Haben wir wirklich Defizite im sozialem Bereich?

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Kief
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Re: Haben wir wirklich Defizite im sozialem Bereich?

Beitrag von Kief » Sonntag 9. Dezember 2018, 21:25

Stabil hat geschrieben:
Sonntag 9. Dezember 2018, 21:05
Der Rest des Postings wurde ignoriert. Warum eigentlich? Bittesehr, hier ist er nochmals:
Du ueberspringst die bedeutungsschwangeren Anteile meines Beitrages,
und beanstandest, weshalb ich bei Dir Teile ueberspringe?

Okay - nachdem ich die Praemisse als nicht zutreffend erlaeutert habe,
habe ich die weiteren Folgerungen klassifiziert als "duerfte sich damit wohl erledigt haben".
Ist damit Deine Frage beantwortet?

Ich habe naemlich dieselbe Frage an Dich, wie es aussieht mit jenen Teilen meiner Beitraege, die mir wichtig sind.
Wie Du damit umgehst, was mir wichtig ist, worauf ich Reaktionen erwuensche.

Wie, glaubst Du, wird sich das Thema weiterentwickeln?
Wie soll es sich weiterentwickeln?



Wenn Du Saetze zerpfluecken willst, dann werde ich keine grosse Muehe investieren.
Das glaube ich will auch kaum jemand hier.

Was wir hier gerade klaeren wollen, das mag Dir unangenehm sein, weil es in anderer Runde ueblicherweise mit Vorwurf gemeint ist.
Ich dagegen versuche aufzuzeigen, dass ich derlei kommunikative Missverstaendnisse zuhauf sehe, und sie deshalb als Teil des zwischenmenschlichen Lernprozesses sehe.
Die Frage ist fuer mich nur: moechten wir uns dessen annehmen, etwas daran aendern?

Das ist die einzige Frage, die ich abklaeren will.


K

Stabil
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Re: Haben wir wirklich Defizite im sozialem Bereich?

Beitrag von Stabil » Sonntag 9. Dezember 2018, 22:19

Kief hat geschrieben:
Sonntag 9. Dezember 2018, 21:25
Okay - nachdem ich die Praemisse als nicht zutreffend erlaeutert habe,
habe ich die weiteren Folgerungen klassifiziert als "duerfte sich damit wohl erledigt haben".
Worauf beziehst du dich jetzt?
Wie lautet die Prämisse, die du als nicht zutreffend erläutert hast?
Ich habe gesucht, und keine Textstelle gefunden, auf die das zutreffen könnte.

Wie lauten die Folgerungen, die du klassifiziert hast, als "duerfte sich damit wohl erledigt haben"?
Ich habe die Worte "duerfte sich damit wohl erledigt haben" nicht gefunden.

Das was du in dem oben angeführten Zitat behauptest, habe ich in deinem Texten nicht gesehen.

Willst du die Anmassung, über "passiv-aggressiv" oder nicht urteilen zu wollen jetzt ausdrücklich zurücknehmen?
Wieso hast du dir das überhaupt angemasst? Wie kommst du denn auf diese Idee?
* Am meisten schmerzt das Gute, das wir zwar erlebt haben, aber in uns nicht angekommen ist *

Kief
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Re: Haben wir wirklich Defizite im sozialem Bereich?

Beitrag von Kief » Sonntag 9. Dezember 2018, 23:16

Dies war Deine
[+] Praemisse
Stabil hat geschrieben:
Sonntag 9. Dezember 2018, 20:23
Kief hat geschrieben:
Sonntag 9. Dezember 2018, 18:12
...
Du unterstellst ein bewusstes Abwarten und Ignorieren.

Die habe ich beantwortet, dass das von Dir eine Fehlinterpretation war, mit Verweis
[+] hierauf
Kief hat geschrieben:
Sonntag 9. Dezember 2018, 20:42
Kief hat geschrieben:
Sonntag 9. Dezember 2018, 18:12
Aber es ist zumindest Unverstaendnis, [ ... ]
Das hier ist, wovon ich ausgehe.
Und es ist von mir ohne Vorwurf gemeint, sondern als Loesungsansatz.
Deiner Praemisse habe ich also widersprochen.

Daraus folgt, dass ich komplett anders behandelt habe,
[+] was Du danach schriebst
Du masst die eine Position an, von der aus du meinst, über Verhalten als "passiv-aggressiv" zu beurteilen.

Glaubst du im Ernst, dass das hilfreich ist?
Glaubst du im Ernst, dass du damit den Eindruck erweckst, helfen zu wollen?
Diesen kompletten Teil habe ich mangels Praemisse klassifiziert als -
[+] siehe hier
Kief hat geschrieben:
Sonntag 9. Dezember 2018, 21:25
habe ich die weiteren Folgerungen klassifiziert als "duerfte sich damit wohl erledigt haben".
Nicht im Sinne von "Jetzt gehe ich darauf nicht naeher ein, und erklaere Dir, weshalb ich darauf nicht eingehe, da ich so viel Text schreiben will, worueber und worueber nicht und weshalb und weshalb nicht ich Bestimmtes schreibe."
Sondern weil die Praemisse wegfiel, habe ich erwartet, dass Du dann den ganzen Rest auch abhaken kannst - und habe entschieden, es einfach ruhen lassen.



Stabil hat geschrieben:
Sonntag 9. Dezember 2018, 22:19
Kief hat geschrieben:
Sonntag 9. Dezember 2018, 21:25
Okay - nachdem ich die Praemisse als nicht zutreffend erlaeutert habe,
habe ich die weiteren Folgerungen klassifiziert als "duerfte sich damit wohl erledigt haben".
Worauf beziehst du dich jetzt?
Ist das nun verstaendlich?
Wie lautet die Prämisse, die du als nicht zutreffend erläutert hast?
Ich habe gesucht, und keine Textstelle gefunden, auf die das zutreffen könnte.
Ist der Zusammenhang jetzt klar?
Wie lauten die Folgerungen, die du klassifiziert hast, als "duerfte sich damit wohl erledigt haben"?
Ich habe die Worte "duerfte sich damit wohl erledigt haben" nicht gefunden.
Ist das beantwortet?
Das was du in dem oben angeführten Zitat behauptest, habe ich in deinem Texten nicht gesehen.

Willst du die Anmassung, über "passiv-aggressiv" oder nicht urteilen zu wollen jetzt ausdrücklich zurücknehmen?
Ob das zutrifft oder nicht ueberlasse ich erstmal gern den anderen - ich selbst habe da noch keine klare Einschaetzung.
(Reinhard - ich weiss, Du siehst das entschiedener, ich kann Deine Mimik bis hierher wittern. Aber meine Meinung bilde ich mir auch noch aufgrund anderer Nuancen. Und da lande ich womoeglich bei einem anderen Ergebnis.)
Was ich sehe, ist dass passiv-aggressiv eine der Gefahren in den Gespraechen hier ist.



Ich hoffe, das Ganze ist jetzt verstaendlicher.
Ich moechte auch mal zu dem Teil kommen, dass Du im Gegenzug mir beantwortest, was ich fragte.
[+] kommunikative Missverstaendnisse - moechten wir uns dessen annehmen etwas daran aendern
Kief hat geschrieben:
Sonntag 9. Dezember 2018, 21:25
Ich habe naemlich dieselbe Frage an Dich, wie es aussieht mit jenen Teilen meiner Beitraege, die mir wichtig sind.
Wie Du damit umgehst, was mir wichtig ist, worauf ich Reaktionen erwuensche.

Wie, glaubst Du, wird sich das Thema weiterentwickeln?
Wie soll es sich weiterentwickeln?
[ ... ]
Was wir hier gerade klaeren wollen, das mag Dir unangenehm sein, weil es in anderer Runde ueblicherweise mit Vorwurf gemeint ist.
Ich dagegen versuche aufzuzeigen, dass ich derlei kommunikative Missverstaendnisse zuhauf sehe, und sie deshalb als Teil des zwischenmenschlichen Lernprozesses sehe.
Die Frage ist fuer mich nur: moechten wir uns dessen annehmen, etwas daran aendern?

Das ist die einzige Frage, die ich abklaeren will.

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Re: Haben wir wirklich Defizite im sozialem Bereich?

Beitrag von Stabil » Montag 10. Dezember 2018, 06:16

Kief hat geschrieben:
Sonntag 9. Dezember 2018, 23:16
Dies war Deine
[+] Praemisse
Stabil hat geschrieben:
Sonntag 9. Dezember 2018, 20:23
Kief hat geschrieben:
Sonntag 9. Dezember 2018, 18:12
...
Du unterstellst ein bewusstes Abwarten und Ignorieren.

Die habe ich beantwortet, dass das von Dir eine Fehlinterpretation war, mit Verweis
[+] hierauf
Kief hat geschrieben:
Sonntag 9. Dezember 2018, 20:42
Kief hat geschrieben:
Sonntag 9. Dezember 2018, 18:12
Aber es ist zumindest Unverstaendnis, [ ... ]
Das hier ist, wovon ich ausgehe.
Und es ist von mir ohne Vorwurf gemeint, sondern als Loesungsansatz.
Deiner Praemisse habe ich also widersprochen.

Daraus folgt, dass ich komplett anders behandelt habe,
[+] was Du danach schriebst
Du masst die eine Position an, von der aus du meinst, über Verhalten als "passiv-aggressiv" zu beurteilen.

Glaubst du im Ernst, dass das hilfreich ist?
Glaubst du im Ernst, dass du damit den Eindruck erweckst, helfen zu wollen?
Diesen kompletten Teil habe ich mangels Praemisse klassifiziert als -
[+] siehe hier
Kief hat geschrieben:
Sonntag 9. Dezember 2018, 21:25
habe ich die weiteren Folgerungen klassifiziert als "duerfte sich damit wohl erledigt haben".
Nicht im Sinne von "Jetzt gehe ich darauf nicht naeher ein, und erklaere Dir, weshalb ich darauf nicht eingehe, da ich so viel Text schreiben will, worueber und worueber nicht und weshalb und weshalb nicht ich Bestimmtes schreibe."
Sondern weil die Praemisse wegfiel, habe ich erwartet, dass Du dann den ganzen Rest auch abhaken kannst - und habe entschieden, es einfach ruhen lassen.



Stabil hat geschrieben:
Sonntag 9. Dezember 2018, 22:19
Kief hat geschrieben:
Sonntag 9. Dezember 2018, 21:25
Okay - nachdem ich die Praemisse als nicht zutreffend erlaeutert habe,
habe ich die weiteren Folgerungen klassifiziert als "duerfte sich damit wohl erledigt haben".
Worauf beziehst du dich jetzt?
Ist das nun verstaendlich?
Wie lautet die Prämisse, die du als nicht zutreffend erläutert hast?
Ich habe gesucht, und keine Textstelle gefunden, auf die das zutreffen könnte.
Ist der Zusammenhang jetzt klar?
Wie lauten die Folgerungen, die du klassifiziert hast, als "duerfte sich damit wohl erledigt haben"?
Ich habe die Worte "duerfte sich damit wohl erledigt haben" nicht gefunden.
Ist das beantwortet?
Das was du in dem oben angeführten Zitat behauptest, habe ich in deinem Texten nicht gesehen.

Willst du die Anmassung, über "passiv-aggressiv" oder nicht urteilen zu wollen jetzt ausdrücklich zurücknehmen?
Ob das zutrifft oder nicht ueberlasse ich erstmal gern den anderen - ich selbst habe da noch keine klare Einschaetzung.
(Reinhard - ich weiss, Du siehst das entschiedener, ich kann Deine Mimik bis hierher wittern. Aber meine Meinung bilde ich mir auch noch aufgrund anderer Nuancen. Und da lande ich womoeglich bei einem anderen Ergebnis.)
Was ich sehe, ist dass passiv-aggressiv eine der Gefahren in den Gespraechen hier ist.



Ich hoffe, das Ganze ist jetzt verstaendlicher.
Ich moechte auch mal zu dem Teil kommen, dass Du im Gegenzug mir beantwortest, was ich fragte.
[+] kommunikative Missverstaendnisse - moechten wir uns dessen annehmen etwas daran aendern
Kief hat geschrieben:
Sonntag 9. Dezember 2018, 21:25
Ich habe naemlich dieselbe Frage an Dich, wie es aussieht mit jenen Teilen meiner Beitraege, die mir wichtig sind.
Wie Du damit umgehst, was mir wichtig ist, worauf ich Reaktionen erwuensche.

Wie, glaubst Du, wird sich das Thema weiterentwickeln?
Wie soll es sich weiterentwickeln?
[ ... ]
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Ich dagegen versuche aufzuzeigen, dass ich derlei kommunikative Missverstaendnisse zuhauf sehe, und sie deshalb als Teil des zwischenmenschlichen Lernprozesses sehe.
Die Frage ist fuer mich nur: moechten wir uns dessen annehmen, etwas daran aendern?

Das ist die einzige Frage, die ich abklaeren will.

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Du hast dir viel Mühe gegeben und doch meine Fragen nicht beantwortet. Schade. Ich sehe zwar keinen bösen Willen, aber da fehlt halt was.
* Am meisten schmerzt das Gute, das wir zwar erlebt haben, aber in uns nicht angekommen ist *

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Re: Haben wir wirklich Defizite im sozialem Bereich?

Beitrag von Kief » Montag 10. Dezember 2018, 09:37

Stabil hat geschrieben:
Montag 10. Dezember 2018, 06:16
Kief hat geschrieben:
Sonntag 9. Dezember 2018, 23:16
[ viele Spoiler und Kram ]
Du hast dir viel Mühe gegeben und doch meine Fragen nicht beantwortet. Schade. Ich sehe zwar keinen bösen Willen, aber da fehlt halt was.
Dann habe ich den Eindruck, finden wir gerade nicht zusammen - ich sehe nicht, was da noch fehlt.

Willst Du es damit belassen?
Oder jemanden hinzuziehen?

Bevor Du auf meine Rueckfragen eingehst?


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Re: Haben wir wirklich Defizite im sozialem Bereich?

Beitrag von BartS » Montag 10. Dezember 2018, 09:52

Wenn ich mir die Diskussionen hier anschaue und insbesondere das wiederholte Verhalten einzelner User, dann stelle ich mir die Frage nach den Defiziten im sozialen Bereich neu. :? Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass hier gezeigte Verhaltensweisen im RL unter Arbeitskollegen oder privaten Umfeld so sonderlich gut ankommen. Besonders die Empfindlichkeit, wenn man sich hart, aber sachlich mit den Aussagen auseinandersetzt.
"Liebe ist, dass man sich so lange gehen lässt, bis man nicht mehr gehen kann."
(Hazel Brugger)

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Re: Haben wir wirklich Defizite im sozialem Bereich?

Beitrag von Stabil » Montag 10. Dezember 2018, 10:00

Kief hat geschrieben:
Montag 10. Dezember 2018, 09:37
Stabil hat geschrieben:
Montag 10. Dezember 2018, 06:16
Kief hat geschrieben:
Sonntag 9. Dezember 2018, 23:16
Dies war Deine
[+] Praemisse

Die habe ich beantwortet, dass das von Dir eine Fehlinterpretation war, mit Verweis
[+] hierauf
Deiner Praemisse habe ich also widersprochen.

Daraus folgt, dass ich komplett anders behandelt habe,
[+] was Du danach schriebst
Diesen kompletten Teil habe ich mangels Praemisse klassifiziert als -
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Sondern weil die Praemisse wegfiel, habe ich erwartet, dass Du dann den ganzen Rest auch abhaken kannst - und habe entschieden, es einfach ruhen lassen.




Ist das nun verstaendlich?

Ist der Zusammenhang jetzt klar?

Ist das beantwortet?

Ob das zutrifft oder nicht ueberlasse ich erstmal gern den anderen - ich selbst habe da noch keine klare Einschaetzung.
(Reinhard - ich weiss, Du siehst das entschiedener, ich kann Deine Mimik bis hierher wittern. Aber meine Meinung bilde ich mir auch noch aufgrund anderer Nuancen. Und da lande ich womoeglich bei einem anderen Ergebnis.)
Was ich sehe, ist dass passiv-aggressiv eine der Gefahren in den Gespraechen hier ist.



Ich hoffe, das Ganze ist jetzt verstaendlicher.
Ich moechte auch mal zu dem Teil kommen, dass Du im Gegenzug mir beantwortest, was ich fragte.
[+] kommunikative Missverstaendnisse - moechten wir uns dessen annehmen etwas daran aendern

K
Du hast dir viel Mühe gegeben und doch meine Fragen nicht beantwortet. Schade. Ich sehe zwar keinen bösen Willen, aber da fehlt halt was.



Dann habe ich den Eindruck, finden wir gerade nicht zusammen - ich sehe nicht, was da noch fehlt.

Willst Du es damit belassen?
Oder jemanden hinzuziehen?

Bevor Du auf meine Rueckfragen eingehst?


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Ist ja auch ok, dass du das, was fehlt, nicht siehst.
Die Diskussion mit dir über dieses Teilthema hat sich daher erübrigt.
Die Möglichkeit, mich mit kompetenten Personen zu beraten habe ich und nutze ich natürlich bei Bedarf.
* Am meisten schmerzt das Gute, das wir zwar erlebt haben, aber in uns nicht angekommen ist *

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Re: Haben wir wirklich Defizite im sozialem Bereich?

Beitrag von RomeoKnight » Montag 10. Dezember 2018, 13:51

BartS hat geschrieben:
Montag 10. Dezember 2018, 09:52
Wenn ich mir die Diskussionen hier anschaue und insbesondere das wiederholte Verhalten einzelner User, dann stelle ich mir die Frage nach den Defiziten im sozialen Bereich neu. :? Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass hier gezeigte Verhaltensweisen im RL unter Arbeitskollegen oder privaten Umfeld so sonderlich gut ankommen. Besonders die Empfindlichkeit, wenn man sich hart, aber sachlich mit den Aussagen auseinandersetzt.
Grundsätzlich wollte ich sagen, dass soziale Defizite wenig bis gar nichts mit dem AB Status zu tun haben. Daher halte ich es auch für ein Märchen zu glauben, dass, wenn man sich optimiert, es wesentlich zum Zustandekommen von Beziehungen beiträgt (deswegen das Bild mit den Regenschirmen). Damit will ich aber gewiss nicht sagen, dass Persönlichkeitsentwicklung falsch oder überflüssig ist. Es wird halt oft suggeriert, dass ein Persönlichkeitsoptimum die Voraussetzung für eine Beziehung ist. Das ist totaler Quatsch. Es sind doch erst die Beziehungen, an und in denen wir wachsen. Meine partnerschaftliche Beziehung hat zwar nicht besonders lange gedauert, aber auch wenn sie zu Ende ist, hat sie für meine Entwicklung noch eine Nachwirkung, die ohne sie in der Form sicher nicht stattgefunden hätte. Ich glaube auch nicht, dass ich keinerlei soziale Defizite mehr hätte. Nur ist das halt nicht der Punkt, an dem mich irgendeine Mit- oder Alleinschuldigkeit träfe.

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Re: Haben wir wirklich Defizite im sozialem Bereich?

Beitrag von Solstice » Montag 10. Dezember 2018, 14:50

Stabil hat geschrieben:
Montag 10. Dezember 2018, 10:00
Ist ja auch ok, dass du das, was fehlt, nicht siehst.
Stabil hat geschrieben:
Montag 10. Dezember 2018, 10:00
Die Möglichkeit, mich mit kompetenten Personen zu beraten habe ich und nutze ich natürlich bei Bedarf.
Mir missfällt die häufige passive Aggressivität in deinen Beiträgen, @Stabil.

Aber das geht bestimmt nur mir so.
;)

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Re: Haben wir wirklich Defizite im sozialem Bereich?

Beitrag von Polarfuchs » Montag 10. Dezember 2018, 15:16

RomeoKnight hat geschrieben:
Montag 10. Dezember 2018, 13:51
BartS hat geschrieben:
Montag 10. Dezember 2018, 09:52
Wenn ich mir die Diskussionen hier anschaue und insbesondere das wiederholte Verhalten einzelner User, dann stelle ich mir die Frage nach den Defiziten im sozialen Bereich neu. :? Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass hier gezeigte Verhaltensweisen im RL unter Arbeitskollegen oder privaten Umfeld so sonderlich gut ankommen. Besonders die Empfindlichkeit, wenn man sich hart, aber sachlich mit den Aussagen auseinandersetzt.
Grundsätzlich wollte ich sagen, dass soziale Defizite wenig bis gar nichts mit dem AB Status zu tun haben. Daher halte ich es auch für ein Märchen zu glauben, dass, wenn man sich optimiert, es wesentlich zum Zustandekommen von Beziehungen beiträgt (deswegen das Bild mit den Regenschirmen). Damit will ich aber gewiss nicht sagen, dass Persönlichkeitsentwicklung falsch oder überflüssig ist. Es wird halt oft suggeriert, dass ein Persönlichkeitsoptimum die Voraussetzung für eine Beziehung ist. Das ist totaler Quatsch. Es sind doch erst die Beziehungen, an und in denen wir wachsen. Meine partnerschaftliche Beziehung hat zwar nicht besonders lange gedauert, aber auch wenn sie zu Ende ist, hat sie für meine Entwicklung noch eine Nachwirkung, die ohne sie in der Form sicher nicht stattgefunden hätte. Ich glaube auch nicht, dass ich keinerlei soziale Defizite mehr hätte. Nur ist das halt nicht der Punkt, an dem mich irgendeine Mit- oder Alleinschuldigkeit träfe.
Dem würde ich widersprechen, da es auch an sozialen Defiziten liegen könnte, um jemanden anzusprechen und einen Smalltalk zu beginnen.
Manchen Männern ist es nicht möglich umherzusehen, Blickkontakt zu einer interessierten Frau aufzunehmen, sie anzulächeln und auf sie zuzugehen.
Außerdem bin ich der Meinung, dass es möglich ist soziales Verhalten zu trainieren und im Alltag richtig anzuwenden.
Erwartet du nicht etwas zuviel von einer Beziehung? In eine Beziehung sollte man einigermaßen selbstbewusst und gelassen gehen, da der Partner auch kein Therapeut ist und schwerwiegende seelische Probleme auch nicht lösen kann. Das wäre schlicht und einfach einfach eine Überforderung.

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Re: Haben wir wirklich Defizite im sozialem Bereich?

Beitrag von Cascade » Montag 10. Dezember 2018, 15:47

So pauschal würde ich das nicht sehen, das ist bei jedem anders ausgeprägt oder auch nicht.

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Re: Haben wir wirklich Defizite im sozialem Bereich?

Beitrag von RomeoKnight » Montag 10. Dezember 2018, 16:15

Polarfuchs hat geschrieben:
Montag 10. Dezember 2018, 15:16
Dem würde ich widersprechen, da es auch an sozialen Defiziten liegen könnte, um jemanden anzusprechen und einen Smalltalk zu beginnen.
Manchen Männern ist es nicht möglich umherzusehen, Blickkontakt zu einer interessierten Frau aufzunehmen, sie anzulächeln und auf sie zuzugehen.
Das ist ein Bereich, den ich weitghend ausgeklammert habe. Mich persönlich interessiert er auch nicht sonderlich. Ich ging schon von bestehender Kontaktaufnahme aus, auf die dann Ausreden - und ich meine das Wort in seiner scharfen Form - folgen, dass es am Fehlerverhalten des gegenübers läge. Ich setze natürlich einen gewissen Standard voraus, dass sich jemand nicht tatsächlich asozial total daneben benimmt, wobei selbst das manchmal keine Rolle zu spielen scheint, wie die Beispiele der Damen und ihren Kerlen von Oxymoron und Neuling92 andeuten. Deswegen sagte ich : Es gibt auch keine Garantie des Scheiterns.

Außerdem bin ich der Meinung, dass es möglich ist soziales Verhalten zu trainieren und im Alltag richtig anzuwenden.
Na klar, das hat auch was mit persönlichen und moralischen Ansprüchen an sich selbst zu tun.
Erwartet du nicht etwas zuviel von einer Beziehung? In eine Beziehung sollte man einigermaßen selbstbewusst und gelassen gehen, da der Partner auch kein Therapeut ist und schwerwiegende seelische Probleme auch nicht lösen kann. Das wäre schlicht und einfach einfach eine Überforderung.
Ernsthafte Probleme meinte ich auch nicht. Da kann einen ein Partner bestenfalls begleiten und beistehen, aber die umfassende fachliche Qualifizierung kann man ihm nicht abverlangen.

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Re: Haben wir wirklich Defizite im sozialem Bereich?

Beitrag von Stabil » Montag 10. Dezember 2018, 17:09

Solstice hat geschrieben:
Montag 10. Dezember 2018, 14:50
Stabil hat geschrieben:
Montag 10. Dezember 2018, 10:00
Ist ja auch ok, dass du das, was fehlt, nicht siehst.
Stabil hat geschrieben:
Montag 10. Dezember 2018, 10:00
Die Möglichkeit, mich mit kompetenten Personen zu beraten habe ich und nutze ich natürlich bei Bedarf.
Mir missfällt die häufige passive Aggressivität in deinen Beiträgen, @Stabil.

Aber das geht bestimmt nur mir so.
;)
Dass du das als "passive Aggressivität" deutest, es dir "missfällt", es als häufig bezeichnest, und versuchst ironisch zusein um zu sticheln, damit kann ich leben. ;)
Welche Emotion jetzt bei dir hinter dem "Missfallen" steht kann ich gerade nicht erkennen. Aber dazu kenne ich dich auch zu wenig.
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Re: Haben wir wirklich Defizite im sozialem Bereich?

Beitrag von Kief » Montag 10. Dezember 2018, 21:08

Solstice hat geschrieben:
Montag 10. Dezember 2018, 14:50
Stabil hat geschrieben:
Montag 10. Dezember 2018, 10:00
Die Möglichkeit, mich mit kompetenten Personen zu beraten habe ich und nutze ich natürlich bei Bedarf.
Mir missfällt die häufige passive Aggressivität in deinen Beiträgen, @Stabil.

Aber das geht bestimmt nur mir so.
Nein, auch ich habe diese unangemessene Stichelei registriert - aber hatte heute morgen andere Termine, als dass ich mir dafuer Zeit genommen haette.

Stabil, Du hast auf meine Fragen noch ueberhaupt nicht reagiert.


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Re: Haben wir wirklich Defizite im sozialem Bereich?

Beitrag von Reinhard » Montag 10. Dezember 2018, 22:21

Stabil hat geschrieben:
Sonntag 9. Dezember 2018, 20:54
Reinhard hat geschrieben:
Sonntag 9. Dezember 2018, 20:36
Aus meiner Sicht hat Stabil die Diskussion stark eskaliert, indem er der Aussage "lasst euch nicht einreden, selber schuld zu sein" ein "umgekehrt --- dann erst recht" entgegengesetzt hat.
"umgekehrt --- dann erst recht" wurde nie gesagt.
Von Schuld und von "selber schuld" habe ich in diesem Thread nie gesprochen - weder explizit, noch habe ich das mit anderen Worten implizit zum Ausdruck gebracht.

Sie haben hoffentlich nicht wortwörtlich danach gesucht? :gruebel:

Meine Aussage bezog sich auf den Beitrag von RomeoKnight und Ihre Antwort darauf:

Stabil hat geschrieben:
Montag 3. Dezember 2018, 15:13
RomeoKnight hat geschrieben:
Montag 3. Dezember 2018, 12:44
Manchmal liegt es ganz einfach nicht an einem selber. Das Märchen von "jeder ist seines Glückes Schmied" hat uns nur jahrzehntelang darauf konditioniert. Spätestens wenn verschiedene Interessen aufeinanderprallen, ist Schluss mit der Schmiederei.
Nein, genau hier fängt die Schmiedekunst an. - Oder der Einsatz von Ausreden. Kommt halt drauf an, ob man Verantwortung für sich selbst übernimmt.
Ich zerlege die Aussagen mal -- so wie ich sie verstehe. Das kann, und wie ich vermute: wird, von Ihrer Interpretation abweichen, aber den Unterschied herauszufinden bedarf es eben nunmal, dass jemand den Anfang macht.


RomeoKnight hat geschrieben: Manchmal liegt es ganz einfach nicht an einem selber.
Das habe ich verstanden als Bezugnahme auf die Threadüberschrift: "es" ist also das, was die Frage nach einem Defizit aufwirft, die beobachtbaren Schwierigkeiten bei sozialer Interaktion; und RomeoKnight weist die Verursachung ("es liegt an") und damit auch die Schuld daran ab, zumindest "manchmal". Oder andersherum, erlaubt somit nicht generell die Ursachen- und Schuldzuweisung.

RomeoKnight hat geschrieben: Das Märchen von "jeder ist seines Glückes Schmied" hat uns nur jahrzehntelang darauf konditioniert.

Worauf wurde konditioniert? Die Zuweisung, dass an fehlendem Lebensglück der Schmied des Glückes, also eben jeder selbst schuld sei. Es ist dabei durchaus eine härtere Sprache gewählt, mit "jahrzehntelang" und "konditioniert" wird diese Ansicht auch als etwas dargestellt, worauf halt viele Leute gleichzeitig so gekommen sind, vielleicht weil es nun mal die angemessenste Ansicht ist. Stattdessen wird diese Ansicht abgewertet.


RomeoKnight hat geschrieben: Spätestens wenn verschiedene Interessen aufeinanderprallen, ist Schluss mit der Schmiederei.
Gemeint ist die Schmiederei des Glücks, und eigentlich ist ja auch unstrittig, dass die Grenzen des Glücks des einen dort aufhören, wo die Grenzen des Glücks (oder Unglücks) eines anderen anfangen ...

Es wird hier auch ein Falsifizierungskriterium mitgeliefert, woran man erkennen kann, dass die Ansicht nicht zutrifft. Was dann die Abwertung im Satz vorher erklärt.


Kurzes Zwischenfazit:
Es ist bis hierhin klargemacht, dass mit Konditionierung eingeredet werden soll, dass man doch selber schuld sei, und die Fortsetzung der Konditionierung davon wäre, die Schuld und die sozialen Defizite bei "Wir" zu suchen. Davon rät RomeoKnight ab, zumindest in manchen Fällen.




Jetzt die Gegenrede:
Stabil hat geschrieben: Nein, genau hier fängt die Schmiedekunst an.
Das Wort "hier" bezieht sich grammatikalisch gesehen auf das Interessen-zusammenprallen, den Grenzbereich des eigenen Glücks, wo es durch die Interessen anderer schwieriger wird.

Man kann "Kunst" hier als lediglich erhöhten Schwierigkeitsgrad auffassen. Aber ich sehe hier Kunst als Gegensatz zum bloßen Handwerk des Schmiedens, und damit als eine andere Kategorie.

Während bei Handwerk noch ausreicht Fleiß zu haben, womit ich der Aussage "Jeder ist seines Glückes Schmied" wenigstens noch das Positive abgewinnen kann, dass man mit Fleiß (bei Lernen und Tun) noch zu einem Ergebnis kommen kann; ist im Gegensatz dazu bei Kunst noch dabei, dass man beispielsweise ein gewisses Geschick haben muss, oder einen Sinn für künstlerischen Ausdruck. Hat man das nicht, wird man künstlerisch scheitern, so gut man handwerklich auch gewesen sein mag.

Bis hierhin könnte das sogar noch eine Zustimmung zu RomeoKnights Aussage sein. Wem die ausreichende Kunstfertigkeit fehlt, der hat sich nicht unbedingt etwas vorzuwerfen.

Stabil hat geschrieben: - Oder der Einsatz von Ausreden.

Eigentlich der Schlüsselsatz.

Erstmal, durch Ihre Verwendung des Wortes "Ausreden" wird schon eine Position eingenommen, denn Ausrede unterstellt eigentlich schon die Anerkenntnis einer Schuld desjenigen, für den die Ausrede gesucht wird (meistens ist das die eigene), sie soll nur noch abgemildert werden durch den Sprechakt des Sich-Heraus-Redens. Da sind wir jetzt wieder mitten drin in der Schulddiskussion. Wenn man von einem Verdächtigen sagt, er hat ein Alibi vorgebracht ist das etwas ganz anderes als wenn man sagt, er habe eine Ausrede benutzt. Es unterstellt auch besseres Wissen des Ausredenbenutzers.



-- "Oder" -- :surprise:

Dieses kleine Wort macht den positiven Ansatz des vorhergehenden Satzes komplett kaputt. Außerordentlich kaputt. Hätte man bis hierhin noch sagen können "mir fehlt halt das Händchen" für die Kunst des Glückes trotz widriger Umstände, oder dass man es gar nicht will, gegen die Interessen anderer Glück anzustreben, so ist all das hiermit dazu abgestempelt worden, eine "Ausrede" zu sein. Damit haben Sie keine Anerkenntnis der Position des anderen erbracht, sondern eigentlich nur noch die zwei Alternativen offengelassen:
- Sich am "Schmieden" zu beteiligen, "Eigenverantwortung" zu übernehmen, was auch bedeutet im Scheiternsfall die Schuld dafür auf sich zu nehmen
- Sich herausreden, und durch die Verwendung einer Ausrede implizit einräumen, dass die andere Position richtig gewesen wäre

In beiden Fällen ist es mit einer Schuldanerkennung verbunden.

Stabil hat geschrieben: Kommt halt drauf an, ob man Verantwortung für sich selbst übernimmt.
Das ist jetzt etwas versöhnlicher als der Vorgängersatz (aber schlimmer geht ja kaum). Verantwortung wenn man als zukunftsgerichtet wahrnimmt, im Sinne von "wir haben es in der Hand, es besser werden zu lassen" ist sehr positiv. In dem Zusammenhang ist es aber nur eine Verstärkung der vorhergenden Scheinalternative, dass eine davon mit Selbstverantwortung verknüpft wäre und die andere nicht. Der Leser soll auf ein Einnehmen einer bestimmten Position gedrängt werden, weil Verantwortung übernehmen positiv konnotiert ist.


Fazit der Gegenrede:
Die "Schmiedekunst" wird so als großartiger dargestellt, auch verbunden damit, dass ja niemand Ausreden benötigen will, besser wenn man ohne auskommt. Die Abwertung von "Glücksschmieden" aus RomeoKnights Beitrag wird als Vorbereitungsteil einer Ausrede diskrediert, ohne aber eigene Belege anzubringen, ob es denn tatsächlich eine Ausredenstrategie darstellt. Eine eigene Aufwertung als "Kunst" wird dagegengesetzt.




-----------------------------------------------


Verstehen Sie jetzt, wie ich drauf komme, Ihre Aussage als ein "jetzt erst recht" einzustufen?
Mag ja sein, dass jeder seines Glückes Schmied ist.

Aber dabei sollte nicht vergessen werden, dass manche von Haus aus eine komplette Werkstatt mitbekommen, und andere nur einen Hammer und nicht mal einen Amboss.

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Re: Haben wir wirklich Defizite im sozialem Bereich?

Beitrag von Stabil » Montag 10. Dezember 2018, 22:49

Reinhard hat geschrieben:
Montag 10. Dezember 2018, 22:21
...
Klingt nach einem viel versprechenden Ansatz. Ich werd mirs morgen ansehen.
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Re: Haben wir wirklich Defizite im sozialem Bereich?

Beitrag von Solstice » Dienstag 11. Dezember 2018, 08:03

Stabil hat geschrieben:
Montag 10. Dezember 2018, 17:09
Dass du das als "passive Aggressivität" deutest, es dir "missfällt", es als häufig bezeichnest, und versuchst ironisch zusein um zu sticheln, damit kann ich leben. ;)
Ich hatte befürchtet, dass du dein Verhalten kein bisschen reflektieren wirst. Schade ist es trotzdem...

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Re: Haben wir wirklich Defizite im sozialem Bereich?

Beitrag von RomeoKnight » Dienstag 11. Dezember 2018, 09:47

Reinhard hat geschrieben:
Montag 10. Dezember 2018, 22:21
RomeoKnight hat geschrieben: Spätestens wenn verschiedene Interessen aufeinanderprallen, ist Schluss mit der Schmiederei.
Gemeint ist die Schmiederei des Glücks, und eigentlich ist ja auch unstrittig, dass die Grenzen des Glücks des einen dort aufhören, wo die Grenzen des Glücks (oder Unglücks) eines anderen anfangen ...
Zuerst wollte ich "gegensätzliche Interessen" statt "verschiedene Interessen" schreiben. Aber in beiden Fällen sind schon Kompromisse für ein Zusammenleben notwendig, wo es dann auf die von mir genannten Machtverhältnisse ankommt. Es würde also sinngemäß keinen Unterschied machen und ich sehe keinen Sinn darin, ein Schmieden des Glücks in diesen Fällen irgendwie betonen zu wollen. Man kann die Gestaltung der zwischenmenschlichen Beziehungen natürlich irgendwie als Schmieden bezeichnen, das verstehe ich schon, aber es sind nun mal Einschränkungen. Das Schmieden des Glücks fängt aber für mich erst bei einem Zusammentreffen verschiedener Personen mit den gleichen Interessen an, weil Gemeinsamkeit stärker macht. Ein Interesse das man allein vielleicht nicht verwirklichen kann, kann man gemeinsam erreichen.

Letztens irgendwann im DLF sagte irgendein Psychologe oder Paar-Therapeut, dass Beziehungen immer aus Kompromissen bestehen und damit Einschränkungen von Freiheit bedeuten, dass daraus aber auch Freiheiten entstehen können, die es ohne diese Beziehungen nicht geben könnte. Z.B. Intimität oder Sex. Die Frage ist halt, wie viel Wert einem das Aufwiegen der einen Einschränkung gegen die andere Freiheit ist. Ich finde diese Argumentation nachvollziehbar und alltagstauglich für die althergebrachten Beziehungsmodelle, aber ich bin andererseits nicht so sicher, ob sie wirklich logisch ist und das allerletzte Wort sein kann oder muss. Ich finde jedenfalls - und daran werde ich wohl festhalten - dass zum Beziehungsglück unbedingt Verlässlichkeit und Verbindlichkeit gehören. Ohne diese ist zwischenmenschliches Interagieren nur impulsives primitives sich Treibenlassen.

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Re: Haben wir wirklich Defizite im sozialem Bereich?

Beitrag von Strange Lady » Dienstag 11. Dezember 2018, 10:19

:lol:

Das ist grad Realsatire hier, oder?
In keinem anderen Thread hab ich bisher krassere soziale (kommunikative, emotionale) Inkompetenz erlebt wie in diesem. :lach:
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Re: Haben wir wirklich Defizite im sozialem Bereich?

Beitrag von RomeoKnight » Dienstag 11. Dezember 2018, 10:28

Strange Lady hat geschrieben:
Dienstag 11. Dezember 2018, 10:19
:lol:

Das ist grad Realsatire hier, oder?
In keinem anderen Thread hab ich bisher krassere soziale (kommunikative, emotionale) Inkompetenz erlebt wie in diesem. :lach:
Die Frage ist halt, ob das die Ursache für den AB-Status ist, oder eine Folge, oder ob es überhaupt irgendwie zusammen hängt. 8-)

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