Vorhautverengung

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Zwerg
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Vorhautverengung

Beitrag von Zwerg » Dienstag 2. April 2019, 13:31

In einem älteren Beitrag habe ich das hier gefunden:

"Interessant - gab es bei euch keine Reihenuntersuchungen an den Schulen? Wir wurden irgendwann so in der Dritten oder vierten Klasse medizinisch untersucht. Und in dem Zuge hat man bei mir ebenfalls eine Vorhautverengung festgestellt, also rechtzeitig bevor ich irgendwelche Probleme damit bekommen konnte. Und selbst das fand' ich erstaunlich spät und habe mich später gefragt, warum das mein Kinderarzt nicht viel eher gesehen hat, denn es war bei mir wirklich sehr ausgeprägt."

Warum sollte eine Vorhautverengung, die weder Schmerzen noch Infektionen verursacht, denn pathologisch sein? Ich frage mich das, weil unser Kinderarzt bei unserem Sohn (6) zu einer Beschneidung rät und auch meine Frau darauf drängt. Soweit ich mich orientiert habe, kann es noch bis zur Pupertät zu einer völlig natürlichen "Lösung" kommen. Mag sein, dass es für Jungen in der Pupertät nicht einfach ist, an seinem Geschlechtsteil rumschneiden zu lassen, allerdings sind die möglichen psychischen Folgen für kleinere Kinder da in meinen Augen schwerwiegender.

Ich bin deshalb skeptisch. Kennt jemand das Problem?

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Re: Vorhautverengung

Beitrag von Omomo » Dienstag 2. April 2019, 13:46

Zwerg hat geschrieben:
Dienstag 2. April 2019, 13:31
In einem älteren Beitrag habe ich das hier gefunden:

"Interessant - gab es bei euch keine Reihenuntersuchungen an den Schulen? Wir wurden irgendwann so in der Dritten oder vierten Klasse medizinisch untersucht. Und in dem Zuge hat man bei mir ebenfalls eine Vorhautverengung festgestellt, also rechtzeitig bevor ich irgendwelche Probleme damit bekommen konnte. Und selbst das fand' ich erstaunlich spät und habe mich später gefragt, warum das mein Kinderarzt nicht viel eher gesehen hat, denn es war bei mir wirklich sehr ausgeprägt."

Warum sollte eine Vorhautverengung, die weder Schmerzen noch Infektionen verursacht, denn pathologisch sein? Ich frage mich das, weil unser Kinderarzt bei unserem Sohn (6) zu einer Beschneidung rät und auch meine Frau darauf drängt. Soweit ich mich orientiert habe, kann es noch bis zur Pupertät zu einer völlig natürlichen "Lösung" kommen. Mag sein, dass es für Jungen in der Pupertät nicht einfach ist, an seinem Geschlechtsteil rumschneiden zu lassen, allerdings sind die möglichen psychischen Folgen für kleinere Kinder da in meinen Augen schwerwiegender.

Ich bin deshalb skeptisch. Kennt jemand das Problem?
Welche psychischen Folgen?
Je nach dem wie ausgeprägt die Vorhautverengung ist, kann sie die Lebensqualität bzgl. der Sexualität sehr einschränken. Ich würde mich nicht darauf verlassen, dass eine "natürlich Lösung" kommt. Ich würde meinem Kind das später jedenfalls nicht zumuten wollen, dass er aufgrund einer nicht durchgeführten OP im Kindesalter mit Konsequenzen im erwachsenen Alter rechnen muss. Ein Kindergartenfreund von mir hat mir von seinen Problemen erzählt, dass er beim Geschlechtsverkehr teilweise Schmerzen durch die Vorhautverengung hatte und es letztlich doch operativ korrigieren lassen musste, da er den Sex sonst nie so richtig genießen konnte und eher darum gerungen hat, dass es möglichst wenig Schmerzen verursacht hat als sich um seine Partnerin zu kümmern.
Gibt aber sicher auch Menschen, wo die Vorhautverengung nicht so ausgeprägt ist und es daher zu weniger Komplikationen kommt, aber dennoch ist das Risiko immer geboten. Ich würde da auf deinen Arzt hören.
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Re: Vorhautverengung

Beitrag von Tania » Dienstag 2. April 2019, 13:52

Zwerg hat geschrieben:
Dienstag 2. April 2019, 13:31
Ich frage mich das, weil unser Kinderarzt bei unserem Sohn (6) zu einer Beschneidung rät und auch meine Frau darauf drängt.
Warum tun die beiden das? Ist das Gewebe stark vernarbt oder hat er Beschwerden?

Die Seite https://www.kinderaerzte-im-netz.de/kra ... g-phimose/ kennst Du?

Bevor ich da jemanden das Messer zücken lasse, bräuchte ich gute Gründe. Und die Zweitmeinung eines vorhautfreundlichen Arztes.

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Re: Vorhautverengung

Beitrag von Montecristo » Dienstag 2. April 2019, 14:07

Bezüglich Sexualität: Es wird etwas Lustempfindliches entfernt.

Zweite Meinung ist sicher eine gute Idee. Urologe?
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Re: Vorhautverengung

Beitrag von Tania » Dienstag 2. April 2019, 14:23

Üblich ist es nicht, dass bei einem 6jährigen da so gedrängt wird. Also entweder ist es ein spezieller Arzt oder eine spezielle Diagnose :gruebel:

Das Argument "wahrscheinlich muss er es später sowieso machen lassen" würde für mich nicht überzeugend sein. Selbst wenn "wahrscheinlich" 100% wäre - solange er keine Beschwerden hat, würde ich abwarten, bis er reif genug ist zu begreifen, was da gemacht wird und warum es ein paar Tage weh tut.

Einen Vorteil hätte es natürlich, die OP (wenn sie denn notwendig sein sollte) durchzuführen, bevor er mit spontanen Erektionen zu kämpfen hat.

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Re: Vorhautverengung

Beitrag von Gatem » Dienstag 2. April 2019, 15:03

Also solange das Kind noch jung ist, würde ich doch eher versuchen das Probleme ohne Operation zu lösen. Regelmäßige vorsichtige und sich steigernde Dehnung kann auch dazu führen, dass die Vorhaut sich entsprechend weitet.

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Re: Vorhautverengung

Beitrag von Zwerg » Dienstag 2. April 2019, 15:53

@Omomo

Auswirkungen auf die Psyche sollte man nicht unterschätzen. Nicht so wenige Jungs haben da Kastrationsängste. Das hat er mir übrigens auch gesagt. Vielleicht hast Du ja schon mal beobachtet, wie stolz sich vier- und fünfjährige Jungen "unten ohne" präsentieren? Wird die Beschneidung, wie oft empfohlen, vor der Einschulung vorgenommen bedeutet das, in 80 % der Fälle wird umsonst operiert, weil die von Dir geschilderten Probleme bei Erwachsenen gerade 1 % ausmachen. Das erinnert mich an die früher so beliebten Rücken-OPs.

@Tania und
@Montecristo

Eine zweite Meinung ist meistens eine vernünftige Idee. Es gibt aber momentan gar kein medizinisches Problem, das zu lösen wäre, d.h. keine Vernarbungen, erhöhte Anfälligkeit für Infekte oder dergleichen durch die Vorhautverengung. Es kommt also meiner Meinung nach gar nicht so sehr auf den Einzelfall, der zu untersuchen und zu beurteilen wäre, an. Nun weiß ich aus dem Bekanntenkreis von zwei Fällen in denen solche OPs bei Kindern gut verlaufen sind. Ich glaube aber, dass sich die Jungenbeschneidung schon wegen ihres religiös-kulturellen Hintergrundes einem verminderten Rechtfertigungsdruck gegenübersieht, auch wenn es wegen verbesserter Hygiene heute dafür gute Gründe gäbe, zurückhaltender zu sein.

@Gatem
Zur Unterstützung gibt es Cortisonsalben. Allerdings scheint die Lösung im Normalfall eher spontan von statten zu gehen.

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Re: Vorhautverengung

Beitrag von Khaleesi » Dienstag 2. April 2019, 16:12

Zwerg hat geschrieben:
Dienstag 2. April 2019, 13:31
Ich bin deshalb skeptisch. Kennt jemand das Problem?
Die physiologische Phimose ist ein völlig normaler Entwicklungszustand und eine spontane Lösung bis zum Abschluss der Pubertät jederzeit möglich (lass dir da nix anderes einreden) - kein seriöser Urologe würde hier vorschnell zum Skalpell greifen.
Besteht die Verengung bis über das Pubertätsalter hinaus, kann man dann erstmal 'nen konservativen Therapieversuch starten - bspw. mit Salben, welche Cortison/Östrogen enthalten; erst wenn darunter keine Besserung der Beschwerden eintritt, ist 'ne Circumcision wirklich indiziert. Dann haben die Jungs meist auch mit Schmerzen (v.a. bei "Manipulation" ;)), Entzündungen der Eichel, Traumata und/oder Problemen bei'm Wasserlassen zu kämpfen.

Sucht euch für eine vernünftige Beratung am besten 'nen kindererfahrenen Uro-Facharzt/Kinderurologen - habt ihr 'ne Kinderklinik in Wohnortnähe? Dann ggf. dort mal nach Adressen von empfehlenswerten Niedergelassenen fragen (evtl. haben die aber auch 'ne eigene Uro-Ambulanz, in welcher ihr vorstellig werden könntet).
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Re: Vorhautverengung

Beitrag von Tania » Dienstag 2. April 2019, 16:43

Zwerg hat geschrieben:
Dienstag 2. April 2019, 15:53
Es gibt aber momentan gar kein medizinisches Problem, das zu lösen wäre, d.h. keine Vernarbungen, erhöhte Anfälligkeit für Infekte oder dergleichen durch die Vorhautverengung... Nun weiß ich aus dem Bekanntenkreis von zwei Fällen in denen solche OPs bei Kindern gut verlaufen sind. Ich glaube aber, dass sich die Jungenbeschneidung schon wegen ihres religiös-kulturellen Hintergrundes einem verminderten Rechtfertigungsdruck gegenübersieht, auch wenn es wegen verbesserter Hygiene heute dafür gute Gründe gäbe, zurückhaltender zu sein.
Das klingt mir irgendwie ein bisschen nach "Mutter ist besorgt und findet es beschnitten schöner, also basteln wir mal ne Diagnose, damit die Kasse die Kosten trägt." :gruebel:

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Re: Vorhautverengung

Beitrag von Lazarus Long » Dienstag 2. April 2019, 16:44

Vorhaut regelmäßig zurückziehen, damit dehnen, löst das Problem in den allermeisten Fällen.

Als Elter würde ich die Entscheidung für eine Beschneidung nur vornehmen, wenn eine medizinische Notwendigkeit vorliegt. Es ist ein Eingriff in seine körperliche Unversehrtheit.
Ansonsten kann der Junge das, wenn er Volljährig ist, immer noch erledigen lassen.
Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.

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Re: Vorhautverengung

Beitrag von John McClane » Dienstag 2. April 2019, 17:29

Zwerg hat geschrieben:
Dienstag 2. April 2019, 13:31
Ich frage mich das, weil unser Kinderarzt bei unserem Sohn (6) zu einer Beschneidung rät und auch meine Frau darauf drängt.
Es wird wohl gute Gründe geben, warum er dazu rät. Ansonsten lasst euer Kind auch von anderen Kinderärzten untersuchen und wenn diese auch dazu raten, dann wird das wohl notwendig sein. Ich denke, es ist besser, wenn man das machen lässt, wenn das Kind noch so jung ist, dann heilt das besser und es wird bis zur Pubertät Zeit haben sich daran zu gewöhnen bzw. es wird dann völlig normal sein, er wird es nicht mehr anders kennen. Und hör auf deine Frau. :klassiker:
https://www.youtube.com/watch?v=74gx0v5ZJzw
https://www.youtube.com/watch?v=ttwJbTLLyXI
https://www.youtube.com/watch?v=M2qroMuIluI
https://www.youtube.com/watch?v=v-xLmI352vE&t=5s

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John McClane
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Re: Vorhautverengung

Beitrag von John McClane » Dienstag 2. April 2019, 17:39

Tania hat geschrieben:
Dienstag 2. April 2019, 14:23
solange er keine Beschwerden hat, würde ich abwarten, bis er reif genug ist zu begreifen, was da gemacht wird und warum es ein paar Tage weh tut.
Solange er keine Beschwerden hat, würde ich da auch nichts machen lassen. Obwohl, wenn die Ärzte jetzt 100% sicher sind, dass er demnächst Probleme haben wird, dann würde ich eher früher als später das Problem angehen.

Aber dass man mit sechs nicht begreift, was da gemacht wird, kann ich mir nicht vorstellen. Man kann fast alles kindgerecht erklären.
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Re: Vorhautverengung

Beitrag von vinzenz67 » Dienstag 2. April 2019, 18:55

Ich hatte das auch bei mir war auch eine Entzündung vorhanden deshalb wurde eine OP gemacht da war ich so knapp acht Jahre alt,
kann mich noch gut erinnern die Ärzte waren ganz entzückt von mir weil ich als Kind ganz Blonde Haare hatte und aussaß wie Michel aus Lönneberga. :mrgreen:
Liebe ist nicht das was man erwartet zu bekommen, sondern das was man bereit ist zu geben. Katharine Hepburn

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Re: Vorhautverengung

Beitrag von Nordlicht84 » Dienstag 2. April 2019, 21:39

Zwerg hat geschrieben:
Dienstag 2. April 2019, 13:31
In einem älteren Beitrag habe ich das hier gefunden:

"Interessant - gab es bei euch keine Reihenuntersuchungen an den Schulen? Wir wurden irgendwann so in der Dritten oder vierten Klasse medizinisch untersucht. Und in dem Zuge hat man bei mir ebenfalls eine Vorhautverengung festgestellt, also rechtzeitig bevor ich irgendwelche Probleme damit bekommen konnte. Und selbst das fand' ich erstaunlich spät und habe mich später gefragt, warum das mein Kinderarzt nicht viel eher gesehen hat, denn es war bei mir wirklich sehr ausgeprägt."

Warum sollte eine Vorhautverengung, die weder Schmerzen noch Infektionen verursacht, denn pathologisch sein? Ich frage mich das, weil unser Kinderarzt bei unserem Sohn (6) zu einer Beschneidung rät und auch meine Frau darauf drängt. Soweit ich mich orientiert habe, kann es noch bis zur Pupertät zu einer völlig natürlichen "Lösung" kommen. Mag sein, dass es für Jungen in der Pupertät nicht einfach ist, an seinem Geschlechtsteil rumschneiden zu lassen, allerdings sind die möglichen psychischen Folgen für kleinere Kinder da in meinen Augen schwerwiegender.

Ich bin deshalb skeptisch. Kennt jemand das Problem?
Nur beschneiden lassen, sofern es wirklich medizinisch notwendig ist!!!

Es gibt in den USA kaum einen Mann, der nicht beschnitten ist. Grund ist dort allerdings, dass man dadurch die Masturbation erschweren möchte.

Es gibt allerdings inzwischen Studien, nach denen das entfernen der Vorhaut ähnliche viele Lusteinschränkungen bringen, wie das Entfernen der äußeren Labien bei Frauen. Die Anzahl der Nerven ist identisch und der nutzen einer Entfernung, ohne medizinischen Grund ist bei unseren Möglichkeiten der Körperhygiene einfach nicht gegeben!


Nachtrag: Gabs da nicht erst vor kurzem eine Gerichtsentscheidung/Gesetz, nach der das unnötige Entfernen als Körperverletzung gilt?
"Frauen sind wie... Kühlschränke! Sie sind 2m hoch, 300 Pfund schwer und verbreiten eine Eiseskälte" Homer

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Re: Vorhautverengung

Beitrag von John McClane » Dienstag 2. April 2019, 21:57

vinzenz67 hat geschrieben:
Dienstag 2. April 2019, 18:55
Ich hatte das auch bei mir war auch eine Entzündung vorhanden deshalb wurde eine OP gemacht da war ich so knapp acht Jahre alt,
kann mich noch gut erinnern die Ärzte waren ganz entzückt von mir weil ich als Kind ganz Blonde Haare hatte und aussaß wie Michel aus Lönneberga. :mrgreen:
Süß. Hattest du auch Flausen im Kopf wie er?
https://www.youtube.com/watch?v=74gx0v5ZJzw
https://www.youtube.com/watch?v=ttwJbTLLyXI
https://www.youtube.com/watch?v=M2qroMuIluI
https://www.youtube.com/watch?v=v-xLmI352vE&t=5s

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Re: Vorhautverengung

Beitrag von fredstiller » Dienstag 2. April 2019, 22:33

Lazarus Long hat geschrieben:
Dienstag 2. April 2019, 16:44
Vorhaut regelmäßig zurückziehen, damit dehnen, löst das Problem in den allermeisten Fällen.
Zumindest in den nicht-schweren Fällen.

Ich war vor nicht allzu langer Zeit ja beim Urologen, und habe diesbezüglich auch gefragt (Spannungsgefühl und leichte Schmerzen im erigierten Zustand). Der Arzt konnte es im unerigierten Zustand nicht nachvollziehen und hat von einer Beschneidung abgeraten. Stattdessen Schutzsalbe verschrieben und stattdessen auch das Zurückziehen und Dehnen empfohlen.

Eine "mechanische" Lösung hat meines Empfindens nach das Problem gelöst.

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Re: Vorhautverengung

Beitrag von knopper » Mittwoch 3. April 2019, 10:25

Nordlicht84 hat geschrieben:
Dienstag 2. April 2019, 21:39

Es gibt in den USA kaum einen Mann, der nicht beschnitten ist. Grund ist dort allerdings, dass man dadurch die Masturbation erschweren möchte.
richtig. Sieht man auch immer eindrucksvoll in den ganzen Filmchen, alles weggeraspelt und dann fassen sie da mit der bloßen Hand an die Eichel und schreiten zur Tat. Ja anders gehts halt nicht mehr.

Aber da frage ich mich auch wie unempfindlich muss man da schon sein, dass sowas überhaupt geht? Denn bei jedem unbeschnittenen wären das wohl Schmerzen, wenn man es so direkt macht.
Kann alles nicht richtig sein...

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Re: Vorhautverengung

Beitrag von Melli » Mittwoch 3. April 2019, 12:20

Nordlicht84 hat geschrieben:
Dienstag 2. April 2019, 21:39
Nachtrag: Gabs da nicht erst vor kurzem eine Gerichtsentscheidung/Gesetz, nach der das unnötige Entfernen als Körperverletzung gilt?
Es gab vor 7 Jahren in D eine entsprechende Debatte.

Wenn ein Arzt sich so äußert, dann gilt es nicht als "unnötig". Und das ist das Problem.

Prinzipiell bestehen eine ganze Reihe konservativer und operativer Therapiemöglichkeiten.

Natürlich sollte man, je nach Möglichkeit, die am wenigsten belastende Therapie wählen. Man sollte sich kundig machen, dem Arzt entsprechende Fragen stellen, Zweitmeinungen einholen. Gibt ein Arzt keine befriedigenden Antworten, dann sollte diese Fragestunde ohnehin der letzte Besuch jemals bei ihm gewesen sein.
knopper hat geschrieben:
Mittwoch 3. April 2019, 10:25
Aber da frage ich mich auch wie unempfindlich muss man da schon sein, dass sowas überhaupt geht?
Es kommt immer darauf an, was da wie gemacht wurde. Vieles bleibt anscheinend unangenehm. Manche berichten, daß sie zur Masturbation Baby-Öl oder Cremes benutzen (müssen).

Es kann aber auch zu großflächigeren sensorischen Beeinträchtigungen kommen.
Голова устает думать, душа чувствовать.
(Марина Цветаева)
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Re: Vorhautverengung

Beitrag von NeC » Mittwoch 3. April 2019, 23:36

Interessant, das einleitende Zitat kam mir doch gleich so bekannt vor... :lol:

Ich habe jetzt nochmal nachgerechnet: die besagte Reihenuntersuchung war entweder kurz vor oder kurz nach meinem 10. Geburtstag. Gemäß der von Tania verlinkten Info können in dem Alter (Zitat) "etwa zwei Drittel [...] der Knaben die Vorhaut weitgehend zurückstreifen"

D.h. es wäre denkbar, dass ich zu früh operiert wurde.

Andererseits weiß ich aber auch noch sehr gut, dass sich da bei mir wirklich gar nichts bewegen lies. Es war nur ein ganz enger "Schlauch" vorne; noch deutlich ausgeprägter als auf dem Bild im Wikipedia-Artikel (wobei der Mann dort sicherlich deutlich älter ist). Beschwerden oder Entzündungen hatte ich nie, aber der Harnstrahl war natürlich schon deutlich abgelenkt, und Rückstau und Nachtröpfeln war normal. Nach der OP kam auch zum Vorschein, was sich dadurch zusammen mit den Textil-Flusen, die aus der Unterwäsche den Weg dahin gefunden hatten, an Ablagerungen auf der Eichel gebildet hatte: ein geschlossener dicker Ring um die Eichel, der sich erst Tage später durch einweichen in der Badewanne gelöst hat.

Irgendwie fällt es mir schwer zu glauben, dass sich das in ein paar Jahren von selbst erledigt hätte. Da ich außerdem sexuell eher verklemmte und unaufgeklärte Eltern hatte/habe, und ich selbst ja eine AB-Karriere hingelegt habe, bin ich ziemlich froh, nicht als Jugendlicher oder junger Erwachsener ein schmerzhaftes oder zumindest unangenehmes anatomischen Problem gehabt zu haben, bei dem man "dann nochmal etwas hätte machen müssen".

Fazit: ich persönlich bin doch ganz froh, dass das Problem bei mir frühzeitig behoben wurde. :klassiker:

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