Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

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TheHoff
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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von TheHoff » Freitag 19. Juli 2019, 15:57

Man sollte sich nie groß den Kopf darüber zerbrechen, was andere möchten oder nicht möchten. Die machen das schon selbst und teilen es auch mit, wenn es nötig ist.

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Eliza Jane
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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von Eliza Jane » Samstag 20. Juli 2019, 19:04

Ich bin seit meiner Kindheit immer eine Außenseiterin gewesen. Dieser Rolle bin ich nie entkommen und sie verstärkt sich immer mehr, je älter ich werde.

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von Himbeere » Montag 22. Juli 2019, 21:06

Ich hab mich auch schon früh als jemand empfunden, der nicht so ist, wie die anderen. Weniger gut, weniger wertvoll. Deswegen habe ich mich glaube ich abgekapselt. Nicht vollständig, aber doch so, dass ich engere Freundschaften abgeblockt habe. Ich denke, ich tue es noch heute. Es gibt viele Dinge über mich, die ich nie jemandem erzählen würde, weil ich mich dafür schäme, obwohl sie eigentlich nichts besonderes sind. Ich habe beruflich viele Kontakte, aber privat nur wenige Personen, die ich regelmäßig treffe. Das ist ein Fehler, ich sollte mehr rausgehen bzw. mir Leute suchen, die auch alleine sind, und mit denen ich was unternehmen könnte. Leider bin ich in einem Alter, in dem die meisten Familie haben und da ist mit Weggehen nicht mehr viel los....
Das Leben ist kein Ponyschlecken.

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von eggi » Montag 22. Juli 2019, 22:22

Himbeere hat geschrieben:
Montag 22. Juli 2019, 21:06
Das ist ein Fehler, ich sollte mehr rausgehen bzw. mir Leute suchen, die auch alleine sind, und mit denen ich was unternehmen könnte. Leider bin ich in einem Alter, in dem die meisten Familie haben und da ist mit Weggehen nicht mehr viel los....
Du sagst es. Alleine "rausgehen" ist nicht dasselbe wie in einer Gruppe.
Auch ist alleine die Chance relativ gering, neue Leute kennen zu lernen. Es sei denn vielleicht man beherrscht Kaltansprachen.

Ich kenne leider niemanden, der in einer vergleichbaren Situation steckt wie ich und für geeignete Unternehmungen offen wäre.
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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von alex321 » Montag 22. Juli 2019, 23:51

Ich sehe meine starke Introversion zunehmend als soziales Problem. Wie abnormal schwach mein Bedürfnis nach sozialen Kontakten ist wird mir immer wieder bewusst wenn Normalos von ihrem Leben erzählen. Ein "Normalo-Wochenende" zum Beispiel, wie ich es schon öfters geschildert bekam, wäre für mich stressig und überforderernd: Am FR nach der Arbeit Geburtstagsparty von Freund, feiern bis spät in die Nacht, SA Vormittag ausschlafen, Nachmittag grillen und baden mit Freunden, am Abend ausgehen in Club, wieder feiern bis spät in die Nacht, SO Vormittag ausschlafen, am Nachmittag Besuch von Verwandten, am Abend gemeinsam mit Partner auf der Couch einen Film anschauen. Anders gesagt: 90% der Wachzeit wird mit anderen Leuten, also sozialen Kontakten, verbracht.

Mir wäre das viel zu viel! Ich habe nach einer 40h Arbeits- oder Studiumswoche oft schon genug von sozialen Kontakten und freue mich auf ein ruhiges Wochenende mit Büchern, Serien, Filmen, Computerspielen, Internetsurfen und gelegentlich Laufen. Ich habe gar kein Verlangen ständig unter Leuten zu sein. Für mich persönlich ist das eigentlich auch kein Problem, aber eine Freundin werde ich so nie finden.

Außerdem stehe ich immer als Langweiler und Außenseiter da wenn ich von meinem Wochenende (oder der Freizeitgestaltung generell) erzähle, weshalb ich kein großes Mitteilungsbedürfnis mehr habe.

Kolllege: Was hast du am Wochende gemacht?
Ich: Ich habe einen Erfahrungsbericht über die Studentenproteste 1989 gelesen, (Computer)Spiel X mit allen Achievements durchgespielt, ein Mapping Tutorial durchgemacht, Serie Y zu Ende geschaut und war Laufen.
Kolllege: Äh ok. Wo warst du Laufen?

Normalo: Ich war auf der Geburstagsfeier von X, am SA grillen mit A, B, C, ...
Kollege: Oh wie war die Feier? Ich wäre auch gern hingegangen! Sind X und Y wieder zusammen? Wie ist der neue Weber Grill von A? War er die 800€ wert? Bla bla bla 15min lang über Beziehungen, Verwandte und Mainstream Aktivitäten wie Grillen und Fußball.

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von TheHoff » Dienstag 23. Juli 2019, 09:10

alex321 hat geschrieben:
Montag 22. Juli 2019, 23:51
Ich sehe meine starke Introversion zunehmend als soziales Problem. Wie abnormal schwach mein Bedürfnis nach sozialen Kontakten ist wird mir immer wieder bewusst wenn Normalos von ihrem Leben erzählen. Ein "Normalo-Wochenende" zum Beispiel, wie ich es schon öfters geschildert bekam, wäre für mich stressig und überforderernd: Am FR nach der Arbeit Geburtstagsparty von Freund, feiern bis spät in die Nacht, SA Vormittag ausschlafen, Nachmittag grillen und baden mit Freunden, am Abend ausgehen in Club, wieder feiern bis spät in die Nacht, SO Vormittag ausschlafen, am Nachmittag Besuch von Verwandten, am Abend gemeinsam mit Partner auf der Couch einen Film anschauen. Anders gesagt: 90% der Wachzeit wird mit anderen Leuten, also sozialen Kontakten, verbracht.

Mir wäre das viel zu viel! Ich habe nach einer 40h Arbeits- oder Studiumswoche oft schon genug von sozialen Kontakten und freue mich auf ein ruhiges Wochenende mit Büchern, Serien, Filmen, Computerspielen, Internetsurfen und gelegentlich Laufen. Ich habe gar kein Verlangen ständig unter Leuten zu sein. Für mich persönlich ist das eigentlich auch kein Problem, aber eine Freundin werde ich so nie finden.

Außerdem stehe ich immer als Langweiler und Außenseiter da wenn ich von meinem Wochenende (oder der Freizeitgestaltung generell) erzähle, weshalb ich kein großes Mitteilungsbedürfnis mehr habe.

Kolllege: Was hast du am Wochende gemacht?
Ich: Ich habe einen Erfahrungsbericht über die Studentenproteste 1989 gelesen, (Computer)Spiel X mit allen Achievements durchgespielt, ein Mapping Tutorial durchgemacht, Serie Y zu Ende geschaut und war Laufen.
Kolllege: Äh ok. Wo warst du Laufen?

Normalo: Ich war auf der Geburstagsfeier von X, am SA grillen mit A, B, C, ...
Kollege: Oh wie war die Feier? Ich wäre auch gern hingegangen! Sind X und Y wieder zusammen? Wie ist der neue Weber Grill von A? War er die 800€ wert? Bla bla bla 15min lang über Beziehungen, Verwandte und Mainstream Aktivitäten wie Grillen und Fußball.
Immer diese Einteilung in "Normalo", Begriffe wie "Mainstream", etc. Damit tust du dir selbst keinen Gefallen. Denn du stellst dich selbst als anders (als was besonderes, besseres?) hin, wertest die anderen ab, weil sie ja nur "Mainstream" wie 99% aller Menschen sind, usw. Dass jeder Mensch ein eigenes Individuum mit eigenen Interessen ist, übersiehst du, denn du siehst nur, dass sie deine Interessen nicht teilen und hast auch kein Verständnis für ihre Interessen bzw. Interesse an ihnen als Person.

Ja, ich gebe zu, meine Wochenenden verbringe ich viel mit anderen Leuten. Aber was hab ich gestern Abend gemacht? Ein Spiel fertig durchgespielt und alle Trophäen geholt. Meine Partnerin wohnt nicht bei mir und selbst wenn - wir akzeptieren, dass jeder auch Zeit für sich und seine Interessen braucht.

Meine Kollegen sind verheiratet und wenn wir in der Pause zusammensitzen, geht es hauptsächlich um Videospiele. Stell das also nicht so als Außergewöhnliches hin und dass alle anderen Männer ja nur Fußball und Autos im Kopf haben.

Wenn du kein Interesse an anderen Menschen hast, liegt das vorrangig an dir und nicht an den anderen Menschen. Meine Erfahrung zeigt, dass man mit Gleichgesinnten zusammen kommt, wenn man selbst offen und interessiert ist.

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Ringelnatz
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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von Ringelnatz » Dienstag 23. Juli 2019, 09:22

alex321 hat geschrieben:
Montag 22. Juli 2019, 23:51
Ich sehe meine starke Introversion zunehmend als soziales Problem. Wie abnormal schwach mein Bedürfnis nach sozialen Kontakten ist wird mir immer wieder bewusst wenn Normalos von ihrem Leben erzählen. Ein "Normalo-Wochenende" zum Beispiel, wie ich es schon öfters geschildert bekam, wäre für mich stressig und überforderernd: Am FR nach der Arbeit Geburtstagsparty von Freund, feiern bis spät in die Nacht, SA Vormittag ausschlafen, Nachmittag grillen und baden mit Freunden, am Abend ausgehen in Club, wieder feiern bis spät in die Nacht, SO Vormittag ausschlafen, am Nachmittag Besuch von Verwandten, am Abend gemeinsam mit Partner auf der Couch einen Film anschauen. Anders gesagt: 90% der Wachzeit wird mit anderen Leuten, also sozialen Kontakten, verbracht.
Das wäre mir auch viel zu viel. Als ich jünger war und solo habe ich dennoch mehr Zeit in soziale Kontakte investiert. Ich habe mich oft von Freunden oder Mitbewohnern "mitziehen" lassen und dann war es doch meist schön. Als Intro muss man halt immer mal wieder über den eigenen Schatten springen ;) Ich bin froh, dass ich das früh erkannt und immer wieder gemacht habe.

Auf Fragen von Kollegen würde ich vermutlich antworten "Bei mir war's eher ruhig, ich war draußen und habe gelesen. Und du, was hast du getrieben?" Dann erzählt der/die andere und alles ist gut. Meistens kann ich dann ja auch mit einhaken ("ah, das hab ich auch schon mal gemacht - ging es dir auch so, dass...?") - dafür muss ich die Aktivität ja nicht kürzlich gehabt haben.

Inzwischen ist es bei mir eher "Erhaltung" als Finden neuer Kontakte - und auch das fällt mir schwer. Bei mir ist es so, dass ich die Zeit mit Freunden total genieße, aber danach brauche ich zusätzlich noch Zeit für mich. Blöd, wenn das Wochenende dann schon vorbei ist, denn dann fühle ich mich gestresst und "hatte nicht genug Zeit zum Ausruhen". Deshalb versuche ich, soziale Kontakte gut zu dosieren, z.B. alle 2 Wochen 1 Tag oder Abend, alle 4-8 Wochen ein Wochenende, etc.

Mein (extravertierter) Partner versteht mich zum Glück und nimmt Rücksicht. Er selbst erholt sich fast besser, wenn wir wegfahren und er was anderes sieht. Das kann ich immer gar nicht nachvollziehen :D
Ever tried. Ever failed. No matter. Try again. Fail again. Fail better.

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von yes_or_no » Dienstag 23. Juli 2019, 09:32

ich hör sehr oft auch von normalos, dass sie das WE nur gechillt haben. oder doofe serien geguckt haben.
eine andere etwas eigenwillige frau, die ich übers wandern mal kennen gelernt hab und die auch dauer single ist, erzählt aber oft, wie viele dinge sie immer macht, das sind dann teilweise nervige dinge. dass sie um 5 uhr aufgestanden ist, dann erst mal den ganzen haushalt für die woche gemacht hat, dann mit den großeltern frühstücken und noch zwei waschmaschinen, dann am abend mit freunden was essen und am nächsten tag wieder frühstücken mit den eltern/großeltern oder so.

ich hab mich noch nie mit leuten "nur" zum frühstücken getroffen und dann hinterher mit anderen leuten zum mittagessen und mit anderen zum abendessen. ich glaub, ich hatte noch nie mehrere treffen an einem einzigen tag, sowas würd mich rein vom gedanken her auch schockieren irgendwie :O
wenn dann ein treffen mit der selben person. wenn es in der früh schon los geht, kann man ja auch frühstücken oder ne semmel zusammen wo holen gehen, aber ein separates frühstückstreffen und mittagessen mit wem anders? da würd ich das frühstückstreffen glaub ich absagen, zumal ich grad in der früh eigentlich gern auch noch alleine bin und nicht so gerne zu früh frühstücken mag ._.

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von LonesomeCoder » Dienstag 23. Juli 2019, 09:48

Himbeere hat geschrieben:
Montag 22. Juli 2019, 21:06
mir Leute suchen, die auch alleine sind, und mit denen ich was unternehmen könnte. Leider bin ich in einem Alter, in dem die meisten Familie haben und da ist mit Weggehen nicht mehr viel los....
eggi hat geschrieben:
Montag 22. Juli 2019, 22:22
Ich kenne leider niemanden, der in einer vergleichbaren Situation steckt wie ich und für geeignete Unternehmungen offen wäre.
Die Beziehungen meines Bekanntenkreises führen zur Manifestierung meines Alleinseins :sadman: .
Das ist ab 30 in der Tat schwer. Wie ich vor bis etwa noch 5 Jahren Single-Freunde hatte, war meine Lebensqualität viel besser als jetzt, wo ich der einzige Single weit und breit bin.
alex321 hat geschrieben:
Montag 22. Juli 2019, 23:51
Kolllege: Was hast du am Wochende gemacht?
Ich: Ich habe einen Erfahrungsbericht über die Studentenproteste 1989 gelesen, (Computer)Spiel X mit allen Achievements durchgespielt, ein Mapping Tutorial durchgemacht, Serie Y zu Ende geschaut und war Laufen.
Kolllege: Äh ok. Wo warst du Laufen?

Normalo: Ich war auf der Geburstagsfeier von X, am SA grillen mit A, B, C, ...
Kollege: Oh wie war die Feier? Ich wäre auch gern hingegangen! Sind X und Y wieder zusammen? Wie ist der neue Weber Grill von A? War er die 800€ wert? Bla bla bla 15min lang über Beziehungen, Verwandte und Mainstream Aktivitäten wie Grillen und Fußball.
Das ist ein gutes Beispiel und führt hoffentlich zu mehr Verständis bei den Extros mit Normalo-Aktivitäten, die so tun, als ob Intro sein und Nerd-Hobbys haben nur in der Einbildung ein Nachteil sei. Etwa dem direkt darunter zitierten.
TheHoff hat geschrieben:
Dienstag 23. Juli 2019, 09:10
Meine Kollegen sind verheiratet und wenn wir in der Pause zusammensitzen, geht es hauptsächlich um Videospiele. Stell das also nicht so als Außergewöhnliches hin und dass alle anderen Männer ja nur Fußball und Autos im Kopf haben.

Wenn du kein Interesse an anderen Menschen hast, liegt das vorrangig an dir und nicht an den anderen Menschen. Meine Erfahrung zeigt, dass man mit Gleichgesinnten zusammen kommt, wenn man selbst offen und interessiert ist.
Ich kann solche falschen, vereinfachten pauschalen Vorwürfe nicht mehr lesen. Einem Intro kosten soziale Kontakte Kraft. Deshalb braucht er Alleine-Zeit. Darauf zur Unterstellung kommen, er sei nicht an Menschen interessiert, ist falsch.
Meine Kollegen sind auch alle verheiratet und sie haben Kinder. Zocken tut hier keiner mehr, da kommt höchsten was wie "habe meine Playstation vor 4 Jahren verkauft, weil ich nur mehr 3 oder 4x im Jahr zum zocken kam" oder "aus dem Alter bin ich raus" oder ich höre Neid raus, weil ich als kinderloser Single noch Zeit dafür habe.
Warnung vor Pickup: https://www.abtreff.de/viewtopic.php?p=1062199#p1062199
Wissenschaftliches Standardwerk über (männliches) AB-tum: https://www.springer.com/de/book/9783658059231
Geschlechtsspezifische Partnerwahl und Sexualitätsmerkmale: https://d-nb.info/1037687477/34

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von inVinoVeritas » Dienstag 23. Juli 2019, 10:07

alex321 hat geschrieben:
Montag 22. Juli 2019, 23:51
Für mich persönlich ist das eigentlich auch kein Problem, aber eine Freundin werde ich so nie finden.
Es gibt mit Sicherheit auch so einige Frauen, die ihr Wochenende gerne ebenso ruhig verbringen wie du, du musst sie "nur" finden...
Viele Menschen lernen ihren Partner über ihr indirektes soziales Umfeld kennen, wo die meisten Aktivitäten nun mal leider an den Wochenenden stattfinden, insofern müssstest du dir dann andere "Biotope" suchen, wo du eventuell der passenden Frau - z.B. bei Pflichtveranstaltungen im Alltag - begegnen könntest. Ansonsten bleibt nur noch Onlinedating übrig.
Ich liebe ja solche Wochenenden, wie du sie gerade mit etwas abschätzigem Ton skizziert hast: Fr. Abend mit Freunden was trinken gehen, Sa. Mittag bei den Eltern vorbeischauen, Nachmittags ins Gym, Abends wieder mit Freunden treffen, evtl. auch kombiniert mit Feiern gehen, So. ausschlafen und dann an den See, Grillen, Brunchen, Cafè-Besuch, Altstadtbummel oder auch einfach nur mal den ganzen Tag Gammeln und zocken/Serien gucken. :o
Ohne diese sozialen Wochenend-Aktivitäten beliefe sich die Anzahl meiner Dates oder gar erotischen Begegnungen mit Frauen, die ich außerhalb von Online-Dating generiert hätte, auf exakt Null.
Es ist dann schon eine große Herausforderung die es zu meistern gilt, wenn man ohne großartige Teilnahme an sozialen Aktivitäten jemanden kennenlernen will...

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von inVinoVeritas » Dienstag 23. Juli 2019, 10:25

LonesomeCoder hat geschrieben:
Dienstag 23. Juli 2019, 09:48
Das ist ein gutes Beispiel und führt hoffentlich zu mehr Verständis bei den Extros mit Normalo-Aktivitäten, die so tun, als ob Intro sein und Nerd-Hobbys haben nur in der Einbildung ein Nachteil sei. Etwa dem direkt darunter zitierten.
Ich bin mir sehr sicher, dass viele hier die Nachteile nicht negieren und ich persönlich bin mir sogar sehr sicher, dass Nerd-Hobbys (ohne Frauenanteil) kombiniert mit sozialer Isoliertheit die Chancen eine Frau zu finden extremst reduzieren (unabhängig von deiner Optik) und würde das nie bestreiten.
Ich denke aber dass dein Eindruck, dass du wenig Verständnis erhälst, einen Grund hat: du nimmst häufig die Extrem-Ausprägung deiner eigenen maximal ungünstigen Attribute als Grundlage für Allgemein-Aussagen, die sich sehr deprimierend lesen. Deine Aussagen/Erklärungen mögen auf den Großteil aller Menschen zutreffen, die in einer mit dir vergleichbaren Lage sind (was dennoch eine Minderheit ist), bei dir klingt es aber häufig so als wäre ein Großteil der Männer derart chancenlos. Somit - ist nur ein Erklärungsversuch von mir - generierst du dann all den kontinuierlichen Widerspruch...

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von Finnlandfreundin » Dienstag 23. Juli 2019, 10:34

Himbeere hat geschrieben:
Montag 22. Juli 2019, 21:06
Ich hab mich auch schon früh als jemand empfunden, der nicht so ist, wie die anderen. Weniger gut, weniger wertvoll. Deswegen habe ich mich glaube ich abgekapselt. Nicht vollständig, aber doch so, dass ich engere Freundschaften abgeblockt habe. Ich denke, ich tue es noch heute. Es gibt viele Dinge über mich, die ich nie jemandem erzählen würde, weil ich mich dafür schäme, obwohl sie eigentlich nichts besonderes sind. Ich habe beruflich viele Kontakte, aber privat nur wenige Personen, die ich regelmäßig treffe. Das ist ein Fehler, ich sollte mehr rausgehen bzw. mir Leute suchen, die auch alleine sind, und mit denen ich was unternehmen könnte. Leider bin ich in einem Alter, in dem die meisten Familie haben und da ist mit Weggehen nicht mehr viel los....
Das ist bei mir auch der Fall. Mir fehlt das mal Weggehen. Ich merke das immer, wenn die Abschlussklassen ihre Abschlussfeier haben.

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von Reinhard » Dienstag 23. Juli 2019, 14:05

TheHoff hat geschrieben:
Dienstag 23. Juli 2019, 09:10
Meine Kollegen sind verheiratet und wenn wir in der Pause zusammensitzen, geht es hauptsächlich um Videospiele. Stell das also nicht so als Außergewöhnliches hin und dass alle anderen Männer ja nur Fußball und Autos im Kopf haben.
Typisches Missverständnis.

Ein Introvertierter spielt sein Videospiel, freut sich, es ist für ihn wichtige Alleinezeit. Er kann sich auch ohne Anlass an bestimmte Spielsituationen zurückerinnern und sich daran erfreuen, wie er das geschafft hat.

Ein Extravertierter spielt sein Videospiel, freut sich, erzählt später auf seiner Arbeit seinen Kollegen, was er alles gemacht hat, wie weit er gekommen ist, was ihm besonders schwer gefallen ist, hört sich die Meinung der anderen Kollegen an, was die davon halten; und lässt sich erzählen, was die anderen so spielen und welches Spiel er selbst vielleicht mal kaufen könnte und was so angesagt ist an Spielen und was so drumherum ist so an Hardware beispielsweise.


Der Introvertierte denkt, mit seinem Einzelgängerhobby ist er schlecht integriert, insbesondere wenn er Singleplayer spielt.

Der Extrovertierte denkt noch nicht mal, dass Videospielen ein Einzelgängerhobby sein könnte, weil er ja dauernd darüber mit seinen Kollegen eine Bindung aufbaut.
Temporäre Signatur bis jeder das Video gesehen hat:

https://www.youtube.com/watch?v=vmkG5l7CaGw :hierlang:

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von TheHoff » Dienstag 23. Juli 2019, 15:15

Reinhard hat geschrieben:
Dienstag 23. Juli 2019, 14:05
TheHoff hat geschrieben:
Dienstag 23. Juli 2019, 09:10
Meine Kollegen sind verheiratet und wenn wir in der Pause zusammensitzen, geht es hauptsächlich um Videospiele. Stell das also nicht so als Außergewöhnliches hin und dass alle anderen Männer ja nur Fußball und Autos im Kopf haben.
Typisches Missverständnis.

Ein Introvertierter spielt sein Videospiel, freut sich, es ist für ihn wichtige Alleinezeit. Er kann sich auch ohne Anlass an bestimmte Spielsituationen zurückerinnern und sich daran erfreuen, wie er das geschafft hat.

Ein Extravertierter spielt sein Videospiel, freut sich, erzählt später auf seiner Arbeit seinen Kollegen, was er alles gemacht hat, wie weit er gekommen ist, was ihm besonders schwer gefallen ist, hört sich die Meinung der anderen Kollegen an, was die davon halten; und lässt sich erzählen, was die anderen so spielen und welches Spiel er selbst vielleicht mal kaufen könnte und was so angesagt ist an Spielen und was so drumherum ist so an Hardware beispielsweise.


Der Introvertierte denkt, mit seinem Einzelgängerhobby ist er schlecht integriert, insbesondere wenn er Singleplayer spielt.

Der Extrovertierte denkt noch nicht mal, dass Videospielen ein Einzelgängerhobby sein könnte, weil er ja dauernd darüber mit seinen Kollegen eine Bindung aufbaut.
Interessante These - es ist nur so, dass ich eben auch introvertiert bin.

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von Captain Unsichtbar » Dienstag 23. Juli 2019, 15:35

alex321 hat geschrieben:
Montag 22. Juli 2019, 23:51
Ich sehe meine starke Introversion zunehmend als soziales Problem. Wie abnormal schwach mein Bedürfnis nach sozialen Kontakten ist wird mir immer wieder bewusst wenn Normalos von ihrem Leben erzählen. Ein "Normalo-Wochenende" zum Beispiel, wie ich es schon öfters geschildert bekam, wäre für mich stressig und überforderernd: Am FR nach der Arbeit Geburtstagsparty von Freund, feiern bis spät in die Nacht, SA Vormittag ausschlafen, Nachmittag grillen und baden mit Freunden, am Abend ausgehen in Club, wieder feiern bis spät in die Nacht, SO Vormittag ausschlafen, am Nachmittag Besuch von Verwandten, am Abend gemeinsam mit Partner auf der Couch einen Film anschauen. Anders gesagt: 90% der Wachzeit wird mit anderen Leuten, also sozialen Kontakten, verbracht.

Mir wäre das viel zu viel! Ich habe nach einer 40h Arbeits- oder Studiumswoche oft schon genug von sozialen Kontakten und freue mich auf ein ruhiges Wochenende mit Büchern, Serien, Filmen, Computerspielen, Internetsurfen und gelegentlich Laufen. Ich habe gar kein Verlangen ständig unter Leuten zu sein. Für mich persönlich ist das eigentlich auch kein Problem, aber eine Freundin werde ich so nie finden.

Außerdem stehe ich immer als Langweiler und Außenseiter da wenn ich von meinem Wochenende (oder der Freizeitgestaltung generell) erzähle, weshalb ich kein großes Mitteilungsbedürfnis mehr habe.

Kolllege: Was hast du am Wochende gemacht?
Ich: Ich habe einen Erfahrungsbericht über die Studentenproteste 1989 gelesen, (Computer)Spiel X mit allen Achievements durchgespielt, ein Mapping Tutorial durchgemacht, Serie Y zu Ende geschaut und war Laufen.
Kolllege: Äh ok. Wo warst du Laufen?

Normalo: Ich war auf der Geburstagsfeier von X, am SA grillen mit A, B, C, ...
Kollege: Oh wie war die Feier? Ich wäre auch gern hingegangen! Sind X und Y wieder zusammen? Wie ist der neue Weber Grill von A? War er die 800€ wert? Bla bla bla 15min lang über Beziehungen, Verwandte und Mainstream Aktivitäten wie Grillen und Fußball.
So much this!

Ich glaube ich habe mich noch nie so sehr in einem Post wiedergefunden, wie in diesem. :good:
Ich bekomme ja schon die Krise, wenn Leute hier im Forum schreiben, sie hätten "nur" an vier Tagen in der Woche etwas mit Freunden gemacht, das sei nicht so viel... Manchmal wünschte ich mir, ich wäre ein Duracellhase. :lol:
"I never asked for this."

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von LonesomeCoder » Dienstag 23. Juli 2019, 19:07

inVinoVeritas hat geschrieben:
Dienstag 23. Juli 2019, 10:07
Es gibt mit Sicherheit auch so einige Frauen, die ihr Wochenende gerne ebenso ruhig verbringen wie du, du musst sie "nur" finden...
Viele Menschen lernen ihren Partner über ihr indirektes soziales Umfeld kennen, wo die meisten Aktivitäten nun mal leider an den Wochenenden stattfinden, insofern müssstest du dir dann andere "Biotope" suchen, wo du eventuell der passenden Frau - z.B. bei Pflichtveranstaltungen im Alltag - begegnen könntest. Ansonsten bleibt nur noch Onlinedating übrig.
Leute mit Berufen und Hobbys ohne viel Menschenkontakt zu finden ist nicht einfach. Und nicht alle diese machen Online-Dating. Da gibts auch einen Zusammenhang: die Person, die sich gern alleine daheim beschäftigt, wird in der Regel eher selten Hobbys haben, die sich für coole Hintergründe eignen und einer Liste viel Ansehen bringen. Die negativen Erfahrungen online deswegen können dafür sorgen, dass jemand das nicht macht bzw. wieder aufgibt.
inVinoVeritas hat geschrieben:
Dienstag 23. Juli 2019, 10:25
Ich bin mir sehr sicher, dass viele hier die Nachteile nicht negieren und ich persönlich bin mir sogar sehr sicher, dass Nerd-Hobbys (ohne Frauenanteil) kombiniert mit sozialer Isoliertheit die Chancen eine Frau zu finden extremst reduzieren (unabhängig von deiner Optik) und würde das nie bestreiten.
Ich denke aber dass dein Eindruck, dass du wenig Verständnis erhälst, einen Grund hat: du nimmst häufig die Extrem-Ausprägung deiner eigenen maximal ungünstigen Attribute als Grundlage für Allgemein-Aussagen, die sich sehr deprimierend lesen. Deine Aussagen/Erklärungen mögen auf den Großteil aller Menschen zutreffen, die in einer mit dir vergleichbaren Lage sind (was dennoch eine Minderheit ist), bei dir klingt es aber häufig so als wäre ein Großteil der Männer derart chancenlos. Somit - ist nur ein Erklärungsversuch von mir - generierst du dann all den kontinuierlichen Widerspruch...
Aufgrund meiner umfangreichen Beschreibungen sollte jeder selber feststellen können inwieweit meine Erfahrungen auf ihn übertragbar sind oder nicht.
TheHoff hat geschrieben:
Dienstag 23. Juli 2019, 15:15
Reinhard hat geschrieben:
Dienstag 23. Juli 2019, 14:05
TheHoff hat geschrieben:
Dienstag 23. Juli 2019, 09:10
Meine Kollegen sind verheiratet und wenn wir in der Pause zusammensitzen, geht es hauptsächlich um Videospiele. Stell das also nicht so als Außergewöhnliches hin und dass alle anderen Männer ja nur Fußball und Autos im Kopf haben.
Typisches Missverständnis.

Ein Introvertierter spielt sein Videospiel, freut sich, es ist für ihn wichtige Alleinezeit. Er kann sich auch ohne Anlass an bestimmte Spielsituationen zurückerinnern und sich daran erfreuen, wie er das geschafft hat.

Ein Extravertierter spielt sein Videospiel, freut sich, erzählt später auf seiner Arbeit seinen Kollegen, was er alles gemacht hat, wie weit er gekommen ist, was ihm besonders schwer gefallen ist, hört sich die Meinung der anderen Kollegen an, was die davon halten; und lässt sich erzählen, was die anderen so spielen und welches Spiel er selbst vielleicht mal kaufen könnte und was so angesagt ist an Spielen und was so drumherum ist so an Hardware beispielsweise.


Der Introvertierte denkt, mit seinem Einzelgängerhobby ist er schlecht integriert, insbesondere wenn er Singleplayer spielt.

Der Extrovertierte denkt noch nicht mal, dass Videospielen ein Einzelgängerhobby sein könnte, weil er ja dauernd darüber mit seinen Kollegen eine Bindung aufbaut.
Interessante These - es ist nur so, dass ich eben auch introvertiert bin.
Introvertiertheit ist hat keine binäre Ausprägung, sondern kommt in vielen verschiedenen harten Ausprägungen daher. Du hattest dann halt Glück und nur wenig davon abbekommen.
Warnung vor Pickup: https://www.abtreff.de/viewtopic.php?p=1062199#p1062199
Wissenschaftliches Standardwerk über (männliches) AB-tum: https://www.springer.com/de/book/9783658059231
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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von TheHoff » Dienstag 23. Juli 2019, 19:12

LonesomeCoder hat geschrieben:
Dienstag 23. Juli 2019, 19:07
Introvertiertheit ist hat keine binäre Ausprägung, sondern kommt in vielen verschiedenen harten Ausprägungen daher. Du hattest dann halt Glück und nur wenig davon abbekommen.
Richtig, bei jedem ist es etwas anders. Ich glaube aber, dass da andere Eigenschaften eine größere Rolle spielen. Es gibt sehr viele Introvertierte. Die wenigsten sind AB oder haben soziale Probleme in diesen Ausmaßen.

Später mehr.

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von Reinhard » Dienstag 23. Juli 2019, 20:11

TheHoff hat geschrieben:
Dienstag 23. Juli 2019, 15:15
Reinhard hat geschrieben:
Dienstag 23. Juli 2019, 14:05
Typisches Missverständnis.

Ein Introvertierter spielt sein Videospiel, freut sich, es ist für ihn wichtige Alleinezeit. Er kann sich auch ohne Anlass an bestimmte Spielsituationen zurückerinnern und sich daran erfreuen, wie er das geschafft hat.

Ein Extravertierter spielt sein Videospiel, freut sich, erzählt später auf seiner Arbeit seinen Kollegen, was er alles gemacht hat, wie weit er gekommen ist, was ihm besonders schwer gefallen ist, hört sich die Meinung der anderen Kollegen an, was die davon halten; und lässt sich erzählen, was die anderen so spielen und welches Spiel er selbst vielleicht mal kaufen könnte und was so angesagt ist an Spielen und was so drumherum ist so an Hardware beispielsweise.


Der Introvertierte denkt, mit seinem Einzelgängerhobby ist er schlecht integriert, insbesondere wenn er Singleplayer spielt.

Der Extrovertierte denkt noch nicht mal, dass Videospielen ein Einzelgängerhobby sein könnte, weil er ja dauernd darüber mit seinen Kollegen eine Bindung aufbaut.
Interessante These - es ist nur so, dass ich eben auch introvertiert bin.
Das war ja kein Widerspruch. Auch Introvertierte bauen Verbindungen zu Menschen auf, und tendenziell eher über ihre Interessen (anstatt über "in der Gruppe halt mitgemacht"). Dann ist es für sie der Idealfall, wenn sich so eine Gruppe Videospielinteressierter bildet. Aber der Normalfall ist das halt nicht, dass der Introvertierte mit seinen Interessen hausieren geht, ob in seinem Umfeld andere die gleichen Interessen haben. Dann kommt es nicht zu so einer Gruppenbildung, was den Intro aber nicht mal so stört, dann macht er halt alleine weiter.
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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von alex321 » Mittwoch 24. Juli 2019, 20:50

inVinoVeritas hat geschrieben:
Dienstag 23. Juli 2019, 10:07
alex321 hat geschrieben:
Montag 22. Juli 2019, 23:51
Für mich persönlich ist das eigentlich auch kein Problem, aber eine Freundin werde ich so nie finden.
Es gibt mit Sicherheit auch so einige Frauen, die ihr Wochenende gerne ebenso ruhig verbringen wie du, du musst sie "nur" finden...
Viele Menschen lernen ihren Partner über ihr indirektes soziales Umfeld kennen, wo die meisten Aktivitäten nun mal leider an den Wochenenden stattfinden, insofern müssstest du dir dann andere "Biotope" suchen, wo du eventuell der passenden Frau - z.B. bei Pflichtveranstaltungen im Alltag - begegnen könntest. Ansonsten bleibt nur noch Onlinedating übrig.
Ich liebe ja solche Wochenenden, wie du sie gerade mit etwas abschätzigem Ton skizziert hast: Fr. Abend mit Freunden was trinken gehen, Sa. Mittag bei den Eltern vorbeischauen, Nachmittags ins Gym, Abends wieder mit Freunden treffen, evtl. auch kombiniert mit Feiern gehen, So. ausschlafen und dann an den See, Grillen, Brunchen, Cafè-Besuch, Altstadtbummel oder auch einfach nur mal den ganzen Tag Gammeln und zocken/Serien gucken. :o
Für mich hört sich das nach Stress an und ich musste jetzt mal wirklich nachdenken warum, denn ruhig, im Sinne von keine Aktivitäten, ist mein Wochenende nicht. Ich mache eigentlich viel. Wenn ich so nachdeke was ich alles am Wochende alles machen will ... einkaufen, die Artikel der letzten Schwerpunktausgabe der Zeitung lesen, Fachzeitschrift X lesen, Film Y schauen, Serie Z zu Ende schauen, endlich wieder die Gymnasikübungen zur Stärkung des Rückens, Laufen, beim Match im Onlinespiel A am SA Abend dabei sein, das neue Event in Onlinespiel B ausprobieren, das Mapping Tutorial duchmachen, 3D Modelling lernen damit ich mir Props endlich selber machen kann, die anstehenden Arbeiten im Haushalt, endlich mal wieder ein klassisches Buch lesen, ... und am SO Abend ärgere ich mich immer dass ich nicht alles geschafft habe was ich mir vorgenommen habe. Anders gesagt: Ich stopfe meine Freizeit komplett mit nicht-sozialen Aktivitäten voll. Wenn da jetzt jemand daherkommt und irgendeine soziale Aktivität vorschlägt, hab ich keine Zeit dafür. Ich müsste auf etwas anderes verzichten und mir die Zeit nehmen. Die Motivation dafür ist aber meistens gering weil ich wie gesagt ein introvertierter Mensch bin und soziale Kontakte oft als anstrengend empfinde.

Warum ich meine Freizeit mit nicht-sozialen Aktivitäten vollstopfe? Gute Frage. Höchstwahrscheinlich weil ich es seit meiner frühen Kindheit so gewohnt bin. Ich bin in einem Kaff aufgewachsen wo es ganz einfach keine gleichaltrigen Kinder zum spielen gab und die Eltern waren auch nie da, d.h. ich musste mich alleine beschäftigen. Später, in der Schule, war ich Außenseiter und hatte wenige Freunde, zeitweise wurde ich auch gemobbt, d.h. auch während der Schule verbrachte ich meine Freizeit meistens alleine. Dann kam das Breitband-Internet mit schier unendlich viel Unterhaltungsmaterial und hat dafür gesorgt dass mir praktisch nie mehr langweilig war. Das Resultat dieser Biographie ist dass ich außerhalb von Schule, Uni und Beruf kaum soziale Kontakte habe.
inVinoVeritas hat geschrieben:
Dienstag 23. Juli 2019, 10:07

Ohne diese sozialen Wochenend-Aktivitäten beliefe sich die Anzahl meiner Dates oder gar erotischen Begegnungen mit Frauen, die ich außerhalb von Online-Dating generiert hätte, auf exakt Null.
Das ist auch bei mir so und deshalb schrieb ich ürsprünglich ja das ich meine starke Introversion als zunehmendes Problem ansehe. Ich muss Interesse an sozialen Aktivitäten entwickeln ... Parties werde ich wohl nie toll finden, aber mit ruhigeren Aktivitäten wie gemeinsames Grillen oder einen Ausflug kann ich mich schon anfreunden. Nur muss ich dafür erstmal runterschalten: Lernen, dass ich nicht das und das und das noch machen muss, sondern einfach mal die Gesellschaft von anderen Menschen genießen.

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von Onkel ABobert » Mittwoch 24. Juli 2019, 22:55

alex321 hat geschrieben:
Mittwoch 24. Juli 2019, 20:50
Für mich hört sich das nach Stress an und ich musste jetzt mal wirklich nachdenken warum, denn ruhig, im Sinne von keine Aktivitäten, ist mein Wochenende nicht. Ich mache eigentlich viel. Wenn ich so nachdeke was ich alles am Wochende alles machen will ... einkaufen, die Artikel der letzten Schwerpunktausgabe der Zeitung lesen, Fachzeitschrift X lesen, Film Y schauen, Serie Z zu Ende schauen, endlich wieder die Gymnasikübungen zur Stärkung des Rückens, Laufen, beim Match im Onlinespiel A am SA Abend dabei sein, das neue Event in Onlinespiel B ausprobieren, das Mapping Tutorial duchmachen, 3D Modelling lernen damit ich mir Props endlich selber machen kann, die anstehenden Arbeiten im Haushalt, endlich mal wieder ein klassisches Buch lesen, ... und am SO Abend ärgere ich mich immer dass ich nicht alles geschafft habe was ich mir vorgenommen habe. Anders gesagt: Ich stopfe meine Freizeit komplett mit nicht-sozialen Aktivitäten voll. Wenn da jetzt jemand daherkommt und irgendeine soziale Aktivität vorschlägt, hab ich keine Zeit dafür. Ich müsste auf etwas anderes verzichten und mir die Zeit nehmen. Die Motivation dafür ist aber meistens gering weil ich wie gesagt ein introvertierter Mensch bin und soziale Kontakte oft als anstrengend empfinde.
Genau so ist es bei mir auch, nur meine Aktivitäten sind andere. Und auch bei mir war es "schon immer" so.
Als Kind bin ich in meiner Freizeit entweder mit meiner Mutter zum Einkaufen gegangen oder ich habe mich alleine beschäftigt. Als Kind habe ich Comics geliebt, gesammelt und teilweise wohl hundert Mal gelesen, denn ich kenne heute noch vieles aus meiner (noch vorhandenen) Sammlung fast auswendig, obwohl ich die Comics in den letzten 30 Jahren nur noch gelegentlich in die Hand genommen habe.
Oder ich habe mit Legosteinen oder Playmobil gespielt und mir was gebaut. Später kam Hören und Sammeln von Musik dazu, Initialzündung war ein zum 12. Geburtstag geschenkter Radiorekorder, mit dem ich ab diesem Zeitpunkt Hunderte von Musikkassetten aufnahm.

Auch mit dem Wandern habe ich früh begonnen, als Kind mit etwa 6-7 Jahren ging es los, mit der Mutter und unserem Hund. Die meisten hassen dann als Jugendlicher das Wandern und fangen allerhöchstens im Erwachsenenalter wieder damit an - ich habe nie damit aufgehört.

Da hat sich in den letzten 40 Jahren nicht so viel bei mir geändert. Statt Comics sammle ich nun Filme, eine riesige Musiksammlung habe ich inzwischen auch und meine hauptsächliche Freizeitaktivität ist das Wandern oder zumindest Spazierengehen mit meinem Hund. Freunde und Bekannte kommen da selten vor - nicht weil ich keine habe (ok, ich habe nicht viele, aber zumindest zwei sehr gute Freunde und etwa 4-5 Arbeitskollegen, mit denen ich lockeren Umgang pflege) - sagen wir so: wenn ich wollte, könnte ich auch fast jedes Wochenende irgendwas mit meinen Freunden bzw. Bekannten unternehmen. Will ich aber nicht. Jedenfalls nicht oft.
Es grüßt euch

Onkel ABobert

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