Ein Jahr voller Emotionen

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Antimainstream
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Ein Jahr voller Emotionen

Beitrag von Antimainstream » Mittwoch 26. Dezember 2018, 12:30

"Und scho hammas widda..." so tönt es aus einem bayerischen Radiosender kurz vor 22:00 Uhr. Ich meine damit 2018. Das war mal ein schnelles, intensives, emotionales Jahr! Dieses Mal habe ich es nicht vor, den Jahresrückblick so lange werden zu lassen, da ich dieses Jahr so oft von mir und meiner Situation gepostet habe, wie in keinem davor. Ob ich es schaffe? Mal sehen... :mrgreen: .

Ich habe mir zuvor meine letzten Jahresrückblicke betrachtet und musste feststellen, in welchem tempo sich bei mir alles verändert. Gerade der 2017er hat mich beeindruckt. Es ist gerade mal ein Jahr her, dass ich noch um einiges verklemmter und verbissener war, wo ich schon dachte gelassener zu sein :D . Ich hatte damals erst das Leben kennen gelernt. Ich war vor einem Jahr noch total von den neu gewonnenen Eindrücken geblendet und erstaunt. Dies wurde 2018 zur Normalität für mich. Ich stürze mich jetzt total gerne in's Nachtleben. Und ich glaube, die Wochenenden, an denen ich dieses Jahr schön brav zu Hause verbrachte könnt ihr an zwei Händen abzählen :mrgreen: .

Zwischenmenschlich konnte ich dieses Jahr viel lernen. Die "Angst vor Menschen" ist auf ein Minimum geschrumpft. Dieses Jahr habe ich enorm gelernt meine Meinung sowohl verbal als auch non-verbal zu äußern und keine Angst mehr vor der Reaktion meiner Mitmenschen zu haben. Als ich kapierte, wie ich in meinem Job ausgenutzt werde (weil ich die Person mit dem geringsten Widerstand bin), war das ein Moment, an dem es richtig "klick" machte. Und es entwickelte sich ein Zorn in mir, wie ich es von mir so noch nicht kannte. Daraus entwickelte sich eine "mir egal"-Mentalität. Ich verinnerlichte, dass es wirklich wichtigeres als den Job gibt und dass ich doch nicht die Marionette meiner Chefs, Kollegen und Kunden bin. Ich bin zwar immer noch zu weich und nachgibig, aber andererseits auch unangenehmer und nicht mehr der ganz große Ja-sager und Katzbuckler.

Auslöser für alles, was dieses Jahr geschah, war eine Situation mit einer Frau. Ich ging wieder mal ganz ohne Ansprüche auf ein Konzert und im Verlauf fing eine Frau mit mir (für meine damalige Auffassung) heftig das flirten an. Sie schaffte es, dass ich tagelang in anderen Sphären schwebte ;). Als ich von meinen rosa Wolken wieder in der Realität ankam hat sich aber die Tatsache nicht geändert, dass ich seitdem den Mädels wieder hinterher sehe wie schon lange (oder noch nie :mrgreen: ) nicht mehr. Ein herrliches Gefühl, sage ich euch :mrgreen: . Auf ein Mal ist es mir ne richtige Freude, wenn mir ein hübsches Mädel begegnet. Auf ein Mal versüßt es mir meinen Tag, wo ich mir vor einem Jahr nichts weiter gedacht hätte :mrgreen: .

Ja, an dem Abend fuhr sie los, meine große Emotions-Achterbahn. Erst schwebte ich auf diesen geschilderten rosa Wolken, dann kapierte ich, wie ich in meinem Alltag, in meiner Gutmütigkeit, ausgenutzt werde. Und im Sommer hat sich ein gut aussehendes Mädel für mich interessiert was mich wieder auf rosa Wolken schweben lies. Das war das erste Mal in diesem Jahr der punkt an dem ich glaubte, auf Grund der heftigen Emotionen erschöpft zu sein. Ich dachte Monate lang an sie, bis ich es irgendwann kapierte, dass die einfach nur interessiert war und nichts weiter und dass wir überhaupt nicht zusammenpassen. Das war ein gehöriger Tiefschlag. Ich fühlte auf ein Mal nichts mehr. Weder Wut, noch Enttäuschung, noch Freude noch sonst etwas. Ich war erst mal nicht mehr in der Lage überhaupt etwas zu empfinden, über Tage hinweg. Und trotzdem passierte es mir ausgerechnet in dieser Phase, dass mir an einem Abend in der Disco drei Mädels ihren hintern entgegen drückten, wo ich erst, als ich aus diesem emotionalen Loch war, kapierte was passiert ist :mrgreen:. Dies sollte sich noch ein paar Mal wiederholen und jedes Mal wusste ich nicht, wie ich handeln sollte. Ich fand es auch deshalb faszinierend, da mir das zuvor noch nie passiert war. Ich glaube schon, dass das mit meiner Ausstrahlung etwas zu tun hat. Mit dieser "mir egal"-Mentalität. Mit dem Gedanken "Hey, ich will einfach nur Spaß haben und der Rest ist doch mir egal." Ich glaube letztes Jahr wirkte ich schon noch etwas verkrampft und "needy".
Genau das war auch die Phase, in der ich dann irgendwann anfing, mit den Leuten zu reden. Wenn ich auf eine Veranstaltung in meinem Ort ging redete ich das Ein oder Andere bekannte Gesicht an, was zu positiven Momenten führte. Ich fing an mit der Ein oder Anderen hübschen Kassiererin / Bedienung usw. den ein oder Anderen Scherz, Witz, Smalltalk zu machen/führen und es fühlte sich gut an und gab mir sehr viel. Hier war ich im stabilsten emotionalen hoch diesen Jahres. Leider ist das die letzten zwei Monate wieder etwas gekippt. Mir kommt es vor wie ein Rückfall :sadman: . Ich weiß echt nicht was passiert ist, ob es vielleicht an der dunklen Jahreszeit liegt (das Gemüt ist nicht mehr ganz so leicht).

Es ist mir dieses Jahr auf emotionaler und zwischenmenschlicher Ebene viel passiert, was mich auch geprägt und weiter gebracht hat. Ich finde es einfach erstaunlich wenn ich mir Beiträge mit alten Probleme durchlese und dann merke, dass diese gerade mal 1-2 Jahre her sind und was sich alles getan hat :o . Ich habe gelernt auf Menschen in zwangloser Atmosphäre ohne weiche Knie zuzugehen, gut bei hübschen Mädels ist es noch ne große, aber nicht mehr unüberwindbare, Hürde :mrgreen: . Und ich weiß, dass ich noch aktiver werden muss, wenn aus einer zwischenmenschlichen Begegnung mehr entstehen soll.

Ich hoffe, dass ich dies 2019 umsetzen kann. An den Weihnachtsfeiertagen beschlich mich das starke Gefühl (um bei Emotionen und Gefühlen zu bleiben ;) ), dass mein Leben in einem Jahr anders aussieht und die Einsamkeit ihr Ende haben wird. Ich habe sogar schon ne Ahnung mit wem. Aber ich kann es noch nicht einordnen, wie ich dieses Gefühl und diese Ahnung zu nehmen habe. Ich habe schon Angst davor, mich in etwas zu verrennen und reinzusteigern, was sich dann nicht erfüllt. Und wieder mal kann ich sagen, dass mich diese Ungewissheit wahnsinnig macht...

Naja, doch wieder etwas Text zusammengekommen :mrgreen: . Bei Interesse zu einzelnen Situationen... einfach Fragen. Vielleicht reich ja nur verlinken, war ja sehr aktiv in diesem Jahr (verhältnismäßig).
Ansonsten bleibt mir wieder nur übrig, euch noch einen guten Rutsch in das neue Jahr zu wünschen und das sich auch eure Wünsche und Ziele erfüllen mögen. :vielglueck: :vielglueck: :vielglueck:
Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben.
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Re: Ein Jahr voller Emotionen

Beitrag von schmog » Mittwoch 26. Dezember 2018, 13:01

Das war für mich das schlimmste Jahr nach 1990 in der geschlossenen Zwangspsychiatrie! :evil:

Erst eine Lungenentzündung, dann eine Krebsdiagnose (und Niereninsuffizienz) mit 4 Wochen Spitalaufenthalt (und anschliessender ambulanter Chemo-Rosskur) ... der abartige Dürresommer, und einem Jahr intensivsten (!) Baulärm ums Haus (Tag und Nacht) ... was will man noch mehr ??? :shock:

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Re: Ein Jahr voller Emotionen

Beitrag von Daniog » Mittwoch 26. Dezember 2018, 23:06

Beruflich war 2018 ein sehr gutes Jahr Jobwechsel neue spannende Aufgabe wieder mehr auf Reisen.

Beziehungstechnisch nichts aber ansonsten geht es mir gut. Im Moment viel Kontakt zu einem ehemaligen OdB. Sie lässt sich gerade scheiden, für mich auf Grund ihrer Kinder, aber keine Option mehr.

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