Glaubt ihr an den richtigen Partner für jeden?

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Stabil
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Re: Glaubt ihr an den richtigen Partner für jeden?

Beitrag von Stabil » Montag 24. September 2018, 19:20

Milkman hat geschrieben:
Freitag 21. September 2018, 08:05
Dr. House hat geschrieben:
Donnerstag 20. September 2018, 20:35
Da fälllt mir ein..Vor ein paar Tagen einen Artikel gelesen über einen Japaner der seit 10 Jahren oder so mit ner Mangafigur "zusammen" ist und diese jetzt offiziell heiraten wird. Ist das unser aller Zukunft? :gruebel:
Auf seine Weise wird er mit seiner Mangafigur glücklich sein und hat damit uns unglücklichen Singles was voraus. In gewisser Hinsicht müsste man ihn also beneiden...
Ich weiss nicht. Beneiden kann ich ihn nicht. Auch nicht, wenn ich mich zurückversetze in beziehungsunerfahrene Zeiten.
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Re: Glaubt ihr an den richtigen Partner für jeden?

Beitrag von Ruxpin » Montag 24. September 2018, 19:50

Milkman hat geschrieben:
Montag 24. September 2018, 11:36
Klar ist die Figur ein Ersatz für einen realen Partner, aber das schließt ja nicht aus, dass er mit ihr wirklich glücklich sein kann. Ich denke, man kann sich so weit mit der Partnerlosigkeit abfinden, dass solche Surrogate einen dann auch wirklich glücklich machen.
Im Grunde ist es egal, wie jemand glücklich wird und mit wem oder was, Hauptsache, es gibt dem Betreffenden etwas und tut ihm gut. Alles, was einem guttut, kann nicht verkehrt sein, auch wenn es auf andere Menschen "befremdlich" wirkt ;).
Milkman hat geschrieben:
Montag 24. September 2018, 11:36
Klar ist das eine andere Qualität von "Glück" als wie wenn man mit einem realen Menschen aus Fleisch und Blut zusammen ist, der sich aus freien Stücken für einen entschieden hat - aber besser, als alleine vor sich hinzuvegetieren, allemal.
Ja, das sehe ich auch so. Und mit einem fiktiven Charakter ist man nicht mehr "alleine". Der ist dann so real, wie man ihn sich macht, und vermutlich haben Menschen mit viel Fantasie und Vorstellungskraft es da leichter.

Wenn ich mich entscheiden müsste zwischen "ich vegetiere zu Hause allein vor mich hin und hab ständig nen Depri" und "ich lebe mit einem fiktiven Charakter zusammen, den ich liebe und bin (soweit es geht) glücklich", dann wähle ich zweites. Und vielleicht lernt man ja doch eines Tages noch einen echten Menschen kennen, man weiß es ja nicht :).
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Re: Glaubt ihr an den richtigen Partner für jeden?

Beitrag von Montecristo » Montag 24. September 2018, 20:03

Ruxpin hat geschrieben:
Sonntag 23. September 2018, 17:54
kreisel hat geschrieben:
Sonntag 23. September 2018, 14:38
Ich könnte mir vorstellen, dass bei manchen Menschen die Phantasie so groß ist, dass die Phantasiepersonen nahezu "eigenständige Personen" werden, die fühlen und agieren.
Ja, das hat auf jeden Fall etwas mit viel Fantasie zu tun, deswegen können es manche Menschen besser nachvollziehen als andere. Letztendlich spielt sich das alles ja im eigenen Kopf ab, und letztlich muss jeder für sich glücklich werden, wie er es für richtig hält und wie er es möchte.
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Re: Glaubt ihr an den richtigen Partner für jeden?

Beitrag von Stabil » Montag 24. September 2018, 21:45

Montecristo hat geschrieben:
Montag 24. September 2018, 20:03
Ruxpin hat geschrieben:
Sonntag 23. September 2018, 17:54
kreisel hat geschrieben:
Sonntag 23. September 2018, 14:38
Ich könnte mir vorstellen, dass bei manchen Menschen die Phantasie so groß ist, dass die Phantasiepersonen nahezu "eigenständige Personen" werden, die fühlen und agieren.
Ja, das hat auf jeden Fall etwas mit viel Fantasie zu tun, deswegen können es manche Menschen besser nachvollziehen als andere. Letztendlich spielt sich das alles ja im eigenen Kopf ab, und letztlich muss jeder für sich glücklich werden, wie er es für richtig hält und wie er es möchte.
Der Übergang zum OdB, das nicht angesprochen wird, sondern über Jahre angehimmtelt wird ist fließend.
Allerdings. Das trifft es genau. :hut:
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Re: Glaubt ihr an den richtigen Partner für jeden?

Beitrag von law » Montag 15. Oktober 2018, 20:15

Ja es gibt für jeden den richtigen Partner.

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Re: Glaubt ihr an den richtigen Partner für jeden?

Beitrag von Zitronenkuchen » Freitag 19. Oktober 2018, 16:39

Nein

Nicht jeder Topf wird einen passenden Deckel finden,
auch wenn gegenteilige Meinungen was anderes behaupten.

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Re: Glaubt ihr an den richtigen Partner für jeden?

Beitrag von Hopek » Mittwoch 24. Oktober 2018, 15:38

Manche Menschen sind wahrscheinlich nicht für eine langfristige Beziehung gestrickt und glauben, danach suchen zu müssen, weil es der gesellschaftlichen Konvention entspricht. Andere schleppen so große Probleme mit sich selbst oder auch falsche Erwartungen an die Welt herum, dass eine Beziehung schon im Voraus zum Scheitern verurteilt ist. Den richtigen Partner kann es ohne die eigene richtige Einstellung nicht geben.

Wer aber an sich arbeitet und redlich sucht... kann trotzdem enttäuscht werden. Dann hat es aber nicht das Schicksal so entschieden, sondern es war leider einfach Pech.

Woran ich aber nicht glaube, ist der eine vorherbestimmte Partner, wie in der Geschichte von den Kugelmenschen, die von den olympischen Göttern gespalten wurden und seitdem auf der Suche nach ihrer anderen Hälfte sind.

Oder an den perfekten Menschen, der in das eigene Leben tritt und schon ist alles toll, bis zum Ende aller Tage. Der "richtige" Partner ist, so glaube ich, einfach die Person, mit der sich das Leben langfristig besser anfühlt als ohne. Es gibt sicher eine Reihe potentiell "Richtiger", aber irgendwann, wenn man eine gemeinsame Vergangenheit, eine gemeinsame Geschichte hat, nur noch einen.

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Re: Glaubt ihr an den richtigen Partner für jeden?

Beitrag von Onkel ABobert » Dienstag 30. Oktober 2018, 13:30

Ich glaube, dass ein/e "Normalo" mit ein wenig Kompromissbereitschaft über kurz oder lang einen passenden Partner/in findet.
Unterschiedliche Hobbies, Essensvorlieben, optische Präferenzen und eben all diese Sachen sind nicht unüberwindbar.

Im Prinzip glaube ich sogar daran, dass auch für einen AB ein potentiell passender Partner irgendwo existiert.
OK, ich habe jahrzehntelang geglaubt, ich finde nur deswegen keine Partnerin, weil a) mir die richtige noch nicht begegnet ist, b) sich aus unerfindlichen Gründen keine Frau für mich interessiert oder c) die Frauen heutzutage doch alle bescheuert sind, weil sie irgendeinen (aus meiner Sicht) Volldeppen vor mir tollem Menschen bevorzugen.

Ich hatte das wirklich geglaubt, bis ich mit Anfang 40 eine Frau, ebenfalls AB, kennenlernte, die wie geschaffen für mich schien und meine Gefühle erwiderte. Unsere Interessen, Vorlieben usw. harmonierten unglaublich, es gab kaum Diskussionsbedarf über die normalen Dinge des Alltags.

Nützt aber alles nichts, wenn man selber das Problem ist, und die scheinbar so lange ersehnte Beziehung im tiefen Inneren gar nicht will. Und dann auch nicht kann. Ich mußte schmerzhaft erkennen, dass ich selber das Problem bin, und nicht die anderen. Und damit meine ich nicht Dinge wie Schüchternheit oder Unbeholfenheit, sondern tiefe soziale Defizite.

Von daher: Es mag für jeden eine passende Partnerin geben, aber nicht jeder kann diese Möglichkeit auch nutzen.
Es grüßt euch

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Re: Glaubt ihr an den richtigen Partner für jeden?

Beitrag von Tania » Dienstag 30. Oktober 2018, 15:23

Onkel ABobert hat geschrieben:
Dienstag 30. Oktober 2018, 13:30
Nützt aber alles nichts, wenn man selber das Problem ist, und die scheinbar so lange ersehnte Beziehung im tiefen Inneren gar nicht will. Und dann auch nicht kann.
Die Erkenntnis ist schon mal ne Menge wert. Auch wenn sie sich vermutlich ziemlich Scheisse anfühlt :sadwoman: :umarmung2:

Aber: willst Du wirklich nicht? Oder sind die Veränderungen, die Du für eine Beziehung in Kauf nehmen müsstest, einfach zu groß für Dich? Sprich, willst Du eher die Veränderungen umgehen als die Beziehung? Gäbe es eine Art "Beziehung light", die Du sowohl wollen würdest als auch leisten könntest?

Wenn Dir das zu persönliche Fragen sind, ignorier sie bitte einfach

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Re: Glaubt ihr an den richtigen Partner für jeden?

Beitrag von Onkel ABobert » Dienstag 30. Oktober 2018, 20:44

Tania hat geschrieben:
Dienstag 30. Oktober 2018, 15:23

Aber: willst Du wirklich nicht? Oder sind die Veränderungen, die Du für eine Beziehung in Kauf nehmen müsstest, einfach zu groß für Dich? Sprich, willst Du eher die Veränderungen umgehen als die Beziehung? Gäbe es eine Art "Beziehung light", die Du sowohl wollen würdest als auch leisten könntest?

Wenn Dir das zu persönliche Fragen sind, ignorier sie bitte einfach
Letztendlich spielen die Veränderungen sicher eine große Rolle.
Aber mir sind selbst meine einzigen beiden Freunde, die ich wirklich sehr gerne habe, nach einem Tag zu viel.

Wenn du mit "Beziehung light" meinst, dass ich ca. 1-2 mal im Monat nach reinem Gutdünken über eine Frau verfügen könnte (und das meine ich jetzt nicht sexuell, jedenfalls nicht in erster Linie), dann ja. Wir sind uns sicher einig, dass diese Arzt von Beziehung nicht besonders attraktiv für die Partnerin wäre. Von daher: nein.
Es grüßt euch

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Re: Glaubt ihr an den richtigen Partner für jeden?

Beitrag von tim4t » Mittwoch 31. Oktober 2018, 03:09

Hm, Standardfrage oder nicht?
Was bedeutet denn überhaupt, der Richtige?
Der der mich in meiner Entwicklung weiter bringt oder der der nur mein Ego füttert?

Als erstes ist mal zu klären ob man selber die Voraussetzung für ein gesundes Miteinander über haupt besitzt. Kompromissbereitschaft, Teamfähigkeit und Diskussionsfähigkeit? Bin ich selbst das, was ich von dem anderen erwarte?

Nein es gibt nicht Den einen richtigen Partner. Es gibt nur die richtige Einstellung den Partner anzunehmen den ich gerade liebe und welcher meine Gefühle erwidert. Wir haben alle Macken und Bekloptheiten, die wir mit uns herumtragen. Zu akzeptieren, dass der Partner eben andere Macken oder gar die Selben hat wie wir kann man lernen.

Was uns zusammenhält ist die Zuneigung zu einander. Und es passiert, dass wir Menschen kennenlernen, die wir ebenso lieben wie den Partner. Muss ich deshalb den Partner in den Wind schießen? Wenn beide erwachsene Wesen sind, verstehen sie das und lassen sich die Freiheit Zeit mit anderen zu verbringen, egal wie sie diese verbringen.

Wir können auch nicht wissen,wie wir uns noch verändern werden, also kann niemand sagen wie lange wir noch zusammen passen. Wie könnte also jemand auf die Idee kommen, dass es den "Richtigen" überhaupt gibt?

Wenn es mir mit meinem Partner gut geht, warum dann alleine sein? Wenn es mir mit meinem Partner schlecht geht, warum sollte ich mich dann nicht von ihm trennen?
Alleine sein kann auch heilsam sein, wenn man mit offenem Blick durch sein leben geht. Macken fallen dir härter auf die Füße als vorher und du mußt alles allein machen, du wirst unabhängig.

Wozu also einen Partner, der mich dem beraubt?
Wir sind soziale Wesen und brauchen den Körperkontakt um gesund zu sein. Also machen wir ein Kompromiss mit unserem Ego und suchen einen Partner, der Passt, aber davon gibt es eben sehr viele da draußen, wenn wir es wollen.

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Re: Glaubt ihr an den richtigen Partner für jeden?

Beitrag von Stabil » Mittwoch 31. Oktober 2018, 10:55

Onkel ABobert hat geschrieben:
Dienstag 30. Oktober 2018, 20:44
... , dass ich ca. 1-2 mal im Monat nach reinem Gutdünken über eine Frau verfügen könnte (und das meine ich jetzt nicht sexuell, jedenfalls nicht in erster Linie), dann ja.
Was wäre denn dagegen ein zu wenden?

Vielleicht ist es ok, wenn sie gleichzeitig nach ihrem Gutdünken über dich verfügen könnte.
Vielleicht ist es ok, wenn ihr abwechselnd nach dem jeweilegen Gutdünken über einander verfügt.
Vielleicht ist es ok, wenn ihr ein gemeinsames Gutdünken entwickelt.

Vielleicht ist es ok, von allen drei Möglichkeiten etwas genommen wird.
* Am meisten schmerzt das Gute, das wir zwar erlebt haben, aber in uns nicht angekommen ist *

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Re: Glaubt ihr an den richtigen Partner für jeden?

Beitrag von IronAngel » Donnerstag 1. November 2018, 12:20

law hat geschrieben:
Montag 15. Oktober 2018, 20:15
Ja es gibt für jeden den richtigen Partner.
https://www.youtube.com/watch?v=8DITnBs61vQ

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Re: Glaubt ihr an den richtigen Partner für jeden?

Beitrag von Tania » Donnerstag 1. November 2018, 17:50

Stabil hat geschrieben:
Mittwoch 31. Oktober 2018, 10:55
Onkel ABobert hat geschrieben:
Dienstag 30. Oktober 2018, 20:44
... , dass ich ca. 1-2 mal im Monat nach reinem Gutdünken über eine Frau verfügen könnte (und das meine ich jetzt nicht sexuell, jedenfalls nicht in erster Linie), dann ja.
Was wäre denn dagegen ein zu wenden?

Vielleicht ist es ok, wenn sie gleichzeitig nach ihrem Gutdünken über dich verfügen könnte.
Vielleicht ist es ok, wenn ihr abwechselnd nach dem jeweilegen Gutdünken über einander verfügt.
Vielleicht ist es ok, wenn ihr ein gemeinsames Gutdünken entwickelt.

Vielleicht ist es ok, von allen drei Möglichkeiten etwas genommen wird.
Praktisch ist das meist eine Frage des Timings. Die wenigsten Menschen sitzen tagelang untätig herum und sind auf Abruf verfügbar. Natürlich kann ein spontaner "Booty Call" nachts um zwei funktionieren - aber eine Garantie, dass der/die Angerufene verfügbar ist, wenn es dem Anderen gerade mal gut dünkt, gibt es leider nicht. Dem vorbeugen kann entweder eine etwas längere Liste anschreibbarer potentieller Spontangefährten, oder halt eine verbindliche Verabredung.

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Re: Glaubt ihr an den richtigen Partner für jeden?

Beitrag von Monozyt » Donnerstag 1. November 2018, 19:35

IronAngel hat geschrieben:
Donnerstag 1. November 2018, 12:20
law hat geschrieben:
Montag 15. Oktober 2018, 20:15
Ja es gibt für jeden den richtigen Partner.
https://www.youtube.com/watch?v=8DITnBs61vQ
Also ich bin ja nun wirklich nicht dafür bekannt hier meinen Frust über weibliche Auswahlkriterien zu verbergen, aber das ist selbst mir zu düster. "Sie wird dich niemals lieben", "Die Frau als Parasit", "Vagina oder Freiheit"...
Ja, manche dieser Beobachtungen haben einen wahren Kern und gehen auf uralte Instinkte bei der Partnerwahl zurück. Sicher, Liebe ist in der Realität im Unterschied zur romantischen Literatur selten bedingungslos und allzu oft an das Vorhandensein attraktiver Merkmale beim Gegenüber geknüpft - und ja, viele Männer werden auch gerade in Momenten der Schwäche wenn sie das Bild des starken Beschützers nicht mehr erfüllen können verlassen. Doch ebenso ergeht es vielen Frauen, wenn ihre natürliche äußerliche Attraktivität schwindet und der Mann sich nach einer jüngeren umsieht. Hat so gesehen auch er sie niemals geliebt? Wollen wir hier wirklich mit zweierlei Maß messen?

Lange Rede, kurzer Sinn: sich Gedanken über das Verhältnis der Geschlechter zu machen, Kritik am Verhalten der Masse, verbreiteten Ansprüchen und Vorstellungen zu üben und vielleicht selbst daraus den Schluss zu ziehen dass es das alles nicht wert ist und man lieber alleine bleibt - alles nachvollziehbar und völlig legitim. Doch selbst wenn man so weit geht, sein Gegenüber "Frau" als strategischen Gegner mit letztlich konträren Interessen im Wettstreit um Ressourcen zu begreifen - was ein gefährlicher Gedanke ist, wenn auch vielleicht abstrakt und von außen betrachtet nicht einmal zwangsläufig falsch - sollte man niemals den Fehler machen, diesen "Gegner" bzw. Mitspieler im Spiel des Lebens für das Verfolgen seiner legitimen Eigeninteressen zu hassen. Dieser Grat ist sehr schmal, denn der Weg von frustrierten MGTOWs über die Ideologisierung und Verallgemeinerung von bestehenden Tendenzen zu Pauschalaussagen über das Wesen "der Frau an sich" bereitet den Weg für weitaus dunklere Entwicklungen und führt direkt zur Entmenschlichung als "femoids" in der radikalen Incel-Szene.
Misstrauen ist jedenfalls angebracht, egal ob jemand meint "die Frauen", "die Männer", "die Juden" oder sonst wen zu kennen.

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Re: Glaubt ihr an den richtigen Partner für jeden?

Beitrag von Stabil » Donnerstag 1. November 2018, 21:07

Tania hat geschrieben:
Donnerstag 1. November 2018, 17:50
Stabil hat geschrieben:
Mittwoch 31. Oktober 2018, 10:55
Onkel ABobert hat geschrieben:
Dienstag 30. Oktober 2018, 20:44
... , dass ich ca. 1-2 mal im Monat nach reinem Gutdünken über eine Frau verfügen könnte (und das meine ich jetzt nicht sexuell, jedenfalls nicht in erster Linie), dann ja.
Was wäre denn dagegen ein zu wenden?

Vielleicht ist es ok, wenn sie gleichzeitig nach ihrem Gutdünken über dich verfügen könnte.
Vielleicht ist es ok, wenn ihr abwechselnd nach dem jeweilegen Gutdünken über einander verfügt.
Vielleicht ist es ok, wenn ihr ein gemeinsames Gutdünken entwickelt.

Vielleicht ist es ok, von allen drei Möglichkeiten etwas genommen wird.
Praktisch ist das meist eine Frage des Timings. Die wenigsten Menschen sitzen tagelang untätig herum und sind auf Abruf verfügbar. Natürlich kann ein spontaner "Booty Call" nachts um zwei funktionieren - aber eine Garantie, dass der/die Angerufene verfügbar ist, wenn es dem Anderen gerade mal gut dünkt, gibt es leider nicht. Dem vorbeugen kann entweder eine etwas längere Liste anschreibbarer potentieller Spontangefährten, oder halt eine verbindliche Verabredung.
Verbindliche Verabredungen werden doch nicht zu schwer sein. Für ein bis zwei Mal im Monat Treffen braucht man ohnehin einen kompatiblen Partner, da gibt es ja auch noch anderes gemeinsam zu klären. Einen Club der sporadischen Spontaneisten zu organisieren stelle ich mir deutlich schwieriger vor, aber was verstehe ich schon davon.
Zuletzt geändert von Stabil am Donnerstag 1. November 2018, 21:49, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Glaubt ihr an den richtigen Partner für jeden?

Beitrag von AviferAureus » Donnerstag 1. November 2018, 21:26

Monozyt hat geschrieben:
Donnerstag 1. November 2018, 19:35
IronAngel hat geschrieben:
Donnerstag 1. November 2018, 12:20
law hat geschrieben:
Montag 15. Oktober 2018, 20:15
Ja es gibt für jeden den richtigen Partner.
https://www.youtube.com/watch?v=8DITnBs61vQ
Also ich bin ja nun wirklich nicht dafür bekannt hier meinen Frust über weibliche Auswahlkriterien zu verbergen, aber das ist selbst mir zu düster. "Sie wird dich niemals lieben", "Die Frau als Parasit", "Vagina oder Freiheit"...
Ja, manche dieser Beobachtungen haben einen wahren Kern und gehen auf uralte Instinkte bei der Partnerwahl zurück. Sicher, Liebe ist in der Realität im Unterschied zur romantischen Literatur selten bedingungslos und allzu oft an das Vorhandensein attraktiver Merkmale beim Gegenüber geknüpft - und ja, viele Männer werden auch gerade in Momenten der Schwäche wenn sie das Bild des starken Beschützers nicht mehr erfüllen können verlassen. Doch ebenso ergeht es vielen Frauen, wenn ihre natürliche äußerliche Attraktivität schwindet und der Mann sich nach einer jüngeren umsieht. Hat so gesehen auch er sie niemals geliebt? Wollen wir hier wirklich mit zweierlei Maß messen?

Lange Rede, kurzer Sinn: sich Gedanken über das Verhältnis der Geschlechter zu machen, Kritik am Verhalten der Masse, verbreiteten Ansprüchen und Vorstellungen zu üben und vielleicht selbst daraus den Schluss zu ziehen dass es das alles nicht wert ist und man lieber alleine bleibt - alles nachvollziehbar und völlig legitim. Doch selbst wenn man so weit geht, sein Gegenüber "Frau" als strategischen Gegner mit letztlich konträren Interessen im Wettstreit um Ressourcen zu begreifen - was ein gefährlicher Gedanke ist, wenn auch vielleicht abstrakt und von außen betrachtet nicht einmal zwangsläufig falsch - sollte man niemals den Fehler machen, diesen "Gegner" bzw. Mitspieler im Spiel des Lebens für das Verfolgen seiner legitimen Eigeninteressen zu hassen. Dieser Grat ist sehr schmal, denn der Weg von frustrierten MGTOWs über die Ideologisierung und Verallgemeinerung von bestehenden Tendenzen zu Pauschalaussagen über das Wesen "der Frau an sich" bereitet den Weg für weitaus dunklere Entwicklungen und führt direkt zur Entmenschlichung als "femoids" in der radikalen Incel-Szene.
Misstrauen ist jedenfalls angebracht, egal ob jemand meint "die Frauen", "die Männer", "die Juden" oder sonst wen zu kennen.
Die von dir getroffenen Aussagen konnte ich im Video nur zu einem kleinen Teil (und dort teilweise schon fast unvollständig: "Deshalb wird sie dich auch niemals lieben,......zumindest nicht auf die Weise, die du dir erhoffst.") wiederfinden.
Eine klare Trennung zwischen Inhalten des Videos (oder Inhalten sonstiger dritter Quellen), eigenen Bewertungen und Anmerkungen, erscheint mir in dem Post, ehrlich gesagt, nicht immer ausreichend deutlich.

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Re: Glaubt ihr an den richtigen Partner für jeden?

Beitrag von Monozyt » Donnerstag 1. November 2018, 22:54

AviferAureus hat geschrieben:
Donnerstag 1. November 2018, 21:26
Monozyt hat geschrieben:
Donnerstag 1. November 2018, 19:35
IronAngel hat geschrieben:
Donnerstag 1. November 2018, 12:20


https://www.youtube.com/watch?v=8DITnBs61vQ
Also ich bin ja nun wirklich nicht dafür bekannt hier meinen Frust über weibliche Auswahlkriterien zu verbergen, aber das ist selbst mir zu düster. "Sie wird dich niemals lieben", "Die Frau als Parasit", "Vagina oder Freiheit"...
Ja, manche dieser Beobachtungen haben einen wahren Kern und gehen auf uralte Instinkte bei der Partnerwahl zurück. Sicher, Liebe ist in der Realität im Unterschied zur romantischen Literatur selten bedingungslos und allzu oft an das Vorhandensein attraktiver Merkmale beim Gegenüber geknüpft - und ja, viele Männer werden auch gerade in Momenten der Schwäche wenn sie das Bild des starken Beschützers nicht mehr erfüllen können verlassen. Doch ebenso ergeht es vielen Frauen, wenn ihre natürliche äußerliche Attraktivität schwindet und der Mann sich nach einer jüngeren umsieht. Hat so gesehen auch er sie niemals geliebt? Wollen wir hier wirklich mit zweierlei Maß messen?

Lange Rede, kurzer Sinn: sich Gedanken über das Verhältnis der Geschlechter zu machen, Kritik am Verhalten der Masse, verbreiteten Ansprüchen und Vorstellungen zu üben und vielleicht selbst daraus den Schluss zu ziehen dass es das alles nicht wert ist und man lieber alleine bleibt - alles nachvollziehbar und völlig legitim. Doch selbst wenn man so weit geht, sein Gegenüber "Frau" als strategischen Gegner mit letztlich konträren Interessen im Wettstreit um Ressourcen zu begreifen - was ein gefährlicher Gedanke ist, wenn auch vielleicht abstrakt und von außen betrachtet nicht einmal zwangsläufig falsch - sollte man niemals den Fehler machen, diesen "Gegner" bzw. Mitspieler im Spiel des Lebens für das Verfolgen seiner legitimen Eigeninteressen zu hassen. Dieser Grat ist sehr schmal, denn der Weg von frustrierten MGTOWs über die Ideologisierung und Verallgemeinerung von bestehenden Tendenzen zu Pauschalaussagen über das Wesen "der Frau an sich" bereitet den Weg für weitaus dunklere Entwicklungen und führt direkt zur Entmenschlichung als "femoids" in der radikalen Incel-Szene.
Misstrauen ist jedenfalls angebracht, egal ob jemand meint "die Frauen", "die Männer", "die Juden" oder sonst wen zu kennen.
Die von dir getroffenen Aussagen konnte ich im Video nur zu einem kleinen Teil (und dort teilweise schon fast unvollständig: "Deshalb wird sie dich auch niemals lieben,......zumindest nicht auf die Weise, die du dir erhoffst.") wiederfinden.
Eine klare Trennung zwischen Inhalten des Videos (oder Inhalten sonstiger dritter Quellen), eigenen Bewertungen und Anmerkungen, erscheint mir in dem Post, ehrlich gesagt, nicht immer ausreichend deutlich.
Zugegeben, ich habe mir die Freiheit genommen da meinen Gesamteindruck ein wenig zuzuspitzen der sich mir anhand des von mir - unvollständig - gesehenen Videos und einiger anderer kurz angerissener Videos des selben Youtubers aufgedrängt hat.

Das meiste in meinem Post sind eigene Gedanken zum Thema, die mein Misstrauen gegenüber den ganzen "Predigern wider die Schlechtigkeit des Weibes" ausdrücken...

Ich verallgemeinere selbst gerne mal und spitze Tendenzen zu - versuche dabei aber die Ausnahmen zu berücksichtigen. Differenzierung ist wichtig, sie hilft dagegen, verzerrte Feindbilder zu entwickeln.

Mich stört der Absolutheitsanspruch, mit dem er seine Thesen vorträgt. Vieles was er sagt hat einen wahren Kern, die Undifferenziertheit der Aussage ist die Gefahr dabei. Solange die Männer die ihm zuhören nur "their own way gehen" ist der Schaden überschaubar, das Weltbild das er verbreitet halte ich dennoch für problematisch.

Zu sagen, dass alle Frauen grundsätzlich hypergam und von ihrer Natur her unfähig zu romantischer Liebe sind und daher jederzeit einen Mann verlassen werden, sobald ein anderer mit höherem Status oder besserem Aussehen vorbei kommt ist eine Aussage, die einen absoluten Determinismus enthält und wenig Spielraum für Individualität lässt. Sie ist praktisch das Äquivalent zur Aussage von einigen Radikalfeministinnen, Männer seien einzig vom Verlangen nach Sex und Dominanz über Frauen getrieben und unfähig zu tiefergehenden Gefühlen oder Loyalität in einer Partnerschaft.
Wer aber Individuen (und das sind Männer wie Frauen immer noch) die Möglichkeit einer freien Entscheidung abspricht, entmenschlicht sie letztendlich.

Der Autor der Videos versucht, andere Männer davon zu überzeugen, Beziehungen zu Frauen seien den Aufwand nicht wert, der um sie betrieben wird, da Frauen letztlich ihrer Natur nach ohnehin illoyale Geschöpfe seien die einen Mann nur aufgrund seines Status oder äußerlicher Attribute "lieben" - aber "nicht so wie du denkst"...
Der Ausweg? Das Allheilmittel gegen die drohende Knechtschaft als ungeliebter Versorger? MGTOW!

Warum ich teilweise sehr scharfe Worte gewählt habe? Weil jede undifferenzierte negative Aussage über Menschengruppen den Keim für das Schüren von Feindschaft und schlimmeres in sich trägt.
Die Männer? Alles sexgeile Monster, die jederzeit vergewaltigen würden wenn sie könnten!
Die Frauen? Alles statusgeile Parasiten, die dem armen Mann sein sauer verdientes Geld abknöpfen um sich davon hässliche Schuhe zu kaufen!
Es ist völlig unerheblich, welche Richtung das ganze einnimmt... das Resultat ist immer das gleiche: die Verfestigung eines geschlossenen Weltbildes, in dem der Feind feststeht damit der Tag Struktur bekommt.

Was Youtuber Niccolo hier betreibt, ist Demagogie, nichts weiter.
Seine Argumente (oder eher: rhetorische Figuren die den Zuschauer dazu verleiten sollen am Licht seiner Erkenntnis teilhaben zu wollen) einzeln zu zerpflücken wäre reine Zeitverschwendung.

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AviferAureus
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Re: Glaubt ihr an den richtigen Partner für jeden?

Beitrag von AviferAureus » Freitag 2. November 2018, 00:23

zum Video: Niccolò: Sie wird dich niemals lieben (Neufassung, veröffentlicht am 08.06.2018)
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Monozyt hat geschrieben:
Donnerstag 1. November 2018, 22:54
AviferAureus hat geschrieben:
Donnerstag 1. November 2018, 21:26
Monozyt hat geschrieben:
Donnerstag 1. November 2018, 19:35


Also ich bin ja nun wirklich nicht dafür bekannt hier meinen Frust über weibliche Auswahlkriterien zu verbergen, aber das ist selbst mir zu düster. "Sie wird dich niemals lieben", "Die Frau als Parasit", "Vagina oder Freiheit"...
Ja, manche dieser Beobachtungen haben einen wahren Kern und gehen auf uralte Instinkte bei der Partnerwahl zurück. Sicher, Liebe ist in der Realität im Unterschied zur romantischen Literatur selten bedingungslos und allzu oft an das Vorhandensein attraktiver Merkmale beim Gegenüber geknüpft - und ja, viele Männer werden auch gerade in Momenten der Schwäche wenn sie das Bild des starken Beschützers nicht mehr erfüllen können verlassen. Doch ebenso ergeht es vielen Frauen, wenn ihre natürliche äußerliche Attraktivität schwindet und der Mann sich nach einer jüngeren umsieht. Hat so gesehen auch er sie niemals geliebt? Wollen wir hier wirklich mit zweierlei Maß messen?

Lange Rede, kurzer Sinn: sich Gedanken über das Verhältnis der Geschlechter zu machen, Kritik am Verhalten der Masse, verbreiteten Ansprüchen und Vorstellungen zu üben und vielleicht selbst daraus den Schluss zu ziehen dass es das alles nicht wert ist und man lieber alleine bleibt - alles nachvollziehbar und völlig legitim. Doch selbst wenn man so weit geht, sein Gegenüber "Frau" als strategischen Gegner mit letztlich konträren Interessen im Wettstreit um Ressourcen zu begreifen - was ein gefährlicher Gedanke ist, wenn auch vielleicht abstrakt und von außen betrachtet nicht einmal zwangsläufig falsch - sollte man niemals den Fehler machen, diesen "Gegner" bzw. Mitspieler im Spiel des Lebens für das Verfolgen seiner legitimen Eigeninteressen zu hassen. Dieser Grat ist sehr schmal, denn der Weg von frustrierten MGTOWs über die Ideologisierung und Verallgemeinerung von bestehenden Tendenzen zu Pauschalaussagen über das Wesen "der Frau an sich" bereitet den Weg für weitaus dunklere Entwicklungen und führt direkt zur Entmenschlichung als "femoids" in der radikalen Incel-Szene.
Misstrauen ist jedenfalls angebracht, egal ob jemand meint "die Frauen", "die Männer", "die Juden" oder sonst wen zu kennen.
Die von dir getroffenen Aussagen konnte ich im Video nur zu einem kleinen Teil (und dort teilweise schon fast unvollständig: "Deshalb wird sie dich auch niemals lieben,......zumindest nicht auf die Weise, die du dir erhoffst.") wiederfinden.
Eine klare Trennung zwischen Inhalten des Videos (oder Inhalten sonstiger dritter Quellen), eigenen Bewertungen und Anmerkungen, erscheint mir in dem Post, ehrlich gesagt, nicht immer ausreichend deutlich.
Zugegeben, ich habe mir die Freiheit genommen da meinen Gesamteindruck ein wenig zuzuspitzen der sich mir anhand des von mir - unvollständig - gesehenen Videos und einiger anderer kurz angerissener Videos des selben Youtubers aufgedrängt hat.

Das meiste in meinem Post sind eigene Gedanken zum Thema, die mein Misstrauen gegenüber den ganzen "Predigern wider die Schlechtigkeit des Weibes" ausdrücken...

Ich verallgemeinere selbst gerne mal und spitze Tendenzen zu - versuche dabei aber die Ausnahmen zu berücksichtigen. Differenzierung ist wichtig, sie hilft dagegen, verzerrte Feindbilder zu entwickeln.

Mich stört der Absolutheitsanspruch, mit dem er seine Thesen vorträgt. Vieles was er sagt hat einen wahren Kern, die Undifferenziertheit der Aussage ist die Gefahr dabei. Solange die Männer die ihm zuhören nur "their own way gehen" ist der Schaden überschaubar, das Weltbild das er verbreitet halte ich dennoch für problematisch.

Zu sagen, dass alle Frauen grundsätzlich hypergam und von ihrer Natur her unfähig zu romantischer Liebe sind und daher jederzeit einen Mann verlassen werden, sobald ein anderer mit höherem Status oder besserem Aussehen vorbei kommt ist eine Aussage, die einen absoluten Determinismus enthält und wenig Spielraum für Individualität lässt. Sie ist praktisch das Äquivalent zur Aussage von einigen Radikalfeministinnen, Männer seien einzig vom Verlangen nach Sex und Dominanz über Frauen getrieben und unfähig zu tiefergehenden Gefühlen oder Loyalität in einer Partnerschaft.
Wer aber Individuen (und das sind Männer wie Frauen immer noch) die Möglichkeit einer freien Entscheidung abspricht, entmenschlicht sie letztendlich.

Der Autor der Videos versucht, andere Männer davon zu überzeugen, Beziehungen zu Frauen seien den Aufwand nicht wert, der um sie betrieben wird, da Frauen letztlich ihrer Natur nach ohnehin illoyale Geschöpfe seien die einen Mann nur aufgrund seines Status oder äußerlicher Attribute "lieben" - aber "nicht so wie du denkst"...
Der Ausweg? Das Allheilmittel gegen die drohende Knechtschaft als ungeliebter Versorger? MGTOW!

Warum ich teilweise sehr scharfe Worte gewählt habe? Weil jede undifferenzierte negative Aussage über Menschengruppen den Keim für das Schüren von Feindschaft und schlimmeres in sich trägt.
Die Männer? Alles sexgeile Monster, die jederzeit vergewaltigen würden wenn sie könnten!
Die Frauen? Alles statusgeile Parasiten, die dem armen Mann sein sauer verdientes Geld abknöpfen um sich davon hässliche Schuhe zu kaufen!
Es ist völlig unerheblich, welche Richtung das ganze einnimmt... das Resultat ist immer das gleiche: die Verfestigung eines geschlossenen Weltbildes, in dem der Feind feststeht damit der Tag Struktur bekommt.

Was Youtuber Niccolo hier betreibt, ist Demagogie, nichts weiter.
Seine Argumente (oder eher: rhetorische Figuren die den Zuschauer dazu verleiten sollen am Licht seiner Erkenntnis teilhaben zu wollen) einzeln zu zerpflücken wäre reine Zeitverschwendung.
Mein ganz subjektiver Eindruck (der sicher von meinem Vorverständnis mitgeprägt wurde) von der Botschaft des Videos war ein ganz anderer:
Frauen sind in der Regel so, das sollte man wissen und auch so hinnehmen/akzeptieren. Bewerten möchte das Video nach eigener Aussage gerade nicht (vgl. "Die Feststellung, dass Frauen hypergam sind, ist kein Vorwurf, sondern eine Feststellung.").
Soweit ich begleitend zur Forumsmitgliedschaft (populär)wissenschaftliche Texte zur sexuellen Selektion beim Menschen gelesen hatte, deckten die sich auch ganz grob mit dem Inhalt des Videos: (z. B. Matthias Frost: Geschlechtsspezifische Partnerwahl und Sexualitätsmerkmale unter evolutionsbiologischer Perspektive, Dissertation 2012, David P Schmitt, Sextraversion, A Scientific Look at Sexually Unfaithful Personalities, in: Psychology today (Posted Jun 28, 2011))

Zwei Dinge, die mir im Video fehlten, die aber auch nicht dessen Gegenstand waren, sind die Aspekte von Monogamie und Homogamie.

PS: Gefunden habe ich beim Schreiben des Posts dieses Video: Evolution of spiders. Viel interessanter. Das werde ich mir jetzt reinziehen.

Onkel ABobert
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Re: Glaubt ihr an den richtigen Partner für jeden?

Beitrag von Onkel ABobert » Freitag 2. November 2018, 15:30

Stabil hat geschrieben:
Donnerstag 1. November 2018, 21:07
Tania hat geschrieben:
Donnerstag 1. November 2018, 17:50
Stabil hat geschrieben:
Mittwoch 31. Oktober 2018, 10:55
Was wäre denn dagegen ein zu wenden?

Vielleicht ist es ok, wenn sie gleichzeitig nach ihrem Gutdünken über dich verfügen könnte.
Vielleicht ist es ok, wenn ihr abwechselnd nach dem jeweilegen Gutdünken über einander verfügt.
Vielleicht ist es ok, wenn ihr ein gemeinsames Gutdünken entwickelt.

Vielleicht ist es ok, von allen drei Möglichkeiten etwas genommen wird.
Praktisch ist das meist eine Frage des Timings. Die wenigsten Menschen sitzen tagelang untätig herum und sind auf Abruf verfügbar. Natürlich kann ein spontaner "Booty Call" nachts um zwei funktionieren - aber eine Garantie, dass der/die Angerufene verfügbar ist, wenn es dem Anderen gerade mal gut dünkt, gibt es leider nicht. Dem vorbeugen kann entweder eine etwas längere Liste anschreibbarer potentieller Spontangefährten, oder halt eine verbindliche Verabredung.
Verbindliche Verabredungen werden doch nicht zu schwer sein. Für ein bis zwei Mal im Monat Treffen braucht man ohnehin einen kompatiblen Partner, da gibt es ja auch noch anderes gemeinsam zu klären. Einen Club der sporadischen Spontaneisten zu organisieren stelle ich mir deutlich schwieriger vor, aber was verstehe ich schon davon.
Nein, so meine ich das nicht. Mit "nach Gutdünken verfügen" meine ich ein einseitiges Spontantreffen, weil mir eben just in diesem Moment nach Zärtlichkeiten (das muß jetzt kein Sex sein, einfach Zweisamkeit) ist. Diese Gefühlsanwandlungen kommen selbst bei mir durchaus vor. Aber eben nicht oft.

Eine verbindliche Verabredung nervt mich bereits Tage zuvor. Selbst bei meinen guten Freunden. Wenn ich weiß, dass Freund X am 15. Dezember seinen Geburtstag feiert und ich dazu eingeladen bin, dann nervt mich das bereits 4 Wochen vorher zumindest in leichtem Ausmaß, und die letzten 2-3 Tage vor dem Termin dann sogar ziemlich stark. Ich fahre dann richtig schlechtgelaunt los und zwinge mich eben dazu, weil ich meine beiden einzigen Freunde natürlich nicht vor den Kopf stoßen will und sie ja beide auch wirklich mag.

Merkwürdigerweise ist der Termin an sich, also in dem Fall die Geburtstagfeier, dann für mich durchaus ganz ok. Jedenfalls solange es nur um einen Abend und eine Übernachtung geht. Am nächsten Morgen würde ich dann allerdings am liebsten gleich nach dem Aufwachen um 7 Uhr früh losfahren. Mach ich natürlich nicht, aber das gemeinsame Frühstück nervt mich dann schon wieder ziemlich und ich kann es kaum erwarten, mich gegen 11 Uhr ins Auto zu schwingen. Es ist teilweise anstrengend, sich das alles nicht anmerken zu lassen.

Die einzige, wirklich einzige Ausnahme sind meine Eltern, also meine Mutter und mein Stiefvater. Mit denen kann ich 14 Tage Urlaub in einer kleinen Ferienwohnung , in der alle 3 Betten in einem Zimmer sind (schon so gewesen) verbringen, ohne das es mir auch nur das geringste ausmacht. Im Gegenteil, für die Urlaube lebe ich geradezu.

Gestern hat mir ein Arbeitskollege erzählt, dass er nächstes Frühjahr heiraten wird und dann auch ein paar Arbeitskollegen - mich eingeschlossen - einladen wird.
Horror! Glaubt es oder nicht, aber ich sinniere jetzt bereits, wie ich aus der Nummer herauskomme, obwohl es noch ein halbes Jahr hin ist.

Ich hab in diesem Punkt schon ganz schön einen an der Klatsche, das ist mir durchaus bewusst. :?
Es grüßt euch

Onkel ABobert

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