Leben in einer extravertierten Welt

Rund um die persönliche Situation, Erlebnisse und was einem auf dem Herzen liegt

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Re: Leben in einer extravertierten Welt

Beitrag von Nonkonformist » Samstag 26. Januar 2019, 18:06

Tyrion hat geschrieben:
Samstag 26. Januar 2019, 17:43
Tintenmalerin hat geschrieben:
Samstag 26. Januar 2019, 16:52
Auch introvertierte Menschen können unter Einsamkeit leiden.
Deine Beiträge sind immer eine Bereicherung, aber hier möchte ich mal differenzieren zwischen Einsamkeit und alleine sein. Das eine ist ja ein Gefühl, das andere ein Zustand. Einsamkeit findet jeder doof. Insofern leidet auch jeder introvertierte Mensch, der sich einsam fühlt.
Lass ich es mal so zusammen fassen:

Introvertieren brauchen rückzugzeit.

Dazu müß es auch gelegenheiten geben, wovon er zich zurückziehen braucht.

Intovertiertheit bedeutet nicht dauerexil.
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Re: Leben in einer extravertierten Welt

Beitrag von Siegfried » Samstag 26. Januar 2019, 21:03

Stabil hat geschrieben:
Donnerstag 24. Januar 2019, 12:15

Die Partnersuchphase kann man so gestalten, dass man Freude dran hat. Wie das im Einzelfall geht, ist individuell heraus zu finden.
Milliardär zu werden kann man so gestalten, dass man Freude dran hat. Wie das im Einzelfall geht, ist individuell heraus zu finden. :roll:

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Re: Leben in einer extravertierten Welt

Beitrag von Tintenmalerin » Samstag 26. Januar 2019, 21:40

Tyrion hat geschrieben:
Samstag 26. Januar 2019, 17:43
Tintenmalerin hat geschrieben:
Samstag 26. Januar 2019, 16:52
Auch introvertierte Menschen können unter Einsamkeit leiden.
Deine Beiträge sind immer eine Bereicherung, aber hier möchte ich mal differenzieren zwischen Einsamkeit und alleine sein. Das eine ist ja ein Gefühl, das andere ein Zustand. Einsamkeit findet jeder doof. Insofern leidet auch jeder introvertierte Mensch, der sich einsam fühlt.
Eben. Einsamkeit bedeutet für mich, ich bin zu viel alleine und habe zu wenig Kontakt zu anderen. Das alleine sein ist also nicht das Problem, sondern das Maß.
Das passt für mich nicht mit dem Bild vom Akku zusammen.
Mit können meinte ich eher, auch introvertierte können einsam sein, also zu wenig Kontakt zu anderen haben bzw. zu viel alleine sein. Ich kann mir kaum vorstellen, dass es jemanden gibt, der nicht darunter leidet, wenn er sich einsam fühlt.

Und danke :hut:
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Re: Leben in einer extravertierten Welt

Beitrag von LonesomeCoder » Sonntag 27. Januar 2019, 11:24

Alleine sein bedeutet, man hat keine Menschen um sich rum. Das ist ein aktueller, örtlich bezogener Zustand. Einsam sein bedeutet, es gibt niemanden, der für einen da ist, für den man eine Bedeutung hat. Das ist örtlich und zeitlich unabhängig. Jemand kann von sehr vielen Leuten umgeben, aber trotzdem einsam sein, z.B. jemand ohne Freunde und Partner besucht eine Großveranstaltung. Oder jemand kann alleine, aber gar nicht einsam sein, z.B. eine Person mit vielen Freunden fährt alleine mit dem Motorrad die Seidenstraße entlang.
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Re: Leben in einer extravertierten Welt

Beitrag von Siegfried » Sonntag 27. Januar 2019, 12:08

Einsamkeit oder Alleine sein wird dann problematisch wenn es nicht freiwillig ist sondern den Umständen geschuldet ist. Die Umstände können durchaus vielfältig sein die zu dem Zustand führen und sind nicht nur darauf zurückzuführen das Intros mit alleine sein auftanken oder Gesellschaft Energie kostet.

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Re: Leben in einer extravertierten Welt

Beitrag von Bummi » Sonntag 27. Januar 2019, 15:59

Siegfried hat geschrieben:
Samstag 26. Januar 2019, 05:55
Bummi hat geschrieben:
Freitag 25. Januar 2019, 18:54
Optimist hat geschrieben:
Freitag 25. Januar 2019, 18:36

Je länger man sich schreibt, desto konkreter wird die Vorstellung die man sich von dem anderen Menschen macht. Und wenn dann die Realität anders aussieht, ist man enttäuscht, obwohl es einen ohne die Erwartungen bei einer zufälligen Begegnung wahrscheinlich gar nicht gestört hätte.
Ja, das stimmt. Ist mir auch schon passiert. Nicht unbedingt Enttäuschung, sondern halt eben anders als die Person, die man sich vorgestellt hatte.
Diese Art Enttäuschung gab es allerdings genauso bei den schnellen Treffen.

Nichts geht über ein reales Treffen gerade wenn man über SB kommt. Erst beim ersten Treffen wird entschieden wie es weitergeht egal wie lang man vorher geschrieben/Telefoniert oder sonst was hat. Da kann es eben passieren das der erste Eindruck, nicht dem entspricht was man sich vorgestellt hat oder stellt nach 5 Minuten fest das ist nicht das was ich will und die ganze Luft ist raus. Und dafür hat man dann Monatelang vorher geschrieben und Zeit verschwendet.
Dann lieber mal kurz ein schnelles reales Date für eine Stunde oder so zum Kaffee trinken um zu sehen ob es überhaupt passen könnte.
Ja, das stimmt. Erst bei einem realen Treffen lernt man einen Menschen wirklich kennen.
Und da haben es Extrovertierte leichter.
Ich habe schon öfter von Extrovertierten (also Menschen, die auch von sich behaupten, extrovertiert zu sein) gehört, dass sie mit Schreibkontakten nicht so viel anfangen können und den dringenden Wunsch haben, die andere Person möglichst bald persönliche kennen zu lernen, wenigstens telefonieren oder skypen.
Diesen Wunsch habe ich nicht ganz so dringend, auch wenn es vielleicht besser wäre. Ich bleibe da lieber noch etwas länger in meiner Komfortzone.

Andererseits fand ich es bei SB manchmal "erschreckend", wie schnell da nach einem Treffen oder einem Telefonat gefragt wird. So nach ein paar Sätzen und einem nicht sonderlich aussagekräftigen Profil mit Mini- oder gar keinem Foto.
Das fand ich persönlich ziemlich abtörnend.*
Auch weil ich gar nicht wüsste, was ich mit der Person bei einem Treffen besprechen sollte, da man zuvor noch gar keine Bezugspunkte entdeckt hatte. Klar, Smalltalk, Wetter, Job und so.
@Tyrion schrieb neulich, dass ihn Smalltalk als introvertierter Mensch nicht so interessieren würde. Ich glaube, das ist ein wichtiger Punkt.
Und auch bei einem superheißen Typen (Foto) bei SB hätte ich nach ein, zwei belanglosen Sätzen nicht den Wunsch, diese Person kennen zu lernen. Der Gesprächsinhalt ist da immer das Entscheidende, ob ich einen Menschen interessant und anziehend finde oder nicht.
Hier wird es aber auch schon wieder schwierig. Sehr persönliche oder anregende Gespräche oder Treffen kosten eben auch viel Kraft, obwohl es toll und bereichernd ist. Würde bei einem Treffen fast gar nichts geredet, würde es mich auch wenig Kraft kosten.
Am besten wäre für ein erstes Date ein Schweigetreffen in einem Dunkelrestaurant. :D ;)

*Ich verstehe nach ein paar Diskussionen über Männerüberschuss bei SB aber auch hier die Männer ein bisschen besser. Auch dass man nach einigen Abfuhren bei Dates nicht mehr vorher allzu lange schreiben möchte. :!:

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Re: Leben in einer extravertierten Welt

Beitrag von Stabil » Sonntag 27. Januar 2019, 18:47

Siegfried hat geschrieben:
Samstag 26. Januar 2019, 21:03
Stabil hat geschrieben:
Donnerstag 24. Januar 2019, 12:15
Die Partnersuchphase kann man so gestalten, dass man Freude dran hat. Wie das im Einzelfall geht, ist individuell heraus zu finden.
Milliardär zu werden kann man so gestalten, dass man Freude dran hat. Wie das im Einzelfall geht, ist individuell heraus zu finden. :roll:
Die Partnersuchphase mit dem Aufbau eines materiellen Vermögens zu vergleichen, führt natürlich zu absurden Ergebnissen. Daher wundert es mich nicht, dass du mit den Augen rollst.

Hättest du eine Frage gestellt, oder einen zum Thema passenden Kommentar ab gegeben, könnte man darüber reden.
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Re: Leben in einer extravertierten Welt

Beitrag von BartS » Sonntag 27. Januar 2019, 23:45

Tintenmalerin hat geschrieben:
Samstag 26. Januar 2019, 16:52
Zur Differenzierung:
Das ist ein Erklärungsmodell. Da wird dann gerne das Bild mit dem Akku genommen, der sich bei Intros auflädt, wenn sie alleine sind, und bei Extros, wenn sie unter anderen Menschen sind.
Das ist aber reichlich eindimensional. Es ist eher so, dass jeder Mensch Zeit für sich und Kontakt zu anderen Menschen braucht, in sehr individuellem Ausmaß. Also, wieviel Energie soziale Kontakte kosten, hängt ab vom jeweiligen Kontakt- und Für-sich-sein-Bedürfnis, von der Vertrautheit der anwesenden Menschen, der Größe der Gruppe, davon, wie ausgeschlafen man ist, wie förmlich der Anlass ist, ob es Ängste gibt, ... etc.
Du beschreibst, was den Menschen Energien kostet. Aber womit tanken extrovertierte Menschen auf?
Tintenmalerin hat geschrieben:
Samstag 26. Januar 2019, 21:40
Eben. Einsamkeit bedeutet für mich, ich bin zu viel alleine und habe zu wenig Kontakt zu anderen. Das alleine sein ist also nicht das Problem, sondern das Maß.
Ich würde es so sagen, es ist ein Unterschied, ob ich viel Zeit alleine verbringe und trotzdem weiß, dass es einige Menschen in meinem Leben gibt, zu denen ich jeder Zeit gehen kann oder ob ich diese Menschen leider nicht kenne.
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Re: Leben in einer extravertierten Welt

Beitrag von BartS » Sonntag 27. Januar 2019, 23:52

Stabil hat geschrieben:
Sonntag 27. Januar 2019, 18:47
Hättest du eine Frage gestellt, oder einen zum Thema passenden Kommentar ab gegeben, könnte man darüber reden.
Du musst das Reden über das Thema nicht davon abhängig machen, ob eine Frage gestellt oder ein passender Kommentar gesagt wurde. Das ist ein Thread, an dem sich jeder registrierter User beteiligen kann. Mach es oder lass es.
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Re: Leben in einer extravertierten Welt

Beitrag von Stabil » Montag 28. Januar 2019, 07:37

BartS hat geschrieben:
Sonntag 27. Januar 2019, 23:52
Stabil hat geschrieben:
Sonntag 27. Januar 2019, 18:47
Hättest du eine Frage gestellt, oder einen zum Thema passenden Kommentar ab gegeben, könnte man darüber reden.
Du musst das Reden über das Thema nicht davon abhängig machen, ob eine Frage gestellt oder ein passender Kommentar gesagt wurde.
Tja, das geht meilenweit an dem Beitrag, den du - aus dem Zusammenhang gerissen - zitierst, vorbei. Das passiert halt, wenn man den Kontext des Geschriebenen ignoriert.

Es ging um etwas anderes. Weiter unten ist es nachlesbar. >>--->

BartS hat geschrieben:
Sonntag 27. Januar 2019, 23:52
Das ist ein Thread, an dem sich jeder registrierter User beteiligen kann.
Oh welche Neuigkeit du hier verbreitest. Gut, dass du das verkündest.

BartS hat geschrieben:
Sonntag 27. Januar 2019, 23:52
Mach es oder lass es.
Keine Sorge, ganz ruhig, das geschieht auch ohne Kommentar von dir.


>>---> Das Folgende zeigt, worum es tatsächlich ging:
Stabil hat geschrieben:
Donnerstag 24. Januar 2019, 12:15
BartS hat geschrieben:
Mittwoch 23. Januar 2019, 09:28
Ja, das ist ein Punkt, der mich schon lange beschäftigt. Ich glaube, dass viele Intros tolle Partner sind (auch für Extros), aber diese Partnersuchephase häufig verhindert, dass es zur Beziehung kommt. Wie überwindet man die am besten?
Die Formulierung fasst gut viele Äusserungen von Beziehungsunerfahrenen zusammen.

Gleichzeitig enthält sie den häufigsten und grössten Denkfehler in der Angelegenheit: 'Die Partnersuchphase muss überwunden werden'.

Die Partnersuchphase kann man so gestalten, dass man Freude dran hat. Wie das im Einzelfall geht, ist individuell heraus zu finden. Die Partnersuchphase ist eine Gelegenheit, diesen wunderbaren, geliebten und verehrten Personen des anderen Geschlechts zumindest ein Stück näher zu kommen. Das allein lohnt bereits. Also liegt eine Win-Win Mittel-Zweck Relation vor.

Dass das in jedem Fall von alleine so passiert, ist offensichtlich nicht so. Ich würde das auch nicht behaupten.

Die sinnvolle Frage ist, wo man ansetzen kann, dass die Partnersuche ein Vergnügen wird. Nachdem Introversion kein menschliches Merkmal ist, das ausgestorben ist, braucht man die Introversion selbst nicht zu diskutieren. Sie ist nicht das Problem, der Umgang mit der eigenen Introversion ist die Aufgabe. Das Gestalten einer introversionsgerechten Partnersuche ist nicht nur möglich, sondern auch keine Hexerei. Ruhigere Events aussuchen, zeitlich begrenzen, einen Blick für die Introvertierten des anderen Geschlechts bekommen, gehen, wenn es zu anstrengend wird, soziale und gleichzeitig ruhigere Freizeitbeschäftigungen aufsuchen, und so weiter ... . Aber das reicht oft nicht.

So ist es sinnvoll, zwei Bereiche näher an zu sehen.
Der erste Bereich ist die allgemeine soziale Interaktion. Die Frage ist, kann ich unbefangen mit anderen Menschen mich sozial austauschen und mich dabei wohl fühlen. Ist diese Voraussetzung nicht gegeben, dann liegt ein bedeutsames Hindernis vor und dieses Problem geht man sinnvoller Weise direkt an. Wenn man als erwachsener Mensch schon Jahre lang das Problem hat, und man sich nicht mit kleinen Aufgabenstellungen dem Thema behutsam selbst annähern kann, ist professionelle Hilfe angesagt.

Der zweite Bereich ist die Einstellung zum anderen Geschlecht. Hier besteht die Frage, ist mir die Nähe zu Personen des anderen Geschlechts uneingeschränkt angenehm, oder habe ich Ängste oder lauern ungelöste Streitfragen im Unbewussten oder habe ich abschreckende Beziehungsvorbilder in Erinnerung. Wenn es einem als erwachsener Mensch nicht möglich ist, sich langsam und Umsichtig dem kontakt zum anderen Geschlecht an zu nähern, braucht es professionelle Hilfe. Dann ist die Ambivalenz zum anderen Geschlecht zu tief verankert.

Keiner der drei Bereiche ist unverzichtbar. Mehr noch: Wenn ich fähig bin, unbefangen sozial zu interagieren, wenn ich eine uneingeschränkt positive Einstellung zum anderen Geschlecht habe und mit meiner eigenen Introversion gut umgehen kann, ist die Partnersuche auf alle Fälle eine lohnende und beglückende Lebensphase.

Sich an einem Thema fest zu beissen und die anderen zu vernachlässigen ist wenig zielführend.
Siegfried hat geschrieben:
Samstag 26. Januar 2019, 21:03
Milliardär zu werden kann man so gestalten, dass man Freude dran hat. Wie das im Einzelfall geht, ist individuell heraus zu finden. :roll:
Stabil hat geschrieben:
Sonntag 27. Januar 2019, 18:47
Die Partnersuchphase mit dem Aufbau eines materiellen Vermögens zu vergleichen, führt natürlich zu absurden Ergebnissen. Daher wundert es mich nicht, dass du mit den Augen rollst.

Hättest du eine Frage gestellt, oder einen zum Thema passenden Kommentar ab gegeben, könnte man darüber reden.
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Re: Leben in einer extravertierten Welt

Beitrag von BartS » Montag 28. Januar 2019, 18:49

Lieber Stabil,

ich hätte auch Dein Zitat weglassen können, die Aussage behält in meinen Augen seine Gültigkeit.
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Re: Leben in einer extravertierten Welt

Beitrag von Stabil » Montag 28. Januar 2019, 21:18

BartS hat geschrieben:
Montag 28. Januar 2019, 18:49
Lieber Stabil,

ich hätte auch Dein Zitat weglassen können, die Aussage behält in meinen Augen seine Gültigkeit.
Natürlich. (*)
Das Posten zum Thema mache ich ohnehin nie davon abhängig, ob eine Frage gestellt oder ein passender Kommentar gesagt wurde. Auf Fragen oder Kommentare versuche ich aber ein zu gehen.

Auch die Tatsache, dass das mit meinem Beitrag nichts zu tun hat, bleibt bestehen.

Und ebenso das Folgende behält seine Gültigkeit:
Stabil hat geschrieben:
Montag 28. Januar 2019, 07:37
BartS hat geschrieben:
Sonntag 27. Januar 2019, 23:52
Das ist ein Thread, an dem sich jeder registrierter User beteiligen kann.
Oh welche Neuigkeit du hier verbreitest. Gut, dass du das verkündest.

BartS hat geschrieben:
Sonntag 27. Januar 2019, 23:52
Mach es oder lass es.
Keine Sorge, ganz ruhig, das geschieht auch ohne Kommentar von dir.
(*) Warum ist dir das jetzt so wichtig?
Der Wahrheitsgehalt, den du jetzt meinst, mit einem nochmaligen Posten betonen zu müssen, stand ausser Diskussion und wurde nie angezweifelt.

Ich kann schon wahrnehmen, dass dir hier etwas wichtig ist und du dir extra Mühe und Zeit nimmst für Posts. Aber was du willst, hast du nicht explizit geschrieben und ich kann es auch nirgends impliziert erkennen.
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Re: Leben in einer extravertierten Welt

Beitrag von Tintenmalerin » Dienstag 29. Januar 2019, 13:16

BartS hat geschrieben:
Sonntag 27. Januar 2019, 23:45
Du beschreibst, was den Menschen Energien kostet. Aber womit tanken extrovertierte Menschen auf?
Nein, ich habe Aspekte beschrieben, die meiner Meinung nach einen Einfluss darauf haben, wie anstrengend eine jeweilige soziale Situation ist und ob man sie sucht oder eher vermeidet.
"Auftanken" tun Extravertierte wie Introvertierte durch Essen und Schlafen - wie gesagt, ich kann mit diesem Bild vom Akku oder sozial aufladen/entladen wenig anfangen.
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Re: Leben in einer extravertierten Welt

Beitrag von Lion » Dienstag 29. Januar 2019, 13:37

(Habe die 24-25 Seiten zum Thema jetzt nicht gelesen]

Tintenmalerin hat geschrieben:
Dienstag 29. Januar 2019, 13:16
"Auftanken" tun Extravertierte wie Introvertierte durch Essen und Schlafen - wie gesagt, ich kann mit diesem Bild vom Akku oder sozial aufladen/entladen wenig anfangen.
Im Kontext des Threads kann es nur um das "seelische Aufladen" gehen. Was Du beschreibst, ist das körperliche Aufladen.

Aber vermutlich kannst Du mit dieser Metapher nichts anfangen? Extravertierte laden durch die Interaktion mit der Umwelt auf. Es "gibt" ihnen etwas. Sie schöpfen daraus Inspiration fürs Leben, Lebensmut.

Sie schauen sich beispielsweise einen Sonnenuntergang an und es bewirkt etwas in ihnen, mehr, als bei eiinem Introvertierten (was nicht heißen soll, Introvertierte könnten einen Sonnenuntergang nicht auch schön finden - gemeint ist an dieser Stelle jetzt allerdings ein stärkerer emotionaler Input).

Bei einem Introvertierten sind sozusagen die Sinne für die Außenwahrnehmung stumpfer. Formal sind die Sinne natürlich vorhanden. Sie sehen, hören, schmecken, fühlen, riechen. Nur führt das viel weniger zu einer emotionalen Reizung.

Letztlich geht es ums Wohlfühlen in der Welt.

Und weil das bei einem Introvertierten nicht so klappt, wendet er sich nach innen*. In eine innere, gedankliche Welt. Gedanken sind aber eher rational. Irgendwie bleibt das eine Ersatzhandlung.

*) Wobei man da ein Henne-Ei-Problem hat. Wurde der Introvertierte erst zu einem solchen, weil er mit dem Input aus der Außenwelt weniger anfangen kann? Oder wurde er introvertiert geboren und kann daher mit der Außenwelt weniger anfangen?

Ich glaube weiterhin, dass Introvertierte stärkere Außenreize brauchen, um aus ihnen etwas schöpfen zu können. Es muß bunter, greller, phantastischer, außergewöhnlicher sein. So jedenfalls meine eigene Erfahrung.

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Re: Leben in einer extravertierten Welt

Beitrag von Montecristo » Dienstag 29. Januar 2019, 14:03

Food for thought indeed.

Steht natürlich diametral selbst diagnostizierter "Hypersensibilität" entgegen, bei der man sich für besonders empfänglich und empfindsam hält.
Die Lauten und damit Unaufmerksamen sind dabei angeblich die "anderen". Nicht man selbst.
Bis 45 HC AB: Es kann sich ändern.

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Re: Leben in einer extravertierten Welt

Beitrag von Calliandra » Dienstag 29. Januar 2019, 14:09

:dont: Ich glaube, ich muss dir da widersprechen:
Lion hat geschrieben:
Dienstag 29. Januar 2019, 13:37
... Extravertierte laden durch die Interaktion mit der Umwelt auf. Es "gibt" ihnen etwas. Sie schöpfen daraus Inspiration fürs Leben, Lebensmut.

Sie schauen sich beispielsweise einen Sonnenuntergang an und es bewirkt etwas in ihnen, mehr, als bei eiinem Introvertierten (was nicht heißen soll, Introvertierte könnten einen Sonnenuntergang nicht auch schön finden - gemeint ist an dieser Stelle jetzt allerdings ein stärkerer emotionaler Input).
Ich finde es interessant, dass du gerade das Beispiel mit dem Sonnenaufgang nennst. Denn das ist ja ein Naturereignis – also etwas, was nun ausgerechnet auch Introvertierte üblicherweise sehr genießen können. Es wäre vielleicht als Vergleich ein Beispiel einer Veranstaltung mit viel Publikum treffender gewesen. Ich denke, es müsste eher heißen, "Extrovertierte laden durch soziale Interaktion auf".
Bei einem Introvertierten sind sozusagen die Sinne für die Außenwahrnehmung stumpfer. Formal sind die Sinne natürlich vorhanden. Sie sehen, hören, schmecken, fühlen, riechen. Nur führt das viel weniger zu einer emotionalen Reizung.
Das halte ich für eine völlige Fehleinschätzung. Gerade Introvertierte sind eher sensibel und nehmen sehr viel von der Außenwelt wahr – und reagieren darauf emotional auch mindestens genauso stark wie Extravertierte. Nur merkt man ihnen diese Emotionen nicht immer an.
Letztlich geht es ums Wohlfühlen in der Welt.
Und weil das bei einem Introvertierten nicht so klappt, wendet er sich nach innen*. In eine innere, gedankliche Welt. Gedanken sind aber eher rational. Irgendwie bleibt das eine Ersatzhandlung.
Es ist wohl kaum so, dass sich Introvertierte automatisch weniger wohlfühlen in der Welt – nur eben auf andere Weise. Und wie kommst du auf die Rationalität? Gerade Introvertierte haben oft ein viel besseres Gespür für Stimmungen/Situationen und reagieren innerlich durchaus darauf (nur dass die Umwelt davon eben nicht so viel mitbakommt).
Ich glaube weiterhin, dass Introvertierte stärkere Außenreize brauchen, um aus ihnen etwas schöpfen zu können. Es muß bunter, greller, phantastischer, außergewöhnlicher sein. So jedenfalls meine eigene Erfahrung.
Das halte ich jetzt für sehr abwegig. Gerade mit diesem bunten, grellen ist der Introvertierte auch schnell mal überfordert.

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Re: Leben in einer extravertierten Welt

Beitrag von Stabil » Dienstag 29. Januar 2019, 14:09

Tintenmalerin hat geschrieben:
Dienstag 29. Januar 2019, 13:16
"Auftanken" tun Extravertierte wie Introvertierte durch Essen und Schlafen - wie gesagt, ich kann mit diesem Bild vom Akku oder sozial aufladen/entladen wenig anfangen.
Die Akkumetapher halte ich für wenig Aussage kräftig. Sie wird auch oft unreflektiert wiederholt, weil sie oberflächlich so einleuchtend klingt.

Nur zum Teil gehts um die Energiezufuhr.

Der grössere Teil dessen, worin sich die Menschen unterscheiden, ist wie Erholung, Loslassen, sich Sammeln und das neu Ordnen der Gedanken funktioniert.
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Re: Leben in einer extravertierten Welt

Beitrag von Stabil » Dienstag 29. Januar 2019, 14:11

Lion hat geschrieben:
Dienstag 29. Januar 2019, 13:37
(Habe die 24-25 Seiten zum Thema jetzt nicht gelesen]
Das wäre aber recht informativ gewesen.

Du beschreibst etwas, was mit der Introversion/Extraversion Eigenschaft kaum was zu tun hat.
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Re: Leben in einer extravertierten Welt

Beitrag von Montecristo » Dienstag 29. Januar 2019, 14:16

Ich finde Lions Ansatz interessant.

Vielleicht findet sich da auch eine Erklärung für die hier oft sehr offen erklärten optischen Ansprüche.
Und dafür dass man subtiler zwischenmenschlicher Kommunikation (Gestik, Mimik) so gar nicht folgen kann.
Bis 45 HC AB: Es kann sich ändern.

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Re: Leben in einer extravertierten Welt

Beitrag von Lion » Dienstag 29. Januar 2019, 15:40

Calliandra hat geschrieben:
Dienstag 29. Januar 2019, 14:09
Ich finde es interessant, dass du gerade das Beispiel mit dem Sonnenaufgang nennst. Denn das ist ja ein Naturereignis – also etwas, was nun ausgerechnet auch Introvertierte üblicherweise sehr genießen können.
Ist dem im Allgemeinen so? Ich weiß es nicht. Hängt vielleicht mit meiner eigenen Introversion bzw. sonstigen Psyche zusammen.

Auf jeden Fall würde ich es an der Intensität der emotionalen Reaktion festmachen. Ich hatte ja schon gesagt, dass es nicht darum geht, ob man etwas lediglich nett anzusehen bzw. schön findet (= eher geringe Intensität). Ich kann einen Sonnenuntergang schön finden, für andere scheint es aber so zu sein, dass es weiterreichende Effekte hat. Zum Beispiel als Teil eines Urlaubserlebnisses, der mit zur Erholung beiträgt.
Es wäre vielleicht als Vergleich ein Beispiel einer Veranstaltung mit viel Publikum treffender gewesen. Ich denke, es müsste eher heißen, "Extrovertierte laden durch soziale Interaktion auf".
Sicherlicht ist das der Fall. Aber es ist ja auch da die Intensität der emotionalen Reaktion. Ein Introvertierter kann ja ebenfalls an einer sozialen Interaktion teilnehmen (jetzt nicht gerade ein Festival oder so). Bringt es ihm dasselbe, wie einem Extravertierten?
Bei einem Introvertierten sind sozusagen die Sinne für die Außenwahrnehmung stumpfer. Formal sind die Sinne natürlich vorhanden. Sie sehen, hören, schmecken, fühlen, riechen. Nur führt das viel weniger zu einer emotionalen Reizung.
Das halte ich für eine völlige Fehleinschätzung. Gerade Introvertierte sind eher sensibel und nehmen sehr viel von der Außenwelt wahr – und reagieren darauf emotional auch mindestens genauso stark wie Extravertierte. Nur merkt man ihnen diese Emotionen nicht immer an.
Ja, stimmt schon, die Sensibilität ist "formal" höher.
Ich weiß selbst noch nicht genau, wie ich es meine. 8-)

Ich glaube weiterhin, dass Introvertierte stärkere Außenreize brauchen, um aus ihnen etwas schöpfen zu können. Es muß bunter, greller, phantastischer, außergewöhnlicher sein. So jedenfalls meine eigene Erfahrung.
Das halte ich jetzt für sehr abwegig. Gerade mit diesem bunten, grellen ist der Introvertierte auch schnell mal überfordert.
Ich meine ja jetzt auch nicht eine Reizüberflutung.

Beispiel: Als Hamburger habe ich hier 3x im Jahr Dom (Kirmes). Im Trubel selbst muß ich nicht sein. Viel zu laut. Aber das Ganze von außen im Dunkeln zu betrachten (mit all seiner grellen Buntheit, die Lichter, die Bewegungen der Fahrgeschäfte) gibt mir was.

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