Abendgestaltung werktags

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Re: Abendgestaltung werktags

Beitrag von Wuchtbrumme » Dienstag 19. Februar 2019, 22:17

Reinhard, denkst Du ernsthaft, Du könntest mit meine naturgegebene Disposition ausreden? Ich kenne mich seit über 50 Jahren und Du?
Wenn Du die Augen schließt klingt Regen wie Meeresrauschen

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Re: Abendgestaltung werktags

Beitrag von Gahaltan » Dienstag 19. Februar 2019, 22:39

LonesomeCoder hat geschrieben:
Dienstag 19. Februar 2019, 19:05
Als Dorfmensch, der nicht in der Stadt wohnen will und lokal keine Jobs findet, muss ich viel auf der Straße sein.
du hattest diese 5-stündigen pendelwege jeden tag, nä?
ist da wirklich keine bessere lösung möglich? ich bin in einer 70 000 einwohner stadt großgeworden und der stadtteil war praktisch schon eher ein dorf. dafür dauerte es aber nur 15 minuten mit dem bus und schon war man irgendwo, wo es durchaus auch unternehmen mit bedarf nach informatikern gab.
in der stadt mit 300 000 einwohnern, in der ich mein studium absolviert habe war es ähnlich, 20-30 minuten mit dem bus und man war praktisch im wald.
du musst ja nicht in die metropole ziehen, aber du scheinst bewußt in der absoluten pampa zu leben.
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Re: Abendgestaltung werktags

Beitrag von Gahaltan » Dienstag 19. Februar 2019, 22:46

Vidar hat geschrieben:
Dienstag 19. Februar 2019, 20:47

In Deutschland kommt die Arbeit halt an erster Stelle, lieber tot als nicht zur Arbeit erschienen... mein Fall wäre es auch nicht. Ich arbeite auftragsbezogen rund 20-30h/Woche und komme im jährlichen Mittel auf 30€/h netto raus. Das reicht mir mehr als dicke und so bleibt noch genügend Freizeit zum ausspannen und für Unternehmungen.
IT?
ich wage die prognose, dass mehr menschen die arbeit nicht vollzeit arbeiten würden, wenn sie 2,5k netto/monat für 20h bekämen.
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Re: Abendgestaltung werktags

Beitrag von Milchbub » Dienstag 19. Februar 2019, 23:58

Gahaltan hat geschrieben:
Dienstag 19. Februar 2019, 22:46
Vidar hat geschrieben:
Dienstag 19. Februar 2019, 20:47

In Deutschland kommt die Arbeit halt an erster Stelle, lieber tot als nicht zur Arbeit erschienen... mein Fall wäre es auch nicht. Ich arbeite auftragsbezogen rund 20-30h/Woche und komme im jährlichen Mittel auf 30€/h netto raus. Das reicht mir mehr als dicke und so bleibt noch genügend Freizeit zum ausspannen und für Unternehmungen.
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Das denke ich auch. Es gibt genügend Menschen dir trotz Vollzeit wenig verdienen. Sie haben oft einen 2. Job weil sie nicht über die Runden kommen. Nach der Arbeit Pizzabote oder als Kassiererin an der Tankstelle ist keine Seltenheit. Ausgehen am Abend ist nicht oder kommt nur sehr selten vor.


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Re: Abendgestaltung werktags

Beitrag von Milchbub » Dienstag 19. Februar 2019, 23:58

Gahaltan hat geschrieben:
Dienstag 19. Februar 2019, 22:46
Vidar hat geschrieben:
Dienstag 19. Februar 2019, 20:47

In Deutschland kommt die Arbeit halt an erster Stelle, lieber tot als nicht zur Arbeit erschienen... mein Fall wäre es auch nicht. Ich arbeite auftragsbezogen rund 20-30h/Woche und komme im jährlichen Mittel auf 30€/h netto raus. Das reicht mir mehr als dicke und so bleibt noch genügend Freizeit zum ausspannen und für Unternehmungen.
IT?
ich wage die prognose, dass mehr menschen die arbeit nicht vollzeit arbeiten würden, wenn sie 2,5k netto/monat für 20h bekämen.
Das denke ich auch. Es gibt genügend Menschen die trotz Vollzeit wenig verdienen. Sie haben oft einen 2. Job weil sie nicht über die Runden kommen. Nach der Arbeit Pizzabote oder als Kassiererin an der Tankstelle ist keine Seltenheit. Ausgehen am Abend ist nicht oder kommt nur sehr selten vor.


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Re: Abendgestaltung werktags

Beitrag von Nonkonformist » Mittwoch 20. Februar 2019, 05:35

Wuchtbrumme hat geschrieben:
Dienstag 19. Februar 2019, 22:17
Reinhard, denkst Du ernsthaft, Du könntest mit meine naturgegebene Disposition ausreden? Ich kenne mich seit über 50 Jahren und Du?
Wuchtbrumme hat geschrieben:
Dienstag 19. Februar 2019, 20:01
Wie ich an freien Wochenenden in den Seilen hänge, wie viele Straßenbahnen ich fahren lasse weil sie zu voll sind und wie ich es mittlerweile hasse mit anderen Menschen in einem Aufzug zu sein.
Was du da beschreibst ist eher klaustrophobie als introversion. Ich als introvertierter habe keine große probleme mit vollen straßenbahnen oder aufzüge, so lange als ich mit denen nicht quatschen müß.
Wer energie bekommt aus sozialkontakte, und neue bekantschaften liebt ist laut definition extravertiert.
Dein job wäre für ein richtig introvertierter kaum aus zu halten.

Das was Tania und du und anderen empfehlen, ständig aus neugier neue menschen kennen zu lernen, ist für manche, wie auch für mich, volkommen wesensfremd. Wann ich nach der arbeit oder am wochenende noch was unternehme, dann bitte in einen freundes/bekanntenkreis - oder sonnst ganz alleine, oder dabei neue menschen kennen lernen zu müssen. Alles andere ist für mich nur anstrengend und macht mir auch kein spaß. Volkommen unbekannten interessieren mich auch nicht; erst wann ich über zeit menschen kennen lerne, werden manche dabei für mich interessant. Ich habe kein intrinsiker bedarf mich mit voilkommen unbekannten aus zu tauschen. Falls es mal passierte, waren die anderen dabei immer die aktiveren, und langfristigeren bekanntschafften sind noch nie daraus geworden. Für unbekannten müß ich aufwärmen und dafür brauchen menschen wie ich zeit. Wie ich einschätze ist das ales eine sache der persönlichkeit (Big Five)
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Re: Abendgestaltung werktags

Beitrag von Wuchtbrumme » Mittwoch 20. Februar 2019, 08:25

Ich reagiere wirklich klaustrophobisch wenn meine Bekne eingeengt werden. Deshalb mache ich meinen Schlafsack auch nie zu.

Für meinen Job braucht es unbedingt einen Introvertierten. Man muss feinfühlig die verschiedenen Ansprüche gegen die Erledigungen die sein müssen unter Einbeziehung der gerade aktuellen Hierarchie gegeneinander abwägen, dann nochwas davon erledigen und im richtigen Moment bei der IT Druck machen damit Sachen schneller erledigt werden, die von der Organisation her ganz anders gedacht sind. Dabei muss ich dann noch darauf achten, den richtigen Ton den IT Kollegen gegenüber zu treffen, damit die mir nicht die Freundschaft kündigen.

Ja, ich kann jodeln! 🤪

Was ich nicht mehr ertrage ist die körperliche Nähe zu Menschen. Der Düsseldorfer Bahnhof bietet mir davon täglich eine Überdodis.

Menschen geben mir Kraft? Nein, mein idealer Tag ist immer zu Hause, mit dem Schussel und einem interessanten Strickprojekt. Ich denke aber immer daran. Wieviele Vorteile mir der Kontakt zu Menschen bringt und dann ziehe ich mich doch an und gehe zu diesem Geburtstag.
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Re: Abendgestaltung werktags

Beitrag von Tania » Mittwoch 20. Februar 2019, 10:46

Nonkonformist hat geschrieben:
Mittwoch 20. Februar 2019, 05:35


Das was Tania und du und anderen empfehlen, ständig aus neugier neue menschen kennen zu lernen ....
Ich empfehle es nicht generell - ich beschreibe lediglich, wie es für mich ist. Vielleicht ist es ja für irgendwen passend. Aber wer diese Neugier nicht hat, oder für wen die mit dem Kennenlernen verbundene Anstrengung zu kraftraubend ist, für den ist dieser Weg nicht sinnvoll. Aber welcher dann sinnvoll sein könnte, weiß ich mangels eigener Erfahrung nicht.

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Re: Abendgestaltung werktags

Beitrag von Optimist » Mittwoch 20. Februar 2019, 10:52

Man könnte sich politisch engagieren und dann dort zu Abendveranstaltungen gehen. Oder irgendwelchen Vereinen wie Amnesty International beitreten. Oder schauen was es in den "Neu in"-Gruppen so an Terminen gibt. Ich glaube in Berlin dürfte die Auswahl größer sein als in vielen anderen Städten. Wenn man es allerdings nur wegen der jungen Frauen macht, dann könnte das je nach Gruppe blöd ankommen. ;)

Ich glaube viele Arbeitnehmer haben nach Feierabend keine Kraft mehr und schauen dann nur noch gemeinsam mit ihrem Partner fernsehen statt groß was zu unternehmen.
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Re: Abendgestaltung werktags

Beitrag von Tania » Mittwoch 20. Februar 2019, 11:01

Optimist hat geschrieben:
Mittwoch 20. Februar 2019, 10:52
Ich glaube viele Arbeitnehmer haben nach Feierabend keine Kraft mehr und schauen dann nur noch gemeinsam mit ihrem Partner fernsehen statt groß was zu unternehmen.
Vielleicht haben sie auch einfach keine Lust, etwas zu unternehmen?

Dieser gesellschaftliche Zwang zum "aktiven Sozialleben" ist doch nervig. Es gibt genug Leute, für die es ein toller Abend ist, wenn sie zu Hause kochen, ein Buch lesen, die Blumen pflegen und dem/der Liebsten beim Zocken zugucken können. Oder so ähnlich. Klar, das "und was hast Du gestern noch gemacht" - Gespräch im Büro wird langweiliger, und die Restaurants und Kinos verdienen weniger. Aber sind das wirklich relevante Argumente?

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Re: Abendgestaltung werktags

Beitrag von Optimist » Mittwoch 20. Februar 2019, 11:14

Tania hat geschrieben:
Mittwoch 20. Februar 2019, 11:01
Optimist hat geschrieben:
Mittwoch 20. Februar 2019, 10:52
Ich glaube viele Arbeitnehmer haben nach Feierabend keine Kraft mehr und schauen dann nur noch gemeinsam mit ihrem Partner fernsehen statt groß was zu unternehmen.
Vielleicht haben sie auch einfach keine Lust, etwas zu unternehmen?

Dieser gesellschaftliche Zwang zum "aktiven Sozialleben" ist doch nervig. Es gibt genug Leute, für die es ein toller Abend ist, wenn sie zu Hause kochen, ein Buch lesen, die Blumen pflegen und dem/der Liebsten beim Zocken zugucken können. Oder so ähnlich. Klar, das "und was hast Du gestern noch gemacht" - Gespräch im Büro wird langweiliger, und die Restaurants und Kinos verdienen weniger. Aber sind das wirklich relevante Argumente?
Ich relaxe auch lieber zu Hause als noch Abends wegzugehen. Aber als Mann bleibt man mit dieser Einstellung zu 100% AB. Das kann man sich nur leisten, wenn man bereits verheiratet bzw. vergeben ist.
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Re: Abendgestaltung werktags

Beitrag von Tania » Mittwoch 20. Februar 2019, 11:39

Optimist hat geschrieben:
Mittwoch 20. Februar 2019, 11:14
Ich relaxe auch lieber zu Hause als noch Abends wegzugehen. Aber als Mann bleibt man mit dieser Einstellung zu 100% AB. Das kann man sich nur leisten, wenn man bereits verheiratet bzw. vergeben ist.
Wenn man zu 100% nur zu Hause ist, bleibt man vermutlich AB. Aber wenn man so ab und zu rausgeht und Menschen trifft, gibt es durchaus die Chance, auf eine Frau zu treffen, die ebenfalls nur ab und zu rausgeht und ansonsten gern die Couch hütet. Soooo selten sind wir nämlich gar nicht.

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Re: Abendgestaltung werktags

Beitrag von inVinoVeritas » Mittwoch 20. Februar 2019, 12:02

Wuchtbrumme hat geschrieben:
Dienstag 19. Februar 2019, 19:18
Ich bin jemand, der den ganzen Tag weg von zu Hause ist. Mindestens 3 h Bahnfahrt, täglich! Ich bin am Wochenende fix und fertig, schaffe viele alltägliche Verrichtungen nicht, weil mir die Kraft fehlt,
[...]
Aber alles geht halt nicht. Ich mag nicht in Düsseldorf wohnen, da ist es viel zu teuer.
Ist jetzt etwas off-topic, aber wenn du mindestens 3h Bahnfahrt täglich über dich ergehen lassen musst (mein Beileid, ich wäre dann auch fix und fertig und hätte kein Freizeitleben mehr), sind das 15h pro Arbeitswoche und unglaubliche 60h im Monat.
Dass Düsseldorfer Mieten nicht billig sind weiß ich, aber die Unterschiede müssen ja im Vergleich zu deiner jetzigen Miete unglaublich extrem sein, wenn es sich immer noch "rechnet" soviel Lebenszeit zu opfern.
Vielleicht wäre es ja nochmal einen Versuch wert sich den Wohnungsmarkt in Düsseldorf (und den Außenbezirken) anzuschauen, zumindest für mich persönlich wäre deine jetzige Rechnung was die Opportunitätskosten (Wegezeit, "Energieraub" und Stress durch vollgestopfte Bahnen) angeht nämlich miserabel.
Wenn dir eine Stunde Freizeit/Lebenszeit nur 5€ Wert ist, wärst du schon bei 300€ im Monat, die eine Wohnung in Düsseldorf teurer sein dürfte. ;-)

Ganz allgemein: Viele Menschen argumentieren mit den so hohen Kosten für eine Wohnung in der Stadt und vergessen dabei, dass ihre lange Pendelzeit von außerhalb ebenfalls Kosten verursacht, die sich nicht selten mit den höheren Mieten in der Stadt aufheben.
Ein Bekannter von mir hat blöd geguckt als ich ihm vorgerechnet habe, was allein das zusätzlich angeschaffte zweite Auto im Monat kostet (Steuer, Versicherung, Verschleiß, Wertverlust, Reparaturen, Sprit), welches seine Familie nun benötigt, um dafür günstiger 40km von der Stadt (und dem Arbeitsplatz) entfernt zu wohnen.
Verlust von Lebenszeit bei der Pendelei ist da außerdem noch garnicht „eingerechnet“.
Wer es nicht so "urban" mag findet übrigens am Stadtrand häufig (zumindest in Köln) ländliche Verhältnisse (Felder, Wälder, Mehrfamilienhaus-Siedlungen) vor, dennoch ist man mit der Bahn zügig im Zentrum wenn man will.

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Re: Abendgestaltung werktags

Beitrag von inVinoVeritas » Mittwoch 20. Februar 2019, 12:11

LonesomeCoder hat geschrieben:
Dienstag 19. Februar 2019, 19:05

Natürlich stimmt das. Aber am schlechtesten geht es mir meist, wenn ich in Gesellschaft war. Ich meine jetzt nicht damit die Erschöpfung nach dem Event, sondern die Feststellungen an Fakten. Etwa, wenn einem die Weihnachtsfeier mit Partnereinladung in der Arbeit zeigt, dass man der Einzige ohne Frau/Freundin oder Absagegrund und Gruß von ihr ist. Oder wenn einem das Klassentreffen zeigt, dass der Kreis an Unverheirateten wieder mal deutlich kleiner wurde und man selbst der letzte sein wird. Es fühlt sich einfach scheiße an, wenn andere über Hochzeiten oder Kinder reden, während man selbst noch unberührt ist. Ok, ich will nicht heiraten und keine Kinder, aber da ich noch nie eine Nummer bekam geschweige den ein Date hatte, hätte ich das auch noch nie haben können. Erstes Kuss, erster Sex, "austoben" vor dem "sesshaft" werden, das kenne ich nicht. In dieser Hinsicht sind mit die meisten Teenys voraus und der Rückstand wird immer größer. Selbst die Nerdkumpels, mit denen ich zur Schulzeit zockte oder hackte und die damals meine einzigen Freunde waren und ich ebenso zu deren wenigen Freunde gehörten, als Teeny nie was mit Mädchen hatten und fast immer nur hinter Monitor waren, haben eine Frau und teilweise schon Kinder. Da würde niemand drauf tippen, dass diese mal so eine Vergangenheit hatten. Wieder mal zocken? Ist nicht, haben die Ausrüstung nicht mehr und keine Zeit. Oder andere haben trotz weniger Qualifikation als ich beruflich viel mehr erreicht. Irgendwie wird der Rückstand immer größer, mein Leben zieht an mir vorbei und alle Versuche zum Ausbruch enden entweder in Ablehnung oder Erschöpfung ohne Fortschritt :( Meine einzige Errungenschaft in meinen Leben ist der sehr gute Studienabschluss.
LSC ich weiß dass es ein äußert "flacher" Ratschlag ist: aber bitte versuch dich nicht mehr mit anderen zu Vergleichen! Es ist schwer das sein zu lassen, aber das zieht dich ja nur noch weiter runter... :umarmung2:
Scheiß auf die "Fakten" und auf das, was andere erreicht haben! Such dir deine Nischen in denen du dich wohl fühlst und halte Ausschau nach diesen winzig kleinen Möglichkeiten dich in irgendeine Richtung weiterzuentwickeln oder neue Erfahrungen zu machen - immer unter der Prämisse dass es einen Mittelweg zwischen "sich verbiegen" einerseits, und "in der Komfortzone hocken bleiben" andererseits gibt.

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Re: Abendgestaltung werktags

Beitrag von Volta » Mittwoch 20. Februar 2019, 13:06

Tania hat geschrieben:
Dienstag 19. Februar 2019, 12:57
Volta hat geschrieben:
Dienstag 19. Februar 2019, 12:47

Und so entsteht ein soziales Netzwerk, aus dem sich vielleicht irgendwann ein Partner herauskristallisiert.
Wohl eher nicht, wenn man nur ein paar Monate vor Ort ist.
Ich glaube, Tausende Austauschstudenten oder Weltreisende, die es durchaus schaffen, an ihrem kurzzeitigen Aufenthaltsort Bekanntschaften zu schließen, sehen das anders.

Es ist wohl eher eine Frage des Typs als der Umstände.
Bekanntschaften sind kein "ein soziales Netzwerk, aus dem sich vielleicht irgendwann ein Partner herauskristallisiert", denn "irgendwann" bald sind die Leute wieder weg.

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Re: Abendgestaltung werktags

Beitrag von Tania » Mittwoch 20. Februar 2019, 13:14

Volta hat geschrieben:
Mittwoch 20. Februar 2019, 13:06
Tania hat geschrieben:
Dienstag 19. Februar 2019, 12:57
Volta hat geschrieben:
Dienstag 19. Februar 2019, 12:47

Wohl eher nicht, wenn man nur ein paar Monate vor Ort ist.
Ich glaube, Tausende Austauschstudenten oder Weltreisende, die es durchaus schaffen, an ihrem kurzzeitigen Aufenthaltsort Bekanntschaften zu schließen, sehen das anders.

Es ist wohl eher eine Frage des Typs als der Umstände.
Bekanntschaften sind kein "ein soziales Netzwerk, aus dem sich vielleicht irgendwann ein Partner herauskristallisiert", denn "irgendwann" bald sind die Leute wieder weg.
Auch das ist kein Naturgesetz. Es gibt tatsächlich Leute, die jemanden z.B. im Urlaub kennenlernen und aus dieser unverbindlichen Zufallsbekanntschaft eine langjährige Freundschaft oder sogar eine Ehe machen.

Und es gibt welche, die es auch bei dauerhafter Anwesenheit am selben Ort nicht schaffen, auch nur eine Freundschaft aufzubauen.

Also was genau willst Du beweisen?

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Re: Abendgestaltung werktags

Beitrag von Cascade » Mittwoch 20. Februar 2019, 13:37

LonesomeCoder hat geschrieben:
Dienstag 19. Februar 2019, 19:05
Natürlich stimmt das. Aber am schlechtesten geht es mir meist, wenn ich in Gesellschaft war. Ich meine jetzt nicht damit die Erschöpfung nach dem Event, sondern die Feststellungen an Fakten. Etwa, wenn einem die Weihnachtsfeier mit Partnereinladung in der Arbeit zeigt, dass man der Einzige ohne Frau/Freundin oder Absagegrund und Gruß von ihr ist. Oder wenn einem das Klassentreffen zeigt, dass der Kreis an Unverheirateten wieder mal deutlich kleiner wurde und man selbst der letzte sein wird. Es fühlt sich einfach scheiße an, wenn andere über Hochzeiten oder Kinder reden, während man selbst noch unberührt ist. Ok, ich will nicht heiraten und keine Kinder, aber da ich noch nie eine Nummer bekam geschweige den ein Date hatte, hätte ich das auch noch nie haben können. Erstes Kuss, erster Sex, "austoben" vor dem "sesshaft" werden, das kenne ich nicht. In dieser Hinsicht sind mit die meisten Teenys voraus und der Rückstand wird immer größer. Selbst die Nerdkumpels, mit denen ich zur Schulzeit zockte oder hackte und die damals meine einzigen Freunde waren und ich ebenso zu deren wenigen Freunde gehörten, als Teeny nie was mit Mädchen hatten und fast immer nur hinter Monitor waren, haben eine Frau und teilweise schon Kinder. Da würde niemand drauf tippen, dass diese mal so eine Vergangenheit hatten. Wieder mal zocken? Ist nicht, haben die Ausrüstung nicht mehr und keine Zeit. Oder andere haben trotz weniger Qualifikation als ich beruflich viel mehr erreicht. Irgendwie wird der Rückstand immer größer, mein Leben zieht an mir vorbei und alle Versuche zum Ausbruch enden entweder in Ablehnung oder Erschöpfung ohne Fortschritt :( Meine einzige Errungenschaft in meinen Leben ist der sehr gute Studienabschluss.
Schonungslose Analyse, aber es ist auch wahr. Wen man einfach den Vergleich zu anderen heranzieht schneidet man einfach schlecht ab bzw. sieht sich als Versager, bei mir teilweise nicht anders.

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Re: Abendgestaltung werktags

Beitrag von Kief » Mittwoch 20. Februar 2019, 13:57

Cascade hat geschrieben:
Mittwoch 20. Februar 2019, 13:37
Schonungslose Analyse, aber es ist auch wahr. Wen man einfach den Vergleich zu anderen heranzieht schneidet man einfach schlecht ab bzw. sieht sich als Versager, bei mir teilweise nicht anders.
Das ist das Prinzip von Vergleichen.
Du findest immer irgendwen, der in irgendwas besser ist.
Selbst die Millionaere und Milliardaere finden wen besseres.
Selbst der einzige, der an der Spitze ist, wird auf andere Leute schielen, was die mehr haben als er.
Je nach Statistik ist immer wer anderes an der Spitze, und Du findest also immer noch wen ueber Dir.

Je nach dem, auf wen Du blickst, wirst Du immer als Verlierer dastehen.
Und je nach dem, auf wen Du blickst, kannst Du auch immer als Gewinner dastehen.
Worauf Du Deinen Blick richtest, damit kannst Du waehlen, ob Du motivierst, oder niedermachst.
(Ich kann auch den kritischen Blick konstruktiv formulieren, aber das passt hier nicht.)
Deshalb habe ich beschlossen, dass ich mich nicht mehr niedermachen will.
Sondern dass ich mich aufbauen will.

Das ist aufgrund meiner kritischen Ader nicht mein Intinkt, aber ich habe mich bewusst dafuer entschieden:
psychische Hygiene, weil ich es fuer notwendig erachte.


K
Deeskalation, ohne danach die Probleme anpacken zu wollen,
das ist wie Ablenkung, oder Hinhalte-Taktik/Aussitzen wollen:
als Gespraechsverweigerung die getarnteste Form von Eskalation.

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Re: Abendgestaltung werktags

Beitrag von Bummi » Mittwoch 20. Februar 2019, 17:13

Vergleiche mit anderen abstellen finde ich auch absolut schwierig.
Weniger um Statussymbole, sondern um Sachen, die ich seit jeher eher vermisst habe, (im Vergleich wird das erst richtig bewusst),wie Dazu zu gehören ( einfach so, ohne viel tun zu müssen), Anerkennung bekommen, respektiert werden und solche Dinge.
Noch heftiger wird das Vergleichen, wenn die betreffenden Leute sich beklagen. (betrifft nicht die User dieses Forums)
Da gehe ich lieber zu Instagram, Facebook & Co und schaue mir die vermeintlich schöne Welt an, hinter deren Oberfläche ich mehr Leichen im Keller vermute als anderswo.

Ja, alles nicht so suboptimal und alles andere als eine objektivere, neutrale Einstellung meinerseits.
Wenn das mit dem Vergleichen zu schmerzlich ist, meide ich die betreffenden Leute einfach. Punkt. Aus. Fertig. Anders geht es nicht.
Zuletzt geändert von Bummi am Mittwoch 20. Februar 2019, 17:41, insgesamt 4-mal geändert.

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Re: Abendgestaltung werktags

Beitrag von NBUC » Mittwoch 20. Februar 2019, 17:15

Kief hat geschrieben:
Mittwoch 20. Februar 2019, 13:57
Cascade hat geschrieben:
Mittwoch 20. Februar 2019, 13:37
Worauf Du Deinen Blick richtest, damit kannst Du waehlen, ob Du motivierst, oder niedermachst.
Der Knackpunkt ist halt tatsächlich zu erkennen, wo man mit vertretbarem Aufwand tatsächlich noch hin könnte.

Und eine wichtige Funktion eines guttuenden Partners/Partnerin wäre wohl auch die qualifizierte Bestätigung: Gut genug.
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