Wer "wählt" den Partner aus?/Kann eine interessierte Frau einen uninteressierten Mann überzeugen?

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Re: An die vergebenen Frauen: Was haben eure Partner getan, um euch "rumzukriegen"?

Beitrag von bettaweib » Samstag 29. September 2018, 12:50

Peter hat geschrieben:
Samstag 29. September 2018, 12:35
bettaweib hat geschrieben:
Samstag 29. September 2018, 12:18
(...)
Und dann kommt die Ar* lochtheorie wieder.......armes Hascherl, wer sowas denkt.....
Ich wollte jetzt keine böse Männer, böse Frauen Diskussion eröffnen. Manchmal ist es leicht, manchmal kompliziert. Der Mensch als solcher mit all seinen Gefühls- und Motivationsverwirrungen fehlbar. Schwarz, Grau, Weiß ist auch oftmals gar nicht so leicht zu unterscheiden. Aber leicht überschreitet man die Grenzen.
Ich denke, es schadet jedenfalls nichts, wenn man sich bewusst ist, dass solche unschönen Situationen entstehen können. Hilft vielleicht, besser damit umzugehen.
Aber wie ich schon geschrieben habe, es gibt auch glückliche Pärchen, deren Beziehung so begonnen hat.
Es ist mir klar, dass du keine Diskussion eröffnen wolltest.
Ich sagte das nur, weil es in der Vergangenheit leider häufig Thema war. Weil Frauen dann eher auf Männer stehen, die wissen was sie wollen und diese das auch deutlich der Frau zeigen.

Ich habe mal erlebt wie ein Mann etwas von mir wollte. Er wurde so anhänglich wie eine Scheißhausfliege...
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Beitrag von desigual » Samstag 29. September 2018, 12:52

inVinoVeritas hat geschrieben:
Samstag 29. September 2018, 11:01
Ich kann jetzt nur über meine ganz persönlichen Erfahrungen mit Frauen Ende 20/ Anfang 30 sprechen: Da habe ich sehr wohl das Gefühl, dass die Frauen der überwiegend auswählende Part sind, weil sie viel höhere Ansprüche zu haben scheinen. Der Mann muss so richtig super toll sein damit sie Interessens-Signale senden, ansonsten tut sich da garnichts. Umgekehrt sehe ich gleichaltrige Männer, die überwiegend nicht den Anspruch haben jetzt unbedingt die ultimative Frau vorfinden zu müssen, sondern auch bereits gewillt wären sich auf ein näheres Kennenlernen einzulassen, wenn die Frau nur so halbwegs ihren Vorstellungen entspricht.

Vereinfacht gesagt: Das Geschlecht mit den höheren Ansprüchen selektiert härter, ergo sieht es für das andere Geschlecht so aus, dass man(n) unfassbar viele Körbe sammeln muss, bis mal eine "Ja" sagt, was bedeutet: es wählt sowieso die Frau aus.
Ich stimme dem ersten Absatz zu: Anfangs sind Männer irgendwie wahlloser, Hauptsache die Frau sieht halbwegs gut aus und ist ganz nett. Gerade bei aus Online-Dating resultierenden Dates scheint das so der Fall zu sein. Ich hatte es, glaube ich, noch nie, dass der Mann nach dem ersten Date mir nicht zumindest eine nette Nachricht mit Dank für das schöne Treffen oder einem Kompliment und einem Vorschlag zu einem weiteren Date geschrieben hätte.
Die Männer wollen dann wohl mal testen, was da geht, wollen einen ins Bett kriegen, einem gefallen, einen erobern - irgendwie so was.

Dadurch entsteht der Eindruck, dass Frauen die mit der Auswahl sind. Allerdings (leider, leider) scheint mir, dass Männer dann später selektieren! Nach den ersten Dates, wenn sie feststellen, dass die Frau ein gewisses Interesse hätte, wenn sie wissen, dass sie sie haben könnten oder sie auch schon (im Bett) hatten, dann denken sie mal darüber nach, ob sie sich mit der Frau überhaupt was (Festes) vorstellen können. Für die Frau, die viel früher selektiert und bei der der Mann also schon die erste Qualifikationsrunde überstanden hat, ist das höchst frustrierend, weil sie nach mehreren schönen Treffen den Mann schon lieb gewonnen hat.

Mein Fazit ist also, dass beide Seiten gleichermaßen stark selektieren, nur eben zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Für Männer, die aufgrunddessen nie in den "Genuss" kommen, selektieren zu dürfen, sieht es natürlich so aus, als ob Frauen die große Auswahl hätten.
Aus meiner Perspektive wirkt daa männliche Verhalten eher unfair, weil es mir regelmäßig Kummer bereitet.

Teenage Kicks

Re: An die vergebenen Frauen: Was haben eure Partner getan, um euch "rumzukriegen"?

Beitrag von Teenage Kicks » Samstag 29. September 2018, 12:53

Peter hat geschrieben:
Samstag 29. September 2018, 10:11
Wenn Männer gar kein Interesse haben, ist auch nichts zu machen. Wenn es einen Unterschied zu Frauen gibt, dann in dem „eigentlich nicht“-Bereich.
Bei Frauen kippt das dann eher schnell in den Freundschaftsschienenbereich. Was wieder ein anderes Thema ist.
Bei Männern hingegen kann sich bei wenig Interesse eine für die interessierte/verliebte Frau belastende Situation entwickeln. Der Herr verhält sich ambivalent. An einem Tag wirkt er sehr interessiert, am nächsten schon wieder distanziert. Dann wieder flirtig. Und wieder kühl. Einmal wirkt sein Blick so, als ob er kurz davor steht, ihr die Kleider vom Leib zu reißen, ein anderes mal ist er der totale Kumpel. Mal meldet er sich von sich aus häufiger, dann wieder eine Zeit lang gar nicht. Das ist dann die Situation, wo Frau sich denkt: „Er weiß nicht was er will.“ Es können ja mal alle Damen die Hand heben, die so ein Verhalten eines Mannes schon mal erlebt haben.
Das gibt es sicher auch bei Frauen. Bei Männern kommt dieses Verhalten aber häufiger vor. Der Witz an der Sache ist, dass gerade die netten Männer dazu neigen. Weil es auch ein Ausdruck von Gewissensbissen und inneren „Engelchen gegen Teufelchen auf der Schulter“ Monologen ist. Der Typ Arschloch nutzt solche Gelegenheiten einfach und ist dann weg.
Gerade die offensiveren Frauen haben eine gute Chance, einen flirtigen Tag des Mannes zu nutzen um ihn rumzubekommen. Was nicht ganz ohne Risiko ist. Da sich der Mann in so einer Situation erst während der fortgeschrittenen amourösen Zeit verlieben muss. Das kann passieren, oder auch nicht. Belastbare Studien über die Haltbarkeit so entstandener Beziehungen wird es wohl nicht geben. Aber es gibt glücklich funktionierende Beziehungen mit so einem Start.
Wenn ich Interesse an einer Frau habe dann zeige ich entweder gar kein Interesse weil zu schüchtern, oder ich zeige mein Interesse sehr deutlich, wobei Ersteres öfter der Fall ist :oops:

Gemischte Signale habe ich in der Vergangenheit mal einer Frau gegeben die ich an meiner damaligen Arbeitsstelle kennenlernte und die Interesse an mir hatte, diese gemischten Signale habe ich allerdings unbewusst gegeben, weil ich sie nur als Freundin gesehen habe.
Mittlerweile versuche ich das auch zu vermeiden, ist zwar schade dass man jemanden nicht mal zur begrüßung umarmen darf, sich schon kleine Berührungen gezielt verkneifen muss und ein bisschen spaßiges Flirten auch Tabu ist, aber ich will ja auch niemanden verletzen von daher ist es besser so.

bettaweib hat geschrieben:
Samstag 29. September 2018, 12:18
Das ist nicht nur unromantisch, es ist in meinen Augen auch sehr respektlos.
Das Spiel kann man ein paar Tage, Wochen machen. Aber nicht über Monate oder Jahre.....
Gut, sagen die Männer. Ist doch Frau selbst schuld. Nenene...... :dont:
Das ist ein Spiel mit den Gefühlen der Frau. Wenn wir Frauen sowas ständig machen würden....was müssten wir uns hier anhören....

Von erwachsenen Menschen erwarte ich auch erwachsenes Verhalten. Wenn ich schon fair gegenüber einem Mann kommuniziere, dann möchte ich auch das von einem Mann sehen und erfahren.

Sowas passiert mir auch nur einmal. Und dann lernt Frau dazu. Nur ist das dann schade für die ruhigen, schüchternen und zurückhaltenden Männer. Die sind dann arm dran, weil Frau dann aufgibt und geht. That's life.....

Und dann kommt die Ar* lochtheorie wieder.......armes Hascherl, wer sowas denkt.....
Die meisten Männer die sich so verhalten, sind einfach nur schüchterne Männer die nicht genau wissen wie man's macht und sich oftmals überwinden müssen Interesse zu zeigen, weil sie Angst vor Zurückweisung haben.
Den Männern da Respektlosigkeit zu unterstellen finde ich nicht richtig, denn eine böse Absicht besteht meistens nicht, lediglich ein Mann der mit sich selbst kämpf.

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Re: An die vergebenen Frauen: Was haben eure Partner getan, um euch "rumzukriegen"?

Beitrag von bettaweib » Samstag 29. September 2018, 12:56

desigual hat geschrieben:
Samstag 29. September 2018, 12:52
Aus meiner Perspektive wirkt daa männliche Verhalten eher unfair, weil es mir regelmäßig Kummer bereitet.
Sehe ich auch so.... leider :sadwoman:
"Mit Frauen zu spielen, ist was für kleine Jungs, doch eine Frau zu lieben, zu respektieren und für sie da zu sein, ist reine Männersache!”

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Beitrag von desigual » Samstag 29. September 2018, 13:01

Siegfried hat geschrieben:
Freitag 28. September 2018, 18:09
Vielleicht trifft das ja nur wieder auf die attraktiven zu aber in meiner Realität sieht es eben so aus das die ganzen halbwegs attraktiven Frauen ständig mindestens eine Handvoll Männer an der Hand haben die gerne eine Beziehung mit der Frau hätten wo Frau einfach nur zugreifen müsste um wieder einen neuen Freund zu haben. Andersrum gibt es das ja viel seltener das Männer ständig eine Handvoll Frauen an der Hand haben die sich um den Mann bemühen wo der Mann einfach nur zugreifen müsste.
Ich würde mich schon als halbwegs attraktiv bezeichnen. Eine Handvoll Männer, die eine BEZIEHUNG mit mir wollen, sehe ich trotzdem nicht. Dates ja (allerdings auch nur dank Online-Dating, sonst lerne ich kaum Männer kennen), Sex vermutlich auch (weiß ich aber nicht, habe es so noch nicht drauf angelegt), aber wirklich eine feste Beziehung? Nein! Die Männer, die so was von mir wollten, kann ich locker an einer Hand abzählen: drei waren es, einer davon nur temporär, die anderen zwei wollte ich nicht, das muss ich zugeben. Und dazu muss ich sagen: Ich bin 34 Jahre und seit mittlerweile sieben Jahren Ex-Abine.
Zuletzt geändert von Esperanza am Samstag 29. September 2018, 13:18, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Ich habe den Beitragstitel dem Threadtitel angepasst, der Ordnung halber für die Folgebeiträge.

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Re: An die vergebenen Frauen: Was haben eure Partner getan, um euch "rumzukriegen"?

Beitrag von NeC » Samstag 29. September 2018, 13:37

Teenage Kicks hat geschrieben:
Samstag 29. September 2018, 12:53
Gemischte Signale habe ich in der Vergangenheit mal einer Frau gegeben die ich an meiner damaligen Arbeitsstelle kennenlernte und die Interesse an mir hatte, diese gemischten Signale habe ich allerdings unbewusst gegeben, weil ich sie nur als Freundin gesehen habe.
Mittlerweile versuche ich das auch zu vermeiden, (...)
Magst Du das nicht vielleicht nochmal überdenken?

Meiner Meinung nach sind gemischte Signale beim Kennenlernen und Anbandeln vollkommen normal und als Teil von Flirts sogar gezielt eingesetzt. Erst wenn aus einem Flirt mehr werden werden soll stellt sich die Frage: wie tief könnten Empfindungen für beide Seiten werden, bzw. wie tief sind sie schon?

Gar nichts zu machen und Dir z.B. eine Umarmung zur Begrüßung zu verbieten, ist m.M.n. genau der falsche Weg damit umzugehen. Wie sollst Du sonst herausbekommen, welche Frau Du gern umarmst? Und woher sollen einzelne Frauen wissen, wie es sich anfühlt Dich zu umarmen? Ausprobieren ist da - trotz der Gefahr von Missverständnissen und Kommunikationsfehlern immer noch die beste Variante!
bettaweib hat geschrieben:
Samstag 29. September 2018, 12:18
Das ist nicht nur unromantisch, es ist in meinen Augen auch sehr respektlos.
(...) Das ist ein Spiel mit den Gefühlen der Frau.
Das wäre es nur dann, wenn die Gefühle der Frau dem Mann bekannt sind, und er sie für seine eigenen Zwecke ausnutzt.
Solche Situationen gibt es sicher.
Aber das jedem Mann anzudichten, der nicht sofort und von sich aus klar kommuniziert was er von Dir will, finde ich dann doch etwas überzogen. Es könnte sein, dass er nicht weiß wie er es anstellen soll (die besagten Schüchternen und Unerfahrenen), oder das er es selbst noch gar nicht weiß (die ganz normale Flirtsituation).

Ich verstehe vollkommen, wenn eine Frau, die einmal jemandem lange Zeit vergeblich "hinterhergelaufen" ist, ihre Lehren daraus zieht. Das machen wir Männer ja auch ganz genauso (Stichwort "Onenitis"). Mir ist auch klar, wie verletzend und entmutigend das in der ersten Zeit danach sein kann. Schön wäre es allerdings, wenn man als Reaktion darauf nicht in die Extreme verfällt, sondern offen für einzelne Menschen und ihre ganz individuellen Persönlichkeiten bleibt - auf beiden Seiten. Und wenn man gegenseitig verstehen lernt, warum man sich in bestimmten Situationen auf eine bestimmte Weise verhält.

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Re: An die vergebenen Frauen: Was haben eure Partner getan, um euch "rumzukriegen"?

Beitrag von bettaweib » Samstag 29. September 2018, 13:50

Teenage Kicks hat geschrieben:
Samstag 29. September 2018, 12:53

Die meisten Männer die sich so verhalten, sind einfach nur schüchterne Männer die nicht genau wissen wie man's macht und sich oftmals überwinden müssen Interesse zu zeigen, weil sie Angst vor Zurückweisung haben.
Den Männern da Respektlosigkeit zu unterstellen finde ich nicht richtig, denn eine böse Absicht besteht meistens nicht, lediglich ein Mann der mit sich selbst kämpf.
Wo ist das Problem sich zeitnah zu entscheiden, ob ich mir mit der Frau mehr vorstellen kann oder nicht? Um nichts anderes geht es mir.
Er kann gern schüchtern sein. Aber er sollte schon wissen ob ja oder nein. Mag ich die Frau? Will ich was von ihr? Um diese Entscheidung geht es. Nicht ob er eine lange Beziehung will oder ob er heiraten will oder...darum geht es nicht. Beziehungsanbahnung ja oder nein.

Warum können wir Frauen das so schnell und Männer nicht? Wo ist das Problem?

Stellt euch mal vor, eine Frau wäre euch gegenüber so unentschlossen. An einem Tag flirtet sie mich euch. An einem anderen Tag sagt sie nichts. Dann fummelt sie an euch herum und am anderen Tag hat sie keine Zeit......und das ganze Spiel über Wochen, Monate, Jahre. Macht das Spaß?! Ist das sinnvoll? Fühlt ihr euch dann wohl damit? Oder hättet ihr nicht auch lieber eine klare Ansage am Anfang?

Wenn er nichts will, ok, sagt es mir und ich gehe zum nächsten Mann. No problem. Aber ich hasse es, wenn man mit meinen Gefühlen spielt. Und Frauen haben sehr schnell Gefühle für einen Mann.
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Re: Wer "wählt" den Partner aus?/Kann eine interessierte Frau einen uninteressierten Mann überzeugen?

Beitrag von NeC » Samstag 29. September 2018, 13:59

desigual hat geschrieben:
Samstag 29. September 2018, 12:52
Mein Fazit ist also, dass beide Seiten gleichermaßen stark selektieren, nur eben zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Für Männer, die aufgrunddessen nie in den "Genuss" kommen, selektieren zu dürfen, sieht es natürlich so aus, als ob Frauen die große Auswahl hätten.
Sehr gut analysiert würde ich sagen! :good:

Für mich persönlich war das erste mal, an dem ich in den wirklich zweifelhaften "Genuss" kam, selektieren zu müssen, auch ein ziemliches "Aha"-Erlebnis und hat mir extrem geholfen, den Berg aus (gefühlt) vorschneller Ablehnung seitens der Frauen besser nachvollziehen und verarbeiten zu können.
desigual hat geschrieben:
Samstag 29. September 2018, 12:52
Aus meiner Perspektive wirkt daa männliche Verhalten eher unfair, weil es mir regelmäßig Kummer bereitet.
Kann ich verstehen. :umarmung2:

Ich fürchte allerdings, das passiert zwangsläufig, wenn Du mit Männern anbandelst, die sonst regelmäßig früh "aussortiert" werden.
Der naheliegende Ausweg: nur noch mit der Top-Elite der Männer anbandeln. :lol: (ok, ist wohl kein so guter Vorschlag. ;) )

Könntest Du ggf. anfangs auf der "Gefühlsbremse" stehen bleiben, damit es keinen so großen Kummer bereitet, wenn der Mann doch nicht will? Als oft sehr früh abgelehnter Mann lernt man das ziemlich schnell als Selbstschutz, und genau das führt dann wohl auch dazu, dass wir dann mitunter länger brauchen, um uns wirklich für eine Frau zu entscheiden.

Bergkristall

Re: Wer "wählt" den Partner aus?/Kann eine interessierte Frau einen uninteressierten Mann überzeugen?

Beitrag von Bergkristall » Samstag 29. September 2018, 14:16

NeC hat geschrieben:
Samstag 29. September 2018, 13:59
desigual hat geschrieben:
Samstag 29. September 2018, 12:52
Mein Fazit ist also, dass beide Seiten gleichermaßen stark selektieren, nur eben zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Für Männer, die aufgrunddessen nie in den "Genuss" kommen, selektieren zu dürfen, sieht es natürlich so aus, als ob Frauen die große Auswahl hätten.
Sehr gut analysiert würde ich sagen! :good:

Für mich persönlich war das erste mal, an dem ich in den wirklich zweifelhaften "Genuss" kam, selektieren zu müssen, auch ein ziemliches "Aha"-Erlebnis und hat mir extrem geholfen, den Berg aus (gefühlt) vorschneller Ablehnung seitens der Frauen besser nachvollziehen und verarbeiten zu können.
desigual hat geschrieben:
Samstag 29. September 2018, 12:52
Aus meiner Perspektive wirkt daa männliche Verhalten eher unfair, weil es mir regelmäßig Kummer bereitet.
Kann ich verstehen. :umarmung2:

Ich fürchte allerdings, das passiert zwangsläufig, wenn Du mit Männern anbandelst, die sonst regelmäßig früh "aussortiert" werden.
Der naheliegende Ausweg: nur noch mit der Top-Elite der Männer anbandeln. :lol: (ok, ist wohl kein so guter Vorschlag. ;) )

Könntest Du ggf. anfangs auf der "Gefühlsbremse" stehen bleiben, damit es keinen so großen Kummer bereitet, wenn der Mann doch nicht will? Als oft sehr früh abgelehnter Mann lernt man das ziemlich schnell als Selbstschutz, und genau das führt dann wohl auch dazu, dass wir dann mitunter länger brauchen, um uns wirklich für eine Frau zu entscheiden.
Sie hat es super analysiert stimmt.

Nur nützt dein halb ernster Vorschlag wenig, weil sich eben nicht nur schüchterne Männer so verhalten.
Das "prüfe wer sich ewig bindet, ob sich nicht noch was Besseres findet", findet man eben bei Männern ausgeprägter weil, wie ich oben schon schrieb, dieses Hintertürchen in der Männerpsyche ist.
Wer nichts verspricht verletzt nicht und bleibt " ein Guter."
Da liegt eines der vielen grossen Missverständnisse zwischen Männern und Frauen, weil Frauen eben nicht erst Worte brauchen, um ein Verhalten als bindend zu interpretieren.

Von emotionaler Bremse halte ich gar Nichts.
Eine echte Annäherung kann auch nur mit All Inn klappen.
Für den Schlüssel dabei nicht als Frau kaputt zu gehen halte ich, immer nur zu tun was ich will in Sachen Sex.
Wenn ich das Gefühl hab ich will nach dem zweiten Date mit dem Mann ins Bett und er ist dann weg, weil er das Gefühl hat er möchte lieber weiter suchen, dann hatte ich (hoffentlich) meinen Spaß.
Wenn ich das nicht will muss ich es lassen und ihn im Zweifel 20 Dates warten lassen.
Schließlich kann auch er jederzeit gehen, wenn ihm das nicht gefällt.

Nicht irgendeine emotionale Bremse ist der Schlüssel, sondern sich selbst treu sein und sich bewusst sein, dass jeder neue Mann, der einem begegnet wieder anders tickt.

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Re: An die vergebenen Frauen: Was haben eure Partner getan, um euch "rumzukriegen"?

Beitrag von NeC » Samstag 29. September 2018, 14:21

bettaweib hat geschrieben:
Samstag 29. September 2018, 13:50
Mag ich die Frau? Will ich was von ihr? Um diese Entscheidung geht es. Nicht ob er eine lange Beziehung will oder ob er heiraten will oder...darum geht es nicht. Beziehungsanbahnung ja oder nein.
Allein schon, um was es genau geht, ist bereits ein Typfrage.

Ich persönlich strebe z.B. definitiv keine Kurz-Beziehung an. Natürlich kann es immer eine werden ... aber für mich ist halt schon irgendwie wichtig, ob ich in der Anbahnungs- und Kennenlernphase weiter ein grünes Licht für eine langfristige Beziehung sehe. Wenn das nicht mehr gegeben ist, weil sich Diskrepanzen, vielleicht andere Denkweisen auftun, etc. dann nutzt es auch nichts, wenn ich die Frau mag. Ich möchte keine partnerschaftliche Liebesbeziehung eingehen, von der ich nicht überzeugt bin, dass sie langfristig hält. Und dafür braucht es schon eine Zeit des Kennenlernens.

Möglicherweise ist das aber auch gar keine so gute Idee.
Vielleicht wäre das spontanere Entscheiden für eine Beziehung ganz gut.
Wie zu der Zeit, als ich noch AB war.
Aber dann fühle ich mich wieder zu alt für Experimente.
Ich bin nicht mehr komplett unerfahren. Ich glaube, besser als "damals" als AB zu wissen, wie ich mir eine erfüllende Liebesbeziehung vorstelle. Ich glaube ich möchte mir weiterhin die Zeit nehmen, herauszufinden, ob eine tolle Frau zu mir passt, bevor ich sage: "Lass' es uns miteinander probieren".

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Re: Wer "wählt" den Partner aus?/Kann eine interessierte Frau einen uninteressierten Mann überzeugen?

Beitrag von bettaweib » Samstag 29. September 2018, 14:30

Wenn ich das Gefühl hab ich will nach dem zweiten Date mit dem Mann ins Bett und er ist dann weg, weil er das Gefühl hat er möchte lieber weiter suchen, dann hatte ich (hoffentlich) meinen Spaß.
Wenn ich das nicht will muss ich es lassen und ihn im Zweifel 20 Dates warten lassen.
Schließlich kann auch er jederzeit gehen, wenn ihm das nicht gefällt
Aber es kann ja auch nicht sein, dass ich als Frau zügig mit dem Mann ins Bett hüpfe, nur um hinterher wenigstens den Sex abbekommen zu haben bevor er verschwunden ist.....

Ich würde einen Mann nicht 20 mal treffen wenn ich nichts von ihm will. Sowas mache ich nicht, habe ich auch noch nie gemacht. Zumindest nicht ohne vorher die Verhältnisse klar offen zu legen.
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Re: Wer "wählt" den Partner aus?/Kann eine interessierte Frau einen uninteressierten Mann überzeugen?

Beitrag von NeC » Samstag 29. September 2018, 14:32

Bergkristall hat geschrieben:
Samstag 29. September 2018, 14:16
Von emotionaler Bremse halte ich gar Nichts.
Eine echte Annäherung kann auch nur mit All Inn klappen.
Das ist richtig - aber es muss doch nicht gleich ab den ersten Kennenlernen "All in" sein, oder?
Die "emotionale Bremse" ist ja ein Schutzmechanismus, ohne den kein (durchschnittlicher) Mann die Korbserie z.B. beim Online-Dating überstehen würde. Wenn Du da ohne die herangehst, hast Du entweder innerhalb der ersten paar Wochen pures Glück und findest eine tolle Partnerin, oder es geht abwärts in Richtung Verbitterung und Resignation.

Dass es dann auch irgendwann die Entscheidung zum "All in" geben muss, ist schon klar und sehe ich ganz genauso. Wie desigual analysiert hat, passiert das bei Männern und Frauen aber signifikant zu unterschiedlichen Zeitpunkten beim Kennenlernen. Und ich finde ziemlich nachvollziehbar, warum.
Bergkristall hat geschrieben:
Samstag 29. September 2018, 14:16
Nicht irgendeine emotionale Bremse ist der Schlüssel, sondern sich selbst treu sein und sich bewusst sein, dass jeder neue Mann, der einem begegnet wieder anders tickt.
Wie wäre es mit beiden zugleich? Es schließt sich ja immerhin nicht aus.

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Re: An die vergebenen Frauen: Was haben eure Partner getan, um euch "rumzukriegen"?

Beitrag von Teenage Kicks » Samstag 29. September 2018, 14:42

NeC hat geschrieben:
Samstag 29. September 2018, 13:37
Magst Du das nicht vielleicht nochmal überdenken?

Meiner Meinung nach sind gemischte Signale beim Kennenlernen und Anbandeln vollkommen normal und als Teil von Flirts sogar gezielt eingesetzt. Erst wenn aus einem Flirt mehr werden werden soll stellt sich die Frage: wie tief könnten Empfindungen für beide Seiten werden, bzw. wie tief sind sie schon?

Gar nichts zu machen und Dir z.B. eine Umarmung zur Begrüßung zu verbieten, ist m.M.n. genau der falsche Weg damit umzugehen. Wie sollst Du sonst herausbekommen, welche Frau Du gern umarmst? Und woher sollen einzelne Frauen wissen, wie es sich anfühlt Dich zu umarmen? Ausprobieren ist da - trotz der Gefahr von Missverständnissen und Kommunikationsfehlern immer noch die beste Variante!
Klar ist das am Anfang ganz normal, aber wenn ich im Laufe der Anbahnung merke, dass es für mich nicht mehr ist, für die Frau jedoch schon, dann stelle ich diese Signale gezielt zurück.
Wenn ich von Anfang an weiß dass es mit der Frau niemals mehr als nur Freundschaft sein wird verkneife ich mir dieses Verhalten (mittlerweile) von Anfang an.
bettaweib hat geschrieben:
Samstag 29. September 2018, 13:50

Wo ist das Problem sich zeitnah zu entscheiden, ob ich mir mit der Frau mehr vorstellen kann oder nicht? Um nichts anderes geht es mir.
Er kann gern schüchtern sein. Aber er sollte schon wissen ob ja oder nein. Mag ich die Frau? Will ich was von ihr? Um diese Entscheidung geht es. Nicht ob er eine lange Beziehung will oder ob er heiraten will oder...darum geht es nicht. Beziehungsanbahnung ja oder nein.

Warum können wir Frauen das so schnell und Männer nicht? Wo ist das Problem?

Stellt euch mal vor, eine Frau wäre euch gegenüber so unentschlossen. An einem Tag flirtet sie mich euch. An einem anderen Tag sagt sie nichts. Dann fummelt sie an euch herum und am anderen Tag hat sie keine Zeit......und das ganze Spiel über Wochen, Monate, Jahre. Macht das Spaß?! Ist das sinnvoll? Fühlt ihr euch dann wohl damit? Oder hättet ihr nicht auch lieber eine klare Ansage am Anfang?

Wenn er nichts will, ok, sagt es mir und ich gehe zum nächsten Mann. No problem. Aber ich hasse es, wenn man mit meinen Gefühlen spielt. Und Frauen haben sehr schnell Gefühle für einen Mann.
Zuerst einmal
"Warum können manche Frauen das so schnell und manche Männer nicht? Wo ist das Problem?"

Die meisten Männer können sehr wohl schnell und auch ziemlich zielsicher ihr Interesse an einer Frau zeigen.
Die Männer die dazu nicht in der Lage sind, oder gemischte Signale senden, haben in den meisten Fällen auch ganz eindeutiges Interesse an der Frau, sie können es nur nicht zeigen, sei es nun weil sie nicht richtig wissen wie man es macht oder weil sie Angst haben.

Frauen können das übrigens auch sehr gut!
Jede Frau die bisher Interesse an mir gezeigt hat, zeigte zu Anfang auch erst mal gemischte Signale, wirklich eindeutig wurde es immer erst nach mehreren Wochen/Monaten.

Du Reagierst auf dieses Thema sehr empfindlich, ich verstehe vollkommen dass Du da vielleicht mal schlechte Erfahrungen gemacht hast und das sehr verletzend war, aber alle Männer über einen Kamm zu scheren halte ich für falsch und nicht konstruktiv.

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Re: An die vergebenen Frauen: Was haben eure Partner getan, um euch "rumzukriegen"?

Beitrag von bettaweib » Samstag 29. September 2018, 14:57

Zuerst einmal
"Warum können manche Frauen das so schnell und manche Männer nicht? Wo ist das Problem?"

Die meisten Männer können sehr wohl schnell und auch ziemlich zielsicher ihr Interesse an einer Frau zeigen.
Die Männer die dazu nicht in der Lage sind, oder gemischte Signale senden, haben in den meisten Fällen auch ganz eindeutiges Interesse an der Frau, sie können es nur nicht zeigen, sei es nun weil sie nicht richtig wissen wie man es macht oder weil sie Angst haben.

Frauen können das übrigens auch sehr gut!
Jede Frau die bisher Interesse an mir gezeigt hat, zeigte zu Anfang auch erst mal gemischte Signale, wirklich eindeutig wurde es immer erst nach mehreren Wochen/Monaten.

Du Reagierst auf dieses Thema sehr empfindlich, ich verstehe vollkommen dass Du da vielleicht mal schlechte Erfahrungen gemacht hast, aber alle Männer über einen Kamm zu scheren halte ich für falsch und nicht konstruktiv.

Es geht nicht um das Zeigen von Interesse. Es geht um die Entscheidung, ob ich mir mehr vorstellen kann oder nicht. Dazu kommt noch die Wankelmütigkeit von so einigen männlichen Exemplaren. Ich sage ja nicht, das alle Männer so sind. Aber viele sind es. Und das macht uns Frauen zu schaffen und bricht uns immer wieder das Herz, weil der Mann lieber weiter sucht, könnte ja noch die Traumrau ums Eck kommen.....

Jede Frau reagiert empfindlich wenn ihr Herz einmal gebrochen ist. Manche ziehen sich zurück. Ich gehe vorwärts und ärgere mich und sage auch was mir nicht gefällt.

Und das heißt leider auch, das ich in Zukunft eher die Männer toll finden werde, die früh und deutlich zeigen, was sie wollen. Schade um die schüchternen und ruhigen Männer.....lost.
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Re: An die vergebenen Frauen: Was haben eure Partner getan, um euch "rumzukriegen"?

Beitrag von Tyralis Fiena » Samstag 29. September 2018, 15:11

LonesomeCoder hat geschrieben:
Freitag 28. September 2018, 16:17
Peter hat geschrieben:
Freitag 28. September 2018, 14:37
Startet der männliche Teenager in die bunte Welt des amourösen Interesses, neigt er häufig dazu zu glauben, er könnte das Mädel seiner Sehnsüchte von sich überzeugen. In dem er sich romantisch, cool, hilfsbereit, sensibel, was auch immer zeigt. Irgendwann wird sie schon seine tollen Seiten erkennen und sich in ihn verlieben. Funktioniert aber eher selten bis nie. Da helfen dann auch keine romantischen Briefe. Kein Graffiti auf ihrem Weg zur Schule. Keine Kondensstreifen in Herzform am Himmel.
Andererseits stellt er fest, dass plötzlich das ein oder andere Mädchen sich um ihn bemüht, obwohl er nichts anderes gemacht hat als zu existieren. Man kann das sicher nicht als „ist immer so“ bezeichnen. Aber das ist genau die Erfahrung, die Männer immer wieder durchlaufen.
Verkürzt ausgedrückt: Die Dame öffnet zumindest mental ihre Tür ein Stück. Der Mann kann sie dann weiter aufmachen. Ob sie ihm bewusst oder unbewusst schon gezeigt hat, dass die Tür bereits ein Spalt (oder gar sperrangelweit) geöffnet ist, ist nicht so entscheidend. Höchstens für den Aufbau von Mut, sich auch tatsächlich zu trauen, die Tür selbst weiter zu öffnen.
Dem ersten Absatz stimme ich voll zu. Er zeigt auch, wie sinnlos Dating- und Flirtratgeber sind und dass sich langes oder intensives Bemühen nicht lohnt. Die Entscheidung der Frauen erfolgt hier nicht nach logischen Gründen wie etwa in der Arbeitswelt (z.B. ein Praktikant bekommt nach überzeugenden Leistungen im Praktikum nach Ende vom Studium eine Festanstellung angeboten, sein Engagement lohnte sich hier).
Der zweite Absatz ist das, was einen AB vom Normalo unterscheidet. Er kennt diese Erfahrungen nicht aus eigenem Erleben.
Den ersten Teil von Peter´s Ausführung kann ich erfahrungstechnisch gut nachvollziehen. Nur dass sich mal ein Mädel um mich bemüht hätte, konnte ich nicht feststellen. Wenn kein Interesse kommt, gibt es auch nichts zum Reagieren und dementsprechend auch nichts zum Entscheiden, wie und ob etwas entstehen könnte. Da bleibt mir zumindest nur noch der eigene Weg, also selbst etwas aussenden und schauen, ob etwas zurückkommt. Und wenn nicht, wird eben weitergeschaut.

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Re: Wer "wählt" den Partner aus?/Kann eine interessierte Frau einen uninteressierten Mann überzeugen?

Beitrag von Reinhard » Samstag 29. September 2018, 15:21

desigual hat geschrieben:
Samstag 29. September 2018, 12:52
Ich stimme dem ersten Absatz zu: Anfangs sind Männer irgendwie wahlloser, Hauptsache die Frau sieht halbwegs gut aus und ist ganz nett. Gerade bei aus Online-Dating resultierenden Dates scheint das so der Fall zu sein. Ich hatte es, glaube ich, noch nie, dass der Mann nach dem ersten Date mir nicht zumindest eine nette Nachricht mit Dank für das schöne Treffen oder einem Kompliment und einem Vorschlag zu einem weiteren Date geschrieben hätte.
Die Männer wollen dann wohl mal testen, was da geht, wollen einen ins Bett kriegen, einem gefallen, einen erobern - irgendwie so was.

Dadurch entsteht der Eindruck, dass Frauen die mit der Auswahl sind. Allerdings (leider, leider) scheint mir, dass Männer dann später selektieren! Nach den ersten Dates, wenn sie feststellen, dass die Frau ein gewisses Interesse hätte, wenn sie wissen, dass sie sie haben könnten oder sie auch schon (im Bett) hatten, dann denken sie mal darüber nach, ob sie sich mit der Frau überhaupt was (Festes) vorstellen können. Für die Frau, die viel früher selektiert und bei der der Mann also schon die erste Qualifikationsrunde überstanden hat, ist das höchst frustrierend, weil sie nach mehreren schönen Treffen den Mann schon lieb gewonnen hat.

Mein Fazit ist also, dass beide Seiten gleichermaßen stark selektieren, nur eben zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Für Männer, die aufgrunddessen nie in den "Genuss" kommen, selektieren zu dürfen, sieht es natürlich so aus, als ob Frauen die große Auswahl hätten.
Aus meiner Perspektive wirkt daa männliche Verhalten eher unfair, weil es mir regelmäßig Kummer bereitet.
Dass es dir Kummer bereitet ( :umarmung: ), ist kein guter Grund, um das Verhalten als "eher unfair" einzustufen. Ich halte das im Gegenteil für eine sinnvolle Vorgehensweise, jemanden erst dann abzulehnen oder anzunehmen, wenn man sich schon etwas besser kennt und auch etwas emotional geöffnet hat. Dieses "etwas öffnen" läuft dann natürlich Gefahr, dass man dann auch verletzt werden kann, oder andersherum betrachtet: dass genau der richtige Absprungzeitpunkt erwischt wird, ist unwahrscheinlich. In gewisser Weise ist damit also eigentlich zu rechnen.

Aber jemandem keine Möglichkeit geben, einen selbst kennenzulernen, und dann trotzdem erwarten dass er oder sie einen mag, ist genauso illusorisch. Dann mag das Gegenüber vielleicht eine Phantasievorstellung von einem selbst, aber nicht mehr ...
Mag ja sein, dass jeder seines Glückes Schmied ist.

Aber dabei sollte nicht vergessen werden, dass manche von Haus aus eine komplette Werkstatt mitbekommen, und andere nur einen Hammer und nicht mal einen Amboss.

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Re: Wer "wählt" den Partner aus?/Kann eine interessierte Frau einen uninteressierten Mann überzeugen?

Beitrag von desigual » Samstag 29. September 2018, 15:55

NeC hat geschrieben:
Samstag 29. September 2018, 13:59
desigual hat geschrieben:
Samstag 29. September 2018, 12:52
Mein Fazit ist also, dass beide Seiten gleichermaßen stark selektieren, nur eben zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Für Männer, die aufgrunddessen nie in den "Genuss" kommen, selektieren zu dürfen, sieht es natürlich so aus, als ob Frauen die große Auswahl hätten.
Sehr gut analysiert würde ich sagen! :good:

Für mich persönlich war das erste mal, an dem ich in den wirklich zweifelhaften "Genuss" kam, selektieren zu müssen, auch ein ziemliches "Aha"-Erlebnis und hat mir extrem geholfen, den Berg aus (gefühlt) vorschneller Ablehnung seitens der Frauen besser nachvollziehen und verarbeiten zu können.
desigual hat geschrieben:
Samstag 29. September 2018, 12:52
Aus meiner Perspektive wirkt daa männliche Verhalten eher unfair, weil es mir regelmäßig Kummer bereitet.
Kann ich verstehen. :umarmung2:

Ich fürchte allerdings, das passiert zwangsläufig, wenn Du mit Männern anbandelst, die sonst regelmäßig früh "aussortiert" werden.
Der naheliegende Ausweg: nur noch mit der Top-Elite der Männer anbandeln. :lol: (ok, ist wohl kein so guter Vorschlag. ;) )

Könntest Du ggf. anfangs auf der "Gefühlsbremse" stehen bleiben, damit es keinen so großen Kummer bereitet, wenn der Mann doch nicht will? Als oft sehr früh abgelehnter Mann lernt man das ziemlich schnell als Selbstschutz, und genau das führt dann wohl auch dazu, dass wir dann mitunter länger brauchen, um uns wirklich für eine Frau zu entscheiden.
Ich glaube, ich habe noch nie mit einem Mann angebandelt, der normalerweise früh aussortiert wird. Daran liegt es also eher nicht.

Das mit der emotionalen Bremse habe ich tatsächlich schon so halb probiert. Funktioniert nicht, weil ich so einfach nicht bin. Wenn ich wen gut finde, gefällt er mir, dann denke ich viel an ihn, bin begeistert, usw. Ist so. Und wenn ich das versuche zu unterdrücken, dann verbiege ich mich, bin nicht mehr authentisch. Und das killt, glaube ich, jede Beziehungsanbahnung. Dann lieber Risiko und die Chance was zu erreichen, wenngleich das Kummer und Tränen bedeuten kann...

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Re: Wer "wählt" den Partner aus?/Kann eine interessierte Frau einen uninteressierten Mann überzeugen?

Beitrag von bettaweib » Samstag 29. September 2018, 16:32

desigual hat geschrieben:
Samstag 29. September 2018, 15:55
Ich glaube, ich habe noch nie mit einem Mann angebandelt, der normalerweise früh aussortiert wird. Daran liegt es also eher nicht.

Das mit der emotionalen Bremse habe ich tatsächlich schon so halb probiert. Funktioniert nicht, weil ich so einfach nicht bin. Wenn ich wen gut finde, gefällt er mir, dann denke ich viel an ihn, bin begeistert, usw. Ist so. Und wenn ich das versuche zu unterdrücken, dann verbiege ich mich, bin nicht mehr authentisch. Und das killt, glaube ich, jede Beziehungsanbahnung. Dann lieber Risiko und die Chance was zu erreichen, wenngleich das Kummer und Tränen bedeuten kann...
Die emotionale Bremse hatte ich auch versucht. Aber 1. macht sie mich unnahbar und 2. fressen sich die Gefühle früher oder später doch durch. Und sie ist ja nun wirklich unpraktisch. Sie stört nur. Wie bergkristall schon sagte, All In....oder man kann es gleich lassen.
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Re: An die vergebenen Frauen: Was haben eure Partner getan, um euch "rumzukriegen"?

Beitrag von Ferienhaus » Samstag 29. September 2018, 16:39

Gilbert hat geschrieben:
Samstag 29. September 2018, 09:56
Endura hat geschrieben:
Samstag 29. September 2018, 08:05
Nur mit der Biografie eines ABs hat das nicht viel zu tun. Beispiel: In meiner Jugend hatte ich keinen Kontakt zum anderen Geschlecht, weder hab ich irgendwie mein Interesse zeigen können, noch gab es Mädels die sich für mich interessieren hätten können.
Das sollte man nicht pauschalisieren, denn AB ist nicht gleich AB. Ich habe die Biografie eines Normalos, lebte nie zurückgezogen, pflegte vielerlei Kontakte und war dennoch bis ü30 beziehungslos.
Ich denke, Endura bezog sich drauf, dass es bestimmte Tendenzen gibt. Beispielsweise dürfte auf jeden AB, der eine "normale" Biographie hat (wie deine" bestimmt 3,5 oder 10 kommen, welche eine "typische AB-Biographie" (nie ein großes, soziales Netz, wenig soziale Kontakte in der Pubertät o. Ä.) aufweisen.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass es da ganz bestimmte Biographien, sowohl unter MABs als auch ABinen, überwiegen. Überwiegen. Das ist der zentrale Punkt.

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Re: An die vergebenen Frauen: Was haben eure Partner getan, um euch "rumzukriegen"?

Beitrag von Hoppala » Samstag 29. September 2018, 17:06

desigual hat geschrieben:
Samstag 29. September 2018, 12:52
Aus meiner Perspektive wirkt daa männliche Verhalten eher unfair, weil es mir regelmäßig Kummer bereitet.
Das lässt sich aus beiden Perspektiven nicht vermeiden. Denn die wenigsten, anfangs vielversprechenden Begegnungen führen zum "ersehnten" Ende. Die Formel wäre: ! (Erfolg) = X (Versuche) - (X-1). Wonach ! = 1 ist, aber X notwendigerweise größer als 1 ist. Die Wahrnehmung, dass man öfter den Kürzeren zieht als gewinnt, ist unvermeidlich. Und dafür keiner gar nix. Darum sollte "unfair" für besondere Einzelfälle reserviert bleiben.

Ich halte Peters Beschreibungen für zutreffend - wenn man sie als eine Möglichkeit ansieht. Eine, die auch mit umgekehrten Rollen möglich ist. Eine, deren tatsächlicher Anteil an möglichen Verläufen, sicher nicht verschwindend gering ist - aber wie groß der Anteil wirklich ist, dürfte sehr von den Verhaltensvorlieben des Einzelnen abhängen.

Entsprechend verzettelt sich die Debatte auch schon wieder ins Übliche: "Passiert mir nicht", "Was muss ich tun?", "Wem passiert das öfter?", "Wer hat mehr davon?" .... und keiner dieser Fragen (bzw. Antworten) ist irgendwie belegbar korrekter, oder hlft dem Einzelnen irgendwie weiter. Es wird schon wieder nach Kochrezepten gesucht, wo die Zutaten aber für jeden unterschiedlich sind.

Für einen besseren Ansatzpunkt halte ich diese Beobachtung/Beschreibung:
Peter hat geschrieben:
Freitag 28. September 2018, 14:37
Andererseits stellt er fest, dass plötzlich das ein oder andere Mädchen sich um ihn bemüht, obwohl er nichts anderes gemacht hat als zu existieren.
Auch das gibt es selbstredend mit vertauschten Rollen.
Was folgt daraus? Ein jeder sollte die seiner Meinung unter den je gegebenen Bedingungen beste Version seiner selbst sein - und anderen Menschen die Möglichkeit geben, die Existenz dieser Person wahrzunehmen. Dann finden sich die, die das gegenseitig atttraktiv genug finden. Un dein jeder wird mit seinen Mittel - den beste, die er eben gerade hat - diese "Chance" zu nutzen versuchen Dann past das entweder oder nicht. Der eine kommt mit großen Rosensträußen, der andere "stiehlt" sich auf einer Party einen Kuß. (Frauen werden eventuell statt Rosensträußen besonderes Augenmerk auf ihr Äußeres legen, hier noch mal die Haare gemacht und dort das Dekolletee etwas gezupft). Und wennn das bei jemand ankommt, die/der das tolle findet, kann es weitergehen. Wenn nicht, dann nicht. Eventuell neuer Versuch - oder es passt vielleicht auch gar nicht.
Wenn die Existenz der Personen und ihre gegenseitige Wahrnehmung voneinander die Grundlage ist (und ich würde das aus meiner Erfharung genau so sehen) - dann würde ich doch zusehen, a) erkennbar zu sein (wenigstens in den selbsterkannt guten Aspekten) und b) selbst nach geeigneten Existenzen Ausschau halten. Da nur Angucken selten ausreicht (es ist passiv), ist Kommunikation irgendeiner Form erforderlich.
Kurz: Wer in seiner Existenz wahrgenommenund wertgeschätzt werden will, muss aktiv selbst erkennbar existieren, und andere wahrnehmen, wertschätzen und denen das deutlich machen.

Wer dann sagt: aber wen? Ich treffe niemand! Der hätte die Aufgabe, genau das erst mal zu ändern. Und wer sagt "wie?", der findet die Antowrt in sich selbst: existiere nach eigenem Ermessen so gut du kannst, und sei erkennbar. Und erkennne.
Der Rest ist das "Glücksspiel", welches aber, wenn man sich so umblickt, relativ hohe und oft genug sogar mehrfache Gewinnchancen aufweist. Totale Nieten sind selten - und niemand weiß, wer die zieht. Nur wer nicht mitspielt, ist ziemlich sicher eine (selbst dann könnte einem ja vielleicht mal ein freundlicher Mensch ein Los zustecken).


Kann eine interessierte Frau einen uninteressierten Mann überzeugen? Klare Antwort: kommt drauf an. Die einzig möglichen Antworten sind "ja" - und "weiß nicht, vielleicht, vielleicht nicht", solange das Ja nicht verwirklicht wurde.
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