Kopfkino und die Folgen

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Kopfkino und die Folgen

Beitrag von Gatem » Mittwoch 20. März 2019, 21:34

Ich hab' die Tage eine interessante Schuh-Werbung gesehen, von der ich denke, dass sie irgendwie ganz gut zu diesem Forum passt und vielleicht als Denkanstoß oder auch als Diskussionsthema geeignet ist. Aber schaut es euch selbst an:
https://youtu.be/h7R5cnvtWAo

Was sind eure Gedanken dazu?

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Re: Kopfkino und die Folgen

Beitrag von MattEagle » Mittwoch 20. März 2019, 21:52

Ganz witzig, dass beide am Ende kein Wort rausbringen machts auch irgendwie realistisch.
Kann mir aber nicht vorstellen das in den letzten Jahren mal eine Frau sowas über mich gedacht hat.

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Re: Kopfkino und die Folgen

Beitrag von Tania » Mittwoch 20. März 2019, 22:09

Traurig .... aber unrealistisch. Bis jetzt habe ich Jeden, über den ich ähnlich gedacht habe, auch mal angesprochen. Offensichtlich ist nix draus geworden - die Herren waren vielmehr irritiert.

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Re: Kopfkino und die Folgen

Beitrag von Reinhard » Mittwoch 20. März 2019, 22:19

Meine Gedanken würden eher darum kreisen, warum ich für sie offensichtlich uninteressant bin, dass sie mich in ihrem Leben nicht braucht, dass wir eh nicht zusammenpassen würden, und so weiter. Ich würde trotzdem darauf lauern, ob es Anzeichen gibt, dass sie mich interessant findet.


Aber schon so einen Lift zu haben, in dem man länger miteinander fährt wär doch schon ein Fortschritt. :shylove:
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Aber dabei sollte nicht vergessen werden, dass manche von Haus aus eine komplette Werkstatt mitbekommen, und andere nur einen Hammer und nicht mal einen Amboss.

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Re: Kopfkino und die Folgen

Beitrag von MattEagle » Mittwoch 20. März 2019, 22:24

Reinhard hat geschrieben:
Mittwoch 20. März 2019, 22:19
Aber schon so einen Lift zu haben, in dem man länger miteinander fährt wär doch schon ein Fortschritt. :shylove:
Werd Banker und fang in einer Hauptstelle in Frankfurt an.

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Re: Kopfkino und die Folgen

Beitrag von Reinhard » Mittwoch 20. März 2019, 22:27

MattEagle hat geschrieben:
Mittwoch 20. März 2019, 22:24
Werd Banker

Schon da bin ich raus. Bild
Mag ja sein, dass jeder seines Glückes Schmied ist.

Aber dabei sollte nicht vergessen werden, dass manche von Haus aus eine komplette Werkstatt mitbekommen, und andere nur einen Hammer und nicht mal einen Amboss.

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Re: Kopfkino und die Folgen

Beitrag von NickP » Donnerstag 21. März 2019, 00:29

Und die Moral von der Geschicht?
Einfach mal das Maul aufmachen! Warum ist das so schwer? Ich kapiers nicht. Vor allem weil ich selber so bin... :sadman:
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Re: Kopfkino und die Folgen

Beitrag von Omomo » Donnerstag 21. März 2019, 02:16

Gatem hat geschrieben:
Mittwoch 20. März 2019, 21:34
Ich hab' die Tage eine interessante Schuh-Werbung gesehen, von der ich denke, dass sie irgendwie ganz gut zu diesem Forum passt und vielleicht als Denkanstoß oder auch als Diskussionsthema geeignet ist. Aber schaut es euch selbst an:
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Danke, dass du diesen Clip mit uns geteilt hast. :daumen:
Kann mich da einfach sooooo gut wiederfinden. Nicht nur im Bezug auf Frauen, sondern allgemein mit fremden Leuten, wo keiner den Mut aufbringt mal das erste Wort rauszuhauen. Ich habe mich schon lange die Frage gestellt seit wann man solche Interaktionen als peinlich oder unangenehm wahrnimmt. Als Kind oder Teenie war man doch noch ganz anders drauf. An welchem Punkt in der Entwicklung hat der Mensch beschlpssen, dass es unangenehm ist mit fremden Menschen zu sprechen?
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Re: Kopfkino und die Folgen

Beitrag von Melli » Donnerstag 21. März 2019, 10:09

Omomo hat geschrieben:
Donnerstag 21. März 2019, 02:16
Ich habe mich schon lange die Frage gestellt seit wann man solche Interaktionen als peinlich oder unangenehm wahrnimmt. Als Kind oder Teenie war man doch noch ganz anders drauf. An welchem Punkt in der Entwicklung hat der Mensch beschlpssen, dass es unangenehm ist mit fremden Menschen zu sprechen?
Da war ich doch schon immer etwas anders gestrickt. Ich kann mich nicht erinnern, daß ich jemals so etwas wie unbefangen gewesen wäre :shy:
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Re: Kopfkino und die Folgen

Beitrag von inVinoVeritas » Donnerstag 21. März 2019, 12:15

Omomo hat geschrieben:
Donnerstag 21. März 2019, 02:16
Gatem hat geschrieben:
Mittwoch 20. März 2019, 21:34
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Danke, dass du diesen Clip mit uns geteilt hast. :daumen:
Kann mich da einfach sooooo gut wiederfinden. Nicht nur im Bezug auf Frauen, sondern allgemein mit fremden Leuten, wo keiner den Mut aufbringt mal das erste Wort rauszuhauen. Ich habe mich schon lange die Frage gestellt seit wann man solche Interaktionen als peinlich oder unangenehm wahrnimmt. Als Kind oder Teenie war man doch noch ganz anders drauf. An welchem Punkt in der Entwicklung hat der Mensch beschlpssen, dass es unangenehm ist mit fremden Menschen zu sprechen?

Ich denke dass das eine kulturelle Frage ist, die in verschiedenen Ländern zu verschiedenen Antworten führt.
Insbesondere wenn ich das mal auf den Bereich "Flirtkultur" einenge fällt mir auf, dass wir hier in Deutschland verglichen mit Südeuropäern oder Amerikanern schon einen ziemlich langen Stock im Hintern stecken haben.
Dort ist es absoluter Alltag, dass Mann eine Frau einfach so auf dem Gehweg anspricht, während ich z.B. immer enorme Knoten im Kopf lösen muss um mal aktiv auf eine Frau (außerhalb von "anerkannten" Flirtzonen wie Bar/Club) zuzugehen, die z.B. im Supermarkt gerade neben mir stehend die verschiedenen Nudelsoßen untersucht. :mrgreen:
Man kann sich diese Ängste immerhin aktiv abtrainieren (bei mir klappt es dann hin und wieder tatsächlich auch), aber das geschieht nicht mal so nebenher und da stellt sich schon die Frage, wieso das so tief in einem verwurzelt ist.
Woher das genau kommt bzw. wo genau man bereits in jungen Jahren in unserer Gesellschaft derart sozialisiert wird kann ich mir nicht zu 100% erklären... es ist halt einfach schade.

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Re: Kopfkino und die Folgen

Beitrag von Omomo » Donnerstag 21. März 2019, 12:28

inVinoVeritas hat geschrieben:
Donnerstag 21. März 2019, 12:15
Omomo hat geschrieben:
Donnerstag 21. März 2019, 02:16
Gatem hat geschrieben:
Mittwoch 20. März 2019, 21:34
Ich hab' die Tage eine interessante Schuh-Werbung gesehen, von der ich denke, dass sie irgendwie ganz gut zu diesem Forum passt und vielleicht als Denkanstoß oder auch als Diskussionsthema geeignet ist. Aber schaut es euch selbst an:
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Danke, dass du diesen Clip mit uns geteilt hast. :daumen:
Kann mich da einfach sooooo gut wiederfinden. Nicht nur im Bezug auf Frauen, sondern allgemein mit fremden Leuten, wo keiner den Mut aufbringt mal das erste Wort rauszuhauen. Ich habe mich schon lange die Frage gestellt seit wann man solche Interaktionen als peinlich oder unangenehm wahrnimmt. Als Kind oder Teenie war man doch noch ganz anders drauf. An welchem Punkt in der Entwicklung hat der Mensch beschlpssen, dass es unangenehm ist mit fremden Menschen zu sprechen?

Ich denke dass das eine kulturelle Frage ist, die in verschiedenen Ländern zu verschiedenen Antworten führt.
Insbesondere wenn ich das mal auf den Bereich "Flirtkultur" einenge fällt mir auf, dass wir hier in Deutschland verglichen mit Südeuropäern oder Amerikanern schon einen ziemlich langen Stock im Hintern stecken haben.
Dort ist es absoluter Alltag, dass Mann eine Frau einfach so auf dem Gehweg anspricht, während ich z.B. immer enorme Knoten im Kopf lösen muss um mal aktiv auf eine Frau (außerhalb von "anerkannten" Flirtzonen wie Bar/Club) zuzugehen, die z.B. im Supermarkt gerade neben mir stehend die verschiedenen Nudelsoßen untersucht. :mrgreen:
Man kann sich diese Ängste immerhin aktiv abtrainieren (bei mir klappt es dann hin und wieder tatsächlich auch), aber das geschieht nicht mal so nebenher und da stellt sich schon die Frage, wieso das so tief in einem verwurzelt ist.
Woher das genau kommt bzw. wo genau man bereits in jungen Jahren in unserer Gesellschaft derart sozialisiert wird kann ich mir nicht zu 100% erklären... es ist halt einfach schade.
Da hast du recht. Scheinbar ist das echt eine kulturelle Sache und mir fiel vor allem früher in der Uni auf, dass gerade die Austauschstudenten deutlich offener waren.
Dennoch frage ich mich oft wie es dazu gekommen ist. Liegt es vielleicht daran, dass wir es wenig bei anderen beobachten können und es sich daher unangenehm anfühlt bzw. unnormal erscheint, wenn wir mit Fremden sprechen?
Oder haben wir es einfach nur verlernt, weil wir es so wenig tun?
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Re: Kopfkino und die Folgen

Beitrag von Brax » Donnerstag 21. März 2019, 12:45

Omomo hat geschrieben:
Donnerstag 21. März 2019, 12:28
mir fiel vor allem früher in der Uni auf, dass gerade die Austauschstudenten deutlich offener waren
Ich habe mal von einer Austauschstudentin gehört, dass es ihr ein Rätsel ist, wie die Deutschen sich verpartnern.
Na ja, mir auch. :hammer: :mrgreen:

Habe ihr dann was von den "geheimen Codes" erzählt (Kaffee trinken, Film gucken). Sie wusste dann zu berichten, dass sie tatsächlich mal in der Disco zum Kaffeetrinken eingeladen wurde - was sie verständlicherweise total absurd fand.

Omomo hat geschrieben:
Donnerstag 21. März 2019, 12:28
Dennoch frage ich mich oft wie es dazu gekommen ist. Liegt es vielleicht daran, dass wir es wenig bei anderen beobachten können und es sich daher unangenehm anfühlt bzw. unnormal erscheint, wenn wir mit Fremden sprechen?
Sozialisierung ist eben eine nicht zu unterschätzende Kraft. Wir übernehmen im Großen und Ganzen das Verhalten, das wir in unserer Umwelt mitbekommen. Außerdem macht man sich in Deutschland mMn auch übermäßig viele Gedanken darüber, ob es peinlich wird oder der andere sich belästigt fühlen könnte. Da springt ja dann erst recht keiner mehr über seinen Schatten.

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Re: Kopfkino und die Folgen

Beitrag von Gatem » Donnerstag 21. März 2019, 15:02

Omomo hat geschrieben:
Donnerstag 21. März 2019, 02:16
Als Kind oder Teenie war man doch noch ganz anders drauf. An welchem Punkt in der Entwicklung hat der Mensch beschlpssen, dass es unangenehm ist mit fremden Menschen zu sprechen?
Ich könnte mir vorstellen, dass es was mit dem „Rede nicht mit Fremden!“ zu tun hat, das man als Kind öfter mal zu hören bekommt.
Bei meinen Nichten und Neffen erlebe ich auch gelegentlich, dass Versuche mit den Eltern zu sprechen dann mit einem „Jetzt nicht ich unterhalte mich gerade“ abgeblockt werden. Sowas führt vermutlich schon zu einer entsprechenden „wenn ich mit jemandem rede, dann störe ich“-Einstellung.


Zu dem Video: Ich finde die Grundsituation – also mehrere Minuten alleine mit der anderen Person – ist eigentlich optimal für eine Ansprache. Auch wenn ich persönlich es mich auch beim ersten Mal nicht trauen würde, würde ich bei häufigen Wiederholungen vermutlich irgendwann doch mal das Wort ergreifen. Peinlich fände ich solche Situationen eher, wenn andere Menschen anwesend wären; wobei es das im Video ja auch gab.
Was mir für Verständnis ein bisschen fehlt ist der Zeitrahmen. Also spielt es sich eher über eine sehr langen Zeitraum ab und die Begegnungen sind eher so einmal im Monat, oder sind das eher tägliche Begegnungen über eine nicht ganz so lange Zeitspanne…

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Re: Kopfkino und die Folgen

Beitrag von LonesomeCoder » Donnerstag 21. März 2019, 15:06

inVinoVeritas hat geschrieben:
Donnerstag 21. März 2019, 12:15
Ich denke dass das eine kulturelle Frage ist, die in verschiedenen Ländern zu verschiedenen Antworten führt.
In Nordeuropa sollen die Menschen noch verschlossener gegenüber Fremden sein als in Mitteleuropa. Je wärmer und sonniger es wo ist, desto aufgeschlossener und glücklicher sind die Menschen!?

Aber es gehören zwei Seiten dazu: Männer, die ansprechen und Frauen, die angesprochen werden wollen. Vllt. wollen Frauen bei uns einfach nicht so gern vom fremden Männern angesprochen werden, reagieren negativ darauf und demotivieren so die Männer.
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Re: Kopfkino und die Folgen

Beitrag von Dr. House » Donnerstag 21. März 2019, 17:11

LonesomeCoder hat geschrieben:
Donnerstag 21. März 2019, 15:06
inVinoVeritas hat geschrieben:
Donnerstag 21. März 2019, 12:15
Ich denke dass das eine kulturelle Frage ist, die in verschiedenen Ländern zu verschiedenen Antworten führt.
Aber es gehören zwei Seiten dazu: Männer, die ansprechen und Frauen, die angesprochen werden wollen. Vllt. wollen Frauen bei uns einfach nicht so gern vom fremden Männern angesprochen werden, reagieren negativ darauf und demotivieren so die Männer.
Gewisse (politische) Debatten sorgen da nicht gerade für mehr Motivation, eher für (noch mehr) Furcht davor, negativ aufzufallen/anzukommen. Also, "besser gleich sein lassen".
Ich war einst glücklich, wenn auch nur im Traum.
Doch ich war glücklich.

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Re: Kopfkino und die Folgen

Beitrag von LonesomeCoder » Donnerstag 21. März 2019, 18:50

Die Verschärfung des Sexualstrafrechts in Schweden, ja.

Laufen in Ländern, wo Kaltansprachen viel gängiger sind, auch fast alle U 40 mit Ohrstöpseln und Augen fest am Handydisplay in der Öffentlichkeit rum?
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Re: Kopfkino und die Folgen

Beitrag von inVinoVeritas » Donnerstag 21. März 2019, 18:58

LonesomeCoder hat geschrieben:
Donnerstag 21. März 2019, 15:06
inVinoVeritas hat geschrieben:
Donnerstag 21. März 2019, 12:15
Ich denke dass das eine kulturelle Frage ist, die in verschiedenen Ländern zu verschiedenen Antworten führt.
Aber es gehören zwei Seiten dazu: Männer, die ansprechen und Frauen, die angesprochen werden wollen. Vllt. wollen Frauen bei uns einfach nicht so gern vom fremden Männern angesprochen werden, reagieren negativ darauf und demotivieren so die Männer.
Den Gedankengang hatte ich auch schon mal, aber dagegen spricht dass ich schon häufig irgendwo mitbekommen habe, wie sehr sich Frauen darüber gefreut haben, wenn sie mal abseits des Nachtlebens (wo meistens nur Angetrunkene ankommen) auf nette Weise angesprochen wurden.

Habe da schon mehrmals Aussagen wie folgende gehört, die mich sogar ermutigen es auch im Alltag immer wieder mal zu versuchen, wenn mir eine Frau auffällt:
"Ich stand zwar nicht auf den Typ, aber ich fand es total mutig von ihm und habe mich sehr darüber gefreut"
"Ich war erst total perplex weil ich sowas sonst nie erlebe, bin dann sogar einen Kaffee mit ihm trinken gegangen"
"Da hat doch tatsächlich einer meine Freundin angesprochen als wir im Park saßen, sowas erlebt man ja sonst echt nie! Wir fanden das alle mega mutig, Hut ab dass sowas noch überhaupt jemand macht"

Ich denke sogar, dass die Chancen an ein Date zu gelangen bei Ansprachen im Alltag weitaus größer sind als im Nachtleben, wo man im Zweifel schon der 8. Mann an dem Abend ist (ohne es zu wissen) und die Frau genervt ist, obwohl sie unter anderen Umständen nicht abgeneigt wäre.

Ja ich weiß, sagt sich alles leicht ( => Umsetzung...), aber ich glaube tatsächlich daran dass es bei vielen Frauen gut ankommt, weil es außerhalb des Nachtlebens ein seltenes Ereignis für sie ist. :-)

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Re: Kopfkino und die Folgen

Beitrag von LonesomeCoder » Donnerstag 21. März 2019, 19:07

inVinoVeritas hat geschrieben:
Donnerstag 21. März 2019, 18:58
Ich denke sogar, dass die Chancen an ein Date zu gelangen bei Ansprachen im Alltag weitaus größer sind als im Nachtleben, wo man im Zweifel schon der 8. Mann an dem Abend ist (ohne es zu wissen) und die Frau genervt ist, obwohl sie unter anderen Umständen nicht abgeneigt wäre.
Bin mir hier nicht so sicher. Im Nachtleben ist der Singleanteil höher (die meisten Paare, die ich kenne, gehen nicht mehr oder nur mehr mit dem Partner aus), Paare sind im Schnitt besser erkennbar (siehe vorher), Alkohol enthemmt und so lassen sich auch Frauen auf einen fremden Mann ein, die tagsüber zu schüchtern wären und "schönsaufen", Frauen, die generell keine Kaltansprachen mögen, werden eher seltener ausgehen, niemand steht unter Zeitdruck, weil er zum nächsten Zug oder Termin muss, i.d.R. wären mit dem Musikgeschmack und Hobby "ausgehen" schon mal Gemeinsamkeiten gegeben, im Anschluss ans Ausgehen ist i.d.R. noch Zeit (Annahme: am nächsten Tag muss nicht oder erst ab nachmittags gearbeitet werden, dürfte bei Ausgehen am Fr oder Sa auf die Mehrheit zutreffen), meist lockerere Stimmung, man kann Kleidung anziehen, in der man sich wohlfühlt und nicht was tragen, was etwa für die Arbeit oder Sport nötig ist, usw.
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Re: Kopfkino und die Folgen

Beitrag von Melli » Donnerstag 21. März 2019, 19:20

inVinoVeritas hat geschrieben:
Donnerstag 21. März 2019, 12:15
Ich denke dass das eine kulturelle Frage ist, die in verschiedenen Ländern zu verschiedenen Antworten führt.
Insbesondere wenn ich das mal auf den Bereich "Flirtkultur" einenge fällt mir auf, dass wir hier in Deutschland verglichen mit Südeuropäern oder Amerikanern schon einen ziemlich langen Stock im Hintern stecken haben.
Eigenartig, ich hatte eher den gegenteiligen Eindruck. Oder mag sein, man kann da eher mal jemanden ganz locker nach irgendetwas fragen (von mir aus auch die Pastasaucen im Safeway oder den Kaffee in einem türkischen Laden), aber sehr weit kommt man i.d.R. so schnell nicht.

Es gibt auch entsprechende Studien über interkulturelle Mißverständnisse. Z.B. als nach dem 2. Weltkrieg GIs in der BRD deutsche Frauen kennenlernten, dachten die Frauen recht schnell, mit den Typen könnte das etwas ernstes werden. Aber die Typen wunderten sich stattdessen, wie bereitwillig und schnell die Frauen so weit gingen :(
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Re: Kopfkino und die Folgen

Beitrag von Reinhard » Donnerstag 21. März 2019, 19:44

Melli hat geschrieben:
Donnerstag 21. März 2019, 19:20
inVinoVeritas hat geschrieben:
Donnerstag 21. März 2019, 12:15
Ich denke dass das eine kulturelle Frage ist, die in verschiedenen Ländern zu verschiedenen Antworten führt.
Insbesondere wenn ich das mal auf den Bereich "Flirtkultur" einenge fällt mir auf, dass wir hier in Deutschland verglichen mit Südeuropäern oder Amerikanern schon einen ziemlich langen Stock im Hintern stecken haben.
Eigenartig, ich hatte eher den gegenteiligen Eindruck. Oder mag sein, man kann da eher mal jemanden ganz locker nach irgendetwas fragen (von mir aus auch die Pastasaucen im Safeway oder den Kaffee in einem türkischen Laden), aber sehr weit kommt man i.d.R. so schnell nicht.

Es gibt auch entsprechende Studien über interkulturelle Mißverständnisse. Z.B. als nach dem 2. Weltkrieg GIs in der BRD deutsche Frauen kennenlernten, dachten die Frauen recht schnell, mit den Typen könnte das etwas ernstes werden. Aber die Typen wunderten sich stattdessen, wie bereitwillig und schnell die Frauen so weit gingen :(

(Falls das nicht mehrfach untersucht wurde ...) Das waren US-GIs in Großbritannien.
Dazu hatten wir schon mal einen informativen Post im Forum (nicht meine Federn):
viewtopic.php?p=1014947#p1014947 :hierlang:
Mag ja sein, dass jeder seines Glückes Schmied ist.

Aber dabei sollte nicht vergessen werden, dass manche von Haus aus eine komplette Werkstatt mitbekommen, und andere nur einen Hammer und nicht mal einen Amboss.

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