Zeitungsbericht

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LonesomeCoder
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Re: Zeitungsbericht

Beitrag von LonesomeCoder » Freitag 1. Februar 2019, 14:16

Habe ich zwar schon millionenfach geschrieben, aber nochmal extra: aufgrund meiner Eigenschaften (extremer Intro, Asperger, ein sehr kindliches Aussehen (165cm, hohe Piepsstimme, Hände kleiner als bei einem 14 Jahre altes Mädchen, kleine Augen in einer tiefen Höhle, kaum sichtbare Lippen)) werde als geistig behinderter Teeny wahrgenommen und nicht als 30 Jahre alter, reifer, gebildeter Mann. Menschen sind nun mal oft sehr oberflächlich. Erfolg habe ich nur, wenn das Aussehen unbekannt ist wie bei den Noten im Studium oder ich von Anfang an mit "harten Fakten" überzeugen kann wie mit den Zeugnissen bei Bewerbungen. So einfach ist zu erklären, wieso ich so viel Ablehnung, Mobbing und unterschätzt werden erfahre. Viele Jungs mit 16 sehen älter aus wie ich. Bekam letzten Sommer im Freibad das Kinderticket. Im Studium gabs im letzten Semester Master noch die Ersti-Tüte und die Frage, ob ich bei der Campus-Führung mit möchte. Im Zivildienst in der Pflegeeinrichtung für Behinderte hielten mich die Praktikantinnen für einen Bewohner anstatt einem Zivi. Beim Mediamarkt muss ich beim Kauf von Ballerspielen den Ausweis vorzeigen weil meine Antwort auf "Bist du schon 18?" nicht überzeugen kann. Und die Blicke der Kassiererin sind meist recht schockiert, wenn sie sieht, dass ich über 30 bin. In der Schule wurde ich für meine rückständige körperliche Entwicklung massiv gemobbt. Und dafür, dass ich uncool und langweilig bin, weil ich gern alleine daheim bin. Tja, bin leider kein Extro, der nach der Schule noch Kraft für mehr Kontakt zu Menschen hatte. Mir wurde oft nicht geglaubt, dass ich aufs Gymnasium gehe oder studiere.
Was kann ich dafür, dass ich Intro bin? NIX. Was kann ich dafür, dass ich Asperger habe? NIX. Was kann ich dafür, dass meine körperliche Entwicklung nicht richtig lief (hatte bis heute keinen Stimmbruch)? NIX. Ich wurde in meiner Wachstumsphase nie auf Hormonstörungen untersucht. Alleine schon mein Alltag kostet mich sehr viel Kraft.

Ist bei so einer Aussenwirkung echt so schwer vorzustellen, dass so es von Frauen für mehr als Freundschaft nur Ablehnung gibt und auch Freundschaften nicht so leicht zu bekommen sind und ich deswegen etwa mir nicht leisten kann, mich von Leuten zu trennen, die zu wenig Verständnis für mein Intro-Sein haben? Ist es zu verstehen, wie verletzend es ist, wenn meine Erfahrungen geleugnet werden und so getan wird, als ob ich einfach nur faul sei und nicht genug wolle?

Bevor ihr mich wegen der Wiederholung meiner Probleme kritisiert, denkt dran, ich werde dazu aufgefordert und mache das nicht freiwillig.
Warnung vor Pickup: https://www.abtreff.de/viewtopic.php?p=1062199#p1062199
Wissenschaftliches Standardwerk über (männliches) AB-tum: https://www.springer.com/de/book/9783658059231
Geschlechtsspezifische Partnerwahl und Sexualitätsmerkmale: https://d-nb.info/1037687477/34

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Re: Zeitungsbericht

Beitrag von Mr_B » Freitag 1. Februar 2019, 20:13

Gucki hat geschrieben:
Donnerstag 31. Januar 2019, 10:56
Was sagt Ihr dazu?
... Artikel ist aus einer österreichischen Tageszeitung...
https://kurier.at/leben/incels-die-toed ... /400393298
Es hat im letzten Jahr nach diesem Vorfall in den Medien eine regelrechte Hexenjagd auf Menschen ohne Beziehungserfahrung gegeben, an der sich auch renommierte Blätter wie der Stern beteiligt haben. Mir ist nach dem Lesen eines Berichtes dort die Kinnlade runtergefallen und ich habe mir vorgenommen solche Medien in Zukunft zu ignorieren.
Es wurde dort tatsächlich so dargestellt als wenn InCels (nichts anderes als der englische Begriff für ABler) generell Psychopathen und potentielle Vergewaltiger wären. Das es so etwas wie das AB Forum gibt wurde gar nicht erwähnt. Hätte man so einen Bericht über irgendeine andere Minderheit geschrieben (Migranten, Behinderte, Homosexuelle etc.) wäre der Verfasser wohl wegen Volksverhetzung im Gefängnis gelandet. Aber so sind sie, unsere Mainstream-Medien.

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Re: Zeitungsbericht

Beitrag von Versingled » Freitag 1. Februar 2019, 20:41

Mr_B hat geschrieben:
Freitag 1. Februar 2019, 20:13
Es wurde dort tatsächlich so dargestellt als wenn InCels (nichts anderes als der englische Begriff für ABler) generell Psychopathen und potentielle Vergewaltiger wären.
Weswegen ich es für richtig halte den Status nicht zu erwähnen.
In Gedenken an all das Leben, das heute zu Ende ging. Es ist ein unwiederbringlicher Verlust ... :sadman:

Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

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Re: Zeitungsbericht

Beitrag von Mr_B » Freitag 1. Februar 2019, 20:54

Versingled hat geschrieben:
Freitag 1. Februar 2019, 20:41
Mr_B hat geschrieben:
Freitag 1. Februar 2019, 20:13
Es wurde dort tatsächlich so dargestellt als wenn InCels (nichts anderes als der englische Begriff für ABler) generell Psychopathen und potentielle Vergewaltiger wären.
Weswegen ich es für richtig halte den Status nicht zu erwähnen.
Würde ich, als AB gegenüber einer Frau, die mich interessiert auch nicht machen, es sei denn sie spricht es direkt an und fragt danach.

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Re: Zeitungsbericht

Beitrag von Versingled » Freitag 1. Februar 2019, 21:00

Mr_B hat geschrieben:
Freitag 1. Februar 2019, 20:54
Versingled hat geschrieben:
Freitag 1. Februar 2019, 20:41
Mr_B hat geschrieben:
Freitag 1. Februar 2019, 20:13
Es wurde dort tatsächlich so dargestellt als wenn InCels (nichts anderes als der englische Begriff für ABler) generell Psychopathen und potentielle Vergewaltiger wären.
Weswegen ich es für richtig halte den Status nicht zu erwähnen.
Würde ich, als AB gegenüber einer Frau, die mich interessiert auch nicht machen, es sei denn sie spricht es direkt an und fragt danach.
Der Status sollte niemandem gegenüber erwähnt werden.
In Gedenken an all das Leben, das heute zu Ende ging. Es ist ein unwiederbringlicher Verlust ... :sadman:

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Re: Zeitungsbericht

Beitrag von Clochard » Freitag 1. Februar 2019, 21:03

LonesomeCoder hat geschrieben:
Freitag 1. Februar 2019, 14:16
(extremer Intro, Asperger, ein sehr kindliches Aussehen (165cm, hohe Piepsstimme, Hände kleiner als bei einem 14 Jahre altes Mädchen, kleine Augen in einer tiefen Höhle, kaum sichtbare Lippen)
du solltest schwedischer Klimaaktivist werden!

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Re: Zeitungsbericht

Beitrag von NBUC » Freitag 1. Februar 2019, 21:09

Clochard hat geschrieben:
Freitag 1. Februar 2019, 21:03
LonesomeCoder hat geschrieben:
Freitag 1. Februar 2019, 14:16
(extremer Intro, Asperger, ein sehr kindliches Aussehen (165cm, hohe Piepsstimme, Hände kleiner als bei einem 14 Jahre altes Mädchen, kleine Augen in einer tiefen Höhle, kaum sichtbare Lippen)
du solltest schwedischer Klimaaktivist werden!
Erfolgreicher Sektenführer ist auch irgenwo Alpha ... :mrgreen:
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Re: Zeitungsbericht

Beitrag von Ferienhaus » Freitag 1. Februar 2019, 21:39

Mr_B hat geschrieben:
Freitag 1. Februar 2019, 20:13
Gucki hat geschrieben:
Donnerstag 31. Januar 2019, 10:56
Was sagt Ihr dazu?
... Artikel ist aus einer österreichischen Tageszeitung...
https://kurier.at/leben/incels-die-toed ... /400393298
Es hat im letzten Jahr nach diesem Vorfall in den Medien eine regelrechte Hexenjagd auf Menschen ohne Beziehungserfahrung gegeben, an der sich auch renommierte Blätter wie der Stern beteiligt haben. Mir ist nach dem Lesen eines Berichtes dort die Kinnlade runtergefallen und ich habe mir vorgenommen solche Medien in Zukunft zu ignorieren.
Es wurde dort tatsächlich so dargestellt als wenn InCels (nichts anderes als der englische Begriff für ABler) generell Psychopathen und potentielle Vergewaltiger wären. Das es so etwas wie das AB Forum gibt wurde gar nicht erwähnt. Hätte man so einen Bericht über irgendeine andere Minderheit geschrieben (Migranten, Behinderte, Homosexuelle etc.) wäre der Verfasser wohl wegen Volksverhetzung im Gefängnis gelandet. Aber so sind sie, unsere Mainstream-Medien.
Sorry, das stimmt meiner Meinung nach so nicht. MAB ist definitiv NICHT automatisch Incel.

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Re: Zeitungsbericht

Beitrag von Siegfried » Freitag 1. Februar 2019, 22:40

Incel = involuntarily celibate also nichts anderes wie AB's.

Im angloamerikanischen Raum gibt es eben eine größere Meinungsfreiheit das öffentlich jeder fast alles sagen und behaupten kann was in Deutschland lange verboten wäre und Zensiert wird. Dadurch ist es weniger wahrscheinlich das sich radikale Gefüge bilden wo dann solche labile Menschen durch ständige negative Beeinflussung zu gestörte Amokläufer werden. Ist wohl das selbe Prinzip wie wenn Moslems Bomben bauen und sich in die Luft sprengen.

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Re: Zeitungsbericht

Beitrag von moody » Freitag 1. Februar 2019, 23:01

Kurier ungefähr fünf Jahre hinterher... was soll man da sagen...

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Re: Zeitungsbericht

Beitrag von Ferienhaus » Freitag 1. Februar 2019, 23:13

Siegfried hat geschrieben:
Freitag 1. Februar 2019, 22:40
Incel = involuntarily celibate also nichts anderes wie AB's.
Du kannst dir gerne ein Incel-Forum anschauen. Die dortigen Hasstiraden sind extrem und absolut prägend für die dortige Kultur, eigentlich kann man bei Incels teilweise schon davon sprechen, dass diverse Hasstiraden ein wichtigeres Element als die Sexlosigkeit sind.

AB ist erstmal NUR Beziehungs-/Sexlosigkeit. Das mit Incel gleichzusetzen wird dem Ganzen meiner Meinung nach nicht gerecht.

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Re: Zeitungsbericht

Beitrag von Kief » Freitag 1. Februar 2019, 23:28

Ferienhaus hat geschrieben:
Freitag 1. Februar 2019, 23:13
Siegfried hat geschrieben:
Freitag 1. Februar 2019, 22:40
Incel = involuntarily celibate also nichts anderes wie AB's.
AB ist erstmal NUR Beziehungs-/Sexlosigkeit. Das mit Incel gleichzusetzen wird dem Ganzen meiner Meinung nach nicht gerecht.
Sofern die Medien das nicht unterscheiden, sondern begeistert auf den Zug aufspringen, ist diese Unterscheidung eine rein akademische Frage.

Wenn die Medien reisserische Beitraege machen, und ueber Incels reden, waehrend sie gleichzeitig auch auf ABs schiessen, dann ist es fuer die Minderheit voellig irrelevant, wenn die ABs sich gegen solche Verallgemeinerung wehren. Die Medienpraesenz wirkt staerker, und zwar bei der breiten Bevoelkerung - da gehen ein paar zersplitterte Klarstellungen total unter.


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Re: Zeitungsbericht

Beitrag von Tania » Freitag 1. Februar 2019, 23:31

Mr_B hat geschrieben:
Freitag 1. Februar 2019, 20:13

Es hat im letzten Jahr nach diesem Vorfall in den Medien eine regelrechte Hexenjagd auf Menschen ohne Beziehungserfahrung gegeben, an der sich auch renommierte Blätter wie der Stern beteiligt haben.
Meinst Du jetzt die Stern-Serie, in der einzelne ABs vorgestellt wurden? :gruebel:

https://mobil.stern.de/neon/herz/liebe- ... 72434.html

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And miles to go before I sleep.
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Re: Zeitungsbericht

Beitrag von Ferienhaus » Freitag 1. Februar 2019, 23:36

Kief hat geschrieben:
Freitag 1. Februar 2019, 23:28
Ferienhaus hat geschrieben:
Freitag 1. Februar 2019, 23:13
Siegfried hat geschrieben:
Freitag 1. Februar 2019, 22:40
Incel = involuntarily celibate also nichts anderes wie AB's.
AB ist erstmal NUR Beziehungs-/Sexlosigkeit. Das mit Incel gleichzusetzen wird dem Ganzen meiner Meinung nach nicht gerecht.
Sofern die Medien das nicht unterscheiden, sondern begeistert auf den Zug aufspringen, ist diese Unterscheidung eine rein akademische Frage.

Wenn die Medien reisserische Beitraege machen, und ueber Incels reden, waehrend sie gleichzeitig auch auf ABs schiessen, dann ist es fuer die Minderheit voellig irrelevant, wenn die ABs sich gegen solche Verallgemeinerung wehren. Die Medienpraesenz wirkt staerker, und zwar bei der breiten Bevoelkerung - da gehen ein paar zersplitterte Klarstellungen total unter.


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Umso wichtiger zumindestens in einem AB-Forum die begriffe zu klären oder einer genaueren Prüfung zu unterziehen.

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Re: Zeitungsbericht

Beitrag von RadioOperator » Samstag 2. Februar 2019, 00:54

Nichtmehrab hat geschrieben:
Donnerstag 31. Januar 2019, 12:33
Ich halte das für ein sehr bedenkliches Gedankengut, dass leider auch manchmal hier im Forum vertreten wird. :hammer:
Ja. Sehe ich auch so. Und auch das war unter ABs vor 20 Jahren schon zu beobachten.

Tania hat geschrieben:
Donnerstag 31. Januar 2019, 14:24

Ja, dieses "In ihrer Vorstellung sind Frauen nur an gut aussehenden, muskulösen „Alpha-Männern“ interessiert, können selber aber – unabhängig von ihrer Attraktivität – jederzeit Sex haben." kommt mir irgendwie bekannt vor :gruebel:
Ersteres ist bei Frauen, die an "Casual Sex" interessiert sind, durchaus öfters der Fall. Es ist aber nicht so, dass sie selber dann auch jederzeit Sex haben könnten, weil die Männer, die ebenfalls an "Casual Sex" interessiert sind, vornehmlich nach den Trophäenweibchen schielen. So gesehen verhalten sich Weiblein und Männlein doch relativ ähnlich. :lol:

Du hast da eigentlich zwei Gruppen, die sich zusammenfinden sollten, praktisch aber an einander vorbeilaufen.
Desweiteren ist die Frauengruppe dabei wesentlich kleiner, als die Männergruppe.
Tania hat geschrieben:
Donnerstag 31. Januar 2019, 14:24
Hoffentlich setzt sich dieses Incel-Klischee nicht allgemein für ABs durch. Die wenigsten hier entsprechen ja diesem Bild des gestörten potentiellen Vergewaltigers und Frauenmörders.
Das ist aber leider zu befürchten, da es eine Tendenz gibt, alle Abweichungen von der Norm entweder zu Pathologisieren oder zu Kriminalisieren. Und ABs entsprechen nun nicht gerade der Norm.

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Re: Zeitungsbericht

Beitrag von RadioOperator » Samstag 2. Februar 2019, 01:21

Ferienhaus hat geschrieben:
Freitag 1. Februar 2019, 23:36
Kief hat geschrieben:
Freitag 1. Februar 2019, 23:28
Ferienhaus hat geschrieben:
Freitag 1. Februar 2019, 23:13

AB ist erstmal NUR Beziehungs-/Sexlosigkeit. Das mit Incel gleichzusetzen wird dem Ganzen meiner Meinung nach nicht gerecht.
Sofern die Medien das nicht unterscheiden, sondern begeistert auf den Zug aufspringen, ist diese Unterscheidung eine rein akademische Frage.

Wenn die Medien reisserische Beitraege machen, und ueber Incels reden, waehrend sie gleichzeitig auch auf ABs schiessen, dann ist es fuer die Minderheit voellig irrelevant, wenn die ABs sich gegen solche Verallgemeinerung wehren. Die Medienpraesenz wirkt staerker, und zwar bei der breiten Bevoelkerung - da gehen ein paar zersplitterte Klarstellungen total unter.


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Umso wichtiger zumindestens in einem AB-Forum die Begriffe zu klären oder einer genaueren Prüfung zu unterziehen.
Das wird schwer, das begrifflich zu trennen. Weil begrifflich meint es ja "fast" das gleiche.

Trotzdem mache ich hier mal einen ersten Versuch, dazwischen zu Unterscheiden:

AB als "Absolute Beginners", also "Anfänger" haben aus irgendeinem Grunde verpasst, einen Einstieg in sexuelle Interaktionen zu finden, und suchen nun danach, das verspätet noch hin zu bekommen.

"Incels" als „involuntary celibate“ , also "unfreiwillig zölibatär" bekommen den Kontakt aus irgendwelchen anderen Gründen nicht hin, und entwickeln darum einen Hass auf das andere Geschlecht, weil sie das als bewusste Beleidigung empfinden.

Natürlich überschneiden sich die Gruppen. Ein AB, der es aufs verrecken nicht hinbekommt, könnte dadurch so beschädigt werden, das er zum Incel wird. Aber das Incel werden muss auch bei HC-ABs nicht zwingend stattfinden.
Ein Incel könnte eine AB Vorgeschichte haben, weil das, was ihn zum Incel macht, ihn als "Anfänger" schon zum AB macht. Aber auch das ist nicht zwingend. Er könnte "normal" angefangen haben, und nachträglich irgendein Problem bekommen haben, das ihn zum Incel macht.

Und was ist aber mit Leuten, die zwar Incel im sinne von "unfreiwillig zölibatär" sind, aber trozdem keinen Hass auf Frauen entwickeln?

Anmerkung: In dem fraglichen Artikel ist nur die Rede von männlichen Incels, die einen Hass auf Frauen entwickeln.....das umgekehrte, weibliche Incels mit Hass auf Männer müsste ja dann auch existieren.

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Re: Zeitungsbericht

Beitrag von RadioOperator » Samstag 2. Februar 2019, 01:41

RadioOperator hat geschrieben:
Samstag 2. Februar 2019, 00:54
Tania hat geschrieben:
Donnerstag 31. Januar 2019, 14:24

Ja, dieses "In ihrer Vorstellung sind Frauen nur an gut aussehenden, muskulösen „Alpha-Männern“ interessiert, können selber aber – unabhängig von ihrer Attraktivität – jederzeit Sex haben." kommt mir irgendwie bekannt vor :gruebel:
Ersteres ist bei Frauen, die an "Casual Sex" interessiert sind, durchaus öfters der Fall. Es ist aber nicht so, dass sie selber dann auch jederzeit Sex haben könnten, weil die Männer, die ebenfalls an "Casual Sex" interessiert sind, vornehmlich nach den Trophäenweibchen schielen. So gesehen verhalten sich Weiblein und Männlein doch relativ ähnlich. :lol:
Nachtrag: Die Vorstellung, das Frauen nur an gut aussehenden, muskulösen „Alpha-Männern“ interessiert sind, könnte durch die PUA Szene gepusht sein, weil es in deren "Geschäftsmodell" passt, eine solche Ideologie zu verbreiten. Das ist wie mit der Religion und anderen Konsumgütern: "Wenn Du Geld damit machen willst, einen Bedarf zu decken, aber alle Märkte sind gesättigt, dann erzeuge halt den Bedarf selber.

Ich mag diesen PUA Kram nicht. Nicht weil sie grundsätzlich unrecht hätten, sondern weil sie es als so ausschliesslich Betreiben. Eine Welt kann nicht nur aus Alphatieren bestehen. Und schon gar nicht eine Welt, die nur mit Teamarbeit gut funktioniert. Und die besten Teamleiter die ich kennengelernt habe, sind merkwürdigerweise sehr wenig Alpha. Aber dafür sind viele der Quertreiber Alphas, die zu kurz gekommen sind.

Gedankengang: Vieleicht entstehen ja Incels aus ABs, die Alpha sind?

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Re: Zeitungsbericht

Beitrag von Kief » Samstag 2. Februar 2019, 06:31

RadioOperator hat geschrieben:
Samstag 2. Februar 2019, 01:41
Eine Welt kann nicht nur aus Alphatieren bestehen. Und schon gar nicht eine Welt, die nur mit Teamarbeit gut funktioniert. Und die besten Teamleiter die ich kennengelernt habe, sind merkwürdigerweise sehr wenig Alpha. Aber dafür sind viele der Quertreiber Alphas, die zu kurz gekommen sind.

Gedankengang: Vieleicht entstehen ja Incels aus ABs, die Alpha sind?
Alphas kommen nicht zu kurz.
Wahre Alphas sind etwas anderes, als was Incels so als Frauenschwarm so suggerieren.
Und vor allem sind wahre Alphas keine Incels.

Incels sind Moechtegern-Alphas, die nur Dominanz und "Durchsetzung" als Qualitaeten sehen.
Fuer wahre Fuehrungsqualitaet brauchst Du eine Mischung, in der auch "weibliche" und andere Qualitaeten zum Tragen kommen.
Intro-/Extro-Mixtur, Du brauchst eine ausgewogene Mischung auf verschiedenen Ebenen.


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Re: Zeitungsbericht

Beitrag von Siegfried » Samstag 2. Februar 2019, 07:24

RadioOperator hat geschrieben:
Samstag 2. Februar 2019, 01:21

Das wird schwer, das begrifflich zu trennen. Weil begrifflich meint es ja "fast" das gleiche.

Trotzdem mache ich hier mal einen ersten Versuch, dazwischen zu Unterscheiden:

AB als "Absolute Beginners", also "Anfänger" haben aus irgendeinem Grunde verpasst, einen Einstieg in sexuelle Interaktionen zu finden, und suchen nun danach, das verspätet noch hin zu bekommen.

"Incels" als „involuntary celibate“ , also "unfreiwillig zölibatär" bekommen den Kontakt aus irgendwelchen anderen Gründen nicht hin, und entwickeln darum einen Hass auf das andere Geschlecht, weil sie das als bewusste Beleidigung empfinden.

Natürlich überschneiden sich die Gruppen. Ein AB, der es aufs verrecken nicht hinbekommt, könnte dadurch so beschädigt werden, das er zum Incel wird. Aber das Incel werden muss auch bei HC-ABs nicht zwingend stattfinden.
Ein Incel könnte eine AB Vorgeschichte haben, weil das, was ihn zum Incel macht, ihn als "Anfänger" schon zum AB macht. Aber auch das ist nicht zwingend. Er könnte "normal" angefangen haben, und nachträglich irgendein Problem bekommen haben, das ihn zum Incel macht.

Und was ist aber mit Leuten, die zwar Incel im sinne von "unfreiwillig zölibatär" sind, aber trozdem keinen Hass auf Frauen entwickeln?
Wie wird das eigentlich im Amerikanischem Sprachgebrauch unterschieden ? Gibt es da unterschiedliche Begriffe und Abkürzungen für "normale" und solchen "radikalen" "involuntary celibate" ? Bei uns werden ja auch alle als AB bezeichnet egal wieso man AB ist und wie die Einstellung dazu ist. Ist das bei Incel genauso ? Wie werden die Millionen anderen normalen "involuntary celibate" bezeichnet ?

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Re: Zeitungsbericht

Beitrag von Strange Lady » Samstag 2. Februar 2019, 07:32

LonesomeCoder hat geschrieben:
Freitag 1. Februar 2019, 14:16
Habe ich zwar schon millionenfach geschrieben, aber nochmal extra: aufgrund meiner Eigenschaften (extremer Intro, Asperger, ein sehr kindliches Aussehen (165cm, hohe Piepsstimme, Hände kleiner als bei einem 14 Jahre altes Mädchen, kleine Augen in einer tiefen Höhle, kaum sichtbare Lippen)) werde als geistig behinderter Teeny wahrgenommen und nicht als 30 Jahre alter, reifer, gebildeter Mann. Menschen sind nun mal oft sehr oberflächlich. Erfolg habe ich nur, wenn das Aussehen unbekannt ist wie bei den Noten im Studium oder ich von Anfang an mit "harten Fakten" überzeugen kann wie mit den Zeugnissen bei Bewerbungen. So einfach ist zu erklären, wieso ich so viel Ablehnung, Mobbing und unterschätzt werden erfahre. Viele Jungs mit 16 sehen älter aus wie ich. Bekam letzten Sommer im Freibad das Kinderticket. Im Studium gabs im letzten Semester Master noch die Ersti-Tüte und die Frage, ob ich bei der Campus-Führung mit möchte. Im Zivildienst in der Pflegeeinrichtung für Behinderte hielten mich die Praktikantinnen für einen Bewohner anstatt einem Zivi. Beim Mediamarkt muss ich beim Kauf von Ballerspielen den Ausweis vorzeigen weil meine Antwort auf "Bist du schon 18?" nicht überzeugen kann. Und die Blicke der Kassiererin sind meist recht schockiert, wenn sie sieht, dass ich über 30 bin. In der Schule wurde ich für meine rückständige körperliche Entwicklung massiv gemobbt. Und dafür, dass ich uncool und langweilig bin, weil ich gern alleine daheim bin. Tja, bin leider kein Extro, der nach der Schule noch Kraft für mehr Kontakt zu Menschen hatte. Mir wurde oft nicht geglaubt, dass ich aufs Gymnasium gehe oder studiere.
Was kann ich dafür, dass ich Intro bin? NIX. Was kann ich dafür, dass ich Asperger habe? NIX. Was kann ich dafür, dass meine körperliche Entwicklung nicht richtig lief (hatte bis heute keinen Stimmbruch)? NIX. Ich wurde in meiner Wachstumsphase nie auf Hormonstörungen untersucht. Alleine schon mein Alltag kostet mich sehr viel Kraft.

Ist bei so einer Aussenwirkung echt so schwer vorzustellen, dass so es von Frauen für mehr als Freundschaft nur Ablehnung gibt und auch Freundschaften nicht so leicht zu bekommen sind und ich deswegen etwa mir nicht leisten kann, mich von Leuten zu trennen, die zu wenig Verständnis für mein Intro-Sein haben? Ist es zu verstehen, wie verletzend es ist, wenn meine Erfahrungen geleugnet werden und so getan wird, als ob ich einfach nur faul sei und nicht genug wolle?

Bevor ihr mich wegen der Wiederholung meiner Probleme kritisiert, denkt dran, ich werde dazu aufgefordert und mache das nicht freiwillig.
Du, ich glaube dir voll und ganz.
Es gibt tatsächlich Menschen, die einfach die Arschkarte gezogen und es ungleich schwieriger haben als andere.
Man sagt einem schwarzen Menschen ja auch nicht: Es gibt keinen Rassismus, das bildet du dir nur ein.
Lookismus ist empirisch bewiesen. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.
“Happiness is like a butterfly: The more you chase it, the more it will elude you. But if you turn your attention to other things, it will come and sit quietly on your shoulder.”
Henry David Thoreau

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