auf Erfolg, wenn sie mir gefiele ( was, wie allgemein bekannt, keineswegs einfach ist ).

Was alle andere frauen im welt angeht, bin ich sehr freiwillig single; mit den meisten frauen konnte ich mich keinerlei art beziehung vorstellen. Nicht-OdBs mit interesse an mir habe ich mich auch immer vom leib gehalten, sogar die hübschen. Und ONS und affären haben mich sowieso nie iinteressiert. Tja, bei mir zieht sich diese " Liebestragödie "ja schon beinahe 40 Jahre hin - vom Leibe zu halten brauchte ich mir allerdings keine Dame; schon gar keine Hübsche...( davon gibt es wirklich nicht sehr viele ! ) Letzteres hätte ich noch nicht einmal pauschal abgelehnt - nur gab es hiefür absolut keine Gelegenheit - und Damen, welche mir gefallen hätten, ergeben bis heute keine zweistellige Zahl....
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Re: Was macht das AB-Dasein mit einem?

Beitrag von Reinhard » Samstag 3. März 2018, 15:58

Knopfloch hat geschrieben:
Mittwoch 28. Februar 2018, 15:50
Was macht eigentlich das AB-Dasein oder heisst es AB-Sein mit einem?

Wird man menschenscheu und eigenbrötlerisch, geizig und noch verklemmter als man eh schon ist oder was noch alles?

Das genannte vielleicht. Ich war das alles als Kind schon, also ich würde das bei mir eher als AB-Ursache einordnen. Es kann natürlich auch sein, in Form eines Teufelskreises, so dass es sich selbst verstärkt. :sadman: Jedoch nicht so sehr, dass ich sagen würde, so wäre ich erst später geworden.


Was ich aber eher als Folge des AB-tums sehe, ist, dass ich mich mehr als Außenseiter der Gesellschaft gesehen habe, und auch selbst mehr die Außenperspektive eingenommen habe. Und beim Blick von außen die gesellschaftlichen Konventionen sich bei mir immer mehr der Gedanke "die spinnen doch alle" festgesetzt hat. Und (dadurch?) auch ein gewisser Zynismus. Mir fällt nichts besseres ein (und ich denke über diesen Beitrag hier schon eine Weile nach :schuechtern: ), als es so zu formulieren:
Menschen :roll:
Mag ja sein, dass jeder seines Glückes Schmied ist.

Aber dabei sollte nicht vergessen werden, dass manche von Haus aus eine komplette Werkstatt mitbekommen, und andere nur einen Hammer und nicht mal einen Amboss.

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Re: Was macht das AB-Dasein mit einem?

Beitrag von Elli » Montag 5. März 2018, 14:49

Reinhard hat geschrieben:
Samstag 3. März 2018, 15:58
Menschen :roll:
Ist doch ein ganz treffendes Fazit.

Es gab ganz unterschiedliche Phasen, aber im Großen-Ganzen habe ich (als Erwachsene) nicht mit dem sozialen Rückzug reagiert, den einige hier beschreiben, sondern mich teilweise auch weit über meine Bedürfnisse hinaus um Kontakte bemüht. Wohl auch aus latenter Angst vor Vereinsamung, und da ich die Außenseiterrolle auch gut kenne. Nicht nur um Freundschaften, auch um Bekanntschaften (so Leute, mit denen man Kaffee trinken gehen und nett plaudern kann, bei denen man aber auch nicht allzu traurig wäre, sähe man einander nicht wieder). Ich erinnere mich mitunter an Wochen, in denen fast jeder Abend verplant war, an Sonntage mit drei Verabredungen nacheinander, an ewiglanges Mailschreiben ... :shock: Eigentlich war mir das viel zuviel, inzwischen mache ich das auch nicht mehr in dem Ausmaß. Bei mir war eine negative Auswirkung der Partnerlosigkeit offenbar eher, dass ich schwerer zur Ruhe kommen konnte. Dabei finde ich Alleinsein an sich noch nicht mal schlimm, langweilig wird mir nicht, und viele Tätigkeiten, die ich sehr mag, sind auch einsame. Deswegen ist das eigentlich merkwürdig. :verwirrt: Offenbar brauchte ich das Gefühl, verfügbare Kontakte zu haben, irgendwie zu meiner Rückversicherung.

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Re: Was macht das AB-Dasein mit einem?

Beitrag von Antonia » Montag 5. März 2018, 19:04

Elli hat geschrieben:
Montag 5. März 2018, 14:49
Reinhard hat geschrieben:
Samstag 3. März 2018, 15:58
Menschen :roll:
Ist doch ein ganz treffendes Fazit.

Es gab ganz unterschiedliche Phasen, aber im Großen-Ganzen habe ich (als Erwachsene) nicht mit dem sozialen Rückzug reagiert, den einige hier beschreiben, sondern mich teilweise auch weit über meine Bedürfnisse hinaus um Kontakte bemüht. Wohl auch aus latenter Angst vor Vereinsamung, und da ich die Außenseiterrolle auch gut kenne. Nicht nur um Freundschaften, auch um Bekanntschaften (so Leute, mit denen man Kaffee trinken gehen und nett plaudern kann, bei denen man aber auch nicht allzu traurig wäre, sähe man einander nicht wieder). Ich erinnere mich mitunter an Wochen, in denen fast jeder Abend verplant war, an Sonntage mit drei Verabredungen nacheinander, an ewiglanges Mailschreiben ... :shock: Eigentlich war mir das viel zuviel, inzwischen mache ich das auch nicht mehr in dem Ausmaß. Bei mir war eine negative Auswirkung der Partnerlosigkeit offenbar eher, dass ich schwerer zur Ruhe kommen konnte. Dabei finde ich Alleinsein an sich noch nicht mal schlimm, langweilig wird mir nicht, und viele Tätigkeiten, die ich sehr mag, sind auch einsame. Deswegen ist das eigentlich merkwürdig. :verwirrt: Offenbar brauchte ich das Gefühl, verfügbare Kontakte zu haben, irgendwie zu meiner Rückversicherung.
Dito. War (oder ist noch teilweise) bei mir genauso, dass ich mich in ein hyperaktives Sozialleben gestürzt habe. Ich brauche auch diese
Rückversicherung, dass ich genug Sozialkontakte habe, damit ich nie alleine bin. Und dabei bin ich sogar sehr gerne alleine und nehme mir
in letzter Zeit auch Auszeiten, um mal zur Ruhe zu kommen.
Zwei Gefangene sahen durch's Gitter in die Ferne,
der eine sah nur Schmutz, der andere die Sterne.

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Re: Was macht das AB-Dasein mit einem?

Beitrag von Doggo » Montag 5. März 2018, 22:53

Das AB-Sein macht zumindest was mich selbst angeht nichts mit mir. Aber das was eigentlich eventuell der größte Verursacher für diesen Zustand verantwortlich ist hat mein Leben ruiniert, zumindest temporär.

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Re: Was macht das AB-Dasein mit einem?

Beitrag von AB85 » Dienstag 6. März 2018, 15:29

Ich ziehe mich auch immer mehr zurück. Wahrscheinlich wird das von Jahr zu Jahr schlimmer.
Zuhause fühle ich mich sehr wohl, im Gebirge auch. Bei der Arbeit weniger, aber man muss sich ja die Brötchen verdienen.
Ein Jobwechsel, neue Firma, neue Leute, diese Vorstellung ist schon ein Horror.
Eine funktionierende Beziehung mit einer Frau aufbauen = Mission Impossible :ohnmacht:

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Re: Was macht das AB-Dasein mit einem?

Beitrag von Rosi » Dienstag 6. März 2018, 15:40

Für mein ohnehin kaum vorhandenes Selbstbewusstsein ist das AB-Dasein ziemlich abträglich :sadwoman: . In jüngeren Jahren finde ich es nicht so schlimm, da kann sich noch viel ändern. Aber über 30 finde ich es verdammt schwierig. Was ist mit Familiengründung? Wird immer unwahrscheinlicher.

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Re: Was macht das AB-Dasein mit einem?

Beitrag von AB85 » Dienstag 6. März 2018, 15:54

Rosi hat geschrieben:
Dienstag 6. März 2018, 15:40
Für mein ohnehin kaum vorhandenes Selbstbewusstsein ist das AB-Dasein ziemlich abträglich :sadwoman: . In jüngeren Jahren finde ich es nicht so schlimm, da kann sich noch viel ändern. Aber über 30 finde ich es verdammt schwierig. Was ist mit Familiengründung? Wird immer unwahrscheinlicher.

Das finde ich auch, über 30 wirds echt schlimm. Mein Selbstbewusstsein ist im Keller, kann froh sein wenn es nochmal ins Erdgeschoss zurück kommt. :sadman:

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Re: Was macht das AB-Dasein mit einem?

Beitrag von Valentin » Dienstag 6. März 2018, 16:24

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Re: Was macht das AB-Dasein mit einem?

Beitrag von Le Chiffre Zéro » Mittwoch 7. März 2018, 12:25

Ein Eigenbrötler war ich immer. Zum Einzelgänger und Außenseiter wurde ich schon in meiner Jugend in der gymnasialen Mittelstufe, mehr noch in der Oberstufe. Und ein Hurra-Optimist aus dem Bauch heraus war ich auch nie; ich war immer ein Kopfmensch.

Was allerdings mit dem Alter, dem langjährigen ABtum und dem praktisch völligen Fehlen von Freundschaften kam, war nicht nur die Weisheit, sondern damit einhergehend auch der Zynismus. Ohne die Ablenkung und die Online-Kontakte der letzten etwa zwölf Jahre wäre ich endgültig misanthrop geworden. Ich traue aber längst nicht mehr jedem Menschen blindlings.
← Das da sind keine Klaviertasten. Es sind Synthesizertasten. Doch, da gibt es Unterschiede.
Bisherige Signatur ersetzt, weil die sowieso kaum jemand liest.

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Re: Was macht das AB-Dasein mit einem?

Beitrag von fifaboy1981 » Mittwoch 7. März 2018, 20:16

Siegfried hat geschrieben:
Donnerstag 1. März 2018, 00:34
Ich merke nur wie alles weiter abwärts geht je älter man selbst wird. In jüngeren Jahren war alles noch nicht so schlimm. Man hatte noch mehrere Interessen den man nachging und auch noch gelegentlich soziale Kontakte das einem die fehlende Beziehung nicht soviel ausgemacht hat. Im Laufe der Jahre und jetzt mit Ü40 ist aber alles mehr oder weniger immer weiter weggebrochen das davon nicht mehr viel übrig ist. Mit kaum Interessen und keinen sozialen Kontakten mehr ist jeder Tag mehr oder weniger gleich... Arbeiten, nach Hause kommen und den Tag irgendwie nur noch zu Hause hockend rumbekommen. Ich merke wie es zunehmend schwerer wird wohl bedingt durch die soziale Isolation Interaktionen mit anderen zu pflegen so das man sich immer weiter zurückzieht und eigentlich froh ist wenn man von anderen seine Ruhe hat und keinen Smalltalk etc. führen muss was nur noch Arbeit ist aber keinen Spaß mehr macht. Auf Frauen kennenlernen hab ich im Moment auch keine wirkliche Lust mehr da das ja bei Singlebörsen auch wieder in soziale Arbeit ausufert wo am Ende außer Arbeit nix bei rumkommt da es auch da bei mir immer nach dem gleichen Schema abläuft wo nach dem ersten Date bis jetzt immer Schluss war und man nie wieder was gehört hat. In Summe bin ich über die Jahre hinweg wohl immer eigenbrötlerisch und frustrierter geworden das sobald mir irgendwas gegen den Strich geht könnte ich ausrasten, mag keine sozialen Interaktionen mehr da es nur noch Arbeit ist für jemand der kaum wo mitreden kann, bin neidisch und missgünstig gegen andere geworden denen es besser geht und noch einige Dinge mehr die sich an mir geändert haben.
Ersteres könnte ich fast so unterschreiben, auch wenn die 40 noch knapp 3 1/2 jahre weg sind, so gehts mir ähnlich. Ich will nicht sagen das das AB dasein das mit mir gemacht hat, aber man geht eben einen anderen lebensweg und ist wirklich froh wenn man seine ruhe hat. Disco am wochenende mache ich nur weil mir das tanzen und die musik spass machen, da unterhalte ich mich auch gerne wenn ich habe mit wem, wenn nicht gewöhne ich mich daran und bin dann wieder froh nicht reden zu müssen :mrgreen:
Ja es ist wie du sagst, dann irgendwie nur noch da Gefühl der Arbeit, Frauen sowieso. Und da ich weis das Wohnsituation und unerfahrenheit mich sehr Attraktiv machen, habe ich auf die Arbeit noch weniger lust. :lol:
Einzig letzteres kann ich nicht bestätigen, nein frust habe ich keinen, irgendwie habe ich es geschafft das zu vermeiden, oder dafür zu sorgen das Frust nicht mehr aufkommt.

Neuling92 hat geschrieben:
Donnerstag 1. März 2018, 12:52
schmog hat geschrieben:
Mittwoch 28. Februar 2018, 16:09
Es macht mich ABartig, zynisch und wütend! :twisted:
Täglich immer mehr.
Wenn ich nur daran denke was ich mit 60 so alles verpasst habe....
Also ich würde sagen das es bei mir so ähnlich aussieht. Umso älter ich werde, umso zynischer, wütender und teilweise auch verzweifelter werde ich.
Hat mich das AB-Dasein mit Anfang 20 kaum gekümmert, da ich noch große Hoffnung hatte, dass sich das im Laufe der Jahre von alleine regelt und ich ja auch noch jung war und viele aus meiner Schule zu dem Zeitpunkt ja auch nur vier Jahre in einer Beziehung waren und erst ihre erste oder zweite Freundin hatten, sieht das jetzt mit Anfang 26 komplett anders aus.
Von alleine regelt sich überhaupt nichts, die ersten heiraten und mittlerweile ist man halt schon 10 Jahre hinten dran. Zudem wird man durch die negativen Erfahrungen u.a. auf Singlebörsen immer wütender und zynischer im Bezug auf Frauen. Wenn ich in meinem Bekanntenkreis von Frauen irgendwelche Sprüche höre in Bezug auf Männer, fang ich innerlich immer öfter an zu kochen.
Deswegen würde ich sagen je älter man wird und umso länger man in der AB Falle hängt, umso wütender in sich gekehrter und auch verschwobener wird man.
Kann ich so nicht sagen, solange du noch lust und den Willen hast, ist der Frust und die Wut durch aus vorhanden, ich perönlich habe mich damit gefunden, und inzwischen habe ich mich von dem Thema verabschiedet, ich empfinde da keinen Hass und auch keinen Frust mehr. Etwas worauf ich selbst keine große lust mehr habe, macht mir auch nichts aus wenn ich es eh nicht haben kann.
BTVS hat geschrieben:
Donnerstag 1. März 2018, 21:41
Das ist ein interessanter Thread und die Fragestellung hat mich auch in letzter Zeit sehr beschäftigt. Was hat das AB-Sein aus mir gemacht? Ich bemerke, wie ich immer mehr soziale Kontakte verliere einerseits dadurch, dass sich in meinem Bekannten- und Freundeskreis die (vielen) Pärchen abkapseln und im Vergleich zu früher viel weniger Interaktion gibt. Andererseits habe ich gar keine Motivation mehr, neue Leute kennenzulernen, da ich in dieser Hinsicht nicht gut bin und meist überfordert bin. Ein Teufelskreis, aus dem ich momentan keinen Ausweg sehe.

Dieser soziale Rückzug und auch die erlebten Enttäuschungen der vergangenen Jahre haben mich definitiv bitterer, zynischer und eigenbrötlerischer gemacht, was die Chancen auf ein Kennenlernen einer Frau noch weiter reduziert. Aber einfach so zu tun, als ob es mir gut ginge will und kann ich einfach nicht mehr. Noch habe ich Hoffnung, dass sich noch alles zum Guten wendet, aber mit jedem Jahr als AB und einem immer schwindenden Sozialleben wird das alles leider nicht einfacher.
Das ist normal, wenn man älter wird gehen alte bekanntschaften verloreb, viele haben dann eben Familie und nicht mehr so viel zeit. Zudem verändert man sich ja auch selbst. Ich habe genügend leute früher kennen gelernt, zugegeben in der disco. Aber von denen sehe ich kaum noch welche, auch ist es so das ich heute nicht mehr die größte lust habe. In gewisser weise ist es also normal. Aber ich schätze bei AB´s ist es dann nochmal etwas extremer. Eine frühere freundin meinte auch vor 6 oder 7 Jahren sie habe gar keine freunde mehr. Sie ist ca. 3 oder 4 Jahre jünger als ich. Und normalo, immerhin hat sie dann vor jahren Ihren freund kennen gelernt, irgendwann hat sie den kontakt abgebrochen, damals hatte ich kein Geld für nen Smartphone und bei FB hat sie sich dann irgendwann nicht mehr gemeldet, wie es ihr heute geht und was sie treibt weis ich nicht.

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Re: Was macht das AB-Dasein mit einem?

Beitrag von Oreo » Mittwoch 7. März 2018, 21:19

Bei mir geht die Motivation eine Frau kennen zu lernen gerade auch immer weiter zurück. Auf dem Gebiet war ich noch nie gut und ich möchte mich hier gerade nicht weiter unter Druck setzen.
Das ist vielleicht nur eine Phase und heißt auch nicht, dass ich mit dem Thema ganz abschließe, momentan versuche ich mich einfach auf andere Bereiche zu konzentrieren.

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Re: Was macht das AB-Dasein mit einem?

Beitrag von Strange Lady » Mittwoch 7. März 2018, 21:28

Das AB-Sein tangiert mich nur am Rande. Vielmehr hadere ich grundsätzlich mit dem Leben und meiner emotionalen Heimatlosigkeit. Schon als 6jährige hatte ich das Gefühl, dass es mir schwerfallen würde, die Dinge so zu akzeptieren wie sie sind und meinen Platz an diesem absurden Ort zu finden.
“Happiness is like a butterfly: The more you chase it, the more it will elude you. But if you turn your attention to other things, it will come and sit quietly on your shoulder.”
Henry David Thoreau

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Re: Was macht das AB-Dasein mit einem?

Beitrag von Thomas90 » Donnerstag 8. März 2018, 06:57

Oreo hat geschrieben:
Mittwoch 7. März 2018, 21:19
Bei mir geht die Motivation eine Frau kennen zu lernen gerade auch immer weiter zurück. Auf dem Gebiet war ich noch nie gut und ich möchte mich hier gerade nicht weiter unter Druck setzen.
Das ist vielleicht nur eine Phase und heißt auch nicht, dass ich mit dem Thema ganz abschließe, momentan versuche ich mich einfach auf andere Bereiche zu konzentrieren.
Das finde ich gut. Damit nimmst du eben diesen Druck raus wenn du nicht auf die Suche gehst und legst deinen Fokus auf Dinge die dich momentan weiter bringen im Leben. Das ist nie verkehrt. Dadurch kann man später mit etwas positivierer Energie wieder auf die Suche gehen. Der Mensch durchlebt verschiedene Phasen aber die meisten gehen immer wieder vorbei. :)
Vorstellungsthread:

https://www.abtreff.de/viewtopic.php?f=9&t=23385

8-) :kopfhoerer: :winken: :pfeif:

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Re: Was macht das AB-Dasein mit einem?

Beitrag von Fridakahlo » Donnerstag 8. März 2018, 10:46

Tyrion hat geschrieben:
Mittwoch 28. Februar 2018, 20:02
Es kann einen natürlich zerfressen und richtig kaputt machen, machen wir uns nichts vor. Das muss nicht bei jedem so sein, aber wenn ich von mir spreche, dann wird das so kommen bzw. ist teilweise schon so.
Ich werde immer zynischer und wütender. Wütend auf mich und alles, was mich umgibt. Es ist hart, wenn man um sich herum Menschen hat, die gerade oder immer wieder neu verpartnert sind. Sie schwärmen davon und reden oft darüber. Ich missgönne es niemandem, aber man denkt natürlich unweigerlich, warum ich selbst nie Glück habe. Dass sich noch nicht mal im Ansatz eine für mich interessiert. Es ist natürlich schade, wenn man sich so etwas sehr wünscht. Aber ich kann ja niemanden zwingen.
Irgendwann führt das einfach dazu, dass man völlig gehirnamputierte Dinge macht. Aber man erreicht doch nicht das Ziel, dass man für einen Menschen wichtig ist. Muss ein schönes Gefühl sein, bilde ich mir ein. Naja, ist auch egal. Die einen bekommen körperliche Nähe, andere geistige Distanz. So hat jeder seins. Man muss es positiv sehen.

Ich hätte es nicht besser ausdrücken können: man macht total gehirnampuierte Dinge :good:
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Re: Was macht das AB-Dasein mit einem?

Beitrag von BartS » Donnerstag 8. März 2018, 13:14

Strange Lady hat geschrieben:
Mittwoch 7. März 2018, 21:28
Schon als 6jährige hatte ich das Gefühl, dass es mir schwerfallen würde, die Dinge so zu akzeptieren wie sie sind und meinen Platz an diesem absurden Ort zu finden.
Gelassenheitsgebet von Reinhold Niebuhr: "Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden."
"Liebe ist, dass man sich so lange gehen lässt, bis man nicht mehr gehen kann."
(Hazel Brugger)

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