Wenn der Stammbaum endet

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Pferdedieb
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Re: Wenn der Stammbaum endet

Beitrag von Pferdedieb » Sonntag 31. März 2019, 20:09

Gatem hat geschrieben: Aber besonders verstehe ich nicht, wenn hier Leute von „Stammbaum endet“ schreiben, die gleichzeitig angeben, dass sie Cousins oder Cousinen haben – da geht der Stammbaum ja definitiv noch weiter.
Ja, der Stammbaum geht weiter, aber eben bei der buckligen Verwandtschaft.

Aber meine "Linie" bzw. mein Ast von diesem Baum wird mit mir enden.
Ganz unten steht Pferdedieb, danach für alle Zeiten nichts mehr.
Wie der abgestorbene Ast an einem Baum eben.

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Re: Wenn der Stammbaum endet

Beitrag von Ferienhaus » Sonntag 31. März 2019, 20:14

Pferdedieb hat geschrieben:
Sonntag 31. März 2019, 14:20
Bei Geschwistern ist es unwahrscheinlich, dass gleich beide ABs sind. Wenn, dann ist einer AB und der / die andere ist verheiratet und hat Kinder.
Das stimmt, meine Schwester hatte schon mehrere Beziehungen, der Familienstammbaum wird also durch sie höchstwahrscheinlich fortgeführt.

Ich werde meine Gene nicht mehr weitergeben, aber ich glaube, dass ist ehrlich auch besser so. Es wäre sowieso besser gewesen, wenn meine Eltern bereits bei mir verhütet hätten. :roll:

Ein Kind will ich nicht noch mit meinen Genen und meiner Abstammung strafen.

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Maverick
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Re: Wenn der Stammbaum endet

Beitrag von Maverick » Sonntag 31. März 2019, 22:16

Einsamkeit_is_doof hat geschrieben:
Sonntag 31. März 2019, 16:00
Auch ich bin Einzelkind, bin 33 und meine Eltern sind beide 63. Zum einen macht es mir Sorgen, dass meine Eltern irgendwann nicht mehr da sein werden bzw. vielleicht Pflegebedürftig sein werden. Dann werde ich ganz alleine sein und es ist zur Zeit absolut nicht absehbar, dass sich an meiner Situation irgendwas ändert. Von daher werde auch ich irgendwann mal der Jenige sein, der "das Licht ausmacht". Und das ist kein schöner Gedanke. :crybaby:

Da wir bzw. meine Eltern kein Haus oder Grundstück besitzen, fällt dieser Punkt weg, aber es ist schon irgendwie belastend, wenn man bedenkt, dass man irgendwann der letzte seiner Familie ist und danach kommt nichts mehr. :regen:
Gibt es denn nichts aus der Apotheke, dass man Mutiger wird und die Frauen auf einen fliegen? Da gibt es doch bestimmt was von Ratiofarm :idee:
Die Situation ist bei mir ähnlich, außer dass ich ein paar Jahre jünger bin - meine Eltern sind auch 63 und haben eine kleine Eigentumswohnung - nichts großes.

Dass der Stammbaum bei mir endet (das weiß ich mit Sicherheit, ich möchte keine Kinder) beschäftigt mich nicht. Das ist mir egal.

Wovor auch ich Angst habe ist, dass meine Eltern pflegebedürftig werden und irgendwann sterben. Ich habe dann Sorge, dass ich irgendwann mal selbst ins Krankenhaus muss und dann niemand meine vorhandene Vorsorgevollmacht findet. Ich kann sie zwar bei einer staatlichen Einrichtung registrieren, brauche im Notfall aber einen Bevollmächtigten. So einen habe ich nicht, wenn meine Eltern mal tot sind. Ich habe echt Sorge davor, dass mit mir im Krankheitsfall dann Sachen geschehen, die ich nicht möchte. Da ich eine Vorsorgevollmacht aber nicht inhaltlich registrieren kann, werden Ärzte meine Wünsche dann wohl nie erfahren.
Darüber hinaus sind meine Eltern die einzigen Menschen, zu denen ich eine enge Beziehung habe. Ich habe zwar einige langjährige Bekannte, aber ist der Kontakt nur oberflächlich.

Die Frage ist, was mit meinem Erbe geschieht. Ich habe aktuell noch ein Testament auf meine Eltern. Sind die tot, geht das ganze an den örtlichen Tierschutzverein, weil ich nicht möchte, dass irgendwelche Cousins und Cousinen etwas erben, die ich lange nicht mehr gesehen habe. Je nach Kontostand würde ich auch schon ein paar Jahre vor dem richtigen Rentenbeginn als Privatier überbrücken.

Aber ich wäre um jeden Cent, der nach meinem Tod aber noch verfügbar ist, traurig.

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Re: Wenn der Stammbaum endet

Beitrag von Tania » Sonntag 31. März 2019, 22:27

Maverick hat geschrieben:
Sonntag 31. März 2019, 22:16
Wovor auch ich Angst habe ist, dass meine Eltern pflegebedürftig werden und irgendwann sterben. Ich habe dann Sorge, dass ich irgendwann mal selbst ins Krankenhaus muss und dann niemand meine vorhandene Vorsorgevollmacht findet. Ich kann sie zwar bei einer staatlichen Einrichtung registrieren, brauche im Notfall aber einen Bevollmächtigten. So einen habe ich nicht, wenn meine Eltern mal tot sind. Ich habe echt Sorge davor, dass mit mir im Krankheitsfall dann Sachen geschehen, die ich nicht möchte. Da ich eine Vorsorgevollmacht aber nicht inhaltlich registrieren kann, werden Ärzte meine Wünsche dann wohl nie erfahren.
Regelt so etwas nicht eine Patientenverfügung? Eine Kopie in die Akte beim Hausarzt, eine im örtlichen Krankenhaus und eine in die Brieftasche ... das müsste in 95% aller Fälle dafür sorgen, dass Du nur die Behandlung bekommst, die Du willst.

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Re: Wenn der Stammbaum endet

Beitrag von Maverick » Sonntag 31. März 2019, 23:00

Tania hat geschrieben:
Sonntag 31. März 2019, 22:27
Maverick hat geschrieben:
Sonntag 31. März 2019, 22:16
Wovor auch ich Angst habe ist, dass meine Eltern pflegebedürftig werden und irgendwann sterben. Ich habe dann Sorge, dass ich irgendwann mal selbst ins Krankenhaus muss und dann niemand meine vorhandene Vorsorgevollmacht findet. Ich kann sie zwar bei einer staatlichen Einrichtung registrieren, brauche im Notfall aber einen Bevollmächtigten. So einen habe ich nicht, wenn meine Eltern mal tot sind. Ich habe echt Sorge davor, dass mit mir im Krankheitsfall dann Sachen geschehen, die ich nicht möchte. Da ich eine Vorsorgevollmacht aber nicht inhaltlich registrieren kann, werden Ärzte meine Wünsche dann wohl nie erfahren.
Regelt so etwas nicht eine Patientenverfügung? Eine Kopie in die Akte beim Hausarzt, eine im örtlichen Krankenhaus und eine in die Brieftasche ... das müsste in 95% aller Fälle dafür sorgen, dass Du nur die Behandlung bekommst, die Du willst.
Genau die meinte ich Tania. Ich habe eine Patientenverfügung zusammen mit einer Vorsorgevollmacht. Trotz deiner Hinweise ist es trotzdem leichter möglich, dass es übersehen wird.

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Re: Wenn der Stammbaum endet

Beitrag von Tania » Sonntag 31. März 2019, 23:10

Maverick hat geschrieben:
Sonntag 31. März 2019, 23:00
Genau die meinte ich Tania. Ich habe eine Patientenverfügung zusammen mit einer Vorsorgevollmacht. Trotz deiner Hinweise ist es trotzdem leichter möglich, dass es übersehen wird.
Ich weiß. Meine Oma hatte auch sowas mit dem Hinweis "keine Wiederbelebung". Als sie dann mal beim Einkaufen zusammengebrochen ist, wurde sie vom Notarzt natürlich zuerst wiederbelebt, bevor in die Akte geschaut wurde.

Aber es sind ja meist auch nicht die Akutereignisse, die man vermeiden will, sondern langes Dahinvegetieren. Und da hilft so etwas schon recht gut. Spätestens nach Eintreffen auf Station schaut mal einer in die Akte. Man muss halt nur drauf achten, dass man identifizierbar ist. Ich werd mir ein Armband mit entsprechender Gravur zulegen .... Papiere vergesse ich notorisch.

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Re: Wenn der Stammbaum endet

Beitrag von selina » Montag 1. April 2019, 09:23

Maverick hat geschrieben:
Sonntag 31. März 2019, 23:00



Genau die meinte ich Tania. Ich habe eine Patientenverfügung zusammen mit einer Vorsorgevollmacht. Trotz deiner Hinweise ist es trotzdem leichter möglich, dass es übersehen wird.
Es gibt in der Apotheke eine Notfalldose zu kaufen.
Darin kann man alle Notfalldokumente aufbewahren. Diese kommt dann in die Kühlschranktür.
Und einen passenden Aufkleber dafür klebt man an die Wohnungstür und an den Kühlschrank.
Somit die Rettungskräfte bereits beim Eintreffen darüber informiert.

Wenn ich alt bin, werde ich nur noch nörgeln. Das wird ein Spaß. :oma:

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Re: Wenn der Stammbaum endet

Beitrag von Pentas » Montag 1. April 2019, 09:29

Bei mir endet der Stammbaum zwar nicht, aber ich sehe in der weiteren Verwandtschaft schon, dass die jüngere Generation nicht mehr so zahlreich vertreten ist.

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Re: Wenn der Stammbaum endet

Beitrag von Le Chiffre Zéro » Montag 1. April 2019, 12:48

Auch mein Stammbaum wird enden. Ich wüßte nicht, daß irgendein Vorfahre auf väterlicher Seite einen Bruder gehabt hätte.
← Das da sind keine Klaviertasten. Es sind Synthesizertasten. Doch, da gibt es Unterschiede.
Bisherige Signatur ersetzt, weil die sowieso kaum jemand liest.

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Re: Wenn der Stammbaum endet

Beitrag von Versingled » Montag 1. April 2019, 17:33

selina hat geschrieben:
Montag 1. April 2019, 09:23
Maverick hat geschrieben:
Sonntag 31. März 2019, 23:00



Genau die meinte ich Tania. Ich habe eine Patientenverfügung zusammen mit einer Vorsorgevollmacht. Trotz deiner Hinweise ist es trotzdem leichter möglich, dass es übersehen wird.
Es gibt in der Apotheke eine Notfalldose zu kaufen.
Darin kann man alle Notfalldokumente aufbewahren. Diese kommt dann in die Kühlschranktür.
Und einen passenden Aufkleber dafür klebt man an die Wohnungstür und an den Kühlschrank.
Somit die Rettungskräfte bereits beim Eintreffen darüber informiert.
DAs wird aber nicht in allen Bundesländern funktionieren ... wenigstens busher.
In Gedenken an all das Leben, das heute zu Ende ging. Sei es durch Unglücke, Krieg, Hunger, Ignoranz, Geldgier, Umweltverschmutzung, Verbrechen, was weiß ich ... es ist ein unwiederbringlicher Verlust ... :sadman:

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Re: Wenn der Stammbaum endet

Beitrag von t385 » Montag 1. April 2019, 17:39

Mein Bruder wird in einem halben Jahr sein zweites Kind besitzen. Unser Stammbaum ist also gerettet. :D

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Re: Wenn der Stammbaum endet

Beitrag von Brax » Montag 1. April 2019, 20:24

NeC hat geschrieben:
Sonntag 31. März 2019, 13:49
Ich bin zwar kein Einzelkind, aber es ist bereits absehbar, dass zumindest der Familienname verschwinden wird, und das das Familien-Grundstück und Haus, in dem wir Kinder groß geworden sind, später verkauft werden wird.

Und ehrlich gesagt belastet mich das gar kein bisschen. Auch ob die "Blutlinie" fortgesetzt wird oder nicht, ist mir sowas von egal. [...]

Was ich zugegebenermaßen gern erlebt hätte, ist einen Menschen aufwachsen zu sehen, der eine Mischung aus mir und der Frau ist, die ich liebe. Das stelle ich mir schön vor: Eigenschaften von beiden auch in dem neuen Menschen wiederzuentdecken. Aber naja, das wird dann wohl eher nicht mehr passieren.

Mein Fazit wäre also daher: Wenn man sich Gedanken um das Fortbestehen des Familienbesitzes, des Namens oder der Blutlinie macht, dann ist das eher Ausdruck der eigenen Persönlichkeit als dass es von AB-tum oder Single- bzw. Einzelkind-Dasein abhängt.
Genau das. Und schön geschrieben. :shylove:

Es liegt mir völlig fern, mir Gedanken darüber zu machen, was mit irgendwelchen Grundstücken passiert, wenn ich mal tot bin. Das juckt mich doch dann nicht mehr. Irgendwann gehen die doch eh in anderen Besitz über, bis zum Ende der Zeiten werden sie sicher nicht in der Familie bleiben. Und ob das nun früher oder später bzw. bei mir oder nach mir passiert... egal.
Wobei... genau genommen ist bei mir sowieso Schluss, ob ich nun Kinder habe oder nicht, denn in meinem Heimatort möchte ich nicht mehr wohnen (und wohne ich auch schon lange nicht mehr). Würde ich da ein Haus erben, würde ich es verkaufen. :surprise: :mrgreen:
Und was den Nachnamen angeht, gibts ja noch andere Leute, die so heißen, auch wenn sie nicht mit mir verwandt sind. Wobei mir auch egal wäre, wenn der Name verschwinden würde. Das ist in meinen Augen überhaupt nicht wichtig.

Und ja, Geschwister wenden das Ende der Dynastie nicht unbedingt ab. Ich habe Geschwister, sind aber alle auch ABs. Viel hilft eben nicht immer viel... :mrgreen:

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Re: Wenn der Stammbaum endet

Beitrag von Montecristo » Montag 1. April 2019, 20:32

Was für ein Thread... :specht:
Bis 45 HC AB: Es kann sich ändern.

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Re: Wenn der Stammbaum endet

Beitrag von Lazarus Long » Montag 1. April 2019, 20:45

Ich habe keine Geschwister, aber ich habe mütterlicher- und väterlicherseits viele Cousins und Cousinen, diese habe Kinder, Enkel und in einem Falle sogar schon Urenkel.
Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.

Wilhelm von Humboldt
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1767 - 1835

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Re: Wenn der Stammbaum endet

Beitrag von Girassol » Montag 1. April 2019, 20:57

Keine Kinder zu haben wäre für mich schon sehr traurig und ich kann es mir irgendwie nicht vorstellen, nicht irgendwann in ein paar Jahren welche zu haben. Für mich war das irgendwie schon immer klar, dass ich Kinder will und konnte mir bis vor ein paar Jahren auch nicht vorstellen, dass es Leute gibt, denen es anders geht. Nur ob es mit dem Nachwuchs auch klappt, steht halt in den Sternen. In meinem Umfeld gibt es ein paar Paare, die gerne Kinder hätten oder gehabt hätten, wo es aber leider nicht geklappt hat. Das macht mich manchmal schon nachdenklich.

An meinem Nachnamen hänge ich jetzt aber nicht besonders und ich würde ihn auch für einen "besseren" (kürzer, weniger fehleranfällig) hergeben.
Yesterday is history, tomorrow is a mystery, but today, today is a gift. That's why we call it present.

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Re: Wenn der Stammbaum endet

Beitrag von Montecristo » Dienstag 2. April 2019, 12:45

Die obigen Diskussionen über die Fortführung der Sippe im Mannesstamm verursachen mir ""Bauchschmerzen"". Aber jeder so wie er mag.

Kinder hätte ich gerne. Nicht notwendigerweise als leibliche Abkömmlinge, aber schon als Erziehungsberechtigter.

Für ABs eigentlich off topic:
Kinderwunschbehandlung ist eine zähe Geschichte, wenn Kostenübernahme durch die Krankenkasse gewährleistet sein soll. (Wobei auch bei den 100%-Kassen was übrig bleibt. Beispielhaft Kryo.) Ich persönlich habe nicht erlebt, dass sich irgendjemand in den Weg stellt. Im Gegenteil. Aber es gibt halt gesetzliche Rahmenbedingungen und die müssen alle abgehakt werden. Die Beratungstermine etc sind eigentlich pillepalle. Problem ist die ganzen Facharzt-Termine überhaupt zu kriegen. (Ich fahre 1 1/2 Stunden hin und her zu meinem Andrologen. Hier direkt in der Stadt hätte ich über drei Monate warten müssen.) Genehmigung der ICSI durch die KK innerhalb von einem Vormittag.
Die Altersgrenzen wirken erstmal nicht so abschreckend. Man muss sich aber klarmachen, dass die Zeit da schnell tickert. 1-2 Jahre vergebliches Probieren wird vorausgesetzt. (Zwischendurch bitte Heiraten.) Dann wird noch Sex nach Plan (macht keinen Spaß), gegebenenfalls mit Unterstützung durch Medikamente versucht. Wenn man dann im KiwuZ angekommen ist, liegen die Nerven eigentlich schon blank. Denn so richtig wird man IMHO die Ursache sehr selten irgendwo festnageln können. (Im Bekanntenkreis meiner Frau finden sich 1-2 Ausnahmen.)

:hut:
Bis 45 HC AB: Es kann sich ändern.

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Re: Wenn der Stammbaum endet

Beitrag von Gatem » Dienstag 2. April 2019, 14:49

Montecristo hat geschrieben:
Dienstag 2. April 2019, 12:45
Die obigen Diskussionen über die Fortführung der Sippe im Mannesstamm verursachen mir ""Bauchschmerzen"". Aber jeder so wie er mag.
Inwiefern?
Ich finde es eher amüsant; ist doch genetisch betrachtet die weibliche Linie die einzig wahre.

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Re: Wenn der Stammbaum endet

Beitrag von eggi » Mittwoch 3. April 2019, 20:51

Mich würde es nicht stören, wenn der Familienstammbaum bei mir endet.
Ich kenne einige Leute, die sagen, dass sie es schrecklich finden würden, wenn sich nach dem Tod niemand an sie erinnert. Das finde ich ziemlich vermessen und geltungssüchtig. Zudem haben sie nach dem Tod überhaupt nichts mehr davon.

In meinem speziellen Fall würde zumindest der Stammbaum der Familie auch gar nicht enden, sondern von meinem Bruder weitergeführt werden, der sicherlich in den nächsten Jahren irgendwann mal Nachwuchs bekommt.

Was mir allerdings zunehmend mehr Sorgen bereitet, ist die Zeit, die vor dem Ende des eigenen Stammbaumes steht.
Mein Bruder wohnt weit weg und meine Eltern werden nicht jünger. Meine Mutter hat jahrelang ihre Mutter (z.T. mit ambulantem Pflegedienst) gepflegt. Das war nur durch die intensive Unterstützung durch meinen Vater möglich.
Was, wenn die beiden irgendwann mal pflegebedürftig werden? Das kann ich mir weder finanziell leisten, noch werde ich dafür ausreichend Zeit und Kraft haben.
Was passiert mit dem Haus mit altem Hofgrundstück, das sie gerne an mich/ Enkelkinder weitergeben möchten, das mir alleine aber viel zu groß und ebenfalls pflegeintensiv ist? :sadman:

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Re: Wenn der Stammbaum endet

Beitrag von Tania » Mittwoch 3. April 2019, 21:06

eggi hat geschrieben:
Mittwoch 3. April 2019, 20:51
Was, wenn die beiden irgendwann mal pflegebedürftig werden? Das kann ich mir weder finanziell leisten, noch werde ich dafür ausreichend Zeit und Kraft haben.
Was passiert mit dem Haus mit altem Hofgrundstück, das sie gerne an mich/ Enkelkinder weitergeben möchten, das mir alleine aber viel zu groß und ebenfalls pflegeintensiv ist? :sadman:
Ich fürchte, dass die Pflegekasse dann, wenn Dein Bruder und Du die Pflege nicht bezahlen könnt, schlichtweg verlangt, das Haus zu verkaufen.

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Re: Wenn der Stammbaum endet

Beitrag von Versingled » Mittwoch 3. April 2019, 21:12

eggi hat geschrieben:
Mittwoch 3. April 2019, 20:51
Mich würde es nicht stören, wenn der Familienstammbaum bei mir endet.
Ich kenne einige Leute, die sagen, dass sie es schrecklich finden würden, wenn sich nach dem Tod niemand an sie erinnert. Das finde ich ziemlich vermessen und geltungssüchtig. Zudem haben sie nach dem Tod überhaupt nichts mehr davon.
Ich denke nicht, dass es dabei darum geht nach dem Tod etwas davon zu haben. Aber wenn sich niemand an einen erinnert ist das irgendwie wie wenn man nie existiert hätte. Das ist gleichbedeutend mit nichts weiter gegeben zu haben und das möchte doch eigentlich jeder Mensch tun ...
In Gedenken an all das Leben, das heute zu Ende ging. Sei es durch Unglücke, Krieg, Hunger, Ignoranz, Geldgier, Umweltverschmutzung, Verbrechen, was weiß ich ... es ist ein unwiederbringlicher Verlust ... :sadman:

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