Wie kann man Selbstliebe entwickeln?

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Siegfried
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Re: Wie kann man Selbstliebe entwickeln?

Beitrag von Siegfried » Donnerstag 22. November 2018, 08:50

BartS hat geschrieben:
Mittwoch 21. November 2018, 18:28
Strange Lady hat geschrieben:
Mittwoch 21. November 2018, 17:50
Und dass jeder noch so dysfunktionale Mensch es verdient, auch voller Neurosen und Komplexe geliebt und ein Stückweit durch die Liebe einer anderen Person genährt und aufgefangen zu werden.
Ich glaube, dass ist eine Anspruchshaltung gegenüber seinen Mitmenschen, die sich eher destruktiv auswirkt. Denn geliebt zu werden, kann man nicht verdienen. Wenn jeder darauf Anspruch hätte, heißt das auch im Umkehrschluss, dass Du (oder andere) jemanden lieben müsstest, den Du nicht liebst. Liebe ist nun mal ein Geschenk, was nicht auf einer Verpflichtung beruht.
Strange Lady hat geschrieben:
Mittwoch 21. November 2018, 17:50
Mich kotzt hier einfach nur diese Überheblichkeit derer an, die selbst Beziehungen haben/leben (oftmals auch dysfunktionale etc) und davon profitieren, aber anderen armen Schweinen hier anordnen, sie mögen sich doch bittesehr erstmal allein aus der Scheiße rausziehen, weil so im desolaten Zustand ginge das ja mal gar nicht, man sei maximal unattraktiv, unszumutbar, sei es nicht wert etc.
Was sagst Du dann zu der Aussage von Schmog, dass er es für unzumutbar hält, mit einer älteren Frau zusammen zu sein, die psychische Probleme. Natürlich kann man sich über die Überheblichkeit seiner Mitmenschen aufregen. Aber ich glaube, dass diese Wut darauf teilweise die eigene Überheblichkeit überdeckt, die wir an den Tag legen, wenn wir andere Menschen bezüglich einer Beziehung für unzumutbar halten. Wir sind nicht nur Opfer, wir sind auch Täter.
Da ist schon was dran. Wir legen hier gern eine Doppelmoral an den Tag die auf die anderen schimpft wenn die sich so verhalten wie wir es selbst oftmals tun wenn wir ehrlich sind. Wenn ich so Frauen auf der Straße bewusst beobachte die an mir vorbeilaufen würde ich auch nicht jede haben wollen die mir da so begegnet alleine schon vom ersten Eindruck her. Der Scanner im Kopf katalogisiert nach zu alt, zu dick, zu asoziale, nicht mein Typ etc. und definiert die als unzumutbar für mich so das ich lieber AB bleib als mit denen eine Beziehung haben zu müssen. Gleichzeitig ist man aber neidisch und frustriert auf die Frauen die man attraktiv findet und gern als Partner hätte die aber einen nicht mit dem Arsch anschauen. :hammer:

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Re: Wie kann man Selbstliebe entwickeln?

Beitrag von Strange Lady » Donnerstag 22. November 2018, 10:45

WishIWasAsexual hat geschrieben:
Donnerstag 22. November 2018, 04:24
Als Person, die selber mit diesem Thema hadert, habe ich mir diesen Thread mal durchgelesen, einiges davon nur überflogen. Ich weiss leider keine Antwort auf die Frage...
Strange Lady hat geschrieben:
Samstag 17. November 2018, 19:26
Das ist der PUnkt. Ich glaube nicht daran, dass Selbstliebe autonom, ohne ein Zutun von anderen Menschen, aus sich selbst geschöpft werden kann.
Dann wäre es nach Ansicht vieler keine wahre Selbstliebe, denn die muss angeblich von innen heraus kommen. Ist man auf äussere Liebe angewiesen, kann das katastrophale Folgen haben, wenn eine solche Liebe-spendenden Person mal fehlt (verreist, schwer krank wird, stirbt o.ä.). Angenommen äussere Liebe kann dazu führen, innere Liebe zu Entwickeln, bleibt die Frage, ob sie ein Level erreichen kann, bei dem sie sich selbst nährt und so losgelöst von einer externen Quelle Bestand hat, oder ob sie dann wieder dahinschwindet. Ich respektiere natürlich Deine Meinung dazu, dass es ohne Hilfe von aussen nicht möglich ist.
Das ist die zentrale Frage. Keine Ahnung - ich sehe nur, dass es sehr viele selbstdestruktive, neurotische Menschen gibt, denen es innerhalb einer Beziehung besser geht als ohne Beziehung. Ob sich die Liebe dann irgendwann von selbst trägt, kann ich nicht sagen. Aber die Beziehung reguliert das Selbst, aber volle Pulle.
Mein Vater ist das beste Beispiel dafür: total gestört, aber profitiert maximal von der Beziehung zu meiner Mutter. Ohne sie wäre er längst eingegangen.

Und solche Ehen/Beziehungen gibt es unzählige. Ich persönlich kennen kaum einen Menschen, der durch und durch von Selbstliebe beseelt durchs Leben gleitet. ALLE, ausnahmslos alle, profitieren von Beziehungen, und seien diese noch so dysfunktional.
Deswegen ist die "entwickle erstmal Selbstliebe"-Diskussion auch keine beziehungsrelevante Angelegenheit.
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Re: Wie kann man Selbstliebe entwickeln?

Beitrag von Strange Lady » Donnerstag 22. November 2018, 10:50

Siegfried hat geschrieben:
Donnerstag 22. November 2018, 08:50
BartS hat geschrieben:
Mittwoch 21. November 2018, 18:28
Strange Lady hat geschrieben:
Mittwoch 21. November 2018, 17:50
Und dass jeder noch so dysfunktionale Mensch es verdient, auch voller Neurosen und Komplexe geliebt und ein Stückweit durch die Liebe einer anderen Person genährt und aufgefangen zu werden.
Ich glaube, dass ist eine Anspruchshaltung gegenüber seinen Mitmenschen, die sich eher destruktiv auswirkt. Denn geliebt zu werden, kann man nicht verdienen. Wenn jeder darauf Anspruch hätte, heißt das auch im Umkehrschluss, dass Du (oder andere) jemanden lieben müsstest, den Du nicht liebst. Liebe ist nun mal ein Geschenk, was nicht auf einer Verpflichtung beruht.
Strange Lady hat geschrieben:
Mittwoch 21. November 2018, 17:50
Mich kotzt hier einfach nur diese Überheblichkeit derer an, die selbst Beziehungen haben/leben (oftmals auch dysfunktionale etc) und davon profitieren, aber anderen armen Schweinen hier anordnen, sie mögen sich doch bittesehr erstmal allein aus der Scheiße rausziehen, weil so im desolaten Zustand ginge das ja mal gar nicht, man sei maximal unattraktiv, unszumutbar, sei es nicht wert etc.
Was sagst Du dann zu der Aussage von Schmog, dass er es für unzumutbar hält, mit einer älteren Frau zusammen zu sein, die psychische Probleme. Natürlich kann man sich über die Überheblichkeit seiner Mitmenschen aufregen. Aber ich glaube, dass diese Wut darauf teilweise die eigene Überheblichkeit überdeckt, die wir an den Tag legen, wenn wir andere Menschen bezüglich einer Beziehung für unzumutbar halten. Wir sind nicht nur Opfer, wir sind auch Täter.
Da ist schon was dran. Wir legen hier gern eine Doppelmoral an den Tag die auf die anderen schimpft wenn die sich so verhalten wie wir es selbst oftmals tun wenn wir ehrlich sind. Wenn ich so Frauen auf der Straße bewusst beobachte die an mir vorbeilaufen würde ich auch nicht jede haben wollen die mir da so begegnet alleine schon vom ersten Eindruck her. Der Scanner im Kopf katalogisiert nach zu alt, zu dick, zu asoziale, nicht mein Typ etc. und definiert die als unzumutbar für mich so das ich lieber AB bleib als mit denen eine Beziehung haben zu müssen. Gleichzeitig ist man aber neidisch und frustriert auf die Frauen die man attraktiv findet und gern als Partner hätte die aber einen nicht mit dem Arsch anschauen. :hammer:
Die gute alte Liga-Diskussion: Gestörte sollen sich gefälligst nur mit Gestörten paaren. Und Fette nur mit Fetten. Alte nur mit Alten.

Wobei schmoggie ja gar nicht anspruchsvoll ist. Was der als "junge, hübsche" Frau bezeichnet, könnte auf fast jede zweite Ü50-Durchschnittsfrau zutreffen. Ganz im Gegenteil, er ist zu anspruchslos - im Grunde käme jede lächelnde, nette Frau in Frage, die ihn freundlich begrüßt/bedient, in Frage - so wie ich ihn kenne. Und DAS ist das gößere Problem.
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Re: Wie kann man Selbstliebe entwickeln?

Beitrag von silentium » Donnerstag 22. November 2018, 11:21

Interessantes Thema.
Ich halte auch nichts von der Doktrin "Du musst mit Dir selbst absolut im Reinen sein, nur dann klappt es auch mit einer Beziehung / hast Du auch Anspruch auf eine Beziehung / darfst Du Dich einem Partner zumuten." Es ist auch nicht das, was ich bei anderen Beziehungen beobachte. Ich glaube auch nicht, dass sich "Normalos" überhaupt solche vielen Gedanken machen oder solche Prämissen auferlegen. Da neigen wohl eher Menschen dazu, bei denen es nicht klappt und man dann nach Antworten und Strategien sucht.
Und umgekehrt möchte ich auch nicht in einer Partnerschaft leben, wo ich für mein Gegenüber den Status eines "Nice to have, aber geht auch gut ohne" oder "sobald es anstrengender wird, bin ich weg, mach Dein eigenes Ding" habe.
Zu Selbstliebe fällt mir noch spontan ein, seinen eigenen Wert kennen, Selbstwert. (Hab den Thread jetzt nicht durchgelesen.)
Ich halte es nicht für gesund, sich in eine Spirale der Selbstoptimierung zu begeben. (Klar, kommt immer auf das Maß an.)

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Re: Wie kann man Selbstliebe entwickeln?

Beitrag von schmog » Donnerstag 22. November 2018, 14:44

Strange Lady hat geschrieben:
Donnerstag 22. November 2018, 10:50
Siegfried hat geschrieben:
Donnerstag 22. November 2018, 08:50
BartS hat geschrieben:
Mittwoch 21. November 2018, 18:28

Ich glaube, dass ist eine Anspruchshaltung gegenüber seinen Mitmenschen, die sich eher destruktiv auswirkt. Denn geliebt zu werden, kann man nicht verdienen. Wenn jeder darauf Anspruch hätte, heißt das auch im Umkehrschluss, dass Du (oder andere) jemanden lieben müsstest, den Du nicht liebst. Liebe ist nun mal ein Geschenk, was nicht auf einer Verpflichtung beruht.

Was sagst Du dann zu der Aussage von Schmog, dass er es für unzumutbar hält, mit einer älteren Frau zusammen zu sein, die psychische Probleme. Natürlich kann man sich über die Überheblichkeit seiner Mitmenschen aufregen. Aber ich glaube, dass diese Wut darauf teilweise die eigene Überheblichkeit überdeckt, die wir an den Tag legen, wenn wir andere Menschen bezüglich einer Beziehung für unzumutbar halten. Wir sind nicht nur Opfer, wir sind auch Täter.
Da ist schon was dran. Wir legen hier gern eine Doppelmoral an den Tag die auf die anderen schimpft wenn die sich so verhalten wie wir es selbst oftmals tun wenn wir ehrlich sind. Wenn ich so Frauen auf der Straße bewusst beobachte die an mir vorbeilaufen würde ich auch nicht jede haben wollen die mir da so begegnet alleine schon vom ersten Eindruck her. Der Scanner im Kopf katalogisiert nach zu alt, zu dick, zu asoziale, nicht mein Typ etc. und definiert die als unzumutbar für mich so das ich lieber AB bleib als mit denen eine Beziehung haben zu müssen. Gleichzeitig ist man aber neidisch und frustriert auf die Frauen die man attraktiv findet und gern als Partner hätte die aber einen nicht mit dem Arsch anschauen. :hammer:
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Wobei schmoggie ja gar nicht anspruchsvoll ist. Was der als "junge, hübsche" Frau bezeichnet, könnte auf fast jede zweite Ü50-Durchschnittsfrau zutreffen. Ganz im Gegenteil, er ist zu anspruchslos - im Grunde käme jede lächelnde, nette Frau in Frage, die ihn freundlich begrüßt/bedient, in Frage - so wie ich ihn kenne. Und DAS ist das gößere Problem.
Richtig! :D

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Re: Wie kann man Selbstliebe entwickeln?

Beitrag von Kief » Donnerstag 22. November 2018, 16:06

silentium hat geschrieben:
Donnerstag 22. November 2018, 11:21
Ich halte auch nichts von der Doktrin "Du musst mit Dir selbst absolut im Reinen sein, nur dann klappt es auch mit einer Beziehung / hast Du auch Anspruch auf eine Beziehung / darfst Du Dich einem Partner zumuten." Es ist auch nicht das, was ich bei anderen Beziehungen beobachte. Ich glaube auch nicht, dass sich "Normalos" überhaupt solche vielen Gedanken machen oder solche Prämissen auferlegen. Da neigen wohl eher Menschen dazu, bei denen es nicht klappt und man dann nach Antworten und Strategien sucht. [ ... ]
Ich halte es nicht für gesund, sich in eine Spirale der Selbstoptimierung zu begeben. (Klar, kommt immer auf das Maß an.)
Ich sehe in der eigenen Weiterentwicklung sowieso nicht eine kausale Erfolgsnotwendigkeit, oder dass man dadurch etwas verdient, sich jemandem zumuten darf.

Ich sehe allerdings Chancen - womit man sich Chancen und nette Kontakte erarbeiten oder verbauen kann.
Wenn ich schon an Koerpergroesse und meinen Statussymbolen nicht viel drehen kann,
mich selbst kann ich begutachten, wo ich meinen Idealen (ausreichend) entspreche, und wo ich feilen moechte.

Bei mir selbst etwas zu machen, da habe ich den meisten Handlungsspielraum.


K

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Re: Wie kann man Selbstliebe entwickeln?

Beitrag von Strange Lady » Donnerstag 22. November 2018, 16:48

schmog hat geschrieben:
Donnerstag 22. November 2018, 14:44
Strange Lady hat geschrieben:
Donnerstag 22. November 2018, 10:50
Siegfried hat geschrieben:
Donnerstag 22. November 2018, 08:50


Da ist schon was dran. Wir legen hier gern eine Doppelmoral an den Tag die auf die anderen schimpft wenn die sich so verhalten wie wir es selbst oftmals tun wenn wir ehrlich sind. Wenn ich so Frauen auf der Straße bewusst beobachte die an mir vorbeilaufen würde ich auch nicht jede haben wollen die mir da so begegnet alleine schon vom ersten Eindruck her. Der Scanner im Kopf katalogisiert nach zu alt, zu dick, zu asoziale, nicht mein Typ etc. und definiert die als unzumutbar für mich so das ich lieber AB bleib als mit denen eine Beziehung haben zu müssen. Gleichzeitig ist man aber neidisch und frustriert auf die Frauen die man attraktiv findet und gern als Partner hätte die aber einen nicht mit dem Arsch anschauen. :hammer:
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Re: Wie kann man Selbstliebe entwickeln?

Beitrag von schmog » Donnerstag 22. November 2018, 16:56

Strange Lady hat geschrieben:
Donnerstag 22. November 2018, 16:48
schmog hat geschrieben:
Donnerstag 22. November 2018, 14:44
Strange Lady hat geschrieben:
Donnerstag 22. November 2018, 10:50


Die gute alte Liga-Diskussion: Gestörte sollen sich gefälligst nur mit Gestörten paaren. Und Fette nur mit Fetten. Alte nur mit Alten.

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Re: Wie kann man Selbstliebe entwickeln?

Beitrag von Talbot » Donnerstag 22. November 2018, 17:05

Siegfried hat geschrieben:
Donnerstag 22. November 2018, 08:50
Da ist schon was dran. Wir legen hier gern eine Doppelmoral an den Tag die auf die anderen schimpft wenn die sich so verhalten wie wir es selbst oftmals tun wenn wir ehrlich sind. Wenn ich so Frauen auf der Straße bewusst beobachte die an mir vorbeilaufen würde ich auch nicht jede haben wollen die mir da so begegnet alleine schon vom ersten Eindruck her. Der Scanner im Kopf katalogisiert nach zu alt, zu dick, zu asoziale, nicht mein Typ etc. und definiert die als unzumutbar für mich so das ich lieber AB bleib als mit denen eine Beziehung haben zu müssen. Gleichzeitig ist man aber neidisch und frustriert auf die Frauen die man attraktiv findet und gern als Partner hätte die aber einen nicht mit dem Arsch anschauen. :hammer:
Kann ich nur zustimmen.
Ich bin garantiert der Letzte, der ein grundsätzliches Problem damit hat, wenn jemand Ansprüche hat,, aber was ich nicht verstehe ist, wie man über die böse ungerechte Welt und die eigene vollkommene Chancenlosigkeit jammern/sich aufregen kann, aber gleichzeitig selbst einige/viele Frauen von Anfang an ausschließt.

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Re: Wie kann man Selbstliebe entwickeln?

Beitrag von schmog » Donnerstag 22. November 2018, 17:17

Talbot hat geschrieben:
Donnerstag 22. November 2018, 17:05
Siegfried hat geschrieben:
Donnerstag 22. November 2018, 08:50
Da ist schon was dran. Wir legen hier gern eine Doppelmoral an den Tag die auf die anderen schimpft wenn die sich so verhalten wie wir es selbst oftmals tun wenn wir ehrlich sind. Wenn ich so Frauen auf der Straße bewusst beobachte die an mir vorbeilaufen würde ich auch nicht jede haben wollen die mir da so begegnet alleine schon vom ersten Eindruck her. Der Scanner im Kopf katalogisiert nach zu alt, zu dick, zu asoziale, nicht mein Typ etc. und definiert die als unzumutbar für mich so das ich lieber AB bleib als mit denen eine Beziehung haben zu müssen. Gleichzeitig ist man aber neidisch und frustriert auf die Frauen die man attraktiv findet und gern als Partner hätte die aber einen nicht mit dem Arsch anschauen. :hammer:
Kann ich nur zustimmen.
Ich bin garantiert der Letzte, der ein grundsätzliches Problem damit hat, wenn jemand Ansprüche hat,, aber was ich nicht verstehe ist, wie man über die böse ungerechte Welt und die eigene vollkommene Chancenlosigkeit jammern/sich aufregen kann, aber gleichzeitig selbst einige/viele Frauen von Anfang an ausschließt.
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Re: Wie kann man Selbstliebe entwickeln?

Beitrag von Stabil » Donnerstag 22. November 2018, 19:30

Strange Lady hat geschrieben:
Mittwoch 21. November 2018, 13:31
Aber zum anderen auch: wer das Konzept "möhrenlose Liebe" nicht kennt/internalisiert hat, erkennt sie auch nicht wieder, wenn sie einem wiederfähr, sei es nun in Form von Liebe durch andere oder in Form von Selbstliebe.
Ja, es scheint so zu sein, dass oft zu wenig an Erinnerung an das geliebt werden da ist, um es erkennen zu können. Es können auch grosse Brocken anderer Erinnerungen den Blick verstellen.

Strange Lady hat geschrieben:
Mittwoch 21. November 2018, 13:31
wie schaffen wir es, dass das Gute, das uns widerfährt, nicht immer wieder auf den trockenen, unproduktiven, unfruchtbaren Boden des Vergangenen fällt, auf dem nichts gedeihen kann. ... :? dennoch klappt es nicht. Solange im Innern der fruchtbare Mutterboden fehlt, fällt alles Gute, Selbstversöhnliche, Wohltuende in einen tiefen Abgrund und verschwindet.
Eine beeindruckende Beschreibung. Das berührt mich, weil du etwas ansprichtst, das ich kenne. Trauer, Dunkelheit und Leere kommen auf.

Strange Lady hat geschrieben:
Mittwoch 21. November 2018, 13:31
Ich sehe das bei sehr vielen Menschen, dass sie sich bewusst um sich selbst kümmern, ständig von Wellness zu Yoga zu Meditation zu Lieblingshobby zu beste Freundin eilen, um sich selbst "Selbstliebe" zukommen zu lassen. Funktioniert aber nicht, weil es auch da immer noch ein "externer Akt" bleibt. ... ich bin seit langer Zeit in div. Therapien unterwegs, auf der Suche nach dem heiligen Gral der Selbstliebe. Ich kenne und praktiziere sämtliche Strategien ...
Viele Ansätze gibt es wohl. Und in Arbeit kann das bald ausarten. Dass es dann absurd wird, haben wir schon fest gestellt. Hoffentlich kann man vieles davon mit Freude und Genuss machen, und anderes als interssant und sinnvoll erleben.

Strange Lady hat geschrieben:
Mittwoch 21. November 2018, 13:31
Ja, auch Selbstliebe kann praktiziert werden, ohne dass sie uns wirklich im Innern erreicht.
Ja viel kann man tun, viel kann man richtig tun, und es kann sein, dass es nicht ankommt - mit allen schmerzlichen Konsequenzen.


Dazu hab ich ein paar Gedanken, wie ich die Zusammenhänge sehe. Die möchte ich kurz skizzieren, ohne dass ich den Anspruch habe, dass etwas davon auch dir nützlich ist. Dort, wo ich Dinge anders sehe, stelle ich einfach einen Unterschied dar, es soll keine Kritik an deinen Darstellungen sein. Ausgereift sind meine Überlegungen sicher nicht.

Mit dem Anspruch, "Selbstliebe kann praktiziert werden", würde ich mich nicht wohl fühlen, da mich dieser ungeduldig werden liesse. Ich würde sagen, Selbstliebe kann wachsen. Mit dieser Formulierung kann ich meine Gelassenheit finden. Aber "praktizieren" würde ich doch gerne was, ich gestalte ja gern aktiv mein Leben. Also formuliere ich: selbstliebendes Verhalten kann praktiziert werden. Haben will ich natürlich auch was davon, darum kann ich selbstliebendes Verhalten empfangen. Zusätzlich kann ich aus einer reflektierenden Position noch mein selbstliebendes Verhalten wahrnehmen. Damit habe ich einen begrifflichen Raster für die unterschiedlichen Aspekte dessen, was beim Entstehen von Selbstliebe passiert.

Was in allen Details selbstliebendes Verhalten ist, das könnte man wahrscheinlich am ehesten den psychodynamischen Überberlegungen zur kindlichen Entwicklung entnehmen. Schematherapie von Young geht in diese Richtung, dort hab ich mich aber noch nicht ausreichend eingelesen. Es geht bekanntlich nicht nur um die liebevolle Pflege, das Nähren und Kümmern. Sondern es geht auch um das liebevolle Setzen von Grenzen, liebevolles Fordern, liebevolles Anerkennen von Gelingen und liebevolles Akzeptieren von Versagen. Das hat alles einen bestimmten Platz im Entwicklungsprozess. Das richtig aus zu arbeiten wäre eine umfangreiche und anspruchsvolle Arbeit.

Wenn jetzt Selbstliebe entsteht, entstehen eigentlich zwei Selbstlieben, nein drei sind es. Das sich selbstgeliebt Fühlen, das aktive Selbstlieben und aus der reflektierenden Position betrachtet, die Selbstliebe als zweiseitiger Vorgang wahrgenommen durch das gleichzeitige Einfühlen in die beiden anderen Positionen. Da Liebe immer etwas Zweiseitiges ist, müsste man jetzt ansehen, wie die Selbstliebe von dem sich selbstgeliebt fühlenden Teil zu dem aktiv selbstliebenden Teil zurück kommt.

Beim Erforschen der Möglichkeiten, Selbstliebe wachsen zu lassen, wird man immer wieder auf sehr schmerzhafte Punkte stossen, die starke Schutzreaktionen auslösen. Ärger, Rückzug, Erstarren, "Leben nach Vorschrift", "Beziehung nach Vorschrift" sind grob gesagt die Möglichkeiten. Diese Schutzmechanismen sind meist heftige emotionale Reaktionen. Mit ihnen in Selbstsliebe um zu gehen ist nicht einfach. Erstens ist erforderlich, den angemessenen selbstliebenden Umgang mit genau der gerade konkret auftretenden Reaktion zu kennen, zweitens braucht es die Fähigkeit, diesen liebevollen Umgang auch zumindest grundsätzlich als emotionale Haltung verwirklichen zu können, drittens muss man Möglichkeiten haben, genügend Distanz zu sich zu kriegen, viertens aus der Distanz diese emotionale Haltung zu sich selbst einnehmen können, fünftens sich selbst in dieser Haltung nahe an sich zu nehmen und die Selbstliebe wirken lassen. Das kann dann aus der empfangenden Position nach erlebt werden und ebenso aus der reflektierenden.

So weit mal grob und unausgereift meine Überlegungen. Sorry, dass das so verwirrend geworden ist. Das Thema scheint nunmal so vilefältige Aspekte zu besitzen. Weiter und verständlicher ausführen werde ich das wohl. Aber der Rahmen von Forenbeiträgen ist wahrscheinlich nicht ganz geeignet, wegen des Umfangs, den das annehmen kann. Wie gesagt, ob da einzelne Teile nützlich für weiterführende Überlegungen bei dir sein können, weiss ich nicht. Ich wünsche dir alles Gute beim weiter Erforschen deines Themas.
* Am meisten schmerzt das Gute, das wir zwar erlebt haben, aber in uns nicht angekommen ist *

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Re: Wie kann man Selbstliebe entwickeln?

Beitrag von Stabil » Donnerstag 22. November 2018, 22:29

Hallo,
ich denke, dass sich die beiden Standpunkte nicht widersprechen, sondern ergänzen. Es kommt darauf an, mit welcher zeitlichen Perspektive man die Selbstliebe ansieht.
Strange Lady hat geschrieben:
Samstag 17. November 2018, 19:26
Das ist der PUnkt. Ich glaube nicht daran, dass Selbstliebe autonom, ohne ein Zutun von anderen Menschen, aus sich selbst geschöpft werden kann.
WishIWasAsexual hat geschrieben:
Donnerstag 22. November 2018, 04:24
Dann wäre es nach Ansicht vieler keine wahre Selbstliebe, denn die muss angeblich von innen heraus kommen. Ist man auf äussere Liebe angewiesen, kann das katastrophale Folgen haben, wenn eine solche Liebe-spendenden Person mal fehlt (verreist, schwer krank wird, stirbt o.ä.). Angenommen äussere Liebe kann dazu führen, innere Liebe zu Entwickeln, bleibt die Frage, ob sie ein Level erreichen kann, bei dem sie sich selbst nährt und so losgelöst von einer externen Quelle Bestand hat, oder ob sie dann wieder dahinschwindet. Ich respektiere natürlich Deine Meinung dazu, dass es ohne Hilfe von aussen nicht möglich ist.
Das Entstehen von Selbstliebe in der Kindheit scheint von der Liebe durch primäre Beziehungspersonen abhängig zu sein. Langfristig gesehen wird die Selbstliebe auch im Erwachsenenalter durch die Liebe von anderen gefördert. Kurzfristig ist sie vollkommen unabhängig von aussen. Das entspricht auch ihrer Definition.

Ich selbst hatte einen deutlichen Nachholbedarf, als ich erwachsen wurde. Geliebt zu werden und zu spüren, dass meine Liebe ankommt, half mir. Das half mir aber nicht nachhaltig. Ich musste viel dazu tun, dass ich die Selbstliebe in mir wachsen liess. Wenn das gelingt, fördern die beiden Bereiche, die Selbstliebe und die gegenseitige Liebe einander.

Wenn jemand mit deutlich mangelnder Selbstliebe an eine Beziehung heran geht, in der Hoffnung, dass die Liebe, die ihm entgegen gebracht wird blad seine mangelnde Selbstliebe ersetzen oder schnell entstehen lässt, ist das eine Illusion.

Wenn jemand aber die als unzulängliche empfundene Selbstliebe pflegt und selbst fördert, dann können die Liebe, die der Person entgegen gebracht wird, und die Liebe die sie ihrem Partner entgegenbringt, das Wachsen der Selbstliebe zusätzlich fördern. Das halte ich für eine begründete Hoffnung. Voraussetzung dabei scheint mir dafür auch das Wahrnehmen der Selbstverantwortung zu sein.
* Am meisten schmerzt das Gute, das wir zwar erlebt haben, aber in uns nicht angekommen ist *

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Re: Wie kann man Selbstliebe entwickeln?

Beitrag von BartS » Freitag 23. November 2018, 00:54

Strange Lady hat geschrieben:
Donnerstag 22. November 2018, 10:50
Die gute alte Liga-Diskussion: Gestörte sollen sich gefälligst nur mit Gestörten paaren. Und Fette nur mit Fetten. Alte nur mit Alten.
Weder hat das hier jemand in dieser Diskussion gefordert, noch geht es wirklich darum. Es geht um die innere Widersprüchlichkeit. Auf der einen Seite schimpfen wir, dass unsere Umfeld so sehr auf äußere Merkmale oder bestimmte Normen achten. Auf der anderen Seite achten wir selbst auf äußere Merkmale und eigene Normen und lehnen genauso potentielle Partner ab. Ich bin davon überzeugt, wenn man einmal erkennt, dass "wir" wirklich nicht so viel anders ticken wie die anderen, nimmt es auch ein stückweit die feindliche Einstellung gegenüber unser Umfeld.
"Liebe ist, dass man sich so lange gehen lässt, bis man nicht mehr gehen kann."
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Re: Wie kann man Selbstliebe entwickeln?

Beitrag von Siegfried » Freitag 23. November 2018, 05:36

schmog hat geschrieben:
Donnerstag 22. November 2018, 17:17
Talbot hat geschrieben:
Donnerstag 22. November 2018, 17:05
Siegfried hat geschrieben:
Donnerstag 22. November 2018, 08:50
Da ist schon was dran. Wir legen hier gern eine Doppelmoral an den Tag die auf die anderen schimpft wenn die sich so verhalten wie wir es selbst oftmals tun wenn wir ehrlich sind. Wenn ich so Frauen auf der Straße bewusst beobachte die an mir vorbeilaufen würde ich auch nicht jede haben wollen die mir da so begegnet alleine schon vom ersten Eindruck her. Der Scanner im Kopf katalogisiert nach zu alt, zu dick, zu asoziale, nicht mein Typ etc. und definiert die als unzumutbar für mich so das ich lieber AB bleib als mit denen eine Beziehung haben zu müssen. Gleichzeitig ist man aber neidisch und frustriert auf die Frauen die man attraktiv findet und gern als Partner hätte die aber einen nicht mit dem Arsch anschauen. :hammer:
Kann ich nur zustimmen.
Ich bin garantiert der Letzte, der ein grundsätzliches Problem damit hat, wenn jemand Ansprüche hat,, aber was ich nicht verstehe ist, wie man über die böse ungerechte Welt und die eigene vollkommene Chancenlosigkeit jammern/sich aufregen kann, aber gleichzeitig selbst einige/viele Frauen von Anfang an ausschließt.
Alle haben Ansprüche!
Und was sollen die Frauen sagen wo selbst Schmog schon sagt "ne sorry dich will ich nicht weil du mir nicht gut genug bist" ? Die sollen sich gefälligst einen anderen Typen suchen der sich mit denen abgibt.... da draußen laufen ja noch genug andere gestörte rum. In der Beziehung "Ansprüche" sind wir eben nicht besser oder schlechter wie die Normalos auch. Ich stehe ja auch genauso auf schlanke, attraktive Frauen um die 35 Jahre alt, aber bei einer dicken, unattraktiven Frau um die 45 Jahre würde ich auch eher "ne, sorry" sagen. :oops:

Es ist nur eben schwer die Realität zu akzeptieren das man eben selbst nur auf der Stufe der unteren Resterampe steht aber nur nach den unerreichbaren Sternen schaut, in der die Hoffnung als letztes stirbt.

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Re: Wie kann man Selbstliebe entwickeln?

Beitrag von Bummi » Freitag 23. November 2018, 07:38

Siegfried hat geschrieben:
Freitag 23. November 2018, 05:36


Und was sollen die Frauen sagen wo selbst Schmog schon sagt "ne sorry dich will ich nicht weil du mir nicht gut genug bist" ? Die sollen sich gefälligst einen anderen Typen suchen der sich mit denen abgibt.... da draußen laufen ja noch genug andere gestörte rum.
Die haben die Klappe zu halten, denn dem Männerschuss nach dürfte es sie eigentlich gar nicht geben. ;) ;) ;)
Manche Leute schreiben, um zu lesen, was sie denken.

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Re: Wie kann man Selbstliebe entwickeln?

Beitrag von Lazarus Long » Freitag 23. November 2018, 07:54

Jeder hat Ansprüch und das mit recht.
Ich kann nicht jeden Anspruch nachvollziehen, aber was soll's.
Wenn der Betreffende damit glücklich wird, dann ist alles in Ordnung.
Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.

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1767 - 1835

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Re: Wie kann man Selbstliebe entwickeln?

Beitrag von Strange Lady » Freitag 23. November 2018, 10:49

Siegfried hat geschrieben:
Freitag 23. November 2018, 05:36
schmog hat geschrieben:
Donnerstag 22. November 2018, 17:17
Talbot hat geschrieben:
Donnerstag 22. November 2018, 17:05


Kann ich nur zustimmen.
Ich bin garantiert der Letzte, der ein grundsätzliches Problem damit hat, wenn jemand Ansprüche hat,, aber was ich nicht verstehe ist, wie man über die böse ungerechte Welt und die eigene vollkommene Chancenlosigkeit jammern/sich aufregen kann, aber gleichzeitig selbst einige/viele Frauen von Anfang an ausschließt.
Alle haben Ansprüche!
Und was sollen die Frauen sagen wo selbst Schmog schon sagt "ne sorry dich will ich nicht weil du mir nicht gut genug bist" ? Die sollen sich gefälligst einen anderen Typen suchen der sich mit denen abgibt.... da draußen laufen ja noch genug andere gestörte rum. In der Beziehung "Ansprüche" sind wir eben nicht besser oder schlechter wie die Normalos auch. Ich stehe ja auch genauso auf schlanke, attraktive Frauen um die 35 Jahre alt, aber bei einer dicken, unattraktiven Frau um die 45 Jahre würde ich auch eher "ne, sorry" sagen. :oops:

Es ist nur eben schwer die Realität zu akzeptieren das man eben selbst nur auf der Stufe der unteren Resterampe steht aber nur nach den unerreichbaren Sternen schaut, in der die Hoffnung als letztes stirbt.
Genau richtig. Entscheidend ist, dass man/frau die Verantwortung übernimmt für den eigenen Anteil an der Situation.
Ob sich dann was dran ändern lässt, ist dann eine andere Sache. Wenn ich Zugriff auf meine unbewussten libidinösen Gefùhlsmuster hätte, wäre ich sicher nicht hier.
Körperlich-sexuelle Anziehungskraft lässt sich leider nicht herbeirationalisieren. Wenn du keinen hochkriegst, kriegst du halt keinen hoch.
If only God would give me some clear sign! Like making a large deposit in my name at a Swiss bank.
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Re: Wie kann man Selbstliebe entwickeln?

Beitrag von BartS » Freitag 23. November 2018, 11:59

Strange Lady hat geschrieben:
Freitag 23. November 2018, 10:49
Körperlich-sexuelle Anziehungskraft lässt sich leider nicht herbeirationalisieren.
Aber genau die halte ich in Bezug auf eine langfristige funktionierende Beziehung für überschätzt. Sie ist sicher hilfreich, lässt sich aber durch die äußeren Umstände beeinflussen. Nicht wenige Paare entwickeln durch eine starke seelische Intimität auch eine stärkere körperliche Intimität. Die Vorstellung, man müsse von Anfang an total körperlich-sexuell auf seinen Partner abfahren, verhindert eher Beziehungsanbahnungen. Der Singleberater und Paartherapeut Christian Thiel gibt gerade den Frauen den Tipp, bei Online-Kontaktbörsen nicht in erster Linie auf das Photo zu achten, sondern zu schauen, ob die anderen Punkte stimmen.
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Re: Wie kann man Selbstliebe entwickeln?

Beitrag von Peter » Freitag 23. November 2018, 12:41

BartS hat geschrieben:
Freitag 23. November 2018, 11:59
Strange Lady hat geschrieben:
Freitag 23. November 2018, 10:49
Körperlich-sexuelle Anziehungskraft lässt sich leider nicht herbeirationalisieren.
Aber genau die halte ich in Bezug auf eine langfristige funktionierende Beziehung für überschätzt. Sie ist sicher hilfreich, lässt sich aber durch die äußeren Umstände beeinflussen. Nicht wenige Paare entwickeln durch eine starke seelische Intimität auch eine stärkere körperliche Intimität. Die Vorstellung, man müsse von Anfang an total körperlich-sexuell auf seinen Partner abfahren, verhindert eher Beziehungsanbahnungen. Der Singleberater und Paartherapeut Christian Thiel gibt gerade den Frauen den Tipp, bei Online-Kontaktbörsen nicht in erster Linie auf das Photo zu achten, sondern zu schauen, ob die anderen Punkte stimmen.
Viele Paare entwickeln aber auch durch körperliche Intimität eine starke seelische Intimität ;) Wobei Liebe und seelische Intimität doch hauptsächlich während des Zusammenseins wachsen.

Körperlich-sexuell betrachtest Du vielleicht etwas zu isoliert. Zumindest, wenn es um Partnerschaft geht. Zuerst kommt doch in Regel eine erotische Anziehung. Die entsteht aber nicht nur durch körperliche Reize. Da spielen viele Dinge mit hinein. Aber ohne erotische Anziehung kommen die meisten Menschen überhaupt nicht auf die Idee, jemanden als Partner zu wählen.
Nichts gegen den Herrn Thiel. Er wird sicher in erster Linie auf die anderen Punkte bei seiner Partnerin geschaut haben und es irgendwie geschafft haben, Aussehen von Charakter, Interessen und Eigenheiten isoliert zu betrachten. Ich könnte und wollte das nicht. Das spielt alles zusammen.

Aber bezüglich Fotos nehmen Frauen sehr viel mehr wahr als nur die reine optische Attraktivität von Körperbau und Gesichtsform. Da sind Frauen gerne mal viel genauer in ihrer Betrachtung des Fotos als Männer. Denn Fotos zeigen häufig sehr viele Infos abseits von Körperbau und Gesichtsform.

Hinzu kommt, dass die meisten Menschen ein Selbstbild ihrer eigenen optischen Attraktivität haben (Selbst- und Fremdbild müssen dabei natürlich nicht zwingend übereinstimmen). Daher wird es nicht selten vorkommen, dass eine Frau sowohl ihrer Meinung nach zu attraktive also auch zu unattraktive Männer auf den Börsen ausklammert.
Wieso Red Dead Redemption 2, wenn man auch Spyro haben kann?

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Re: Wie kann man Selbstliebe entwickeln?

Beitrag von Nonkonformist » Freitag 23. November 2018, 13:03

BartS hat geschrieben:
Freitag 23. November 2018, 11:59
Aber genau die halte ich in Bezug auf eine langfristige funktionierende Beziehung für überschätzt. Sie ist sicher hilfreich, lässt sich aber durch die äußeren Umstände beeinflussen. Nicht wenige Paare entwickeln durch eine starke seelische Intimität auch eine stärkere körperliche Intimität. Die Vorstellung, man müsse von Anfang an total körperlich-sexuell auf seinen Partner abfahren, verhindert eher Beziehungsanbahnungen. Der Singleberater und Paartherapeut Christian Thiel gibt gerade den Frauen den Tipp, bei Online-Kontaktbörsen nicht in erster Linie auf das Photo zu achten, sondern zu schauen, ob die anderen Punkte stimmen.
Ich habe beim verlieben noch nie auf meine eigene (vermeinte) attraktivität geachtet.
Entweder es funkt und sie ist für mich attraktiv (nicht nur körperlich, aber es spielt immer eine rolle), oder es funkt nichts und dann brauche ich auch keine pragmatische überlegungen, dann passt es halt nicht. Verlieben ist für mich eine emotionale sache, kein warenvergleich.
Bevor ich eine frau attraktiv finde und es emotionen gibt, geht bei mir auch nichts mit beziehungsanbahnung. Und mit eine frau die für mich nicht sexuell attraktiv ist könnte ich auch nie im leben sex haben.
Es kann durchaus passieren das ich mich erst über zeit in eine frau verliebe die mir anfangs gar nicht aufgefallen ist, das ist bei mir sogar eher regel als ausnahme, aber bevor sie mich (in romantsch-sexueller sinne) auffällt lauft da von meiner seite auch gar nichts und lauft im besten fall ein neutraler freundschaft.
Es geht mir immer um der person, es gibt keine offene stelle für lebenspartnerin mit abertausenden potentielle kandidatinnen; da kamen nur meine 15 OdBs im frage. und das auch erst nachdem sie zum OdBs würden. Bevor es (zumindestens von meiner seite aus) funkt kommt bei mir keine frau als partnerin im frage. Partnersuche war bei mir noch nie eine pragmatische angelegenheit, und das wird für mehreren als nur mich den fall sein. Und wann eine beziehung kein selbstzweck ist, geht man auch anders an der sache drann.

Verlieben ist etwas das entweder passiert oder nicht, und ich habe mich dabei noch nie gedanken drüber gemacht 'in welchem liga sie spielt'. oder in welchem liga ich selber spiele. Meine liga ist die ganze welt, und jede frau in den ich mich zufälligerweise verliebe..
Und ich glaube das das zu einen gesunden selbstwert und selbstliebe dazu gehört.
I Yam What I Yam & Dats What I Yam - (Popeye the Sailorman.)

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