Zu lange alleine für Umstellung auf Beziehung?

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Re: Zu lange alleine für Umstellung auf Beziehung?

Beitrag von catman » Montag 22. Oktober 2018, 00:14

Club der Beziehungs-Aliens geht nicht, schließlich gehören wir HC-ABs bereits zur Kaste der Unberührbaren.
Frei nach der Band Schweissfuß: Als AB bist du immer der Arsch und du weiß nicht mal warum, als AB bleibst du immer übrig und keiner schert sich drum.

zumsel

Re: Zu lange alleine für Umstellung auf Beziehung?

Beitrag von zumsel » Montag 22. Oktober 2018, 07:03

bettaweib hat geschrieben:
Sonntag 21. Oktober 2018, 22:19

Aliens? Das klingt so, so....grün...und häßlich.
Klein bin ich ja, aber knuffig? :gruebel:
Wie klein bist du denn, wenn ich fragen darf ?

zumsel

Re: Zu lange alleine für Umstellung auf Beziehung?

Beitrag von zumsel » Montag 22. Oktober 2018, 07:31

Einen wirklich gut passenden Partner zu finden halte ich für schwer.
Trägt man aber Bedenken vor sich her und sieht alles das, was Probleme auslösen kann,
dann sorgt man, dass man sich schon mies fühlt bevor überhaupt etwas negatives passiert ist.

Ich dachte immer von mir, ich wäre sehr positiv eingestellt aber als ich in meine Beziehung kam merkte ich, wie mein Kopf ständig gesagt hat : "Irgendwo ist ein Haken... Irgendwo ist ein Haken..Irgendwo ist ein Haken..." Die Bezieungslosigkeit regt einen zu so viel negativen Gedanken an, die einem überhaupt nicht weiter helfen. Sich Umzustellen edeutet so viel Kraft und Energie aufzuwenden um am Ende doch wieder zu merken, dass man kaum etwas für sich erreicht hat. Ich habe nach einer Lösung gesucht, die mich aus diesem Dilemma befreit. Mein derzeitiger Stand ist, dass ich mich gerne auf die Möglichkeiten,die mir das Leben bietet einlassen möchte, auch wenn sie mir Angst machen. Gleichzeitig aber versuche ich mich so anzunehmen wie ich bin. Wenn ich negative Gedanken habe, dann lasse ich sie in Ruhe. Aer ich mache innerlich einen schritt zurück, sehe mich wie ich mit mir selbst herumgurke und denke mir meinen Teil. Manchmal muss ich sogar üer mich und meine Psyche lachen, die sich im Kreis dreht. Aber sie gehört zu mir. Und ich kann trotz ihr eine Bezieung führen.
Und das könnt ihr anderen auch. Ich glaube an euch!
Probeirt euch aus. Viel Glück!
:good:

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Re: Zu lange alleine für Umstellung auf Beziehung?

Beitrag von Nonkonformist » Montag 22. Oktober 2018, 08:18

Ich lebe jetzt seit jahrzehnte ziemlich nach lust und laune. Esse wann ich hungrig bin, an unregelmaessigen zeiten: so lange ich noch freiberuflich taetig war, konnte ich auch grossteilig meine eigene arbeitszeiten bestimmen, (eher spaeter, wie 10:00 bis 20:00); ich bin ins bett gegengen wann ich muede war, afterwork aktivitaeten waren meist sehr auf spontan, mit anderen jungeselle kollegen die niemanden hatten die zuhause gewartet haben. (Nicht alle ABs, manche hatten flexibele freundinnen oder sogar ehepartner, aber weit weg, in anderen staedte oder laender, und waren nur am wochenenden zuhause).
Mich nach jemanden anderen richten, habe ich bereits seit ewig nicht gemacht, und sehr viel struktur hattte meinen alltag dabei nicht, habe immer gerne man ein bisschen rumimprovisiert, und mich auch immer sehr wohl dabei gefuehlt.
In wiefern einen sehr strukturierten alltag mich wieder gefallen wuerde? Ich weiss es nicht mal. Es waere jedemfalls ziemlich angewoehnungsbedurftig.
Eigentlich waere eine frau mit einen vergleichbaren lockeren lebensstil mir dabei am liebsten. Eine wirkliche familienstruktur mit kinder und dutzende feste termine kann ich mich fuer mich gar nicht vorstellen. Das wuerde sich fuer mich wie eine art zwangsjacke anfuehlen.
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Re: Zu lange alleine für Umstellung auf Beziehung?

Beitrag von Krausig » Montag 22. Oktober 2018, 10:02

Pferdefreundin hat geschrieben:
Sonntag 21. Oktober 2018, 17:04
Hallo ihr Lieben,

momentan stelle ich mir die Frage, ob ich mich überhaupt noch umstellen könnte auf eine Beziehung, aufgrund dessen, dass ich halt noch nie eine hatte und mir die entsprechenden Basics fehlen.

Ob man dem noch gerecht werden kann, die Bedürfnisse von beiden zu erfüllen.
Ich hoffe, ihr versteht, wie ich das meine.

Die Angst, von zu viel Nähe (körperlich wie emotional) "erdrückt" zu werden und überfordert zu sein, den Bedürfnissen des Partners (nicht) gerecht zu werden.

Also plötzlich sich darauf einstellen, dass da noch jemand ist, den man erst noch kennenlernen muss. (im Zusammenleben etc).

Umso mehr ich feststelle, was mir erfahrungstechnisch noch so alles fehlt und ich zurückgeblieben bin, desto mehr verfestigt sich bei mir der Standpunkt, dass ich nie dafür geeignet sein werde, Beziehungen führen zu können.

Kennt ihr solche Gedanken auch?
Ich hatte auch als AB solche Gedanken nie. Wobei ich mir damals aber auch nie eine Beziehung vorstellte, vorgestellt hab ich mir immer nur Sex :oops:
Als ich dann völlig unerwartet die Gelegenheit zu einer Beziehung hatte, hab ich quasi ohne Bedenken zugegriffen. Alles lief auch total problemlos. Und nach einer gewissen "Einlaufzeit" als Fernbeziehung fühlte sich das Zusammenleben und die Nähe einfach nur richtig und gut an.

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Re: Zu lange alleine für Umstellung auf Beziehung?

Beitrag von Giebenrath » Montag 22. Oktober 2018, 10:26

Mein Cousin hatte erst mit Ende 30 seine erste ernsthafte Beziehung mit seiner jetzigen Frau. Vorher hatte er nie mit einer Freundin etc. zusammengewohnt. Sie ist dann gleich mit ihrem Kind aus erster Ehe bei ihm eingezogen.
Er hat also die Umstellung von 0 auf 100 überlebt. Es ist möglich.
Give a man a mask and he will show his true face. - Oscar Wilde

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Re: Zu lange alleine für Umstellung auf Beziehung?

Beitrag von knopper » Montag 22. Oktober 2018, 11:13

Ja die Gedanken kenne ich, und meine das es mit steigendem Alter immer schwieriger wird sich da noch umzustellen.
Es gibt hier wohl doch eine Ideale Zeit, und das ist die Jugendzeit, also Teenie / frühe 20er. Also 100%ig kann ich es natürlich nicht sagen, man liest ja hier im Forum immer Gegenteiliges.

Aber es ist nun mal so das man durch das lange Alleinsein auch einige Macken / Angewohnheiten hat, so im normalen Alltag halt, weshalb ein Zusammenziehen für mich auch überhaupt erstmal nicht in Frage käme. Das würde mich derzeit massiv einschränken um es ganz ehrlich zu sagen.

Es gehören natürlich immer 2 Dazu ja. und sicherlich ist es nicht von Nachteil wenn wirklich beide AB sind. Dann ist man ja in dem Sinne auf Augenhöhe. Ansonsten ist immer einer beziehungsvorbelastet und der andere halt beziehungsunvorbelastet .

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Re: Zu lange alleine für Umstellung auf Beziehung?

Beitrag von Hathor » Montag 22. Oktober 2018, 11:20

Seit dem Tod meiner Eltern um mein 20. Lebensjahr herum habe ich mein Elternhaus allein bewohnt, bis auf 10 Jahre, in denen ich ein leer stehendes Zimmer vermietet hatte, wodurch sich mit meinen jeweiligen Mieterinnen ein WG-ähnliches Verhältnis ergab, da wir Küche und Bad gemeinsam genutzt haben. Das hat immer reibungslos geklappt, und ich halte mich seit dieser Zeit auch für anpassungsfähig und unkompliziert im alltäglichen Umgang, aber im Wesentlichen konnte jede auch einfach ihr Ding machen. Im Prinzip musste ich 30 Jahre lang nie auf jemanden Rücksicht nehmen, nie die Gestaltung meiner Wochenenden, Urlaube und sonstiger Freizeit mit jemandem abstimmen, niemals die Vorlieben einer anderen Person bei meinem Wocheneinkauf berücksichtigen. Ich war in dieser Hinsicht völlig frei, ob ich am Wochenende bis mittags in der Poofe lag, stundenlang zum Shoppen in der Stadt unterwegs und bis nachts um 3 gelesen, ferngesehen oder Musik gehört habe, hat keine Sau interessiert.

Nach 30 Jahren hatte ich das satt bis obenhin. :wuetend:

Ich wollte keine "Freiheit" mehr, die einfach nur aus der Abwesenheit von jeder tiefer gehenden menschlichen Bindung resultierte. Ich wollte mich endlich auch mal mit jemandem abstimmen, ich wollte, dass es jemanden interessiert, was ich am Wochenende mache, ich wollte für jemanden einkaufen, ich wollte nicht mehr alle Zeit der Welt haben, nur um den Großteil davon sinnlos vor der Glotze oder beim ziellosen Surfen im Internet zu verplempern. Ich wollte keine Komplimente mehr, wie gepflegt und sauber und staubfrei mein Haushalt ist, denn der Grund dafür war, dass ich einfach viel zu viel Zeit zum Putzen hatte. :mrgreen:

Insofern mache ich mir schon lange keinen Kopf mehr, ob ich überhaupt (noch) beziehungsfähig bin - ich glaub' nicht, dass ich mir da überhaupt jemals einen Kopf drum gemacht habe. In jungen Jahren deshalb nicht, weil das Thema überhaupt nicht zur Debatte stand. Und in den letzten Jahren deshalb nicht, weil ich ziemlich sicher war, dass ich das irgendwie auf die Reihe kriegen würde, weil einfach der Wunsch danach so stark war.

Inzwischen genieße ich es in jeder Hinsicht außerordentlich, dass ich dieser zuletzt für mich trostlosen und deprimierenden "Freiheit" entkommen konnte.
Ich bin jetzt genau im richtigen Alter! :flirten:
Ich muss nur noch 'rauskriegen, für was ...

Nur weil sich etwas nicht bewegt, heißt es nicht, dass es tot ist.

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Re: Zu lange alleine für Umstellung auf Beziehung?

Beitrag von IronAngel » Montag 22. Oktober 2018, 11:27

Ich denke dass das viel mit geistiger Unflexibelität zu tun hat. Menschen sind Gewohnheitstiere weil diese im Hirn als "Programme" abgespeichert sind.

Ich persönlich kann mir nach fast 30 Jahren des Singleleben nicht mehr wirklich vorstellen, mit einer Frau zusammen zu leben.
Wahrscheinlich bin ich zu egoistisch und eigenbrötlerisch geworden, als dass ich mich noch auf jemanden einlassen könnte.

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Re: Zu lange alleine für Umstellung auf Beziehung?

Beitrag von Montecristo » Montag 22. Oktober 2018, 11:51

Lazarus Long hat geschrieben:
Sonntag 21. Oktober 2018, 21:22
Vermutlich holpert und knirscht es, unabhängig davon, ob einer oder beide Partner AB sind, bis sie sich aufeinander eingespielt haben.
Würde ich auch so sehen.

Mein Zusammenleben mit Partnerin ist ja auf exakt ein Beispiel beschränkt. Die Statistik ist also nicht soooo gut.
Es lief und läuft aber völlig unkompliziert. Hätte ich auch nie erwartet.
Mein Bruder (Normalo) hat schon mit mehreren Leuten zusammengelebt. Und da war nie was von Dauer. Auch nicht in WGs, also ohne Beziehungsstress.

Meine Frau hält deutlich weniger Ordnung als ich. Das führt manchmal zu nervigen Aufräum- und Umräumaktionen.
Problematisch ist hier, dass wir aktuell auf ca. 65 qm wohnen müssen. Das wird sich so schnell auch nicht ändern.
Wir sind beim Essen vollständig kompatibel. Meine Frau muss derzeit Diät halten. Ich esse das einfach mit (und nehme ein paar Chips zum Nachtisch). Zwei Gerichte parallel wäre viel zu aufwändig.

Es hat etwas gedauert bis ich mich an das gemeinsame Schlafzimmer gewöhnt hatte. Mittlerweile schlafe ich auch bei offenem Fenster.
Da meine Frau schnarcht habe ich mir Ohrenstöpsel besorgt (die guten aus Silikonmasse). Kratzt zwar an ihrem Ego, aber es geht manchmal nicht anders. Tatsächlich schlafe ich inzwischen deutlich schlechter, wenn sie nicht da ist.

Finanzen sind irgendwie immer ein Thema. Auch wenn man sich nicht um begrenzte Resourcen streiten muss. Ich hätte lieber beim Auto gespart. Sie spart bei den Lebensmitteln und beim Urlaub. Man muss einen Modus vivendi finden. Wohnung/Haus steht da aktuell im Mittelpunkt.

Wirklich konfliktträchtig sind eigentlich Dinge die von außen kommen und an denen man wenig ändern kann. Dinge die man als Paar dann durchstehen muss. Man kann sich noch so sehr auf etwas einigen und einer Meinung sein, wenn das einfach nicht geht.
Beispielhaft: Angebot an Mietwohnungen ist begrenzt. Es gibt dann nur eine Möglichkeit in zig Monaten und einer muss die Kröte fressen.
Ebenso Veränderungen am Arbeitsplatz. Kann man am Ende wenig machen.
You've come far pilgrim. - Feels like far. - Was worth the trouble? - ugh... What trouble?

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Re: Zu lange alleine für Umstellung auf Beziehung?

Beitrag von Milkman » Montag 22. Oktober 2018, 12:09

Montecristo hat geschrieben:
Montag 22. Oktober 2018, 11:51
Mein Zusammenleben mit Partnerin ist ja auf exakt ein Beispiel beschränkt. Die Statistik ist also nicht soooo gut.
Ich würde sagen, die ist sensationell. Mit 100% deiner Partnerinnen hast du erfolgreich zusammengelebt. :good:

Was du sonst so beschreibst, klingt für mich wie die typischen Abstimmungsbedürfnisse innerhalb einer Beziehung. Ordnungsliebe, Essensvorlieben, Lebenspläne allgemein - habe ich alles schon durch und sicherlich generell jeder, der schon mal verpartnert war.

Klar kann einen das zu Beginn überfordern. Umso mehr, wenn man bislang für sich allein verantwortlich war - und jetzt kommt noch einer und muss Berücksichtigung finden. Das ging mir jedes Mal so, wenn sich nach den langen Perioden des Singleseins für kurze Zeit wieder so etwas wie Beziehung eingestellt hat.

Angst und vielleicht sogar Panik, damit nicht klarkommen zu können - den Ansprüchen in einer Partnerschaft nicht genügen zu können -, sind meiner Meinung nach völlig normal. Aber irgendwie ist es auch immer eine positive Herausforderung, diese Sachen anzugehen, und es kann sogar Spaß machen, weil man sich selbst in so einem völlig neuen Kontext erlebt. Plötzlich muss man seine liebgewonnenen Angewohnheiten hinterfragen, und vielleicht ist das sogar von Vorteil, wer weiß...?
Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben.

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Re: Zu lange alleine für Umstellung auf Beziehung?

Beitrag von Milchbub » Montag 22. Oktober 2018, 12:35

Pferdefreundin hat geschrieben:
Sonntag 21. Oktober 2018, 17:04
Hallo ihr Lieben,

momentan stelle ich mir die Frage, ob ich mich überhaupt noch umstellen könnte auf eine Beziehung, aufgrund dessen, dass ich halt noch nie eine hatte und mir die entsprechenden Basics fehlen.

Ob man dem noch gerecht werden kann, die Bedürfnisse von beiden zu erfüllen.
Ich hoffe, ihr versteht, wie ich das meine.

Die Angst, von zu viel Nähe (körperlich wie emotional) "erdrückt" zu werden und überfordert zu sein, den Bedürfnissen des Partners (nicht) gerecht zu werden.

Also plötzlich sich darauf einstellen, dass da noch jemand ist, den man erst noch kennenlernen muss. (im Zusammenleben etc).

Umso mehr ich feststelle, was mir erfahrungstechnisch noch so alles fehlt und ich zurückgeblieben bin, desto mehr verfestigt sich bei mir der Standpunkt, dass ich nie dafür geeignet sein werde, Beziehungen führen zu können.

Kennt ihr solche Gedanken auch?

Besser konnte ich das im Moment leider nicht in Worte fassen, ich hoffe, ihr versteht, wie ich das meine.

Schönen Sonntag euch noch.
Diese Gedanken verstehe ich sehr gut.
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Re: Zu lange alleine für Umstellung auf Beziehung?

Beitrag von bettaweib » Montag 22. Oktober 2018, 13:23

Hathor hat geschrieben:
Montag 22. Oktober 2018, 11:20

Nach 30 Jahren hatte ich das satt bis obenhin. :wuetend:

Ich wollte keine "Freiheit" mehr, die einfach nur aus der Abwesenheit von jeder tiefer gehenden menschlichen Bindung resultierte. Ich wollte mich endlich auch mal mit jemandem abstimmen, ich wollte, dass es jemanden interessiert, was ich am Wochenende mache, ich wollte für jemanden einkaufen, ich wollte nicht mehr alle Zeit der Welt haben, nur um den Großteil davon sinnlos vor der Glotze oder beim ziellosen Surfen im Internet zu verplempern. Ich wollte keine Komplimente mehr, wie gepflegt und sauber und staubfrei mein Haushalt ist, denn der Grund dafür war, dass ich einfach viel zu viel Zeit zum Putzen hatte. :mrgreen:
.........

Inzwischen genieße ich es in jeder Hinsicht außerordentlich, dass ich dieser zuletzt für mich trostlosen und deprimierenden "Freiheit" entkommen konnte.

Ganz genau so sehe ich das auch!
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Re: Zu lange alleine für Umstellung auf Beziehung?

Beitrag von schmog » Montag 22. Oktober 2018, 13:31

bettaweib hat geschrieben:
Montag 22. Oktober 2018, 13:23
Hathor hat geschrieben:
Montag 22. Oktober 2018, 11:20

Nach 30 Jahren hatte ich das satt bis obenhin. :wuetend:

Ich wollte keine "Freiheit" mehr, die einfach nur aus der Abwesenheit von jeder tiefer gehenden menschlichen Bindung resultierte. Ich wollte mich endlich auch mal mit jemandem abstimmen, ich wollte, dass es jemanden interessiert, was ich am Wochenende mache, ich wollte für jemanden einkaufen, ich wollte nicht mehr alle Zeit der Welt haben, nur um den Großteil davon sinnlos vor der Glotze oder beim ziellosen Surfen im Internet zu verplempern. Ich wollte keine Komplimente mehr, wie gepflegt und sauber und staubfrei mein Haushalt ist, denn der Grund dafür war, dass ich einfach viel zu viel Zeit zum Putzen hatte. :mrgreen:
.........

Inzwischen genieße ich es in jeder Hinsicht außerordentlich, dass ich dieser zuletzt für mich trostlosen und deprimierenden "Freiheit" entkommen konnte.

Ganz genau so sehe ich das auch!
Schön wenn man eine Wahl zwischen 2 Möglichkeiten hat!
Mir bleibt nur erste ... wohl bis zum St.Nimmerleinstag ...

Fazit: Statt Schluss zu machen = Rückzug in mich, ähnlich wie Pink im Film "The Wall".
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Re: Zu lange alleine für Umstellung auf Beziehung?

Beitrag von Oreo » Montag 22. Oktober 2018, 19:50

Ruxpin hat geschrieben:
Sonntag 21. Oktober 2018, 22:07
Das kommt vermutlich auch noch dazu. Zu schnell darf es auf gar keinen Fall gehen. Vertrauen baut sich doch erst über einen längeren Zeitraum auf. Und für mich ist Vertrauen ganz immens wichtig. Vor allem, weil auch noch verschiedenste Ängste in Bezug auf eine - erste - Beziehung im Spiel sind.
+1, kann ich so unterschreiben.

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Re: Zu lange alleine für Umstellung auf Beziehung?

Beitrag von Ferienhaus » Montag 22. Oktober 2018, 20:35

Pferdefreundin hat geschrieben:
Sonntag 21. Oktober 2018, 17:04
Hallo ihr Lieben,

momentan stelle ich mir die Frage, ob ich mich überhaupt noch umstellen könnte auf eine Beziehung, aufgrund dessen, dass ich halt noch nie eine hatte und mir die entsprechenden Basics fehlen.

Ob man dem noch gerecht werden kann, die Bedürfnisse von beiden zu erfüllen.
Ich hoffe, ihr versteht, wie ich das meine.

Die Angst, von zu viel Nähe (körperlich wie emotional) "erdrückt" zu werden und überfordert zu sein, den Bedürfnissen des Partners (nicht) gerecht zu werden.

Also plötzlich sich darauf einstellen, dass da noch jemand ist, den man erst noch kennenlernen muss. (im Zusammenleben etc).

Umso mehr ich feststelle, was mir erfahrungstechnisch noch so alles fehlt und ich zurückgeblieben bin, desto mehr verfestigt sich bei mir der Standpunkt, dass ich nie dafür geeignet sein werde, Beziehungen führen zu können.

Kennt ihr solche Gedanken auch?

Besser konnte ich das im Moment leider nicht in Worte fassen, ich hoffe, ihr versteht, wie ich das meine.

Schönen Sonntag euch noch.
Ich persönlich hatte mir darüber noch gar keine Gedanken gemacht. zeugt nicht gerade von Weitsicht... Gut, vorrausgesetzt, mein ABtum wäre irgendwann mal beendet.

Ich halte deine Gedanken für nachvollziehbar und teilweise berechtigt. Ich denke schon, dass es da einige Fettnäpfchen geben könte, in welche man als AB bei der ersten Beziehung hineintappen könnte. ideal wäre ein verständnisvoller Partner, mit dem du im Idealfal natürlich die Tatsache, dass es deine erste Beziehung ist, vorher ausführlich besprochen hättest. Der dir einfach etwas Kulanz einräumt, solltest du (für ihn) offensichtliche Fettnäpfchen mal nicht vermeiden können. Und ich denke, wenn ein potenzieller Partner auf diese Tatsache eh nicht gut reagiert, hat man gleich ein klares Ausschlusskriterium für ihn oder sie.

Andererseits sollte man sein eigenes Licht auch nicht unter den Scheffel stellen. Du bist trotzdem erwachsen, man hat normalerweise andere Beziehungen mit Freunden oder Familie, welche man einigermaßen zufriedenstellend hinkriegt. Vielleicht sollte man sich hier auch nicht verrückt machen lassen. Für Dinge wie "Wie oft meldet man sich beim Partner?" gibt es etwa keine allgemeingültige Regel, das handhaben andere Paare auch teilweise sehr unterschiedlich. Insofern kann ich nachvollziehen, dass es da ein mulmiges Gefühl geben könnte, glaube aber, dass man, sofern man nicht komplett vom normalen Sozialleben abgeschnitten ist, kein unendlich großes Defizit hat, welches uneinholbar wäre.

Es könnte auch anders sein: Gerade weil du unerfahren bist, köntest du an die ganze Sache sehr, sehr viel vorsichtiger und rücksichtsvoller herangehen, was für einen ersten Partner auch selbst ein positiver Kontrast zu seinen früheren beziehungen sein könnte. Gerade weil du deiner ersten beziehung als Erwachsener ein enorme Bedeutung zumessen würdest, die sogar die Bedeutung von Liebesbeziehungen für Normalos noch übersteigt. Es kann auch mal ein positive Wendung eintreten, indem gerade die eigene Unerfahrenheit (und daraus resultierende besondere Rücksicht, weil du weißt, dass du an Beziehungen nicht leicht kommst) zu einer Art Vorteil werden könnte.. ;)

Bei sexuellen Dingen sähe das hier natürlich erstmal problematischer aus, aber wie gesagt, wenn ein Partner da kein Verständnis für einen AB hat, hat dass doch von Anfang an wenig Sinn.

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Re: Zu lange alleine für Umstellung auf Beziehung?

Beitrag von Clochard » Montag 22. Oktober 2018, 21:07

catman hat geschrieben:
Montag 22. Oktober 2018, 00:14
schließlich gehören wir HC-ABs bereits zur Kaste der Unberührbaren.
auf jeden Fall zur Kaste der Unberührten :mrgreen:

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Re: Zu lange alleine für Umstellung auf Beziehung?

Beitrag von Maggie » Montag 22. Oktober 2018, 22:21

Ruxpin hat geschrieben:
Sonntag 21. Oktober 2018, 19:46
Ich glaube, je länger man alleine ist, desto mehr gewöhnt man sich daran. Man hat sein eigenes Leben, seinen eigenen Tagesablauf, seinen eigenen Rhythmus, man hat seine Hobbys und Interessen. Und man hat seine Eigenheiten, Verhaltensweisen und vielleicht sogar Macken.
Das glaube ich auch, aber ich finde, das ist auch ein Vorteil. Damit wirkt man selbstständig und unabhängig und das finden viele Leute attraktiver als jemand, der sich sofort an den Hals eines neuen Dates klammert.

Bei mir war es auch so, dass ich mir nicht vorstellen konnte, eine vergebene Maggie zu sein. Mittlerweile kommt es mir so vor, als sei das in einem angelegt und man kriegt das dann schon automatisch mehr oder weniger hin mit der Anpassung.

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Re: Zu lange alleine für Umstellung auf Beziehung?

Beitrag von MattEagle » Montag 22. Oktober 2018, 23:03

Ich hatte mal ein längere Freundschaft Plus " Beziehung" und ich fands immer schwierig wenn Sie mal länger bei mir war. Ich war damals mit 25 -26 jahren schon sehr festgefahren. Ich war oft auch froh wenn Sie nach ein paar Stunden gegangen ist und ich wieder alleine sein und alleine schlafen konnte.
Mittlerweile ist es schlimmer weil ich immer weniger an die "große Liebe" für mich glaube...

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Re: Zu lange alleine für Umstellung auf Beziehung?

Beitrag von Ruxpin » Dienstag 23. Oktober 2018, 19:40

catman hat geschrieben:
Montag 22. Oktober 2018, 00:14
Club der Beziehungs-Aliens geht nicht, schließlich gehören wir HC-ABs bereits zur Kaste der Unberührbaren.
Kann man nicht auch mehrere Mitgliedschaften haben ;)?
knopper hat geschrieben:
Montag 22. Oktober 2018, 11:13
Aber es ist nun mal so das man durch das lange Alleinsein auch einige Macken / Angewohnheiten hat, so im normalen Alltag halt, weshalb ein Zusammenziehen für mich auch überhaupt erstmal nicht in Frage käme.
Genau, und es stellt sich ja auch die Frage, wie ein potenzieller Partner mit Macken, Eigenheiten und Angewohnheiten klar käme - und ob man fähig wäre, diese abzustellen. Je länger man sie schon hat, desto "tiefer" sitzen sie ja. Und selbst wenn sie für einen selber "normal" sind, könnten sie einen anderen Menschen womöglich verwundern oder befremden.
IronAngel hat geschrieben:
Montag 22. Oktober 2018, 11:27
Ich denke dass das viel mit geistiger Unflexibelität zu tun hat. Menschen sind Gewohnheitstiere weil diese im Hirn als "Programme" abgespeichert sind.
Das stimmt. Wenn ich an etwas gewöhnt bin, fällt es mir zunächst schwer, mich umzugewöhnen, weil das Vertraute dann ja plötzlich weg ist. Erst hat man das Gefühl, dass man sich an das Neue überhaupt nicht gewöhnen kann und wünscht sich das alte zurück, aber dann, nach ein paar Tagen, hat man sich dann plötzlich doch gewöhnt und das Neue ist vertraut. Komischer Mechanismus.

Bei kleinen Dingen funktioniert das. Würde es aber auch bei großen Dingen funktionieren, wenn da plötzlich also noch ein weiterer Mensch in deinem Leben wäre?

Man kann es sich nicht vorstellen und letztendlich nur herumtheoretisieren. Wie es dann tatsächlich aussähe, weiß man nicht. So geht es mir zumindest, aber ich glaube, anderen auch.
Wenn du in den Seilen hängst, mach das Beste draus und schaukel 'ne Runde.
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