Liebe

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Axolotl
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Re: Liebe

Beitrag von Axolotl » Dienstag 12. Juni 2018, 18:43

indila hat geschrieben:
Dienstag 12. Juni 2018, 15:58
Meiner Meinung nach wird Liebe zu sehr gleichgesetzt mit Liebe zu einem Partner und auch Beziehung im allgemeinen.
Klar, so erfahren wir sie sicher am intensivsten.
Aber Liebe ist denke ich genauso, die Liebe zu einem Hobby, zu Freunden und Familie, zu einem Haustier, zur Natur, Selbstliebe, whatever.

Und mal ehrlich, was da in den Medien z.T. als Liebe verkauft wird... 3. Partner innerhalb von einem Monat, Fremdgehen,... Das hat doch mit Liebe nichts zu tun? Ebenso wenn uns ein Partner willentlich verletzt o.Ä.

Mag jetzt für manche etwas abgehoben klingen, aber ich finde wichtig, Liebe nicht auf nur eine Sache zu reduzieren, wenn es gerade doch explizit um Liebe als Ganzes geht.
Verliebt sein ist nochmal ein bisschen was anderes, das sehe ich ein.
Liebe, als Wort im Sinne der modernen Sprache, ist doch auch völlig unzulänglich. Altertümliche Kulturen hatten da deutlich bessere Ansätze. Die Griechen zum Beispiel kannten drei Formen der Liebe. Philia, die freundschaftliche Liebe. Eine Philie kennt man heutzutage auch noch als Neigung oder Vorliebe. Eros, die erotische bzw. sexuelle Liebe. Erotik leitet sich davon ab. Und die Agape, was man wohl am Besten mit Nächstenliebe übersetzen könnte.

Daher ist Liebe so schrecklich unzulänglich wenn es darum geht Gefühle zu beschreiben. Ich kann jemanden lieben, ohne ihn zu begehren. Und da hat unsere Sprache Nachholbedarf.
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Re: Liebe

Beitrag von Glockenspiel » Mittwoch 13. Juni 2018, 00:44

Axolotl hat geschrieben:
Dienstag 12. Juni 2018, 18:43
indila hat geschrieben:
Dienstag 12. Juni 2018, 15:58
Meiner Meinung nach wird Liebe zu sehr gleichgesetzt mit Liebe zu einem Partner und auch Beziehung im allgemeinen.
Klar, so erfahren wir sie sicher am intensivsten.
Aber Liebe ist denke ich genauso, die Liebe zu einem Hobby, zu Freunden und Familie, zu einem Haustier, zur Natur, Selbstliebe, whatever.

Und mal ehrlich, was da in den Medien z.T. als Liebe verkauft wird... 3. Partner innerhalb von einem Monat, Fremdgehen,... Das hat doch mit Liebe nichts zu tun? Ebenso wenn uns ein Partner willentlich verletzt o.Ä.

Mag jetzt für manche etwas abgehoben klingen, aber ich finde wichtig, Liebe nicht auf nur eine Sache zu reduzieren, wenn es gerade doch explizit um Liebe als Ganzes geht.
Verliebt sein ist nochmal ein bisschen was anderes, das sehe ich ein.
Liebe, als Wort im Sinne der modernen Sprache, ist doch auch völlig unzulänglich. Altertümliche Kulturen hatten da deutlich bessere Ansätze. Die Griechen zum Beispiel kannten drei Formen der Liebe. Philia, die freundschaftliche Liebe. Eine Philie kennt man heutzutage auch noch als Neigung oder Vorliebe. Eros, die erotische bzw. sexuelle Liebe. Erotik leitet sich davon ab. Und die Agape, was man wohl am Besten mit Nächstenliebe übersetzen könnte.

Daher ist Liebe so schrecklich unzulänglich wenn es darum geht Gefühle zu beschreiben. Ich kann jemanden lieben, ohne ihn zu begehren. Und da hat unsere Sprache Nachholbedarf.
Ich denke über den Begriff "Liebe" stundenlang philosophieren, denn letztlich geht ja es darum, was jeder einzelne darunter versteht. Das was der eine als Liebe empfindet, empfindet ein anderer gar nicht so.

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Re: Liebe

Beitrag von Axolotl » Mittwoch 13. Juni 2018, 01:00

Glockenspiel hat geschrieben:
Mittwoch 13. Juni 2018, 00:44

Ich denke über den Begriff "Liebe" stundenlang philosophieren, denn letztlich geht ja es darum, was jeder einzelne darunter versteht. Das was der eine als Liebe empfindet, empfindet ein anderer gar nicht so.
Und was versteht jeder unter Liebe? Es gibt ja kein universelles Konzept von Liebe, wie es die Sprache und vorgaukelt. Ich halte übrigens die Aussage, jeder empfindet Liebe anders für falsch. aber ich erspare uns jetzt eine wissenschaftliche Herangehensweise an das Thema.
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Re: Liebe

Beitrag von Glockenspiel » Mittwoch 13. Juni 2018, 03:25

Axolotl hat geschrieben:
Mittwoch 13. Juni 2018, 01:00
Glockenspiel hat geschrieben:
Mittwoch 13. Juni 2018, 00:44

Ich denke über den Begriff "Liebe" stundenlang philosophieren, denn letztlich geht ja es darum, was jeder einzelne darunter versteht. Das was der eine als Liebe empfindet, empfindet ein anderer gar nicht so.
Und was versteht jeder unter Liebe? Es gibt ja kein universelles Konzept von Liebe, wie es die Sprache und vorgaukelt. Ich halte übrigens die Aussage, jeder empfindet Liebe anders für falsch. aber ich erspare uns jetzt eine wissenschaftliche Herangehensweise an das Thema.
Du sagst es. Es gibt kein universelles Konzept von Liebe, weshalb jeder etwas anderes als Liebe empfindet. ;)
Eine wissenschaftliche Betrachtung des Themas würde auch nur Sinn ergeben, wenn man sich eingehends mit der Thematik auf wissenschaftlicher Ebene beschäftigt hat. Etwas abstraktes wie "Liebe" kann da schon gar nicht für die Allgemeinheit definiert werden.

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