Das war es dann...

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Mit müden Augen
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Re: Das war es dann...

Beitrag von Mit müden Augen » Dienstag 15. Januar 2019, 18:41

Ferienhaus hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 18:16
kann's auch nicht mehr ändern, soll ich mich jetzt umbringen? :?
Nein.
geboren um zu leiden
chronisch müde

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Re: Das war es dann...

Beitrag von Ferienhaus » Dienstag 15. Januar 2019, 18:46

Sittenhaft hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 18:38
Vielleicht ist die Finanzierung deiner Eltern dein Problem. Ich war, als ich mit 24 Anfing, seelisch und finanziell am Ende und hab dann eine letzte Karte gespielt und ein Studium angefangen. Ich war auf Stütze durch Bafög und Beitragsdarlehen (was hab ich mich jedes Jahr schlapp gelacht, als die in dem Antrag wissen wollten, was ich oder meine Sippe für Vermögen haben) angewiesen. Ich wusste, ich muss den Shit (Jura) in höchstens 10 Semestern durchziehen, sonst bin ich sowas von im Arsch. Das hat mir den nötigen Ansporn gegeben und ich hab es souverän gepackt, auch wenn der Aufwand echt absurd gewesen ist....
Ne, das Problem ist schon mangelhafter Antrieb im psychiatrisch auffälligen Bereich und vorher noch schwere Zwangsstörung. Nur als Vergleich: Konntest du mehrere Jahre kaum die Zähne putzen? War bei mir so. Innere Blockade. Undurchdringbar bis vor Kurzem. So stark war das. Und ich habe mich jeden Tag dafür geschämt, das kannste mir glauben. War richtig angewidert von mir selbst. Und einen so starke Zwangsstörungen, dass ich mir die Hände blutrot gewaschen habe und stundenlang mein Zimmer umgeordnet habe. So ging das über Monate am Studienort (eskaliert) und seit Jahren bei mir allgemein

Hattest du vergleichbares? Wenn ja bist du ein deutlich stärkerer Charakter als ich, Respekt. Und ja, ich verstehe, "von wo du mit deinem Vorschlag kommst". Aber ich habe so das dumpfe Gefühl, das ist nicht so ganz vergleichbar, damit eine schwere psychische Krankheit seit man volljährig ist zu haben.

Soll nicht böse klingen.
Zuletzt geändert von Ferienhaus am Dienstag 15. Januar 2019, 18:48, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Das war es dann...

Beitrag von Ferienhaus » Dienstag 15. Januar 2019, 18:47

Mit müden Augen hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 18:41
Ferienhaus hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 18:16
kann's auch nicht mehr ändern, soll ich mich jetzt umbringen? :?
Nein.
Habe ich auch nicht vor, da mach' dir keine Sorgen. Die Frage war pampig in den Raum gestellt, das stimmt.

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Re: Das war es dann...

Beitrag von Sittenhaft » Dienstag 15. Januar 2019, 18:58

Ferienhaus hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 18:46
Sittenhaft hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 18:38
Vielleicht ist die Finanzierung deiner Eltern dein Problem. Ich war, als ich mit 24 Anfing, seelisch und finanziell am Ende und hab dann eine letzte Karte gespielt und ein Studium angefangen. Ich war auf Stütze durch Bafög und Beitragsdarlehen (was hab ich mich jedes Jahr schlapp gelacht, als die in dem Antrag wissen wollten, was ich oder meine Sippe für Vermögen haben) angewiesen. Ich wusste, ich muss den Shit (Jura) in höchstens 10 Semestern durchziehen, sonst bin ich sowas von im Arsch. Das hat mir den nötigen Ansporn gegeben und ich hab es souverän gepackt, auch wenn der Aufwand echt absurd gewesen ist....
Ne, das Problem ist schon mangelhafter Antrieb im psychiatrisch auffälligen Bereich und vorher noch schwere Zwangsstörung. Nur als Vergleich: Konntest du mehrere Jahre kaum die Zähne putzen? War bei mir so. Innere Blockade. Undurchdringbar bis vor Kurzem. So stark war das. Und ich habe mich jeden Tag dafür geschämt, das kannste mir glauben. War richtig angewidert von mir selbst. Und einen so starke Zwangsstörungen, dass ich mir die Hände blutrot gewaschen habe und stundenlang mein Zimmer umgeordnet habe. So ging das über Monate.

Hattest du vergleichbares? Wenn ja bist du ein deutlich stärkerer Charakter als ich, Respekt. Und ja, ich verstehe, "von wo du mit deinem Vorschlag kommst". Aber ich habe so das dumpfe Gefühl, das ist nicht so ganz vergleichbar, damit eine schwere psychische Krankheit seit man volljährig ist zu haben.

Soll nicht böse klingen.
Weiß ich nicht. Eine schwere Depression hatte ich nur einmal im Leben, nachdem sich mein Vater gekillt hat. Das ging ein Jahr. Das musste ich mich mit Drogen therapieren, sönst wär ich mir an die Gurgel gegangen.

Zwangsstörungen habe ich https://de.wikipedia.org/wiki/Skin_Picking_Disorder, aber das schwankt stark, je nachdem wie Stress gerade ist von ultra heftig blutend überall zu kaum wahrnehmbar. Das kann ich aber gut verstecken, solang ich meine Finger vom Gesicht fernhalten kann.

Seit ich klein bin habe ich AD(H)S und nehme auch regelmäßig Medis dagegen und SSNRI gegen den Rebound. Hilft halbwegs.

Einiges anderes kommt noch dazu... Ich bekomme trotz Kohle keine private Krankenversicherung.

Was mir aber, vor allem einige Jahre nach dem Tod meines Vaters klar wurde. Keine Sau wird dir helfen. Ich musste mich aufraffen, was es auch kostet, sonst werde ich nen Pflegefall oder schlimmer.

Das hat mir wohl die Motivation gegeben. Aber helfen werden dir Ratschläge kaum. Du musst Sachen ausprobieren. Du hast keinen Einfluss auf das, was du willst. Du wirst es vielleicht finden, oder auch nicht. Aber nur wenn du aus deiner Hütte marschierst (Sei es nen Urlaub, neues Studium, andere Stadt oder auch nur, um dir mal ne schöne Dröhnung in der Stationären abzuholen), hast du überhaupt eine Chance.

Oder anders: Die Welt ist ein Haufen Scheiße. Du musst sie wegschaufeln, sonst macht es keiner. Keine Ausreden.

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Re: Das war es dann...

Beitrag von Ferienhaus » Dienstag 15. Januar 2019, 19:02

Sittenhaft hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 18:58
Ferienhaus hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 18:46
Sittenhaft hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 18:38
Vielleicht ist die Finanzierung deiner Eltern dein Problem. Ich war, als ich mit 24 Anfing, seelisch und finanziell am Ende und hab dann eine letzte Karte gespielt und ein Studium angefangen. Ich war auf Stütze durch Bafög und Beitragsdarlehen (was hab ich mich jedes Jahr schlapp gelacht, als die in dem Antrag wissen wollten, was ich oder meine Sippe für Vermögen haben) angewiesen. Ich wusste, ich muss den Shit (Jura) in höchstens 10 Semestern durchziehen, sonst bin ich sowas von im Arsch. Das hat mir den nötigen Ansporn gegeben und ich hab es souverän gepackt, auch wenn der Aufwand echt absurd gewesen ist....
Ne, das Problem ist schon mangelhafter Antrieb im psychiatrisch auffälligen Bereich und vorher noch schwere Zwangsstörung. Nur als Vergleich: Konntest du mehrere Jahre kaum die Zähne putzen? War bei mir so. Innere Blockade. Undurchdringbar bis vor Kurzem. So stark war das. Und ich habe mich jeden Tag dafür geschämt, das kannste mir glauben. War richtig angewidert von mir selbst. Und einen so starke Zwangsstörungen, dass ich mir die Hände blutrot gewaschen habe und stundenlang mein Zimmer umgeordnet habe. So ging das über Monate.

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Weiß ich nicht. Eine schwere Depression hatte ich nur einmal im Leben, nachdem sich mein Vater gekillt hat. Das ging ein Jahr. Das musste ich mich mit Drogen therapieren, sönst wär ich mir an die Gurgel gegangen.

Zwangsstörungen habe ich https://de.wikipedia.org/wiki/Skin_Picking_Disorder, aber das schwankt stark, je nachdem wie Stress gerade ist von ultra heftig blutend überall zu kaum wahrnehmbar. Das kann ich aber gut verstecken, solang ich meine Finger vom Gesicht fernhalten kann.

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Was mir aber, vor allem einige Jahre nach dem Tod meines Vaters klar wurde. Keine Sau wird dir helfen. Ich musste mich aufraffen, was es auch kostet, sonst werde ich nen Pflegefall oder schlimmer.

Das hat mir wohl die Motivation gegeben. Aber helfen werden dir Ratschläge kaum. Du musst Sachen ausprobieren. Du hast keinen Einfluss auf das, was du willst. Du wirst es vielleicht finden, oder auch nicht. Aber nur wenn du aus deiner Hütte marschierst (Sei es nen Urlaub, neues Studium, andere Stadt oder auch nur, um dir mal ne schöne Dröhnung in der Stationären abzuholen), hast du überhaupt eine Chance.

Oder anders: Die Welt ist ein Haufen Scheiße. Du musst sie wegschaufeln, sonst macht es keiner. Keine Ausreden.
Dann hast du meinen vollen Respekt. Du bist finanziell schlechter als ich gestellt, deine Krankheiten sind sogar noch chronischer als bei mir. Ich studiere zwar weit weg von meinem Wohnort, weil ich damals dachte: "Versuch, neu anzufangen", aber bin dort nur in Isolation, Zwangsstörung und totaler Überforderung versunken.

Ich bewundere dich und zolle dir meinen absoluten Respekt. Du bist stärker, als ich es je sein werde. Und das meine ich ernst. Wirklich. Im Vergleich zu dir bin ich ein jämmerlicher Haufen Sch****.

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Re: Das war es dann...

Beitrag von LonesomeCoder » Dienstag 15. Januar 2019, 19:07

Ferienhaus, bitte suche dir professionelle Hilfe. Das ist keine Schande. Bei einem Beinbruch würde doch auch niemand auf die Idee kommen, nicht zum Arzt zu gehen.
Warnung vor Pickup: https://www.abtreff.de/viewtopic.php?p=1062199#p1062199

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Re: Das war es dann...

Beitrag von Ferienhaus » Dienstag 15. Januar 2019, 19:08

LonesomeCoder hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 19:07
Ferienhaus, bitte suche dir professionelle Hilfe. Das ist keine Schande. Bei einem Beinbruch würde doch auch niemand auf die Idee kommen, nicht zum Arzt zu gehen.
Habe ich bereits, LCS. ;) (Seit mehreren Jahren).

Aber es stimmt, ich muss mit Behandlern klären, wie es weitergeht. Danke für den Ansporn.


Wenn ich die ganze Story erzählen würde, würde ich ohne Ausnahme den Preis für den unfassbar dämlichsten User bekommen, der sich hier jemals angemeldet hat.

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Re: Das war es dann...

Beitrag von LonesomeCoder » Dienstag 15. Januar 2019, 19:11

Vllt. wäre eine stationäre Therapie ratsam. Aber das muss dein Arzt entscheiden.
Warnung vor Pickup: https://www.abtreff.de/viewtopic.php?p=1062199#p1062199

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Re: Das war es dann...

Beitrag von Sittenhaft » Dienstag 15. Januar 2019, 19:12

Ferienhaus hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 19:02
Sittenhaft hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 18:58
Ferienhaus hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 18:46


Ne, das Problem ist schon mangelhafter Antrieb im psychiatrisch auffälligen Bereich und vorher noch schwere Zwangsstörung. Nur als Vergleich: Konntest du mehrere Jahre kaum die Zähne putzen? War bei mir so. Innere Blockade. Undurchdringbar bis vor Kurzem. So stark war das. Und ich habe mich jeden Tag dafür geschämt, das kannste mir glauben. War richtig angewidert von mir selbst. Und einen so starke Zwangsstörungen, dass ich mir die Hände blutrot gewaschen habe und stundenlang mein Zimmer umgeordnet habe. So ging das über Monate.

Hattest du vergleichbares? Wenn ja bist du ein deutlich stärkerer Charakter als ich, Respekt. Und ja, ich verstehe, "von wo du mit deinem Vorschlag kommst". Aber ich habe so das dumpfe Gefühl, das ist nicht so ganz vergleichbar, damit eine schwere psychische Krankheit seit man volljährig ist zu haben.

Soll nicht böse klingen.
Weiß ich nicht. Eine schwere Depression hatte ich nur einmal im Leben, nachdem sich mein Vater gekillt hat. Das ging ein Jahr. Das musste ich mich mit Drogen therapieren, sönst wär ich mir an die Gurgel gegangen.

Zwangsstörungen habe ich https://de.wikipedia.org/wiki/Skin_Picking_Disorder, aber das schwankt stark, je nachdem wie Stress gerade ist von ultra heftig blutend überall zu kaum wahrnehmbar. Das kann ich aber gut verstecken, solang ich meine Finger vom Gesicht fernhalten kann.

Seit ich klein bin habe ich AD(H)S und nehme auch regelmäßig Medis dagegen und SSNRI gegen den Rebound. Hilft halbwegs.

Einiges anderes kommt noch dazu... Ich bekomme trotz Kohle keine private Krankenversicherung.

Was mir aber, vor allem einige Jahre nach dem Tod meines Vaters klar wurde. Keine Sau wird dir helfen. Ich musste mich aufraffen, was es auch kostet, sonst werde ich nen Pflegefall oder schlimmer.

Das hat mir wohl die Motivation gegeben. Aber helfen werden dir Ratschläge kaum. Du musst Sachen ausprobieren. Du hast keinen Einfluss auf das, was du willst. Du wirst es vielleicht finden, oder auch nicht. Aber nur wenn du aus deiner Hütte marschierst (Sei es nen Urlaub, neues Studium, andere Stadt oder auch nur, um dir mal ne schöne Dröhnung in der Stationären abzuholen), hast du überhaupt eine Chance.

Oder anders: Die Welt ist ein Haufen Scheiße. Du musst sie wegschaufeln, sonst macht es keiner. Keine Ausreden.
Dann hast du meinen vollen Respekt. Du bist finanziell schlechter als ich gestellt, deine Krankheiten sind sogar noch chronischer als bei mir. Ich studiere zwar weit weg von meinem Wohnort, weil ich damals dachte: "Versuch, neu anzufangen", aber bin dort nur in Isolation, Zwangsstörung und totaler Überforderung versunken.

Ich bewundere dich und zolle dir meinen absoluten Respekt. Du bist stärker, als ich es je sein werde. Und das meine ich ernst. Wirklich. Im Vergleich zu dir bin ich ein jämmerlicher Haufen Sch****.
Hör auf dir Wert zu oder abzusprechen. Wir sind alle gleich (gut oder scheiße). Auf neuronaler Basis ist alles Zufall, der Rest ist Einbildung (insb. unser Bewusstsein).

Du solltest mal dringend mit deinen Eltern über deine Probleme reden. Lass dich im Studium mal beurlauben oder krankschreiben und dann mach mal nen Praktika irgendwo anders oder mach Urlaub ... Irgendeine Singlegruppen-Wanderreise in den Bergen, wo du schon qua Ausflugssziel keine Hipster-das Leben ist Geil-Überoptimisten finden wirst.

Oder geh mal zu deinem Hausarzt. Ich hab mitten im Studium auch ne Therapie gemacht. Hat mich keinesfalls glücklich gemacht, aber ich hatte ne Person unter Schweigepflicht, der ich meinen Müll abladen kann. Das kann ungemein helfen.

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Re: Das war es dann...

Beitrag von Ferienhaus » Dienstag 15. Januar 2019, 20:02

Sittenhaft hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 19:12
Hör auf dir Wert zu oder abzusprechen. Wir sind alle gleich (gut oder scheiße). Auf neuronaler Basis ist alles Zufall, der Rest ist Einbildung (insb. unser Bewusstsein).

Du solltest mal dringend mit deinen Eltern über deine Probleme reden. Lass dich im Studium mal beurlauben oder krankschreiben und dann mach mal nen Praktika irgendwo anders oder mach Urlaub ... Irgendeine Singlegruppen-Wanderreise in den Bergen, wo du schon qua Ausflugssziel keine Hipster-das Leben ist Geil-Überoptimisten finden wirst.

Oder geh mal zu deinem Hausarzt. Ich hab mitten im Studium auch ne Therapie gemacht. Hat mich keinesfalls glücklich gemacht, aber ich hatte ne Person unter Schweigepflicht, der ich meinen Müll abladen kann. Das kann ungemein helfen.
Das sind ein paar ganz gute Vorschläge. An einige habe ich selbst schon gedacht, andere (Eltern) mache ich teilweise schon.

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Re: Das war es dann...

Beitrag von Ferienhaus » Dienstag 15. Januar 2019, 20:03

LonesomeCoder hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 19:11
Vllt. wäre eine stationäre Therapie ratsam. Aber das muss dein Arzt entscheiden.
Das werde ich tatsächlich auch so besprechen, der Vorschlag schwebt mir auch schon rum.

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Re: Das war es dann...

Beitrag von Birds_of_Color » Dienstag 15. Januar 2019, 20:10

Ich hab das Gefühl, dass das die meisten hier anders sehen, aber ich finde nicht, dass ein vollständiger und hübscher Lebenslauf grundsätzlich einen hohen Stellenwert haben sollte. Es mag sicher viele Menschen geben, denen das wichtig und die das auch glücklich macht, aber das heißt nicht, dass es bei jedem so sein muss. Es ist schon fast erschreckend, wie oft der warnende Zeigefinder kommt und vor dem rücksichtlosen Arbeitsmarkt warnt. Ich glaube ja auch, dass man es mit entsprechendem Lebenslauf später einfacher haben kann, aber ich verstehe nicht, wieso das von so vielen Menschen als das Wichtigste überhaupt angesehen wird.

Ist das Leben denn zurzeit nichts wert? Ich find es weder schlimm, lange für sein Studium zu brauchen, noch dass man alles Mögliche anfängt und wieder aufhört, noch dass man chronisch arm ist. Beim Menschsein geht es doch um ganz andere Dinge, man ist keine Maschine und man sollte sich auch nicht einreden, dass man eine sein muss.

Wichig ist, dass man glücklich ist. Und zwar auch jetzt. Das kann doch gerade bei ABern schon schwer genug sein, bei ABern mit (psychischen) Erkrankungen ganz besonders. Und da würde ich auch als Erstes ansetzen. Sich extra Druck zu machen, ist da oft keine gute Idee, auch wenn es natürlich von Person zu Person unterschiedlich sein kann. Manchen kann es ja auch helfen.

Wegen seines Lebenslaufs sollte man sich nun wirklich nicht schlecht fühlen müssen. Schon gar nicht wegen der Dinge, die in der Vergangenheit liegen.

Und Depressionen sind eh mies. Da kommt man nicht mal eben so raus, schon gar nicht, wenn man das Gefühl hat, man muss. Wichtig ist, dass man will, also sollte man am besten gucken, was man schön findet, und nicht, was man glaubt, was erwartet wird.

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Re: Das war es dann...

Beitrag von Birds_of_Color » Dienstag 15. Januar 2019, 20:12

Übrigens finde ich einen stationären Aufenthalt auch super. Nicht nur wegen der Therapie, sondern zu wesentlichen Teilen wegen der anderen Patienten dort. Man ist quasi automatsich in einer sozialen Gruppe, die dann auch noch alle ähnliche Schwierigkeiten haben. Das kann enorm angenehm sein und helfen.

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Re: Das war es dann...

Beitrag von Ferienhaus » Dienstag 15. Januar 2019, 20:15

Birds_of_Color hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 20:12
Übrigens finde ich einen stationären Aufenthalt auch super. Nicht nur wegen der Therapie, sondern zu wesentlichen Teilen wegen der anderen Patienten dort. Man ist quasi automatsich in einer sozialen Gruppe, die dann auch noch alle ähnliche Schwierigkeiten haben. Das kann enorm angenehm sein und helfen.
Bei meinem letzten war ich Anfang 20 und sonst nur Ü40. War irgendwie kurios... :lol: Und, nicht so super.

Aber, danke für deine restlichen Worte. Vielleicht hab ich hier schon genug geschrieben. Ach, es ist alles so vetrackt.

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Re: Das war es dann...

Beitrag von AB-Wagen » Mittwoch 16. Januar 2019, 09:37

Birds_of_Color hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 20:10
Ich hab das Gefühl, dass das die meisten hier anders sehen, aber ich finde nicht, dass ein vollständiger und hübscher Lebenslauf grundsätzlich einen hohen Stellenwert haben sollte. Es mag sicher viele Menschen geben, denen das wichtig und die das auch glücklich macht, aber das heißt nicht, dass es bei jedem so sein muss. Es ist schon fast erschreckend, wie oft der warnende Zeigefinder kommt und vor dem rücksichtlosen Arbeitsmarkt warnt. Ich glaube ja auch, dass man es mit entsprechendem Lebenslauf später einfacher haben kann, aber ich verstehe nicht, wieso das von so vielen Menschen als das Wichtigste überhaupt angesehen wird.

Ist das Leben denn zurzeit nichts wert? Ich find es weder schlimm, lange für sein Studium zu brauchen, noch dass man alles Mögliche anfängt und wieder aufhört, noch dass man chronisch arm ist. Beim Menschsein geht es doch um ganz andere Dinge, man ist keine Maschine und man sollte sich auch nicht einreden, dass man eine sein muss.

Wichig ist, dass man glücklich ist. Und zwar auch jetzt. Das kann doch gerade bei ABern schon schwer genug sein, bei ABern mit (psychischen) Erkrankungen ganz besonders. Und da würde ich auch als Erstes ansetzen. Sich extra Druck zu machen, ist da oft keine gute Idee, auch wenn es natürlich von Person zu Person unterschiedlich sein kann. Manchen kann es ja auch helfen.

Wegen seines Lebenslaufs sollte man sich nun wirklich nicht schlecht fühlen müssen. Schon gar nicht wegen der Dinge, die in der Vergangenheit liegen.

Und Depressionen sind eh mies. Da kommt man nicht mal eben so raus, schon gar nicht, wenn man das Gefühl hat, man muss. Wichtig ist, dass man will, also sollte man am besten gucken, was man schön findet, und nicht, was man glaubt, was erwartet wird.
Ist halt die Frage, ob das Personaler/Firmenchefs auch so sehen.

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Re: Das war es dann...

Beitrag von Stabil » Mittwoch 16. Januar 2019, 10:42

Ferienhaus,

als ehemals Depressiver würde ich das Aufbauen von Tagesstruktur an die erste Stelle nehmen. Dem gebe ich in der von dir beschriebenen Situation die erste Priorität. Bei mir bewähren sich: spazieren Gehen (Morgenspaziergang!), Basteln mit konkreten Ergebnissen, manuelles Arbeiten, einfache Arbeiten im Haushalt, leichte Lektüre, wandern, abgenzbare Projekte, interessante Lektüre und so weiter - abwechselnd, aber in dieser Reihenfolge aufbauend mit selbst erstellter und gegebenen Falls angepasster konsequenter Zeitstruktur.

Egal, wie es weiter gehen wird, die Basiskräfte, die man so aufbauen kann, wird man immer brauchen.

Lass so weit wie möglich das Hadern mit deiner Situation und mit dir selbst sein. Das macht die Dinge unnötiger Weise noch schwieriger, als sie ohnehin schon sind. Mittelfristig wird der Aufbau von Selbstachtung und einer realistischen Situationseinschätzung erforderlich sein.

-----

Zum Aufbau von Tagesstruktur kann eine Tageslinik vorüber gehend hilfreich sein. Das muss man aber individuell ansehen, ob man nicht auf eigene Faust mehr weiter bringt.

Für später, wenn dann die Zukunftspläne wieder sinnvoll bearbeitet werden können, also schon wieder Zuversicht möglich ist, und verschiedene Möglichkeiten nüchtern verglichen werden können: Die Erwartungen der Familie, was einen Studienabschluss betrifft, dürfen dann auch hinterfragt werden. Ich selbst habe die Erfahrung gemacht, wie schwer es ist, sich davon abzugrenzen. Aber es geht um die Gestaltung vom jeweils eigenen Leben.
* Am meisten schmerzt das Gute, das wir zwar erlebt haben, aber in uns nicht angekommen ist *

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Re: Das war es dann...

Beitrag von Ferienhaus » Mittwoch 16. Januar 2019, 11:36

AB-Wagen hat geschrieben:
Mittwoch 16. Januar 2019, 09:37
Birds_of_Color hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 20:10
Ich hab das Gefühl, dass das die meisten hier anders sehen, aber ich finde nicht, dass ein vollständiger und hübscher Lebenslauf grundsätzlich einen hohen Stellenwert haben sollte. Es mag sicher viele Menschen geben, denen das wichtig und die das auch glücklich macht, aber das heißt nicht, dass es bei jedem so sein muss. Es ist schon fast erschreckend, wie oft der warnende Zeigefinder kommt und vor dem rücksichtlosen Arbeitsmarkt warnt. Ich glaube ja auch, dass man es mit entsprechendem Lebenslauf später einfacher haben kann, aber ich verstehe nicht, wieso das von so vielen Menschen als das Wichtigste überhaupt angesehen wird.

Ist das Leben denn zurzeit nichts wert? Ich find es weder schlimm, lange für sein Studium zu brauchen, noch dass man alles Mögliche anfängt und wieder aufhört, noch dass man chronisch arm ist. Beim Menschsein geht es doch um ganz andere Dinge, man ist keine Maschine und man sollte sich auch nicht einreden, dass man eine sein muss.

Wichig ist, dass man glücklich ist. Und zwar auch jetzt. Das kann doch gerade bei ABern schon schwer genug sein, bei ABern mit (psychischen) Erkrankungen ganz besonders. Und da würde ich auch als Erstes ansetzen. Sich extra Druck zu machen, ist da oft keine gute Idee, auch wenn es natürlich von Person zu Person unterschiedlich sein kann. Manchen kann es ja auch helfen.

Wegen seines Lebenslaufs sollte man sich nun wirklich nicht schlecht fühlen müssen. Schon gar nicht wegen der Dinge, die in der Vergangenheit liegen.

Und Depressionen sind eh mies. Da kommt man nicht mal eben so raus, schon gar nicht, wenn man das Gefühl hat, man muss. Wichtig ist, dass man will, also sollte man am besten gucken, was man schön findet, und nicht, was man glaubt, was erwartet wird.
Ist halt die Frage, ob das Personaler/Firmenchefs auch so sehen.
So ist es. Und das ist das einzige, worauf es ankommt. Ansonsten halt Pech gehabt. Es gibt keine Gnade, das Leben ist grausam. Aber nur für denjenigen, der das aushalten muss. Der Rest darf es genießen. Und niemals, ja niemals sagen, man sei von Umständen zermalmt worden, welche man nicht beeinflussen kann. Dann schlägt das "Personal-Responsibility-Imperium" zurück. "Tja, wären sie mal nicht schwer psychisch krank geworden mit 19. Das war allein ihre Entscheidung. Jetzt müssen sie die Folgen tragen." :cooler:

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Re: Das war es dann...

Beitrag von schmog » Mittwoch 16. Januar 2019, 12:06

LonesomeCoder hat geschrieben:
Dienstag 15. Januar 2019, 19:07
Ferienhaus, bitte suche dir professionelle Hilfe. Das ist keine Schande. Bei einem Beinbruch würde doch auch niemand auf die Idee kommen, nicht zum Arzt zu gehen.
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Re: Das war es dann...

Beitrag von BartS » Mittwoch 16. Januar 2019, 15:50

Ich würde mir ernsthaft überlegen, warum ich weiter studieren will oder warum ich ein neues Studium anfangen möchte. Was ist das eigentliche Ziel? Letztendlich geht es doch um die Frage, mit was man eigentlich seinen Lebensunterhalt verdienen will. Und ehrlich gesagt, täglich einer Arbeit nachzugehen, ggf. mit festgelegten Kernzeiten ist kein Zuckerschlecken. Selbst für Menschen nicht, die nie eine Depression erlebt haben.

Letztlich befähigt ein abgeschlossenes Studium bestimmte Berufe zu ergreifen. Von daher macht es Sinn zu überlegen, wie überhaupt das spätere Berufsleben mal aussehen soll. Und dann würde ich schauen, ob dazu überhaupt ein Studium nötig ist.
"Liebe ist, dass man sich so lange gehen lässt, bis man nicht mehr gehen kann."
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Re: Das war es dann...

Beitrag von Milkman » Mittwoch 16. Januar 2019, 15:51

schmog hat geschrieben:
Mittwoch 16. Januar 2019, 12:06
Hilfe suchen ist keine Schwäche sondern Stärke!
:daumen:
A rainbow record of the thoughts and moments you've enjoyed
Arcs behind the Earth as spectral colors in the void

Phish - Scents And Subtle Sounds

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