Weniger Teilhabe ohne soziale Medien (hier WhatsApp)?

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Omomo
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Re: Weniger Teilhabe ohne soziale Medien (hier WhatsApp)?

Beitrag von Omomo » Mittwoch 16. Januar 2019, 00:23

Swenja hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 23:59
Omomo hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 21:18
Swenja hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 14:24
p.s.- @ Omomo - ich finde es immer wieder verblüffend, wie respekt für sich eingefordert wird, man dann aber nicht willens ist (oder in der lage?) diesen respekt dem gegenüber auch entgegezubringen...
mit grüßen von einer "Prinzessin auf der Torte" ...
Ich wusste nicht, dass es respektlos ist eigene Sichtweisen, die auch klar als solche gekennzeichnet darzulegen. Ich werde mich wohl demnächst davor hüten in deiner Gegenwart meine persönliche Sichtweise darzulegen, wenn das schon als respektlos gilt.
@ Omomo - ich habe nicht Deine Sichtweise als respektlos bezeichnet - und das weißt Du auch.
Aber ich erlaube mir, den Vergleich, den Du bemühst, um Dein Gegenüber zu betiteln, nämlich " Prinzessin auf der Torte " ,
respektlos zu nennen.


Swenja
Ehrlich gesagt, und das meine ich wirklich, war ich eher verblüfft, dass sich jemand daran gestört hat.
Naja, also der Vergleich "Prinzessin auf der Torte" war ja in meine Sichtweise eingebettet. Also ich empfinde das so und wollte das damit nur ein wenig anschaulicher darstellen. Denn, wenn jemand von mir erwartet, dass ich selbst Initiativen ergreife, weil jemand bestimmte Kanäle nicht nutzen möchte und mir auch nicht eigeninitiativ entgegenkommt, dann kommt das für mich so rüber als wolle diese Person eine Exrawurst.
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Re: Weniger Teilhabe ohne soziale Medien (hier WhatsApp)?

Beitrag von Hoppala » Mittwoch 16. Januar 2019, 00:34

Michael Knight hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 22:52
Unsere WhatsApp-Gruppen sind auf Wunsch und Initiative der Mitglieder entstanden. Da kam dann eben die Nachricht, sie möchten in die Gruppe mit aufgenommen werden. Wieso sollte man sich inhaltlich im Vereinsvorstand nicht über WhatsApp austauschen. Ich kann doch mit den Vorstandskollegen diskutieren, ob jemand eine gute Idee für einen Vereinsausflug, Fest etc.. hat. Wie soll mit solchen Infos Schindluder getrieben werden?
!. Ja mit den so anfallenden Daten wird Schindluder getrieben. Nicht allerdings unbedingt mit "solchen Infos", sondenr eben mit den dabei auch ohne Wissen der WA-Teilnehmer anfallenden Daten. - Ob das wirklich Schindluder ist oder einfch nur eine moderne und inovative Art der Geschäftemacherei, ist natürlich erst mal persönliche Wertung. Es sei denn,m
2. Es verstößt gegen das Datenschutzrecht. Die WA-App greift standardmäßig auf die gesamten Kontakte im Telefon zu, ncih tnur die,m die WA installiert haben oder sich als Gruppenmitglied angemeldet haben. Über diese so abgegriffenen Nicht-WA-Kontakte werden dann auch im weiteren Daten gesammelt, soweit was im Internet anfällt - ob die wollen oder nicht.
Die wenigsten WA-Nutzer werden den Aufwand treiben, ihr Smartphone und ihre App so einzurichten, dass die App abgeschottet nur gemeldete Nutzer berücksichtigt. (Das geht wohl, zumindest bei Android, ist aber mit einigem Aufwand verbunden und offiziell nicht vorgesehen).


Ich habe mal jemand eine E-Mail mit meiner Telefoinnummer geschickt, die der auf einem iphone empfangen hat. Als iich dann anrief, meldete das iphone: "Wahrscheinlich NN?" - meine Nummer war noch nicht im Kontaktespeicher, nur iin der Mail. Apple hat offensichtlich automatisiert die Mail ausgelesen uind die Teil-Nummer in der Mail mit dem Namen kombiniert, unter dem meine Mails eingehen. Diese Art Datenauslesen und Rekombination ist ohne Einwilligung in Deutschland schlichtweg ungesetzlich. Und wenn diese Kombination (plus Mailadresse) erst mal hergestellt ist, stehen weitere Datenquellen weit offen.
Apple sollte und darf das nix angehen. Das geht nur mich und den Empfänger was an.

Dass WA jetzt auch meine (zum Glück Festnetz-)Nr weiß, sowie mindestens meinen Vornamen und meine Mailadresse, davon muss ich ausgehen. Ergo wissen Sie, wo ungefähr ich wohne. Weitere Verbindungen zu diesem Kontakt geben weitere Spuren. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis meine ungefähre Wohnadresse und weitere persönliche Infos ausgelesen, abgegriffen und zusammengefürht sind. Von da aus ist nur eine Frage der Zeit, bis weitere Onlineaktivitäten per Hochrechnung (einiges davon vermutlich komplett falsch, aber was und wieiviel richtig ist, weiß keiner - es wird im Zweifel aber von der Richtigkeit der Datenkombination ausgegangen; die USA z. B. - andere sicher auch - suchen u.a. auf diese Weise ihre zu Todfeinende erklärten Ziele, die sie dann per Drohnen "aus dem Spiel nehmen") getrackt werden. Ich könnte mir vorstellen, dass eine Info an "N.N.: schick mir bitte die Bilder" genügt, und dann landet eine Mail mit Fotos dort, deren Absender - ich - natürlich feststellbar ist, IP-Adresse, etwas Datenbankrechnerei - ach, der ist das und so geht er online!" Theoretisch möglich, praktisch mögen andere Wege mit ähnlichem Ergebnis gegangen werden; ab dan gibt es kein Zurück aus der Datenverwertung). Die werden dann dubiosen Drittfirmen zu allen mögichen - überwiegend von mir unerwünschten - Zwecken gegen Entgelt bereitgestellt
Klar: würde man das händisch machen, wäre das ein Riesenaufwand. Ich vermute, die meisten denken automatisch in dieser Art, es ist nur menschlich, sich die Dinge konkret vorstellen zu wollen.
Für heutige IT-Ssteme, einmal anständig programmiert, ist das ein Klacks.
Tania hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 15:59
Praxisbeispiel: die Eltern einer Schulklasse haben mehrheitlich entschieden, per Whatsapp zu kommunizieren. 4 Eltern wollen das nicht, haben nen Mailverteiler erstellt und den Elternrat gebeten, die Infos auch dahin zu schicken. Funktioniert. Sogar ein paar Whatsapp-Eltern sind in den Verteiler gewechselt.
Das ist ein gangbarer Weg. Nicht optimal, aber gangbar. Es sollte ohnehin selbstverständlich ssein, dass jeder die Verantwortung für seine Informationswege übernimmt.
Gerad das ist bei WA ja in der Regel nicht gegeben.

Unabhängig bleibt halt immer noch die Frage, warum eine Schule bzw. ein Elternrat ein kommerzielles US-Unternehmen dubiosen Rufs angesichts all der unproblematischen Alternativen für das beste hält, um sich zu organisieren.

Und: die Alternative wird ja anschienennd oft genug gar nicht erst offengestellt, wie man hier so liest. Das ist unter allerlei Aspekten reichlich bedenklich ...
Nutzungsregeln: Mediale Äußerungen von Menschen ersetzen keine Begegungen. Was du hier schreibst, bist nicht du. Was ich hier schreibe, bezieht sich nicht auf dich. Nur auf deinen Beitrag. Ich schreibe meine Meinung, deren Bedeutung in deinem eigenen Ermessen liegt. Vergiss, was dir nichts nützt.

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Re: Weniger Teilhabe ohne soziale Medien (hier WhatsApp)?

Beitrag von Manfred » Mittwoch 16. Januar 2019, 10:36

WA wird deswegen gerne genutzt, weil es die überwiegende Mehrheit sowieso schon verwendet (2017 waren es z.B. 81% aller deutschen Internetnutzer [hier]; bei den 12- bis 19-Jährigen in Deutschland sogar 95%, die WA mehrmals die Woche verwenden [hier]). Für die meisten Leute heißt das einfach, dass sie nichts machen müssen, außer einer neuen WA-Gruppe beizutreten.

Ich bekomme es ja täglich im Umfeld mit: Offiziell wird niemand zu WA gezwungen. Arbeit, Schule usw. wird auch ohne WA benutzbar bleiben.

Sobald sich aber die Eltern von Schülern oder Kindergartenkinder freiwillig entschließen, sich privat auf WA zu einer Gruppe zusammenzutun, dann muss man schlicht und einfach damit rechnen, dass man nicht mehr alles mitbekommt, was "inoffiziell" abläuft, wenn man sich daran nicht beteiligen will. Das ist zum Beispiel wie in der Arbeit, wo die eigentlich "interessanten" Sachen am Tisch in der Kantine zu erfahren sind. Wer da nicht mit hingeht, muss halt damit leben, dass er nur die "offiziellen" Infos mitbekommt.

Wer WA nicht nutzen will, sollte sich nur bewusst sein, dass er/sie in der Minderheit ist und sich darüber klar sein, dass er/sie den Aufwand betreiben muss, wenn man an die Infos kommen will, die in der WA-Gruppe ausgetauscht werden.

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Re: Weniger Teilhabe ohne soziale Medien (hier WhatsApp)?

Beitrag von Gatem » Mittwoch 16. Januar 2019, 10:47

Tania hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 22:48
Gatem hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 22:33
Tania hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 15:59
Ich würde da eher den Nichtwhatsapper in der Verantwortung sehen, jemanden zu bitten, die Infos weiterzuleiten ...
Siehst du es im Straßenverkehr etwa auch als Aufgabe der Fußgänger, dafür zu sorgen, dass sie nicht überfahren werden?
Ja. Z.B. indem sie auf Spaziergänge auf der Autobahn verzichten.

Und wo ist jetzt der Bezug zu meiner Aussage?

Ich würde eher Parallelen zu folgendem Szenario sehen:

Die Bewohner eines 20-Familien-Hauses wollen etwas zur Verbesserung der nachbarschaftlichen Beziehungen tun. Man stimmt ab und einigt sich mehrheitlich darauf, mit einem Reisebus nach Berlin zu fahren. 4 Anwohner haben aber Vorbehalte gegen Reisebusse und lehnen die Benutzung ab.

Ist dann die Hausgemeinschaft verpflichtet
a) diesen Leuten Bahntickets zu besorgen
b) alle Hausbewohner mit dem Zug zu schicken
c) den Vieren den Treffpunkt in Berlin zu nennen und es ihnen freizustellen, ob und wie sie hinkommen
d) die gesamte Reise abzusagen.?
Dein Beispiel ist insofern schon völlig unpassend, dass die Grundsituation „Ausflug der Hausgemeinschaft“ bereits etwas völlig freiwilliges ist. Niemand muss dort zwingend teilnehmen oder wird in seinen Rechten eingeschränkt, wenn er darauf verzichtet.

Insofern wäre folgendes Beispiel passender: Die Hausgemeinschaft entschließt sich dazu, das Wohnhaus zu sanieren und eine Wärmedämmung der kompletten Hauses mit Asbest vornehmen zu lassen. Vier Anwohner haben jedoch bedenken gegen Asbest und drei weitere gegen Wärmedämmung im Allgemeinen, werden aber vom Rest überstimmt.
In diesem Beispiel haben die Bedenkenträger überhaupt keine Wahl, außer die Gemeinschaft komplett zu verlassen und in ein neues Haus zu ziehen.
Daher sollten derartige Entscheidungen einstimmig getroffen werden.


So wie der Fußgänger darauf achten sollte nicht unbedacht auf den Straßen zu spazieren, ist es auch die Pflicht des Autofahrers nicht noch draufzuhalten, wenn er einen Fußgänger vor sich hat. Es geht um ein Miteinander, bei dem alle Seiten miteinander an einer gemeinsamen Lösung arbeiten sollten, die für alle in Frage kommt. Auch wenn eine Gruppe größer ist als eine andere hat diese nicht das Recht den anderen etwas zu oktroyieren.

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Re: Weniger Teilhabe ohne soziale Medien (hier WhatsApp)?

Beitrag von Tania » Mittwoch 16. Januar 2019, 11:15

Gatem hat geschrieben:
Mittwoch 16. Januar 2019, 10:47
Dein Beispiel ist insofern schon völlig unpassend, dass die Grundsituation „Ausflug der Hausgemeinschaft“ bereits etwas völlig freiwilliges ist. Niemand muss dort zwingend teilnehmen oder wird in seinen Rechten eingeschränkt, wenn er darauf verzichtet.
Dasselbe gilt aber auch für meinen Praxisfall - Kommunikation in einer Elterngruppe. Das ist völlig freiwillig - niemand ist verpflichtet, mit den anderen Eltern zu kommunizieren und niemand kann einklagen, dass die anderen Eltern mit ihm kommunizieren.

Es gibt auch Infos, die von der Schule an die Eltern fließen müssen. Wenn die Schule hierfür Whatsapp vorschreiben würde, wäre das ein Unding - hier muss auf einen Weg zurückgegriffen werden, der zuverlässig ALLE erreicht. Also für gewöhnlich Papier. Dinge wie "wer bringt was für's Weihnachtsfrühstück mit" und "haben auch andere Schüler Probleme mit Frau Müller?" gehören allerdings nicht dazu.
Die Hausgemeinschaft entschließt sich dazu, das Wohnhaus zu sanieren und eine Wärmedämmung der kompletten Hauses mit Asbest vornehmen zu lassen. Vier Anwohner haben jedoch bedenken gegen Asbest und drei weitere gegen Wärmedämmung im Allgemeinen, werden aber vom Rest überstimmt.
In diesem Beispiel haben die Bedenkenträger überhaupt keine Wahl, außer die Gemeinschaft komplett zu verlassen und in ein neues Haus zu ziehen.
Daher sollten derartige Entscheidungen einstimmig getroffen werden.
Augen auf beim Wohnungskauf. Man kann hervorragend darauf verzichten, eine Wohnung in einem Haus zu kaufen, dessen Eigentümerversammlung mit einfacher Mehrheit entscheiden darf.
So wie der Fußgänger darauf achten sollte nicht unbedacht auf den Straßen zu spazieren, ist es auch die Pflicht des Autofahrers nicht noch draufzuhalten, wenn er einen Fußgänger vor sich hat. Es geht um ein Miteinander, bei dem alle Seiten miteinander an einer gemeinsamen Lösung arbeiten sollten, die für alle in Frage kommt. Auch wenn eine Gruppe größer ist als eine andere hat diese nicht das Recht den anderen etwas zu oktroyieren.
Stimmt. Hat das irgendwer bestritten?

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Re: Weniger Teilhabe ohne soziale Medien (hier WhatsApp)?

Beitrag von Siegfried » Mittwoch 16. Januar 2019, 11:30

Gatem hat geschrieben:
Mittwoch 16. Januar 2019, 10:47
Tania hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 22:48
Gatem hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 22:33

Siehst du es im Straßenverkehr etwa auch als Aufgabe der Fußgänger, dafür zu sorgen, dass sie nicht überfahren werden?
Ja. Z.B. indem sie auf Spaziergänge auf der Autobahn verzichten.

Und wo ist jetzt der Bezug zu meiner Aussage?

Ich würde eher Parallelen zu folgendem Szenario sehen:

Die Bewohner eines 20-Familien-Hauses wollen etwas zur Verbesserung der nachbarschaftlichen Beziehungen tun. Man stimmt ab und einigt sich mehrheitlich darauf, mit einem Reisebus nach Berlin zu fahren. 4 Anwohner haben aber Vorbehalte gegen Reisebusse und lehnen die Benutzung ab.

Ist dann die Hausgemeinschaft verpflichtet
a) diesen Leuten Bahntickets zu besorgen
b) alle Hausbewohner mit dem Zug zu schicken
c) den Vieren den Treffpunkt in Berlin zu nennen und es ihnen freizustellen, ob und wie sie hinkommen
d) die gesamte Reise abzusagen.?
Dein Beispiel ist insofern schon völlig unpassend, dass die Grundsituation „Ausflug der Hausgemeinschaft“ bereits etwas völlig freiwilliges ist. Niemand muss dort zwingend teilnehmen oder wird in seinen Rechten eingeschränkt, wenn er darauf verzichtet.

Insofern wäre folgendes Beispiel passender: Die Hausgemeinschaft entschließt sich dazu, das Wohnhaus zu sanieren und eine Wärmedämmung der kompletten Hauses mit Asbest vornehmen zu lassen. Vier Anwohner haben jedoch bedenken gegen Asbest und drei weitere gegen Wärmedämmung im Allgemeinen, werden aber vom Rest überstimmt.
In diesem Beispiel haben die Bedenkenträger überhaupt keine Wahl, außer die Gemeinschaft komplett zu verlassen und in ein neues Haus zu ziehen.
Daher sollten derartige Entscheidungen einstimmig getroffen werden.


So wie der Fußgänger darauf achten sollte nicht unbedacht auf den Straßen zu spazieren, ist es auch die Pflicht des Autofahrers nicht noch draufzuhalten, wenn er einen Fußgänger vor sich hat. Es geht um ein Miteinander, bei dem alle Seiten miteinander an einer gemeinsamen Lösung arbeiten sollten, die für alle in Frage kommt. Auch wenn eine Gruppe größer ist als eine andere hat diese nicht das Recht den anderen etwas zu oktroyieren.
Dann würde gar nichts mehr passieren wenn man es allen rechtmachen will weil es immer einen Querkopf gibt der anderer Meinung ist. Das Prinzip des Mehrheitsentscheids ist schon was passables damit man überhaupt zu irgendwelchen Lösungen kommt.... ansonsten würde ja unser Staat überhaupt nicht funktionieren... mich hat auch keiner gefragt ob ich mit 50km/h in Städten einverstanden bin und wurde mir
auch oktroyiert obwohl ich damit nicht einverstanden bin.

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Re: Weniger Teilhabe ohne soziale Medien (hier WhatsApp)?

Beitrag von Manfred » Mittwoch 16. Januar 2019, 13:12

Gatem hat geschrieben:
Mittwoch 16. Januar 2019, 10:47
Auch wenn eine Gruppe größer ist als eine andere hat diese nicht das Recht den anderen etwas zu oktroyieren.
So wird das in der Regel jedoch gehandhabt. Keiner sagt, dass das ideal ist, aber das ist das Leben sowieso nicht. Mehrheitsentscheidungen sind in vielen Fällen das beste Mittel, um zusammen in einer Gruppe zu einer Lösung zu kommen.

Ansonsten wäre es ein ziemliches Ungleichgewicht, wenn eine Minderheit oder gar ein Einzelner eine Mehrheit in einer Entscheidung blockieren könnte. Praktisch würde es "Stillstand" bedeuten, solange es nicht genau so läuft, wie es sich diese Minderheit wünscht.

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Re: Weniger Teilhabe ohne soziale Medien (hier WhatsApp)?

Beitrag von schmog » Mittwoch 16. Januar 2019, 14:51

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Re: Weniger Teilhabe ohne soziale Medien (hier WhatsApp)?

Beitrag von Captain Unsichtbar » Mittwoch 16. Januar 2019, 15:02

Mir ist das mittlerweile egal. Dieses konformistische und kompromisslose Kultverhalten, das ich mitunter beobachte ist genau so schlimm wie bei den Apple-Jüngern, nutzt du nicht das selbe gehörst du nicht dazu... :roll:

Wäre schön wenn die Menschheit einfach mal wieder einen Gang zurück nehmen würde, ist jetzt auch keine Drama, wenn man mal nicht das Lieblingsspielzeug verwenden kann, geht ja schliesslich nicht um Leben und Tod. Gut bei manchen bin ich mir da nicht mal so sicher, so sehr wie die mit ihrem Mobilgerät verwachsen sind. Da kannst du dich nicht mal für fünf Minuten unterhalten, ohne dass auf den Bildschirm geschielt wird. Ist auch so eine Sache, Handys auf dem Tisch bei einer Verabredung geht gar nicht... :evil:
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Re: Weniger Teilhabe ohne soziale Medien (hier WhatsApp)?

Beitrag von Maverick » Mittwoch 16. Januar 2019, 15:21

Manfred hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 20:44
Gatem hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 11:44
Aber ehrlich gesagt: Wenn ich in einem Verein wäre, der mir vorschreiben wollte FB o.ä. zu verwenden, dann würde ich auch den Gang zum Anwalt antreten, wenn es im Guten nicht funktioniert.
Spätestens hier rutscht es ins Absurde ab. Ich kenne mich mit Vereinsrecht etwas aus. Damit würdest du genau Null erreichen können, mal davon abgesehen, dass du damit das mit Abstand unbeliebteste Vereinmitglied sein dürftest. :D

Niemand wird dir vorschreiben, dass du WA nutzen musst, um Vereinsmitglied zu sein. Du bekommst dein vierteljähriges Vereinsmagazin per Post und die Infos kannst du im Schaukasten am Vereinsheim einsehen. Alles rechtlich korrekt.

Dann kann dir halt zum Beispiel nur passieren, dass du erst am Vereinsheim den Zettel siehst, dass das Treffen verschoben werden musste, weil das Vereinsheim einen Wasserschaden hat. In der WA-Gruppe hättest du es schon vor deiner Abfahrt gewusst. Das ist halt dann "persönliches Pech" und nicht einklagbar.
Wenn aber die Satzung des Vereins vorschreibt, dass bei Abstimmungen des Vorstandes alle Vorstandsmitglieder an der Abstimmung beteiligt werden müssen und bei schriftlicher Abstimmung eine Frist von einer Woche gesetzt wird, ist das ein klarer Verstoß. Und die Satzung sieht ausschließlich schriftliche Abstimmungen per Briefpost oder E-Mail vor. Wenn der Vorsitzende aber nur die fünf anderen Mitglieder (wir sind zu siebt) in der WhatsApp-Gruppe befragen, mir aber keinen Brief oder E-Mail schreibt, liegt ein eklatanter Verstoß vor, der eine Klage begründen kann.

Darüber hinaus dürften auch die anderen Stimmen nicht gültig sein, weil man eben über WhatsApp nicht abstimmen kann laut Satzung.

Ich habe den Vorsitzenden gestern auf die Rechtslage hingewiesen und erklärt, er könne auf der nächsten Mitgliederversammlung in achtzehn Monaten beantragen, dass die Satzung ergänzt wird und schriftliche Abstimmungen gerne ausschließlich über WhatsApp erfolgen können, er bis dahin aber E-Mails zu verschicken hat.

Mal schauen, was er darauf antwortet. Ich hoffe, das eskaliert nicht.

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Re: Weniger Teilhabe ohne soziale Medien (hier WhatsApp)?

Beitrag von uhu72 » Mittwoch 16. Januar 2019, 15:50

Maverick hat geschrieben:
Mittwoch 16. Januar 2019, 15:21
...

Darüber hinaus dürften auch die anderen Stimmen nicht gültig sein, weil man eben über WhatsApp nicht abstimmen kann laut Satzung.

Ich habe den Vorsitzenden gestern auf die Rechtslage hingewiesen und erklärt, er könne auf der nächsten Mitgliederversammlung in achtzehn Monaten beantragen, dass die Satzung ergänzt wird und schriftliche Abstimmungen gerne ausschließlich über WhatsApp erfolgen können, er bis dahin aber E-Mails zu verschicken hat.
WhatsApp = Facebook verstößt gegen den in Deutschland geltenden Datenschutz und das nicht erst seit in Kraft treten der DSGVO.
(Konsequenz davon ist z.B. der Verbot von WhatsApp auf Firmen-Handys. Prominentes Beispiel Continental )
Die Datenschutzbeauftragten haben sich auf Weisung 2018 an die Übergangsfrist gehalten und Verstöße gegen die DSGVO erst mal nicht geahndet. In wie weit so etwas datenschutzrechtlich Bedenkliches als Abstimmungsinstrument in einer Vereinssatzung taugt, sollte vielleicht vorher mal ein Fach-Jurist bewerten. Nicht dass dem Verein bei bekannt werden der Nutzung von WA ein Bußgeld droht ...
Es gibt für jeden Topf einen passenden Deckel. Aber es gibt nicht genug passende Deckel für alle Töpfe!

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Re: Weniger Teilhabe ohne soziale Medien (hier WhatsApp)?

Beitrag von Mit müden Augen » Mittwoch 16. Januar 2019, 16:39

Captain Unsichtbar hat geschrieben:
Mittwoch 16. Januar 2019, 15:02
Mir ist das mittlerweile egal. Dieses konformistische und kompromisslose Kultverhalten, das ich mitunter beobachte ist genau so schlimm wie bei den Apple-Jüngern, nutzt du nicht das selbe gehörst du nicht dazu... :roll:

Wäre schön wenn die Menschheit einfach mal wieder einen Gang zurück nehmen würde, ist jetzt auch keine Drama, wenn man mal nicht das Lieblingsspielzeug verwenden kann, geht ja schliesslich nicht um Leben und Tod. Gut bei manchen bin ich mir da nicht mal so sicher, so sehr wie die mit ihrem Mobilgerät verwachsen sind. Da kannst du dich nicht mal für fünf Minuten unterhalten, ohne dass auf den Bildschirm geschielt wird. Ist auch so eine Sache, Handys auf dem Tisch bei einer Verabredung geht gar nicht... :evil:
+1
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Re: Weniger Teilhabe ohne soziale Medien (hier WhatsApp)?

Beitrag von Optimist » Mittwoch 16. Januar 2019, 21:34

fredstiller hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 20:21
Swenja hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 19:56
ts-problem- tierschutzproblem
Dachte schon, warum muss man bei einem Transsexuellenproblem so schnell so viele Leute erreichen.
Optimist hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 16:21
Ich nutze regelmäßig Facebook, Twitter, Skype und Internetforen, aber mit WhatsApp hab ich mich noch nie beschäftigt.
= geschätztes Alter Mitte 30?

Darum hab' ich mir jetzt auch Instagram geholt, da sind die jüngeren Damen aktiver. (kleiner Scherz ...oder doch nicht?).
33. ;)

Mit Instagram hatte ich bei meiner letzten Arbeit zu tun. Aber nur dienstlich. :mrgreen:
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Re: Weniger Teilhabe ohne soziale Medien (hier WhatsApp)?

Beitrag von Tania » Mittwoch 16. Januar 2019, 21:57

Maverick hat geschrieben:
Mittwoch 16. Januar 2019, 15:21
Ich habe den Vorsitzenden gestern auf die Rechtslage hingewiesen und erklärt, er könne auf der nächsten Mitgliederversammlung in achtzehn Monaten beantragen, dass die Satzung ergänzt wird und schriftliche Abstimmungen gerne ausschließlich über WhatsApp erfolgen können, er bis dahin aber E-Mails zu verschicken hat.

Mal schauen, was er darauf antwortet. Ich hoffe, das eskaliert nicht.
Wie hat er denn auf Dein doch sicher vorher stattgefundenes freundliches "ich hab kein Whatsapp, schick es mir bitte per Mail" reagiert?
Mit müden Augen hat geschrieben:
Mittwoch 16. Januar 2019, 16:39
Vor 10 Jahren gab es keine "Schmartphones", vor 30 Jahren noch nichtmal Handys, die Menschheit hat trotzdem überlebt.
Vielleicht war früher manches doch besser.
Mein Handy liegt auch auf dem Tisch, wenn ich mal unterwegs war. Falls eins der Kids anruft oder ne Gästeanfrage reinkommt.

Vor 30 Jahren hätte ich in derselben Lage schlichtweg zu Hause bleiben müssen.

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Re: Weniger Teilhabe ohne soziale Medien (hier WhatsApp)?

Beitrag von Mit müden Augen » Mittwoch 16. Januar 2019, 22:02

Ich wollte nicht sagen das Handys nutzlos sind, nur das manche Leute es manchmal so ein klein wenig übertreiben... :roll:
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Re: Weniger Teilhabe ohne soziale Medien (hier WhatsApp)?

Beitrag von Cascade » Mittwoch 16. Januar 2019, 22:52

Um das mal auf WhatsApp zu begrenzen: Ich mag die App auch nicht unbedingt und das vor allem das ein Großteil der Kommunikation darüber abläuft. Manchmal ist es aber notwendig dort dabei zu sein, da ja alles ausschließlich nur noch darüber abgewickelt wird. Anrufen so wie vorher ist offensichtlich altmodisch :roll:

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Re: Weniger Teilhabe ohne soziale Medien (hier WhatsApp)?

Beitrag von Hoppala » Donnerstag 17. Januar 2019, 02:22

Manfred hat geschrieben:
Mittwoch 16. Januar 2019, 13:12
Gatem hat geschrieben:
Mittwoch 16. Januar 2019, 10:47
Auch wenn eine Gruppe größer ist als eine andere hat diese nicht das Recht den anderen etwas zu oktroyieren.
So wird das in der Regel jedoch gehandhabt. Keiner sagt, dass das ideal ist, aber das ist das Leben sowieso nicht. Mehrheitsentscheidungen sind in vielen Fällen das beste Mittel, um zusammen in einer Gruppe zu einer Lösung zu kommen.
Eine Mehrheit ist keine Rechtfertigiung dafür, rechtlich fragwürdiges bis schlichtweg untersagtes Verhalten einzufordern. Es geht hier nich tum die Frage Email oder Fax. Es geht um einen rechtlich nur unter sehr speziellen Bedingungen - die kaum jemand gewährleisten kann - rechtich einwandfrei nutzbaren Informationsdienst, für den es eine Menge rechtlich unproblematische Wege gibt.
Uhu hat's ach noch mal klar gesagt:
uhu72 hat geschrieben:
Mittwoch 16. Januar 2019, 15:50
WhatsApp = Facebook verstößt gegen den in Deutschland geltenden Datenschutz und das nicht erst seit in Kraft treten der DSGVO.
Abgesehen davon, dass ich "machen alle so" noch nie für irgendwas eine gute Begründung hielt, weil man damit so ziemlich den allergrößten und gefährlichsten Unsinn möglich macht (und zwar leider erprobterweise).
Mir scheint, viele haben sich schon - in wenigen Jahren! - so daran gewöhnt, ihre private Information quasi exklusiv über ein rechtlich und ethisch sehr fragwürdig handelndes US-Kommerzunternehmen abzuwickeln, dass die kleine Randnote, dass das weit überwiegend automatisch ungesetzliche Aspekte beinhaltet, komplett vergessen wird.

Auch das finde ich für sich durchaus bedenkenswert.
Das ist als würde ein neues Fahrzeug entwickelt, bei dem alle gar nicht anders können, als bei Rot über die Kreuzung zu brettern. Gibt zwar jede Menge Unfälle, aber "machen alle so, und wer bei Rot wartet, ist ein verweigernder Querkopf".
Nicht gut.
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Siegfried
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Re: Weniger Teilhabe ohne soziale Medien (hier WhatsApp)?

Beitrag von Siegfried » Donnerstag 17. Januar 2019, 08:03

uhu72 hat geschrieben:
Mittwoch 16. Januar 2019, 15:50
Maverick hat geschrieben:
Mittwoch 16. Januar 2019, 15:21
...

Darüber hinaus dürften auch die anderen Stimmen nicht gültig sein, weil man eben über WhatsApp nicht abstimmen kann laut Satzung.

Ich habe den Vorsitzenden gestern auf die Rechtslage hingewiesen und erklärt, er könne auf der nächsten Mitgliederversammlung in achtzehn Monaten beantragen, dass die Satzung ergänzt wird und schriftliche Abstimmungen gerne ausschließlich über WhatsApp erfolgen können, er bis dahin aber E-Mails zu verschicken hat.
WhatsApp = Facebook verstößt gegen den in Deutschland geltenden Datenschutz und das nicht erst seit in Kraft treten der DSGVO.
(Konsequenz davon ist z.B. der Verbot von WhatsApp auf Firmen-Handys. Prominentes Beispiel Continental )
Die Datenschutzbeauftragten haben sich auf Weisung 2018 an die Übergangsfrist gehalten und Verstöße gegen die DSGVO erst mal nicht geahndet. In wie weit so etwas datenschutzrechtlich Bedenkliches als Abstimmungsinstrument in einer Vereinssatzung taugt, sollte vielleicht vorher mal ein Fach-Jurist bewerten. Nicht dass dem Verein bei bekannt werden der Nutzung von WA ein Bußgeld droht ...
Da angerschiert man sich Ehrenamtlich im Verein um was gutes für die Allgemeinheit zu tun und muss dann noch Angst haben mit einem halben Bein im Knast zu stehen wegen teilweiser fragwürdiger rechtlichen Fragestellungen die für die allermeisten keine praktische Relevanz haben und dadurch sich auch keiner damit beschäftigen will nur damit irgendwelche Abmahnanwälte Geschäfte machen können.... :roll:
Anstatt die Bürger damit zu nerfen was eh kaum einen interessiert fände ich es wesentlich einfacher die Hersteller dazu zu bringen die Apps entsprechend anzupassen das gewisse Funktionen die eigentlich nichts mit der App zu tun haben nicht mehr möglich sind.

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Re: Weniger Teilhabe ohne soziale Medien (hier WhatsApp)?

Beitrag von Gatem » Donnerstag 17. Januar 2019, 10:43

Siegfried hat geschrieben:
Donnerstag 17. Januar 2019, 08:03
Anstatt die Bürger damit zu nerfen was eh kaum einen interessiert fände ich es wesentlich einfacher die Hersteller dazu zu bringen die Apps entsprechend anzupassen das gewisse Funktionen die eigentlich nichts mit der App zu tun haben nicht mehr möglich sind.
So wie es einfacher ist die Automobilkonzerne dazu zu bringen Ihre Stinker nachzurüsten, anstatt die Bürger mit Fahrverboten zu nerven?
Sieh der Wahrheit ins Auge: Gegen die Firmen und Konzerne macht der Staat einfach nichts. Wenn er es nicht mal bei deutschen Konzernen schafft Härte zu zeigen, wie soll er den ndann gegen US-Konzerne vorgehen, die sich für europäische Gesetze mal gar nicht interessieren?

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Re: Weniger Teilhabe ohne soziale Medien (hier WhatsApp)?

Beitrag von Manfred » Donnerstag 17. Januar 2019, 14:19

Maverick hat geschrieben:
Mittwoch 16. Januar 2019, 15:21
Manfred hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 20:44
Gatem hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 11:44
Aber ehrlich gesagt: Wenn ich in einem Verein wäre, der mir vorschreiben wollte FB o.ä. zu verwenden, dann würde ich auch den Gang zum Anwalt antreten, wenn es im Guten nicht funktioniert.
Spätestens hier rutscht es ins Absurde ab. Ich kenne mich mit Vereinsrecht etwas aus. Damit würdest du genau Null erreichen können, mal davon abgesehen, dass du damit das mit Abstand unbeliebteste Vereinmitglied sein dürftest. :D

Niemand wird dir vorschreiben, dass du WA nutzen musst, um Vereinsmitglied zu sein. Du bekommst dein vierteljähriges Vereinsmagazin per Post und die Infos kannst du im Schaukasten am Vereinsheim einsehen. Alles rechtlich korrekt.

Dann kann dir halt zum Beispiel nur passieren, dass du erst am Vereinsheim den Zettel siehst, dass das Treffen verschoben werden musste, weil das Vereinsheim einen Wasserschaden hat. In der WA-Gruppe hättest du es schon vor deiner Abfahrt gewusst. Das ist halt dann "persönliches Pech" und nicht einklagbar.
Wenn aber die Satzung des Vereins vorschreibt, dass bei Abstimmungen des Vorstandes alle Vorstandsmitglieder an der Abstimmung beteiligt werden müssen und bei schriftlicher Abstimmung eine Frist von einer Woche gesetzt wird, ist das ein klarer Verstoß. Und die Satzung sieht ausschließlich schriftliche Abstimmungen per Briefpost oder E-Mail vor. Wenn der Vorsitzende aber nur die fünf anderen Mitglieder (wir sind zu siebt) in der WhatsApp-Gruppe befragen, mir aber keinen Brief oder E-Mail schreibt, liegt ein eklatanter Verstoß vor, der eine Klage begründen kann.
Das hat eher wenig mit WhatsApp zu tun. Hier liegt das Problem vor, dass es einen Vorstand gibt, der sich nicht an die Satzung gehalten hat. Das hätte er zum Beispiel auch dann nicht, wenn er für die Abstimmung alle angerufen hatte.

Und auch hier mein ganz persönlicher Zusatz (meine Meinung!): Wer sich tatsächlich mit dem Gedanken spielt, einen Verein, in dem er sogar Mitglied ist, zu verklagen, bei dem läuft irgendwas "schief". Sorry, wenn mir in einem Verein etwas so extrem quer liegt, dann trete ich halt aus und gut ist.

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