Schlechtes Gewissen wegen Pornokonsum

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Brax
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Re: Schlechtes Gewissen wegen Pornokonsum

Beitrag von Brax » Freitag 22. Februar 2019, 15:27

Einsamkeit_is_doof hat geschrieben:
Donnerstag 21. Februar 2019, 16:17
Brax hat geschrieben:Vielleicht würde es dir weiterhelfen, dir mal anzuschauen, was eigentlich die Ursache deiner Schuldgefühle ist.
Genau das ist der Punkt, den ich selber nicht verstehe. Ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich mir an sich schon gerne Pornos angucke. :oops: Es ist halt die einzige Möglichkeit für mich meine Sexualität auszuleben. :wuetend:
Trotzdem fühle ich mich manchmal irgendwie mies dabei. Ich habe auch schonmal versucht darauf zu verzichten. Für eine gewisse Zeit klappt das sogar, aber irgendwann wird der Druck dann doch so gross, dass ich doch wieder schwach werde.
Brax hat geschrieben:Und v. a. was Pornos kurz- und langfristig für eine Wirkung auf dich haben (und in dem Sinn, ob sie gut oder schlecht für dich sind).
Sagen wir mal so: Ich bin eigentlich sogar ganz froh, dass es über das Internet die Möglichkeit gibt sch sowas anzuschauen. Sonst wüsste ich wahrscheinlich bis heute noch nicht, wie eine Frau eigentlich richtig aussieht. Es ist halt meine einzige Möglichkeit meine Sexualität wenigstens ein bisschen ausleben zu können. :crybaby:
Ich sehe Pornos als nichts schlechtes oder gar böses an. Nur manchmal überkommt mich halt ein schlechtes Gewissen, weil ich mir manchmal vorkomme wie ein Schwein. Ich meine, ich hocke hier vor dem Computer und gucke mir nackte Frauen an. :hammer:
Das geht mir nicht genug in die Tiefe.
Dass du gerne Pornos guckst und dich irgendwie schlecht fühlst dabei, hast du ja schon gesagt. Das bringt dich nicht weiter.
Du musst die Antworten auch nicht hier ausbreiten, sondern nur für dich selbst rausfinden.

Was ich meinte ist:
1) Was ist die Ursache deiner Schuldgefühle? Hast du mal Ärger dafür bekommen, dass du einen Porno angeguckt hast? Oder hast du generell häufig Ärger bekommen? Hat dir jemand vermittelt, Sexualität sei was Böses (und wenn ja, wer und warum)? Hast du etwas über misshandelte Pornodarsteller/innen gehört oder gelesen und machst dir Sorgen/Gedanken um die Darsteller? ...?
Wenn dir bewusst ist, was die Ursache deiner Schuldgefühle ist (nicht nur, dass du welche hast), kannst du dir entweder sagen "Da ist was dran", dann bleiben zwar die Schuldgefühle, aber du hast immerhin einen konkreten Grund dafür, oder du kannst dir sagen "Nee, ist doch Quatsch, da steckt nur ein verquerer Glaubenssatz dahinter", dann kannst du die Schuldgefühle ablegen.

2) Was die Wirkung von Pornos angeht, gehts ja nicht nur darum, sich mal ein bisschen Erleichterung zu verschaffen. Deswegen sagte ich ja auch "langfristig". Man liest ja (auch hier) immer wieder, dass manche Männer das Gefühl haben, durch Pornos abzustumpfen; dass sie keine realistische Vorstellung von Sex mehr haben bzw. dass es dann mit dem Sex, wenn sie doch mal welchen haben, überhaupt nicht mehr klappt; dass die Einstellung zu Frauen darunter leidet; dass sie süchtig nach Pornos werden; dass ihnen die Motivation abhanden kommt, sich im RL überhaupt noch um eine Freundin zu bemühen, etc.
Solltest du so etwas bei dir bemerken, wäre vielleicht schon angeraten, mit dem Pornokonsum vorsichtig umzugehen. Muss ja nicht der Fall sein, aber kann.

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Re: Schlechtes Gewissen wegen Pornokonsum

Beitrag von Einsamkeit_is_doof » Freitag 22. Februar 2019, 19:19

Hallo,
LonesomeCoder hat geschrieben:Sofern keine illegalen Inhalte wie Tier- oder Kinderpornos oder Raubkopien geschaut werden, ist die Angst vor der Polizei unbegründet.
Also das wären dann auch Sachen, die ich abstossend fände. Allerdings dreht sich meine Sorge darum, dass man auf einen Link gerät, wo man zuerst nicht erkennt, was sich dahinter verbirgt. Zum Beispiel ein Bild, welches keinen Anlass zur Sorge gibt, auf das man klickt und dann landet man auf einer solchen, ich nenne es jetzt mal, Schundseite.
Brax hat geschrieben:Du musst die Antworten auch nicht hier ausbreiten, sondern nur für dich selbst rausfinden.
Danke für deinen Beitrag. Er enthält sehr interessante Denkanstösse. :brille1: Da werde ich mal drüber nachdenken.
Brax hat geschrieben: Was ist die Ursache deiner Schuldgefühle? Hast du mal Ärger dafür bekommen, dass du einen Porno angeguckt hast? Oder hast du generell häufig Ärger bekommen? Hat dir jemand vermittelt, Sexualität sei was Böses (und wenn ja, wer und warum)? Hast du etwas über misshandelte Pornodarsteller/innen gehört oder gelesen und machst dir Sorgen/Gedanken um die Darsteller? ...?

Hierauf möchte ich doch ganz kurz eingehen:
Also Ärger habe ich keinen bekommen und mir hat auch niemand vermittelt, dass Sexualität etwas böses oder gar schlechtes wäre. Es ist tatsächlich eher das Gefühl, ob die Darsteller das wirklich alles freiwillig machen. Ich denke in den meisten Fällen ja schon. Aber man hört ja auch von Fällen, wo Frauen dazu gezwungen werden. Und da komme ich dann eben auch wieder an den Punkt, was wenn ich auf einer illegalen Seite lande?! Kann man immer erkennen, ob das alles legal ist? Kann man erkennen, ob das Mädel wirklich schon 18 ist? Bei manchen ist das schon klar, aber manche sehen schon recht jung aus.
Ich weiss aber auch, dass es Darsteller gibt, die diesen Job gerne machen.

Wahrscheinlich ist es beim Porno gucken bei mir das gleiche, wie draussen auf der Strasse: Ich sehe eine tolle Frau und wenn sie in meine Richtung guckt, gucke ich schnell weg. :specht: Sie könnte ja sehen, dass ich sie sehe und dann denken: "Was will der denn von mir?" :wuetend: Ich weiss, das ist total Gaga, aber man kann ja aus seiner Haut leider nicht raus. Das schlimme ist, dass das ja eigentlich alles Sachen sind, die normal sind. Man schaut sich an, lächelt sich vielleicht an und im Idealfall traut "Mann" sich und spricht sie an. Wenn es jetzt ganz ideal läuft, dann versteht man sich und wird ein Paar.

Ich weiss nicht, aber manchmal habe ich das Gefühl, dass ich total verklemmt bin und Dinge, die total normal sind als total weltbewegend ansehe :wuetend: :wuetend: :wuetend:
Wenn einem die Sch... bis zum Hals steht, sollte man nicht auch noch den Kopf hängen lassen!

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Re: Schlechtes Gewissen wegen Pornokonsum

Beitrag von LonesomeCoder » Freitag 22. Februar 2019, 21:11

Ferienhaus hat geschrieben:
Freitag 22. Februar 2019, 13:35
LonesomeCoder hat geschrieben:
Freitag 22. Februar 2019, 13:14
Raubkopien geschaut werden
Kommt bei Raubkopien nicht eher eine Abmahnung?
Ja, ich bezog mich allgemein auf die Angst vor rechtlichen Problemen. Für Fesselspiele mit scharfen Kerlen oder Damen in Uniform müsste schon mehr gemacht werden als nur ein Film illegal gesaugt werden :mrgreen:
Warnung vor Pickup: https://www.abtreff.de/viewtopic.php?p=1062199#p1062199
Wissenschaftliches Standardwerk über (männliches) AB-tum: https://www.springer.com/de/book/9783658059231
Geschlechtsspezifische Partnerwahl und Sexualitätsmerkmale: https://d-nb.info/1037687477/34

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Re: Schlechtes Gewissen wegen Pornokonsum

Beitrag von Valkyrja » Samstag 23. Februar 2019, 12:52

Lieber FS,

Ich kann dir zum Thema das Buch 'Pornland' empfehlen.

Viele Frauen sind übrigens nicht unbedingt freiwillig dabei, zumeist ist es wirtschaftliche Not, viel zu oft auch Zwang.
Man darf sich durch einige wenige weibliche 'Ikonen' nicht blenden lassen.

Sie werden verschlissen und weggeworfen, verbraucht und abgewertet.

So verständlich dein Wunsch und Bedürfnis nach 'Druck ablassen' ist, so schwierig auch deine Gewissensbisse. Nachvollziehbar.

Deine Sorge, versehentlich auf einer illegalen Seite zu landen, ist dann unnötig, so lange du nicht blind jeden Link folgst und auf dem Angebot, der gängigen Anbieter bleibst.
Da du ja, laut eigener Aussage, ohnehin nur selten mal was schaust, sollte das ja dann auch kein Problem sein.
Das Angebot sollte in diesem Falle auch austeichend sein.

Ich selber schaue keine Pornos. Gesehen habe ich den einen oder anderen mal aus Neugier, weil mich bestimmte sexuelle Praktiken interessiert haben.
Grundsätzlich stösst es mich aber ab.
Da benutze ich lieber meine eigene Fantasie.
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Re: Schlechtes Gewissen wegen Pornokonsum

Beitrag von fredstiller » Samstag 23. Februar 2019, 23:03

Valkyrja hat geschrieben:
Samstag 23. Februar 2019, 12:52
Viele Frauen sind übrigens nicht unbedingt freiwillig dabei, zumeist ist es wirtschaftliche Not
Ist doch aber auch nichts anderes als in vielen anderen Jobs auch, oder?

Macht die Kassiererin im Penny-Markt um die Ecke (oder früher beim Schlecker) den Job nicht vielleicht ebenso aus wirtschaftlicher „Not“?
Oder steht sie morgens auf, und sagt sich voller Elan: „Geil, heut hab ich wieder so richtig Bock, 8 Stunden. auf meinem Hintern zu sitzen und Waren vom Förderband zu scannen!“

:gruebel:

Ich meine, es gibt ja, wie ich hörte, auch nicht wenige deutsche Schauspielerinnen in Pornos. De facto wird niemand vom Arbeitsamt dazu gezwungen - und wer sich regulär in Deutschland aufhält (wie mit deutscher Staatsangehörigkeit), der wird auch mit Dach über dem Kopf und Essen versorgt, leidet in diesem Sinne nicht Not.

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Re: Schlechtes Gewissen wegen Pornokonsum

Beitrag von Valkyrja » Samstag 23. Februar 2019, 23:09

fredstiller hat geschrieben:
Samstag 23. Februar 2019, 23:03
Valkyrja hat geschrieben:
Samstag 23. Februar 2019, 12:52
Viele Frauen sind übrigens nicht unbedingt freiwillig dabei, zumeist ist es wirtschaftliche Not
Ist doch aber auch nichts anderes als in vielen anderen Jobs auch, oder?

Macht die Kassiererin im Penny-Markt um die Ecke (oder früher beim Schlecker) den Job nicht vielleicht ebenso aus wirtschaftlicher „Not“?
Oder steht sie morgens auf, und sagt sich voller Elan: „Geil, heut hab ich wieder so richtig Bock, 8 Stunden. auf meinem Hintern zu sitzen und Waren vom Förderband zu scannen!“

:gruebel:

Ich meine, es gibt ja, wie ich hörte, auch nicht wenige deutsche Schauspielerinnen in Pornos. De facto wird niemand vom Arbeitsamt dazu gezwungen - und wer sich regulär in Deutschland aufhält (wie mit deutscher Staatsangehörigkeit), der wird auch mit Dach über dem Kopf und Essen versorgt, leidet in diesem Sinne nicht Not.
Du vergleichst da etwas, das man wirklich nicht vergleichen kann.

Die Situation in D ist nicht mit Indien vergleichbar, was Armut angeht, aber das auch hier für viele das Geld zum Leben nicht reicht, ist auch Not.
Oder wie erklärst du dir die ganzen pfandsammelnden Rentner?

Von Zwangsprostitution (auch Porno ist Prostitution) mal ganz abgesehen.

Aber jedem das Seine....
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Re: Schlechtes Gewissen wegen Pornokonsum

Beitrag von fredstiller » Samstag 23. Februar 2019, 23:22

Valkyrja hat geschrieben:
Samstag 23. Februar 2019, 23:09
aber das auch hier für viele das Geld zum Leben nicht reicht, ist auch Not.
Oder wie erklärst du dir die ganzen pfandsammelnden Rentner?
Auch Renter bekommen ggf. Grundsicherung.
Nur weil man Flaschen sammelt, heisst das nicht, man hätte zuwenig „zum Leben“.
Was spricht dagegen, sich mit ausreichend Freizeit durch Flaschensammeln was dazuzuverdienen?

Und Zwang zur Prostitution ist in Deutschland strafbar - und wird auch tatsächlich verfolgt.


Ähnlich wie mit der Obdachlosigkeit: Auch die ist (überwiegend) kein Zeichen wirtschaftlicher Not, jedenfalls keiner zwingenden. Denn wenn ich mich richtig erinnere, waren (zumindest bis vor ca. 10 Jahren, seitdem starke Zuwanderungseffekte) ca. drei Viertel der Wohnungslosen in Deutschland Deutsche. Die hatten alle Anspruch auf ein Dach über dem Kopf.

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Re: Schlechtes Gewissen wegen Pornokonsum

Beitrag von Reinhard » Sonntag 24. Februar 2019, 09:37

fredstiller hat geschrieben:
Samstag 23. Februar 2019, 23:22
Nur weil man Flaschen sammelt, heisst das nicht, man hätte zuwenig „zum Leben“.

:gruebel: :roll:
Was würdest du denn sonst als Merkmal eines "zu wenig zum Leben" akzeptieren? Müssten die Rentner erst betteln, Handtaschen klauen, Drogen am Schulhof verkaufen, oder still und leise verhungern? :gruebel: :gruebel:


Richtig ist aber der Vergleich, dass "wirtschaftliche Not" für einen bestimmten Job keinen größeren Druck erzeugt als für andere Jobs generell. Und das gilt auch prinzipiell überall, allerdings ist es schon so, dass in armen Ländern der Einkommensunterschied zu globalisierten Branchen größer ist. Wozu Pornographie vermutlich gehört (ich weiß das nicht, woher auch), aber dieser Umstand ist dann auch nicht der jeweiligen Branche anzulasten ...
Abstimmung zum Schreibwettbewerb:
https://www.abtreff.de/viewtopic.php?f=65&t=25913 :hierlang:

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Re: Schlechtes Gewissen wegen Pornokonsum

Beitrag von knopper » Sonntag 24. Februar 2019, 16:13

Wegen der Polizei äußere ich mich hier lieber nicht ... ja sie stand schon mal vor der Tür, Bockmist gebaut :D ... egal is lange her….

Ansonsten kenn ich das mit dem schlechten Gewissen auch n wenig, bzw. es kommt immer "danach" irgendwie auf. So Gedanken wie "wie lange willst du das eigentlich noch machen." "Lass doch mal den sch....", "Andere haben richtigen Sex und schon Familie" usw...

Gibt ja nun nicht nur Pornos sondern auch diverse Cam-Seiten wo man ja real mit Frauen chatten ...und sich auch selber zeigen kann. :D keine weiteren Details hierzu, aber das hat schon ne menge Suchtpotential, da es einem auch jedes Mal Bestätigung gibt, wenn die Dame einen sieht bzw. n Foto usw... obwohl es ja nicht echt ist da die Damen dies ja nict wirklich freiwillig tun...

Ich weiß ich muss damit aufhören, bzw., suche im Moment nach ner Strategie mich dem völlig zu entziehen, nur leider sind die Hormone manchmal stärker.

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Re: Schlechtes Gewissen wegen Pornokonsum

Beitrag von Kief » Sonntag 24. Februar 2019, 17:09

knopper hat geschrieben:
Sonntag 24. Februar 2019, 16:13
Gibt ja nun nicht nur Pornos sondern auch diverse Cam-Seiten wo man ja real mit Frauen chatten ...und sich auch selber zeigen kann. :D keine weiteren Details hierzu, aber das hat schon ne menge Suchtpotential, da es einem auch jedes Mal Bestätigung gibt, wenn die Dame einen sieht bzw. n Foto usw... obwohl es ja nicht echt ist da die Damen dies ja nict wirklich freiwillig tun...
Ist vielleicht nicht da Umfeld, wo man mit den hiesigen Vorraussetzungen ploetzlich bessere Chancen hat,
weil auch dort genug andere Leute bei den Frauen landen,
aber prinzipiell musst Du nicht fuer "unfreiwillige" Damen loehnen.
Gibt auch Seiten, wo die Frauen selbst drauf Lust haben.

Sind dann nur nicht Model-Figuren, die Playboy-Bunny-Jahrgaenge um die 2000 und Du bist der einzige ...
aber es gibt bestimmt auch C2C auf kostenlosen Platformen. Oder?


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Re: Schlechtes Gewissen wegen Pornokonsum

Beitrag von knopper » Sonntag 24. Februar 2019, 17:45

Kief hat geschrieben:
Sonntag 24. Februar 2019, 17:09

aber prinzipiell musst Du nicht fuer "unfreiwillige" Damen loehnen.

geht auch ohne, wenn man weiß wie.... :D

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Re: Schlechtes Gewissen wegen Pornokonsum

Beitrag von fredstiller » Sonntag 24. Februar 2019, 18:04

Reinhard hat geschrieben:
Sonntag 24. Februar 2019, 09:37
Was würdest du denn sonst als Merkmal eines "zu wenig zum Leben" akzeptieren?
Zuwenig Mittel zum Essen, keine wetteradäquate Kleidung, keine Wohnung und Sanitäreinrichtungen.
Reinhard hat geschrieben:
Sonntag 24. Februar 2019, 09:37
Müssten die Rentner erst betteln, Handtaschen klauen, Drogen am Schulhof verkaufen, oder still und leise verhungern?
In Deutschland verhungert NIEMAND, der sich legal im Land aufhält aufgrund mangelnder Mittel.
Wie schon gesagt: Das eine hat mit dem anderen nicht unbedingt was zu tun.

Nur weil ihr oder irgendwelche feministischen Buchautorinnen sich persönlich nicht vorstellen können, ohne das Gefühl, ihre Würde zu verlieren, Flaschen zu sammeln, sich prostituieren oder in Pornos mitzuspielen, heisst nicht, dass diejenigen, die das tatsächlich tun, auch so tun und diesen Beschäftigungen aus materiellem (oder nötigendem) Zwang nachgehen.

Wir können über die Höhe von Grundsicherung und Renten diskutieren. Und ja, ich gehe auch davon aus, dass Prostitution und Pornographie aus Sicht des Anbieter- bzw. Arbeitnehmerschutzes oft sehr kritisch zu betrachten sind. Aber trotzdem werden hier mit angeblicher "Not" oft Pseudo-Kausalzusammenhänge aufgeworfen oder behauptet, die so nicht existieren.

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Re: Schlechtes Gewissen wegen Pornokonsum

Beitrag von fredstiller » Sonntag 24. Februar 2019, 18:10

knopper hat geschrieben:
Sonntag 24. Februar 2019, 16:13
Ich weiß ich muss damit aufhören, bzw., suche im Moment nach ner Strategie mich dem völlig zu entziehen, nur leider sind die Hormone manchmal stärker.
"Such dir doch einfach eine Freundin?!"

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Re: Schlechtes Gewissen wegen Pornokonsum

Beitrag von Tania » Sonntag 24. Februar 2019, 18:12

fredstiller hat geschrieben:
Sonntag 24. Februar 2019, 18:04
Aber trotzdem werden hier mit angeblicher "Not" oft Pseudo-Kausalzusammenhänge aufgeworfen oder behauptet, die so nicht existieren.
Insbesondere wird durch so eine "die machen das ja nur notgedrungen" Argumentation die Entscheidungsfähigkeit aller Sexarbeiterinnen in Zweifel gezogen, die sich bewusst für diesen Job entschieden haben und ihn mit großem Engagement ausüben. Dann als armes Opfer widriger Umstände dargestellt werden, ist ziemlich ehrverletzend.

Zu ner Klofrau geht ja auch keiner und drückt ihr sein Mitgefühl aus ....

In the end we only regret the chances we didn’t take, the relationships we were afraid to have, and the decisions we waited too long to make. (Lewis Carroll)

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Re: Schlechtes Gewissen wegen Pornokonsum

Beitrag von Kief » Sonntag 24. Februar 2019, 18:55

fredstiller hat geschrieben:
Sonntag 24. Februar 2019, 18:04
Reinhard hat geschrieben:
Sonntag 24. Februar 2019, 09:37
Müssten die Rentner erst betteln, Handtaschen klauen, Drogen am Schulhof verkaufen, oder still und leise verhungern?
In Deutschland verhungert NIEMAND, der sich legal im Land aufhält aufgrund mangelnder Mittel.
Muss ich Links sammeln und vorlegen, damit diese Vorstellung sich nicht verbreitet?

Du kannst gerne Todesfaelle ignorieren, aber eine Wunschvorstellung wider die Tatsachen als Argument zu bringen ist nicht besonders ueberzeugend.
Gerade nach dem Verfahren in Karlsruhe sollte das Thema doch etwas mehr in den Fokus geraten sein, dass da bissel was im Argen liegt.


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Re: Schlechtes Gewissen wegen Pornokonsum

Beitrag von fredstiller » Sonntag 24. Februar 2019, 19:21

Kief hat geschrieben:
Sonntag 24. Februar 2019, 18:55
Muss ich Links sammeln und vorlegen, damit diese Vorstellung sich nicht verbreitet?
Ja, müsstest du wohl.
Kief hat geschrieben:
Sonntag 24. Februar 2019, 18:55
Gerade nach dem Verfahren in Karlsruhe sollte das Thema doch etwas mehr in den Fokus geraten sein, dass da bissel was im Argen liegt.
Das Verfahren, dass der betroffene Arbeitslose durch Ablehnung eines Jobangebots* und von Eingliederungsmassnahmen unter ganz bewusster Inkaufnahme der Sanktionen provoziert hatte, meinst du?

Gut, ich korrigiere: Man muss sich nicht nur legal aufhalten, sondern auch im gesetzlich geforderten Rahmen (und weder Flaschensammeln noch Prostitution gehören da dazu) um die eigenständige Deckung seines Lebensunterhalts wenigstens bemühen.

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Re: Schlechtes Gewissen wegen Pornokonsum

Beitrag von Kief » Sonntag 24. Februar 2019, 20:03

fredstiller hat geschrieben:
Sonntag 24. Februar 2019, 19:21
Kief hat geschrieben:
Sonntag 24. Februar 2019, 18:55
Muss ich Links sammeln und vorlegen, damit diese Vorstellung sich nicht verbreitet?
Ja, müsstest du wohl.
Dann ist hier der erste Link, um die Behauptung zu widerlegen:
https://dieopferderagenda2010.wordpress ... -k-speyer/

weitere Beispiele mit direkten Hunger:
https://dieopferderagenda2010.wordpress ... d-burbach/

erschossen, weil sie nicht hungern wollte:
https://dieopferderagenda2010.wordpress ... t-am-main/

https://dieopferderagenda2010.wordpress ... lle-saale/
https://dieopferderagenda2010.wordpress ... mber-2004/

der hier starb quasi vor meiner Haustuer:
https://dieopferderagenda2010.wordpress ... ic-berlin/

und einer der letzten von den veroeffentlichten Links:
https://dieopferderagenda2010.wordpress ... 01/ulli-s/

von Zwangsgeraeumten, sonstigen Leistungskuerzungen haben wir jetzt nichtmal angefangen ...
Hunger ist ja nicht die einzige Armutstodesursache ...
hast Du bisher alle Betroffenen nur als Schmarotzer abgetan, oder weshalb moechtest Du glauben, dass Armut hierzulande nicht so schlimm ist?
Kief hat geschrieben:
Sonntag 24. Februar 2019, 18:55
Gerade nach dem Verfahren in Karlsruhe sollte das Thema doch etwas mehr in den Fokus geraten sein, dass da bissel was im Argen liegt.
Das Verfahren, dass der betroffene Arbeitslose durch Ablehnung eines Jobangebots* und von Eingliederungsmassnahmen unter ganz bewusster Inkaufnahme der Sanktionen provoziert hatte, meinst du?

Gut, ich korrigiere: Man muss sich nicht nur legal aufhalten, sondern auch im gesetzlich geforderten Rahmen (und weder Flaschensammeln noch Prostitution gehören da dazu) um die eigenständige Deckung seines Lebensunterhalts wenigstens bemühen.
Lebensunterhalt ist da das falsche Stichwort, sondern Gehorsam, bzw. Rechte aufgeben, oder kein Geld fuer Prozesse haben, Tod durch Wohnungsverlust haben wir auch noch ein paar im Angebot ...

Sanktionen provozieren ist die Formulierung, mit der Du diese Vorgehensweise legitimieren koenntest. Was JobCenter und nicht mehr so viele PR-Politiker ja haenderingend und sehr weltfremd weiter probieren.
Dass er sich nicht erpressen, ausbeuten sondern gegen fragwuerdige Zwangsmassnahmen wehren wollte, das waere eine Formulierung, die seine Position im Blick hat.
Armut bzw. Existenzangst sind ganz praesente Faktoren fuer unser Verhalten.

Auch fuer unsere Jobwahl.
Was glaubst Du, wie viele Berufsfelder wuerden wegfallen, wenn die Taetigen von dem Beruf nicht mehr abhaengig waeren?
Was glaubst Du, wie heftig Personen ihren Bullshit-Job verteidigen, nur weil ihre Existenz dranhaengt? Wenn man mal ein paar kritische Fragen stellt?
Wie viele Menschen machen ihren Job widerwillig?
Existenzangst waechst - Armut macht auch Armutsprostitution.
Sowohl im uebertragenen als auch im woertlichen Sinn.


K
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Re: Schlechtes Gewissen wegen Pornokonsum

Beitrag von fredstiller » Sonntag 24. Februar 2019, 20:12

Kief hat geschrieben:
Sonntag 24. Februar 2019, 20:03
erschossen, weil sie nicht hungern wollte:
https://dieopferderagenda2010.wordpress ... t-am-main/
Bitte seriöse neutrale Pressequellen, keine politischen Propagandaseiten. :roll:

Und nein, das Ziehen einer Waffe gegenüber Polizisten halte ich nicht für einen hungerbedingten Todesfall.
Genauso wie das der psychischen Probleme oder von Alkoholsucht.
Ich bestreite überhaupt nicht, dass Leute aufgrund von psychischen oder Suchtproblemen sterben.


EDIT:
Aber um auf den zitierten Fall zurückzukommen: So liest sich das beispielsweise bei (wenigstens) etwas neutralerer Presse:

"Der Sachbearbeiter ruft den stellvertretenden Teamleiter, der sieht in die Akten und bietet ihr einen Lebensmittelgutschein in Höhe ihres Anspruchs für den Monat Juni an. So gibt er es später bei der Polizei zu Protokoll. Christy Schwundeck lehnt ab, ruhig bleibt sie sitzen. Um 8.50 Uhr geht bei der Frankfurter Polizei ein Notruf ein. Eine Frau randaliere und weigere sich, das Gebäude zu verlassen."

Oder hier bei einer eher "Hartz-IV-kritischen" Presse:

"Der ebenfalls herbeigerufene Teamleiter bot ihr an, einen Lebensmittelgutschein auszustellen. Schwundeck lehnte ab, sie bestand auf eine Geldzahlung, so dass das Jobcenter die Polizei rief.

Als die beiden herbeigeeilten Polizisten nach dem Ausweis fragten, eskalierte die Situation: Schwundeck zückte ein Steakmesser und verletzte einen Beamten am Arm"

Kief hat geschrieben:
Sonntag 24. Februar 2019, 20:03
erschossen, weil sie nicht hungern wollte:
Den "Kausalzusammenhang" ich so angesichts der ermittelten Umstände einfach nicht ernst nehmen, sorry.
Zuletzt geändert von fredstiller am Sonntag 24. Februar 2019, 20:33, insgesamt 4-mal geändert.

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Re: Schlechtes Gewissen wegen Pornokonsum

Beitrag von Gatem » Sonntag 24. Februar 2019, 20:26

Tania hat geschrieben:
Donnerstag 21. Februar 2019, 16:54
Vergiss nur nicht: das ist genauso Fiktion wie eine Disney-Schnulze. In der Realität sind nicht alle Frauen wohlgeformt und dauergeil, nicht alle Männer haben einen Riesenlümmel und nicht alle Stellungen, bei denen die Kamera gut draufhalten kann, machen wirklich Spaß. Versuch nicht, Pornos "nachzuspielen" und vergleiche reale Frauen und Dich selbst nicht mit Pornodarstellern. Dann kann eigentlich nix schief gehen.
Das Pornos genauso Fiktion sind, wie alle anderen „Unterhaltungs”-produkte, und keinesfalls die Normalität darstellen, sollte eigentlich jedermann klar sein.
Der Gedanke, der mich jedoch manchmal erschüttert ist, dass manche der dargestellten Dinge doch schon ziemlich krass wären, selbst wenn sie nur ein oder zweimal in vergleichbarer Form auf der Welt vorkommen. Und die Menschen sind ja doch zu vielfältig, um zu sagen, dass vergleichbares definitiv nicht vorkommen kann.

Kief
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Re: Schlechtes Gewissen wegen Pornokonsum

Beitrag von Kief » Sonntag 24. Februar 2019, 20:32

fredstiller hat geschrieben:
Sonntag 24. Februar 2019, 20:12
Kief hat geschrieben:
Sonntag 24. Februar 2019, 20:03
erschossen, weil sie nicht hungern wollte:
https://dieopferderagenda2010.wordpress ... t-am-main/
Bitte seriöse neutrale Pressequellen, keine politischen Propagandaseiten. :roll:
Stehen doch dort - hast Du die weiteren Quellen nicht beachtet?
Zu Frankfurt "Weitere Infos dazu: spiegel.de, fr-online.de, Arbeitskreis Christy Schwundeck, Initiative Christy Schwundeck" mit Links, dort geht es auch darum, dass die von Christy Schwundeck gezogene Waffe der Streitpunkt der unterschiedlichen Zeugenaussagen waren.

Zum ersten Link Andre K "Quellen: welt.de, sueddeutsche.de, stern.de" mit weiteren Links.
Schau Dir doch die Quellen an, was Dir davon serioes genug ist.
Gibt ja genug Faelle und genug Quellenangaben, dass Du ein paar davon auch serioes genug finden wirst, oder?
Oder wertest Du saemtliche angefuehrten Medien als nicht mehr serioes?


K
Deeskalation, ohne danach die Probleme anpacken zu wollen,
das ist wie Ablenkung, oder Hinhalte-Taktik/Aussitzen wollen:
als Gespraechsverweigerung die getarnteste Form von Eskalation.

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