Weniger Teilhabe ohne soziale Medien (hier WhatsApp)?

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Gatem
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Re: Weniger Teilhabe ohne soziale Medien (hier WhatsApp)?

Beitrag von Gatem » Donnerstag 17. Januar 2019, 15:14

Manfred hat geschrieben:
Donnerstag 17. Januar 2019, 14:19
Und auch hier mein ganz persönlicher Zusatz (meine Meinung!): Wer sich tatsächlich mit dem Gedanken spielt, einen Verein, in dem er sogar Mitglied ist, zu verklagen, bei dem läuft irgendwas "schief". Sorry, wenn mir in einem Verein etwas so extrem quer liegt, dann trete ich halt aus und gut ist.
Dadurch ändert sich doch aber an der Situation nichts. Es betrifft einen vielleicht nicht mehr selbst, aber alle anderen sind noch immer davon betroffen. Insofern ist das ein rein egoistischer Schritt.
Wenn etwas falsch läuft, dann sollte man mit allen möglichen Mitteln versuchen es zu ändern und sich nicht einfach dem Problem entziehen.

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Maverick
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Re: Weniger Teilhabe ohne soziale Medien (hier WhatsApp)?

Beitrag von Maverick » Donnerstag 17. Januar 2019, 16:27

Manfred hat geschrieben:
Donnerstag 17. Januar 2019, 14:19
Maverick hat geschrieben:
Mittwoch 16. Januar 2019, 15:21
Manfred hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 20:44
Spätestens hier rutscht es ins Absurde ab. Ich kenne mich mit Vereinsrecht etwas aus. Damit würdest du genau Null erreichen können, mal davon abgesehen, dass du damit das mit Abstand unbeliebteste Vereinmitglied sein dürftest. :D

Niemand wird dir vorschreiben, dass du WA nutzen musst, um Vereinsmitglied zu sein. Du bekommst dein vierteljähriges Vereinsmagazin per Post und die Infos kannst du im Schaukasten am Vereinsheim einsehen. Alles rechtlich korrekt.

Dann kann dir halt zum Beispiel nur passieren, dass du erst am Vereinsheim den Zettel siehst, dass das Treffen verschoben werden musste, weil das Vereinsheim einen Wasserschaden hat. In der WA-Gruppe hättest du es schon vor deiner Abfahrt gewusst. Das ist halt dann "persönliches Pech" und nicht einklagbar.
Wenn aber die Satzung des Vereins vorschreibt, dass bei Abstimmungen des Vorstandes alle Vorstandsmitglieder an der Abstimmung beteiligt werden müssen und bei schriftlicher Abstimmung eine Frist von einer Woche gesetzt wird, ist das ein klarer Verstoß. Und die Satzung sieht ausschließlich schriftliche Abstimmungen per Briefpost oder E-Mail vor. Wenn der Vorsitzende aber nur die fünf anderen Mitglieder (wir sind zu siebt) in der WhatsApp-Gruppe befragen, mir aber keinen Brief oder E-Mail schreibt, liegt ein eklatanter Verstoß vor, der eine Klage begründen kann.
Das hat eher wenig mit WhatsApp zu tun. Hier liegt das Problem vor, dass es einen Vorstand gibt, der sich nicht an die Satzung gehalten hat. Das hätte er zum Beispiel auch dann nicht, wenn er für die Abstimmung alle angerufen hatte.

Und auch hier mein ganz persönlicher Zusatz (meine Meinung!): Wer sich tatsächlich mit dem Gedanken spielt, einen Verein, in dem er sogar Mitglied ist, zu verklagen, bei dem läuft irgendwas "schief". Sorry, wenn mir in einem Verein etwas so extrem quer liegt, dann trete ich halt aus und gut ist.
Am Verein liegt mir nichts quer. Das ist mein größtes Hobby. Nur mit dem Vorsitzenden und zwei weiteren Mitgliedern kommt es häufiger zu Streit. Hängt aber auch damit zusammen, dass der Verein in 16 Landesverbände untergliedert ist und es sich um den Bundesvorstand handelt. Da prallen viele verschiedene Ansichten aufeinander.

Im Landesverband, wo ich auch im Vorstand bin, würde ich das aber nie in Erwägung ziehen. Da läuft auch alles satzungskonform ab.

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Re: Weniger Teilhabe ohne soziale Medien (hier WhatsApp)?

Beitrag von Gahaltan » Donnerstag 17. Januar 2019, 16:59

Maverick hat geschrieben:
Donnerstag 17. Januar 2019, 16:27

Am Verein liegt mir nichts quer. Das ist mein größtes Hobby. Nur mit dem Vorsitzenden und zwei weiteren Mitgliedern kommt es häufiger zu Streit. Hängt aber auch damit zusammen, dass der Verein in 16 Landesverbände untergliedert ist und es sich um den Bundesvorstand handelt. Da prallen viele verschiedene Ansichten aufeinander.

Im Landesverband, wo ich auch im Vorstand bin, würde ich das aber nie in Erwägung ziehen. Da läuft auch alles satzungskonform ab.

soll heißen, du hast denen direkt mit dem anwalt gedroht?
„Die Geschlechtsreife allein berechtigt noch nicht zur Inbetriebnahme der Geschlechtsorgane.“

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Re: Weniger Teilhabe ohne soziale Medien (hier WhatsApp)?

Beitrag von Maverick » Donnerstag 17. Januar 2019, 17:33

Gahaltan hat geschrieben:
Donnerstag 17. Januar 2019, 16:59
Maverick hat geschrieben:
Donnerstag 17. Januar 2019, 16:27

Am Verein liegt mir nichts quer. Das ist mein größtes Hobby. Nur mit dem Vorsitzenden und zwei weiteren Mitgliedern kommt es häufiger zu Streit. Hängt aber auch damit zusammen, dass der Verein in 16 Landesverbände untergliedert ist und es sich um den Bundesvorstand handelt. Da prallen viele verschiedene Ansichten aufeinander.

Im Landesverband, wo ich auch im Vorstand bin, würde ich das aber nie in Erwägung ziehen. Da läuft auch alles satzungskonform ab.

soll heißen, du hast denen direkt mit dem anwalt gedroht?
Nein, davon bin ich sehr weit entfernt. Ich habe nur auf die Regelungen der Satzung verwiesen und um Einhaltung gebeten. Eine Klage vor einem ordentlichen Gericht wäre auch Ultima Ratio.

Der Verband hat aufgrund seiner Größe eine eigene, zweistufige "Gerichtsbarkeit". Vier Sektionsgerichte als erste Instanz und dann ein "Bundesgericht". Hier bräuchte ich keinen Anwalt, weil ich mich mit den Vereinsregeln blendend auskenbe und hier auch schon häufiger den Landesverband vertreten habe, wenn er von seinen Mitgliedern verklagt wurde. Das ist ein riesiger Verband. Klagen - zumindest vor den internen Gerichten - kommen häufiger vor.

Es wird aber Off-Topic. Nur zum Verständnis. Würde dem Vorsitzenden des Fördervereins meiner ehemaligen Schule (ich bin nach zehn Jahren noch Mitglied und sogar im Vorstand) ein solcher Fehler unterlaufen, wäre ich ihm nicht böse. Dann würde ich nur persönlich lieb bitten, beim nächsten Mal an die E-Mail zu denken :-D

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Re: Weniger Teilhabe ohne soziale Medien (hier WhatsApp)?

Beitrag von Le Chiffre Zéro » Sonntag 20. Januar 2019, 00:52

Hoppala hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 05:01
Und die Gegenfrage wäre, waum man unbedingt darauf bestehen muss, zentrale Gruppeninformation exklusiv über kommerzielle US-Unternehmen mt höxhst fragwürdigem Ruf hisichtlich ihrer Gesetzestreue und Demokratieverträglichkeit laufen zu lassen, wenn es wie Sand am Meer funktional gleichwertige Alternativen gibt?
Ganz einfach:

Gefühlte mindestens 80% der Nutzer der Produkte aus dem Hause Facebook wissen überhaupt nicht, daß irgendwelche Alternativen existieren. Von den restlichen 20% kennen die meisten nur andere kommerzielle, zentralistisch aufgebaute Alternativdienste, die vollumfänglich Eigentum von US-Firmen und unter deren voller Kontrolle sind.

Der Anteil derjenigen, die von der Existenz freier, dezentraler, föderierter Dienste wissen, liegt meines Erachtens bei unter 5%. Und die meisten davon kennen nur Mastodon als Twitter-Ersatz.

Diejenigen, die freie, dezentrale, föderierte Alternativen zu Facebook kennen – vor allem solche, die nicht Diaspora* sind –, machen nur einen winzigkleinen Promille-Bruchteil aus.
Gatem hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 11:44
Wie ich bereits schrieb: Es sollte selbstverständlich sein, dass man sich nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner richtet und nicht jemanden (direkt oder indirekt) zu etwas zwingt, was dieser nicht möchte.
Und dann kommen die, die sagen, daß der „kleinste gemeinsame Nenner“ WhatsApp sei, weil das bis auf „diesen komischen Spinner da“ alle™ benutzen.

Manchmal möchte ich wirklich alle, die meine Telefonnummer auf einem mit WhatsApp verseuchten Smartphone im Adreßbuch eingetragen und somit meinen Namen und meine Telefonnummer ohne meine Erlaubnis an WhatsApp weitergereicht haben (WhatsApp selbst geht in den Nutzungsbedingungen, die praktisch nie jemand liest, davon aus, daß man sich von all seinen Kontakten die Erlaubnis für die Weitergabe der Daten eingeholt hat, was auch nie jemand tut), wegen unerlaubter Weitergabe meiner persönlichen Daten nach geltendem Datenschutzrecht vor Gericht zerren. Viele Leute scheinen es nur so zu begreifen. Und ja, das hätte juristisch Erfolg. Die Sachlage wäre eindeutig, und „wußte ich nicht“ zieht nicht, denn Dummheit schützt vor Strafe nicht.

Statt dessen boykottiere ich nicht nur WhatsApp, sondern ich verweigere die Herausgabe jeglicher Telefonnummer an Leute, die WhatsApp nutzen oder möglicherweise zukünftig nutzen könnten. Eine E-Mail-Adresse könnte ich anbieten. Und wer unbedingt chatten will, bekommt eine Jabber-ID von mir. Fertig.

Ich könnte Leuten sagen, sie sollen meine Telefonnummer bitte auf einen Zettel schreiben oder als Notiz auf ihrem Smartphone ablegen, aber bitte, bitte nicht im Adreßbuch eintragen. Höchstwahrscheinlich würde bei den Leuten dann trotzdem die Bequemlichkeit siegen, sie hätten dann sowieso längst vergessen, warum sie meine Nummer nicht im Adreßbuch eintragen dürfen, dann tragen sie meine Nummer im Adreßbuch ein, und schon wird sie vollautomatisch – und gegen meinen Willen und somit widerrechtlich – an WhatsApp und Facebook weitergereicht.
Tania hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 22:48
Ich würde eher Parallelen zu folgendem Szenario sehen:

Die Bewohner eines 20-Familien-Hauses wollen etwas zur Verbesserung der nachbarschaftlichen Beziehungen tun. Man stimmt ab und einigt sich mehrheitlich darauf, mit einem Reisebus nach Berlin zu fahren. 4 Anwohner haben aber Vorbehalte gegen Reisebusse und lehnen die Benutzung ab.

Ist dann die Hausgemeinschaft verpflichtet
a) diesen Leuten Bahntickets zu besorgen
b) alle Hausbewohner mit dem Zug zu schicken
c) den Vieren den Treffpunkt in Berlin zu nennen und es ihnen freizustellen, ob und wie sie hinkommen
d) die gesamte Reise abzusagen.?
Zumindest c) sollte man erwarten, denn damit wird niemand zu irgendetwas gezwungen. Weder a) noch b) noch c) noch d) wäre für die Hausgemeinschaft schön einfach, für die vier Anwohner, die nicht mit dem Reisebus fahren wollen, wäre es aber Freiheitsberaubung. Sie hätten nämlich keine andere Wahl, als in die Busse einzusteigen. Die Wahl, die Reise überhaupt nicht anzutreten, haben sie nämlich auch nicht.
Omomo hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 23:03
Michael Knight hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 22:52
Und ehrlich gesagt, wenn du deinen Willen in einem Verein gegen eine große Mehrheit nicht durchsetzen kannst, tritt besser aus dem Verein aus. Den eigenen Verein verklagen würde harmlos gesagt sehr sehr schräg rüberkommen.
Und beliebt macht man sich damit sicherlich auch nicht.
Zumindest meine Datensicherheit ist mir wichtiger als meine Popularität. Ich lasse nicht, um beliebt zu sein, meine Daten vom Vereinsvorstand unter massiven Verstößen gegen das Bundesdatenschutzgesetz – gegen die ich problemlos erfolgreich klagen könnte – an WhatsApp, Facebook und womöglich sogar internationale Datenbroker verschachern.

Ein Vereinsvorstand, der so handelt, weiß nicht, was mit den Daten passiert, die er bei Facebook ablegt. Es ist ihm auch scheißegal. Und das wird sich häufig tatsächlich höchstens dann ändern, wenn die Vorstandsmitglieder vor Gericht stehen. Ja, das ist heftig und schmerzhaft. Aber erschreckend viele Leute sind heutzutage anscheinend geistig so abgestumpft, daß sie nur noch durch pawlowsche Prägung lernen, will sagen, durch Schmerzen.
← Das da sind keine Klaviertasten. Es sind Synthesizertasten. Doch, da gibt es Unterschiede.
Bisherige Signatur ersetzt, weil die sowieso kaum jemand liest.

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Re: Weniger Teilhabe ohne soziale Medien (hier WhatsApp)?

Beitrag von Tania » Sonntag 20. Januar 2019, 01:12

Le Chiffre Zéro hat geschrieben:
Sonntag 20. Januar 2019, 00:52
Tania hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 22:48
Ich würde eher Parallelen zu folgendem Szenario sehen:

Die Bewohner eines 20-Familien-Hauses wollen etwas zur Verbesserung der nachbarschaftlichen Beziehungen tun. Man stimmt ab und einigt sich mehrheitlich darauf, mit einem Reisebus nach Berlin zu fahren. 4 Anwohner haben aber Vorbehalte gegen Reisebusse und lehnen die Benutzung ab.

Ist dann die Hausgemeinschaft verpflichtet
a) diesen Leuten Bahntickets zu besorgen
b) alle Hausbewohner mit dem Zug zu schicken
c) den Vieren den Treffpunkt in Berlin zu nennen und es ihnen freizustellen, ob und wie sie hinkommen
d) die gesamte Reise abzusagen.?
Zumindest c) sollte man erwarten, denn damit wird niemand zu irgendetwas gezwungen. Weder a) noch b) noch c) noch d) wäre für die Hausgemeinschaft schön einfach, für die vier Anwohner, die nicht mit dem Reisebus fahren wollen, wäre es aber Freiheitsberaubung.
Seh ich ähnlich - c muss sein, a wäre ausgesprochen nett. b und d hingegen ginge gar nicht - denn damit würde man wiederum die 16 anderen Hausbewohner in ihrer Wahlfreiheit einschränken.

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Re: Weniger Teilhabe ohne soziale Medien (hier WhatsApp)?

Beitrag von Hoppala » Montag 21. Januar 2019, 02:45

Le Chiffre Zéro hat geschrieben:
Sonntag 20. Januar 2019, 00:52
Hoppala hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 05:01
Und die Gegenfrage wäre, waum man unbedingt darauf bestehen muss, zentrale Gruppeninformation exklusiv über kommerzielle US-Unternehmen mt höxhst fragwürdigem Ruf hisichtlich ihrer Gesetzestreue und Demokratieverträglichkeit laufen zu lassen, wenn es wie Sand am Meer funktional gleichwertige Alternativen gibt?
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Diese Erklärung ist obsolet, sobald eine entsprechende Alternative zur Kenntnis gegeben wird.

Die Resistenz, Vor- und Nachteile abzuwägen - bzw. wenn, dan Vorteile nur beim Bekannten, Nachteile nur beim Neuen anzunehmen erklärt es also nicht.
Tania hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 22:48
Ich würde eher Parallelen zu folgendem Szenario sehen:

Die Bewohner eines 20-Familien-Hauses wollen etwas zur Verbesserung der nachbarschaftlichen Beziehungen tun. Man stimmt ab und einigt sich mehrheitlich darauf, mit einem Reisebus nach Berlin zu fahren. 4 Anwohner haben aber Vorbehalte gegen Reisebusse und lehnen die Benutzung ab.

Ist dann die Hausgemeinschaft verpflichtet
a) diesen Leuten Bahntickets zu besorgen
b) alle Hausbewohner mit dem Zug zu schicken
c) den Vieren den Treffpunkt in Berlin zu nennen und es ihnen freizustellen, ob und wie sie hinkommen
d) die gesamte Reise abzusagen.?
Was ist eigentlich, wenn die 4 für alle eine Alternative anbieten: z. B. einen Reisegutschein, der die gesamte Gruppe günstiger nach Berlin bringen würde - selbst wenn man den wenigen, die im Zug an Reisekrankheit leiden, die Autofartkosten ersetzt?
Wobei das Beispeil daran hinkt, dass ein Reisebus für eine so große Gruppe tatsächlich auch objektiv das günstigste und sicherste Verkehrsmittel ist (da komt auch die Bahn nicht mit) - wobei ja das Argument wäre, dass
WhatsApp in diesem Beispiel eher Kurzstreckenflug wäre.
Und dann wird immer noch auf Flug für alle bestanden wird - und wer da begründet nicht mitmachen will UND Alternativen nennt, wird als kopfschüttelnd als realitätsferner "Verweigerer" angeguckt?

Wobei c) in der Tat der akzeptable und praktikabel Kompromiss wäre.
Nur realistisch anscheinend auch wieder selten vorkommt, nach dem, was man hier so liest.
Nutzungsregeln: Mediale Äußerungen von Menschen ersetzen keine Begegungen. Was du hier schreibst, bist nicht du. Was ich hier schreibe, bezieht sich nicht auf dich. Nur auf deinen Beitrag. Ich schreibe meine Meinung, deren Bedeutung in deinem eigenen Ermessen liegt. Vergiss, was dir nichts nützt.

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Re: Weniger Teilhabe ohne soziale Medien (hier WhatsApp)?

Beitrag von Siegfried » Montag 21. Januar 2019, 15:45

Hoppala hat geschrieben:
Montag 21. Januar 2019, 02:45
Le Chiffre Zéro hat geschrieben:
Sonntag 20. Januar 2019, 00:52
Hoppala hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 05:01
Und die Gegenfrage wäre, waum man unbedingt darauf bestehen muss, zentrale Gruppeninformation exklusiv über kommerzielle US-Unternehmen mt höxhst fragwürdigem Ruf hisichtlich ihrer Gesetzestreue und Demokratieverträglichkeit laufen zu lassen, wenn es wie Sand am Meer funktional gleichwertige Alternativen gibt?
Ganz einfach:

Gefühlte mindestens 80% der Nutzer der Produkte aus dem Hause Facebook wissen überhaupt nicht, daß irgendwelche Alternativen existieren. Von den restlichen 20% kennen die meisten nur andere kommerzielle, zentralistisch aufgebaute Alternativdienste, die vollumfänglich Eigentum von US-Firmen und unter deren voller Kontrolle sind.
Diese Erklärung ist obsolet, sobald eine entsprechende Alternative zur Kenntnis gegeben wird.

Die Resistenz, Vor- und Nachteile abzuwägen - bzw. wenn, dan Vorteile nur beim Bekannten, Nachteile nur beim Neuen anzunehmen erklärt es also nicht.
Dein Problem ist das man die Gewichtung nach Vor- und Nachteilen jeder anders sieht. Was bringt mir der technisch beste, tollste, sicherste Dienst wenn ihn kein Schwein nutzt ? Daran werden auch die Konkurrenten zu Facebook und WhatsApp scheitern und nie aus einem Schatten da sein rauskommen. Der Zug für Konkurrenten ist abgefahren da die niemals die Akzeptanz der großen erreichen werden weil keiner Bock hat 10 Dienste zu nutzen. Jeder hat über eBay gemeckert, trotzdem hat es nie ein Konkurrent gegeben weil die auch alle an der mangelnden Akzeptanz gescheitert sind weil die Dienste kaum einer genutzt hat. Linux hat gegen Microsoft auch nie was reißen können auch wenn die Freaks Linux immer gefeiert haben. Was bringt es mir wenn irgendwann jeder irgendwas anderes nutzen würde und man erstmal 20 Apps installieren müsste um alle zu erfassen. So etwa wie man es bei den zig verschiedenen Singlebörsen sieht wo alle Nutzer verteilt sind. Um alle Singles aus meiner Gegend zu erfassen müsste man sich bei zig Seiten anmelden. Mir wäre da auch eine große lieber wo sich alle tummeln würden.

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Re: Weniger Teilhabe ohne soziale Medien (hier WhatsApp)?

Beitrag von Hoppala » Montag 21. Januar 2019, 17:04

Siegfried hat geschrieben:
Montag 21. Januar 2019, 15:45
Dein Problem ist das man die Gewichtung nach Vor- und Nachteilen jeder anders sieht. Was bringt mir der technisch beste, tollste, sicherste Dienst wenn ihn kein Schwein nutzt
Ich sehe es weniger als Frage der Gewichtung als des Bewertungsrahmens. Wer einzig seinen eigenen direkt spürbaren Vorteil wertet, berücksichtigt andere Faktoren als jemand, der das Gesamtsystem - in diesem Falle die gesellschaftlichen, ökonomischen, politisch naheliegenden und teil bereits empirisch darlegbaren Faktoren - auch noch iin Rechung stellt.

Das ist wie beim Autofahren: "Ich brauch ein Auto, weil ich nur so warm und gemütlich von A nach B komme. Und mein Wochenendeinkauf!". "Ich fahre kein Auto, damit wir morgen noch eine lebenswerte Umgebung haben - dafür llauf ich dann auch mal 10 Minuten bei Regen zur U-Bahn. Den Wochenendeinkauf trag ich im Rucksack".

Es ist ja nicht so, als ob "WA-Alternativen-Anhänger" den Aspekt des schnellen Informationsaustausches mit anderen iignorieren. Im Gegenteil: das ist doch Grundlage bzw. Grund der ganzen Technik.

Allerdings ist die Frage, welche Art Anwendung bzw, unternehmerische Gestaltung der Technik weniger negative "Nebenwirkungen" hat, und die Abwägung findet zwischen individuellem Nutzen vs. allgemeinen (und damit schlussendlich auch wieder individuellen) Nebenwirkungen statt.
Dafür muss man letzteres halt auch zur Kenntnis nehmen - und nicht nur wegen des individuellen Nutzenaspekts als "nicht mehr für die Abwägung relevant" abhaken.

Das etwas Skurrile daran finde ich, dss die "sozialen Medien" ja eigentlich per Namensgebung eine eher übergreifende, "soziale" Perspektive fördern sollten - statsdessen herrrscht die individuelle vor.

Dass ich aus grundsätzlichen Erwägungen per solchen technischen Informationswegen keine tatsächlcihe Kommunikation möglich sehe (nur die Behauptung, so was finde statt), scheint mir aufgrund der Verläufe solche Diskussionen immer wieder aufs Neue gerechtfertigt ...
Nutzungsregeln: Mediale Äußerungen von Menschen ersetzen keine Begegungen. Was du hier schreibst, bist nicht du. Was ich hier schreibe, bezieht sich nicht auf dich. Nur auf deinen Beitrag. Ich schreibe meine Meinung, deren Bedeutung in deinem eigenen Ermessen liegt. Vergiss, was dir nichts nützt.

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Re: Weniger Teilhabe ohne soziale Medien (hier WhatsApp)?

Beitrag von Tania » Montag 21. Januar 2019, 18:04

Hoppala hat geschrieben:
Montag 21. Januar 2019, 17:04
Das ist wie beim Autofahren: "Ich brauch ein Auto, weil ich nur so warm und gemütlich von A nach B komme. Und mein Wochenendeinkauf!". "Ich fahre kein Auto, damit wir morgen noch eine lebenswerte Umgebung haben - dafür llauf ich dann auch mal 10 Minuten bei Regen zur U-Bahn. Den Wochenendeinkauf trag ich im Rucksack".
Schönes Beispiel.

Ich finde mein Auto für Besuche bei meinen Eltern unverzichtbar. Einkaufen kann ich prima mit dem Rad, mach ich auch. Aber in ein Dorf am Gesäß der Welt mit der nächsten ÖPNV-Haltestelle in 5km Entfernung? Selbst wenn ich da mein Fahrrad im Zug mitnehme ... die Fahrzeit würde sich mindestens verdoppeln und die Fahrtkosten für 4 Leute beträgen dank der Fahrradkarten das Fünffache. Und nein, ich kann weder 5km laufen noch 65km radfahren. Also, wenn ich meine Eltern mit akzeptablem Aufwand sehen will, muss ich wohl oder übel ein wenig die Umwelt belasten ...

Und ähnlich ist es mit Whatsapp. Wenn ich zu einer bestimmten Person oder Gruppe Kontakt will und die Kontakt fast nur per Whatsapp hält - dann muss ich entscheiden, ob mir der Kontakt oder die Datenschutzbedenken wichtiger sind.

Aber es besteht ja Hoffnung. Seit Whatsapp Werbung angekündigt hat, tauchen immer mehr Leute bei Telegram auf :daumen:

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Re: Weniger Teilhabe ohne soziale Medien (hier WhatsApp)?

Beitrag von uhu72 » Montag 21. Januar 2019, 19:54

Tania hat geschrieben:
Montag 21. Januar 2019, 18:04
... die Datenschutzbedenken ...
An dieser Stelle hinkt der Vergleich. Es geht nicht um Bedenken, sondern um konkrete Verstöße. WhatsApp installieren ist wie Fahren ohne Führerschein.

Aber wir kommen wieder vom Thread Thema ab.

Mir stellt sich gerade die Frage, ob WhatsApp Kontakte zum größten Teil nicht eher oberflächlicher Natur sind. Denn es kam ja hier schon öfters zum Ausdruck, dass wenn es drauf an kommt, auch komischerweise auch noch andere Kommunikationskanäle genauso gut funktionieren.
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Re: Weniger Teilhabe ohne soziale Medien (hier WhatsApp)?

Beitrag von Captain Unsichtbar » Montag 21. Januar 2019, 20:10

uhu72 hat geschrieben:
Montag 21. Januar 2019, 19:54
Mir stellt sich gerade die Frage, ob WhatsApp Kontakte zum größten Teil nicht eher oberflächlicher Natur sind. Denn es kam ja hier schon öfters zum Ausdruck, dass wenn es drauf an kommt, auch komischerweise auch noch andere Kommunikationskanäle genauso gut funktionieren.
Diesen Eindruck hatte ich ja auch schon. Das wurde mir so im anderen Thread jedenfalls bestätigt. So wie ich das dort verstanden habe, wird WA heute wohl nicht mehr nur als Ersatz gesehen, sondern als zusätzliche Ebene darüber, welche noch etwas weniger verbindlich ist als die altbewährten Methoden. Ob man das jetzt braucht oder nicht sei mal dahingestellt.
Mir wurde auch schon öfters gesagt, ich würde doch den tollen Gruppenchat verpassen, auf Nachfrage, was ich denn dort verpassen würde, hat man mir eine Ladung Memes und sonstiges Shitposting gezeigt. Okay...

Ich bin übrigens immer noch davon überzeugt, dass der reine inhaltliche Output trotz steigender Anzahl Kommunikationsmittel gleich bleibt. Es kommt einfach mehr "Lärm" dazu.
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Re: Weniger Teilhabe ohne soziale Medien (hier WhatsApp)?

Beitrag von Ferienhaus » Montag 21. Januar 2019, 20:15

Captain Unsichtbar hat geschrieben:
Montag 21. Januar 2019, 20:10

Mir wurde auch schon öfters gesagt, ich würde doch den tollen Gruppenchat verpassen, auf Nachfrage, was ich denn dort verpassen würde, hat man mir eine Ladung Memes und sonstiges Shitposting gezeigt. Okay...
Captain Unsichtbar, Memes und Shitpostings mögen "banal" klingen, aber auch sowas ist Teil sozialer Interaktion. Diese ganzen "belanglosen" Dinge tragen oftmals auch zur Festigung der sozialen Bindungen bei, so wie belangloses Späßchenmachen und Lästern im Alltag auch.

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Re: Weniger Teilhabe ohne soziale Medien (hier WhatsApp)?

Beitrag von desigual » Montag 21. Januar 2019, 20:23

Bei uns setzen sich Gespräche und Tratsch von der Arbeit nach Feierabend und am Wochenende in WhatsAppgruppen fort. Klar wäre es keine Katastrophe, ohne WA nicht alles mitzubekommen und entsprechend außen vor zu sein. Aber da ich so viel Zeit mit den Kollegen verbringe, möchte ich schon ganz gern dazu gehören...
Zudem machen wir dort auch private Verabredungen aus. Ich denke jedoch, dass ich da auch ohne WA gefragt würde, ob ich dabei sein will.

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Re: Weniger Teilhabe ohne soziale Medien (hier WhatsApp)?

Beitrag von Siegfried » Montag 21. Januar 2019, 21:12

Hoppala hat geschrieben:
Montag 21. Januar 2019, 17:04
Allerdings ist die Frage, welche Art Anwendung bzw, unternehmerische Gestaltung der Technik weniger negative "Nebenwirkungen" hat, und die Abwägung findet zwischen individuellem Nutzen vs. allgemeinen (und damit schlussendlich auch wieder individuellen) Nebenwirkungen statt.
Tja, für die meisten Benutzer hat die App eben keine praktischen Nebenwirkungen sondern bietet einen haufen eher positives. Whatsapp kostet nix, keine Werbung, funktioniert und ist weit verbreitet. Ob ich jetzt bei Facebook persönliche Werbung angezeigt bekomme die mich eh nicht interessiert stört mich weniger....Youtube zum Vergleich ist für mich praktische viel nerviger als Facebook mit seiner ewigen Werbung wenn man es ohne Werbeblocker nutzen tut.

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Re: Weniger Teilhabe ohne soziale Medien (hier WhatsApp)?

Beitrag von Captain Unsichtbar » Montag 21. Januar 2019, 21:14

Ferienhaus hat geschrieben:
Montag 21. Januar 2019, 20:15
Captain Unsichtbar hat geschrieben:
Montag 21. Januar 2019, 20:10
Mir wurde auch schon öfters gesagt, ich würde doch den tollen Gruppenchat verpassen, auf Nachfrage, was ich denn dort verpassen würde, hat man mir eine Ladung Memes und sonstiges Shitposting gezeigt. Okay...
Captain Unsichtbar, Memes und Shitpostings mögen "banal" klingen, aber auch sowas ist Teil sozialer Interaktion. Diese ganzen "belanglosen" Dinge tragen oftmals auch zur Festigung der sozialen Bindungen bei, so wie belangloses Späßchenmachen und Lästern im Alltag auch.
Siehst du, so unterschiedlich können die Bedürfnisse und Prioritäten sein. Für mich ist Shitposting einfach nur nervtötender Müll (und im Beispiel von Handys auch datenfressender Müll). Ich versuche diesem ganzen "Lärm", wo es geht, möglichst aus dem Weg zu gehen, weil er mich extrem ermüdet -- und er war für meine Depression auch nicht gerade förderlich. Ich persönlich habe darin auch noch nie wirklich etwas Bindendes finden können, das gepostete Zeugs ist eigentlich immer total beliebig und nicht Personenbezogen.

Mir fällt halt auch auf, dass die heutige Kommunikation eine spurweit egoistischer geworden ist. Wo es früher noch darum ging, dem Empfänger etwas mitteilen zu wollen, kann ich heute oft reine Aufmerksamkeitsbefriedung feststellen. Oftmals werden gedankenlos Inhalte versendet und geteilt ohne sich dabei gross darüber Gedanken zu machen, ob und was der Empfänger damit anfangen soll. Ich habe so Leute sogar schon gefragt, weshalb sie mir jetzt dieses und jenes gesendet haben. Die Antwort war eigentlich meist: "ach, hab ich das geschrieben?"...
"You talk about redefining my identity. I want a guarantee that I can still be myself."
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Re: Weniger Teilhabe ohne soziale Medien (hier WhatsApp)?

Beitrag von inVinoVeritas » Dienstag 22. Januar 2019, 09:41

Captain Unsichtbar hat geschrieben:
Montag 21. Januar 2019, 21:14
Siehst du, so unterschiedlich können die Bedürfnisse und Prioritäten sein. Für mich ist Shitposting einfach nur nervtötender Müll (und im Beispiel von Handys auch datenfressender Müll). Ich versuche diesem ganzen "Lärm", wo es geht, möglichst aus dem Weg zu gehen
Die Fragestellung im Thread lautet ja "Weniger Teilhabe ohne soziale Medien (hier WhatsApp)?", wenn du also denkst dass dir in sozialer Hinsicht (Bindung zu bekannten oder noch eher unbekannteren Menschen, die du aber gerne näher kennenlernen würdest) nichts entgeht, ist doch alles prima.
In meinen paar Whatsapp-Gruppen wo ich Mitglied bin wird so gut wie nie Mist / Memes / Fun-Videos u.ä. gepostet, sondern da geht es hauptsächlich um Verabredungen zu Aktivitäten. Da ausnahmslos alle Mitglieder der sozialen Gruppen auch in den zugehörigen Whatsapp-Gruppen sind, findet auch alles ausschließlich darüber statt und ich persönlich würde so einiges an Aktivitäten verpassen (vor allem die sponanten àla "bin nachher mit X und Y im Biergarten, würde mich freuen falls von euch auch noch jemand dazukommt"), wenn ich austreten und auf gesonderte SMS/Anruf-Benachrichtigung bestehen würde.
Damit hat sich für mich persönlich die Frage beantwortet.

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Re: Weniger Teilhabe ohne soziale Medien (hier WhatsApp)?

Beitrag von Captain Unsichtbar » Dienstag 22. Januar 2019, 10:03

inVinoVeritas hat geschrieben:
Dienstag 22. Januar 2019, 09:41
Die Fragestellung im Thread lautet ja "Weniger Teilhabe ohne soziale Medien (hier WhatsApp)?", wenn du also denkst dass dir in sozialer Hinsicht (Bindung zu bekannten oder noch eher unbekannteren Menschen, die du aber gerne näher kennenlernen würdest) nichts entgeht, ist doch alles prima.
In meinen paar Whatsapp-Gruppen wo ich Mitglied bin wird so gut wie nie Mist / Memes / Fun-Videos u.ä. gepostet, sondern da geht es hauptsächlich um Verabredungen zu Aktivitäten. Da ausnahmslos alle Mitglieder der sozialen Gruppen auch in den zugehörigen Whatsapp-Gruppen sind, findet auch alles ausschließlich darüber statt und ich persönlich würde so einiges an Aktivitäten verpassen (vor allem die sponanten àla "bin nachher mit X und Y im Biergarten, würde mich freuen falls von euch auch noch jemand dazukommt"), wenn ich austreten und auf gesonderte SMS/Anruf-Benachrichtigung bestehen würde.
Damit hat sich für mich persönlich die Frage beantwortet.
Und weiter? Ich habe jetzt auch nicht auf die Fragestellung geanwortet, sondern auf die Antwort von Ferienhaus...

Wenn das bei dir eh anders ist, weshalb anwortest du mir dann hier spezifisch zur Thematik "shitposting"? :gruebel:

Aber wenn du schon dabei bist: Nicht alle haben Gruppen dieser Art. Mein Freundeskreis ist in alle Winde zerstreut. Sowas wie spontane Unternehmungen gibts bei uns gar nicht -- wäre gar nicht möglich. (Was ja auch einer der Gründe ist, weshalb ich den anderen Thread aufgemacht habe.)
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