Leben in einer extravertierten Welt

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Stabil
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Re: Leben in einer extravertierten Welt

Beitrag von Stabil » Donnerstag 31. Januar 2019, 20:15

Hallo Natz, danke für den Link!

Für die kommende Woche habe ich geplant, die Universitätsbibliothek zu besuchen und nach Fachbüchern zur Persönlichkeitspsychologie und Intro-Extra auf *.pdf zu suchen. Mal schauen, was verfügbar ist. Das ist zwar ein Wenig abseits meines aktuellen Recherchegebiets, aber vielleicht ergibt sich so nebenbei was Interessantes.
Ringelnatz hat geschrieben:
Donnerstag 31. Januar 2019, 08:19
("the authors suggest that the average difference in happiness is small but significant.")
Nur als ergänzende Info für die Mitleser: Wenn es um psychologische Forschung geht, dann ist mit Signifikanz fast immer die statistische Signifikanz gemeint und statistisch signifikant ist bekanntlich bald etwas, auch wenn es noch weit weg von einer (lebens)praktischen Signifikanz für das Individuum ist. Hast du Hinweise gesehen, wie der zitierte Satz im Aufsatz gemeint ist?
* Am meisten schmerzt das Gute, das wir zwar erlebt haben, aber in uns nicht angekommen ist *

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Re: Leben in einer extravertierten Welt

Beitrag von Optimist » Donnerstag 31. Januar 2019, 20:49

"The whole problem with the world is that fools and fanatics are always so certain of themselves, but wiser people so full of doubts." ;)

Hat man ja auch beim letzten US-Wahlkampf gesehen. Da hat eine eher introvertierte Persönlichkeit gegen eine extrovertierte Persönlichkeit verloren. Obwohl sie viel qualifizierter und fachlich geeigneter für den Job war. Sowas kommt ja nicht gerade selten vor. Die TV-Serie Stromberg hat gerade deswegen so gut funktioniert, weil jeder solche Typen aus dem Arbeitsalltag kennt. :D
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Re: Leben in einer extravertierten Welt

Beitrag von LonesomeCoder » Donnerstag 31. Januar 2019, 23:12

Ferienhaus hat geschrieben:
Mittwoch 30. Januar 2019, 23:43
Übrigens existiert in der Persönlichkeitsforschung ein ziemlich fester Konsens, dass Extrovertierte im Durchschnitt eine höhere Lebenszufriedenheit aufzeigen.

https://happyproject.in/extroverts-happier/
http://blogs.discovermagazine.com/d-bri ... FIo17gxnIU
Da (zumindest in der westlichen Welt) privat und beruflich Extro-Vorteile besser ankommen und mehr bringen als Intro-Vorteile und es bei den Nachteilen anders rum ist, wundert mich das nicht.
Ich würde gern auf Partys gehen. Es würde mir Ansehen im Freundeskreis und bei Arbeitskollegen bringen und Chancen zum Frauen kennenlernen geben. Ich weiß aber, ich habe dort keine Spaß, habe eine harte Zeit, bin den ganzen So fix und fertig davon (selbst wenn ich nur sehr wenig Alk trinke) und bereue es am Schluss (sehe es als Zeit- und Geldverschwendung an), weil ich aus anderen Gründen nur Ablehnungen bekam. Also bleibe ich daheim und tue alleine was, was mir Kraft gibt wie Lesen oder Zocken. Nur dann plagt mich das schlechte Gewissen: vllt. wäre doch genau heute eine Frau auf der Party gewesen, die sich auf mich eingelassen hätte. Die eine aus einer Million, die mir eine Chance gegeben hätte. Egal was ich also am Samstag Abend mache, ich bin damit nicht glücklich. Was soll ich da tun? Ich war schon auf Partys, habe es oft genug probiert.
Was macht der Extro? Geht auf die Party und ist zufrieden. Ja, so einfach könnte das Leben sein, wenn man die passenden Eigenschaften hätte.
Nonkonformist hat geschrieben:
Donnerstag 31. Januar 2019, 07:59
Ein schüchterner introvertierter aspie oder HSP ist da am komplett anderer seite des spektrums, die ziehen sich von den meisten großeren veranstaltungen zurück, meiden partys, diskos, kneipen etc, und werden nur selten potentiellen partner begegnen.
Seit sie zu sehr extravertierten partner eher nicht passen würden, sind auch potentiell passende kandidaten selten draussen im wild zu begegnen; alle verbringen gerne viel zeit alleine, und kommen eher seltener unter menschen. Mein komplettes sozialkreis bezog ich aus der arbeit und früher aus der schule, wo ich zwangshaft unter menschen war. Mein kreativer arbeitsbereich lieferte mich zum glück viele zu mir passenden anderen. Mein freundeskreis war auch eher im introvertierten bereich. Zu den extravertierten auf partys, in diskos und kneipen würde ich eher schlecht passen, und da viel zeit zu verbringen würde mich ohne große rendite eigentlich nur erschöpfen und frustrieren. Am besten kann ich mit anderen HSPs, zum teil auch zu asperger, alles eher im nerd-geek bereich, mit den extravertierten normalos kann ich nicht viel und es wären auch keine potentielle partner.
Das passt auf mich gut. Nur liefert bei mir mein IT-/Gamer-Umfeld zwar Intros, aber keine Frauen. Die paar Frauen, die dabei sind, sind alles die Freundinnen oder Ehefrauen von Männern, die ich kenne. Deshalb bin ich auch unglücklich und hätte gern ein Umfeld, das mir das Kennenlernen von neuen Frauen ermöglicht. Aber als Intro mit wenig Zeit nicht so einfach.
Nächstes Problem: Intro-Freunde verstehen mein Intro-Sein, sie sind aber meist anstrengend, weil sie mir die Gesprächsführung überlassen und oft nur ein "mhh" oder "ja" als Antwort geben. Wenn ich aber weit fahre, um wen zu treffen, dann will ich auch Kontakt und nicht schweigen. Mit den Extro-Freunden habe ich das Problem nicht. Die reden viel von sich selbst und führen das Gespräch, zuhören und nur selten was einwerfen ist meins. Aber deren Verständnis für meine Intro-Eigenschaften ist gering, das jemand Zeit für sich alleine zur Erholung braucht, ist für sie unvorstellbar.
Optimist hat geschrieben:
Donnerstag 31. Januar 2019, 20:49
Hat man ja auch beim letzten US-Wahlkampf gesehen. Da hat eine eher introvertierte Persönlichkeit gegen eine extrovertierte Persönlichkeit verloren. Obwohl sie viel qualifizierter und fachlich geeigneter für den Job war. Sowas kommt ja nicht gerade selten vor. Die TV-Serie Stromberg hat gerade deswegen so gut funktioniert, weil jeder solche Typen aus dem Arbeitsalltag kennt. :D
Ich tue mich schwer, Clinton oder Merkel als Intro bezeichnen. Kann mir schwer vorstellen, dass ein Intro einen Beruf wählt, wo fast die ganze Arbeitszeit vor den Medien ist und man fast kein Privatleben mehr hat. Die beiden sind nur ruhiger, professioneller und handeln überlegter. Sprechen damit eine andere Wählergruppe an. Trump wurde meist von bildungsfernen Leuten gewählt, welche, die einen ähnlichen Diskussionsstil wie er selbst haben könnten. Neben Zeitmangel sind für mich nicht in den Medien sein wollen und keine Live-Diskussionen mögen die Gründe, warum ich mich trotz Interesse an Politik nicht engagiere.
Warnung vor Pickup: https://www.abtreff.de/viewtopic.php?p=1062199#p1062199

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Re: Leben in einer extravertierten Welt

Beitrag von Morkel » Samstag 2. Februar 2019, 14:28

LonesomeCoder hat geschrieben:
Donnerstag 31. Januar 2019, 23:12
Ja, so einfach könnte das Leben sein, wenn man die passenden Eigenschaften hätte.
Hätte, hätte, Fahrradkette... Du bist aber nunmal kein Extro. Also bringt es dir herzlich wenig, dich und dein Leben ununterbrochen mit irgendeinem (von dir ähnlich stark überzeichneten) Extro-Leben zu vergleichen. Das wird dir nichts bringen ausser dich in ständiger Unzufriedenheit zu halten. Solange du dich selbst dermaßen grundlegend ablehnst, wird sich daran nichts ändern. Nur ist daran nicht dein Aussehen "schuld", und auch nicht die anderen Menschen, oder irgendwas anderes, sondern es ist deine Aufgabe, dich mit dir selbst anzufreunden, falls sich noch irgendwas in deinem Leben ändern soll. Genau das will dir das Leben ununterbrochen sagen. Das kann dir aber kein Mensch abnehmen. Also sind alle Schuldzuweisungen an die Welt völlig zwecklos, und lediglich Ausdruck einer konsequenten Weigerung, Verantwortung für die Gestaltung deiner Lebensumstände, Lebenseinstellung und vorallem deiner Beziehung zu dir selbst zu übernehmen.

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Re: Leben in einer extravertierten Welt

Beitrag von BartS » Samstag 2. Februar 2019, 19:01

Morkel hat geschrieben:
Samstag 2. Februar 2019, 14:28
Solange du dich selbst dermaßen grundlegend ablehnst, wird sich daran nichts ändern.
Das halte ich für einen entscheidenden Punkt. Ist es nicht das Intro-Wesen, dann eben weil man nicht so gut aussieht, oder krank ist, oder nicht genügend Geld hat, oder oder oder. Da findet sich immer was, solange man sich selbst grundlegend ablehnt.
"Liebe ist, dass man sich so lange gehen lässt, bis man nicht mehr gehen kann."
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Re: Leben in einer extravertierten Welt

Beitrag von AB-Wagen » Dienstag 5. Februar 2019, 13:27

LonesomeCoder hat geschrieben:
Donnerstag 31. Januar 2019, 23:12
Ferienhaus hat geschrieben:
Mittwoch 30. Januar 2019, 23:43
Übrigens existiert in der Persönlichkeitsforschung ein ziemlich fester Konsens, dass Extrovertierte im Durchschnitt eine höhere Lebenszufriedenheit aufzeigen.

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Da (zumindest in der westlichen Welt) privat und beruflich Extro-Vorteile besser ankommen und mehr bringen als Intro-Vorteile und es bei den Nachteilen anders rum ist, wundert mich das nicht.
Ich würde gern auf Partys gehen. Es würde mir Ansehen im Freundeskreis und bei Arbeitskollegen bringen und Chancen zum Frauen kennenlernen geben. Ich weiß aber, ich habe dort keine Spaß, habe eine harte Zeit, bin den ganzen So fix und fertig davon (selbst wenn ich nur sehr wenig Alk trinke) und bereue es am Schluss (sehe es als Zeit- und Geldverschwendung an), weil ich aus anderen Gründen nur Ablehnungen bekam. Also bleibe ich daheim und tue alleine was, was mir Kraft gibt wie Lesen oder Zocken. Nur dann plagt mich das schlechte Gewissen: vllt. wäre doch genau heute eine Frau auf der Party gewesen, die sich auf mich eingelassen hätte. Die eine aus einer Million, die mir eine Chance gegeben hätte. Egal was ich also am Samstag Abend mache, ich bin damit nicht glücklich. Was soll ich da tun? Ich war schon auf Partys, habe es oft genug probiert.
Was macht der Extro? Geht auf die Party und ist zufrieden. Ja, so einfach könnte das Leben sein, wenn man die passenden Eigenschaften hätte.
Nonkonformist hat geschrieben:
Donnerstag 31. Januar 2019, 07:59
Ein schüchterner introvertierter aspie oder HSP ist da am komplett anderer seite des spektrums, die ziehen sich von den meisten großeren veranstaltungen zurück, meiden partys, diskos, kneipen etc, und werden nur selten potentiellen partner begegnen.
Seit sie zu sehr extravertierten partner eher nicht passen würden, sind auch potentiell passende kandidaten selten draussen im wild zu begegnen; alle verbringen gerne viel zeit alleine, und kommen eher seltener unter menschen. Mein komplettes sozialkreis bezog ich aus der arbeit und früher aus der schule, wo ich zwangshaft unter menschen war. Mein kreativer arbeitsbereich lieferte mich zum glück viele zu mir passenden anderen. Mein freundeskreis war auch eher im introvertierten bereich. Zu den extravertierten auf partys, in diskos und kneipen würde ich eher schlecht passen, und da viel zeit zu verbringen würde mich ohne große rendite eigentlich nur erschöpfen und frustrieren. Am besten kann ich mit anderen HSPs, zum teil auch zu asperger, alles eher im nerd-geek bereich, mit den extravertierten normalos kann ich nicht viel und es wären auch keine potentielle partner.
Das passt auf mich gut. Nur liefert bei mir mein IT-/Gamer-Umfeld zwar Intros, aber keine Frauen. Die paar Frauen, die dabei sind, sind alles die Freundinnen oder Ehefrauen von Männern, die ich kenne. Deshalb bin ich auch unglücklich und hätte gern ein Umfeld, das mir das Kennenlernen von neuen Frauen ermöglicht. Aber als Intro mit wenig Zeit nicht so einfach.
Nächstes Problem: Intro-Freunde verstehen mein Intro-Sein, sie sind aber meist anstrengend, weil sie mir die Gesprächsführung überlassen und oft nur ein "mhh" oder "ja" als Antwort geben. Wenn ich aber weit fahre, um wen zu treffen, dann will ich auch Kontakt und nicht schweigen. Mit den Extro-Freunden habe ich das Problem nicht. Die reden viel von sich selbst und führen das Gespräch, zuhören und nur selten was einwerfen ist meins. Aber deren Verständnis für meine Intro-Eigenschaften ist gering, das jemand Zeit für sich alleine zur Erholung braucht, ist für sie unvorstellbar.
Optimist hat geschrieben:
Donnerstag 31. Januar 2019, 20:49
Hat man ja auch beim letzten US-Wahlkampf gesehen. Da hat eine eher introvertierte Persönlichkeit gegen eine extrovertierte Persönlichkeit verloren. Obwohl sie viel qualifizierter und fachlich geeigneter für den Job war. Sowas kommt ja nicht gerade selten vor. Die TV-Serie Stromberg hat gerade deswegen so gut funktioniert, weil jeder solche Typen aus dem Arbeitsalltag kennt. :D
Ich tue mich schwer, Clinton oder Merkel als Intro bezeichnen. Kann mir schwer vorstellen, dass ein Intro einen Beruf wählt, wo fast die ganze Arbeitszeit vor den Medien ist und man fast kein Privatleben mehr hat. Die beiden sind nur ruhiger, professioneller und handeln überlegter. Sprechen damit eine andere Wählergruppe an. Trump wurde meist von bildungsfernen Leuten gewählt, welche, die einen ähnlichen Diskussionsstil wie er selbst haben könnten. Neben Zeitmangel sind für mich nicht in den Medien sein wollen und keine Live-Diskussionen mögen die Gründe, warum ich mich trotz Interesse an Politik nicht engagiere.
Greta Thunberg hat auch Asperger und = in den Medien.

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Re: Leben in einer extravertierten Welt

Beitrag von Bummi » Dienstag 5. Februar 2019, 19:47

Bummi hat geschrieben:
Sonntag 27. Januar 2019, 15:59


Ja, das stimmt. Erst bei einem realen Treffen lernt man einen Menschen wirklich kennen.
Und da haben es Extrovertierte leichter.
Ich habe schon öfter von Extrovertierten (also Menschen, die auch von sich behaupten, extrovertiert zu sein) gehört, dass sie mit Schreibkontakten nicht so viel anfangen können und den dringenden Wunsch haben, die andere Person möglichst bald persönliche kennen zu lernen, wenigstens telefonieren oder skypen.
Diesen Wunsch habe ich nicht ganz so dringend, auch wenn es vielleicht besser wäre. Ich bleibe da lieber noch etwas länger in meiner Komfortzone.

Andererseits fand ich es bei SB manchmal "erschreckend", wie schnell da nach einem Treffen oder einem Telefonat gefragt wird. So nach ein paar Sätzen und einem nicht sonderlich aussagekräftigen Profil mit Mini- oder gar keinem Foto.
Das fand ich persönlich ziemlich abtörnend.*
Auch weil ich gar nicht wüsste, was ich mit der Person bei einem Treffen besprechen sollte, da man zuvor noch gar keine Bezugspunkte entdeckt hatte. Klar, Smalltalk, Wetter, Job und so.
@Tyrion schrieb neulich, dass ihn Smalltalk als introvertierter Mensch nicht so interessieren würde. Ich glaube, das ist ein wichtiger Punkt.
Und auch bei einem superheißen Typen (Foto) bei SB hätte ich nach ein, zwei belanglosen Sätzen nicht den Wunsch, diese Person kennen zu lernen. Der Gesprächsinhalt ist da immer das Entscheidende, ob ich einen Menschen interessant und anziehend finde oder nicht.
Hier wird es aber auch schon wieder schwierig. Sehr persönliche oder anregende Gespräche oder Treffen kosten eben auch viel Kraft, obwohl es toll und bereichernd ist. Würde bei einem Treffen fast gar nichts geredet, würde es mich auch wenig Kraft kosten.
Am besten wäre für ein erstes Date ein Schweigetreffen in einem Dunkelrestaurant. :D ;)

*Ich verstehe nach ein paar Diskussionen über Männerüberschuss bei SB aber auch hier die Männer ein bisschen besser. Auch dass man nach einigen Abfuhren bei Dates nicht mehr vorher allzu lange schreiben möchte. :!:
Nachtrag:

Bei einem längeren Schriftverkehr vor einem ersten realen Treffen besteht meiner Erfahrung nach eher das Interesse an einem zweiten oder dritten Treffen. Und damit auch für mehr Zeit, sich zu zeigen und das Interesse an der anderen Person zu bekunden. Mir scheint die Beziehung durch den Schriftverkehr beständiger geworden zu sein.

Anders als bei einem Treffen, welches unmittelbar nach dem ersten Klick erfolgt. Hier verhält es sich meines Erachtens ähnlich wie bei dem sogenannten "Wisch und Weg"-Phänomen. Da entscheidet der erste Eindruck und nur dieser. Und wenn man es hierbei als introvertierte Person "verkackt" hat gibt es in der Regel keine Chance, diesen wieder wett zu machen.
Bei derlei Treffen habe ich oft genug gemerkt, wie das Gegenüber sichtlich enttäuscht von meinem ersten Eindruck war. Einer meinte mal, er habe sich meine Person etwas lebendiger vorgestellt. ;) Ein anderer war richtig angefressen und ist nach kurzer Zeit wieder abgehauen. Bei den anderen Treffen nach längerem Schriftverkehr habe ich sowas nicht erlebt. Sicher auch, weil ich da selbst mehr Zeit hatte, mich auf den anderen einzustellen.

Leider ist es für einen längeren Schriftverkehr von Vorteil über eine hinreichend interessante und lebendige Schreibe zu verfügen. Dies ist meiner Meinung nach nicht nur extrovertierten Menschen vorbehalten. Dafür habe ich mich schon mit zu vielen introvertierten Menschen wunderbar schriftlich unterhalten können.

Soweit nur meine Gedanken und Erfahrungen zu der Thematik Introversion und Dating. Soll keine Empfehlung sein.

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Re: Leben in einer extravertierten Welt

Beitrag von inVinoVeritas » Mittwoch 6. Februar 2019, 12:04

Auf Zeit.de ist vorhin ein interessanter Artikel über Introversion erschienen, in dem ich mich als Extravertierter sogar bei einigen Schilderungen wiederfinden kann (gibt schließlich auch Nuancen zwischen den beiden Extrema, nicht jeder ist ausschließlich das eine oder andere.)

Netzwerken, Smalltalk und Telefonate sind oft die Hölle für introvertierte Menschen wie unsere Autorin. Eine Anleitung, wie man ihr Arbeitsleben einfacher macht.

Vielleicht mag sich manch einer den mal durchlesen, dort wird nämlich auch durchaus beschrieben welche Stärken die Introversion mit sich bringt, die hier teilweise bei manchen Beiträgen vollkommen hinten runtergefallen sind. :)

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Re: Leben in einer extravertierten Welt

Beitrag von LonesomeCoder » Dienstag 12. Februar 2019, 00:05

Morkel hat geschrieben:
Samstag 2. Februar 2019, 14:28
LonesomeCoder hat geschrieben:
Donnerstag 31. Januar 2019, 23:12
Ja, so einfach könnte das Leben sein, wenn man die passenden Eigenschaften hätte.
Hätte, hätte, Fahrradkette... Du bist aber nunmal kein Extro. Also bringt es dir herzlich wenig, dich und dein Leben ununterbrochen mit irgendeinem (von dir ähnlich stark überzeichneten) Extro-Leben zu vergleichen. Das wird dir nichts bringen ausser dich in ständiger Unzufriedenheit zu halten. Solange du dich selbst dermaßen grundlegend ablehnst, wird sich daran nichts ändern. Nur ist daran nicht dein Aussehen "schuld", und auch nicht die anderen Menschen, oder irgendwas anderes, sondern es ist deine Aufgabe, dich mit dir selbst anzufreunden, falls sich noch irgendwas in deinem Leben ändern soll. Genau das will dir das Leben ununterbrochen sagen. Das kann dir aber kein Mensch abnehmen. Also sind alle Schuldzuweisungen an die Welt völlig zwecklos, und lediglich Ausdruck einer konsequenten Weigerung, Verantwortung für die Gestaltung deiner Lebensumstände, Lebenseinstellung und vorallem deiner Beziehung zu dir selbst zu übernehmen.
SEI DOCH STILL WENN DU KEINE AHNUNG HAST!!!!!!!!1111 :fluchen: :fluchen:
Leider bin ich nicht alleine auf der Welt und die Lebensqualität eines Menschen hängt nun mal extrem davon ab, wie andere auf einen reagieren. Und dank meiner extremen Introvertiertheit, Asperger und dem Aussehen als geistig behinderte Teeny werde ich von Frauen für mehr als Freundschaft ausgeschlossen, werde generell immer unterschätzt, habe es schwer Freundschaften zu finden und zu halten, kann kaum Karriere machen (weil als Führungskraft den ganzen Tag alleine im Büro mit Meetings oder Telefonaten als Ausnahme ist nun mal nicht)... Ich wurde massiv gemobbt. Das soll ernsthaft keine Auswirkungen auf mich haben? Ich muss hart dafür arbeiten und mich behaupten, bis ich die Anerkennung habe, die andere aufgrund ihrer Aussenwirkung von Tag 1 haben und auf wirklich hohe Bereiche komme ich nie.
Und weder Intro, Asperger noch das kindliche Aussehen kann ich ändern. Ich werde nie der hübsche Extro sein, dem die Welt zu Füßen liegt, der willkommen ist. Sondern immer der Sonderling, der hart nur für eine neutrale Akzeptanz arbeiten muss.
Und da willst du mir ernsthaft VORSCHREIBEN ich sollte doch genau so glücklich sein können wie jemand, der diese Probleme nicht hat? Weißt du, wie schlimm es ist, von den Praktikantinnen nichts als Zivi wahrgenommen zu werden, sondern als behinderter Bewohner und nichts dagegen tun zu können? (ich konnte sie zwar aufklären, aber das ändert nichts daran, dass ich im Vergleich zu den anderen Zivis keine Chance auf privaten Kontakt bekam) :wuetend:
Ich könnte glücklich sein, wenn mir meine Umwelt trotz meiner negativen Eigenschaften die Wertschätzung entgegenbringt wie den hübschen Extros auch. Ein Leben was von Ablehnung durch ANDERE definiert ist, ist nicht schön! (Nur für mich persönlich hat das Aussehen etwa keine Relevanz, für mich ist der Körper nur eine bedeutungslose Hülle. Aber leider sehen das viele anders und bemessen den Wert eines Menschen sehr stark danach.)
Hier, da du offenbar genau so wenig Erinnerungsvermögen wie Empathie hast: https://www.abtreff.de/viewtopic.php?p=1071114#p1071114 ER hat wieder angefangen, nicht ich!
inVinoVeritas hat geschrieben:
Mittwoch 6. Februar 2019, 12:04
Auf Zeit.de ist vorhin ein interessanter Artikel über Introversion erschienen, in dem ich mich als Extravertierter sogar bei einigen Schilderungen wiederfinden kann (gibt schließlich auch Nuancen zwischen den beiden Extrema, nicht jeder ist ausschließlich das eine oder andere.)

Netzwerken, Smalltalk und Telefonate sind oft die Hölle für introvertierte Menschen wie unsere Autorin. Eine Anleitung, wie man ihr Arbeitsleben einfacher macht.

Vielleicht mag sich manch einer den mal durchlesen, dort wird nämlich auch durchaus beschrieben welche Stärken die Introversion mit sich bringt, die hier teilweise bei manchen Beiträgen vollkommen hinten runtergefallen sind. :)
Der Artikel hilft Intros nicht.
Stattdessen sollten ihn Führungskräfte lesen, um die extrofreundlichen und introfeindlichen Umfelder (Großraumbüro, viele Meetings, Telefon) introfreundlicher zu gestalten (Einzelbüros oder Homeoffice, schriftliche Fernkommunikation, weniger Meetings, Ruhezonen für die Pausen, Teilname an Teambuilding-Maßnahmen freiwilig).
Warnung vor Pickup: https://www.abtreff.de/viewtopic.php?p=1062199#p1062199

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Re: Leben in einer extravertierten Welt

Beitrag von Hoppala » Dienstag 12. Februar 2019, 01:04

LonesomeCoder hat geschrieben:
Dienstag 12. Februar 2019, 00:05
Morkel hat geschrieben:
Samstag 2. Februar 2019, 14:28
...
SEI DOCH STILL WENN DU KEINE AHNUNG HAST!!!!!!!!1111
(...)
ER hat wieder angefangen, nicht ich!
Ich kann weder das eine noch das andere erkennen.
Ich kann auch nicht erkennen, dass sich deine Antwort auf einen von Morkel erwähnten Aspekt bezieht.
Dies nur als Hinweis, dass es andere Perspektiven auf die Problematik geben kann als deine.
Nutzungsregeln: Mediale Äußerungen von Menschen ersetzen keine Begegungen. Was du hier schreibst, bist nicht du. Was ich hier schreibe, bezieht sich nicht auf dich. Nur auf deinen Beitrag. Ich schreibe meine Meinung, deren Bedeutung in deinem eigenen Ermessen liegt. Vergiss, was dir nichts nützt.

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Re: Leben in einer extravertierten Welt

Beitrag von AB-Wagen » Dienstag 12. Februar 2019, 14:29

LonesomeCoder hat geschrieben:
Dienstag 12. Februar 2019, 00:05
SEI DOCH STILL WENN DU KEINE AHNUNG HAST!!!!!!!!1111 :fluchen: :fluchen:
Leider bin ich nicht alleine auf der Welt und die Lebensqualität eines Menschen hängt nun mal extrem davon ab, wie andere auf einen reagieren. Und dank meiner extremen Introvertiertheit, Asperger und dem Aussehen als geistig behinderte Teeny werde ich von Frauen für mehr als Freundschaft ausgeschlossen, werde generell immer unterschätzt, habe es schwer Freundschaften zu finden und zu halten, kann kaum Karriere machen (weil als Führungskraft den ganzen Tag alleine im Büro mit Meetings oder Telefonaten als Ausnahme ist nun mal nicht)... Ich wurde massiv gemobbt. Das soll ernsthaft keine Auswirkungen auf mich haben? Ich muss hart dafür arbeiten und mich behaupten, bis ich die Anerkennung habe, die andere aufgrund ihrer Aussenwirkung von Tag 1 haben und auf wirklich hohe Bereiche komme ich nie.
Und weder Intro, Asperger noch das kindliche Aussehen kann ich ändern. Ich werde nie der hübsche Extro sein, dem die Welt zu Füßen liegt, der willkommen ist. Sondern immer der Sonderling, der hart nur für eine neutrale Akzeptanz arbeiten muss.
Und da willst du mir ernsthaft VORSCHREIBEN ich sollte doch genau so glücklich sein können wie jemand, der diese Probleme nicht hat? Weißt du, wie schlimm es ist, von den Praktikantinnen nichts als Zivi wahrgenommen zu werden, sondern als behinderter Bewohner und nichts dagegen tun zu können? (ich konnte sie zwar aufklären, aber das ändert nichts daran, dass ich im Vergleich zu den anderen Zivis keine Chance auf privaten Kontakt bekam) :wuetend:
Ich könnte glücklich sein, wenn mir meine Umwelt trotz meiner negativen Eigenschaften die Wertschätzung entgegenbringt wie den hübschen Extros auch. Ein Leben was von Ablehnung durch ANDERE definiert ist, ist nicht schön! (Nur für mich persönlich hat das Aussehen etwa keine Relevanz, für mich ist der Körper nur eine bedeutungslose Hülle. Aber leider sehen das viele anders und bemessen den Wert eines Menschen sehr stark danach.)
Hier, da du offenbar genau so wenig Erinnerungsvermögen wie Empathie hast: https://www.abtreff.de/viewtopic.php?p=1071114#p1071114 ER hat wieder angefangen, nicht ich!
inVinoVeritas hat geschrieben:
Mittwoch 6. Februar 2019, 12:04
Auf Zeit.de ist vorhin ein interessanter Artikel über Introversion erschienen, in dem ich mich als Extravertierter sogar bei einigen Schilderungen wiederfinden kann (gibt schließlich auch Nuancen zwischen den beiden Extrema, nicht jeder ist ausschließlich das eine oder andere.)

Netzwerken, Smalltalk und Telefonate sind oft die Hölle für introvertierte Menschen wie unsere Autorin. Eine Anleitung, wie man ihr Arbeitsleben einfacher macht.

Vielleicht mag sich manch einer den mal durchlesen, dort wird nämlich auch durchaus beschrieben welche Stärken die Introversion mit sich bringt, die hier teilweise bei manchen Beiträgen vollkommen hinten runtergefallen sind. :)
Der Artikel hilft Intros nicht.
Stattdessen sollten ihn Führungskräfte lesen, um die extrofreundlichen und introfeindlichen Umfelder (Großraumbüro, viele Meetings, Telefon) introfreundlicher zu gestalten (Einzelbüros oder Homeoffice, schriftliche Fernkommunikation, weniger Meetings, Ruhezonen für die Pausen, Teilname an Teambuilding-Maßnahmen freiwilig).
Warum bewirbst du dich nicht bei einer Firma, wo du im Home Office arbeiten kannst. Es gibt solche Firmen, die sind irgendwo in Deutschland, aber man kann von sonstwo in Deutschland aus im Home Office arbeiten.

Jens Schauder, ein bekannter Informatiker ( http://blog.schauderhaft.de/ ), arbeitetet von Braunschweig in seinem Home Office aus bei der Berliner Firma Pivotal (Spring).

Außerdem gibt es spezielle Firmen für Autisten:
https://auticon.de/
https://www.myhandicap.ch/job-ausbildun ... nformatik/

Warum bewirbst du dich nicht dort?

Wegen dem Aussehen "wie ein behinderter Teeny": Das liegt meist am starken Übergewicht. Übergewichtige sehen tatsächlich aus wie behinderte Menschen: https://www.youtube.com/watch?v=jPjoACI8Vfc

Reduziere dein Übergewicht und dann wirst du nicht mehr als behindert wahrgenommen. Eine geringe Körpergröße allein, lässt einen nicht behindert wirken: https://www.youtube.com/watch?v=TOKAo6dlLS0

Ansonsten, wenn du mit deinem Aussehen unzufrieden bist, schau dir das hier an:
https://www.youtube.com/watch?v=lXSV8RnmmG8
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Re: Leben in einer extravertierten Welt

Beitrag von Tania » Dienstag 12. Februar 2019, 14:51

AB-Wagen hat geschrieben:
Dienstag 12. Februar 2019, 14:29
Wegen dem Aussehen "wie ein behinderter Teeny": Das liegt meist am starken Übergewicht. Übergewichtige sehen tatsächlich aus wie behinderte Menschen: https://www.youtube.com/watch?v=jPjoACI8Vfc

Reduziere dein Übergewicht und dann wirst du nicht mehr als behindert wahrgenommen.
🤦‍♀️

Du hast da eine nicht sonderlich intelligente stark adipöse Dame im Assi-TV verlinkt und schliesst daraus, dass die meisten Übergewichtigen behindert aussehen. Alles klar.

Eines der großen Geheimnisse des Lebens ist, dass nur das, was wir für andere tun, unsere Mühe wirklich wert ist. (Lewis Caroll)

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Re: Leben in einer extravertierten Welt

Beitrag von Kief » Dienstag 12. Februar 2019, 16:35

AB-Wagen hat geschrieben:
Dienstag 12. Februar 2019, 14:29
LonesomeCoder hat geschrieben:
Dienstag 12. Februar 2019, 00:05
SEI DOCH STILL WENN DU KEINE AHNUNG HAST!!!!!!!!1111 :fluchen: :fluchen:
Warum bewirbst du dich nicht bei einer Firma, wo du im Home Office arbeiten kannst. Es gibt solche Firmen, die sind irgendwo in Deutschland, aber man kann von sonstwo in Deutschland aus im Home Office arbeiten.

Jens Schauder, ein bekannter Informatiker ( http://blog.schauderhaft.de/ ), arbeitetet von Braunschweig in seinem Home Office aus bei der Berliner Firma Pivotal (Spring).
Diese Ueberlegungen haben wir auch bereits angeschnitten.

Außerdem gibt es spezielle Firmen für Autisten:
https://auticon.de/
https://www.myhandicap.ch/job-ausbildun ... nformatik/
Wie sicher bist Du Dir, dass Deine Links ihm helfen?
Ist das nur ein ahnungsloser Schuss ins Blaue, und hast Du tiefer drueber nachgedacht?

Ich war bei auticon angestellt.
Die Firma versucht, sich besser zu benehmen als andere Firmen.
Dennoch ist der Chef ein BWL-Mensch mit den BWL-typischen Perspektiven.
Der seine Firma am Laufen halten will. Und dafuer die verfuegbaren Foerderungen heranzieht.

Was ich ihm aufzeigen wollte, was ich jetzt (bzw. als spaeteren Schritt) mit meiner Existenzgruendung aufbaue, das bricht mit den Gewohnheiten eines BWL-lers.
Das traut sich ein BWL-ler nicht, weil er dann nicht mehr solche Kontrolle ueber seine Arbeiter hat.
Aber er als Routinier haette das nebenher aufbauen koennen, und damit einen Haufen Marksegmente uebernehmen koennen.



Da er das nicht macht, mache ich das nun. Obwohl ich das ueberhaupt nicht kann.
Und muss jetzt sogar mit solchen Firmen in Konkurrenz treten, die organisatorisch maechtiger sind, und die gesamten Foerdertoepfe bereits abgreifen, ohne das Machbare umzusetzen.

Ich bin nicht davon ueberzeugt, dass BWL-ler, die ihre gewohnten Wege gehen, mehr als nur oberflaechliche Loesungen wagen.
Obwohl gerade sie das Handwerkszeug dazu haben.
Bist Du Dir sicher, dass Dein schweizer Link eine wirkliche Verbesserung darstellt?
Oder ist das lediglich Image?


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Re: Leben in einer extravertierten Welt

Beitrag von AB-Wagen » Dienstag 12. Februar 2019, 16:42

Tania hat geschrieben:
Dienstag 12. Februar 2019, 14:51
eine nicht sonderlich intelligente stark adipöse Dame im Assi-TV
Sie ist schuld daran, dass übergewichtige Menschen wie Lonesomecoder für dumm gehalten werden.

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Re: Leben in einer extravertierten Welt

Beitrag von Bummi » Dienstag 12. Februar 2019, 17:02

Da hier vorhin Homeoffice angesprochen wurde:

Finde ich auch eine gute Idee. Allerdings sind diese Möglichkeiten mMn im Vergleich zum technischen Fortschritt eher rückständig. Zudem sind die meisten Arbeitsplätze auf Teamarbeit und Kundenkontakt fokussiert.

Homeoffice ist bei vielen Arbeitgebern nur für 1-2 Tage im Monat oder nur bestimmten Mitarbeitern aus familiären Gründen oder mobiler Verhinderung vorbehalten. (Was ja inbesondere bei kleinen Kindern oder grosser Entfernung zum Arbeitsplatz eine gute Sache ist.)

Einem sehr introvertierten Arbeitnehmer, der nicht mehr mit der normalen Arbeitswelt mithalten kann, wird doch eher nahegelegt, sich durch irgendwelche therapeutischen Maßnahmen anzupassen.

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Re: Leben in einer extravertierten Welt

Beitrag von LonesomeCoder » Dienstag 12. Februar 2019, 18:28

Tania hat geschrieben:
Dienstag 12. Februar 2019, 14:51
AB-Wagen hat geschrieben:
Dienstag 12. Februar 2019, 14:29
Wegen dem Aussehen "wie ein behinderter Teeny": Das liegt meist am starken Übergewicht. Übergewichtige sehen tatsächlich aus wie behinderte Menschen: https://www.youtube.com/watch?v=jPjoACI8Vfc

Reduziere dein Übergewicht und dann wirst du nicht mehr als behindert wahrgenommen.
🤦‍♀️

Du hast da eine nicht sonderlich intelligente stark adipöse Dame im Assi-TV verlinkt und schliesst daraus, dass die meisten Übergewichtigen behindert aussehen. Alles klar.
Das ist so unsinnig, das ich nur einen Satz sage: wer meint, dass durch Abnehmen die Körpergröße steigt und die Hände größer werden und sich die Schädelform ändert, hat keine Ahnung.
Kief hat geschrieben:
Dienstag 12. Februar 2019, 16:35
Dennoch ist der Chef ein BWL-Mensch mit den BWL-typischen Perspektiven.
Der seine Firma am Laufen halten will. Und dafuer die verfuegbaren Foerderungen heranzieht.

Was ich ihm aufzeigen wollte, was ich jetzt (bzw. als spaeteren Schritt) mit meiner Existenzgruendung aufbaue, das bricht mit den Gewohnheiten eines BWL-lers.
Das traut sich ein BWL-ler nicht, weil er dann nicht mehr solche Kontrolle ueber seine Arbeiter hat.
Aber er als Routinier haette das nebenher aufbauen koennen, und damit einen Haufen Marksegmente uebernehmen koennen.
Das Problem ist: im Kapitalismus ist es schwer, den Mensch vor das Kapital zu stellen, weil eine Firma zum Überleben mindestens genug Geld zum Kosten decken einnehmen muss. Die wenigsten Menschen danken soziales Engagement nicht nur durch nette Worte, sondern auch durch eine erhöhte Zahlungsbereitschaft.

Homeoffice wird immer weniger angeboten, der Trend ist vorbei. Und auf dem Land gibts nicht so viele IT-Firmen. In eine Stadt (wo es mehr Jobs im IT-Bereich geben würde) will ich aber nach den Erfahrungen vom Studium (laut, hektisch, anonym, keine stillen Rückzugsmöglichkeiten, nur kleine Wohnung bezahlbar (ich bin aber gern viel daheim und will eine große, schöne Wohnung in einem ruhigen Umfeld mit genug Platz für meine Sachen zum alleine beschäftigen wie Lesestoff oder Videospiele)) nicht mehr.
Warnung vor Pickup: https://www.abtreff.de/viewtopic.php?p=1062199#p1062199

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Re: Leben in einer extravertierten Welt

Beitrag von AB-Wagen » Dienstag 12. Februar 2019, 19:15

LonesomeCoder hat geschrieben:
Dienstag 12. Februar 2019, 18:28
Das ist so unsinnig, das ich nur einen Satz sage: wer meint, dass durch Abnehmen die Körpergröße steigt und die Hände größer werden und sich die Schädelform ändert, hat keine Ahnung.
Ich habe das auch nie behauptet. Aber das Gewicht verringert sich. Das Gesicht sieht dann nicht mehr pausbäckig aus. Wie bei dem einen Mädel. Sie hat auch abgenommen. Dadurch sind ihre Leberflecken zwar nicht verschwunden, aber dafür sieht sie richtig heißt aus.
Das Problem ist: im Kapitalismus ist es schwer, den Mensch vor das Kapital zu stellen, weil eine Firma zum Überleben mindestens genug Geld zum Kosten decken einnehmen muss. Die wenigsten Menschen danken soziales Engagement nicht nur durch nette Worte, sondern auch durch eine erhöhte Zahlungsbereitschaft.
Das ist das Problem der Firmenbetreiber, nicht der Arbeitnehmer. Diese Firmen gibt es jedenfalls und du kannst dich dort bewerben.
Homeoffice wird immer weniger angeboten, der Trend ist vorbei.
Das stimmt nicht: https://t3n.de/news/homeoffice-in-deuts ... r-1138806/

Außerdem arbeitet Jens Schauder ja im Homeoffice.
Bummi hat geschrieben:
Dienstag 12. Februar 2019, 17:02
Homeoffice ist bei vielen Arbeitgebern nur für 1-2 Tage im Monat oder nur bestimmten Mitarbeitern aus familiären Gründen oder mobiler Verhinderung vorbehalten. (Was ja inbesondere bei kleinen Kindern oder grosser Entfernung zum Arbeitsplatz eine gute Sache ist.)
Jens Schauder arbeitet 24/7 im Homeoffice. Und LSC hat große Entfernung zum Arbeitsplatz.

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Re: Leben in einer extravertierten Welt

Beitrag von Kief » Dienstag 12. Februar 2019, 19:39

LonesomeCoder hat geschrieben:
Dienstag 12. Februar 2019, 18:28
Kief hat geschrieben:
Dienstag 12. Februar 2019, 16:35
Dennoch ist der Chef ein BWL-Mensch mit den BWL-typischen Perspektiven.
Der seine Firma am Laufen halten will. Und dafuer die verfuegbaren Foerderungen heranzieht.

Was ich ihm aufzeigen wollte, was ich jetzt (bzw. als spaeteren Schritt) mit meiner Existenzgruendung aufbaue, das bricht mit den Gewohnheiten eines BWL-lers.
Das traut sich ein BWL-ler nicht, weil er dann nicht mehr solche Kontrolle ueber seine Arbeiter hat.
Aber er als Routinier haette das nebenher aufbauen koennen, und damit einen Haufen Marksegmente uebernehmen koennen.
Das Problem ist: im Kapitalismus ist es schwer, den Mensch vor das Kapital zu stellen, weil eine Firma zum Überleben mindestens genug Geld zum Kosten decken einnehmen muss. Die wenigsten Menschen danken soziales Engagement nicht nur durch nette Worte, sondern auch durch eine erhöhte Zahlungsbereitschaft.
Kann man so nicht sagen.
Wenn ich darauf achte, womit ich mir ein Geschaeftsansatz finanziere, dann kann ich auch caritative Konzepte fahren.
Je groesser die Not, desto groesser die Chance, dass es auch irgendwo finanzierbare Ansaetze gibt.

Das Problem sind fuer mich ned der Mangel an Ansaetzen.
Sondern die Startschwierigkeiten.
Dass ich nicht einsteigen kann mit einer Buerokraft, die mir die mir unmoeglichen Arbeiten abnimmt.
Ich muss erst den ganzen mir schwerfallenden Scheiss hinbekommen, und nen Ueberschuss von soundsoviel Geld aufbauen, bis ich mir wen einkaufen kann, der mir das abnimmt, was ich nicht kann.
Solange ich in Hartz zu wenig Geld habe, jemandes Zusaetzlichen Gehalt zu bezahlen (von dem Papierkam mal ganz abgesehen), ohne zu wissen, ob die ersten Gelder/Akquise dessen Gehalts-Kosten in einem Monat oder erst in 12 Monaten decken koennen, solange ist es arg riskant jemanden einzustellen.

Die Geschaeftswelt ist halt nicht auf Barrierefreiheit und niedrige Einstiegsschwelle ausgelegt.
Also aus Perspektive von BWL-lern durchaus, aber nicht aus Perspektive von jemandem, der aus Notlage heraus etwas machen will.


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Re: Leben in einer extravertierten Welt

Beitrag von Tania » Dienstag 12. Februar 2019, 21:24

AB-Wagen hat geschrieben:
Dienstag 12. Februar 2019, 16:42
Tania hat geschrieben:
Dienstag 12. Februar 2019, 14:51
eine nicht sonderlich intelligente stark adipöse Dame im Assi-TV
Sie ist schuld daran, dass übergewichtige Menschen wie Lonesomecoder für dumm gehalten werden.
Nein. Jeder ist selbst schuld, wenn er so einen Blödsinn glaubt oder weiter verbreitet.

Eines der großen Geheimnisse des Lebens ist, dass nur das, was wir für andere tun, unsere Mühe wirklich wert ist. (Lewis Caroll)

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Re: Leben in einer extravertierten Welt

Beitrag von AB-Wagen » Mittwoch 13. Februar 2019, 05:45

Tania hat geschrieben:
Dienstag 12. Februar 2019, 21:24
AB-Wagen hat geschrieben:
Dienstag 12. Februar 2019, 16:42
Tania hat geschrieben:
Dienstag 12. Februar 2019, 14:51
eine nicht sonderlich intelligente stark adipöse Dame im Assi-TV
Sie ist schuld daran, dass übergewichtige Menschen wie Lonesomecoder für dumm gehalten werden.
Nein. Jeder ist selbst schuld, wenn er so einen Blödsinn glaubt oder weiter verbreitet.
Hier mal ein anderes Beispiel, diesmal kein gefaketes Asi-TV, sondern Realität: https://www.youtube.com/watch?v=sLv4bXvF9LE

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