Wie kann man Selbstliebe entwickeln?

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Doggo
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Re: Wie kann man Selbstliebe entwickeln?

Beitrag von Doggo » Mittwoch 26. Dezember 2018, 02:09

Dieses Buch hier kann ich nur empfehlen. Habe es nicht nur ausgeliehen sondern auch gekauft. Lohnt sich definitiv. Die Übungen darin sind nicht unbedingt ein Muss bzw. nicht jede Übung taugt jedem, muss man halt selbst herausfinden.
https://www.amazon.de/Erfolgreich-mit-S ... ref=plSrch

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Tintenmalerin
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Re: Wie kann man Selbstliebe entwickeln?

Beitrag von Tintenmalerin » Donnerstag 27. Dezember 2018, 03:08

ComebackCat hat geschrieben:
Freitag 14. Dezember 2018, 00:27
Ich finde den Begriff "Selbstliebe" etwas zu hoch gegriffen. Es reicht doch eigentlich aus, wenn man sich selbst ganz ok findet und sich weder über andere erhöht noch unter anderen einordnet.
Da setzt du aber Selbstliebe mit Überlegenheitsgefühl bzw. Selbstüberhöhung gleich. Die würde ich eher als Anzeichen für ein geringes Selbstwertgefühl einschätzen. Wenn man sich selbst für was besseres hält, orientiert man sich ja auch wieder nach außen und ist davon abhängig.

Bei der Selbstliebe geht es gerade nicht um Vergleiche, sondern um eine grundsätzliche, bedingungslose Akzeptanz seiner selbst. Ohne etwas leisten zu müssen, ohne perfekt sein zu müssen, ohne Teile bis zu einem Großteil seiner selbst abzulehnen.
Dieselbe bedingungslose Liebe, die im Idealbild auch zum Partner vorhanden ist.

Wenn man sich selbst ok findet, ist das für mich vergleichbar mit der Antwort "Kann man essen" auf die Frage, ob etwas schmeckt.
"Es ist auszuhalten" auf die Frage, wie es jemandem geht.
Das ist so weit von gut entfernt, warum sollte man sich damit zufrieden geben?
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Re: Wie kann man Selbstliebe entwickeln?

Beitrag von WishIWasAsexual » Donnerstag 27. Dezember 2018, 03:46

Tintenmalerin hat geschrieben:
Donnerstag 27. Dezember 2018, 03:08
Das ist so weit von gut entfernt, warum sollte man sich damit zufrieden geben?
Weil man es nicht schafft, mehr zu erreichen. So verstehe ich zumindest ComebackCat's Aussage. Reicht es aus, die Prüfung zu bestehen oder muss es gleich eine Eins sein? Ich finde das eine berechtigte Frage nach dem richtigen bzw. ausreichenden Level. Versteht man allerdings das Wort Liebe hier als etwas absolutes und nicht wie ein Spektrum, würde das bedeuten alles oder nichts. Außerdem, wer setzt den Massstab, wie viel genug, wie viel richtig und wie viel evtl. zu viel ist?

Ich habe jetzt seine Aussage nicht so verstanden, als würde er Selbstliebe mit Überlegenheitsgefühl bzw. Selbstüberhöhung gleichsetzen. Selbstliebe muss ja nicht zwingend Überheblichkeit bedeuten, aber wenn ich ihn richtig verstehe muss es nur nicht unbedingt 100% sein.

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Re: Wie kann man Selbstliebe entwickeln?

Beitrag von Seb-X » Donnerstag 27. Dezember 2018, 03:51

Tintenmalerin hat geschrieben:
Donnerstag 27. Dezember 2018, 03:08
Bei der Selbstliebe geht es gerade nicht um Vergleiche, sondern um eine grundsätzliche, bedingungslose Akzeptanz seiner selbst. Ohne etwas leisten zu müssen, ohne perfekt sein zu müssen, ohne Teile bis zu einem Großteil seiner selbst abzulehnen.
Dieselbe bedingungslose Liebe, die im Idealbild auch zum Partner vorhanden ist.
Damit kann ich nichts anfangen. Wie soll das gehen? Gemäß dieser Definition ist sie entweder existent oder nicht - und wenn nicht: Pech gehabt. Was sollte mich dann noch motivieren?
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Re: Wie kann man Selbstliebe entwickeln?

Beitrag von Bummi » Donnerstag 27. Dezember 2018, 04:02

Seb-X hat geschrieben:
Donnerstag 27. Dezember 2018, 03:51
Tintenmalerin hat geschrieben:
Donnerstag 27. Dezember 2018, 03:08
Bei der Selbstliebe geht es gerade nicht um Vergleiche, sondern um eine grundsätzliche, bedingungslose Akzeptanz seiner selbst. Ohne etwas leisten zu müssen, ohne perfekt sein zu müssen, ohne Teile bis zu einem Großteil seiner selbst abzulehnen.
Dieselbe bedingungslose Liebe, die im Idealbild auch zum Partner vorhanden ist.
Gemäß dieser Definition ist sie entweder existent oder nicht - und wenn nicht: Pech gehabt. Was sollte mich dann noch motivieren?
Bei mir war es schlicht und ergreifend der Überlebenswille: Friss oder stirb...
Weil dieser ganze Therapieirrsinn nichts gebracht hat, aber anders ging es halt auch nicht weiter.

Wenn man in der Selbstliebe oder besser Selbstakzeptanz keine Notwendigkeit sieht, braucht man sich doch auch nicht weiter darum zu scheren. Ist doch Jedermanns persönliche Entscheidung. Schema F hilft den wenigsten. ;)
WishIWasAsexual hat geschrieben:
Montag 24. Dezember 2018, 07:07


Ich denke, dass das viel mit Glauben zu tun hat und meiner persönlichen Erfahrung nach kenne ich nur ein Mittel, was Glauben herbeiführen kann. Ausserordentliche Ereignisse, von denen man nie geglaubt hätte, dass sie passieren können, die man durchaus als "Wunder" bezeichnen könnte. Die erste Freundin, die zweite Freundin, eine bestandene Prüfung bei der man mit Durchfallen gerechnet hat, eine Zusage für den Traumjob. Ich weiss nicht, in wie fern man in solchen Fällen selbst beteiligt ist und wie viel davon Glück/Zufall ist. Dass man mit Mantras Glaubenssätze ändern kann, diese Erfahrung habe ich noch nicht gemacht. Will es aber auch nicht ausschließen.

Ich glaube, das ist wieder ganz individuell von Mensch zu Mensch verschieden.
Und ein bisschen wie bei den Extros und Intros. Und auch davon abhängig, in welchem Maß es mit dem eigenen Selbstwert bestellt ist.
Ich denke aber, dass in manchen Fällen der Zug einfach abgefahren ist. Bestätigungvon außen, sei es der Traumjob oder ein Partner, können da nicht mehr das ausgleichen, was im bisherigen Leben versäumt wurde.
Jedenfalls, sofern der fehlende Selbstwert nicht auf etwas Spezifischem beruht, sondern auf ganzer Linie brach liegt.

Morkel

Re: Wie kann man Selbstliebe entwickeln?

Beitrag von Morkel » Donnerstag 27. Dezember 2018, 15:26

Tintenmalerin hat geschrieben:
Donnerstag 27. Dezember 2018, 03:08
ComebackCat hat geschrieben:
Freitag 14. Dezember 2018, 00:27
Ich finde den Begriff "Selbstliebe" etwas zu hoch gegriffen. Es reicht doch eigentlich aus, wenn man sich selbst ganz ok findet und sich weder über andere erhöht noch unter anderen einordnet.
Da setzt du aber Selbstliebe mit Überlegenheitsgefühl bzw. Selbstüberhöhung gleich. Die würde ich eher als Anzeichen für ein geringes Selbstwertgefühl einschätzen. Wenn man sich selbst für was besseres hält, orientiert man sich ja auch wieder nach außen und ist davon abhängig.

Bei der Selbstliebe geht es gerade nicht um Vergleiche, sondern um eine grundsätzliche, bedingungslose Akzeptanz seiner selbst. Ohne etwas leisten zu müssen, ohne perfekt sein zu müssen, ohne Teile bis zu einem Großteil seiner selbst abzulehnen.
Dieselbe bedingungslose Liebe, die im Idealbild auch zum Partner vorhanden ist.
Wow, wirklich sehr gut zusammengefasst :good:

Man kann sich als Lackmustest auch merken: Solange noch Vergleichen drin ist, ist's (noch) keine Selbstliebe

Morkel

Re: Wie kann man Selbstliebe entwickeln?

Beitrag von Morkel » Donnerstag 27. Dezember 2018, 15:47

Morkel hat geschrieben:
Donnerstag 27. Dezember 2018, 15:26
Tintenmalerin hat geschrieben:
Donnerstag 27. Dezember 2018, 03:08
ComebackCat hat geschrieben:
Freitag 14. Dezember 2018, 00:27
Ich finde den Begriff "Selbstliebe" etwas zu hoch gegriffen. Es reicht doch eigentlich aus, wenn man sich selbst ganz ok findet und sich weder über andere erhöht noch unter anderen einordnet.
Da setzt du aber Selbstliebe mit Überlegenheitsgefühl bzw. Selbstüberhöhung gleich. Die würde ich eher als Anzeichen für ein geringes Selbstwertgefühl einschätzen. Wenn man sich selbst für was besseres hält, orientiert man sich ja auch wieder nach außen und ist davon abhängig.

Bei der Selbstliebe geht es gerade nicht um Vergleiche, sondern um eine grundsätzliche, bedingungslose Akzeptanz seiner selbst. Ohne etwas leisten zu müssen, ohne perfekt sein zu müssen, ohne Teile bis zu einem Großteil seiner selbst abzulehnen.
Dieselbe bedingungslose Liebe, die im Idealbild auch zum Partner vorhanden ist.
Wow, wirklich sehr gut zusammengefasst :good:

Man könnte sich daraus auch als Merksatz ableiten: Solange noch Vergleichen drin ist, ist's (noch) keine Selbstliebe

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Re: Wie kann man Selbstliebe entwickeln?

Beitrag von LonesomeCoder » Donnerstag 27. Dezember 2018, 17:30

Tintenmalerin hat geschrieben:
Donnerstag 27. Dezember 2018, 03:08
Bei der Selbstliebe geht es gerade nicht um Vergleiche, sondern um eine grundsätzliche, bedingungslose Akzeptanz seiner selbst. Ohne etwas leisten zu müssen, ohne perfekt sein zu müssen, ohne Teile bis zu einem Großteil seiner selbst abzulehnen.
Dieselbe bedingungslose Liebe, die im Idealbild auch zum Partner vorhanden ist.
Jeder Mensch hat Schwächen und wenn man diese alle annimmt, hört man auf, an sich zu arbeiten und sich kritisch zu hinterfragen. Wer eine Sucht hat und diese annimmt, hört mit dem Wunsch nach Aufhören auf. Und Süchte können sehr fatale Folgen haben. Oder wer gewaltbereit ist und auf Bewährung draußen ist, landet vllt. mal im Knast, wenn er sich nicht bessert. Oder wer schüchtern ist, hört auf zu versuchen, selbstbewusster zu werden. Eigenes Beispiel: seit dem ich mein Gewicht angenommen habe, bin ich glücklicher. Aber ist das langfristig die beste Entscheidung gewesen? Ich denke nicht.
Warnung vor Pickup: https://www.abtreff.de/viewtopic.php?p=1062199#p1062199
Wissenschaftliches Standardwerk über (männliches) AB-tum: https://www.springer.com/de/book/9783658059231
Geschlechtsspezifische Partnerwahl und Sexualitätsmerkmale: https://d-nb.info/1037687477/34

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Re: Wie kann man Selbstliebe entwickeln?

Beitrag von Kief » Donnerstag 27. Dezember 2018, 17:38

LonesomeCoder hat geschrieben:
Donnerstag 27. Dezember 2018, 17:30
Tintenmalerin hat geschrieben:
Donnerstag 27. Dezember 2018, 03:08
Bei der Selbstliebe geht es gerade nicht um Vergleiche, sondern um eine grundsätzliche, bedingungslose Akzeptanz seiner selbst. Ohne etwas leisten zu müssen, ohne perfekt sein zu müssen, ohne Teile bis zu einem Großteil seiner selbst abzulehnen.
Dieselbe bedingungslose Liebe, die im Idealbild auch zum Partner vorhanden ist.
Jeder Mensch hat Schwächen und wenn man diese alle annimmt, hört man auf, an sich zu arbeiten und sich kritisch zu hinterfragen.
Wie kommst Du denn darauf?
Bzw. wer behauptet denn sowas?
Also, ich kann mir durchaus vorstellen, wie vielen Menschen derartiges eingeimpft wird, Schwaechen seien boese und muessen bekaempft ("rigoros ausgemerzt!") werden ...
aber deshalb ist das noch lange kein psychisch gesunder Umgang mit sich selbst.

Ich befasse mich durchaus mit meinen Schwaechen, allerdings nur auf strategischer Ebene.
Meine Selbstakzeptanz nimmt daran keinen Abbruch, wenn ich mir strategisch anschaue, wo ich noch etwas anders ausprobieren kann, oder hier mal ein Huerde elegant umgehen kann.
Ich kann meine Schwaechen begutachten, ohne mich minderwertig zu fuehlen.

Mein Fokus liegt auf meinen Staerken, was mich ausmacht.


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Re: Wie kann man Selbstliebe entwickeln?

Beitrag von LonesomeCoder » Donnerstag 27. Dezember 2018, 17:44

Kief hat geschrieben:
Donnerstag 27. Dezember 2018, 17:38
Wie kommst Du denn darauf?
Bzw. wer behauptet denn sowas?
Also, ich kann mir durchaus vorstellen, wie vielen Menschen derartiges eingeimpft wird, Schwaechen seien boese und muessen bekaempft ("rigoros ausgemerzt!") werden ...
aber deshalb ist das noch lange kein psychisch gesunder Umgang mit sich selbst.
Ich denke, jeder Mensch hat irgendwo Schwächen. Ich auch. Nur manche verstecken sie gut oder haben Schwächen, die andere kaum stören. Oft lohnt sich ein Bekämpfen der Schwächen, z.B. wer das Rauchen oder zu viel Alkohol trinken aufgibt, lebt länger, wer im Beruf mehr Disziplin zeigt, hat bessere Karrierechancen, wer seine Schüchternheit überwindet, hat bessere Chancen bei der Partnersuche, usw. Klar: jeder muss selber wissen, wie viel er fürs Arbeiten gegen eine Schwäche zu zahlen bereit (meine nicht primär Geld, sondern Zeit und Kraft) ist. Oft profitiert man selber am Meisten davon.
Warnung vor Pickup: https://www.abtreff.de/viewtopic.php?p=1062199#p1062199
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Re: Wie kann man Selbstliebe entwickeln?

Beitrag von Kief » Donnerstag 27. Dezember 2018, 17:48

LonesomeCoder hat geschrieben:
Donnerstag 27. Dezember 2018, 17:44
Kief hat geschrieben:
Donnerstag 27. Dezember 2018, 17:38
Wie kommst Du denn darauf?
Bzw. wer behauptet denn sowas?
Also, ich kann mir durchaus vorstellen, wie vielen Menschen derartiges eingeimpft wird, Schwaechen seien boese und muessen bekaempft ("rigoros ausgemerzt!") werden ...
aber deshalb ist das noch lange kein psychisch gesunder Umgang mit sich selbst.
[ ... ] Oft lohnt sich ein Bekämpfen der Schwächen, z.B. wer das Rauchen oder zu viel Alkohol trinken aufgibt, lebt länger, wer im Beruf mehr Disziplin zeigt, hat bessere Karrierechancen, wer seine Schüchternheit überwindet, hat bessere Chancen bei der Partnersuche, usw. [ ... ]
Voellig richtig - sich mit seinen Schwaechen befassen, besonders wenn sie einem Huerden darstellen, das ist sinnvoll.
Allerdings sich zu zermartern, weil Schwaechen etwas Boeses waeren, dass man dadurch minderwertig waere, das fuehrt zu einem gefaehrlichen Selbstbild.


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Re: Wie kann man Selbstliebe entwickeln?

Beitrag von NBUC » Donnerstag 27. Dezember 2018, 17:54

Das Problem mit den Schwächen dürfte halt der fehlende/unklare Maßstab sein.

Wer sich nie vergleicht oder seine Schwächen betrachtet, sondern sich mit diesen generell arangiert, der wird sich auch nie verbessern bzw. zementiert diese Schwächen.
Wer es dauernd und mit zu hohen Maßstäben tut, rennt in Richtung Burnout, bzw. gefährdet mit den ab dem Eintreten der Überforderung kontinuierlich werdenden Niederlagen sein Selbstbewutsein und ggf gar sein Selbstwertgefühl.

Ersteres sehe ich als grundsätzliches Problem, letzteres als ein Problem des ungünstigen/falschen Maßstabs, nicht des Vergleichens an sich.
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Alle gesellschaftlichen Betrachtungen enthalten zwangsläufig Verallgemeinerungen und werden daher Ausnahmen und Einzelfälle enthalten, denen sie nicht gerecht werden können.

wenn ich nicht antworten sollte heißt das nicht, dass du Recht hast, sondern ich kein Internet!

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Re: Wie kann man Selbstliebe entwickeln?

Beitrag von Nell The Sentinel » Donnerstag 27. Dezember 2018, 17:55

LonesomeCoder hat geschrieben:
Donnerstag 27. Dezember 2018, 17:30
Tintenmalerin hat geschrieben:
Donnerstag 27. Dezember 2018, 03:08
Bei der Selbstliebe geht es gerade nicht um Vergleiche, sondern um eine grundsätzliche, bedingungslose Akzeptanz seiner selbst. Ohne etwas leisten zu müssen, ohne perfekt sein zu müssen, ohne Teile bis zu einem Großteil seiner selbst abzulehnen.
Dieselbe bedingungslose Liebe, die im Idealbild auch zum Partner vorhanden ist.
Jeder Mensch hat Schwächen und wenn man diese alle annimmt, hört man auf, an sich zu arbeiten und sich kritisch zu hinterfragen.
Akzeptanz bedeutet, Dinge so anzunehmen, wie sie im Moment sind, ohne ihnen dabei eine Bewertung zu geben.
LonesomeCoder hat geschrieben:
Donnerstag 27. Dezember 2018, 17:30
Wer eine Sucht hat und diese annimmt, hört mit dem Wunsch nach Aufhören auf.
Zu akzeptieren, dass man eine Sucht hat, bedeutet in meinen Augen, dass man z.B. aufhört sich mit nichtsüchtigen Menschen zu vergleichen, bzw. diese beneidet. Man nimmt die Sucht mit all ihren Folgen und Konsequenzen an und trägt sein Päckchen.
LonesomeCoder hat geschrieben:
Donnerstag 27. Dezember 2018, 17:30
Eigenes Beispiel: seit dem ich mein Gewicht angenommen habe, bin ich glücklicher. Aber ist das langfristig die beste Entscheidung gewesen? Ich denke nicht.
Darum geht es bei Akzeptanz auch nicht. Es geht darum, den Kampf mit sich selbst aufzugeben. Akzeptanz trifft auch keine Entscheidung, sie "ist einfach so". "Du bist dick, das ist so. Du bist damit nicht besser oder schlechter als andere Menschen, sondern einfach du. Du kannst dein Gewicht auch annehmen und trotzdem etwas für dich tun. Du machst es aber nicht mehr, weil dein Gewicht etwas Schlechtes ist.
Erwachsensein ist schon scheiße

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Re: Wie kann man Selbstliebe entwickeln?

Beitrag von Kief » Donnerstag 27. Dezember 2018, 18:00

Kief hat geschrieben:
Donnerstag 27. Dezember 2018, 17:48
Voellig richtig - sich mit seinen Schwaechen befassen, besonders wenn sie einem Huerden darstellen, das ist sinnvoll.
Allerdings sich zu zermartern, weil Schwaechen etwas Boeses waeren, dass man dadurch minderwertig waere, das fuehrt zu einem gefaehrlichen Selbstbild.
Ich muss dabei gerade daran denken, wie im Rettungsdienst oder sonstiger professioneller Fehlerbehandlung mit Fehlern umgegangen wird.

Nachdem die akuten Gefahren beseitigt sind, kommt eine Auswertung - dabei werden zwar Fehler analysiert, aber nicht zur Suche eines Schuldigen oder Suendenbocks, sondern um Fehlerquellen reduzieren zu koennen, und Optionen fuer die Zukunft zu pruefen. Was man daraus lernen kann, fuers naechste mal besser machen kann.
Solange keine boese Absicht oder grundlegende Inkompetenz sich gezeigt hat (die ueblicherweise bereits frueher aufgefallen waere), wird man nicht fallengelassen, es gibt keine Herabwuerdigung.

LSC, Deine Haltung zu Dir selbst kommt mir vor wie eine Selbstgeisselung.
Das mag eine Form von Gerechtigkeitsvorgabe sein, aber psychisches Wachstum entsteht auf anderer Basis.
Eine Entwicklung kann ein Verkuemmern oder ein Entfalten sein.


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Morkel

Re: Wie kann man Selbstliebe entwickeln?

Beitrag von Morkel » Donnerstag 27. Dezember 2018, 18:03

Nell The Sentinel hat geschrieben:
Donnerstag 27. Dezember 2018, 17:55
LonesomeCoder hat geschrieben:
Donnerstag 27. Dezember 2018, 17:30
Tintenmalerin hat geschrieben:
Donnerstag 27. Dezember 2018, 03:08
Bei der Selbstliebe geht es gerade nicht um Vergleiche, sondern um eine grundsätzliche, bedingungslose Akzeptanz seiner selbst. Ohne etwas leisten zu müssen, ohne perfekt sein zu müssen, ohne Teile bis zu einem Großteil seiner selbst abzulehnen.
Dieselbe bedingungslose Liebe, die im Idealbild auch zum Partner vorhanden ist.
Jeder Mensch hat Schwächen und wenn man diese alle annimmt, hört man auf, an sich zu arbeiten und sich kritisch zu hinterfragen.
Akzeptanz bedeutet, Dinge so anzunehmen, wie sie im Moment sind, ohne ihnen dabei eine Bewertung zu geben.
LonesomeCoder hat geschrieben:
Donnerstag 27. Dezember 2018, 17:30
Wer eine Sucht hat und diese annimmt, hört mit dem Wunsch nach Aufhören auf.
Zu akzeptieren, dass man eine Sucht hat, bedeutet in meinen Augen, dass man z.B. aufhört sich mit nichtsüchtigen Menschen zu vergleichen, bzw. diese beneidet. Man nimmt die Sucht mit all ihren Folgen und Konsequenzen an und trägt sein Päckchen.
LonesomeCoder hat geschrieben:
Donnerstag 27. Dezember 2018, 17:30
Eigenes Beispiel: seit dem ich mein Gewicht angenommen habe, bin ich glücklicher. Aber ist das langfristig die beste Entscheidung gewesen? Ich denke nicht.
Darum geht es bei Akzeptanz auch nicht. Es geht darum, den Kampf mit sich selbst aufzugeben. Akzeptanz trifft auch keine Entscheidung, sie "ist einfach so". "Du bist dick, das ist so. Du bist damit nicht besser oder schlechter als andere Menschen, sondern einfach du. Du kannst dein Gewicht auch annehmen und trotzdem etwas für dich tun. Du machst es aber nicht mehr, weil dein Gewicht etwas Schlechtes ist.
Sehr gut gesagt, Danke. Hat mir jetzt einiges an Tipparbeit zum Thema Akzeptanz vs. Resignation erspart :good:

Ohne genau diese Akzeptanz wird man letztendlich auch jede Bekämpfung seiner "schlechten" Anteile bloß als weiteres Mittel verwenden um sich selbst fertigzumachen.

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Milkman
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Re: Wie kann man Selbstliebe entwickeln?

Beitrag von Milkman » Donnerstag 27. Dezember 2018, 19:20

Tintenmalerin hat geschrieben:
Donnerstag 27. Dezember 2018, 03:08
Wenn man sich selbst ok findet, ist das für mich vergleichbar mit der Antwort "Kann man essen" auf die Frage, ob etwas schmeckt.
"Es ist auszuhalten" auf die Frage, wie es jemandem geht.
Das ist so weit von gut entfernt, warum sollte man sich damit zufrieden geben?
Weil man weiß, dass es auch sehr sehr viel schlechter gehen kann. Und weil man gelernt hat, sich mit dem zufriedenzugeben, was man hat, aus Angst, auch das zu verlieren.
Klar laufen um einen rum Millionen Leute, die für sich quasi die pure Glückseligkeit verfolgen, aber mich schreckt das eher ab, als dass es mich anspornt. Und ich weiß, dass ich sehr weit weg von einem "tollen Typen" bin, ich habe meine Fehler und stehe dazu, aber ich bin kein Hauptgewinn. Also: ja, ich bin okay. Aber nicht mehr.
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Re: Wie kann man Selbstliebe entwickeln?

Beitrag von ComebackCat » Donnerstag 27. Dezember 2018, 20:17

Tintenmalerin hat geschrieben:
Donnerstag 27. Dezember 2018, 03:08
ComebackCat hat geschrieben:
Freitag 14. Dezember 2018, 00:27
Ich finde den Begriff "Selbstliebe" etwas zu hoch gegriffen. Es reicht doch eigentlich aus, wenn man sich selbst ganz ok findet und sich weder über andere erhöht noch unter anderen einordnet.
Da setzt du aber Selbstliebe mit Überlegenheitsgefühl bzw. Selbstüberhöhung gleich. Die würde ich eher als Anzeichen für ein geringes Selbstwertgefühl einschätzen. Wenn man sich selbst für was besseres hält, orientiert man sich ja auch wieder nach außen und ist davon abhängig.

Bei der Selbstliebe geht es gerade nicht um Vergleiche, sondern um eine grundsätzliche, bedingungslose Akzeptanz seiner selbst. Ohne etwas leisten zu müssen, ohne perfekt sein zu müssen, ohne Teile bis zu einem Großteil seiner selbst abzulehnen.
Dieselbe bedingungslose Liebe, die im Idealbild auch zum Partner vorhanden ist.

Wenn man sich selbst ok findet, ist das für mich vergleichbar mit der Antwort "Kann man essen" auf die Frage, ob etwas schmeckt.
"Es ist auszuhalten" auf die Frage, wie es jemandem geht.
Das ist so weit von gut entfernt, warum sollte man sich damit zufrieden geben?
Naja, ich finde der Begriff "Selbstliebe" klingt halt schon so nach Narzissmus (Synonyme sind ja Selbstverliebtheit oder Selbstbewunderung) und damit auch nach Selbstüberhöhung. Also den Ausdruck "Selbstakzeptanz" finde ich wesentlich besser. Aber so, wie ich dich verstehe, bedeutet das aus psychologischer Sicht ungefähr das Gleiche?

Also die Tatsache, sich selbst "ok" zu finden, bedeutet ja nicht, dass man nicht danach strebt, so zufrieden bzw. glücklich wie möglich zu sein. Meine Lebensqualität messe ich ja dann aber doch eher anhand von externen Indikatoren, z.B.:

- Wie geht es mir gesundheitlich?
- Wie angenehm ist mein Arbeitsalltag? Wie effizient kann ich die entsprechenden Aufgaben erledigen, wie interessant sind diese? Wie gut komme ich mit den Kollegen klar?
- Wie gefällt mir meine Wohnung?
- Wie interessant sind meine Freizeitaktivitäten? Wie ist das Verhältnis zu Freunden und Verwandten?
- Habe ich eine(n) Partner/in oder zumindest eine Perspektive/Chance darauf? Könnte ich, wenn ich wollte?

Darum bin ich der Meinung, dass es eher darauf ankommt, diese Bereiche möglichst positiv zu gestalten und dass das auch ohne eine große oder gar totale Selbstliebe oder -akzeptanz möglich sein sollte. Aber klar, wenn man nicht besonders oder gar nicht mit sich selbst zufrieden ist, dann wirkt sich das sicherlich auch auf die sozialen Beziehungen aus.
“Courage is not having the strength to go on; it is going on when you don't have the strength.”

(Theodore Roosevelt)

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Re: Wie kann man Selbstliebe entwickeln?

Beitrag von Stabil » Donnerstag 27. Dezember 2018, 21:29

ComebackCat hat geschrieben:
Donnerstag 27. Dezember 2018, 20:17
Naja, ich finde der Begriff "Selbstliebe" klingt halt schon so nach Narzissmus (Synonyme sind ja Selbstverliebtheit oder Selbstbewunderung) und damit auch nach Selbstüberhöhung. Also den Ausdruck "Selbstakzeptanz" finde ich wesentlich besser. Aber so, wie ich dich verstehe, bedeutet das aus psychologischer Sicht ungefähr das Gleiche?
Selbstliebe und Selbstwertschätzung gehen ungefähr in die gleiche Richtung. Von Selbstliebe spreche ich, wenn ich mit meinem sehr jungen kleinkindlichen Anteil umgehe, und von Selbstwertschätzung rede ich, wenn ich meine etwas reiferen Anteile betrachte. Selbstakzeptanz betrachte ich nach Nathaniel Branden als Teil der Selbstwertschätzung.

Narzissmus, Selbstverliebtheit, Selbstbewunderung und Selbstüberhöhung sind ein Gegensatz zu Selbstliebe und Selbstakzeptanz. Zu beiden Themenkreisen gibt es viel Fachliteratur.
* Am meisten schmerzt das Gute, das wir zwar erlebt haben, aber in uns nicht angekommen ist *

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Re: Wie kann man Selbstliebe entwickeln?

Beitrag von Stabil » Donnerstag 27. Dezember 2018, 21:30

Ganz grundsätzlich, es geht um Selbstakzeptanz, nicht um Schwächenakzeptanz, nicht um Suchtakzeptanz, nicht um Gewichtsakzeptanz.
Wenn man sich selbst akzeptiert, heisst das, dass man sich mit Schwächen, mit einer eventuellen Sucht und mit dem eventuellen Übergewicht akzeptiert. Die Selbstakzeptanz schliesst nicht die Akzeptanz gegenüber Schwächen, Sucht oder Übergewicht ein. Wohl aber schliesst sie ein, dass man Schwächen, Sucht und Übergewicht als derzeit vorhanden annimmt (soweit das eben tatsächlich der Fall ist). Es geht nicht um das Beibehalten, sondern unter anderem darum, den Gegenwärtigen Zustand realistisch zu sehen. Das Erlernen einer neuen Stärke, das Loslassen der Sucht und das Abnehmen werden durch die Selbstakzeptanz nicht behindert, sondern es entstehen neue, besser funktionierende Motivationen. Selbstakzeptanz stärkt.

LonesomeCoder hat geschrieben:
Donnerstag 27. Dezember 2018, 17:30
Jeder Mensch hat Schwächen und wenn man diese alle annimmt, hört man auf, an sich zu arbeiten und sich kritisch zu hinterfragen.
Das wäre Schwächenakzeptanz.

Wenn der Mensch sich selbst akzeptiert, dann arbeitet er an sich nicht mehr, um sich akzeptieren zu können, sondern um zum Beispiel etwas Bestimmtes zu erreichen.

LonesomeCoder hat geschrieben:
Donnerstag 27. Dezember 2018, 17:30
Wer eine Sucht hat und diese annimmt, hört mit dem Wunsch nach Aufhören auf.
Das wäre Suchtakzeptanz.

Wer sich selbst akzeptiert will die Sucht nicht los werden, um sich akzeptieren zu können, sondern um sich aus den Zwängen der Sucht zu befreien.

LonesomeCoder hat geschrieben:
Donnerstag 27. Dezember 2018, 17:30
Eigenes Beispiel: seit dem ich mein Gewicht angenommen habe, bin ich glücklicher. Aber ist das langfristig die beste Entscheidung gewesen? Ich denke nicht.
Das wäre Gewichtsakzeptanz.

Wer sich selbst akzeptiert, braucht nicht ab zu nehmen, um sich akzeptieren zu können, er kann abnehmen, um seinen Gesundheitszustand jetzt und in der Zukunft zu verbessern, um mehr Lebensfreude zu spüren, um fitter zu sein und den Arbeitsalltag nicht mehr so mühsam zu empfinden, oder was auch immer.
Zuletzt geändert von Stabil am Donnerstag 27. Dezember 2018, 21:47, insgesamt 1-mal geändert.
* Am meisten schmerzt das Gute, das wir zwar erlebt haben, aber in uns nicht angekommen ist *

Stabil
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Re: Wie kann man Selbstliebe entwickeln?

Beitrag von Stabil » Donnerstag 27. Dezember 2018, 21:43

Milkman hat geschrieben:
Donnerstag 27. Dezember 2018, 19:20
Und ich weiß, dass ich sehr weit weg von einem "tollen Typen" bin, ich habe meine Fehler und stehe dazu, aber ich bin kein Hauptgewinn. Also: ja, ich bin okay. Aber nicht mehr.
Das klingt bodenständig und solide.

Was ist, wenn du noch dazu nimmst, dass du liebenswert bist? Eben nicht der "tolle Typ", sondern liebenswert, so wie du bist.
Dann wirst du für eine, die den tollen Typen sucht, immer noch nicht der Hauptgewinn sein.
Aber wenn du eine triffst, die einen liebenswerten Mann sucht, bist vielleicht gerade du der Hauptgewinn.
* Am meisten schmerzt das Gute, das wir zwar erlebt haben, aber in uns nicht angekommen ist *

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