Haben wir wirklich Defizite im sozialem Bereich?

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Stabil
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Re: Haben wir wirklich Defizite im sozialem Bereich?

Beitrag von Stabil » Montag 17. Dezember 2018, 09:20

Reinhard hat geschrieben:
Sonntag 16. Dezember 2018, 22:27
...
Ich sehe keinen Zusammenhang zwischen dem, was sie interpretieren und dem was ich tatsächlich geschrieben habe. Nachdem ich meine Intention, meinen Text und die Wortbedeutungen im Kontext meiner Darstellung bereits mehrfach erläutert habe, belasse ich es jetzt dabei.
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Re: Haben wir wirklich Defizite im sozialem Bereich?

Beitrag von Egil » Mittwoch 19. Dezember 2018, 21:12

Ich für meinen Teil kann die Frage eindeutig mit "Ja" beantworten. Es ist längst nicht mehr so schlimm wie früher, aber gewisse soziale Fähigkeiten fehlen mir einfach, und dieses Fehlen ist sicherlich Hauptgrund für mein ABtum. Dafür habe ich andere Fähigkeiten, um die mich mancher beneiden würde.

Frage mich gerade, warum ich als Nick nicht "Lt. Commander Data" gewählt habe. Würde zu mir passen...
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Re: Haben wir wirklich Defizite im sozialem Bereich?

Beitrag von BartS » Mittwoch 19. Dezember 2018, 22:32

Also die letzten Tage musste ich einige Kompetenzen im sozialen Bereich aufbieten. Musste quasi Krisenmanagement betreiben. Musste mit Firmen verhandeln, musste nachdrücklich sein, musste in Gesprächen die Dringlichkeit deutlich machen, habe bei meinen Gegenüber darauf gedrängt, dass statt 2 Wochen nur ein Tag Wartezeit für den Termin angebracht sind, musste einen Kompromiss zwischen verschiedenen Parteien aushandeln, musste Aufgaben delegieren, weil ich nicht Vorort sein kann, usw. Und dabei kühlen Kopf und Ruhe bewahren, was mir nur äußerlich gelang. Aber ich stellte mal wieder fest, man wächst mit seinen Aufgaben. Während ich bei einer Sache ein absoluter Laie war, musste ich innerhalb weniger Tage mir Wissen und Fähigkeiten aneignen, um eine akzeptable Lösung zu realisieren. Eigentlich möchte ich mich mit der Sache nicht befassen, weil es lästig ist, aber wenn ich mir was in den Kopf gesetzt habe, die Sache auch durchziehe.

Und trotzdem gebe ich offen zu, dass es mich ärgert trotz der gezeigten Leistungen und Fähigkeiten so schlechte Chancen bei Frauen habe, die eigentlich zu mir passen würden.
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Re: Haben wir wirklich Defizite im sozialem Bereich?

Beitrag von Tyralis Fiena » Donnerstag 20. Dezember 2018, 01:52

Meine eigene soziale Kompetenz sehe ich insgesamt als deutlich eingeschränkt an. So ist es für mich auch nicht verwunderlich, dass ich so viele Probleme habe. In Kombination mit der ausgeprägten introvertierten Neigung und meinen Umständen ist es für mich kaum lösbar. Meine kürzlichen vergangenen Erfahrungen zeigen mir wieder, dass ich sozial schlicht zu unfähig bin, um ein normales Leben führen zu können. Von daher ist der Gedanke an eine Beziehung in meinen Augen für mich auch unrealistisch. Was ich an eigenen Kontakten habe bzw. hatte, lag auch weniger an meinen sozialen Fähigkeiten, sondern mehr an glücklichen Umständen bzw. Zufällen. Mit meinem sozialen "Absturz" läuft nichts mehr wirklich.

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Re: Haben wir wirklich Defizite im sozialem Bereich?

Beitrag von Fuse the Goose » Donnerstag 20. Dezember 2018, 06:29

Ja, ich hab definitiv Defizite im sozialen Bereich. Und die Defizite werden leider nicht weniger, sondern manifestieren sich mit der Zeit immer mehr.
Beispiel: Früher war ich noch regelmäßig mit Kollegen in der Mittagspause essen, heute gehe ich meist alleine eine Runde spazieren.

Erinnert mich an einen Schüler, der schlecht in Mathe ist, ihm das Fach wenig Freuden bereitet, er deswegen auch keine Zeit und Energie dafür investiert, und dann bei der nächsten Prüfung wieder ein schlechtes Ergebnis einfährt, was ihn noch mehr demotiviert. Ein Teufelskreis, aus dem man nur schlecht ausbrechen kann.

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Re: Haben wir wirklich Defizite im sozialem Bereich?

Beitrag von Doggo » Donnerstag 20. Dezember 2018, 11:23

Ich habe welche, früher sogar größere gehabt. Ich versuche die Kurve aber hinzukriegen und bin auf gutem Weg mit den Erfolgen die ich habe.
Alles in Einem kann ich sagen, dass es nicht grausam aussieht bei mir. Die Leute gehen sogar viel eher aus, dass ich so gut wie keine "sozialen Defizite" habe.

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Re: Haben wir wirklich Defizite im sozialem Bereich?

Beitrag von Hoppala » Donnerstag 20. Dezember 2018, 12:57

Fuse the Goose hat geschrieben:
Donnerstag 20. Dezember 2018, 06:29
Ja, ich hab definitiv Defizite im sozialen Bereich. Und die Defizite werden leider nicht weniger, sondern manifestieren sich mit der Zeit immer mehr.
Beispiel: Früher war ich noch regelmäßig mit Kollegen in der Mittagspause essen, heute gehe ich meist alleine eine Runde spazieren.
Das ist kein Beispiel für ein "Defizit im sozialen Bereich".
Hast du anderen unfreiwillig in die Suppe gespuckt? War erkennbarm, dass sie dich nich tmerh dabei haben wollen?
Das wären Indizien.

In der Mittagspause lieber spazieren gehen, anstatt irgendwelchen Kantinen- oder Lieferdienstpamps reinzustopfen (ist mir auch tausendmal lieber, ohne darin ein Defizit entdecken zu können) kann auch einfach eine sehr vernünftige Entscheidung sein, und ein Hinweis, dass du "übliche Gewohnheiten" in Frage stellen kannst.
Hättest du denn was dagegen, wenn sich Kollegen - ab und zu - anschließen?
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Re: Haben wir wirklich Defizite im sozialem Bereich?

Beitrag von 244 DLS » Donnerstag 20. Dezember 2018, 17:08

Dazu kann man so viel schreiben. Es ist vermutlich das Hauptproblem warum ich z.B. AB bin.

Ich habe definitiv Defizite im sozialen Bereich oder im allgemeinen Umgang mit Menschen!

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Re: Haben wir wirklich Defizite im sozialem Bereich?

Beitrag von RomeoKnight » Donnerstag 20. Dezember 2018, 18:00

Die personifizierte soziale Kompetenz : http://www.picluck.net/user/lenoxaffanew/6368642661

Viel Spaß bei der Persönlichkeitsentwicklung :wuetend:

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Re: Haben wir wirklich Defizite im sozialem Bereich?

Beitrag von Egil » Donnerstag 20. Dezember 2018, 20:29

BartS hat geschrieben:
Mittwoch 19. Dezember 2018, 22:32
Also die letzten Tage musste ich einige Kompetenzen im sozialen Bereich aufbieten. Musste quasi Krisenmanagement betreiben. Musste mit Firmen verhandeln, musste nachdrücklich sein, musste in Gesprächen die Dringlichkeit deutlich machen, habe bei meinen Gegenüber darauf gedrängt, dass statt 2 Wochen nur ein Tag Wartezeit für den Termin angebracht sind, musste einen Kompromiss zwischen verschiedenen Parteien aushandeln, musste Aufgaben delegieren, weil ich nicht Vorort sein kann, usw. Und dabei kühlen Kopf und Ruhe bewahren, was mir nur äußerlich gelang. Aber ich stellte mal wieder fest, man wächst mit seinen Aufgaben. Während ich bei einer Sache ein absoluter Laie war, musste ich innerhalb weniger Tage mir Wissen und Fähigkeiten aneignen, um eine akzeptable Lösung zu realisieren. Eigentlich möchte ich mich mit der Sache nicht befassen, weil es lästig ist, aber wenn ich mir was in den Kopf gesetzt habe, die Sache auch durchziehe.

Und trotzdem gebe ich offen zu, dass es mich ärgert trotz der gezeigten Leistungen und Fähigkeiten so schlechte Chancen bei Frauen habe, die eigentlich zu mir passen würden.
Das ist aber eher berufliche Kompetenz als soziale, finde ich. Ich habe auch keinerlei Probleme mit Kunden oder Geschäftspartnern, komme dabei imho auch als sympathisch rüber und kann Kunden für meine Produkte begeistern. Private Kontakte indes habe ich kaum, nachdem der Kontakt zu den beiden einzigen Freunden, die ich je hatte, in den letzten Jahren doch eher lose geworden ist (arbeiten woanders und sind seit kurzer Zeit auch beide verpartnert). Ich glaube allerdings, dass mein Problem ohne den regelmäßigen Kundenkontakt noch erheblich massiver wäre. Zumindest kann man dabei lernen, Defizite im Smalltalk zu beheben.
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Re: Haben wir wirklich Defizite im sozialem Bereich?

Beitrag von Egil » Donnerstag 20. Dezember 2018, 20:33

Hoppala hat geschrieben:
Donnerstag 20. Dezember 2018, 12:57
Fuse the Goose hat geschrieben:
Donnerstag 20. Dezember 2018, 06:29
Ja, ich hab definitiv Defizite im sozialen Bereich. Und die Defizite werden leider nicht weniger, sondern manifestieren sich mit der Zeit immer mehr.
Beispiel: Früher war ich noch regelmäßig mit Kollegen in der Mittagspause essen, heute gehe ich meist alleine eine Runde spazieren.
Das ist kein Beispiel für ein "Defizit im sozialen Bereich".
Hast du anderen unfreiwillig in die Suppe gespuckt? War erkennbarm, dass sie dich nich tmerh dabei haben wollen?
Das wären Indizien.

In der Mittagspause lieber spazieren gehen, anstatt irgendwelchen Kantinen- oder Lieferdienstpamps reinzustopfen (ist mir auch tausendmal lieber, ohne darin ein Defizit entdecken zu können) kann auch einfach eine sehr vernünftige Entscheidung sein, und ein Hinweis, dass du "übliche Gewohnheiten" in Frage stellen kannst.
Hättest du denn was dagegen, wenn sich Kollegen - ab und zu - anschließen?
Habe ich an der Uni, rst als Student und dann als wissenschaftlicher Mitarbeiter nicht anders gemacht. Natürlich würde man dabei bessere Kontakte zu Kommilitonen oder Kollegen bekommen, aber der Fakt sagt mE noch nichts über soziale Kompetenz aus, nur über mangelndes Interesse an Sozialkontakten.
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Re: Haben wir wirklich Defizite im sozialem Bereich?

Beitrag von BartS » Freitag 21. Dezember 2018, 00:57

Egil hat geschrieben:
Donnerstag 20. Dezember 2018, 20:29
Das ist aber eher berufliche Kompetenz als soziale, finde ich.
Ich trenne das nicht so scharf in dem Fall. Zudem war ich in dem Fall eher nur Kunde. Aber es ging um mich persönlich.
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Re: Haben wir wirklich Defizite im sozialem Bereich?

Beitrag von Ferienhaus » Freitag 21. Dezember 2018, 01:16

RomeoKnight hat geschrieben:
Donnerstag 20. Dezember 2018, 18:00
Die personifizierte soziale Kompetenz : http://www.picluck.net/user/lenoxaffanew/6368642661

Viel Spaß bei der Persönlichkeitsentwicklung :wuetend:
Sieht nach einem charmanten und angenehmen Zeitgenossen aus. Eine "gute Partie" würde man sagen. Man beachte das Ausleben seiner Hobbys im bekannten Verbrechersyndikat Freizeitclub "Hells Angels". :roll:

Irgendwie wünsche ich mir, dass er im Gefängnis sterben möge... Weiß auch nicht warum... :roll:

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Re: Haben wir wirklich Defizite im sozialem Bereich?

Beitrag von Egil » Freitag 21. Dezember 2018, 14:29

BartS hat geschrieben:
Freitag 21. Dezember 2018, 00:57
Egil hat geschrieben:
Donnerstag 20. Dezember 2018, 20:29
Das ist aber eher berufliche Kompetenz als soziale, finde ich.
Ich trenne das nicht so scharf in dem Fall. Zudem war ich in dem Fall eher nur Kunde. Aber es ging um mich persönlich.
Ja, du hast schon recht. Wie ich geschrieben habe, können einem die beruflichen Kontakte helfen, seine sozialen Fähigkeiten zu verbessern.
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Re: Haben wir wirklich Defizite im sozialem Bereich?

Beitrag von Stabil » Freitag 21. Dezember 2018, 19:46

BartS hat geschrieben:
Mittwoch 19. Dezember 2018, 22:32
Also die letzten Tage musste ich einige Kompetenzen im sozialen Bereich aufbieten. ... Aber ich stellte mal wieder fest, man wächst mit seinen Aufgaben.
Gratuliere.

Das klingt schon so, dass da neben vielen anderen Fähigkeiten auch soziale Fähigkeiten gefragt waren. Aber die sozialen Kompetenzen sind ein weites Feld. Eine Geschäftsbeziehung auf die Beine zu stellen ist ganz etwas anderes, als eine erotische Beziehung ein zu gehen. Da kommen noch einige zusätzliche Faktoren dazu.

BartS hat geschrieben:
Mittwoch 19. Dezember 2018, 22:32
Und trotzdem gebe ich offen zu, dass es mich ärgert trotz der gezeigten Leistungen und Fähigkeiten so schlechte Chancen bei Frauen habe, die eigentlich zu mir passen würden.
Der Satz klingt aufschlussreich. Ich denke, du hast ihn nicht ohne Grund gepostet. Die Sache scheint dich zu bewegen. Wenn du dich dafür interessierst, liegt da mehr Information für dich drin.

Meinst du es tatsächlich so? Du erwartest Chancen bei Frauen aufgrund deiner "gezeigten Leistungen und Fähigkeiten"? Was haben Leistungen und Fähigkeiten mit der Zuneigung zu tun?

Der Ärger, den du erwähnst, ist gut. Ärger macht aufmerksam und und handlungsbereit. In welche Richtung des Handelns tendiert hier dein Ärger? In welche Richtung richtet der Ärger deine Aufmerksamkeit?
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Re: Haben wir wirklich Defizite im sozialem Bereich?

Beitrag von BartS » Sonntag 23. Dezember 2018, 10:41

Stabil hat geschrieben:
Freitag 21. Dezember 2018, 19:46
Meinst du es tatsächlich so? Du erwartest Chancen bei Frauen aufgrund deiner "gezeigten Leistungen und Fähigkeiten"?
Ja.
Stabil hat geschrieben:
Freitag 21. Dezember 2018, 19:46
Was haben Leistungen und Fähigkeiten mit der Zuneigung zu tun?
In zwischenmenschlichen Beziehungen, ich finde eine Menge. Wo soll ich anfangen?
Stabil hat geschrieben:
Freitag 21. Dezember 2018, 19:46
Der Ärger, den du erwähnst, ist gut. Ärger macht aufmerksam und und handlungsbereit. In welche Richtung des Handelns tendiert hier dein Ärger? In welche Richtung richtet der Ärger deine Aufmerksamkeit?
Keine Ahnung.
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Re: Haben wir wirklich Defizite im sozialem Bereich?

Beitrag von Tania » Sonntag 23. Dezember 2018, 13:37

Stabil hat geschrieben:
Freitag 21. Dezember 2018, 19:46
Meinst du es tatsächlich so? Du erwartest Chancen bei Frauen aufgrund deiner "gezeigten Leistungen und Fähigkeiten"? Was haben Leistungen und Fähigkeiten mit der Zuneigung zu tun?
Was ist denn daran so fragwürdig? Nicht jede Frau sucht in einer Beziehung Liebe, Zuneigung oder auch nur erotische Anziehung. Manche wollen auch einfach um- und versorgt werden - und lieben an dem Mann dann exakt die Leistungen und Fähigkeiten, die ihm das ermöglichen.

Andere wollen eine Beziehung, um eine Beziehung zu haben. Da sind dann auch mehr die eher in der Geschäftswelt gefragten Kompetenzen wichtig. Man regelt das Zusammensein dann eben nicht nach dem rosabebrillten Motto "Wo Du hingehst, will auch ich sein" und "jeder steckt mal zurück, Hauptsache wir sind letztlich beide zufrieden", sondern verhandelt mit dem Ziel der maximalen Durchsetzung der eigenen Bedürfnisse. Wenn beide diese Schiene fahren, ist letztlich auch für beide gesorgt.

Letztlich ist egal, worauf eine Beziehung basiert. Hauptsache die zwei Beteiligten sind damit zufrieden. Nur das Finden so einer nicht auf Liebe und Erotik aufgebauten Beziehung ist schwer. Kaum eine Partnerbörse listet die Punkte "was werde ich für Dich leisten" und "was erwarte ich im Gegenzug". Eigentlich ne Marktlücke ;)

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Re: Haben wir wirklich Defizite im sozialem Bereich?

Beitrag von NBUC » Sonntag 23. Dezember 2018, 13:47

Tania hat geschrieben:
Sonntag 23. Dezember 2018, 13:37
Was ist denn daran so fragwürdig? Nicht jede Frau sucht in einer Beziehung Liebe, Zuneigung oder auch nur erotische Anziehung. Manche wollen auch einfach um- und versorgt werden - und lieben an dem Mann dann exakt die Leistungen und Fähigkeiten, die ihm das ermöglichen.
Es mss ja auch gar nicht auf quasi"kaufen" hinauslaufen.
Aber mann liest ja oft genug, das frau sich wen wünscht, der erfolgreich ist, engagiert, Begeisterung zeigt, weis was er will, "an sich arbeitet", mit Plänen und Umsetzungswillen.
Doch dann stellt der eine oder andere halt fest, dass das irgendwo so global gesehen nicht die ganze Wahrheit ist und irgendwelche wesentlichen Details dann wohl noch fehlen, da seine Vorstellung/ seine Leistungen dann doch nicht so gewürdigt werden, wie es sich zunächst angehört hat.
Und dass dies bei entsprechend viel Arbeit und ggf. Hoffnungen, die dann darein investiert wurden, etwas frustriert, sollte nachvollziehbar sein.
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Re: Haben wir wirklich Defizite im sozialem Bereich?

Beitrag von Ferienhaus » Sonntag 23. Dezember 2018, 13:54

NBUC hat geschrieben:
Sonntag 23. Dezember 2018, 13:47
Tania hat geschrieben:
Sonntag 23. Dezember 2018, 13:37
Was ist denn daran so fragwürdig? Nicht jede Frau sucht in einer Beziehung Liebe, Zuneigung oder auch nur erotische Anziehung. Manche wollen auch einfach um- und versorgt werden - und lieben an dem Mann dann exakt die Leistungen und Fähigkeiten, die ihm das ermöglichen.
Aber mann liest ja oft genug, das frau sich wen wünscht, der erfolgreich ist, engagiert, Begeisterung zeigt, weis was er will, "an sich arbeitet", mit Plänen und Umsetzungswillen.
Ohne Flirtfähigkeiten oder erotische Ausstrahlung oder irgendetwas, was dem entspricht und dafür sorgt, dass man zu Frauen eine Art "Verbindung" auf dieser Ebene aufbaut, werden solche Dinge in vielen Fällen gar nicht erst relevant. ;)

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Re: Haben wir wirklich Defizite im sozialem Bereich?

Beitrag von Tania » Sonntag 23. Dezember 2018, 14:28

NBUC hat geschrieben:
Sonntag 23. Dezember 2018, 13:47
Tania hat geschrieben:
Sonntag 23. Dezember 2018, 13:37
Was ist denn daran so fragwürdig? Nicht jede Frau sucht in einer Beziehung Liebe, Zuneigung oder auch nur erotische Anziehung. Manche wollen auch einfach um- und versorgt werden - und lieben an dem Mann dann exakt die Leistungen und Fähigkeiten, die ihm das ermöglichen.
Es mss ja auch gar nicht auf quasi"kaufen" hinauslaufen.
Hab ich auch nicht gemeint.
Aber mann liest ja oft genug, das frau sich wen wünscht, der erfolgreich ist, engagiert, Begeisterung zeigt, weis was er will, "an sich arbeitet", mit Plänen und Umsetzungswillen.
Doch dann stellt der eine oder andere halt fest, dass das irgendwo so global gesehen nicht die ganze Wahrheit ist und irgendwelche wesentlichen Details dann wohl noch fehlen, da seine Vorstellung/ seine Leistungen dann doch nicht so gewürdigt werden, wie es sich zunächst angehört hat.
Meist ist dieser "Nutzwert" des Partners eben doch sekundär - sind nicht zuerst die berühmten Schmetterlinge da, kommt es oft gar nicht bis zu dem Punkt, wo er seine Kompetenzen zeigen kann.

Und dann ist da noch der Faktor, dass der "Nutzen" höchst subjektiv ist. Mancher schätzt einen Partner, der die Steuererklärung machen kann. Ein anderer sagt "Steuer kann ich allein, aber ein Loch in die Wand bohren wäre super".

Und dummerweise gibt es für fast alles qualifizierte bezahlte Dienstleister. Die "Notwendigkeit" eines leistungsfähigen Partners sinkt also immer mehr - zumindest solange man selbst noch leistungsfähig ist. Und ist man es irgendwann nicht mehr - dann will einen auch keiner mehr.

Vermutlich setzen deswegen so viele Menschen auf das Bindemittel "Liebe". Solange man selbst noch fit ist, ist das das Einzige, was man nicht kaufen kann - und ist man es nicht mehr, sichert besagtes Gefühl, dass der Partner sich trotzdem um einen kümmert.

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