Weiß nicht mehr weiter

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Kief
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Re: Weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Kief » Montag 18. Februar 2019, 19:29

Seb-X hat geschrieben:
Montag 18. Februar 2019, 12:37
Kief hat geschrieben:
Montag 18. Februar 2019, 00:26
weshalb machst Du Dir solchen harten Vorwuerfe?
Weshalb bewertest Du Dich an diesem einzigen Kriterium?
Und laesst Deine Staerken ausser acht?
Welche Stärken? Mir fallen keine ein.
Auch nicht, wenn Du ein paar Tage darueber nachdenkst?

Irgendwo gibt es doch nen Thread, in dem wir uns unsere Staerken bewusst machen (sollen).
Ist Dir da ueberhaupt nix eingefallen, nix aufgefallen, was auch auf Dich zutrifft?


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Re: Weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Gambler » Montag 18. Februar 2019, 22:47

Eine "Beziehung " kommt vor allem uns abs nicht einfach so ins Haus geflogen.
Entweder hat man derbst Glück dass da jemand auf einen steht oder man guckt echt lang in die Röhre!
Aber das schlimmste ist - und ich glaube das ist auch der Grund für die meisten Abs - das man sich einfach selbst im Weg steht!

Das mit "sich selbst im reinen sein" ist auch meiner Meinung eine echt wichtige Sache .

Und eben dieses "nicht weglaufen wenn man eine Chance hat ". .........
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Re: Weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Charlie » Dienstag 19. Februar 2019, 09:46

LonesomeCoder hat geschrieben:
Sonntag 17. Februar 2019, 23:57
Doggo hat geschrieben:
Sonntag 17. Februar 2019, 03:38
Clochard hat geschrieben:
Samstag 16. Februar 2019, 23:29
ich möchte so verzweifelten Menschen halt neue Gedankenwelten öffnen

sein Glück davon abhängig zu machen, ob eine Frau einen mal ranlässt, kann und sollte man halt schon mal grundsätzlich hinterfragen
Man sollte insbesondere das hinterfragen was du vorhin geschrieben hast, nämlich das hier:
Clochard hat geschrieben:
Samstag 16. Februar 2019, 23:01
Seid doch froh, ihr seid frei! Die Weiber versklaven einen Mann eh nur.

Und Sex gibt's im Puff.
Das war doch nur ein plumper Versuch zur Aufheiterung, so wie wenn einem Arbeitslosen gesagt wird, er soll doch froh sein, weil er keinen Ärger mit Kollegen hat und ausschlafen kann.
Charlie hat geschrieben:
Sonntag 17. Februar 2019, 10:25
Wie gesagt meine Handlungsoptionen in dem Bereich gehen gegen Null.
Hast du schon probiert, deinen Freundeskreis zu erweitern (setzt voraus, dass du Zeit und Kraft dafür über hast, Sozialkompetenz und genug gemeinsame Interessen für dein Alter)? Vllt. lernst du so eine Frau kennen oder ein Freund bringt mal eine mit, die was für ich wäre.
Oder Frauen bei gemeinsamen Hobbys kennenzulernen (setzt voraus, dass du gemeinsamen Interessen mit Frauen in deinem Alter hast, Mut zur Annäherung, Zeit, Frauen in deinem Alter in deiner Region, usw.)?
Oder Online-Dating (gutes Aussehen, gute Zahlen bei den Daten wie der Größe im Profil und Hobbys, die sich gut auf Fotos darstellen lassen, nötig)? Gibt auch Seiten für besondere Zielgruppen wie Gleichklang oder Rubensfan.
Oder direkt tagsüber oder in Nachtleben komplett fremde Frauen ansprechen (damit das klappt, ist sehr viel Selbstbewusstein und ein gutes Aussehen notwendig)?
Oder vllt. gibts auf der Arbeit in der Nachbarabteilung Single-Frauen?
Alle Kennenlernwege haben aber eins gemeinsam: irgendwann musst du einer Frau mal dein Interesse gestehen.

Ist hier was für dich dabei? Ich frage so vorsichtig, weils sein kann, dass du schon alles davon ohne Erfolg probiert hast oder du aus berechtigen Gründen von keinem Erfolg dabei ausgehen kannst oder du die Anforderungen (für Erfolg) nicht erfüllst.
Generell Handlungsoptionen hat fast jeder, selbst wenns nur Anschreiben auf kostenlosen Datingseiten oder Kaltansprachen tagsüber sind. Aber ob diese Erfolg bringen, ist was anderes.
Ich habe Freunde und gehe unter Menschen, wenn auch nicht ins Nachtleben.
Onlinedating habe ich Erfolglos probiert. Hat mich auch eher runtergezogen.

Kontextlos fremde Frauen ansprechen kann ich nicht.

Also habe ich Handlungsoptionen? Ja, aber keine dir mir weiterhilft.
Gambler hat geschrieben:
Montag 18. Februar 2019, 22:47
Eine "Beziehung " kommt vor allem uns abs nicht einfach so ins Haus geflogen.
Entweder hat man derbst Glück dass da jemand auf einen steht oder man guckt echt lang in die Röhre!
Aber das schlimmste ist - und ich glaube das ist auch der Grund für die meisten Abs - das man sich einfach selbst im Weg steht!

Das mit "sich selbst im reinen sein" ist auch meiner Meinung eine echt wichtige Sache .

Und eben dieses "nicht weglaufen wenn man eine Chance hat ". .........
Wie erkennt man, dass man eine Chance hat? Habe es schon mehrfach erlebt, dass aus meinem Erleben heraus eigentlich alles da war außer Körperkontakt und es vielleicht aussprechen und dennoch war es "nur" Freundschaft.
Das eine Mal hat es echt geschmerzt. Das andere Mal nicht, weil ich nicht auf sie stehe.

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Re: Weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Gambler » Donnerstag 21. Februar 2019, 21:52

Naja. ... da hast du doch selbst das Beste Beispiel gebracht!!!

Wenn du nicht auf sie stehst ist ja alles gut. Aber was ist mit dem andren Fall?
Über seinen eigenen Schatten springen und die Initiative zu ergreifen - das ist was uns abs doch im Wege steht würde ich behaupten.

Und warum? Ja weil es so peinlich ist ab einem gewissen Alter keine Erfahrungen zu haben.
Da macht man sich Millionen Gedanken und verbaut sich damit das ganze bereits im Vorfeld. Man Wirkt verklemmt , desinteressiert..... und schon hat das andere Geschlecht einen abgehakt bevor auch nur ansatzweise was passiert ist.

Wenn man alkerdigs etwas wagt..... kann da ganz schnell was laufen.
Und bei den ersten Schritten einer beziehungsahnbahnung sind selbst die Normalos teilweise wie kleine Kinder.
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Re: Weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Valkyrja » Freitag 22. Februar 2019, 10:47

Lieber Charlie,

ich kann dich gut verstehen, kenne ich doch selber diese Gefühle und Gedanken, die einen auch sehr runterziehen können.

Das Gefühl, Null Handlungsspielraum, keine Chancen und Optionen zu haben, kann einen ganz schön fertig machen.

Aber wie auch jemand schon andeutete, eine Beziehung ist nicht die Antwort auf alle Fragen, denn auch mit ihr können Probleme auftreten, die man sonst nicht hat.
Im schlimmsten Falle ist man dann froh, sie wieder los zu sein.

Ich kann hier nur für mich selber sprechen, aber ich entwickelte irgendwann den Antrieb, etwas für mich zu tun.

Ich habe angefangen, mich mit den Dingen zu beschäftigen, die mir Qualität, Freude und Wohlgefühl vermitteln.
Ich pflege mich, mein Inneres, wie auch mein Äusseres.

Auch auch habe keine Optionen, bin der absolute Underdog, weiss, was Pech und Versagen im Leben bedeuten, kenne die Menschen von ihren schlimmsten Seiten, auch Mobbing war viele Jahre mein alltäglicher Begleiter.

Und es gab niemals im Leben einen Menschen, dem ich am Herzen gelegen hätte.

Aber es gibt auch eine menge Dinge, die ich selbst jeden Tag, jeden Moment selbst beeinflussen kann.

Ich kann zum Beispiel dafür sorgen, dass ich mich gut fühle, in dem ich mir etwas Gutes tue, mich mit einer schönen Kosmetik pflege, in den Wald gehe, oder die Konzertkarte für mein nächstes Konzert gut sichtbar in der Wohnung anbringe.

Ich horche in mich hinnein, frage mich, was mir wirklich gefällt, wer ich bin und auch sein will.

Ich frage mich auch immer wieder mal, was für ein Mensch ich wirklich sein möchte und setze auf meine Stärken, die ich habe, die jeder hat.
Man muss sie aber auch für sich entdecken und entwickeln wollen.
Das ist nichts, was von alleine passiert.
Man muss sie pflegen und fördern.

Heute verstehe ich es, meinem Leben auch im Alleingang eine hohe Qualität zu geben, ich bin ein Qualitätsmensch, eine Frau mit Qualität.
Auch wenn mir diese von anderen nicht zugestanden werden, als unattraktive Frau.

Ich bin ein tabuisuerter Mensch, wie vermutlich viele hier, aber gleichzeitig durchbreche ich diese von der Gesellschaft auferlegten und aufgedrückten Stempel.

Als ich mich 20 Jahre lang innerlich, wie auch optisch dem Mainstream angepasst habe, war ich immer sehr unglücklich, weil ich trotz aller Bemühungen und Anstrengungen niemals am Ziel ankam.
Ich habe auf für mich wichtige Dinge verzichtet, wie meine Musik, das tragen meiner Kutte etc....
Ich habe mich verkleidet und mich auch so gefühlt.
Der Metal war immer mein Leben!

Aber ich dachte lange Zeit, ich sei nur liebenswert, wenn ich mich anpasse, bin wie alle anderen.
Ich war total unglücklich.

Heute, wo ich mich der Gesellschaft des Spektakels entziehe, mich nicht mehr darum schere, was man so im allgemeinen tut, oder nicht, bin ich zwar immer noch die letzte Frau, die wahrgenommen wird, aber es juckt mich nicht mehr.

Ich weigere mich, den mir von der Gesellschaft zugewiesenen Platz in der hintersten Reihe und dunkelsten Ecke, einzunehmen.
Ich weigere mich, meinen Wert nur über meinen attraktivitätswert als Frau zu definieren, wo ich doch so viele Facetten mehr habe, so ein lebendiges und neugieriges Innenleben habe.

Man kann sich einen Selbstwert erarbeiten, man kann sich sein Leben gut und wertvoll gestalten, auch wenn man alleine ist und wie ich auch eben gerne alleine bin, was Intros ja auch auszeichnet.

Heute habe ich in Bezug auf Liebe, Zuneugung und Co keine Träume, Wünsche und Hoffnungen mehr.
Irgendwann habe ich diese Dinge akzeptiert und mir die daraus resultierende Freiheit genommen, mein ganz persönliches eigenes Ding zu machen.

Ich lege keinen Wert mehr auf die Akzeptanz und Zuneigung durch andere, weil ich mir heute Beides selber zukommen lassen.

Es ist ein Weg, den ich gegangen bin, ein Weg, dessen Anfang ich genommem habe, als ich vor ca. 8-10 Jahren nach einem 3-Jährigem psychischen und physischen Totalzusammenbruch in den Spiegel schaute, mich selbst nicht mehr erkannte, aussah wie eine Irre und beschloss, dass ich SO nicht weitermachen will.

Heute schaffe ich mir meine eigene Lebensqualität.

Heute abend bin ich im Essener Turock auf einem Konzert. Mein Platz ist, wie immer, in der ersten Reihe, ich feire die Bands, die Musik, das Gefühl, was ich dabei erlebe, den Rausch, wenn jeder Ton meinen wirklich hässlichen und kranken Körper durchdringt und ja, ich geniesse auch den Anblick der geilen Männer. Schliesslich bin ich ja nicht tot :mrgreen:

Ich will dich nicht belehren, aber vielleicht ist ja der eine oder andere Gedanke dabei, den du für dich aufgreifen magst.

Viele Grüsse und alles Gute
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Re: Weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Valkyrja » Freitag 22. Februar 2019, 11:20

Ich möchte noch zufügen, dass ich ja nicht nur als Frau in der Gesellschaft null Attraktivitätsbonus habe, sondern aufgrund von Schwerbehinderung, Krankheit und Frühverrentung, wenig Geld, kein Status...etc... ja auch noch zur 'Unterschicht' gehöre.

Also damit eben auch mehrfach Stigmatisiert bin.

Ich kann mich klein machen, oder drauf pfeiffen, wo andere mich sehen wollen.

Es gibt halt Menschen, die nirgends ankommen können, die nirgends angenommen werden.
Im schlimmsten Fall war es Mobbing, im einfachsten Fall wie der tropfen Wasser auf der Lotusblüte.

Aber man kann auch für sich selber stehen.
Man kann auch gut ohne Liebe leben, wenn man sich wenigstens selbst ein wenig zu lieben lernt.

Und das mit dem froh sein, eine Beziehung wieder los zu sein, das kenne ich aus eigener Erfahrung!
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Re: Weiß nicht mehr weiter

Beitrag von LonesomeCoder » Freitag 22. Februar 2019, 12:08

Valkyrja hat geschrieben:
Freitag 22. Februar 2019, 10:47
Ich kann zum Beispiel dafür sorgen, dass ich mich gut fühle, in dem ich mir etwas Gutes tue, mich mit einer schönen Kosmetik pflege, in den Wald gehe, oder die Konzertkarte für mein nächstes Konzert gut sichtbar in der Wohnung anbringe.
Ablenkung und "Ersatzbefriedigungen" funktionieren bei manchen aber nur bedingt und/oder kurzfristig um seine Probleme mal für eine Stunde zu vergessen.
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Re: Weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Valkyrja » Freitag 22. Februar 2019, 12:28

LonesomeCoder hat geschrieben:
Freitag 22. Februar 2019, 12:08
Valkyrja hat geschrieben:
Freitag 22. Februar 2019, 10:47
Ich kann zum Beispiel dafür sorgen, dass ich mich gut fühle, in dem ich mir etwas Gutes tue, mich mit einer schönen Kosmetik pflege, in den Wald gehe, oder die Konzertkarte für mein nächstes Konzert gut sichtbar in der Wohnung anbringe.
Ablenkung und "Ersatzbefriedigungen" funktionieren bei manchen aber nur bedingt und/oder kurzfristig um seine Probleme mal für eine Stunde zu vergessen.
Es handelt sich nicht um Ersatzbefriedigungen, sondern nur um meinen Weg, den ich gegangen bin. Es sind halt Dinge, die mir wichtig sind und anderen sind eben andere Dinge wichtig.
Es IST für mich Leben, kein Ersatz, kein Hobby, das ich bis zum Finden einer möglichen Beziehung eingehe.

Ein anderer geht eben seinen Weg.

Für mich ist mein Lebensstil eben auch mit Werten und Überzeugungen verbunden, Werten, die ich lebe und Überzeugungen, für die ich eintrete.

Meine Liebe zur Musik und dem damit verbundenen Lebensstil, war schon lange vor meine ersten Verliebtheit da und ich bereue heute eher, mich mein halbes Leben im Mainstream abgestrampelt und um Anerkennung und Zuneigung gerungen, gebettelt und gekämpft zu haben, was letztlich zu keinem Ergebnis, aber zu meinem Zusammenbruch führte.
Ich denke, ich bin da nicht die Einzige.

Man kann da eben auch aussteigen, was ja nicht bedeuten muss, dass man eine doch noch möglich werdende Liebe/Beziehung ausschlagen muss.
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Re: Weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Mannanna » Freitag 22. Februar 2019, 12:34

Clochard hat geschrieben:
Samstag 16. Februar 2019, 23:29
ich möchte so verzweifelten Menschen halt neue Gedankenwelten öffnen

sein Glück davon abhängig zu machen, ob eine Frau einen mal ranlässt, kann und sollte man halt schon mal grundsätzlich hinterfragen
Den allermeisten geht es hier nicht nur darum, ob eine Frau einen mal ranläßt...
Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, daß er genug davon habe. (Descartes)

"Man will immer, was man nicht hat, und wenn man's hat, ist's langweilig" (Rainald Grebe, "Krümel")

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Re: Weiß nicht mehr weiter

Beitrag von LonesomeCoder » Freitag 22. Februar 2019, 12:36

Valkyrja hat geschrieben:
Freitag 22. Februar 2019, 12:28
Es handelt sich nicht um Ersatzbefriedigungen, sondern nur um meinen Weg, den ich gegangen bin. Es sind halt Dinge, die mir wichtig sind und anderen sind eben andere Dinge wichtig.
Es IST für mich Leben, kein Ersatz, kein Hobby, das ich bis zum Finden einer möglichen Beziehung eingehe.

Ein anderer geht eben seinen Weg.

Für mich ist mein Lebensstil eben auch mit Werten und Überzeugungen verbunden, Werten, die ich lebe und Überzeugungen, für die ich eintrete.
Bei mir ist die Sehnsucht nach Sexualität permanent da. Andere Dinge, die mir Spaß bringen, entfernen diese Sehnsucht nicht. Sie lassen sie mich nur mal kurzzeitig vergessen. Oder sie machen sie sogar schlimmer, wenn ich etwa im Freibad ein Paar beim Küssen sehe und mir denke, die werden vllt. daheim noch Sex haben. Da gehts mir dann so schlecht, dass die Entspannung auf der Wiese, der Genuss vom Eis und die Erfrischung vom Wasser als Pluspunkte komplett für die Katz sind.
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Re: Weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Valkyrja » Freitag 22. Februar 2019, 12:49

LonesomeCoder hat geschrieben:
Freitag 22. Februar 2019, 12:36
Valkyrja hat geschrieben:
Freitag 22. Februar 2019, 12:28
Es handelt sich nicht um Ersatzbefriedigungen, sondern nur um meinen Weg, den ich gegangen bin. Es sind halt Dinge, die mir wichtig sind und anderen sind eben andere Dinge wichtig.
Es IST für mich Leben, kein Ersatz, kein Hobby, das ich bis zum Finden einer möglichen Beziehung eingehe.

Ein anderer geht eben seinen Weg.

Für mich ist mein Lebensstil eben auch mit Werten und Überzeugungen verbunden, Werten, die ich lebe und Überzeugungen, für die ich eintrete.
Bei mir ist die Sehnsucht nach Sexualität permanent da. Andere Dinge, die mir Spaß bringen, entfernen diese Sehnsucht nicht. Sie lassen sie mich nur mal kurzzeitig vergessen. Oder sie machen sie sogar schlimmer, wenn ich etwa im Freibad ein Paar beim Küssen sehe und mir denke, die werden vllt. daheim noch Sex haben. Da gehts mir dann so schlecht, dass die Entspannung auf der Wiese, der Genuss vom Eis und die Erfrischung vom Wasser als Pluspunkte komplett für die Katz sind.

Ehrlich, das tut mir leid für dich.

Meine Sexualität, der Wunsch nach Intimität wird bei mir nur im Zusammenhang mit Emotionen freigesetzt. Nur wenn ich verliebt bin, mir ein Mann gefällt und ich den Mann berühren will, habe ich auch Lust.
Gelegentlich 'Druck ablassen' tue ich dann nebenher, meistens um besser einschlafen zu können.

Ich habe niemals Zärtlichkeiten, Liebe und Zuneigung erfahren. Da ich es nicht kenne, vermisse ich es nicht.
Ich hatte halt mal Vorstellungen, wie es sein könnte, aber die Versuche, es umzusetzen sind in unglücklichen Beziehungen geendet, weil wir unter der Prämisse zusammen waren, jeweils nichts anderes bekommen zu können.
Ein Alptraum.

Ich denke, gegen Gefühle wie Verliebtheit bin ich heute immun. Ich finde den einen oder anderen Mann natürlich immer noch schön anzusehen, aber in mir regt sich nichts mehr Weiteres.

Wie gesagt, wenn der Drang nach körperlicher Nähe so gross ist und man wirklich darunter leidet, stelle ich mir das sehr hart vor.

Ich habe den einen oder anderen Post von dir gelesen, auch den wo du dich beschrieben hast.
Ich glaube, dass du ein wertvoller Mensch bist und es tut mir leid für dich, dass du so viel Ablehnung/Nichtbeachtung erfährst.

In dem Punkt hätte ich es leichter, so ich signalisieren würde, ich wäre für alles und jeden zu haben. Aber glaube mir, das will ich nicht.

Alled Gute für Dich
Zuletzt geändert von Valkyrja am Freitag 22. Februar 2019, 12:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Weiß nicht mehr weiter

Beitrag von LonesomeCoder » Freitag 22. Februar 2019, 12:53

Danke, wünsche dir auch alles Gute :)
Da ich Zuneigung und Anerkennung nur Lohn für Leistung kenne, vermisse ich die emotionale Zuneigung kaum. Also genau andersrum. Das Interesse an der körperlichen Nähe ist vllt. durch mein Geschlecht begründet, es soll etwa deutlich mehr Männer als Frauen geben, die das ohne Wunsch einer Beziehung drumherum suchen.
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Re: Weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Valkyrja » Freitag 22. Februar 2019, 13:00

LonesomeCoder hat geschrieben:
Freitag 22. Februar 2019, 12:53
Danke, wünsche dir auch alles Gute :)
Da ich Zuneigung und Anerkennung nur Lohn für Leistung kenne, vermisse ich die emotionale Zuneigung kaum. Also genau andersrum. Das Interesse an der körperlichen Nähe ist vllt. durch mein Geschlecht begründet, es soll etwa deutlich mehr Männer als Frauen geben, die das ohne Wunsch einer Beziehung drumherum suchen.

Das ist sogar sehr wahrscheinlich.

Ich kann mich da aber aufgrund meiner eigenen Haltung zum Thema nur schlecht reindenken.
Ich brauche dazu mehr, wie nur Körperliches.

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Re: Weiß nicht mehr weiter

Beitrag von LonesomeCoder » Freitag 22. Februar 2019, 13:03

Den Wunsch nach körperlicher Nähe nur in Kombination mit emotionaler Nähe äußern aber viele Frauen, auch Nicht-AB.
Warnung vor Pickup: https://www.abtreff.de/viewtopic.php?p=1062199#p1062199
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Re: Weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Valkyrja » Freitag 22. Februar 2019, 13:38

LonesomeCoder hat geschrieben:
Freitag 22. Februar 2019, 13:03
Den Wunsch nach körperlicher Nähe nur in Kombination mit emotionaler Nähe äußern aber viele Frauen, auch Nicht-AB.
Das weiss ich.

Das ist natürlich genau so legitim, wie dein Wunsch und Bedürfnis nach einer unverbindlichen Begegnung.

Nun ja, man muss da auch ein wenig trennen.
Charlies Posting bezog sich auf seinen Wunsch nach einer Beziehung, bzw. die Sorge, eben niemals eine im Leben zu haben, diese Worte kamen fast schon depressiv bei mir an.

Der Wunsch nach einer lebensfüllenden Partnerschaft ist natürlich auch hart, wenn er unerfüllt bleibt. Da dies jedoch eine ganze Lebensplanung beeinhalten kann, habe ich meine Gedanken zu eben dieser Problematik geäussert.

Zwischen Beziehungswunsch und dem Wunsch nach rein sexueller Aktivität besteht aber noch ein Unterschied.

Zum ersten Punkt, man kann eine Lebensplanung durch eine andere ersetzen, man kann, so man will, sein Leben anders gestalten, wenn man an einigen Punkten sein Ziel nicht erreicht.
Ein Leben ohne Partner ist nicht weniger wert, wenn ich es nicht ald weniger wert betrachte.

Das rein Sexuelle ist aber eben auch wieder etwas anderes.
Da kann ich z.B. nicht mitreden, weil ich diese Wünsche so nicht verspüre und dies die Problematik des Bezeihungwunsches ja auch nur indirekt betrifft.

Das sind ja im Grunde zwei verschiedene Parameter, kann man ja so nicht gleich setzen.
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Re: Weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Charlie » Samstag 23. Februar 2019, 13:44

LonesomeCoder hat geschrieben:
Freitag 22. Februar 2019, 12:36
Valkyrja hat geschrieben:
Freitag 22. Februar 2019, 12:28
Es handelt sich nicht um Ersatzbefriedigungen, sondern nur um meinen Weg, den ich gegangen bin. Es sind halt Dinge, die mir wichtig sind und anderen sind eben andere Dinge wichtig.
Es IST für mich Leben, kein Ersatz, kein Hobby, das ich bis zum Finden einer möglichen Beziehung eingehe.

Ein anderer geht eben seinen Weg.

Für mich ist mein Lebensstil eben auch mit Werten und Überzeugungen verbunden, Werten, die ich lebe und Überzeugungen, für die ich eintrete.
Bei mir ist die Sehnsucht nach Sexualität permanent da. Andere Dinge, die mir Spaß bringen, entfernen diese Sehnsucht nicht. Sie lassen sie mich nur mal kurzzeitig vergessen. Oder sie machen sie sogar schlimmer, wenn ich etwa im Freibad ein Paar beim Küssen sehe und mir denke, die werden vllt. daheim noch Sex haben. Da gehts mir dann so schlecht, dass die Entspannung auf der Wiese, der Genuss vom Eis und die Erfrischung vom Wasser als Pluspunkte komplett für die Katz sind.
Das ist es. Natürlich habe ich auch tolle Momente, die ich definitiv nicht aus meinem Leben streichen möchte. Das kann eine gute Zeit mit Freunden sein oder auch nur ein guter Film.
Allerdings bleibt mir für dem Mangel den ich wie du empfinde auch nur diese Ersatzhandlungen. Das begleitet mich jetzt schon so lange und wird auch so bleiben.

Kp wie lange ich das noch aushalte.

Danke für deine Ausführung @Valkyrija

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Re: Weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Valkyrja » Samstag 23. Februar 2019, 15:02

Lieber Charlie,

mich würde mal interessieren, was sich für dich mit einer Partnerschaft konkret verändern/verbessern würde, resp. wo du Veränderungen/Verbesserungen sehen würdest.

Welche Werte lebst du, von welchen Werten würde die Beziehung leben?

Hast du eine Vorstellung, wie deine Partnerin sein müsste?

Und letzte Frage, welcher Partner bist du?
Hast du dir darüber schon ein mal Gedanken gemacht?
Welches Wesen, welche Charakterzüge zeichnen dich aus, welche du dann auch miteinbringst?
Wir also könnte der Alltag mit dir aussehen?


Wenn du Lust hast darauf einzugehen, würde ich mich freuen.

Viele Grüsse
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Re: Weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Charlie » Samstag 23. Februar 2019, 16:16

Valkyrja hat geschrieben:
Samstag 23. Februar 2019, 15:02
Lieber Charlie,

mich würde mal interessieren, was sich für dich mit einer Partnerschaft konkret verändern/verbessern würde, resp. wo du Veränderungen/Verbesserungen sehen würdest.

Welche Werte lebst du, von welchen Werten würde die Beziehung leben?

Hast du eine Vorstellung, wie deine Partnerin sein müsste?

Und letzte Frage, welcher Partner bist du?
Hast du dir darüber schon ein mal Gedanken gemacht?
Welches Wesen, welche Charakterzüge zeichnen dich aus, welche du dann auch miteinbringst?
Wir also könnte der Alltag mit dir aussehen?


Wenn du Lust hast darauf einzugehen, würde ich mich freuen.

Viele Grüsse
Liebe Valkyrija,

ich versuch die Fragen mal zu beantworten.
Also zunächst mal sei gesagt, dass es im Grunde, um 2 Bedürfnisse geht. Einmal das Körperliche und das emotional-romantische. Wenn ich nur das erste zumindest hätte, wäre es schonmal besser als gar nichts, aber beides zusammen ist natürlich das Optimum..

Jetzt zur ersten Frage, as sich ändern würde. Ich weiß es nicht. Ich denke da gar nicht soweit. Alleine doe erste Verliebtsheit- bzw. Zusammenkommphase erscheint mir so weit weg, dass ich mir nicht vorstellen kann was passiert, enn es was längerfristiges wird. Einfach mal eine Frau, die ich sehr lieb habe und sie mich im Arm halten, wäre schon was.
Habe letztens einen Artikel gelesen von einem Profi-E-Sportler und er meinte seit er FFrau und dann ein Kind hat ist er psychisch stabiler, weil nach dem Turnier nach Hause kommt und da wird er anderweitig gebraucht. Ich glaube as ist eine Vorstellung die mir gefällt.

Werte, Wesen und Charakterzüge nehme ich mal zusammen.
Ich denke ich bringe mir, dass ich Intelligent, Humorvoll, hilfsbereit, neugierig usw. bin. Ich wäre ein zuverlässiger Partner, der sein Leben mit Hobbys, Studium und Freunde hat.
Wie sie sein sollte weiß ich gar nicht genau. Da ich ein politischer Mensch bin sollte sie sich mit ihrer Haltung zustimindest im demokratischen Spektrum bewegen. Klar sowas wie Zuverlässigkeit o.ä. sind auch wichtig.

Wie der Alltag ganz genau aussähe kann ich dir natürlich nicht konkret sagen, weil das von vielen individuellen Faktoren sagen, aber fände es toll, wenn man viel schönes unternimmt und füreinander da ist, wenn es bei einem mal nicht so gut läuft.
Wichtig ist mir auch, dass man offen zueinander sein kanm.

Hoffe das beantwortet deine Fragen. Sonst einfach nachfragen :)

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Valkyrja
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Re: Weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Valkyrja » Samstag 23. Februar 2019, 16:41

Lieber Charlie,

vielen lieben Dank, dass du meine neugierigen Fragen beantwortet hast.

Im Grunde sehe ich bei dir, anhand deiner Antworten, dass du recht bodenständig bist und dir im Wesentlichen das Gemeinschaftsgefühl fehlt, dass einer liebevollen Beziehung innewohnt.

Ok, ist sicher auch keine neue Erkenntnis für dich, hilft mir aber in meinem weiter.

Mir scheint aber schon, dass du durchaus auch ein gesundes Selbstwertgefühl hast und auch recht gegestigt durch das Leben gehst.
Das tönt für mich sehr positiv.

Was denkst du, sind die Gründe, weswegen du bisher allein geblieben bist, erkennst du rückblickend eine Struktur, bestimmte Zusammenhänge?

Es muss ja einen Weg geben, der dich am deinen heutigen, traurigen Punkt gebracht hat, das würde mich wirklich interessieren.

Sollte ich dir zu nahe mit meinen Fragen treten, dann sag das ruhig, es ist dein gutes Recht.

Ich habe natürlich keinen Plan in der Tasche, zu sagen 'das oder das ist der Weg'.

Ich 'sehe' im Grunde einen sympathischen Mann, der Bindungswillig ist, für den eine dauerhafte Bindung das non plus Ultra ist, der gesunde Werte mitbringt und der nicht zum Zuge kommt.

Das macht mich traurig, denn Qualitäten scheinst du ja zu haben.

Ich verstehe die Welt da irgendwie nicht....

Liebe Grüsse
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Re: Weiß nicht mehr weiter

Beitrag von Charlie » Samstag 23. Februar 2019, 18:41

Valkyrja hat geschrieben:
Samstag 23. Februar 2019, 16:41
Lieber Charlie,

vielen lieben Dank, dass du meine neugierigen Fragen beantwortet hast.

Im Grunde sehe ich bei dir, anhand deiner Antworten, dass du recht bodenständig bist und dir im Wesentlichen das Gemeinschaftsgefühl fehlt, dass einer liebevollen Beziehung innewohnt.

Ok, ist sicher auch keine neue Erkenntnis für dich, hilft mir aber in meinem weiter.

Mir scheint aber schon, dass du durchaus auch ein gesundes Selbstwertgefühl hast und auch recht gegestigt durch das Leben gehst.
Das tönt für mich sehr positiv.

Was denkst du, sind die Gründe, weswegen du bisher allein geblieben bist, erkennst du rückblickend eine Struktur, bestimmte Zusammenhänge?

Es muss ja einen Weg geben, der dich am deinen heutigen, traurigen Punkt gebracht hat, das würde mich wirklich interessieren.

Sollte ich dir zu nahe mit meinen Fragen treten, dann sag das ruhig, es ist dein gutes Recht.

Ich habe natürlich keinen Plan in der Tasche, zu sagen 'das oder das ist der Weg'.

Ich 'sehe' im Grunde einen sympathischen Mann, der Bindungswillig ist, für den eine dauerhafte Bindung das non plus Ultra ist, der gesunde Werte mitbringt und der nicht zum Zuge kommt.

Das macht mich traurig, denn Qualitäten scheinst du ja zu haben.

Ich verstehe die Welt da irgendwie nicht....

Liebe Grüsse
Ich kann ein paar Gründe nennen, die es schwieriger machen, aber nichts was das ausschliesst.
Ich war ab ca. 10 Jahre recht viel krank in der Pubertät und da ich dadurch viel aus meinem sozialen Umfeld rausgerissen war, habe ich so manches verpasst bzw. konnte es nicht probieren. Mittlerweile bin ich nicht mehr dauernd krank und sitze im Rollstuhl. Leider ist dder Rollstuhl generell eine Hürde, wenn man neue Menschen kennenlernen will, weil viele unsicher sind oder gar Vorurteile haben. Da ich aber dennoch generell Menschen kennenlerne und mittlerweile ein paar Freunde habe, denke ich, dass das keine absoluter Ausschlussgrund. Denke eher, dass etwas schwieriger ist.
Ich bin nicht schüchtern, kann vor Leuten reden, mache Witze usw., aber sexuelle Sachen fallen mir schwer, wenn es um mich oder andere geht. Ich kann allgemein und sachlich, wie im Biobuch drüber sprechen, aber sonst von mir aus nicht. (umgekehrt geht es besser)
Der letzte Punkt sind Berührungen. Begrüßungsumarmungen sind kein Problem, aber ich kann andere nicht berühren, also zum Beispiel meine Hand auf ihre legen oder gar Arm um sie legen. Küssen ganz zu schweigen. Körperlich kann ich das wunderbar, aber die Hemmschwelle ist bei mir einfach zu groß. Interessanterweise legt sich diese Hemmschwelle, sobald diese erste Berührung erfolgreich lief. Bräuchte da also eine, die den ersten Schritt macht.

Das sind alles Gründe warum es schieriger ist, aber so wie ich das sehe ist nichts davon ein absoluter Ausschlussgrund.

Bin auch kein Typ, der beim ersten Date Hochzeitpläne anspricht oder zu intime Sachen erzählt.
Habe es eine zeitlang auf diversen Datingseiten probiert, sogar ein paar Kaltansprachen und ich gehe unter Menschen. Letzteres jetzt nicht speziell für as bestimmtes, sondern einfach, weil ich schöne Dinge unternehmen möchte.

Warum bin ich traurig? Nun ich habe es sehr satt auszuhalten. Als ich krank war musste ich aushalten und konnte nichts machen. Klar wenn es mir besser ging habe ich einen Film geschaut oder ein Kumpel hat mich besucht. D.h. es gab schon gute Momente, auch im Krankenhaus, aber gesund sein ist natürlich besser. So ist es im Grunde jetzt auch. Alles was ich aktiv machen kann habe ich ohne Erfolg probiert, daher sind meine Handlungsoptionen in der Richtung ausgeschöpft. Das einzige was ich jetzt noch tun kann ist aushalten. Das ist auf Dauer kein guter Zustand.
Allerdings kann ich mir, nachdem ich auf dem Gebiet viel Zurückweisung erfahren habe (inklusive unerwiderter Liebe), nichts anderes mehr vorstellen.
Ich sehe mich in ein paar Jahren wie ich einen guten Job habe und auch noch sonstige Tätigkeiten, aber einschlafen tue ich dann immer noch alleine. Der Gedanke das nie gehabt zu haben nachdem was ich so durchgemacht und erduldet habe, ist nunja ernüchternd.
Ja, als es gesundheitlich besonders schlimm war, habe ich mich damit motiviert, dass ich noch nie eine Freundin hatte und ich das noch erleben möchte bevor ich gehe. Tja ich war naiv.

Puuuh ist lang geworden. Hofe du verstehst jetzt warum ich an dem Punkt bin.

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