Würdet ihr diese Beziehung eingehen?

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Re: Würdet ihr diese Beziehung eingehen?

Beitrag von Nonkonformist » Sonntag 7. April 2019, 23:59

Tania hat geschrieben:
Sonntag 7. April 2019, 23:34
Nonkonformist hat geschrieben:
Sonntag 7. April 2019, 23:24
Melli hat geschrieben:
Sonntag 7. April 2019, 23:20
Wer will im BartS’schen Szenario denn nun eigentlich was von wem (oder nicht)?
Sie will was von dir.
Die Frage ist, was genau die Person denn nun will. Die wenigsten Leute erwarten das Bekenntnis "ich will mit Dir eine Beziehung eingehen".

Insofern bleibt dann für einen selbst nur die Frage: Bin ich offen für jede mögliche Weiterentwicklung - oder schließe ich etwas kategorisch aus?

Ich als "was von jemandem wollender" würde mir nur wünschen, ein paar Infos zu den absolut ausgeschlossenen Dingen zu bekommen. Und dann schauen wir einfach mal, wohin sich das Ganze entwickelt. Bzw. entwickeln lässt.
Bei mir ist es alles eine momentaufnahme.
Was ich in den moment will, will ich, was ich nicht will, wird ich auch nicht machen.
Ich kann mich auch nach jahren noch umentscheiden, aber bevor mehr draus wird, soll diese umwandlung zuerst stattgefunden haben.
Sex, oder küssen, nur weil sie es unbedingt will, und dann mal schauen ob ich mich ebentuell später noch verliebe, ist da nicht mein reihenorde.
Aber ich schätze, das wusstest du bereits...
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Re: Würdet ihr diese Beziehung eingehen?

Beitrag von Melli » Montag 8. April 2019, 00:12

Nonkonformist hat geschrieben:
Sonntag 7. April 2019, 23:24
Melli hat geschrieben:
Sonntag 7. April 2019, 23:20
Wer will im BartS’schen Szenario denn nun eigentlich was von wem (oder nicht)?
Sie will was von dir.
[...]
Was machst du?
Kommt drauf an, wie mir das kommuniziert wird. Wenn ich nichts tun muß als "Ja" zu sagen oder mich anfassen zu lassen, könnte das sehr schnell gehen :) Wenn sich das etwas schwieriger gestaltet, weiß ich nicht...

Mir ist das tatsächlich mal mit einem Typen passiert, da rang ich schon mit mir selbst, um das sich dahinziehende Verfahren etwas abzukürzen, kurzerhand zu fragen, ob er denn mit mir schlafen wolle. Dann dachte ich mir aber, das kann ich nicht machen. (War auch besser so :()
Melli hat geschrieben:
Sonntag 7. April 2019, 23:20
Du empfindest nicht mehr als freundschaft, aber findest sie weiter nicht abstoßend.
Ich bin im RL nicht ganz so der unnahbare Eisberg als der ich hier im Forum erscheine :oops:
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Re: Würdet ihr diese Beziehung eingehen?

Beitrag von Tania » Montag 8. April 2019, 00:26

Nonkonformist hat geschrieben:
Sonntag 7. April 2019, 23:59
Bei mir ist es alles eine momentaufnahme.
Was ich in den moment will, will ich, was ich nicht will, wird ich auch nicht machen.
Ich kann mich auch nach jahren noch umentscheiden, aber bevor mehr draus wird, soll diese umwandlung zuerst stattgefunden haben.
Ich glaube irgendwie nicht an völlig zufällige "Entwicklungen". Wenn keiner der Beteiligten in eine bestimmte Richtung will, dann wird es sich wahrscheinlich auch nicht gegen ihren Willen in diese Richtung entwickeln.

Aber wenn beide offen für gewisse nichtdisjunkte Teilmengen möglicher Entwicklungen sind, dann entscheidet der Zufall, das Universum oder der Geist des zwölfäugigen Krümelmonsters, was draus wird.

Und wenn einer offen ist, und der andere ein bestimmtes Ziel verfolgt - dann geht es entweder in Richtung dieses Ziels oder ins Nirgendwo.

Ich muss gestehen, dass ich momentan kein festes Ziel verfolge - und noch nicht mal benennen kann, für welche Möglichkeiten ich offen wäre. Aber zumindest fallen mir paar Dinge ein, die ich nicht will.

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Re: Würdet ihr diese Beziehung eingehen?

Beitrag von Tania » Montag 8. April 2019, 00:33

Melli hat geschrieben:
Montag 8. April 2019, 00:12
Mir ist das tatsächlich mal mit einem Typen passiert, da rang ich schon mit mir selbst, um das sich dahinziehende Verfahren etwas abzukürzen, kurzerhand zu fragen, ob er denn mit mir schlafen wolle. Dann dachte ich mir aber, das kann ich nicht machen.
Warum eigentlich nicht? Fragen kostet doch nix.

Okay ... nach einem JA wäre ein "aber ich irgendwie doch nicht mit Dir" blöd. Der Hauptgrund, warum ich sowas höchst selten frage. Meiner Meinung nach sollte in so einer Situation jeder jederzeit abbrechen/pausieren/umlenken können. Und ein vorheriges "Vereinbaren" macht das für beide schwerer.

Ich sollte irgendwann mal damit aufhören, meine Fragen selbst zu beantworten :shylove:

Melli hat geschrieben:
Sonntag 7. April 2019, 23:20
Ich bin im RL nicht ganz so der unnahbare Eisberg als der ich hier im Forum erscheine :oops:
Eigentlich erscheinst Du gar nicht so eisig. Deine Bergigkeit vermag ich natürlich nicht zu beurteilen ;)

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Re: Würdet ihr diese Beziehung eingehen?

Beitrag von Nonkonformist » Montag 8. April 2019, 00:47

Tania hat geschrieben:
Montag 8. April 2019, 00:26
Nonkonformist hat geschrieben:
Sonntag 7. April 2019, 23:59
Bei mir ist es alles eine momentaufnahme.
Was ich in den moment will, will ich, was ich nicht will, wird ich auch nicht machen.
Ich kann mich auch nach jahren noch umentscheiden, aber bevor mehr draus wird, soll diese umwandlung zuerst stattgefunden haben.
Ich glaube irgendwie nicht an völlig zufällige "Entwicklungen". Wenn keiner der Beteiligten in eine bestimmte Richtung will, dann wird es sich wahrscheinlich auch nicht gegen ihren Willen in diese Richtung entwickeln.
Ich habe mich mehr als mehrmals verliebt in frauen in den ich mich anfangs nicht verlieben wollte.
Trifft auf sicher die hälfte meiner OdBs zu.
Also, zumindestens bin ich da schoin mal eine ausnahme.
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Re: Würdet ihr diese Beziehung eingehen?

Beitrag von LarryHovis » Montag 8. April 2019, 00:53

Schon schade, dass Rostock weit nördlich liegt. Manchmal denke ich schon, dass ich ganz grundsätzlich Tania mal gerne treffen würde. :schuechtern:

Da muss einfach Potential für irgendwas sein. :cooler:

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Re: Würdet ihr diese Beziehung eingehen?

Beitrag von Tania » Montag 8. April 2019, 01:14

Nonkonformist hat geschrieben:
Montag 8. April 2019, 00:47
Ich habe mich mehr als mehrmals verliebt in frauen in den ich mich anfangs nicht verlieben wollte.
Hast Du kategorisch ausgeschlossen, Dich jemals in diese Frauen zu verlieben? Also war es eher ein "nein, nein, niemals, auf gar keinen Fall" oder ein "kann ich mir jetzt nicht wirklich vorstellen"?
LarryHovis hat geschrieben:
Montag 8. April 2019, 00:53
Da muss einfach Potential für irgendwas sein.
Würd ich jetzt nicht kategorisch ausschließen ;) Wobei dieses "irgendwas" natürlich alles Mögliche sein könnte ... :gruebel:

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Re: Würdet ihr diese Beziehung eingehen?

Beitrag von LarryHovis » Montag 8. April 2019, 01:27

Tania hat geschrieben:
Montag 8. April 2019, 01:14
LarryHovis hat geschrieben:
Montag 8. April 2019, 00:53
Da muss einfach Potential für irgendwas sein.
Würd ich jetzt nicht kategorisch ausschließen ;) Wobei dieses "irgendwas" natürlich alles Mögliche sein könnte ... :gruebel:
Was ich hier nur merken kann ist, dass ich den Eindruck habe das wir ähnlich denken und das finde ich eine gute Grundlage für alles Mögliche. Ja, ich kann mich da leider gar nicht festlegen.

Vielleicht denke ich morgen mal darüber nach, ob ich eine Person kenne, an die mich das erinnert, wobei mir tatsächlich spontan zwei einfallen, obwohl sie einander verschieden sind.

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Re: Würdet ihr diese Beziehung eingehen?

Beitrag von Nonkonformist » Montag 8. April 2019, 06:18

Tania hat geschrieben:
Montag 8. April 2019, 01:14
Nonkonformist hat geschrieben:
Montag 8. April 2019, 00:47
Ich habe mich mehr als mehrmals verliebt in frauen in den ich mich anfangs nicht verlieben wollte.
Hast Du kategorisch ausgeschlossen, Dich jemals in diese Frauen zu verlieben? Also war es eher ein "nein, nein, niemals, auf gar keinen Fall" oder ein "kann ich mir jetzt nicht wirklich vorstellen"?
Bei sieben meiner OdBs habe ich es anfangs kategorisch ausgeschlossen. (Eine fand ich unsympatisch, in einigen fälle gab es zu wenig kompatabilität, in den letzten fälle war mir das alterunterschied zu groß). Dann gab es noch einige wo ich es mir nur anfangs nicht vorstellen konnte. Es gab eigentlich nur zwei frauen in den ich sofort sehr interessiert war; eine von denen war mit meinen direkten chef liiert und würde erst für mich relevant nachdem die beiden sich trennten. Ich kategorisiere vier meiner OdBs als Mega-OdBs; gegen zwei habe ich mich anfangs sehr gewehrt. Im schlimmstfall hatte sie miich 1998 mehrmals ins kino gefragt, gab es über die jahren so einigen die mich in ihre richtung gepuscht haben, aber verliebte ich mich erst 2008, nachdem ein PU-kollege sich mühe gegeben hat uns zu verkuppeln. Mein bester kumpel war eine der menschen der über längeren zeit versucht hat sie mit mir zu verkuppeln (er war derjenige der mich mit ihr in den vorratzimmer eingesperrt hat), und ich habe ihm mehrmals erzählt das ich mich nie in sie verlieben konnte, das wir null passten.

Im moment ist sie eigentlich meine 'Aphrodite', diejenige in den ich am längsten hängen geblieben bin.

Die dritte dieser Mega-OdBs war fast ein jahr lang nahezu unsichtbar für mich.

Bis auf meine eine Liebe-auf-den-ersten-blick-OdB, verliebte ich mich auch viel tiefer in die OdBs wo ich sehr lange gebraucht habe mich zu verlieben, als in die, wo es verhältnismäßig schnell gegangen ist. Schnell verliebt war auch meist schnell wieder vergessen.
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Re: Würdet ihr diese Beziehung eingehen?

Beitrag von Krausig » Montag 8. April 2019, 08:13

BartS hat geschrieben:
Samstag 6. April 2019, 14:08
Mal angenommen, ihr lernt jemanden vom anderen Geschlecht kennen. Ihr findet die Person nicht hässlich oder abstoßend. Ihr könnt euch wunderbar mit der Person unterhalten, und ihr fühlt auch verstanden. Ihr haltet die Nähe der Person aus. Ihr freut euch, wenn ihr die Person seht. Ihr unternehmt gerne gemeinsam etwas. Du magst den Humor der Person. Ihr habt ähnliche Lebensziele. Ihr habt eine Reihe von gemeinsamen Interessen. Ihr seid auch nicht so weit vom Alter und Wohnort voneinander entfernt. Aber ihr seid nicht in dem Moment in diese Person verliebt. Oder zumindest nicht so, wie ihr es von früher kennt. Würdet ihr trotzdem weitere Schritte mit der Person unternehmen oder gar eine Beziehung mit ihr eingehen?
Ja.

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Re: Würdet ihr diese Beziehung eingehen?

Beitrag von Melli » Montag 8. April 2019, 09:25

Tania hat geschrieben:
Montag 8. April 2019, 00:33
Melli hat geschrieben:
Montag 8. April 2019, 00:12
Mir ist das tatsächlich mal mit einem Typen passiert, da rang ich schon mit mir selbst, um das sich dahinziehende Verfahren etwas abzukürzen, kurzerhand zu fragen, ob er denn mit mir schlafen wolle. Dann dachte ich mir aber, das kann ich nicht machen.
Warum eigentlich nicht? Fragen kostet doch nix.
Zu viel Angst.

Ich kann nicht einmal sagen, da sei meine gute Erziehung vor gewesen, denn mit der Idee hatte ich mich schon darüber hinweggesetzt (wie so oft :oops:).

Wäre aber nicht das erstemal gewesen, daß ich hätte feststellen müssen, daß wenn zwei das gleiche tun, das noch lange nicht dasselbe ist. Und dann bekomme ich noch reingedrückt, ich sei eine überprivilegierte Bratze, der es doch bestens ginge. Man sieht ja was dabei herauskam.
Tania hat geschrieben:
Montag 8. April 2019, 00:33
Okay ... nach einem JA wäre ein "aber ich irgendwie doch nicht mit Dir" blöd.
Das war seine (wenn ich mir den Anachronismus herausnehmen darf: HC+AB) notorische Angst, weil ihm das andere Tussen angetan hatten. Was er mir ungeschönt berichtet hatte. Leider hat er meine Reaktion darauf nicht verstanden. Da wären wir mal wieder beim Thema Wink mit dem Scheunentor... Also dachte ich daran, den ganzen Bauernhof in die Hand zu nehmen, war aber zu schwach dafür.
Tania hat geschrieben:
Montag 8. April 2019, 00:33
Der Hauptgrund, warum ich sowas höchst selten frage. Meiner Meinung nach sollte in so einer Situation jeder jederzeit abbrechen/pausieren/umlenken können. Und ein vorheriges "Vereinbaren" macht das für beide schwerer.
Das ist richtig.

So schlau waren wir aber damals beide nicht. Das war ein sehr anstrengender Diskurs. Ich ging anschließend nach Hause, war tagelang total verstört und ließ mir auch noch äußerst verwirrende "Ratschläge" geben, die mir Angst machten :( Dafür handelte ich mir nur ein paar Wochen viel ärgere Probleme ein. Mir war nur noch danach, die Zelte abzubrechen.
Tania hat geschrieben:
Montag 8. April 2019, 00:33
Ich sollte irgendwann mal damit aufhören, meine Fragen selbst zu beantworten :shylove:
Ganz im Gegenteil! Du hast wirklich viel zu sagen :shylove:
Tania hat geschrieben:
Montag 8. April 2019, 00:33
Melli hat geschrieben:
Sonntag 7. April 2019, 23:20
Ich bin im RL nicht ganz so der unnahbare Eisberg als der ich hier im Forum erscheine :oops:
Eigentlich erscheinst Du gar nicht so eisig.
Danke :oops:
Tania hat geschrieben:
Montag 8. April 2019, 00:33
Deine Bergigkeit vermag ich natürlich nicht zu beurteilen ;)
Ist manchmal tatsächlich gegeben. Vor allem blau :)
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Re: Würdet ihr diese Beziehung eingehen?

Beitrag von BartS » Montag 8. April 2019, 10:51

fredstiller hat geschrieben:
Sonntag 7. April 2019, 22:00
PS: Wenn ich mich in die entsprechende Person verguckt bzw. verliebt habe, dann wäre ich bzgl. der anderen Gemeinsamkeiten auch "flexibler", würde einige Augen zudrücken, bzw. die wären mir gar nicht so wichtig
Führt diese Strategie nicht dazu, dass man tendenziell eher schlechte Beziehungen führt? Weil wenn man verliebt ist, drückt man bei vielen Sachen die Augen zu, die eigentlich nicht passen. Wenn man hingegen nicht verliebt ist, herrscht null Toleranz und versucht es nicht mal, egal wie gut man eigentlich zusammenpasst.
fredstiller hat geschrieben:
Sonntag 7. April 2019, 22:00
- "Ihr könnt euch wunderbar mit der Person unterhalten":
Ich muss ausreichend kommunizieren können. Wunderbar könnte etwas viel verlangt sein, wenn unterschiedliche Muttersprachen aufeinander treffen. Aber auch das wäre für mich kein Beinbruch, sondern würde ich als interessante sprachlich-kulturelle Herausforderung begreifen.
Was würde bei Dir ausreichend bedeuten? Ich sehe es so, mit dem Menschen, mit dem man eine Beziehung führt, verbringt man auch die meiste Zeit zusammen. Wenn sich die Gesprächsthemen am Tag schon nach 15 Minuten erschöpfen, kann das eine sehr schweigsame Partnerschaft werden. Rein subjektiv wäre mir eine Beziehung zwischen unterschiedlichen Muttersprachen auf Dauer einfach nur anstrengend. Aber das muss jeder selber wissen.
fredstiller hat geschrieben:
Sonntag 7. April 2019, 22:00
- "Ihr habt ähnliche Lebensziele":
Müssen es nicht unbedingt sein. Die Frage ist eher, ob ihre Lebensziele mit meinen kollidieren bzw. diesen widersprechen. Müssen sich aber nicht mit meinen decken.
Das ist ja eigentlich mit dem ähnlich gemeint.
fredstiller hat geschrieben:
Sonntag 7. April 2019, 22:00
Explizit anfügen möchte ich vielleicht noch als Beziehungsvoraussetzung, dass man einige gemeinsame Grundwerte hat und teilt, und gegenseitigen Respekt füreinander aufbringt.
Ja, gegenseitiger Respekt darf man gerne mit hinzufügen. :) Gemeinsame Grundwerte hatte ich versucht mit ähnliche Lebensziele abzudecken. Allerdings existiert für meine Aufzählung kein Anspruch auf Vollständigkeit.
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Re: Würdet ihr diese Beziehung eingehen?

Beitrag von Captain Unsichtbar » Montag 8. April 2019, 11:02

BartS hat geschrieben:
Montag 8. April 2019, 10:51
Führt diese Strategie nicht dazu, dass man tendenziell eher schlechte Beziehungen führt? Weil wenn man verliebt ist, drückt man bei vielen Sachen die Augen zu, die eigentlich nicht passen. Wenn man hingegen nicht verliebt ist, herrscht null Toleranz und versucht es nicht mal, egal wie gut man eigentlich zusammenpasst.
Was bedeutet denn eigentlich dieses ominöse "gut zusammenpassen" immer? Vor allem auch: aus wessen Perspektive? :gruebel: Wenn alles so gut passt, weshalb ist man dann nicht längst in einer Beziehung? Irgendetwas passt dann halt offenbar doch nicht.
Ich glaube ehrlich gesagt halt auch nicht, dass man sich ein Beziehung "herbeirechnen" kann, durch das blosse Abhaken von Voraussetzungen. Ich sehe das als "Beziehung die auf dem Papier funktioniert". Das ist wie im Sport, wenn die Journalisten ihre geliebten Statistiken zu Hand nehmen um zu "errechnen" welches Team denn nun gewinnt, und dann total überrascht sind, wenn das Team, das "auf dem Papier" hätte gewinnen müssen, nicht gewonnen hat.
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Re: Würdet ihr diese Beziehung eingehen?

Beitrag von BartS » Montag 8. April 2019, 11:47

Captain Unsichtbar hat geschrieben:
Montag 8. April 2019, 11:02
BartS hat geschrieben:
Montag 8. April 2019, 10:51
Führt diese Strategie nicht dazu, dass man tendenziell eher schlechte Beziehungen führt? Weil wenn man verliebt ist, drückt man bei vielen Sachen die Augen zu, die eigentlich nicht passen. Wenn man hingegen nicht verliebt ist, herrscht null Toleranz und versucht es nicht mal, egal wie gut man eigentlich zusammenpasst.
Was bedeutet denn eigentlich dieses ominöse "gut zusammenpassen" immer? Vor allem auch: aus wessen Perspektive? :gruebel:
Ich würde es so umschreiben, ob man gut miteinander harmoniert, ob man sich in den meisten Bereichen auf Augenhöhe befindet, ob es nicht allzuviele Konflikte zwischen beiden gibt oder die man zumindest gut im Griff hat. Wichtig ist, was beide sehen. Es bringt nicht viel, wenn nur einer glaubt, man passe gut zusammen.
Captain Unsichtbar hat geschrieben:
Montag 8. April 2019, 11:02
Wenn alles so gut passt, weshalb ist man dann nicht längst in einer Beziehung? Irgendetwas passt dann halt offenbar doch nicht.
Eigentlich hat man es hier schon des Öfteren gehört. Wenn man nicht verliebt ist, wollen viele keine Beziehung eingehen, egal wie gut man in der Beziehung zusammenpassen würde. In der Praxis gehen die Menschen häufiger nach ihrer Verliebtheit und weniger, wie gut sie miteinander harmonieren.
Captain Unsichtbar hat geschrieben:
Montag 8. April 2019, 11:02
Ich glaube ehrlich gesagt halt auch nicht, dass man sich ein Beziehung "herbeirechnen" kann, durch das blosse Abhaken von Voraussetzungen. Ich sehe das als "Beziehung die auf dem Papier funktioniert". Das ist wie im Sport, wenn die Journalisten ihre geliebten Statistiken zu Hand nehmen um zu "errechnen" welches Team denn nun gewinnt, und dann total überrascht sind, wenn das Team, das "auf dem Papier" hätte gewinnen müssen, nicht gewonnen hat.
Und trotzdem hat die Mannschaft mit der stärksten Papierform die letzten Jahre die Bundesliga gewonnen. :D Ich finde es persönlich schade, wenn man diese Ideen mit "herbeirechnen" und "funktioniert nur auf dem Papier" gleich im Vorfeld abwertet, statt vorurteilsfrei die Sache mal zu betrachten. Ich meine, welche Beziehungen länger halten, weiß man eigentlich aus der Wissenschaft. Da geht es um Ähnlichkeiten, wie bei den Lebenszielen, Charakter, da wird gezeigt, wie wichtig die Kommunikation ist und man kennt die apokalyptischen Reiter. Im Gegenzug dazu ist kommt beispielsweise die Liebe auf den ersten Blick seltener vor als man glaubt. Im Grunde wissen wir viel von Liebe und Beziehung. Wir wollen es oft nur nicht wahrhaben.
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Re: Würdet ihr diese Beziehung eingehen?

Beitrag von Peter » Montag 8. April 2019, 12:00

BartS hat geschrieben:
Samstag 6. April 2019, 14:08
Mal angenommen, ihr lernt jemanden vom anderen Geschlecht kennen. Ihr findet die Person nicht hässlich oder abstoßend. Ihr könnt euch wunderbar mit der Person unterhalten, und ihr fühlt auch verstanden. Ihr haltet die Nähe der Person aus. Ihr freut euch, wenn ihr die Person seht. Ihr unternehmt gerne gemeinsam etwas. Du magst den Humor der Person. Ihr habt ähnliche Lebensziele. Ihr habt eine Reihe von gemeinsamen Interessen. Ihr seid auch nicht so weit vom Alter und Wohnort voneinander entfernt. Aber ihr seid nicht in dem Moment in diese Person verliebt. Oder zumindest nicht so, wie ihr es von früher kennt. Würdet ihr trotzdem weitere Schritte mit der Person unternehmen oder gar eine Beziehung mit ihr eingehen?
Die Formulierungen „ihr findet die Person nicht hässlich oder abstoßend“ und „ihr haltet die Nähe der Person aus“ finde ich etwas unglücklich formuliert.
Das ist ziemlich dürftig als Ausgangssituation und führt einen durch die negativen Assoziationen der Begriffe gedanklich in eine Richtung, die Du wahrscheinlich gar nicht gemeint hast.
Der Rest Deiner Beschreibung ist positiver.
Wenn ich das für mich textlich umwandle in „ich finde die Frau optisch ansprechend und bin gerne in ihrer Nähe, stolpere ich immer noch über „ihr seid nicht in dem Moment in diese Person verliebt“.

Interessiert zumindest sollte ich schon sein. Und wenn ich das trotz der ganzen positiven Aspekte nicht bin, würde ich mich überhaupt nicht mit der Fragestellung beschäftigen.
Das wären dann akademische Gedankenkonstrukte, die mir nicht in den Sinn kommen würden.

Sollte sie mir ihr Interesse offenbaren, und es würde sich auch dadurch kein Gegeninteresse bei mir entwickeln, gäbe es auch keinen Grund für weitere Schritte.
Wieso Red Dead Redemption 2, wenn man auch Spyro haben kann?

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Re: Würdet ihr diese Beziehung eingehen?

Beitrag von AviferAureus » Montag 8. April 2019, 12:11

BartS hat geschrieben:
Montag 8. April 2019, 11:47
[...] Ich meine, welche Beziehungen länger halten, weiß man eigentlich aus der Wissenschaft. Da geht es um Ähnlichkeiten, wie bei den Lebenszielen, Charakter, da wird gezeigt, wie wichtig die Kommunikation ist und man kennt die apokalyptischen Reiter. Im Gegenzug dazu ist kommt beispielsweise die Liebe auf den ersten Blick seltener vor als man glaubt. Im Grunde wissen wir viel von Liebe und Beziehung. Wir wollen es oft nur nicht wahrhaben.
Meine mich zu erinnern, mal gelesen zu haben, dass die Lieben auf den ersten Blick sogar überdurchschnittlich oft Bestand bleiben.
Meine Theorie (aber dazu habe ich nie etwas gelesen) dazu ist, dass die Prüfung einer potentiellen Partnerschaft sich auf die von Dir genannten, schnell überprüfbaren, aber essentiellen Faktoren fokussiert, nämlich das das Prinzip "gleich und gleich gesellt sich gern" und auf die Kommunikation, besonders die non-verbale Kommunikation.

Zur Frage: Wenn ich das richtig verstehe, wiegst (habe das gerade nachgeschaut: "im Präsens ist "wiegst" richtiger als "wägst") Du ab bzw. überlegst, was Dir wichtiger ist, das Risiko des Verlusts einer Freundschaft oder die Chance auf eine Partnerschaft.

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Re: Würdet ihr diese Beziehung eingehen?

Beitrag von Brax » Montag 8. April 2019, 12:14

Ich würde das gar nicht so schwarz-weiß sehen als stünden sich "Verliebtheit" und "rational erkennbare Passung" als Gegensätze gegenüber.
Für mich muss beides passen. Ich denke auch nicht, dass ich eine Beziehung eingehen würde, wenn ich verliebt wäre, aber den Eindruck hätte, das passt überhaupt nicht. Wobei ich mich gerade frage, ob ich mich dann überhaupt verlieben würde.
Andersrum würde ich aber eben auch ein fehlendes Verliebtheitsgefühl nicht ignorieren. Wobei ich mit "Verliebtheit" nicht unbedingt ein Feuerwerk der Gefühle meine, aber zumindest das Gefühl, dass ich diesen Mann will und das Bedürfnis habe, mit ihm zusammenzusein, muss schon da sein. Wie gesagt, auch das Unterbewusstsein sagt uns was und das tut es nicht umsonst.
Wenn ich nun mit jemandem eine Beziehung eingehen würde, einfach nur weil er ganz ok ist, aber sonst nichts weiter, dann wäre er wohl sehr austauschbar. Ich glaube nicht, dass in dem Fall die Beziehung tatsächlich haltbarer wäre als eine mit Verliebtheit.

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Re: Würdet ihr diese Beziehung eingehen?

Beitrag von Peter » Montag 8. April 2019, 12:35

Brax hat geschrieben:
Montag 8. April 2019, 12:14
Ich würde das gar nicht so schwarz-weiß sehen als stünden sich "Verliebtheit" und "rational erkennbare Passung" als Gegensätze gegenüber.
Für mich muss beides passen. Ich denke auch nicht, dass ich eine Beziehung eingehen würde, wenn ich verliebt wäre, aber den Eindruck hätte, das passt überhaupt nicht. Wobei ich mich gerade frage, ob ich mich dann überhaupt verlieben würde.
Ich denke auch, dass man um sich verlieben zu können auf einer relevanten Ebene auch zusammen passt. Wenn die berühmte Chemie stimmt, man auf einer gemeinsamen Wellenlänge funkt, passt es auch prinzipiell.

Ich hatte vor kurzem in einem anderen Thema beschrieben, wie ich eine Dame mal in einer Disco angesprochen hatte, weil sie mich sehr interessiert hatte. Zumindest von den optisch wahrnehmbaren Aspekten war ich Feuer und Flamme. Wir hatten uns dann für den nächsten Tag bei ihr zu Hause verabredet. Es hatte wahrscheinlich keine Stunde gedauert, bis mein gesamtes Interesse an ihr erloschen war. Optik ist nicht alles und wenn man über das Gespräch merkt, dass es nicht passt, passt es eben nicht. Genau genommen konnte ich sie zunehmend weniger leiden. Ganz schlecht. Und das, obwohl es im Bereich „Interessen“ Gemeinsamkeiten gab.

Allgemein betrachtet: Für das Gelingen einer Beziehung sind weniger die Gemeinsamkeiten ausschlaggebend, sondern der Umgang mit den Unterschieden.

Sicher braucht es Gemeinsamkeiten. Sonst würde man wahrscheinlich gar nicht erst in eine Beziehung kommen. Aber hundert Gemeinsamkeiten können am Umgang mit einem Unterschied scheitern.
Wieso Red Dead Redemption 2, wenn man auch Spyro haben kann?

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Re: Würdet ihr diese Beziehung eingehen?

Beitrag von Captain Unsichtbar » Montag 8. April 2019, 12:48

BartS hat geschrieben:
Montag 8. April 2019, 11:47
Ich finde es persönlich schade, wenn man diese Ideen mit "herbeirechnen" und "funktioniert nur auf dem Papier" gleich im Vorfeld abwertet, statt vorurteilsfrei die Sache mal zu betrachten. Ich meine, welche Beziehungen länger halten, weiß man eigentlich aus der Wissenschaft. Da geht es um Ähnlichkeiten, wie bei den Lebenszielen, Charakter, da wird gezeigt, wie wichtig die Kommunikation ist und man kennt die apokalyptischen Reiter. Im Gegenzug dazu ist kommt beispielsweise die Liebe auf den ersten Blick seltener vor als man glaubt. Im Grunde wissen wir viel von Liebe und Beziehung. Wir wollen es oft nur nicht wahrhaben.
Das ist halt nun mal meine persönliche Meinung. Ironisch finde ich ja, dass du jetzt die Vorurteilsnummer bringst, wo du uns doch umgekehrt selbst dauernd davon überzeugen möchtest, wie richtig deine Einstellung, dein Weg doch wäre -- ohne die andere Seite zu betrachten.
Ich habe keine Probleme damit, wenn das für andere Menschen so funktioniert. Im Gegensatz zu dir habe ich kein Vorstellung davon was "richtig" und "falsche" Beziehungen angeht. Ich glaube nicht an universelle Modelle. Ich teile diese Ansichten von wegen "der bessere Weg" etc. nicht. Was für den einen funktioniert ist für den anderen untragbar.
Brax hat geschrieben:
Montag 8. April 2019, 12:14
Ich würde das gar nicht so schwarz-weiß sehen als stünden sich "Verliebtheit" und "rational erkennbare Passung" als Gegensätze gegenüber.
Für mich muss beides passen. Ich denke auch nicht, dass ich eine Beziehung eingehen würde, wenn ich verliebt wäre, aber den Eindruck hätte, das passt überhaupt nicht. Wobei ich mich gerade frage, ob ich mich dann überhaupt verlieben würde.
Andersrum würde ich aber eben auch ein fehlendes Verliebtheitsgefühl nicht ignorieren. Wobei ich mit "Verliebtheit" nicht unbedingt ein Feuerwerk der Gefühle meine, aber zumindest das Gefühl, dass ich diesen Mann will und das Bedürfnis habe, mit ihm zusammenzusein, muss schon da sein. Wie gesagt, auch das Unterbewusstsein sagt uns was und das tut es nicht umsonst.
Wenn ich nun mit jemandem eine Beziehung eingehen würde, einfach nur weil er ganz ok ist, aber sonst nichts weiter, dann wäre er wohl sehr austauschbar. Ich glaube nicht, dass in dem Fall die Beziehung tatsächlich haltbarer wäre als eine mit Verliebtheit.
Ja so ähnlich habe ich das auch gemeint. Am Ende braucht es halt dann eben doch beide Faktoren. Wie gesagt, es wird schon Gründe geben, weshalb in so einer hypothetischen Situation bisher nichts gelaufen ist. Dann fehlts halt offenbar auf der emotionalen Seite, da kann die Ausgangslage noch so "ideal" sein.
Mir persönlich ist das Modell auch zu rational. Aber vielleicht ist das auch eine Frage der Prioritätensetzung. Eine Beziehung ihrer selbst willen war nie in meinem Interesse.
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Re: Würdet ihr diese Beziehung eingehen?

Beitrag von BartS » Montag 8. April 2019, 13:08

Brax hat geschrieben:
Montag 8. April 2019, 12:14
Für mich muss beides passen. Ich denke auch nicht, dass ich eine Beziehung eingehen würde, wenn ich verliebt wäre, aber den Eindruck hätte, das passt überhaupt nicht.
Ich glaube, dass Du mit der Einstellung fast schon zur Minderheit hier gehörst. Ist kein Vorwurf an Dich. ;) Viele setzen Verliebtheit vor der Frage, ob man zueinander passt. Man verklausuliert das gerne mit der Aussage, dass man doch vor der Beziehung gar nicht wissen könne, ob man überhaupt zusammenpasst.
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