Wisst ihr, was Liebe ist?

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Nonkonformist
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Re: Wisst ihr, was Liebe ist?

Beitrag von Nonkonformist » Freitag 9. November 2018, 10:50

knopper hat geschrieben:
Freitag 9. November 2018, 10:21
hm…mal ne andere Frage, wenn Liebe bzw. das Gefühl doch soo biochemisch ist wie hier viele behalten, warum kann man es dann bis heute noch nicht irgendwie künstlich erzeugen? Es wäre doch ein leichtes den "Hormonmix" im Labor herzustellen...grade beim heutigen Stand der Forschung.

Man kann sicherlich gute Stimmung / Laune durch irgendwelche Stoffe erzeugen, aber niemals diese tiefe Zuneigung zu einem anderen Menschen...denn dazu gehören ja immer noch 2. :D
Ist es auch wirklich nur biochemisch?
Bei mir spielt lust eine sehr untergeordnete rolle, und zum verlieben brauche ich eher eine geistig-emotionale-empatische ebene.
So eine reine hormon-rausch findet bei mir eher nicht statt.
Bindungshormone, vielleicht, aber keine fast unkontrollierbare lust oder so.
Lust hat für mich auch eigentlich mit was ich Liebe nenne kaum was zu tun, spielt eher eine kleine nebenrolle.

Zwisschen meienen 16en und 20en geburtstag hatte ich, dank eine krankheit mit ende 15, kein tröpchen testosteron im körper,
Verliebt habe ich mich in der periode trotzdem.
Ich sehe da der verbindung verlieben-hormone nicht so ganz klar und deutlich....
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Re: Wisst ihr, was Liebe ist?

Beitrag von fidelchen » Freitag 9. November 2018, 12:18

knopper hat geschrieben:
Freitag 9. November 2018, 10:21
hm…mal ne andere Frage, wenn Liebe bzw. das Gefühl doch soo biochemisch ist wie hier viele behalten, warum kann man es dann bis heute noch nicht irgendwie künstlich erzeugen? Es wäre doch ein leichtes den "Hormonmix" im Labor herzustellen...grade beim heutigen Stand der Forschung.

Man kann sicherlich gute Stimmung / Laune durch irgendwelche Stoffe erzeugen, aber niemals diese tiefe Zuneigung zu einem anderen Menschen...denn dazu gehören ja immer noch 2. :D
Ähmmm mal daran gedacht. dass das Gehirn mit seiner Psyche für die Ausschütung der Hormone verantwortlich ist?
Und künstlich kannst du es erzeugen... Werde einfach Drogenabhängig! Die Hormonausschütung bei Drogenentzug und Liebeskummer ist recht ähnlich :mrgreen: !

P.s. Für mich ist das übrigens keine Liebe sondern Verlieben, aber ich stimme Ninja echt zu. Die Definition von Liebe ist total wischi waschi...
AWG = Alles wird gut :-)

Nach ganz strenger Definition bin ich ein "Normalo"
Nach geschwächter Definition bin ich ein "SC-AB"
Und fühlen tu ich mich wie ein "XX-AB"
Was bin ich nun?

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Re: Wisst ihr, was Liebe ist?

Beitrag von Stabil » Freitag 9. November 2018, 12:30

Ja, die Liebe einladen. Die Formulierung mit "einladen" gefällt mir.
Das ist unser Thema, wenn wir Beziehung anstreben.
Das Thema schränke ich hier ein auf die Liebe in Paarbeziehungen. Sonst wird mir das vom Umfang her zu viel. Offensichtlich werden Diskussionen über Liebe, wenn man diese ganz allgemein betracheten will, auch häufig zu unfruchtbaren Überlegungen. Diskussionen über die Wortbedeutung auf einer sprachlichen Ebene scheitern ganz schnell an der unterschiedlichen Bedeutung der Wörter in den verschiedenen Kontexten, wobei die Kontexte kaum vollständig definierbar sind. Die physiologische und biochemische Eben ist nicht nötig. Es reicht, die Ebene von Erleben und Handeln (im weitesten Sinn, auch Verhalten) zu betrachten.

Zu dem betone ich ausdrücklich, dass ich keinen Anspruch auf allgemeine Gültigkeit meiner Gedanken erhebe. Ich gebe einen Eindruck wieder, wie ein grosser und wichtiger Bereich meines Lebens glücklicherweise funktioniert. Das Thema, ist schon sehr komplex. Ok, das ist jetzt nicht überraschend, war es aber einmal. Und das Thema ist so umfangreich, dass ich vieles nur in Stichworten und Beispielhaft anführen kann.

Die Liebe:
Sexuelles Begehren, tiefe und körperlich empfundene Zuneigung, Bindung scheinen die Grundlage zu sein. Das sind Emotionen. Sie können in unterschiedlichen Mischungsverhältnissen auftreten. Ich meine aber, ein gewisses Mindestmass ist bei allen drei Teilen erforderlich.
Wenn wir das als Paar leben, vertiefen wir die genannten Emotionen durch unser Handeln und sie verbinden sich zu etwas, was ich Liebe nenne.
Anscheinend ist Liebe etwas, was nur im Fluss des Lebens existiert. Denn Liebe ist gelebte Liebe, die sich vertieft.
Wie die Liebe beginnt, ist einfach. Wir können uns verlieben. Das verliebt Sein ist die Vorahnung der Liebe. Das verliebt Sein können wir - wie schon gesagt - durch unser Handeln vertiefen, einander kennen lernen, einander näher kommen, und Liebe kann entstehen. Offensichtlich besteht ein fliessender Übergang.

Wie gesagt: Liebe kann entstehen, sie wird nicht gemacht, sondern eingeladen, gepflegt, sie kann wachsen.

Für den Fall, dass jemand das Beschriebene etwas distanzierter reflektieren will:
Ja, Liebe ist hier sebstreferentiell definitiert - richtig, der Prozess der Liebe ist ja auch ein positiv rückgekoppelter Vorgang. Kein Problem, wir brauchen nur Kenntnis über die Startbedingungen. Die Startbedingung ist das Verlieben und die ist in unseren Instinkten genetisch vorprogrammiert.

Das Einladen:
Nun, wie kann das Einladen ganz konkret geschehen?
Da gibt es natürlich zwei Bereiche, die beide im Vorgang des Einladens erforderlich sind.
Die allgemeine und grundsätzliche Offenheit und das Zugehen, sich Öffnen und weiter Zugehen in Bezug auf eine konkrete Person. Die beiden Bereich lösen einander nicht im Ablauf der Zeit ab, sondern sie bestehen neben einander.

Das Einladen vor dem ersten Auftreten von Verliebtheit und danach unterscheidet sich nicht in einer klar definierbaren Weise. Nur Schwerpunkte verschieben sich, Intensitäten verändern sich. Darum ist es nicht nötig, zu definieren, ab wann man vom Verlieben sprechen kann - so wie es nicht nötig ist, genau zu definieren, ab wann man von Liebe sprechen kann. Zum Glück ist das so. Denn das erspart uns die Notwendigkeit, uns mit irgendwelchen abstrakten und einschränkenden Theorien darüber vom wirklichen Leben abzulenken.

Die allgemeine und grundsätzliche Offenheit:
Sie beginnt in uns und kommt dann Schritt für Schritt nach aussen.
Zunächst schreibe ich nur Stichworte hin, um die Subthemen zu bezeichnen. Manche ziehen sich durch den ganzen Vorgang durch und verändern sich, manches wird an bestimmte Stadien im Prozess besonders wichtig.

Vom Inhalt her geht es um Wertschätzen seiner eigenen Sexualität, seiner Sehnsucht, seiner Wünsche nach Zärtlichkeit, Nähe, seiner Bindungsfähigkeit, allgemeine soziale Enstellungen wie zum Beispiel Konfliktfähigkeit und um die Selbstwertschätzung, Wertschätzung und Respekt vor dem anderen Geschlecht.

Diese Inhalte zeigen sich auf verschiednen Ebenen: in Denken, Bewusstheit, Einstellungen, Emotionen, Überzeugungen, und nach aussen in der körperlichen Haltung, Gestik, Mimik, Blicken, in dem was sich durch das, was man sagt, zeigt (Implikationen, Andeutungen,Themenwahl, Bezug der Themen zu einander), im Handeln und im direkt Ausgesprochenen.

Das Zugehen und sich Öffnen einer konkreten Person gegenüber:
Auch hier beginnt etwas in uns und kommt dann Schritt für Schritt nach aussen. Vieles zieht sich auch hier durch und manches ist in bestimmten Phasen der Beziehungsentstehung von besonderer Bedeutung.

Inhaltlich geht es um Begehren, Suchen nach Nähe, Freude am gemeinsamen Handeln, Zuneigung, beglücken, umsorgen, Herstellen einer Kontinuität, Wertschätzung und Respekt vor der Person, Bereitschaft, Dinge und Themen gemeinsam an zu sehen, Freude am Austausch, Bereitschaft, Kontroversen inhaltlich in Zuneigung und Liebe zu führen.

Die Inhalte zeigen sich wieder auf den selben Ebenen, die man mit den in diesem Kapitel anderen Inhalten durchgehen kann: in Denken, Bewusstheit, Einstellungen, Emotionen, Überzeugungen, und nach aussen in der körperlichen Haltung, Gestik, Mimik, Blicken, in dem was sich durch das, was man sagt, zeigt (Implikationen, Andeutungen,Themenwahl, Bezug der Themen zu einander), im Handeln und im direkt Ausgesprochenen.

OK, jetzt lass ich das mal ruhen und schau, was sich später noch vervollständigen und konkretisieren lässt, ohne einen vernünftigen Rahmen zu sprengen.
* Am meisten schmerzt das Gute, das wir zwar erlebt haben, aber in uns nicht angekommen ist *

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Re: Wisst ihr, was Liebe ist?

Beitrag von knopper » Freitag 9. November 2018, 12:30

fidelchen hat geschrieben:
Freitag 9. November 2018, 12:18

Ähmmm mal daran gedacht. dass das Gehirn mit seiner Psyche für die Ausschütung der Hormone verantwortlich ist?
Und künstlich kannst du es erzeugen... Werde einfach Drogenabhängig! Die Hormonausschütung bei Drogenentzug und Liebeskummer ist recht ähnlich :mrgreen: !
ja und das wird bei jedem individuell sein. :D Ich denke mit wirklichen Drogen kann man es nicht vergleichen, sonst würde dieser Zustand ja den Körper kaputt machen.
...is ja auch nur einmalig und nicht immer, mag man jetzt vielleicht entgegnen, aber selbst da gibt es ja Drogen wo einmaliger Konsum bereits ausreicht.
und ja der Unterschied zwischen verlieben und Liebe ist mir klar. Wenn ich aber als AB noch nicht mal richtig verliebt war...wie weit bin ich dann erst von der wirklichen Liebe, die sich ja erst entwickeln muss, entfernt?... :hammer: :D

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Re: Wisst ihr, was Liebe ist?

Beitrag von Stabil » Freitag 9. November 2018, 12:43

t385 hat geschrieben:
Freitag 9. November 2018, 01:19
Geht es hier um biochemische Prozesse, im Volksmund auch Liebe genannt?
Für die Biochemiker geht es in ihrer Arbeit hauptsächlich um die biochemische Prozesse.
Bei den Biochemikern in ihrem Privatleben und bei anderen Menschen in ihrem Privatleben, geht es um Erleben und Handeln.
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Re: Wisst ihr, was Liebe ist?

Beitrag von Stabil » Freitag 9. November 2018, 12:56

AviferAureus hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 22:19
Dem folgenden Statement kann ich mich für die eigene Person nur anschließen. Das ist hart, aber gerecht.
naptime hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 20:20
Ich bin nicht liebbar. Schon scheiße.
Nach welchem ungeschriebenen "Gesetz" - jetzt metaphorisch gemeint - würdest du das als gerecht gerecht empfinden?
Es kommt gar nicht so selten vor, dass so etwas als Strafe für vergangenes -vermeintliches oder tatsächliches- Unrecht empfunden wird. Oft ist es aber auch nur eine unkonrete Ahnung ohne bekannten Bezug.

Magst du was dazu sagen?
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Re: Wisst ihr, was Liebe ist?

Beitrag von schmog » Freitag 9. November 2018, 13:37

naptime hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 20:20
Ich bin nicht liebbar. Schon scheiße.
Ich bin nicht liebenswert! :sadman:
Zustand und Band Status Quo ist super

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Re: Wisst ihr, was Liebe ist?

Beitrag von naptime » Freitag 9. November 2018, 13:40

Heathcliff hat geschrieben:
Freitag 9. November 2018, 05:05
AviferAureus hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 22:19
Dem folgenden Statement kann ich mich für die eigene Person nur anschließen. Das ist hart, aber gerecht.
naptime hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 20:20
Ich bin nicht liebbar. Schon scheiße.
So dachte ich auch laaaange Zeit von mir selbst. Aber, die Entscheidung, ob Ihr liebbar seid, müsst Ihr schon denen überlassen, die infrage kommen, euch lieben zu können!
Hab ich gemacht, dadurch bin ich überhaupt erst zu dem Schluss gekommen.

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Re: Wisst ihr, was Liebe ist?

Beitrag von fidelchen » Freitag 9. November 2018, 13:44

knopper hat geschrieben:
Freitag 9. November 2018, 12:30
ja und das wird bei jedem individuell sein. :D Ich denke mit wirklichen Drogen kann man es nicht vergleichen, sonst würde dieser Zustand ja den Körper kaputt machen.
...is ja auch nur einmalig und nicht immer, mag man jetzt vielleicht entgegnen, aber selbst da gibt es ja Drogen wo einmaliger Konsum bereits ausreicht.
und ja der Unterschied zwischen verlieben und Liebe ist mir klar. Wenn ich aber als AB noch nicht mal richtig verliebt war...wie weit bin ich dann erst von der wirklichen Liebe, die sich ja erst entwickeln muss, entfernt?... :hammer: :D
Na ja, auch bei der Drogensucht gibt es viele Unterschiede bei den Menschen. Und es gibt auch "Suchten" (beispielsweise Spielesucht) die nicht direkt schlecht für den Körper ist, sondern andere negative Punkte hat. Alles zu vergleichen mit einer über alles verliebten Person ;). Die Verliebtheit kann übrigens auch ein Lebenlang anhalten oder aber schnell zuende gehen. Zudem ist das "Verliebtsein" für den Körper und den Verstand auf dauer eine enorme Belastung.

Der Unterschied ist da nicht so anders. Achja, es gibt übrigens Drogen die machen TENDENZIELL schneller süchtig und es gibt Drogen/Mittel die schaffen das fast/nie. Gilt übrigens analog auch für Menschen, es gibt Menschen die lösen schneller und öfters das Verliebtsein aus und es gibt Menschen die schafen das seltener. Also ich weiß nicht... ähnliche Hormone, ähnliche Effekte, ähnlich... Ich finde da gibt es schon viele Ähnlichkeiten...

So gesehen, doch das Gefühl kann man auch künstlich auslösen ;)
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Re: Wisst ihr, was Liebe ist?

Beitrag von Mit müden Augen » Freitag 9. November 2018, 13:54

schmog hat geschrieben:
Freitag 9. November 2018, 13:37
naptime hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 20:20
Ich bin nicht liebbar. Schon scheiße.
Ich bin nicht liebenswert! :sadman:
Aber nicht doch. :umarmung2:

Ich weiß nicht was Liebe ist und werde es wohl auch nie erleben. :sadman:
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Re: Wisst ihr, was Liebe ist?

Beitrag von Stabil » Freitag 9. November 2018, 14:23

naptime hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 20:20
Ich bin nicht liebbar. Schon scheiße.
Davon überzeugt zu sein, muss sich elend anfühlen.
* Am meisten schmerzt das Gute, das wir zwar erlebt haben, aber in uns nicht angekommen ist *

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Re: Wisst ihr, was Liebe ist?

Beitrag von NBUC » Freitag 9. November 2018, 14:23

knopper hat geschrieben:
Freitag 9. November 2018, 10:21
Man kann sicherlich gute Stimmung / Laune durch irgendwelche Stoffe erzeugen, aber niemals diese tiefe Zuneigung zu einem anderen Menschen...denn dazu gehören ja immer noch 2. :D
Die andere Hälfte ist Konditionierung .., auf die vermeintliche Quelle des Wohlgefühls halt.
Das war ja im Märchen schon ähnlich. Der Liebestrank verursacht nur die Grudntsimmung - danach trifft es dann eben den oder die Nächste, die angetroffen wird.
fidelchen hat geschrieben:
Freitag 9. November 2018, 12:18
Ähmmm mal daran gedacht. dass das Gehirn mit seiner Psyche für die Ausschütung der Hormone verantwortlich ist?
Das "Gehirn" beschließt aber auch nicht "verliebt zu sein" (oder gar sein Träger), sondern reagiert auf und verknüpft Reize nach entsprechenden Mustern.

@Stabil:
Für mich ist dein Beitrag leider so noch völlig unverständlich. Aber vielleicht mal ein paar Teilbereiche, wo ich zumindest was zu fragen hätte:

"Offenheit" gilt erst, wenn es eine konkrete Person gibt? Sehe ich auch so, scheint mir aber gegenläufig zur Mehrheitsmeinung.

Wobei ich Offenheit am ehesten mit "Fähigkeit eine Beziehung mit einer Person zumindest nicht auszuschleißen." beschreiben würde.

Die globale Offenheit wäre dann wohl "Anzunehmen, dass eine Beziehung von einem selbst mit irgend einer anderen Person möglich wäre".

Bei Personen mit einem ganz schlechten Selbstbild oder auch schlechtem Bild ihrer Umwelt wäre das dann wohl nicht gegeben. Aber von diesem hier tatsächlich scheinbar öfter anzutreffenden Personenkreis abgesehen hinaus ist generelle Offenheit wohl eher eine grundlegend anzunehmende Eigenschaft und wäre dann für die von ersterem nicht betroffenen Personen nicht mehr das Grundproblem.

Die spezifische Offenheit, d.h. bezgl. einer bestimmten Person sehe ich aber in notwendiger Abhängigkeit von den bereits gemachten Erfahrungen dun Einblicke zu dieser Person. Und da wäre die Offenheit ja letztlich eine Frage der von jemanden erwarteten Probleme auf dem Weg zu oder in einer Beziehung, also auch nicht genereller Offenheitsmangel, denn ohne den käme es erst gar nicht zu der Interessensituation, welche den Fall dann erst als Problem darstellen würde, sondern einzelnen "Offenheitslimitatoren", welche einen daran zweifeln lassen, dass das eine gute Idee ist - und die müssen auch nicht alle unangebracht sein ... . .
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Re: Wisst ihr, was Liebe ist?

Beitrag von naptime » Freitag 9. November 2018, 14:27

Stabil hat geschrieben:
Freitag 9. November 2018, 14:23
naptime hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 20:20
Ich bin nicht liebbar. Schon scheiße.
Davon überzeugt zu sein, muss sich elend anfühlen.
Tut es auch, aber die Wahrheit krampfhaft zu verneinen würde auch nichts an meiner Situation ändern.

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Re: Wisst ihr, was Liebe ist?

Beitrag von Morkel » Freitag 9. November 2018, 18:08

naptime hat geschrieben:
Freitag 9. November 2018, 14:27
Stabil hat geschrieben:
Freitag 9. November 2018, 14:23
naptime hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 20:20
Ich bin nicht liebbar. Schon scheiße.
Davon überzeugt zu sein, muss sich elend anfühlen.
Tut es auch, aber die Wahrheit krampfhaft zu verneinen würde auch nichts an meiner Situation ändern.
Diese "Wahrheit" anzuzweifeln könnte aber schon viel an deiner Situation verändern.

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Re: Wisst ihr, was Liebe ist?

Beitrag von naptime » Freitag 9. November 2018, 18:13

Jedes mal wenn ich versucht habe das anzuzweifeln wurde mir gnadenlos eingehämmert, dass ich doch Recht hatte.

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Re: Wisst ihr, was Liebe ist?

Beitrag von TheRealDeal » Freitag 9. November 2018, 18:25

Es ist nunmal normalerweise so, dass man Menschen, die von etwas überzeugt sind, nicht so leicht von etwas anderem überzeugen kann.

Deshalb versuche ich das auch nicht. Da ich aber seit über 45 Jahren auf dieser Welt unterwegs bin, dazu einige Jahre in diesem Forum aktiv, bin ich überzeugt davon, dass jeder Mensch hier liebenswert ist. :umarmung2: Außerdem habe ich ein hohes Maß an Achtung davor, dass sich hier Menschen mit Schicksalen zeigen, statt sich völlig zu verschließen und abzuschotten. :umarmung2:
Die beiden wichtigsten Tage deines Lebens sind der Tag, an dem du geboren wurdest, und der Tag, an dem du herausfindest, warum. – Mark Twain

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Re: Wisst ihr, was Liebe ist?

Beitrag von Karlsson » Freitag 9. November 2018, 20:10

schmog hat geschrieben:
Freitag 9. November 2018, 13:37
naptime hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 20:20
Ich bin nicht liebbar. Schon scheiße.
Ich bin nicht liebenswert! :sadman:
Bist Du doch!... 8-)
Peace and Merry Christmas! 🍀

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Re: Wisst ihr, was Liebe ist?

Beitrag von Stabil » Freitag 9. November 2018, 20:40

naptime hat geschrieben:
Freitag 9. November 2018, 14:27
Stabil hat geschrieben:
Freitag 9. November 2018, 14:23
naptime hat geschrieben:
Donnerstag 8. November 2018, 20:20
Ich bin nicht liebbar. Schon scheiße.
Davon überzeugt zu sein, muss sich elend anfühlen.
Tut es auch, aber die Wahrheit krampfhaft zu verneinen würde auch nichts an meiner Situation ändern.
Zu absoluten Wahrheiten kann ich nichts sagen, weil ich keine Erfahrung mit solchen Wahrheiten habe. Ich besitze absolute Wahrheiten nicht.
Für mich hat sich manches nach Jahren verändert, manchmal nach Jahrzehnten. Das habe ich nicht vorher sehen können. Manches hat sich mein ganzes bisheriges Leben lang nicht verändert und ich weiss nicht was noch kommen wird.

Ich verneine keine Wahrheiten krampfhaft und ich bejahe keine Wahrheiten krampfhaft. Ich sehe mir auch neue Information an und ziehe fallweise neue Schlüsse daraus.

Von welcher Liebe sprichst du eigentlich? Partnerschaftlicher Liebe? Liebe durch Bezugspersonen in der Kindheit?
* Am meisten schmerzt das Gute, das wir zwar erlebt haben, aber in uns nicht angekommen ist *

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Re: Wisst ihr, was Liebe ist?

Beitrag von Stabil » Freitag 9. November 2018, 21:47

NBUC hat geschrieben:
Freitag 9. November 2018, 14:23
Wobei ich Offenheit am ehesten mit "Fähigkeit eine Beziehung mit einer Person zumindest nicht auszuschleißen." beschreiben würde.
Das halte ich für eine gute Formulierung des ersten Beginns von Offenheit.

Offenheit kann man auch ohne Bezug auf eine konkrete Person entwickeln. Die Offenheit ohne konkreten Bezug nenne ich allgmeine Offenheit. So habe ich sie auch in meinem Beitrag angesprochen. Man tut gut daran, seine allgemeine Offenheit zu entwickeln, auch wenn grad keine konkrete potentielle Partnerin in Sicht ist.

Zur Offenheit gegenüber einer bestimmten Kennenlernpartnerin muss ich noch nachdenken. Danke für den Hinweis.
NBUC hat geschrieben:
Freitag 9. November 2018, 14:23
Bei Personen mit einem ganz schlechten Selbstbild oder auch schlechtem Bild ihrer Umwelt wäre das dann wohl nicht gegeben. Aber von diesem hier tatsächlich scheinbar öfter anzutreffenden Personenkreis abgesehen hinaus ist generelle Offenheit wohl eher eine grundlegend anzunehmende Eigenschaft und wäre dann für die von ersterem nicht betroffenen Personen nicht mehr das Grundproblem.

Die spezifische Offenheit, d.h. bezgl. einer bestimmten Person sehe ich aber in notwendiger Abhängigkeit von den bereits gemachten Erfahrungen dun Einblicke zu dieser Person. Und da wäre die Offenheit ja letztlich eine Frage der von jemanden erwarteten Probleme auf dem Weg zu oder in einer Beziehung, also auch nicht genereller Offenheitsmangel, denn ohne den käme es erst gar nicht zu der Interessensituation, welche den Fall dann erst als Problem darstellen würde, sondern einzelnen "Offenheitslimitatoren", welche einen daran zweifeln lassen, dass das eine gute Idee ist - und die müssen auch nicht alle unangebracht sein ... . .
Das verstehe ich nicht. Ich sehe jetzt auch nicht einen Bezug zu einem bestimmten persönlichen Anliegen.
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Re: Wisst ihr, was Liebe ist?

Beitrag von naptime » Freitag 9. November 2018, 21:49

Stabil hat geschrieben:
Freitag 9. November 2018, 20:40
Von welcher Liebe sprichst du eigentlich? Partnerschaftlicher Liebe? Liebe durch Bezugspersonen in der Kindheit?
Beides. Die Beziehung zu meinen Eltern ist zumindest kompliziert und partnerschaftliche Liebe werde ich eh nie erleben.

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