Weiß nicht mehr weiter

Rund um die persönliche Situation, Erlebnisse und was einem auf dem Herzen liegt

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Charlie
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Re: Weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Charlie » Freitag 1. März 2019, 15:31

Valkyrja hat geschrieben:
Freitag 1. März 2019, 14:59
Charlie hat geschrieben:
Freitag 1. März 2019, 14:48
Wie ich da raus komme? Keine Ahnung.

Lieber Charlie,

der eine oder anderen Denkanstoss ist ja in dieses Thema eingeflossen.

Was vielleicht auch eine Idee wäre, dir professionelle Hilfe zu suchen, eine Vethaltenstherapie vielleicht.

Denn scheinbar hast du ja Leidensdruck.

Ich hoffe für dich, dass du einen Weg daraus findest.

Viele Grüsse
Ja, nur leider bringen die mir wenig. :(

Und ja ich habe Leidensdruck und bin in Therapie. Hilft aber nicht.
Es geht nur noch darum auszuhalten und zu ertragen.

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Re: Weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Valkyrja » Freitag 1. März 2019, 15:49

Private_Area hat geschrieben:
Freitag 1. März 2019, 15:19
[.. vielleicht eröffnet gerade diese Einstellung eine ganz neue Perspektive...
Lieber @Private_Area,

Ich habe um der Lesbarkeitwillen mal die Beiträge gekürzt.

Zunächst erstmal, vielen Dank für dein Lob :shylove:

Nein, verliebt war ich in die Männer nicht (die auch nicht in mich) und mein Bauchgefühl sprach auch eine klare Sprache.
Aber ich hoffte halt auf die Liebe auf den zweiten Blick.
Ich würde das heute auch nicht mehr tun, bzw. liegt das ja auch schon lange zurück.

Ich würde auch niemals dazu raten, einen Kompromiss einzugehen.
Es ist auch dem anderen Menschen gegenüber zutiefst unfair.

Man muss dazu auch sagen, dass ich früher weitaus mehr Instinktverletzt war, wie ich es heute bin.

Mit sich ins Reine zu kommen, sich selbst wahrnehmen zu lernen, seine wirklichen Wünsche und Bedürfnisse innerlich zu erforschen, ja sogar seine Persönlichkeit unter den Trümmern hervorkramen zu lernen, ist kein einfacher Weg, besonders, wenn man ihn in weiten Teilen allein zurückgelegt hat, aus eigener Kraft, mit eigenem Willen.

Es waren viele, viele kleine Schritte nötig, manchen Rückschlag, viele Trigger und manch schmerzhafte Erkenntnis auszuhalten.

Aber für mich war es gut und richtig.

Zu deinem letzten Satz:

Ja, mir neue Perspektiven zu schaffen, evtl noch mal irgendwie durchzustarten, habe ich im Hinterkopf.
Denn ehrlich gesagt, bin ich zwar gegenwärtig froh, dass ich zur Zeit allen Raum für mich alleine habe und daran arbeiten kann, ins Gleichgewicht zu kommen.
Aber je mehr das passiert, desto mehr stört mich die Dauerperpektive den Rest meines Lebens als Rentnerin leben zu müssen.

Ich bin damit innerlich nicht einverstanden und so ein Leben ohne jegliche Herausforderung, ist irgendwie kein Leben für mich.

Ich brauche zwar im Moment noch Zeit für mich, aber ich merke natürlich auch, dass ich zunehmend das Gefühl bekomme, dass das nicht alles gewesen sein kann.

Ich möchte gerne Reisen, Motorrad fahren und noch etwas von der Schönheit der Welt sehen, bevor alles endgültig durch den Menschen vernichtet wird.

Im Moment habe ich für Aktionen ausserhalb von mir selber wirklich (noch) keine Kraft über.
Ich muss mich vollkommen auf mich selbst konzentrieren.

Ich bin Jahrzente vor mir selbst davon gelaufen, hatte so ein extremes Leben gelebt/leben müssen, dass ist nicht in kurzer Zeit wieder ausgehebelt, das braucht noch Zeit und mein Körper setzt mir ohnehin zusätzlich klare Grenzen.

Körper und Psyche scheinen bei mir ziemlich eng zusammen zu arbeiten, die knocken meinen Willen oft genug aus, wenn ich mir (wieder mal) zu viel vornehme.

Ich kann nur mit dem arbeiten, was da ist.
Alles andere wird sich dann schon finden und fügen :mrgreen:

Viele Grüsse
Zuletzt geändert von Valkyrja am Freitag 1. März 2019, 15:59, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Valkyrja » Freitag 1. März 2019, 15:56

Charlie hat geschrieben:
Freitag 1. März 2019, 15:31
Valkyrja hat geschrieben:
Freitag 1. März 2019, 14:59
Charlie hat geschrieben:
Freitag 1. März 2019, 14:48
Wie ich da raus komme? Keine Ahnung.

Lieber Charlie,

der eine oder anderen Denkanstoss ist ja in dieses Thema eingeflossen.

Was vielleicht auch eine Idee wäre, dir professionelle Hilfe zu suchen, eine Vethaltenstherapie vielleicht.

Denn scheinbar hast du ja Leidensdruck.

Ich hoffe für dich, dass du einen Weg daraus findest.

Viele Grüsse
Ja, nur leider bringen die mir wenig. :(

Und ja ich habe Leidensdruck und bin in Therapie. Hilft aber nicht.
Es geht nur noch darum auszuhalten und zu ertragen.
Lieber Charlie,

was genau hilft in deiner Therapie nicht?
Wo siehst du deiner Meinung nach das Problem mit der Therapie?

Mir tut das aufrichtig leid für dich, dass du so einen grossen Leidensdruck verspürst, der dich ja auch ordentlich runterzieht.

Ich kann das schon nachvollziehen, denn das ist auch schwer.

Ich habe das Glück, da viel entgegensetzen zu können, keinen Leidensdruck zu haben, aber mein Weg ist nicht deiner und umgekehrt.

Du bräuchtest also etwas, was du dir einerseits ermöglichen kannst und was dir andererseits eben auch Kraft und Freude schenkt, genug, um alles erträglicher zu machen.

Viele Grüsse
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Re: Weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Charlie » Freitag 1. März 2019, 17:04

Valkyrja hat geschrieben:
Freitag 1. März 2019, 15:56
Charlie hat geschrieben:
Freitag 1. März 2019, 15:31
Valkyrja hat geschrieben:
Freitag 1. März 2019, 14:59



Lieber Charlie,

der eine oder anderen Denkanstoss ist ja in dieses Thema eingeflossen.

Was vielleicht auch eine Idee wäre, dir professionelle Hilfe zu suchen, eine Vethaltenstherapie vielleicht.

Denn scheinbar hast du ja Leidensdruck.

Ich hoffe für dich, dass du einen Weg daraus findest.

Viele Grüsse
Ja, nur leider bringen die mir wenig. :(

Und ja ich habe Leidensdruck und bin in Therapie. Hilft aber nicht.
Es geht nur noch darum auszuhalten und zu ertragen.
Lieber Charlie,

was genau hilft in deiner Therapie nicht?
Wo siehst du deiner Meinung nach das Problem mit der Therapie?

Mir tut das aufrichtig leid für dich, dass du so einen grossen Leidensdruck verspürst, der dich ja auch ordentlich runterzieht.

Ich kann das schon nachvollziehen, denn das ist auch schwer.

Ich habe das Glück, da viel entgegensetzen zu können, keinen Leidensdruck zu haben, aber mein Weg ist nicht deiner und umgekehrt.

Du bräuchtest also etwas, was du dir einerseits ermöglichen kannst und was dir andererseits eben auch Kraft und Freude schenkt, genug, um alles erträglicher zu machen.

Viele Grüsse
Nun die Therapie hilft mir nur ein wenig besser mit dem Leidensdruck klarzukommen.
Solange ich aber den Mangel verspüre wird es mir immer wieder nicht gut geht.
Da komme ich nur raus, wenn es mir irgendwann egal ist, ob ich entsprechende Kontakte hsabe.

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Re: Weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Valkyrja » Freitag 1. März 2019, 17:59

Charlie hat geschrieben:
Freitag 1. März 2019, 17:04

Nun die Therapie hilft mir nur ein wenig besser mit dem Leidensdruck klarzukommen.
Solange ich aber den Mangel verspüre wird es mir immer wieder nicht gut geht.
Da komme ich nur raus, wenn es mir irgendwann egal ist, ob ich entsprechende Kontakte hsabe.
Lieber Charlie,

wenn du den Mangel als so signifikant verspürst, dann ist das natürlich schwer, sich ggf auf etwas anderes zu stützen, was dir in deinem Fall halt zwar kein Ersatz, jedoch Befriedigung auf anderer Ebene verschafft, welche dich trotzdem ein wenig aufrichten könnte und dich besser durch den Alltag begleitet.

Dennoch wünsche ich dir in aller Aufrichtigkeit, dass dein Herzenswunsch sich für dich erfüllen möge.

Alles Gute für dich :vielglueck:
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Private_Area

Re: Weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Private_Area » Freitag 1. März 2019, 19:09

Valkyrja hat geschrieben:
Freitag 1. März 2019, 15:49
Ich kann nur mit dem arbeiten, was da ist.
Alles andere wird sich dann schon finden und fügen :mrgreen:
Liebe Valkyrja,

Ich bin da auch recht zuversichtlich, dass du all das was du dir noch vorgenommen hast, realisieren wirst. Es sei dir so gegönnt. Ich drück' dir jedenfalls die Daumen und wünsche dir von Herzen alles Gute :vielglueck:

Charlie hat geschrieben:
Freitag 1. März 2019, 17:04
Nun die Therapie hilft mir nur ein wenig besser mit dem Leidensdruck klarzukommen.
Solange ich aber den Mangel verspüre wird es mir immer wieder nicht gut geht.
Da komme ich nur raus, wenn es mir irgendwann egal ist, ob ich entsprechende Kontakte hsabe.
Auch ich wünsche dir, Charlie, dass der Leidensdruck, den du verspürst mit der Zeit weniger wird und es dir irgendwann wieder besser geht. Alles Gute auch für dich von mir :vielglueck:

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Re: Weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Valkyrja » Freitag 1. März 2019, 19:36

Private_Area hat geschrieben:
Freitag 1. März 2019, 19:09
Valkyrja hat geschrieben:
Freitag 1. März 2019, 15:49
Ich kann nur mit dem arbeiten, was da ist.
Alles andere wird sich dann schon finden und fügen :mrgreen:
Liebe Valkyrja,

Ich bin da auch recht zuversichtlich, dass du all das was du dir noch vorgenommen hast, realisieren wirst. Es sei dir so gegönnt. Ich drück' dir jedenfalls die Daumen und wünsche dir von Herzen alles Gute :vielglueck:
Herzlichen Dank, lieber @Private_Area, das wünsche ich dir auch.

Viele Grüsse
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Re: Weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Melli » Freitag 1. März 2019, 23:21

Charlie hat geschrieben:
Freitag 1. März 2019, 14:48
Unsicherheit kann ich zwar abbauen, aber dafür braucht es Zeit. Leider bin ich aber selber unsicher bei z.B. Berührungen. D.h. wenn die Person mit der ich zu tun habe unsicher ist, wegen der Behinderung und ich einfach so, dann gibt es ein Problem.
Beiderseitige Verunsicherung kommt nicht nur wegen Behinderungen vor.

Ich hatte da ein paar Erlebnisse, die wirklich erschütternd waren, zu merken, daß welche nicht viel mit mir anfangen konnten – und sich auch keine Mühe gaben. Nebenbei war es mit dem gegenseitigen Verständnis da auch nicht weit her. Offensichtlich gibt es vieles, wovon ich keine Vorstellung habe, und völlig verfahrene Situation zu retten gelingt mir nicht :(

Leider hat das mit dazu geführt, daß es mir mit der Zeit immer schlechter statt besser ging. Mehr Erfahrungen dieser Art brauche ich wirklich nicht.
Jeder Kreatur bleibt das eigene Schicksal verschlossen. Niemand weiß, was ihm bevorsteht. Erst der Gang des Lebens zeigt an, was uns von Geburt an vorbestimmt ist, sonst gäbe es das Schicksal nicht. Dennoch lebt in uns die Sehnsucht, die Rätsel zu entschlüsseln, die uns umhüllen.
(T. Aitmatow)

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