Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von Dr. House » Donnerstag 18. April 2019, 06:25

LarryHovis hat geschrieben:
Donnerstag 18. April 2019, 00:23

Ich will gar nicht behaupten, dass man verhindern kann ausgegrenzt zu werden, aber man kann entscheiden wie man damit umgeht. Man wird nicht von allen ausgegrenzt. Das gibt es nicht. Wenn das der Fall ist, ist man uninteressant und man wird nicht wahrgenommen. Das ist etwas anderes als Ablehnung. Es hilft vielleicht schon Hallo zu sagen, damit man wahrgenommen wird. Manche Leute wollen mit dir nichts zu tun haben und mit manchen Leuten willst du nichts zu tun haben. Das ist in Ordnung. Es gibt auch andere Leute. Manchen Leuten würde ich vorwerfen wollen, dass sie zwar mit niemanden etwas zu tun haben wollen, aber trotzdem darüber jammern, dass diesem Wunsch entsprochen wird. Das hat auch nichts mit Ausgrenzung zu tun, sondern ist eher Rücksichtnahme. Wir sind nicht mehr in der Schule, wo wir von einer kleinen Anzahl von Mitschülern abhängen. Wenn Schüler über Mobbing klagen, kann ich das annehmen. Erwachsene Menschen können sich mit anderen Menschen umgeben, die sie respektieren. Wer erwachsen ist und sagt er wird gemobbt oder überall ausgeschlossen und findet keine Freunde, hat selber Schuld. Nicht von der ersten Ablehnung darauf schließen, dass alle Menschen gleich reagieren und zu dem stehen, was einem wichtig ist. Erst mal davon ausgehen, dass man gemocht wird, wie man ist. Das macht es für andere leichter einen zu mögen.
Ich versichere dir, man kann von allen ausgegrenzt werden. Der absolute Außenseiter. Ich hab die schei**e jahrelang durchgemacht. Und ich meine wirklich absolut. Aber was rede ich da? Es darf nicht sein, was nicht sein kann. Dann ist man halt zu „uninteressant“. Wie kann ein Mensch uninteressant sein?
Ich war einst glücklich, wenn auch nur im Traum.
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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von Nonkonformist » Donnerstag 18. April 2019, 07:52

LarryHovis hat geschrieben:
Donnerstag 18. April 2019, 00:23
Ich will gar nicht behaupten, dass man verhindern kann ausgegrenzt zu werden, aber man kann entscheiden wie man damit umgeht. Man wird nicht von allen ausgegrenzt. Das gibt es nicht. Wenn das der Fall ist, ist man uninteressant und man wird nicht wahrgenommen. Das ist etwas anderes als Ablehnung. Es hilft vielleicht schon Hallo zu sagen, damit man wahrgenommen wird. Manche Leute wollen mit dir nichts zu tun haben und mit manchen Leuten willst du nichts zu tun haben. Das ist in Ordnung. Es gibt auch andere Leute. Manchen Leuten würde ich vorwerfen wollen, dass sie zwar mit niemanden etwas zu tun haben wollen, aber trotzdem darüber jammern, dass diesem Wunsch entsprochen wird. Das hat auch nichts mit Ausgrenzung zu tun, sondern ist eher Rücksichtnahme. Wir sind nicht mehr in der Schule, wo wir von einer kleinen Anzahl von Mitschülern abhängen. Wenn Schüler über Mobbing klagen, kann ich das annehmen. Erwachsene Menschen können sich mit anderen Menschen umgeben, die sie respektieren. Wer erwachsen ist und sagt er wird gemobbt oder überall ausgeschlossen und findet keine Freunde, hat selber Schuld. Nicht von der ersten Ablehnung darauf schließen, dass alle Menschen gleich reagieren und zu dem stehen, was einem wichtig ist. Erst mal davon ausgehen, dass man gemocht wird, wie man ist. Das macht es für andere leichter einen zu mögen.
Ich habe das gefühl das du aber selbst ständig angst hast was anderen von dich denken, dich dauerhaft hinter vorwände versteckst und masken trägt so das anderen gar nicht mitbekommen was du denkst oder willst, und das du einen riesen angst dafür hast an zu ecken. Gegenüber Kristin spielst du dauerhaft eine roille und du versuchst deine absichte und bedürfnisse zu vertuschen.
Wer aneckt wird nämlich selten akzeptiert, und wer zu viel auffält, ist einen bedrohung für die alphas, ein der gerne beseitigt werden soll. Akzeptiert werden die führenden alphas und die ziemlich identitätslosen mitläufenden betas, die aussenseitter pfeiffen auf diese hierarchie und sind deswegen eine bedrohung für diese soziale strukturen. Alphas sind auch selten original, und meist nur gut in sozial akzeptierten sachen, wie sport, und meist auch nur gefangenen der rolle die sie spielen müßen um alpha zu bleiben. Wer sehr aneckt und in der gruppe bleibt, wird zum alpha mutieren müssen und der existierende alpha vertreiben, wann er nicht als dissident zum schweigen gebracht werden will, oder diesen sozialkreis verlassen und sich ein neues suchen, falls vorhanden. Die meisten aussenseiter haben keine alpha-qualitäten, auch keinerlei interesse drann zum gruppenführer zu werden, und so einige werden zum lone wolves. Ein aussenseiter der in der gruppe blelben will hat wenig andere wahl als ziemlich unsichtbahr zu werden um nicht auf zu fallen und an zu ecken, und nicht als bedrohung wahrgenommen zu werden. Was ich so aus andere threads gelesen habe, ist das so eher deine lösung. Du sagst menschen zu bevorzügen die anecken, aber selber hast du einen riesenangst dafür an zu ecken, und versteckst du wer du bist, aus angst ausgegrenzt zu werden. In der disko hast du nur der rolle eines machers gespielt weil du 'cool' sein wolltest, und warst du volkommen unauthentisch - du hast dich nicht mal getraut mit Kristin zu tanzen. Was du machst scheint so ziemlich motiviert zu sein aus der angst was anderen von dir denken könnten. Deine ganze anbahnung mit Kristin war für dich hauptsächlich ein versteckspiel.

Mobbing findet auch in erwachsenenalter statt, in der arbeit, unter nachbarn, in der dorfsgemeinschaft, auf nationale ebene, und kann da selbst umwandeln in ausgrenzung, diskriminierung, rassismus und im schlimmstfall genozid. Der mensch ist nun mal eine ziemlich mislungene soziale spezies. Ich suche mir tatsächlich menschen aus die zu mir passen, aber davon gibt es nicht sehr viele. Und man hat auch nicht immer der wahl mit wem man umgeht.
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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von LarryHovis » Donnerstag 18. April 2019, 08:26

Brax hat geschrieben:
Donnerstag 18. April 2019, 00:56
LarryHovis hat geschrieben:
Donnerstag 18. April 2019, 00:23
Wenn Schüler über Mobbing klagen, kann ich das annehmen. Erwachsene Menschen können sich mit anderen Menschen umgeben, die sie respektieren. Wer erwachsen ist und sagt er wird gemobbt oder überall ausgeschlossen und findet keine Freunde, hat selber Schuld.
Das ist jetzt aber hart, sowas zu sagen. Auch von Arbeitskollegen kann man gemobbt werden und sich mal schnell eben mit neuen Arbeitskollegen zu umgeben ist meist nicht so einfach.
Ja, das nehme ich an. Überall wo man sich nicht aussuchen kann mit wem man sich umgibt, kann es Mobbing geben. Trotzdem denke ich, dass Erwachsene es viel leichter haben sich einen Ausgleich zu suchen. Im Job ist es unter Umständen sogar besser Mitläufer zu sein. Ja, ich merke selber, dass für manche schwer ist, woanders Menschen kennenzulernen und ich zu schwarz-weiß die Sache beschrieben habe.

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von LarryHovis » Donnerstag 18. April 2019, 08:31

Dr. House hat geschrieben:
Donnerstag 18. April 2019, 06:25
Ich versichere dir, man kann von allen ausgegrenzt werden. Der absolute Außenseiter. Ich hab die schei**e jahrelang durchgemacht. Und ich meine wirklich absolut. Aber was rede ich da? Es darf nicht sein, was nicht sein kann. Dann ist man halt zu „uninteressant“. Wie kann ein Mensch uninteressant sein?
Ich wollte keinen abwerten. Tut mir leid, wenn ich dich verletzt habe.

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von LarryHovis » Donnerstag 18. April 2019, 08:51

Nonkonformist hat geschrieben:
Donnerstag 18. April 2019, 07:52
Ich habe das gefühl das du aber selbst ständig angst hast was anderen von dich denken, dich dauerhaft hinter vorwände versteckst und masken trägt so das anderen gar nicht mitbekommen was du denkst oder willst, und das du einen riesen angst dafür hast an zu ecken.
Ja, aber in Barcelona war ich ich selber und es hat funktioniert. Gut, wenn man streng ist, habe ich vielleicht auch da eine Maske benutzt. Aber es war im Einklang mit meinen Bedürfnissen. Ich war in Barcelona glücklich so weit ich das beurteilen kann. Michael stellt das auch immer in Frage und viele andere auch und das scheint an meinem Äußeren zu liegen. Ich frage mich trotzdem wie andere sich das Recht herausnehmen können zu beurteilen, ob ich mit der Situation glücklich bin. Das gute an der Sache ist, wenn ich glücklich bin, interessiert mich das weniger oder gar nicht.

Darum sage ich, dass es auch eine Entscheidung ist. Ich kann mich doch entscheiden, ob ich mich bemühe glücklich zu sein und damit einen größeren Puffer habe als andere mit Enttäuschungen fertig zu werden. Ich weiß es gibt auch Situationen wo es sehr schwierig ist. Man kann sich ein einen Teufelskreis befinden von zu viel Enttäuschungen und dadurch zu wenig Kraft mit Enttäuschungen umzugehen. Aber man kann trotzdem zumindest es andersherum sehen, selbst wenn es aktuell anders ist. Man muss nur sein Leben verändern, damit mehr schöne Sachen passieren und man glücklicher wird und dann kann man besser mit den Enttäuschungen umgehen und dann erlebt man noch mehr schönes und es wird mit dem gleichen Automatismus immer besser. Weil man Enttäuschungen weniger Kraft einräumt. Man versucht sich über den Sonnenschein oder ein Vogelzwitschern zu freuen und wenn dann jemand einen blöd kommt kann man es abschütteln, weil es keine Relevanz hat. Die Sonne wird trotzdem wieder scheinen und man wird auch nochmal einen Vogel zwitschern hören. Am besten ist das schöne Lied im Radio. Man kann es sich als mp3 machen und immer wieder auf repeat drücken.

Tut mir leid, ich will mir jetzt meine gute Laune trotzdem nicht verderben lassen, auch wenn ich einsehe, dass ich nicht objektiv geschrieben habe und man alles relativieren kann. Das muss man trotzdem auch wollen und wollen ist doch eine Entscheidung.

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von Nonkonformist » Donnerstag 18. April 2019, 09:06

Ich habe auch mal masken getragen.
Das hat mich nur unglücklich gemacht.
Desto weniger, desto besser.

Also meide ich gruppen die mich nicht nehmen, so wie ich bin.
Und das ist es, was aussenseiter ausmacht.
Sie entscheiden sich dafür, den gruppenzwang zu entkommen.
Ganz freiwliig.
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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von LonesomeCoder » Donnerstag 18. April 2019, 12:10

LarryHovis hat geschrieben:
Mittwoch 17. April 2019, 20:37
Meine Erfahrung oder Wahrnehmung ist, dass die Beliebten aus der Reihe tanzen.
Aus der Reihe tanzen kann man auf eine positive oder negative Art und Weise. Auf positive Weise bringt es Beliebtheit, auf negative macht man sich unbeliebt.
Wobei positiv und negativ je nach Umfeld anders ist. In manchen Kreisen gelten etwa eigentlich negative Dinge wie Alkoholmissbrauch oder Straftaten als Statussymbole.
Warnung vor Pickup: https://www.abtreff.de/viewtopic.php?p=1062199#p1062199
Wissenschaftliches Standardwerk über (männliches) AB-tum: https://www.springer.com/de/book/9783658059231
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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von HypnoseKroete » Donnerstag 18. April 2019, 13:34

Ja würde schon sagen das ich so manche Probleme habe.
Einen Freund/Kumpel hatte ich zuletzt vor über 20 Jahren, wenn ich alleine bin fange ich manchmal einfach an zu flennen, in die Stadt gehe ich vielleicht noch 1-2 im Jahr und bin froh wenn ich da wieder raus bin.
Abgesehen von den Leuten auf der Arbeit kenne ich niemanden.

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von Reinhard » Donnerstag 18. April 2019, 21:00

Nonkonformist hat geschrieben:
Mittwoch 17. April 2019, 22:56
Seit wann sind Hipster nonkonformisten?
Jede subkultur ist per definition konformistisch....
Nur zur Klarstellung: die Zuschreibung von Hipster als Nonkonformisten stammt nicht von mir.
Mag ja sein, dass jeder seines Glückes Schmied ist.

Aber dabei sollte nicht vergessen werden, dass manche von Haus aus eine komplette Werkstatt mitbekommen, und andere nur einen Hammer und nicht mal einen Amboss.

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von Nonkonformist » Donnerstag 18. April 2019, 21:17

Reinhard hat geschrieben:
Donnerstag 18. April 2019, 21:00
Nonkonformist hat geschrieben:
Mittwoch 17. April 2019, 22:56
Seit wann sind Hipster nonkonformisten?
Jede subkultur ist per definition konformistisch....
Nur zur Klarstellung: die Zuschreibung von Hipster als Nonkonformisten stammt nicht von mir.
Gepostet hast du es trotzdem.

Zur erlauterung: Ein nonkonformist ist kein rebell und gehört auch keine gruppen an. Er hat aus das angebot aller kulturen auf diesen erde freien auswahl was ihm gefällt und was nicht. Avantgardistisch oder kleinbürgerlich; originell oder kllischee; egal, es müß nur seinen persönlichen geschmack entsprechen. Das, worauf nonkonformisten verzichten, ist ein totalpakket. Eine gruppe der für ihm entscheidet was zu denken und was zu mögen. Auch anderen nonkonformisten folgt er nicht.

Hipsters sind davon weit entfernt. Die konformieren sich auch nur an einander.
Zuletzt geändert von Nonkonformist am Donnerstag 18. April 2019, 21:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von Reinhard » Donnerstag 18. April 2019, 21:35

Nonkonformist hat geschrieben:
Donnerstag 18. April 2019, 21:17
Hipsters sind davon weit entfernt. Die konformieren sich auch nur an einander.

Nein, gerade nicht. Behauptet zumindest die Forschung, die am Ursprung des Vorfalls stand
Link (englisch):
https://www.technologyreview.com/s/6130 ... -the-same/
bzw.
https://arxiv.org/abs/1410.8001


Inwieweit das Modell auf real anzutreffende Hipster zutrifft, will ich hier gar nicht beurteilen. Wobei das Verhalten vielleicht daraus entsteht, dass sie als Anti-konformisten modelliert wurden, und nicht als Non-konformisten (denen es im Wesentlichen egal ist, was gerade in ist).
Mag ja sein, dass jeder seines Glückes Schmied ist.

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von Nonkonformist » Donnerstag 18. April 2019, 21:49

Reinhard hat geschrieben:
Donnerstag 18. April 2019, 21:35
Inwieweit das Modell auf real anzutreffende Hipster zutrifft, will ich hier gar nicht beurteilen. Wobei das Verhalten vielleicht daraus entsteht, dass sie als Anti-konformisten modelliert wurden, und nicht als Non-konformisten (denen es im Wesentlichen egal ist, was gerade in ist).
Tut mir leit aber du hast sie als Nonkonformisten qualifiziert.:
Reinhard hat geschrieben:
Mittwoch 17. April 2019, 22:48
Und dann war da noch vor Kurzem der Vorfall mit dem Artikel über doch irgendwie so konforme und damit gleich aussehende Nonkonformisten, dass sie sogar so gleich aussehen, dass sich einer fälschlicherweise darüber beschwert hat, warum man denn sein Foto genommen hat ... witzig ...
Das Hipsters anti-mainstream sind wird ich nicht bestreiten.
Aber Nonkonformisten sind nicht zwangshaft anti-mainstream.
Nur den eigenen geschmack zählt, nicht was anderen davon halten, oder wo es her kommt..

Ich wolte nur rechtstellen das man Hipster und Nonkonformisten nicht gleichstellen kann.
Hast du jetzt aber selbst auch bereits zugegeben....
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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von Maverick » Donnerstag 18. April 2019, 22:53

Talbot hat geschrieben:
Mittwoch 17. April 2019, 07:54
Kann mir sehr gut vorstellen, dass dies bei vielen ABs ein sehr zentrales Problem ist.
Bei mir war es auf jeden Fall der stärkste Grund warum ich überhaupt entsprechende Probleme hatte.
Wirklich Außenseiter war ich nie, aber da war trotz sozialen Kontakten immer eine gewisse Distanz zu anderen. Ich war zwar vergleichsweise oft unterwegs in sozialen Kreisen, aber immer irgendwie mehr als Zuschauer als als wirklicher Teilnehmer.
War halt auch immer sehr zurückhaltend und übervorsichtig dabei und habe mich dabei selten bis nie getraut mal was zu sagen aus Angst anzuecken.
Das kann ich mit Ausnahme der Übervorsichtigkeit und der Angst anzuecken, unterschreiben. Ich wahre auch immer eine Distanz. Die Leute schätzen an mir, dass ich oft gute und neutrale Ratschläge gebe, ohne wertend zu sein.

Bei mir ist das Problem einfach, dass ich mit belanglosen Gesprächsrunden, wo über Königshäuser, Fußball, Schuhe, Wetter - also über belanglose Dinge gesprochen wird, nicht viel anfangen kann. Gegen ein bisschen Smalltalk habe ich nichts, aber mich interessieren halt überwiegend Themen wie Politik, Gesellschaft usw. Sonst langweile ich mich und wirke wahrscheinlich auch desinteressiert. Leider interessiere ich mich halt für Themen, für die sich die Mehrheit meiner Generation nicht interessiert.

Grundsätzlich kann ich sagen, dass ich zwar respektiert und häufig auch geschätzt werde, richtige Freundschaften entwickeln sich aber sehr selten.

Auf der Arbeit ist das aber anders. Hier interessiere ich mich für die meisten Themen.
Aus dieser Position heraus stelle ich aber mal die Behauptung auf, dass eigentlich die Gesellschaft krank ist, dass sie es ist, die ein "soziales Problem" hat; und die Außenseiterposition zumindest ermöglicht, seine (geistige) Gesundheit zu bewahren. :kopfstand:
Ich finde dieser Post von Reinhard ist gut :-D

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von Siegfried » Freitag 19. April 2019, 09:11

Gatem hat geschrieben:
Mittwoch 17. April 2019, 19:27
LarryHovis hat geschrieben:
Mittwoch 17. April 2019, 16:39
Ich glaube Außenseiter sind Mitläufer.
Ich habe noch nicht erlebt, dass selbstbewusste Menschen allein sind. Es sind immer die 0815 Mitläufer, die allein sind.
Du scheinst eine andere Vorstellung von „Mitläufer“ zu haben als ich. Bei „Mitläufer“ steckt die soziale Zugehörigkeit doch schon im Wort drin. Während ein „gegen den Strom schwimmen“ doch viel eher dazu führt anzuecken und somit sozial isoliert zu werden.
Geht es hier um den "Mitläufer" der nur mit dem gesellschaftlichen Strom schwimmt und/oder sich einem/dem Mainstream anpasst und wo nichts schlimmes dran ist oder um den "Mitläufer" der nur das 5te Rad am Wagen ist, den aber eigentlich keiner braucht. Klassischer Fall von in einer geselligen Runde nur still dabei sitzen wo es dann gar nicht auffallen würde wenn man nicht da wäre da die ganzen extrovertierten in der Runde das Reden übernehmen. Dann gibt es ja noch den "Mitläufer" der sich immer nur der Meinung anderer anschließt und nie selbst als "Macher" Entscheidungen trifft.

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von LonesomeCoder » Freitag 19. April 2019, 11:40

Maverick hat geschrieben:
Donnerstag 18. April 2019, 22:53
Bei mir ist das Problem einfach, dass ich mit belanglosen Gesprächsrunden, wo über Königshäuser, Fußball, Schuhe, Wetter - also über belanglose Dinge gesprochen wird, nicht viel anfangen kann. Gegen ein bisschen Smalltalk habe ich nichts, aber mich interessieren halt überwiegend Themen wie Politik, Gesellschaft usw. Sonst langweile ich mich und wirke wahrscheinlich auch desinteressiert. Leider interessiere ich mich halt für Themen, für die sich die Mehrheit meiner Generation nicht interessiert.
Geht mir da nicht anders.
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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von marwie » Freitag 19. April 2019, 12:04

Das Problem vieler Hipster ist, dass sie nonkonformistisch sein wollen, aber es trotzdem sind, weil sie andere Hipster beeindrucken wollen und sich deshalb Hipster konform Verhalten ...

Ich denke viele ABs haben auch abseits der AB Problematik gewisse soziale Schwierigkeiten. Ich habe zwar ein paar wenige Freunde, aber mit informellen Gruppen aka Clique bzw Freundeskreis tue ich mich schwer und so habe ich nur einzelne unabhängige Bekanntschaften.
Neue Bekanntschaften oder gar Freundschaften zu schließen fällt mir auch nicht so leicht, aber das geht wohl vielen so, va ab einem gewissen Alter.

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von Siegfried » Samstag 20. April 2019, 09:37

marwie hat geschrieben:
Freitag 19. April 2019, 12:04
Das Problem vieler Hipster ist, dass sie nonkonformistisch sein wollen, aber es trotzdem sind, weil sie andere Hipster beeindrucken wollen und sich deshalb Hipster konform Verhalten ...
Liegt wohl eher daran das die meisten Menschen total unkreativ sind und am liebsten nur irgendeinem Trend hinterherlaufen wollen. Innerhalb des Hipster-Trends gibt es eben auch einen Mainstream der vorgiebt wie ein Hipster zu sein hat um als Hipster wahrgenommen zu werden... dem passen sich die Hipster eben auch in der Masse an.

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von Gatem » Samstag 20. April 2019, 09:50

Siegfried hat geschrieben:
Samstag 20. April 2019, 09:37
marwie hat geschrieben:
Freitag 19. April 2019, 12:04
Das Problem vieler Hipster ist, dass sie nonkonformistisch sein wollen, aber es trotzdem sind, weil sie andere Hipster beeindrucken wollen und sich deshalb Hipster konform Verhalten ...
Liegt wohl eher daran das die meisten Menschen total unkreativ sind und am liebsten nur irgendeinem Trend hinterherlaufen wollen. Innerhalb des Hipster-Trends gibt es eben auch einen Mainstream der vorgiebt wie ein Hipster zu sein hat um als Hipster wahrgenommen zu werden... dem passen sich die Hipster eben auch in der Masse an.
Ich hab' den Artikel ganz anders verstanden: Es ist ja nicht so, dass diejenigen, die sich absetzen wollen bewusst einem Trend hinterherlaufen oder andere beeindrucken wollen, sondern das Ergebnis der Studie ist doch vielmehr: Die Optionen, die im Leben zur Verfügung stehen sind einfach begrenzt. Wenn nun von zwei Möglichkeiten die Option A der Mainstream ist, dann bleibt allen, die nicht Mainstream sein wollen nur noch Option B.
So führt es also unter dem Strich dazu, dass all diejenigen, die sich dem Mainstream verschließen letztendlich nur noch die gleichen Optionen übrig bleiben und sich somit eine eigene Strömung herausbildet, ohne dass dies tatsächlich irgendwie koordiniert geschehen wäre.
Ich habe es jetzt zum vereinfachten Verständnis auf zwei Alternativen beschränkt, aber auch bei mehreren Möglichkeiten wird das Ergebnis wohl ähnlich ausfallen, da viele andere Alternativen einfach aus diversen Gründen wegfallen dürften.

Wie auch immer: Ich denke wir sollten zum eigentlichen Thread-Thema zurückkehren.

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von Siegfried » Samstag 20. April 2019, 10:48

Erst war die unfreiwillige Partnerlosigkeit da, dann kamen die allgemeinen sozialen Probleme hinzu. Wobei der Prozess in der Kindesphase angefangen und begonnen hat. Ich habe schon früh erlebt von Frauen/Mädchen nur als Luft behandelt zu werden und das die mit mir nichts zu tun haben wollen....das hat die Erkenntnis in mir genährt zu fett und hässlich für Frauen zu sein. Die sozialen Probleme haben erst angefangen größere Ausmaße anzunehmen als nach Ende der Schulzeit sich alles in alle Winde verstreut, die ersten Freundinnen kamen und ich anstatt in Diskos zu gehen lieber zu Hause geblieben bin um zu zocken oder mir Filme anzuschauen. Diesen sozialen Verlust konnte ich nie mehr ansatzweise ausgleichen.... ist eher nur noch schlimmer geworden bis dahin das man überhaupt keine regelmäßigen sozialen Kontakte mehr hat. Das letzte mal das mich jemand besucht hat ist mindestens 5 Jahre her, und davor waren es auch höchstens 1-2 Besuche pro Jahr wenn überhaupt.

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von Pferdedieb » Samstag 20. April 2019, 11:43

Siegfried hat geschrieben:
Samstag 20. April 2019, 10:48
Die sozialen Probleme haben erst angefangen größere Ausmaße anzunehmen als nach Ende der Schulzeit sich alles in alle Winde verstreut, die ersten Freundinnen kamen und ich anstatt in Diskos zu gehen lieber zu Hause geblieben bin um zu zocken oder mir Filme anzuschauen. Diesen sozialen Verlust konnte ich nie mehr ansatzweise ausgleichen.... ist eher nur noch schlimmer geworden bis dahin das man überhaupt keine regelmäßigen sozialen Kontakte mehr hat.
+1

Kann ich sehr gut nachvollziehen.

Ich war in der Schulzeit sowieso Mobbingopfer, also gab es auch keine sozialen Kontakten außerhalb der Schule. Dementsprechend verbrachte ich viel Zeit mit meinen Eltern. Im Studium war es ähnlich. Freitagmittag bin ich fast immer nach Hause gefahren, weil meine Eltern mich ja "sehen" wollten, wenn ich die ganze Woche nicht daheim bin. Und ich habe es bereitwillig mitgemacht. Wenn ich nicht nach Hause gefahren bin, saß ich in der Wohnung und habe für die Uni gelernt. Studentenpartys waren mir fremd - wohl auch weil ich alle Jahre zuvor nie wirkliche soziale Kontakte aufbauen konnte und diese Einstellung ins Studium mitgenommen habe. Also die Einstellung, dass doch eigentlich alles "läuft", so wie es ist.

Die Idee, dass soziale Kontakte extremst wichtig wären, gab es in meiner "Welt" gar nicht. Bis die Erkenntnis kam, war es dann zu spät.
Eine Art "Point of no return." Schüchternheit, Verklemmtheit, Ängstlichkeit haben sich nebenbei entwickelt und stark ausgeprägt.
Heute, mit 32 Jahren, ist da kaum mehr was zu retten.

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