Schlechtes Gewissen wegen Pornokonsum

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Re: Schlechtes Gewissen wegen Pornokonsum

Beitrag von BartS » Freitag 15. März 2019, 00:02

Es gibt auch fair produzierte Pornos. Kein Witz: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/repu ... 32229.html
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Re: Schlechtes Gewissen wegen Pornokonsum

Beitrag von knopper » Freitag 15. März 2019, 11:45

fredstiller hat geschrieben:
Donnerstag 14. März 2019, 23:31
Das genannte Livejasmin ist ein seriöser globalisierter Medienkonzern, dessen Gründer wohl mittlerweile hundertfacher Millionär ist. Ich habe wenig Zweifel, dass auch da irgendwo irgendjemand zur Arbeit "gezwungen" wird. Ich glaube dennoch nicht, dass deren Geschäftsmodell weitverbreitet auf solcher Zwangsarbeit beruht.

ja schon klar ... dennoch kommen die meisten seltsamerweise aus Rumänien oder bspw. Kolumbien :D Für mich kommt das immer n wenig so rüber das es in diesen Ländern Jobmäßig so derart mies aussieht, dass junge Frauen, die teilweise sogar studiert haben, vor der Kamera für unbekannte Männer die Beine breit machen :D
...um es mal so auszudrücken. :D

Aber muss ja dann so sein.

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Re: Schlechtes Gewissen wegen Pornokonsum

Beitrag von Omomo » Freitag 15. März 2019, 13:20

knopper hat geschrieben:
Freitag 15. März 2019, 11:45
fredstiller hat geschrieben:
Donnerstag 14. März 2019, 23:31
Das genannte Livejasmin ist ein seriöser globalisierter Medienkonzern, dessen Gründer wohl mittlerweile hundertfacher Millionär ist. Ich habe wenig Zweifel, dass auch da irgendwo irgendjemand zur Arbeit "gezwungen" wird. Ich glaube dennoch nicht, dass deren Geschäftsmodell weitverbreitet auf solcher Zwangsarbeit beruht.

ja schon klar ... dennoch kommen die meisten seltsamerweise aus Rumänien oder bspw. Kolumbien :D Für mich kommt das immer n wenig so rüber das es in diesen Ländern Jobmäßig so derart mies aussieht, dass junge Frauen, die teilweise sogar studiert haben, vor der Kamera für unbekannte Männer die Beine breit machen :D
...um es mal so auszudrücken. :D

Aber muss ja dann so sein.
Naja, wenn man bedenkt, dass das Durchschnittseinkommen in den beiden Ländern in Vollbeschäftigung bei grob 500€ im Monat liegt, dann ist das kein Wunder, dass so viele Online ihr Glück versuchen. Da braucht man auch nicht "gezwungen" werden.
Online können die Frauen oft wohl deutlich mehr als 1000€ machen, was - je nach Land - sogar das doppelte des Durchschnitteinkommens sein kann. Stell dir vor hierzulande wäre das so, dass gutaussehende Frauen durch Webcam Livestreams statt den 3000€ brutto über 6000€ brutto machen können. Das ist eben schon verlockend, zumal die Arbeit ja auch nicht wirklich schwer ist.
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Re: Schlechtes Gewissen wegen Pornokonsum

Beitrag von Icke_Bins » Freitag 29. März 2019, 18:42

Also ich persönlich glaube, dass Pornokonsum definitiv sehr negative Auswirkungen haben kann. Das ist nicht nur meine persönliche Erfahrung, sondern deckt sich auch mit den Erkenntnissen von vielen Forschungsprojekten in dem Bereich. Um es vorab klarzustellen: ich will hier nicht den Eindruck erwecken, dass ich noch nie Pornos geschaut und genutzt habe. So wie vermutlich 99% aller Männer (und auch ein großer Anteil der Frauen) bin auch ich Pornokonsument. Mir geht es auch nicht um eine moralische Debatte oder um irgendein religiös begründetes Verbot (bin Agnostiker).

Für mich hat sich aber recht früh gezeigt, dass Pornos auch ein hohes Problempotential besitzen. Natürlich ist das bei jedem Nutzer individuell unterschiedlich, wie stark sich der Pornokonsum auf andere Facetten des Lebens auswirkt. Für eine Person ist das nur eine schnelle Bedürfnisbefriedigung so schnell mal nebenbei. Andere Menschen steigern sich aufgrund Ihrer individuelle Veranlagung und Ihrer Lebensumstände so sehr darein, dass es deren Leben sehr negativ beeinflusst.

Zum Beispiel haben Untersuchungen gezeigt (was sich auch mit meinen persönlichen Beobachtungen deckt): umso eher eine Person Pornos nutzt, um sich damit vor unangenehmen Gefühlen abzulenken, ja sich quasi gedanklich "wegzubeamen" vor den Sorgen und Schwierigkeiten im realen Leben, umso eher entwickelt die Person auch ein problematisches und suchtähnliches Konsumverhalten. Manche Leute mögen den Begriff "Sucht" in diesem Zusammenhang nicht, da es sich schließlich nicht um eine Substanz handelt, die man dem Körper zuführt.

Tatsächlich hat sich aber mittlerweile das Konzept der "Verhaltenssucht" in der Psychologie und den Kognitionswissenschaften verfestigt, da bestimmte Verhaltensweisen (z.B. binge-eating, Glücksspiele, Medienkonsum und eben Pornokonsum) nachweislich ähnlichen Mechanismen folgen, wie Drogenkonsum / Substanzmissbrauch. In Antizipation einer kommenden Belohnung schüttet das Gehirn während des Konsums Dopamin und andere Neurotransmitter aus, die ein angenehmes Gefühl verursachen und dafür sorgen, dass man von dem Verhalten nicht ablassen möchte. Nach und nach "lernt" das Gehirn, dass diese eine Substanz oder dieses eine bestimmte Verhalten immer zur Ausschüttung von Dopamin führt und dieses Verhaltensmuster verfestigt sich immer mehr, bis es quasi zur festen Gewohnheit wird. Gleichzeitig steigt der Konsum, weil man auch immer mehr desensibilisiert (abstumpft), umso häufiger man sich den Reizen aussetzt, zumal in Pornos heutzutage ja eher selten Blümchensex mit kuscheln angesagt ist, sondern es eher "härter" zur Sache geht.

Dieser Artikel liefert eine gute und leicht verständliche Zusammenfassung: https://www.thieme-connect.com/products ... 35-1559724

Während man als Pubertierender womöglich noch alleine vom Anblick einer sich in sexy Pose präsentierenden, attraktiven Frau total "übermannt" fühlt, da führen Hardcore-Pornos schnell dazu, dass recht bald normale Sexszenarien schon nicht mehr ausreichen. Die Branche setzt ja bewusst auf die Inszenierung besonders drastischer Szenarien, um die Konsumenten "bei der Stange zu halten" (im wahrsten Sinne des Wortes).

Als "Absolute Beginner" haben wir das Problem, dass diese Pornos oft unsere einzige sexuelle Erfahrung sind und unser Bild von Frauen und Sexualität mitunter auch stark durch die Pornos beeinflusst ist. Wenn wir dank Internet uns jeden Tag eine unendliche Anzahl an sexuellen Szenarien und virtuellen Sexpartnerinnen zu Gemüte führen können, dann sind wir wahrscheinlich auch weniger bereit im Alltag in eine Interaktion mit einer durchschnittlich oder weniger attraktiven Frau zu investieren, erst Recht wenn viele von uns sich sowieso schon schwer tun überhaupt auf andere Menschen, insbesondere potentielle Partnerinnen zuzugehen. So kann der Pornokonsum irgendwann zu so einer Dauerflucht vor der Realität werden, was uns mehr aufhält und ausbremst, als dass es uns voran bringt.

Aus den Neurowissenschaften gibt es auch Modelle die besagen, dass Pornos quasi eine Art Superstimulus darstellen. Beim Konsum wird soviel Dopamin auf ein Mal freigesetzt, dass das Gehirn mittelfristig die Rezeptoren / bzw. die Produktion von Dopamin runterfährt. Das liegt darin, dass unser Körper immer bemüht ist einen Zustand der Homöostase (=Gleichgewicht) herzustellen. Wenn zuviel von einer bestimmten Substanz im Körperkreislauf ist, dann versucht der Körper das eben runterzufahren, da er davon ausgeht, dass nun regelmäßig mit einer höheren Ausschüttung von (z.B. Dopamin) zu rechnen ist. Da wir aber Dopamin auch im Alltag brauchen, um uns zum Beispiel für unsere Arbeit motivieren zu können, müssen wir fortan mit einem geringeren Dopaminspiegel im Alltag auskommen, was z.B. Konzentrationsprobleme, depressive Zustände und ADHS-artige Symptome begünstigen kann. Um wieder auf unser Level zu kommen, greifen wir wieder zu den Pornos und ein Suchtkreislauf entsteht, ähnlich wie bei Kokain und Heroin.

Letztendlich hilft dann irgendwann nur noch längere Porno-Abstinenz, um das Alles wieder auf ein normales Level einzupegeln. Mittlerweile gibt es da ja auch diese ganze "NoFap" Bewegung auf Reddit, wobei es dort auch viele Spinner gibt, die sich irgendwelche Superkräfte davon versprechen, dass sie auf Pornos verzichten. Etwas seriöser und reifer geht es hingegen bei "Pornfree" auf Reddit zu. Viele der Nutzer dort fallen selbst in die Absolute Beginner Kategorie und häufig berichten die Leute auch, dass es ihnen echt geholfen hat, mal mit dem Pornokonsum für eine längere Zeit zu brechen. Ist allerdings alles in Englisch dort, sind aber auch oft Leute aus Deutschland anzutreffen dort.

https://www.reddit.com/r/pornfree/

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Re: Schlechtes Gewissen wegen Pornokonsum

Beitrag von fredstiller » Samstag 30. März 2019, 08:48

Icke_Bins hat geschrieben:
Freitag 29. März 2019, 18:42
Aus den Neurowissenschaften gibt es auch Modelle die besagen, dass Pornos quasi eine Art Superstimulus darstellen. Beim Konsum wird soviel Dopamin auf ein Mal freigesetzt, dass das Gehirn mittelfristig die Rezeptoren / bzw. die Produktion von Dopamin runterfährt. Das liegt darin, dass unser Körper immer bemüht ist einen Zustand der Homöostase (=Gleichgewicht) herzustellen. Wenn zuviel von einer bestimmten Substanz im Körperkreislauf ist, dann versucht der Körper das eben runterzufahren, da er davon ausgeht, dass nun regelmäßig mit einer höheren Ausschüttung von (z.B. Dopamin) zu rechnen ist. Da wir aber Dopamin auch im Alltag brauchen, um uns zum Beispiel für unsere Arbeit motivieren zu können, müssen wir fortan mit einem geringeren Dopaminspiegel im Alltag auskommen, was z.B. Konzentrationsprobleme, depressive Zustände und ADHS-artige Symptome begünstigen kann.
...aber „richtiger“ Sex ist doch dann erst recht „Superstimulus“, bei dem massiv Dopamin ausgeschüttet wird?!
Aufgrund der taktil-haptischen Sensationen durch den Körperkontakt noch viel mehr und stärker.
Wo also soll der Unterschied sein?

In der körperlichen Bewegung und Aktivität? Da empfiehlt es sich der geneigten Pornokonsumentin doch, zur Kompensation vorher oder nachher eine grosse Runde (20-30min) um den Block oder durch den Park zu laufen, und gut ist?! I
Und ich lauf ne Runde mit.
Zuletzt geändert von fredstiller am Samstag 30. März 2019, 09:13, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Schlechtes Gewissen wegen Pornokonsum

Beitrag von Tania » Samstag 30. März 2019, 09:07

fredstiller hat geschrieben:
Samstag 30. März 2019, 08:48
...aber (regelmässiger) „richtiger“ Sex ist doch dann genauso Superstimulus, bei dem massiv Dopamin ausgeschüttet wird.

Wo also soll der Unterschied sein? :?:
Man hat für gewöhnlich seltener richtigen Sex ... da kann kaum ein Gewöhnungseffekt eintreten. Bei den Fällen, wo das anders ist, spricht man auch von "Sexsucht" - ist also genau wie übermäßiger Pornokonsum eine Verhaltenssucht.

Pornos sind insofern nicht viel anders als Paarsex. Die Dosis macht das Gift.

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Re: Schlechtes Gewissen wegen Pornokonsum

Beitrag von Icke_Bins » Sonntag 31. März 2019, 21:32

fredstiller hat geschrieben:
Samstag 30. März 2019, 08:48

...aber „richtiger“ Sex ist doch dann erst recht „Superstimulus“, bei dem massiv Dopamin ausgeschüttet wird?!
Aufgrund der taktil-haptischen Sensationen durch den Körperkontakt noch viel mehr und stärker.
Wo also soll der Unterschied sein?

In der körperlichen Bewegung und Aktivität? Da empfiehlt es sich der geneigten Pornokonsumentin doch, zur Kompensation vorher oder nachher eine grosse Runde (20-30min) um den Block oder durch den Park zu laufen, und gut ist?! I
Und ich lauf ne Runde mit.
Eine sehr gute und berechtigte Frage! Tatsächlich gibt es da einige wesentliche Unterschiede!

Einerseits würde ich Tania zustimmen, dass es auch immer eine Frage der Dosis ist und man in einer üblichen Paarbeziehung nicht ständig "Zugang" zu Sex hat, sondern auf einen Moment warten muss, wo die gegenseitige Bereitschaft und Lust vorhanden ist. Man kann also nicht ständig, sobald einem danach ist, Sex haben.

Pornos hingegen sind ständig abrufbar und verfügbar. Außerdem gibt es ständig neues Material, mit neuen Szenarien und neuen virtuellen Sexpartnerinnen von jeglichem Typus den man sich nur vorstellen kann.

Es gibt da dieses als "Coolidge-Effekt" bezeichnete Phänomen in der Biologie / Psychologie. Demnach stellt sich ein gewisser Gewönungseffekt in einer intimen Beziehung ein und die gewohnte Partnerin wird weniger reizvoll wahrgenommen im Vergleich zu der Möglichkeit, sich mit einer neuen Partnerin zu kopulieren. Deswegen sind ja auch Institutionen wie die Ehe und feste Partnerschaften entstanden.

Pornos simulieren dem Gehirn, dass wir ständig Zugang zu unendlich vielen Sexszenarien mit unterschiedlichsten Partnerinnen hätten. Da Dopamin in Antizipation einer "Belohnung" ausgeschüttet wird und dem Gehirn suggeriert wird, dass wir uns quasi ständig die Belohnung abholen könnten, entwickelt sich so ein Abhängigkeitskreislauf. Wir wollen quasi diese hohe Dopaminausschüttung, an die wir uns gewöhnt haben und die wir per Knopfdruck abrufen können, nicht missen und brauchen ständig unsere Dosis - so kann es sich zumindest entwickeln, wenn wir neben den Pornos relativ wenig andere Beschäftigungen haben, die uns Befriedigung (nicht nur im sexuellen, sondern im generellen Sinne) verschaffen.

Gerade wir AB's sind aber oft Außenseiter, die zudem keinen normalen Zugang zu Sex im Rahmen von Partnerbeziehungen haben. Daher würde ich einschätzen, dass bei uns das Suchtpotential höher ist, als bei Leuten, die Ihre Sexualität auch im Rahmen normaler Beziehungen ausleben können. Denn dann dienen Pornos nicht nur als gelegentliches schnelles Vergnügen, sondern können auch eine größere Rolle im Leben spielen als es gesund ist, weil sie dann als Mittel der Kompensation, Ablenkung oder Realitätsflucht dienen können.

Es ist also einerseits die Dosis, vor allem aber auch das Medium "Internet", was Pornos so problematisch macht. Ständige Abrufbarkeit und ständig neues Material!

Es gibt ein echt gutes (englischsprachiges) Video von dem Wissenschaftler Sapolsky, in dem er ziemlich anschaulich erklärt, wie Dopamin und Belohnung zusammenhängen und wie sich das auf unsere Entscheidungen auswirkt, so dass z.B. auch Süchte entstehen können. Lohnt sich: https://www.youtube.com/watch?v=axrywDP9Ii0


Deswegen wurden ja auch Institutionen wie die Ehe und feste Partnerschaften entwickelt, damit wir als Menschen durch unseren Kopulationsdrang

Darüber hinaus ist es auch eine Frage des "Mediums". Heutzutage konsumieren wir Pornos ja quasi ausschließlich über das Hochgeschwindigkeitsinternet. Durch dieses Medium haben wie ständig Zugang zu Streamingseiten mit unendlich viel Material zur Auswahl.


Seitdem sich das Hochgeschwindigkeitsinternet verbreitet hat

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Re: Schlechtes Gewissen wegen Pornokonsum

Beitrag von Tania » Sonntag 31. März 2019, 22:22

Icke_Bins hat geschrieben:
Sonntag 31. März 2019, 21:32
Einerseits würde ich Tania zustimmen, dass es auch immer eine Frage der Dosis ist und man in einer üblichen Paarbeziehung nicht ständig "Zugang" zu Sex hat, sondern auf einen Moment warten muss, wo die gegenseitige Bereitschaft und Lust vorhanden ist. Man kann also nicht ständig, sobald einem danach ist, Sex haben.
Das meinte ich nicht, sondern eher das Phänomen, dass man in einer längeren Partnerschaft weniger häufig Sex will, als man zuvor Pornos geschaut hat. Frag mich bitte nicht nach den Gründen. Für mich ist es nicht so, dass ich keine Lust mehr auf meinen Freund hätte - es ist einfach so, dass dieser Beziehungssex eine Art von Befriedigung schafft, die Pornos oder auch ONS nicht hinkriegen. Und diese "Sättigung" hält dann durchaus paar Tage vor.

Wenn ich Pornos gucke, dann ist das einerseits körperlich befriedigend, andererseits fehlt einfach noch etwas. Und deswegen kann ich auch 4-5 mal täglich masturbieren, und habe trotzdem noch nicht das Gefühl, dass es reicht. Aber einmal ausgiebiger Sex mit viel Zärtlichkeit und emotionaler Verbundenheit reicht für 3 Tage. Was natürlich nicht bedeutet, dass ich dann auch 3 Tage Pause machen MUSS ;)

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Re: Schlechtes Gewissen wegen Pornokonsum

Beitrag von knopper » Montag 1. April 2019, 10:10

Nun Kumpel meinte bei dem Thema auch mal...."glaub mir wenn du das 1. mal richtig Sex hattest guckst du keine Pornos mehr....du willst es dann immer wieder" :hammer: bzw. auch ab und zu den Satz "es geht nichts über eine echt Mu...." :D :D :D ja nee is mir auch klar

...macht einen natürlich als HC-AB richtig kirre und auch n wenig nachdenklich....
Tania hat geschrieben:
Sonntag 31. März 2019, 22:22

Wenn ich Pornos gucke, dann ist das einerseits körperlich befriedigend, andererseits fehlt einfach noch etwas. Und deswegen kann ich auch 4-5 mal täglich masturbieren, und habe trotzdem noch nicht das Gefühl, dass es reicht. Aber einmal ausgiebiger Sex mit viel Zärtlichkeit und emotionaler Verbundenheit reicht für 3 Tage. Was natürlich nicht bedeutet, dass ich dann auch 3 Tage Pause machen MUSS ;)
nun ja...besonders das Schuldgefühl "danach" wird es bei richtigem Sex wohl so nicht geben...weil man hatte ihn dann ja! Mehr geht nicht!
Wohingegen bei SB + Porno immer sowas aufkommt wie "hättest schon lange richtigen Sex haben können stattdessen hockst du hier in deiner Bude vorm PC und wi... alles voll"..."is ja alles nich echt"
:D :D :D
...ja sorry bin da nur ehrlich, bzw. sind meine Gedanken immer.

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Re: Schlechtes Gewissen wegen Pornokonsum

Beitrag von Gilbert » Montag 1. April 2019, 10:39

knopper hat geschrieben:
Montag 1. April 2019, 10:10
Nun Kumpel meinte bei dem Thema auch mal...."glaub mir wenn du das 1. mal richtig Sex hattest guckst du keine Pornos mehr....du willst es dann immer wieder" :hammer: bzw. auch ab und zu den Satz "es geht nichts über eine echt Mu...." :D :D :D ja nee is mir auch klar
.....glaub ihm kein Wort. Das dürfte eine ziemlich individuelle Einstellung jedes Einzelnen sein. ;)
Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden.
Hermann Hesse

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Re: Schlechtes Gewissen wegen Pornokonsum

Beitrag von Pentas » Montag 1. April 2019, 10:45

knopper hat geschrieben:
Montag 1. April 2019, 10:10
nun ja...besonders das Schuldgefühl "danach" wird es bei richtigem Sex wohl so nicht geben...weil man hatte ihn dann ja! Mehr geht nicht!
Warum sollte es nach dem Sex keine Schuldgefühle geben?
- Zum Beispiel hat man soeben etwas getan, was die eigene Religion verbietet.
- oder man hat ihr Hoffnungen auf mehr gemacht, obwohl man selbst nur an einem ONS interessiert war.
- oder das Kondom ist gerissen, und man macht sich Sorgen wegen einer ungewollten Schwangerschaft und/oder Geschlechtskrankheiten
- oder man hat erfahren, das ihr Ex ein ganz übler Schlägertyp ist.
- oder nüchtern sieht sie nicht mehr ganz so toll aus.

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Re: Schlechtes Gewissen wegen Pornokonsum

Beitrag von knopper » Montag 1. April 2019, 10:50

Pentas hat geschrieben:
Montag 1. April 2019, 10:45
Warum sollte es nach dem Sex keine Schuldgefühle geben?
- Zum Beispiel hat man soeben etwas getan, was die eigene Religion verbietet.
- oder man hat ihr Hoffnungen auf mehr gemacht, obwohl man selbst nur an einem ONS interessiert war.
- oder das Kondom ist gerissen, und man macht sich Sorgen wegen einer ungewollten Schwangerschaft und/oder Geschlechtskrankheiten
- oder man hat erfahren, das ihr Ex ein ganz übler Schlägertyp ist.
- oder nüchtern sieht sie nicht mehr ganz so toll aus.
ja gut...he he das habe ich jetzt nicht ganz bedacht.
Trifft alles, mal abgesehen von der Religion, natürlich zu. Wobei trotzdem bei so manchem HC-AB die Erleichterung überwiegen wird, das man "es doch kann".
Es sei denn es läuft wirklich so dermaßen schief das es doch nix wird...dann kommen die Schuldgefühle wieder auf. Natürlich auch in Verbindung mit einem Verschweigen des HC-Status, und hinterher "hätteste man".
ja ok...
Zuletzt geändert von knopper am Montag 1. April 2019, 11:01, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Schlechtes Gewissen wegen Pornokonsum

Beitrag von Pentas » Montag 1. April 2019, 10:54

knopper hat geschrieben:
Montag 1. April 2019, 10:50
Pentas hat geschrieben:
Montag 1. April 2019, 10:45
Warum sollte es nach dem Sex keine Schuldgefühle geben?
- Zum Beispiel hat man soeben etwas getan, was die eigene Religion verbietet.
- oder man hat ihr Hoffnungen auf mehr gemacht, obwohl man selbst nur an einem ONS interessiert war.
- oder das Kondom ist gerissen, und man macht sich Sorgen wegen einer ungewollten Schwangerschaft und/oder Geschlechtskrankheiten
- oder man hat erfahren, das ihr Ex ein ganz übler Schlägertyp ist.
- oder nüchtern sieht sie nicht mehr ganz so toll aus.
ja gut...he he das habe ich jetzt nicht ganz bedacht.
Trifft alles, mal abgesehen von der Religion, natürlich zu. Wobei trotzdem bei so manchem HC-AB die Erleichterung überwiegen wird, das man "es doch kann".
Es sei denn es läuft wirklich so dermaßen schief das es doch nix wird...dann kommen die Schuldgefühle wieder auf. Natürlich auch in Verbindung mit einem Verschweigen des HC-Status, und hinterher "härteste man".
ja ok...
Nach meinem ersten Sex ging es mir wirklich schlecht, weil ich mir ein paar mögliche negativen Szenarien ausgemalt hatte. Sex alleine war zumindest für mich nicht die Lösung.

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Re: Schlechtes Gewissen wegen Pornokonsum

Beitrag von knopper » Montag 1. April 2019, 11:02

Pentas hat geschrieben:
Montag 1. April 2019, 10:54

Nach meinem ersten Sex ging es mir wirklich schlecht, weil ich mir ein paar mögliche negativen Szenarien ausgemalt hatte. Sex alleine war zumindest für mich nicht die Lösung.
hm, und die dann auch eingetreten sind, oder wie?

Pentas

Re: Schlechtes Gewissen wegen Pornokonsum

Beitrag von Pentas » Montag 1. April 2019, 11:25

knopper hat geschrieben:
Montag 1. April 2019, 11:02
Pentas hat geschrieben:
Montag 1. April 2019, 10:54

Nach meinem ersten Sex ging es mir wirklich schlecht, weil ich mir ein paar mögliche negativen Szenarien ausgemalt hatte. Sex alleine war zumindest für mich nicht die Lösung.
hm, und die dann auch eingetreten sind, oder wie?
Nein, zum Glück nicht. Wäre sehr, sehr unwahrscheinlich gewesen. Eine irrationale Angst, aber sehr robust gegen Sachargumente.

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Re: Schlechtes Gewissen wegen Pornokonsum

Beitrag von Gatem » Montag 1. April 2019, 11:46

Gilbert hat geschrieben:
Montag 1. April 2019, 10:39
knopper hat geschrieben:
Montag 1. April 2019, 10:10
Nun Kumpel meinte bei dem Thema auch mal...."glaub mir wenn du das 1. mal richtig Sex hattest guckst du keine Pornos mehr....du willst es dann immer wieder" :hammer: bzw. auch ab und zu den Satz "es geht nichts über eine echt Mu...." :D :D :D ja nee is mir auch klar
.....glaub ihm kein Wort. Das dürfte eine ziemlich individuelle Einstellung jedes Einzelnen sein. ;)
Genau. Das ist sehr individuell. Für mich war "richtiger" Sex jedenfalls nie so befriedigend wie wenn ich selbst Hand anlege. Ich habe es viel mehr als reine Anstrengung wahrgenommen. Das einzige, was wirklich besser war, war das Kuscheln drum herum.

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Re: Schlechtes Gewissen wegen Pornokonsum

Beitrag von Omomo » Montag 1. April 2019, 12:08

knopper hat geschrieben:
Montag 1. April 2019, 10:10
Nun Kumpel meinte bei dem Thema auch mal...."glaub mir wenn du das 1. mal richtig Sex hattest guckst du keine Pornos mehr....du willst es dann immer wieder" :hammer: bzw. auch ab und zu den Satz "es geht nichts über eine echt Mu...." :D :D :D ja nee is mir auch klar

...macht einen natürlich als HC-AB richtig kirre und auch n wenig nachdenklich....
Tania hat geschrieben:
Sonntag 31. März 2019, 22:22

Wenn ich Pornos gucke, dann ist das einerseits körperlich befriedigend, andererseits fehlt einfach noch etwas. Und deswegen kann ich auch 4-5 mal täglich masturbieren, und habe trotzdem noch nicht das Gefühl, dass es reicht. Aber einmal ausgiebiger Sex mit viel Zärtlichkeit und emotionaler Verbundenheit reicht für 3 Tage. Was natürlich nicht bedeutet, dass ich dann auch 3 Tage Pause machen MUSS ;)
nun ja...besonders das Schuldgefühl "danach" wird es bei richtigem Sex wohl so nicht geben...weil man hatte ihn dann ja! Mehr geht nicht!
Wohingegen bei SB + Porno immer sowas aufkommt wie "hättest schon lange richtigen Sex haben können stattdessen hockst du hier in deiner Bude vorm PC und wi... alles voll"..."is ja alles nich echt"
:D :D :D
...ja sorry bin da nur ehrlich, bzw. sind meine Gedanken immer.
Ich glaube dein Kollege wollte dich da nur ärgern oder hat sich ein wenig überlegen gefühlt als er das sagen konnte.
Ich wünschte du könntest selbst mal Sex haben und dann sehen wie es wirklich ist, denn so rosig wie du es dir vorstellst ist es eben nicht. Wenns um Sex an sich geht, dann ist es halt was ganz normales, was erst durch den Umstand, dass man es als Mann sich "erarbeiten" muss zu etwas besonderem wird.
Ich glaube in den Erzählungen ist Sex noch besonderer als in real. Wenn man seinen Leuten erzählen/zeigen kann mit welcher hübschen Schnecke man im Bett war und wo man es überall getrieben hat. Da fühlt man sich als Mann eben auch bestätigt.
Wenns nur um das "rein-raus" ginge, dann könnte man ja gleich zu einer Professionellen gehen, aber das tun ja die wenigsten, weil es nicht den Reiz hat, dass man sich seine "Beute" verdient hat und eine Frau durch seine Qualitäten überzeugt hat.
"Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun."

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Re: Schlechtes Gewissen wegen Pornokonsum

Beitrag von Pentas » Montag 1. April 2019, 12:44

Omomo hat geschrieben:
Montag 1. April 2019, 12:08
Ich glaube in den Erzählungen ist Sex noch besonderer als in real.
Nö, in echt ist er viel besser. :pfeif:
Wenn man seinen Leuten erzählen/zeigen kann mit welcher hübschen Schnecke man im Bett war und wo man es überall getrieben hat. Da fühlt man sich als Mann eben auch bestätigt.
Das Bedürfnis hatte ich noch nie. Und wen sollte ich das überhaupt erzählen. Der Verwandtschaft? Den Arbeitskollegen? :hammer:

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Re: Schlechtes Gewissen wegen Pornokonsum

Beitrag von Icke_Bins » Montag 1. April 2019, 16:40

Tania hat geschrieben:
Sonntag 31. März 2019, 22:22
Icke_Bins hat geschrieben:
Sonntag 31. März 2019, 21:32
Einerseits würde ich Tania zustimmen, dass es auch immer eine Frage der Dosis ist und man in einer üblichen Paarbeziehung nicht ständig "Zugang" zu Sex hat, sondern auf einen Moment warten muss, wo die gegenseitige Bereitschaft und Lust vorhanden ist. Man kann also nicht ständig, sobald einem danach ist, Sex haben.
Das meinte ich nicht, sondern eher das Phänomen, dass man in einer längeren Partnerschaft weniger häufig Sex will, als man zuvor Pornos geschaut hat. Frag mich bitte nicht nach den Gründen. Für mich ist es nicht so, dass ich keine Lust mehr auf meinen Freund hätte - es ist einfach so, dass dieser Beziehungssex eine Art von Befriedigung schafft, die Pornos oder auch ONS nicht hinkriegen. Und diese "Sättigung" hält dann durchaus paar Tage vor.
...
Das läuft aber auf das Gleiche hinaus: in einer Partnerbeziehung hat man eben nach einer gewissen Gewöhnungszeit seltener Sex. Das deckt sich ziemlich genau mit dem von mir angesprochenen Coolidge-Effekt: eine gewisse Sättigung setzt ein, wenn man in einer festen Partnerschaft ist. Wenn einem aber (etwa ivirtuell n der Form von Pornos oder in echt, wenn man zu denjenigen "Hochattraktiven" gehört, die ohne Probleme One-Night Stands wahrnehmen können) die Möglichkeit offensteht, ständig mit neuen Sexpartnern zu kopulieren, so bleibt es reizvoll durch die ständige Neuartigkeit. Etwas einfach gesagt, wenn ich heute mit einer schlanken, hübschen skandinavischen Blondine ins Bett gehen könnte und schon morgen eine temperamentvolle Latina mit wohlgeformten Rundungen vor meiner Tür stände, dann wäre das reizvoller und ich wäre eher schneller bereit für den Kopulationsakt, als wenn ich wieder mit der Blondine, die ich gestern und letzte Woche schon hatte ins Bett sollte.

Nur dass es eben auch destruktive Effekte für das soziale Zusammenleben zur Folge hat, wenn man nur seinen Gelüsten in dieser Weise folgen würde. So haben sich eben die Ehe und feste Partnerschaften als Gegengewicht entwickelt . Sonst gäbe es keine funktionalen Familien und keine Kinder, die in geordneten Familienverhältnissen aufwüchsen, wo beide Elternteile Ihrer jeweiligen Verantwortung gerecht würden.

Pentas hat geschrieben:
Montag 1. April 2019, 10:45
knopper hat geschrieben:
Montag 1. April 2019, 10:10
nun ja...besonders das Schuldgefühl "danach" wird es bei richtigem Sex wohl so nicht geben...weil man hatte ihn dann ja! Mehr geht nicht!
Warum sollte es nach dem Sex keine Schuldgefühle geben?
- Zum Beispiel hat man soeben etwas getan, was die eigene Religion verbietet.
- oder man hat ihr Hoffnungen auf mehr gemacht, obwohl man selbst nur an einem ONS interessiert war.
- oder das Kondom ist gerissen, und man macht sich Sorgen wegen einer ungewollten Schwangerschaft und/oder Geschlechtskrankheiten
- oder man hat erfahren, das ihr Ex ein ganz übler Schlägertyp ist.
- oder nüchtern sieht sie nicht mehr ganz so toll aus.
Das mit den "Schuldgefühlen" ist ja wirklich eine recht individuelle und subjektive Sache. Das hängt viel mit den Vorstellungen, Normen und Werten zusammen, die man selbst verinnerlicht hat. Was die Pornographie angeht, gibt es zum Beispiel Studien die zeigen, dass Menschen die sehr wertekonservativ und mit religiösen Vortsellungen, in denen Sexualität tabuisiert wird, aufgewachsen sind, viel stärker zu Schuldgefühlen neigen.

Nichtsdestotrotz gibt es meiner Meinung nach auch die von mir benannten, objektiven und teilweise auch biologisch-physiologisch verankerten Zusammenhänge, aufgrund derer Pornokonsum eben problematisch sein kann - ganz unabhängig von der individuellen Weltanschauung! Pornographie hat halt ein sehr hohes Potential sich nach einer Weile in eine Verhaltenssucht zu entwickeln, wie gesagt, gerade wenn es "missbraucht" wird um vor der Realität zu fliehen oder als Kompensation für fehlende echte intime Beziehungen dient. So wie Kokain, setzt Pornokonsum eben sehr viel Dopamin frei, mit der Folge eines darauf folgenden Tiefs. Viele Leute berichten genau das: dass sie sich nach einer Pornosession niedergeschlagen, antriebslos und mutloser fühlen. Und viele berichten eben auch, dass sich dieser Zustand wieder normalisiert, umso länger sie abstinent sind. Das deckt sich auf jeden Fall mit meiner persönlichen Erfahrung.

Nachdem ich mir Pornos reinziehe, leide ich teilweise tagelang unter Symptomen, die deckungsgleich mit denen des Autismus und ADHS sind:
  • kann kaum auf Leute zugehen, reagieren oder spontan Smalltalk halten
  • bin innerlich sehr verschlossen und sehr in meinem eigenen Kopf
  • ich kann mich nicht auf meine Aufgaben konzentrieren oder meine Tätigkeiten priorisieren
  • leicht ablenkbar und starke Neigung zur Prokrastination
  • mutlos und unentschlossen
...

So ein Zustand ist so ziemlich die ungünstigste Voraussetzung, um Menschen (insbesondere potentielle Partnerinnen) kennenzulernen!

NBUC
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Re: Schlechtes Gewissen wegen Pornokonsum

Beitrag von NBUC » Montag 1. April 2019, 16:45

Icke_Bins hat geschrieben:
Montag 1. April 2019, 16:40
  • kann kaum auf Leute zugehen, reagieren oder spontan Smalltalk halten
  • bin innerlich sehr verschlossen und sehr in meinem eigenen Kopf
  • ich kann mich nicht auf meine Aufgaben konzentrieren oder meine Tätigkeiten priorisieren
  • leicht ablenkbar und starke Neigung zur Prokrastination
  • mutlos und unentschlossen
Überspitzt:
Danach bräuchten ABs ja gar keine Pornos ... wir sind so schon so.
Natural Born UnCool

Alle gesellschaftlichen Betrachtungen enthalten zwangsläufig Verallgemeinerungen und werden daher Ausnahmen und Einzelfälle enthalten, denen sie nicht gerecht werden können.

wenn ich nicht antworten sollte heißt das nicht, dass du Recht hast, sondern ich kein Internet!

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