Kopfkino und die Folgen

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Re: Kopfkino und die Folgen

Beitrag von Silvina » Sonntag 31. März 2019, 08:01

Cornerback hat geschrieben:
Sonntag 31. März 2019, 03:46
Silvina hat geschrieben:
Samstag 30. März 2019, 19:04
Ich mag ja falsch liegen, aber nach dem, was Du immer so schreibst, habe ich mittlerweile folgende Vorstellung Deiner Kaltansprachen: Du suchst Dir eine Frau aus (nach welchen Kriterien auch immer), gehst zu ihr hin, ohne daß vorher irgendeine (positive) nonverbale Kommunikation stattgefunden hat und sagst Hallo.
Naja, genau das ist halt eine Kaltansprache. Ich glaube ich hätte noch keine einzige Frau ansprechen können, wenn ich auf irgendwelche Signale hätte warten müssen. Aber auch bei echten Kaltansprachen ist eine pampige Reaktion die Ausnahme.
Laut LSC werden die Frauen bei ihm so gut wie immer pampig, und ich glaube, es liegt daran, daß er abweisende nonverbale Signale nicht erkennt. Er ist ja Aspie, und Körpersprache ist halt etwas, womit Aspies typischerweise Probleme haben.
Manchmal muss man das Chaos nur ein bisschen schütteln, und es wird ein Wunder draus.

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Re: Kopfkino und die Folgen

Beitrag von Gatem » Sonntag 31. März 2019, 10:50

Silvina hat geschrieben:
Sonntag 31. März 2019, 08:01
Laut LSC werden die Frauen bei ihm so gut wie immer pampig, und ich glaube, es liegt daran, daß er abweisende nonverbale Signale nicht erkennt. Er ist ja Aspie, und Körpersprache ist halt etwas, womit Aspies typischerweise Probleme haben.
Dazu muss man aber nicht zwangsläufig Aspie sein… Mann sein reicht. :lol:

Ich hab' jedenfalls auch so meine Probleme mit Körpersprache… habe sogar schon das ein oder andere Buch dazu gelesen, aber in der praktischen Umsetzung hat es nicht geholfen.

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Re: Kopfkino und die Folgen

Beitrag von Silvina » Sonntag 31. März 2019, 10:56

Gatem hat geschrieben:
Sonntag 31. März 2019, 10:50
Silvina hat geschrieben:
Sonntag 31. März 2019, 08:01
Laut LSC werden die Frauen bei ihm so gut wie immer pampig, und ich glaube, es liegt daran, daß er abweisende nonverbale Signale nicht erkennt. Er ist ja Aspie, und Körpersprache ist halt etwas, womit Aspies typischerweise Probleme haben.
Dazu muss man aber nicht zwangsläufig Aspie sein… Mann sein reicht. :lol:

Ich hab' jedenfalls auch so meine Probleme mit Körpersprache… habe sogar schon das ein oder andere Buch dazu gelesen, aber in der praktischen Umsetzung hat es nicht geholfen.
Mein Post richtete sich aber speziell an LSC, und der ist nach eigener Aussage nun mal Aspie^^
Manchmal muss man das Chaos nur ein bisschen schütteln, und es wird ein Wunder draus.

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Re: Kopfkino und die Folgen

Beitrag von Pentas » Sonntag 31. März 2019, 11:17

Cornerback hat geschrieben:
Sonntag 31. März 2019, 03:46
Silvina hat geschrieben:
Samstag 30. März 2019, 19:04
Ich mag ja falsch liegen, aber nach dem, was Du immer so schreibst, habe ich mittlerweile folgende Vorstellung Deiner Kaltansprachen: Du suchst Dir eine Frau aus (nach welchen Kriterien auch immer), gehst zu ihr hin, ohne daß vorher irgendeine (positive) nonverbale Kommunikation stattgefunden hat und sagst Hallo.
Naja, genau das ist halt eine Kaltansprache. Ich glaube ich hätte noch keine einzige Frau ansprechen können, wenn ich auf irgendwelche Signale hätte warten müssen. Aber auch bei echten Kaltansprachen ist eine pampige Reaktion die Ausnahme.
Aber irgendwie musst du ja die Frauen, die du angesprochen hast, ausgewählt haben. Du sprichst ja wohl kaum Frauen an, die signalisieren NICHT angesprochen werden zu wollen. Bei den wenigen Frauen, die ich bislang angesprochen habe, hatte ich zumindest vorher Blickkontakt hergestellt. Und sie hat nicht gleich weggeschaut, sondern ihn erwidert oder war selbst die aktive, die den Blickkontakt gesucht hat.
Hätte wahrscheinlich weitaus mehr Frauen ansprechen können, aber meist hab ich mich nach dem Blickkontakt zu gar nichts getraut.

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Re: Kopfkino und die Folgen

Beitrag von Omomo » Sonntag 31. März 2019, 12:53

Cornerback hat geschrieben:
Sonntag 31. März 2019, 03:46
Silvina hat geschrieben:
Samstag 30. März 2019, 19:04
Ich mag ja falsch liegen, aber nach dem, was Du immer so schreibst, habe ich mittlerweile folgende Vorstellung Deiner Kaltansprachen: Du suchst Dir eine Frau aus (nach welchen Kriterien auch immer), gehst zu ihr hin, ohne daß vorher irgendeine (positive) nonverbale Kommunikation stattgefunden hat und sagst Hallo.
Naja, genau das ist halt eine Kaltansprache. Ich glaube ich hätte noch keine einzige Frau ansprechen können, wenn ich auf irgendwelche Signale hätte warten müssen. Aber auch bei echten Kaltansprachen ist eine pampige Reaktion die Ausnahme.
Man kann ja den Blickkontakt suchen. Menschen sind in der Regel ja relativ sensibel und bemerken es peripher, wenn Menschen sie angucken. Ob sie dann darauf eingehen ist dann wieder ihnen überlassen.
Kommt auch darauf an was als "pampig" verstanden wird. Bedeutet "pampig" einfach nur kein positives Feedback in Form von Lächeln, Rückfragen etc. oder bedeutet "pampig" wirklich eine komplett negative Abfuhr im Sinne von "Geh weg!"
Letzteres würde ich auch als selten sehen, aber ersteres ist schon ziemlich häufig.
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Re: Kopfkino und die Folgen

Beitrag von Omomo » Sonntag 31. März 2019, 12:55

Gatem hat geschrieben:
Sonntag 31. März 2019, 10:50
Silvina hat geschrieben:
Sonntag 31. März 2019, 08:01
Laut LSC werden die Frauen bei ihm so gut wie immer pampig, und ich glaube, es liegt daran, daß er abweisende nonverbale Signale nicht erkennt. Er ist ja Aspie, und Körpersprache ist halt etwas, womit Aspies typischerweise Probleme haben.
Dazu muss man aber nicht zwangsläufig Aspie sein… Mann sein reicht. :lol:

Ich hab' jedenfalls auch so meine Probleme mit Körpersprache… habe sogar schon das ein oder andere Buch dazu gelesen, aber in der praktischen Umsetzung hat es nicht geholfen.
Ich glaube wenn die meisten hier keine Probleme damit hätten, wären die meisten wohl nicht hier.
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Re: Kopfkino und die Folgen

Beitrag von LonesomeCoder » Sonntag 31. März 2019, 13:49

Morkel hat geschrieben:
Samstag 30. März 2019, 18:41
LonesomeCoder hat geschrieben:
Samstag 30. März 2019, 18:02
Leider erlauben mir meine Eigenschaften es nicht anders, als meine sozialen Interaktionen einzuschränken. Das ist nur Selbstschutz. Ich weiß, es ist sehr nachteilig für mich und ich wäre sehr froh drüber, wenn es anders wäre :(
Den Zusammenhang verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Welche Eigenschaften sollen das sein, die dich zwingen, nur noch im Baggermodus rumzulaufen, und alle anderen Kontakte links liegen zu lassen? Du bist ja nicht krankhaft sexsüchtig oder dauernotgeil oder sowas....

Wenig Kraft für soziale Interaktionen => ich muss sparsam damit umgehen => gehe nur auf Frauen zu, die für mich als Sexualpartner in Frage kommen. Ich kann es mir nicht "leisten" diese Kraft für andere Fälle "auszugeben". So wie eine finanziell arme Person kaum Geld für nicht lebenswichtigen Luxus über hat.
Eine Beziehung suche ich gar nicht. Ich verlange von Freundschaft+, Affären oder ONS nicht, dass sie mich komplett glücklich machen. Ich leide nur sehr drunter, weil ich das mit 30 noch nie hatte und auch noch nie nahe dran war. Für viele andere ist das seit den Teeny-Jahren eine Selbstverständlichkeit. Und das sogar für Leute, die aggressiv und rücksichtslos auftreten wie meine Mobber. Das solche Männer so begehrt sind, macht es für noch bitterer.
Wenn ich lese wieviel Druck du dir wegen der Suche nach sexuellen Kontakten zu machen scheinst: Schon mal daran gedacht für dein "erstes Mal" zu einer Professionellen zu gehen? Damit du überhaupt mal ein Gefühl hast, nach was du da die ganze Zeit nachjagst bzw. nachgejagt bist? Sowas könnte dir einiges von dem Druck nehmen, und vielleicht zeigen, dass das gar nicht so entscheidend ist, wie du dir das vielleicht gerade ausmalst.

Mir geht es fast nur um das Gefühl als Mann begehrt zu werden. Genau das bietet mir eine Hure nicht. Das rein mechanische alleine reizt mich kaum. Ich schaue auch keine Pornos. Auch hätte ich beim Sex kaufen das Gefühl, mich selber zu betrügen wie wenn ich eine Prüfung nur mit Spickzettel schaffen würde.
Weniger arbeiten ist eine gute Idee, an die ich auch schon mal dachte. Nur leider hat diese Medaille eine zweite Seite: weniger Einkommen und damit weniger Rente (meine Kraft für soziale Kontakte wird mit den Jahren immer weniger, das ist kein Problem, was wieder vergeht und wo ich nach ein paar Jahren wieder in Vollzeit einsteigen könnte). Wäre so toll, wenn ich nur halbtags arbeiten würde, dann hätte ich viel mehr Zeit für mich und viel mehr Kraft für soziale Kontakte. Aber leider wäre das dann mit einem Dasein als "Aufstocker" verbunden (falls man das überhaupt bekäme, wenn man selbstverschuldet weniger verdient). Ich kann jeden verstehen, der weniger als Vollzeit arbeitet und würde das auch tun, wenn ich was wüsste, wo ich trotzdem für jetzt und die Rente genug Einkommen habe. Dazu scheinen in der IT-Branche Teilzeitstellen nur für Väter und Werksstudenten zu haben sein. Wegen dem Fachkräftemangel ist hier der Bedarf hoch.
Hä, wo hast du denn diesen komischen Glaubenssatz her? Teilzeit gibt's in der Branche mitnichten nur für "Väter und Werksstudenten". Ab einer bestimmten Betriebsgröße hast du sogar rechtlichen Anspruch darauf, wenn keine dringenden betrieblichen Gründe dagegensprechen. Das Volksmärchen "Fachkräftemangel" zähle ich hier nicht dazu.

Die wenigen Leute in meine Branche mit Teilzeit, die ich kenne, sind Väter in Elternzeit oder Werksstudenten. Aber niemanden sonst. Leider sind die "dringenden betrieblichen Gründe", die mir genannt worden sind, glaubhaft. Hatte aus Neugier schon gefragt.
Wenn ich eine weitere Frau anspreche, achte ich drauf, das das eine ist, die die Fehlversuche vorher nicht mitbekommen hat. Klar bekommen es die Leute direkt neben einer Frau mit, dass ich es bei ihr versuchte.
Wie bekommst du das mit, vorallem wenn du mit die ganze Zeit mit Frau A beschäftigt warst? Du würdest in so einer typischen Disco-Situation ja meist noch nicht mal mitbekommen, wenn die Frau B irgendwo hinter dir steht und das ganze Spielchen mitbeobachtet.

Meine "Versuche" dauern meist unter einer Sekunde und in der Disco stehen die meisten Leute länger fest so wie in der Bar oder tanzen.
Silvina hat geschrieben:
Samstag 30. März 2019, 19:04
Wenn Du das ein paar Mal in derselben Location gemacht hast, könnte ich mir vorstellen, daß Du bekannt bist als jemand, der es bei allen möglichen Frauen versucht. Frauen reden, sowas spricht sich überall schnell rum. Macht dann nochmal zusätzlich unattraktiv.

Die Locations variieren schon.

Ich mag ja falsch liegen, aber nach dem, was Du immer so schreibst, habe ich mittlerweile folgende Vorstellung Deiner Kaltansprachen: Du suchst Dir eine Frau aus (nach welchen Kriterien auch immer), gehst zu ihr hin, ohne daß vorher irgendeine (positive) nonverbale Kommunikation stattgefunden hat und sagst Hallo. Die Frau reagiert pampig auf Dich. Du folgerst daraus, daß es an Deinem Aussehen liegen muß.

Ja, das kommt hin. Wenn nach positiven Signalen ginge, hätte ich noch nie eine Frau ansprechen dürfen. Ich kann diese Signale aber erkennen, habe andere Männer schon auf interessierte Frauen hingewiesen und so anderen drei langjährige Beziehungen beschert. Aber ich bekam solche Signale noch nie. Warum? Andere, vor allem große und hübsche Männer schon. Deshalb bin ich mir mit meiner Folgerung der Ursache sicher :) Sicher, kein Mann hat 100 % Erfolgsquote und bei Kaltansprachen sind sie generell recht gering, aber einen Grund muss es schon geben, warum meine Erfahrungen so wenig mit denen etwa von Talbot oder inVivoVeritas gemeinsam haben.
Ich selektiere nach Alter, hat keine Kinder oder Hinweise darauf und hat keinen Partner oder Hinweise darauf. Eine, die so wirkt, als habe sie Zeit, spreche ich lieber an als eine, die so wirkt, als habe sie es eilig. Eine alleine oder zu zweit ziehe ich einer in einer großen Gruppe vor. Wegen Smartphone-Sucht sehen mich viele vor dem "Hallo" gar nicht. Eine, die locker und entspannt wirkt, spreche ich eher an als eine, die verkrampft und angespannt wirkt. So wahllos bin ich dann doch nicht.


Kommt das in etwa hin? Falls ja....ich weiß, daß ich es mir sparen könnte, weiterzuschreiben, aber ich tus mal trotzdem. Was Du immer wieder ignorierst (und das mag daran liegen, daß Du Aspie bist - ist glaub ich keine seltene Haltung unter Aspies, irgendwie sogar verständlich, wenn man etwas nicht oder nur wenig wahrnehmen kann, weil einem die Antennen dafür fehlen), ist Ausstrahlung. Die meisten Menschen nehmen eben nicht nur das Aussehen eines Menschen wahr, sondern auch dessen Ausstrahlung. Ich könnte mir vorstellen, daß Du zB. eine große Bedürftigkeit ausstrahlst. Und vermutlich andere Dinge, die nicht weniger unattraktiv sind.
Andere Leute schätzen mich aufgrund meiner Äußerlichkeiten als viel jünger, unreif und teils geistig behindert ein. Ich werde gar nicht als gebildeter, reifer Mann im Alter von 30 wahrgenommen. Mein Lächeln wird aufgrund der kleinen Lippen und das ballrunden Schädels als "behindertes Lachen" bezeichnet. Mit dieser Außenwirkung wundern mich die Reaktionen nicht.

Außerdem vermute ich, daß Du nur schlecht (wenn überhaupt) nonverbal kommunizieren kannst. Ich könnte mir vorstellen, daß bei sehr vielen missglückten Versuchen einer Kaltansprache die Frauen Dir vorher nonverbal signalisiert haben, daß sie nix mit Dir zu tun haben wollen. Wenn zB. eine Frau die ganze Zeit in die andere Richtung schaut, muß das nicht heißen, daß sie Dich nicht gesehen hat. Im Gegenteil kann das bedeuten "Laß mich in Ruhe!". Wenn Du das dann ignorierst (also, ihrem Empfinden nach!), übertrittst Du ihre Grenzen und belästigst sie. Klar, daß sie darauf nicht nett und freundlich reagiert.
Siehe oben, was anderes habe ich noch nie erlebt.

Ich glaube, daß Du im Nachtleben nie und nimmer fündig werden wirst, und wenn Du es noch 1000 mal versuchst. Weil Du gar nicht wirklich verstehst, wie menschliche Kommunikation (abseits des reinen Inhaltes) funktioniert. Daß Du da als Aspie nix dafür kannst (und nur bedingt etwas daran ändern kannst), ist dafür völlig unerheblich.
Mit dieser Vermutung wirst du wohl recht haben. Nur im Online-Dating ist es auch nicht anders und auch Frauen aus dem Umfeld wollten mich trotz Komplimenten für mein Verhalten nie... Aktuell sind dort aber alle in festen Händen und meine Interessen, die nur Aktivitäten alleine, mit anderen Männern oder Leuten jenseits der 50 hergeben, sorgen dafür, dass keine weiteren Frauen mehr in mein Umfeld dazukommen.
Tania hat geschrieben:
Samstag 30. März 2019, 19:06
In Großraumdiskos mag das mit dem "unauffällig baggern" funktionieren. Aber in solchen <300 Gäste-Clubs, die ich bevorzuge, kann ich Dir am Ende des Abends recht genau sagen, wer da gebaggert hat und wie der Erfolg aussah. Beim Tanzen haben Augen und Hirn ja viel Leerlauf.
Genau von solchen Großraumdiskos rede ich :) Haben meist 2 oder mehr Floors.
Gatem hat geschrieben:
Sonntag 31. März 2019, 10:50
Silvina hat geschrieben:
Sonntag 31. März 2019, 08:01
Laut LSC werden die Frauen bei ihm so gut wie immer pampig, und ich glaube, es liegt daran, daß er abweisende nonverbale Signale nicht erkennt. Er ist ja Aspie, und Körpersprache ist halt etwas, womit Aspies typischerweise Probleme haben.
Dazu muss man aber nicht zwangsläufig Aspie sein… Mann sein reicht. :lol:

Ich hab' jedenfalls auch so meine Probleme mit Körpersprache… habe sogar schon das ein oder andere Buch dazu gelesen, aber in der praktischen Umsetzung hat es nicht geholfen.
Ich habe schon gelernt, das zu erkennen. Nur sind für mich die Ampeln immer rot. Aber durch Hinweise auf grüne Ampeln an anderen Männern habe ich drei Beziehungen in Gang gebracht.
Omomo hat geschrieben:
Sonntag 31. März 2019, 12:53
Man kann ja den Blickkontakt suchen. Menschen sind in der Regel ja relativ sensibel und bemerken es peripher, wenn Menschen sie angucken. Ob sie dann darauf eingehen ist dann wieder ihnen überlassen.
Kommt auch darauf an was als "pampig" verstanden wird. Bedeutet "pampig" einfach nur kein positives Feedback in Form von Lächeln, Rückfragen etc. oder bedeutet "pampig" wirklich eine komplett negative Abfuhr im Sinne von "Geh weg!"
Letzteres würde ich auch als selten sehen, aber ersteres ist schon ziemlich häufig.
Die, die aufs Handy starren, bekommen leider gar nichts mit. Dank Ohrstöpsel hören sie andere nichtmal kommen. Bei mir ist das "pampig" im Nachtleben zu 95 % das nach Definition zwei von dir, tagsüber bei 50 %.
Warnung vor Pickup: https://www.abtreff.de/viewtopic.php?p=1062199#p1062199
Wissenschaftliches Standardwerk über (männliches) AB-tum: https://www.springer.com/de/book/9783658059231

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Re: Kopfkino und die Folgen

Beitrag von Cornerback » Sonntag 31. März 2019, 14:22

Pentas hat geschrieben:
Sonntag 31. März 2019, 11:17
Cornerback hat geschrieben:
Sonntag 31. März 2019, 03:46
Silvina hat geschrieben:
Samstag 30. März 2019, 19:04
Ich mag ja falsch liegen, aber nach dem, was Du immer so schreibst, habe ich mittlerweile folgende Vorstellung Deiner Kaltansprachen: Du suchst Dir eine Frau aus (nach welchen Kriterien auch immer), gehst zu ihr hin, ohne daß vorher irgendeine (positive) nonverbale Kommunikation stattgefunden hat und sagst Hallo.
Naja, genau das ist halt eine Kaltansprache. Ich glaube ich hätte noch keine einzige Frau ansprechen können, wenn ich auf irgendwelche Signale hätte warten müssen. Aber auch bei echten Kaltansprachen ist eine pampige Reaktion die Ausnahme.
Aber irgendwie musst du ja die Frauen, die du angesprochen hast, ausgewählt haben. Du sprichst ja wohl kaum Frauen an, die signalisieren NICHT angesprochen werden zu wollen. Bei den wenigen Frauen, die ich bislang angesprochen habe, hatte ich zumindest vorher Blickkontakt hergestellt. Und sie hat nicht gleich weggeschaut, sondern ihn erwidert oder war selbst die aktive, die den Blickkontakt gesucht hat.
Hätte wahrscheinlich weitaus mehr Frauen ansprechen können, aber meist hab ich mich nach dem Blickkontakt zu gar nichts getraut.
Ganz einfach: Die Situation ist günstig, die Frau gefällt mir und sie sieht nicht aus, als würde sie einem den Kopf abreißen, wenn sie einem nen Korb gibt. Man steht zusammen an der Bar oder ich gehe an ihrem Tisch vorbei, bleibe stehen und sage was. Da gibts dann keinen vorherigen Blickkontakt.

Vielleicht hängt das damit zusammen, dass ich zu früh mit Pick-Up in Kontakt gekommen bin, aber ich habe für mich immer nur die Möglichkeit gesehen eine Frau im Gespräch "rumkriegen" zu können. Ich hatte das letztlich schon an anderer Stelle geschrieben, ich kann mir gar nicht vorstellen, dass ich irgendeiner (gut) gefalle, weil mir einfach jegliche Erlebnisse fehlen, die nur nahelegen könnten, dass es solche Frauen gibt. Bei Blickkontakt haben eh nur alle weggeguckt und von Frauen kam da wie gesagt auch noch nichts. Wenn ich mir die Erfahrungen vom Coder durchlese gehts scheinbar aber auch noch schlimmer, da ich solche Erfahrungen auch noch nicht hatte. Dass ich dann beim Ansprechen auch noch sehr unsicher bin und nicht mit Eloquenz glänzen kann, ist dann halt der Sargnagel für jeden Flirtversuch. Gibt halt Gründe, warum man Hardcore AB wird und bleibt - wobei ich hier auch sagen muss, dass ich halt irgendwann aufgegeben habe und total in ein Loch gefallen bin aus dem ich jetzt erst langsam wieder etwas rauskomme.
Meinetwegen liegt das auch nicht am Aussehen sondern der Ausstrahlung. Das blöde daran ist, davon abgesehen, dass man am Aussehen auch nicht alles verändern kann, ich wahrscheinlich eher ein Sixpack habe, als dass ich mir ein selbstsicheres, offenes Auftreten antrainiert hätte. Das geht leider nicht so systematisch nach monokausalen Prinzipien, es ist eher schwierig seine Fortschritte zu dokumentieren und zu messen und weil es auch ziemlich lange dauert, hat man eigentlich kaum das Gefühl, dass sich da irgendwas verbessert.

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Re: Kopfkino und die Folgen

Beitrag von Omomo » Sonntag 31. März 2019, 14:34

LonesomeCoder hat geschrieben:
Sonntag 31. März 2019, 13:49
Wenig Kraft für soziale Interaktionen => ich muss sparsam damit umgehen => gehe nur auf Frauen zu, die für mich als Sexualpartner in Frage kommen. Ich kann es mir nicht "leisten" diese Kraft für andere Fälle "auszugeben". So wie eine finanziell arme Person kaum Geld für nicht lebenswichtigen Luxus über hat.
Mit dem ganz großen Unterschied, dass deine Kraftreserven nicht quantifizierbar sind wie der Stand deines Girokontos. Demnach ist es auch eine relativ wahrgenommene Anstrengung und keine absolute. Wenn es danach ginge kann ja jede Person damit argumentieren, dass sie keine Kraft für gewisse Aktivitäten hat um ja nicht in die Situation zu kommen, dass sie jetzt tatsächlich mal aus seiner Komfortzone zu treten.
Ich denke gerade wenn du nur auf Frauen zugehst, die du als sexuell interessant findest, wirkst du bedürftig und wenig locker.
LonesomeCoder hat geschrieben:
Sonntag 31. März 2019, 13:49
Mir geht es fast nur um das Gefühl als Mann begehrt zu werden. Genau das bietet mir eine Hure nicht. Das rein mechanische alleine reizt mich kaum. Ich schaue auch keine Pornos. Auch hätte ich beim Sex kaufen das Gefühl, mich selber zu betrügen wie wenn ich eine Prüfung nur mit Spickzettel schaffen würde.
Verstanden.
LonesomeCoder hat geschrieben:
Sonntag 31. März 2019, 13:49
Ja, das kommt hin. Wenn nach positiven Signalen ginge, hätte ich noch nie eine Frau ansprechen dürfen. Ich kann diese Signale aber erkennen, habe andere Männer schon auf interessierte Frauen hingewiesen und so anderen drei langjährige Beziehungen beschert. Aber ich bekam solche Signale noch nie. Warum? Andere, vor allem große und hübsche Männer schon. Deshalb bin ich mir mit meiner Folgerung der Ursache sicher :) Sicher, kein Mann hat 100 % Erfolgsquote und bei Kaltansprachen sind sie generell recht gering, aber einen Grund muss es schon geben, warum meine Erfahrungen so wenig mit denen etwa von Talbot oder inVivoVeritas gemeinsam haben.
Ich selektiere nach Alter, hat keine Kinder oder Hinweise darauf und hat keinen Partner oder Hinweise darauf. Eine, die so wirkt, als habe sie Zeit, spreche ich lieber an als eine, die so wirkt, als habe sie es eilig. Eine alleine oder zu zweit ziehe ich einer in einer großen Gruppe vor. Wegen Smartphone-Sucht sehen mich viele vor dem "Hallo" gar nicht. Eine, die locker und entspannt wirkt, spreche ich eher an als eine, die verkrampft und angespannt wirkt. So wahllos bin ich dann doch nicht.
Dann scheinst du ja entgegen aller Statistiken der perfekte Matchmaker zu sein. Die allerwenigsten Beziehung entstehen aus Diskotheken-Bekanntschaften und du hast es bereits geschafft 3 Menschen längerfristige Beziehungen zu bescheren. Ich glaube deine Folgerung entspricht leider nicht der Tatsache.
Dass deine Erfolgsquote nicht so hoich ist wie die von den genannten Personen kann an vielen Dingen liegen. Vorallem glaube ich liegt es am Auftreten und weniger am physischen Aussehen.
Ich bin verblüfft wie du Menschen direkt in Kategorien einordnen kannst und sogar sagen kannst, ob sie Kinder oder Partner haben.
Und dennoch haben wir keinerlei Informationen darüber wie du die Frauen denn ansprichst.
LonesomeCoder hat geschrieben:
Sonntag 31. März 2019, 13:49
Andere Leute schätzen mich aufgrund meiner Äußerlichkeiten als viel jünger, unreif und teils geistig behindert ein. Ich werde gar nicht als gebildeter, reifer Mann im Alter von 30 wahrgenommen. Mein Lächeln wird aufgrund der kleinen Lippen und das ballrunden Schädels als "behindertes Lachen" bezeichnet. Mit dieser Außenwirkung wundern mich die Reaktionen nicht.
Leider absolut kein Ausschlusskriterium, um mal ein Smalltalk zu führen oder ein, zwei Sätze zu wechseln.
Wir reden hier ja über ein ganz normales Gespräch.
Kann mir daher absolut nicht vorstellen, warum ein Smalltalk nicht mögich sein soll.
https://www.youtube.com/watch?v=0-c-JPPMo4s
Dieser Kerl sieht echt nicht schön aus und hat trotzdem fast 500.000 Abonnenten auf YouTube. Selbst der scheint deutlich weniger Probleme mit Frauen oder mit Menschen in seiner Umgebung zu haben als du. Nur mal so als Beispiel dafür, dass es angeblich komplett nur an deinem Aussehen liegen soll und nicht an anderen Faktoren.
LonesomeCoder hat geschrieben:
Sonntag 31. März 2019, 13:49
Mit dieser Vermutung wirst du wohl recht haben. Nur im Online-Dating ist es auch nicht anders und auch Frauen aus dem Umfeld wollten mich trotz Komplimenten für mein Verhalten nie... Aktuell sind dort aber alle in festen Händen und meine Interessen, die nur Aktivitäten alleine, mit anderen Männern oder Leuten jenseits der 50 hergeben, sorgen dafür, dass keine weiteren Frauen mehr in mein Umfeld dazukommen.
Dann versuch dein Umfeld zu erweitern oder Aktivitäten zu suchen, wo potentiell Single Frauen sind.
LonesomeCoder hat geschrieben:
Sonntag 31. März 2019, 13:49
Die, die aufs Handy starren, bekommen leider gar nichts mit. Dank Ohrstöpsel hören sie andere nichtmal kommen. Bei mir ist das "pampig" im Nachtleben zu 95 % das nach Definition zwei von dir, tagsüber bei 50 %.
Du sprichst Leute an, die im Club auf ihr Handy starren und Kopfhörer drin haben?
"Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun."

Morkel
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Re: Kopfkino und die Folgen

Beitrag von Morkel » Sonntag 31. März 2019, 14:43

LonesomeCoder hat geschrieben:
Sonntag 31. März 2019, 13:49
Wenig Kraft für soziale Interaktionen => ich muss sparsam damit umgehen => gehe nur auf Frauen zu, die für mich als Sexualpartner in Frage kommen. Ich kann es mir nicht "leisten" diese Kraft für andere Fälle "auszugeben". So wie eine finanziell arme Person kaum Geld für nicht lebenswichtigen Luxus über hat.
Stattdessen gibst du dein weniges "Geld" dann lieber für (die immer gleichen) Dinge aus, die dir offensichtlich extrem schaden und noch nicht mal ansatzweise Chancen auf Erfolg haben? Davon abgesehen, dass hier Marktanalogien wie so oft völlig fehl am Platz sind, denn bei solchen Sachen hast du kein inneres Konto, mit dem du sparsam umgehen musst. Vielmehr ist es genau diese Schonhaltung durch die immer mehr Kraft und Lebensqualität verlierst. Laut deiner seltsamen Logik müsste ja auch jemand der den ganzen Tag daheim auf der Couch liegt das blühende Leben und voller überschüssiger Energie sein, gegenüber demjenigen der regelmäßig Sport betreibt und seine sozialen Kontakte pflegt.
Mir geht es fast nur um das Gefühl als Mann begehrt zu werden. Genau das bietet mir eine Hure nicht. Das rein mechanische alleine reizt mich kaum. Ich schaue auch keine Pornos. Auch hätte ich beim Sex kaufen das Gefühl, mich selber zu betrügen wie wenn ich eine Prüfung nur mit Spickzettel schaffen würde.
Stattdessen holst du dir dann lieber eine Express-Abfuhr nach der Anderen? Geben dir diese Abfuhren tatsächlich das erhoffte Gefühl als Mann begehrt zu werden? Bei jedem Anderen würde sowas ja genau das Gegenteil erreichen. Kann ja sein dass das bei dir anders ist :roll:
Die wenigen Leute in meine Branche mit Teilzeit, die ich kenne, sind Väter in Elternzeit oder Werksstudenten. Aber niemanden sonst. Leider sind die "dringenden betrieblichen Gründe", die mir genannt worden sind, glaubhaft. Hatte aus Neugier schon gefragt.
Du leitest dir mal wieder von den wenigen Leuten die du kennst eine unumstößliche Tatsache ab...
Meine "Versuche" dauern meist unter einer Sekunde und in der Disco stehen die meisten Leute länger fest so wie in der Bar oder tanzen.
Urgh. Ich habe gerade echt kein gutes Bild vor Auge von diesen wahrscheinlich total bedürftigen und freakigen "Versuchen" :shock: :surprise:

Ich vermute, dass du dir um die Frage, ob es andere Frauen mitbekommen, auch keine Gedanken mehr machen brauchst. Denn nach dem was du so geschrieben hast, bist du in diesen Schuppen wahrscheinlich eh schon "wohlbekannt".

Nur verstehe ich immer noch nicht, warum du dir sowas überhaupt und immer wieder antust. Ist man als Aspie tatsächlich komplett merk- und schmerzbefreit was zwischenmenschliche Signale angeht, bzw. solch selbstzerstörerischem Verhaltens wie du es scheinbar betreibst?

Wenn man deine Vorhaben liest könnte man tatsächlich meinen, dass du wirklich alle Hebel in Bewegung setzt, um genau das Gegenteil von dem zu erreichen, was du dir vordergründig erhoffst. Für mich klingt das nach purer Selbstsabotage und Masochismus.
Zuletzt geändert von Morkel am Sonntag 31. März 2019, 15:27, insgesamt 3-mal geändert.

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Ich bin ...: offen für alles.
Ich suche hier ...: nur Austausch.

Re: Kopfkino und die Folgen

Beitrag von Omomo » Sonntag 31. März 2019, 14:45

Cornerback hat geschrieben:
Sonntag 31. März 2019, 14:22
Dass ich dann beim Ansprechen auch noch sehr unsicher bin und nicht mit Eloquenz glänzen kann, ist dann halt der Sargnagel für jeden Flirtversuch. Gibt halt Gründe, warum man Hardcore AB wird und bleibt - wobei ich hier auch sagen muss, dass ich halt irgendwann aufgegeben habe und total in ein Loch gefallen bin aus dem ich jetzt erst langsam wieder etwas rauskomme.
Meinetwegen liegt das auch nicht am Aussehen sondern der Ausstrahlung. Das blöde daran ist, davon abgesehen, dass man am Aussehen auch nicht alles verändern kann, ich wahrscheinlich eher ein Sixpack habe, als dass ich mir ein selbstsicheres, offenes Auftreten antrainiert hätte. Das geht leider nicht so systematisch nach monokausalen Prinzipien, es ist eher schwierig seine Fortschritte zu dokumentieren und zu messen und weil es auch ziemlich lange dauert, hat man eigentlich kaum das Gefühl, dass sich da irgendwas verbessert.
Um das zu dokumentieren müsstest du aber auch genau so viele Frauen angesprochen haben. Weiß natürlich nicht wie viele du angesprochen hast, aber 1 oder 2 in 2 Monaten wären z.B. nicht gerade viel. Natürlich im Hinblick auf relevante Dokumentation der "Erfolge".
Ist ja genau wie mit dem Fitnessstudio. Erfolge kann man schlecht sehen, wenn man nur 1 bis 2 Mal im Monat trainieren geht.
Ich denke ein offenes und selbstsicheres Auftreten kommt lediglich, wenn man sich ständig dem Risiko aussetzt auch mal abgelehnt zu werden. Nicht nur bei Frauen, sondern allgemein in Gesellschaft von Menschen.
Die meisten Menschen, die ich kenne denken viel zu sehr darüber nach was andere Menschen von ihnen halten und was sie sagen sollten, um möglichst eloquent und intelligent rüberzukommen. Schlussendlich sagen sie gar nichts und schweigen oder sagen etwas ganz anderes, was das geringste Risiko für Widerstand birgt.
So sind sie so gut wie nie sie selbst.
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Re: Kopfkino und die Folgen

Beitrag von Captain Unsichtbar » Sonntag 31. März 2019, 14:46

LonesomeCoder hat geschrieben:
Sonntag 31. März 2019, 13:49
Tania hat geschrieben:
Samstag 30. März 2019, 19:06
In Großraumdiskos mag das mit dem "unauffällig baggern" funktionieren. Aber in solchen <300 Gäste-Clubs, die ich bevorzuge, kann ich Dir am Ende des Abends recht genau sagen, wer da gebaggert hat und wie der Erfolg aussah. Beim Tanzen haben Augen und Hirn ja viel Leerlauf.
Genau von solchen Großraumdiskos rede ich :) Haben meist 2 oder mehr Floors.
Du gehst als "extremer Intro" in Grossraumdiskos? :gruebel: :shock:
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Re: Kopfkino und die Folgen

Beitrag von Morkel » Sonntag 31. März 2019, 15:02

Captain Unsichtbar hat geschrieben:
Sonntag 31. März 2019, 14:46
LonesomeCoder hat geschrieben:
Sonntag 31. März 2019, 13:49
Tania hat geschrieben:
Samstag 30. März 2019, 19:06
In Großraumdiskos mag das mit dem "unauffällig baggern" funktionieren. Aber in solchen <300 Gäste-Clubs, die ich bevorzuge, kann ich Dir am Ende des Abends recht genau sagen, wer da gebaggert hat und wie der Erfolg aussah. Beim Tanzen haben Augen und Hirn ja viel Leerlauf.
Genau von solchen Großraumdiskos rede ich :) Haben meist 2 oder mehr Floors.
Du gehst als "extremer Intro" in Grossraumdiskos? :gruebel: :shock:
Guter Punkt. Irgendwie passt bei ihm nichts so richtig zusammen. Schon das Geschriebene von ihm ist höchst widersprüchlich. Ihn in "Aktion" zu erleben ist wahrscheinlich noch einen Zacken krasser.

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Re: Kopfkino und die Folgen

Beitrag von Omomo » Sonntag 31. März 2019, 15:10

Morkel hat geschrieben:
Sonntag 31. März 2019, 15:02
Captain Unsichtbar hat geschrieben:
Sonntag 31. März 2019, 14:46
LonesomeCoder hat geschrieben:
Sonntag 31. März 2019, 13:49

Genau von solchen Großraumdiskos rede ich :) Haben meist 2 oder mehr Floors.
Du gehst als "extremer Intro" in Grossraumdiskos? :gruebel: :shock:
Guter Punkt. Irgendwie passt bei ihm nichts so richtig zusammen. Schon das Geschriebene von ihm ist höchst widersprüchlich. Ihn in "Aktion" zu erleben ist wahrscheinlich noch einen Zacken krasser.
Widerspricht sich eben alles. Meiner Ansicht nach geht es ihm nur darum, dass man endlich anerkennt, dass er ja absolut keine Chance hat, weil seine Umstände an denen er nichts ändern kann maßgeblich ihn daran hindern. Demzufolge ist er lediglich ein Opfer seiner Situation mit keiner Möglichkeit dies zu ändern. Tut ja alles um mögliche Alternativen bereits im Keim zu ersticken. Zumindest wirkt das alles so.
Zuletzt geändert von Omomo am Sonntag 31. März 2019, 15:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kopfkino und die Folgen

Beitrag von Talbot » Sonntag 31. März 2019, 15:12

Darüber dass das Nachtleben ein denkbar schlechter Ort für jemanden mit LonesomeCoders Voraussetzungen ist braucht man wohl nicht diskutieren.
Was ich aber nicht nachvollziehen kann ist warum ständig irgendwie an seinen Schilderungen bezüglich Reaktionen in Clubs gezweifelt bzw. irgendwas anderes als Grund erfunden oder ähnliches wird.
Ich meine ich habe auch so meine Probleme mit vielen seiner Aussagen/Meinungen, aber als jemand der sehr viel Erfahrung in allen möglichen Clubs hat kann ich nur sagen, dass ich die Reaktionen, die er (auch in der Masse) gekriegt hat durchaus für realistisch halte.
Wenn seine Selbstbeschreibung auch nur annähernd stimmt kann ich mir mehr als vorstellen, dass er damit in Clubs eine Menge harte Reaktionen gekriegt hat und das völlig unabhängig ob er da "seinen Ruf weg hat" oder ob und wie seine Ausstrahlung beim Ansprechen ist.
Völlige Kaltansprachen in Clubs sind nun mal ein hartes Pflaster mit eh schon recht geringen Erfolgschancen und auch schon ohne so krass schlechte Voraussetzungen gibt es da durchaus mal harte Körbe.
Von daher halte ich seine Erfahrungen da durchaus für realistisch und das ohne, dass es an irgendwelchen ominösen Gründen liegen müsste.

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Re: Kopfkino und die Folgen

Beitrag von Omomo » Sonntag 31. März 2019, 15:18

Talbot hat geschrieben:
Sonntag 31. März 2019, 15:12
Darüber dass das Nachtleben ein denkbar schlechter Ort für jemanden mit LonesomeCoders Voraussetzungen ist braucht man wohl nicht diskutieren.
Was ich aber nicht nachvollziehen kann ist warum ständig irgendwie an seinen Schilderungen bezüglich Reaktionen in Clubs gezweifelt bzw. irgendwas anderes als Grund erfunden oder ähnliches wird.
Ich meine ich habe auch so meine Probleme mit vielen seiner Aussagen/Meinungen, aber als jemand der sehr viel Erfahrung in allen möglichen Clubs hat kann ich nur sagen, dass ich die Reaktionen, die er (auch in der Masse) gekriegt hat durchaus für realistisch halte.
Wenn seine Selbstbeschreibung auch nur annähernd stimmt kann ich mir mehr als vorstellen, dass er damit in Clubs eine Menge harte Reaktionen gekriegt hat und das völlig unabhängig ob er da "seinen Ruf weg hat" oder ob und wie seine Ausstrahlung beim Ansprechen ist.
Völlige Kaltansprachen in Clubs sind nun mal ein hartes Pflaster mit eh schon recht geringen Erfolgschancen und auch schon ohne so krass schlechte Voraussetzungen gibt es da durchaus mal harte Körbe.
Von daher halte ich seine Erfahrungen da durchaus für realistisch und das ohne, dass es an irgendwelchen ominösen Gründen liegen müsste.
Daran habe ich absolut keine Zweifel, dass er solche Reaktionen durchaus in der Masse bekommen hat. Seine Voraussetzungen sind eben auch nicht die besten. Mich stört lediglich seine Aussage, dass er von Frauen ausschließlich abfuhren kassiert hat. Sei es im Nachtleben oder am Tag. Er sprach von einer teilweise 100% Quote, wo nicht mal ein normaler unverfänglicher Smalltalk möglich gewesen sein soll. Seiner Aussage nach wurde er bereits bei einem "Hallo" abgewiesen, was ich mir am Tag eben nur schwer vorstellen kann. Denn man hätte ja theoretisch auch nur nach dem Weg fragen können, aber LSC soll es aufgrund seines Aussehens nicht mal möglich sein nach dem Weg zu fragen.
Ja, das halte ich schon für ziemlich utopisch, da ich mir auch nicht vorstellen kann, dass Menschen am Tag so unfreundlich sind und bei einem "Hallo" bereits ein "Geh Weg!" ertönt. Dafür habe ich doch noch ein positiveres Menschenbild.
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Re: Kopfkino und die Folgen

Beitrag von Tania » Sonntag 31. März 2019, 15:31

LonesomeCoder hat geschrieben:
Sonntag 31. März 2019, 13:49
Meine "Versuche" dauern meist unter einer Sekunde ...
Ich bräuchte schon mindestens 3 Sekunden, um eine unverhoffte Ansprache überhaupt wahrzunehmen .... Was machst Du - "hi" sagen und wegrennen, bevor die Dame reagieren kann?
Ich selektiere nach Alter,
... sprach der Mann, dem Aussehen unwichtig ist. Was am Alter stört Dich denn, wenn nicht die Haarfarbe oder die Falten oder das Winkfleisch?
hat keine Kinder oder Hinweise darauf
Woran erkennst Du in einer Disko, ob eine Frau Kinder hat?

Das Thema "warum für eine unverbindliche "einmal pro Woche"-Affäre" Singlemütter optimal sind" hatten wir ja bereits mehrmals. Gegen Dein diesbezügliches "da werde ich in die Vaterrolle gedrängt"-Vorurteil ist halt nix zu machen.
Bei mir ist das "pampig" im Nachtleben zu 95 % das nach Definition zwei von dir, tagsüber bei 50 %.
Und nach welcher Logik versuchst Du es dann bevorzugt im Nachtleben?

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But I have promises to keep,
And miles to go before I sleep,
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Re: Kopfkino und die Folgen

Beitrag von Morkel » Sonntag 31. März 2019, 15:38

Talbot hat geschrieben:
Sonntag 31. März 2019, 15:12
Darüber dass das Nachtleben ein denkbar schlechter Ort für jemanden mit LonesomeCoders Voraussetzungen ist braucht man wohl nicht diskutieren.
Was ich aber nicht nachvollziehen kann ist warum ständig irgendwie an seinen Schilderungen bezüglich Reaktionen in Clubs gezweifelt bzw. irgendwas anderes als Grund erfunden oder ähnliches wird.
Ich meine ich habe auch so meine Probleme mit vielen seiner Aussagen/Meinungen, aber als jemand der sehr viel Erfahrung in allen möglichen Clubs hat kann ich nur sagen, dass ich die Reaktionen, die er (auch in der Masse) gekriegt hat durchaus für realistisch halte.
Wenn seine Selbstbeschreibung auch nur annähernd stimmt kann ich mir mehr als vorstellen, dass er damit in Clubs eine Menge harte Reaktionen gekriegt hat und das völlig unabhängig ob er da "seinen Ruf weg hat" oder ob und wie seine Ausstrahlung beim Ansprechen ist.
Völlige Kaltansprachen in Clubs sind nun mal ein hartes Pflaster mit eh schon recht geringen Erfolgschancen und auch schon ohne so krass schlechte Voraussetzungen gibt es da durchaus mal harte Körbe.
Von daher halte ich seine Erfahrungen da durchaus für realistisch und das ohne, dass es an irgendwelchen ominösen Gründen liegen müsste.
Ich weiß ja nicht du so rausliest, aber ich habe hier nirgendwo Zweifel an seinen Schilderungen gelesen :gruebel:
Was seine Schilderungen angeht kann man schon sagen, dass diese ehrlich und authentisch sind, und mit den letzten Beiträgen etwas klarer geworden sind. Auch wenn das was er da abzieht natürlich nach wie vor extrem schräg, und ohne Kenntnis seiner unbewussten Muster für einen halbwegs gesunden Menschenverstand wenig nachvollziehbar ist.

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Re: Kopfkino und die Folgen

Beitrag von Cornerback » Sonntag 31. März 2019, 15:49

Omomo hat geschrieben:
Sonntag 31. März 2019, 14:45
Cornerback hat geschrieben:
Sonntag 31. März 2019, 14:22
Dass ich dann beim Ansprechen auch noch sehr unsicher bin und nicht mit Eloquenz glänzen kann, ist dann halt der Sargnagel für jeden Flirtversuch. Gibt halt Gründe, warum man Hardcore AB wird und bleibt - wobei ich hier auch sagen muss, dass ich halt irgendwann aufgegeben habe und total in ein Loch gefallen bin aus dem ich jetzt erst langsam wieder etwas rauskomme.
Meinetwegen liegt das auch nicht am Aussehen sondern der Ausstrahlung. Das blöde daran ist, davon abgesehen, dass man am Aussehen auch nicht alles verändern kann, ich wahrscheinlich eher ein Sixpack habe, als dass ich mir ein selbstsicheres, offenes Auftreten antrainiert hätte. Das geht leider nicht so systematisch nach monokausalen Prinzipien, es ist eher schwierig seine Fortschritte zu dokumentieren und zu messen und weil es auch ziemlich lange dauert, hat man eigentlich kaum das Gefühl, dass sich da irgendwas verbessert.
Um das zu dokumentieren müsstest du aber auch genau so viele Frauen angesprochen haben. Weiß natürlich nicht wie viele du angesprochen hast, aber 1 oder 2 in 2 Monaten wären z.B. nicht gerade viel. Natürlich im Hinblick auf relevante Dokumentation der "Erfolge".
Ist ja genau wie mit dem Fitnessstudio. Erfolge kann man schlecht sehen, wenn man nur 1 bis 2 Mal im Monat trainieren geht.
Ich denke ein offenes und selbstsicheres Auftreten kommt lediglich, wenn man sich ständig dem Risiko aussetzt auch mal abgelehnt zu werden. Nicht nur bei Frauen, sondern allgemein in Gesellschaft von Menschen.
Die meisten Menschen, die ich kenne denken viel zu sehr darüber nach was andere Menschen von ihnen halten und was sie sagen sollten, um möglichst eloquent und intelligent rüberzukommen. Schlussendlich sagen sie gar nichts und schweigen oder sagen etwas ganz anderes, was das geringste Risiko für Widerstand birgt.
So sind sie so gut wie nie sie selbst.
Das Problem ist halt, dass mich die Ablehnung runterzieht, auch weil sie eben meine sonstigen Minderwertigkeitsgefühle nährt. Einfach immer weiter machen und sich der Ablehnung aussetzen, waren die Sachen die früher versucht habe, und die letztlich dazu geführt haben, dass ich überhaupt erst total ins Loch gefallen bin. Risiko bedeutet ja auch, dass sich dieses Risiko realisieren kann. Man kann es halt nicht vermeiden, darum ist es mMn wichtig, die Überwindung so gering wie möglich zu halten - dann gibt man dem Ausgang der Situation von vorneherein nicht so viel Wert und misserfolge Schaden weniger.

Wenn man selbstbewusster werden will, dann findet man ja z.B. im Netz genug Infos. Die meisten so im Stile von Tipps aus dem Abreißkalender. Und Bücher wo das ganze dann in elaborierter Form präsentiert wird. Seine Komfortzone erweitern indem man sich immer neuen kleinen Herausforderungen stellt ist halt der Weg, den ich im Moment versuche. Dazu gehört auch mal das Ansprechen von Leuten oder Frauen, wenn die Situation nicht zu viel Überwindung erfordert. Ich mache mir da aber keinen Druck mehr, nach dem Motto "diese Woche noch keine angesprochen" - wie gesagt, das hat bei mir mehr geschadet. Natürlich muss man sich auch selbst insoweit kontrollieren nicht in einen Trott zu verfallen und sich nur noch auf sicherem Terrain zu bewegen. Das ist halt eine Gratwanderung.

Beim Fitnesstraining kann ich Anhand von Messungen, Waage und Gewichten die Erfolge sehen, auch kleinste. Bei "Selbstvertrauen und Unsicherheit" fehlen solche Parameter und es geht eher ums Gefühl. Wenn man unsicher ist und kein Selbstvertrauen hat, dann tendiert man dazu seine Erfolge nicht zu erkennen und geringzuschätzen - deshalb hilft mir das ganze "Messen" beim Training mich weiter zu motivieren. Aber man bekommt aber kein Feedback, ob man 5% selbstbewusster oder sicherer geworden ist. Da muss man sich sehr auf sein Gefühl verlassen. Ich kann schon durchaus selbstsicherer im Umgang mit Fremden geworden sein, aber von denen immernoch als unsicher wahrgenommen werden und weiter entsprechendes Feedback bekommen, weil sie halt den Vergleich zu vorher nicht haben. Letztlich erst wieder: "Sie können sich doch ruhig mehr zutrauen, die Unsicherheit ist doch gar nicht nötig!" Ist natürlich nett gemeint, lässt mich aber irgendwie auch an meinen bisherigen Fortschritten zweifeln.
Und wenn man wenig selbstvertrauen hat, dann traut man sich halt eben auch nicht unbedingt zu diesen Zustand abzulegen. Bei Training und Ernährung greifen aber biologische-physiologische Vorgänge die unabhängig von sind von dem was ich glaube. Bei der Psyche ist das ganze entsprechend etwas diffiziler.

Ich denke auch, dass es besser wäre nicht zu versuchen intelligent und eloquent rüberkommen zu wollen, es sich einfach zuzutrauen man selbst sein zu können. Das wäre der Wunschzustand, ich muss nicht vor selbstsicherheit nur so strotzen. Aber ich kann da irgendwie auch nicht aus meiner Haut und da ist einfach das Gefühl etwas kompensieren zu müssen, das kann ich nicht bewusst abstellen. Ich hoffe natürlich, dass es mit der Zeit kommt bzw. weggeht.
Zuletzt geändert von Cornerback am Sonntag 31. März 2019, 16:05, insgesamt 1-mal geändert.

Morkel
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Re: Kopfkino und die Folgen

Beitrag von Morkel » Sonntag 31. März 2019, 16:00

Omomo hat geschrieben:
Sonntag 31. März 2019, 15:10
Morkel hat geschrieben:
Sonntag 31. März 2019, 15:02
Captain Unsichtbar hat geschrieben:
Sonntag 31. März 2019, 14:46

Du gehst als "extremer Intro" in Grossraumdiskos? :gruebel: :shock:
Guter Punkt. Irgendwie passt bei ihm nichts so richtig zusammen. Schon das Geschriebene von ihm ist höchst widersprüchlich. Ihn in "Aktion" zu erleben ist wahrscheinlich noch einen Zacken krasser.
Widerspricht sich eben alles. Meiner Ansicht nach geht es ihm nur darum, dass man endlich anerkennt, dass er ja absolut keine Chance hat, weil seine Umstände an denen er nichts ändern kann maßgeblich ihn daran hindern. Demzufolge ist er lediglich ein Opfer seiner Situation mit keiner Möglichkeit dies zu ändern. Tut ja alles um mögliche Alternativen bereits im Keim zu ersticken. Zumindest wirkt das alles so.
Ja, vermute ich auch. Dieses unterbewusste Programm ist das Einzige, unter dem sein Handeln irgendwie Sinn ergeben würde. Auch wenn dieser Sinn ihm wahrscheinlich gar nicht bewusst und auch ziemlich selbstzerstörerisch ist. Im Endeffekt läuft es auf das von dir Gesagte hinaus. Der Welt trotzig und vorwurfsvoll zeigen zu können, dass er mit seinem Selbstbild des ewigen, völlig fremdbestimmten Opfers seiner Gene/Situation/Mitmenschen/wasauchummer ohne jegliche eigene Verantwortung oder Einflussmöglichkeit schon immer recht hatte. Für mich klingt das alles nach einem extrem verletzten inneren Kind, dass da am Wirken ist und nach Liebe und Heilung schreit, und sich einfach auch nicht anders ausdrücken kann, als durch dieses selbstzerstörerische Verhalten.

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