Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von GoldenHeart » Mittwoch 2. Oktober 2019, 13:13

Mhm.....ich finde den Thread hier eigentlich ganz interessant. Hab ja auch schon einiges gepostet.

Soziale Probleme sind natürlich eine Ursache für das AB-tum. Andererseits kann man auch gut integriert sein (z.B. im Beruf, Verein etc.), aber sich trotzdem als Außenseiter empfinden, da man sich mit keinem Menschen wirklich 'verbunden' fühlt.
Also praktisch viele Bekannte / viel Smalltalk, aber keine Tiefe.

Mir persönlich wären z.B. ein sehr guter Freund und eine einfühlsame/treue Partnerin wichtiger als 1000e von oberflächlichen Bekannten bzw. Freunden. Menschen, auf die man sich verlassen kann und mit denen man einen starken Zusammenhalt hat.

Hier liegt eigentlich mein wirkliches Problem, welches mich etwas belastet: Seit Jahren, außer meiner Mutter & Teile der Familie, keine wirklichen Verbündeten / gute Freunde mehr zu haben. Also quasi seit Ende der (Real-)Schulzeit.

Höchstwahrscheinlich würde mich dann die AB-Problematik auch gar nicht so jucken.

Hinzu kommt, dass das AB-tum selbst das soziale Problem noch verstärkt. Da man ja mit einem Partner auch dessen soziales Gefüge kennenlernt bzw. einen Teil (Familie etc.) und sozialer Austausch auf z.B. Feiern, Treffen usw. stattfindet.

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von DaRealOnionhead » Mittwoch 2. Oktober 2019, 17:46

Ich schätze mal, dass bei mir noch einige andere soziale Defizite hinzukommen, die dann dazu führen, dass ich mich bei einer bestimmten Sache im Kreis drehe, viel Hirnwichstum betreibe und mich dann immer wieder selbst sabotiere. :schwarzekatze:
Es sind dann nicht mal unbedingt so Sachen wie Körperkontakt, die mich abschrecken, sondern auch Blickkontakt zu halten oder zu dosieren.
Da schwingt dann latent diese Angst mit, nicht gut genug zu sein.
Dazu habe ich während des Studiums den richtigen Zeitraum verpasst, um relevante Erfahrungen zu sammeln und smartes Netzwerken zu forcieren Nun habe ich kein passendes Rezept, wie ich einem Arbeitgeber meinen Nutzen für ihn darlegen soll, wenn ich denn mal überhaupt eine Einladung bekommen habe. :sadman:
In dem Sinne bin ich noch zusätzlich zum Hardcore AB sowas wie ein "Berufs-Softcore-AB" :specht:
Im Prinzip kommt dann die nicht physisch-geographisch vollzogene Loslösung von der Mutter und ein kaum noch vorhandener, männlicher Einfluss auf mein Denken und Handeln (wenn man das 5-Menschen-mit-denen-man-die-meiste-Zeit-verbringt-Gedöns als Benchmark nimmt).
GoldenHeart hat geschrieben:
Mittwoch 2. Oktober 2019, 13:13
Soziale Probleme sind natürlich eine Ursache für das AB-tum. Andererseits kann man auch gut integriert sein (z.B. im Beruf, Verein etc.), aber sich trotzdem als Außenseiter empfinden, da man sich mit keinem Menschen wirklich 'verbunden' fühlt.
Also praktisch viele Bekannte / viel Smalltalk, aber keine Tiefe.
Das kenne ich auch z.B. beim Sport so. Wobei ich normalerweise eh nicht viel rede...aber in dem Kreis noch weniger. Da gibt's dann bei den Heimspielen seit geraumer Zeit eine Krabbelecke wo die Kleinkinder und ganz Kleinen dann sich austoben, während die Väter und Mütter die Bälle hin und her schlagen. Da sind auch immer mehr Kinder von Leuten in meinem Alter dabei. :roll:
Selbst wenn wir dann mal nach dem Training im Kreis beisammen sitzen, habe ich über den Sport hinaus überhaupt keine Anknüpfungspunkte, um ins Gespräch einzusteigen, wenn es immer über (1) Kinder, (2) Arbeit, (3) Urlaub in überwiegend südländischen Gefilden und (4) Autos/Mobilität geht.
3 und 4 fallen dann zum Mitreden weg, weil 2 nicht vorhanden ist. Was Beziehung/Kinder und Arbeit angeht, hoffe ich dann immer, dass der Kelch an mir vorübergeht oder ich mit meiner passenden Schablonenantwort davonkomme. 8-)
Frauen sind kompliziert... Mabsen aber auch :kopfstand:

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von Egil » Mittwoch 2. Oktober 2019, 20:21

Soziale Probleme? Ich doch nicht! Wo nichts ist (also kein Sozialleben), da kann es doch auch keine Probleme geben, oder?

Scherz beiseite: Ich hatte früher massive Hemmungen. Blick- oder Körperkontakt, insbesondere mit auch nur annähernd potentiell interessanten Frauen, schwierig bis unmöglich. Um nur ja nicht interessiert zu erscheinen, war ich maximal abweisend. Das ging z.B. soweit, dass, wenn mal eine Mutter mit einer Tochter im richtigen Alter bei uns eingekauft hat, ich die Tochter komplett ignoriert und letztlich nur die Mutter bedient habe. Der Sinn von Smalltalk erschloss sich mir nicht, sodass ich manchmal mehr oder weniger Wildfremden, die "Wie geht's?" fragten, eine erschöpfende Schilderung meines gesundheitlichen und emotionalen Zustandes gab, mit Erklärung, warum und wieso es mir gerade so geht, wie es mir geht. Das ist heute zum Glück deutlich besser; ich kann (zumindest in Gesprächen) eigentlich mit jedem einigermaßen angemessenen Blickkontakt halten (auch wenn ich mich heute erst wieder dabei erwischt habe, wie ich in einem Gespräch meinem Gegenüber zwar theoretisch in die Augen geschaut habe, dabei aber selbst die Augen geschlossen hielt ), und beim Smalltalk, selbst wenn ich persönlich eher nicht der Initiator bin, schlage ich mich einigermaßen wacker.

Nur echtes Sozialleben, also Treffen/Unternehmungen mit Freunden, habe ich quasi nicht (sieht man mal von den Beerdigungen irgendwelcher älterer Verwandschaft ab). Das bestand in den letzten Jahren eigentlich nur noch aus Geburtstags-LAN-Party bei einem Freund im März, bei einem anderen im August, und vielleicht noch 1,2 Mal im Jahr mit den beiden ins Kino. Ach, und vor 2 Jahren war 15jähriges Abijubiläum, wo immerhin so etwa der halbe Jahrgang versammelt war (also 14 oder 15 Leute, wir waren nur 30).

Das eigentliche Problem dabei ist nur, dass ich eigentlich damit kein Problem habe. Ich weiß zwar intellektuell, dass ich mittels besserem Sozialleben auch bessere Chancen auf dm Partnermarkt haben dürfte, aber ich habe kaum Interesse daran, irgendetwas mit anderen zu unternehmen (und ich wüsste gar nicht, was, mit wem, und wie ich das initiieren sollte).
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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von Solalala » Mittwoch 2. Oktober 2019, 22:49

GoldenHeart hat geschrieben:
Mittwoch 2. Oktober 2019, 13:13

Hinzu kommt, dass das AB-tum selbst das soziale Problem noch verstärkt. Da man ja mit einem Partner auch dessen soziales Gefüge kennenlernt bzw. einen Teil (Familie etc.) und sozialer Austausch auf z.B. Feiern, Treffen usw. stattfindet.
Jein. Die Freunde des Partners sind m.E. ein bisschen wie Familie. Man kann sie sich nicht aussuchen und man sollte mit ihnen auskommen. Die Verbindung ist halt der Partner, das ist eine andere Verbindung als Freundschaft. Das gute ist, dass man so Leute kennenlernt, die man anders wahrscheinlich nicht kennengelernt hätte. Jedoch taugen sie nur bedingt, mangelnde eigene Kontakte bzw. Freundschaften zu kompensieren, weil es eben doch was anderes ist.

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von AviferAureus » Donnerstag 3. Oktober 2019, 16:41

Seb-X hat geschrieben:
Dienstag 1. Oktober 2019, 13:05
LonesomeCoder hat geschrieben:
Dienstag 1. Oktober 2019, 12:49
Einen Punkt sehe ich aber: hat jemand Angst vor körperlichen Angriffen, dann kann Kampfsport das Selbstbewusstsein steigern.
Kann ich in meinem Fall nicht bestätigen. Was ich eher in frustrierender Weise beim Kampfsport gelernt habe: Ich bin ein unverbesserlicher Kopfmensch, ein ungelassener Grübler. Anstand instinktiv zu reagieren, überlege ich zwanghaft. Zum Beispiel Freikampf: ich igele mich ein, blocke noch höchstens und bin sofort eingeengt. Versuche ich mich zu wehren, vernachlässige ich sofort die Deckung und bekomme prompt einige verpasst...
Doppeldeckung: des unsportlichen ABs bester Freund.
Aber man sparrt ja auch nicht nur gegeneinander, sondern auch miteinander (schließlich dient das Sparren der sportlichen Weiterentwicklung) - und baut neben das Arbeiten am unkooperativen Gegener noch ein wenig Aufgabensparring ein: geht chancenlos in die Offensive, damit der andere Defensive und Konter üben kann oder geht selber in die Doppeldeckung und lässt den anderen arbeiten. (dummerweise habe ich eine Plombe, die gerne rausfliegt, da versuche ich immer aufzupassen, dass ich die Kieferseite gut decke).
Tip: youtubekanal von MMAshredded (wenn noch nicht bekannt): jede Menge, gut erklärter und eigentlich gut umsetzbarer Sparring-Techniken.

Und Sport ist ein wichtiges Mittel der Persönlichkeitsentwicklung - nicht nur der Fitness, sondern auch von mentalen Eigenschaften, wie Durchhaltewillen, Selbstüberwindung, Kampfgeist etc. Außerdem hat man dort auch soziale Kontakte (auch wenn dies nur ein "auch mal unter Menschen kommen" bedeutet).

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von LonesomeCoder » Donnerstag 3. Oktober 2019, 23:05

AviferAureus hat geschrieben:
Donnerstag 3. Oktober 2019, 16:41
Und Sport ist ein wichtiges Mittel der Persönlichkeitsentwicklung - nicht nur der Fitness, sondern auch von mentalen Eigenschaften, wie Durchhaltewillen, Selbstüberwindung, Kampfgeist etc. Außerdem hat man dort auch soziale Kontakte (auch wenn dies nur ein "auch mal unter Menschen kommen" bedeutet).
Nicht für alle, mir und Seb-X schadet er nur. Durchhaltewillen, Kampfgeist, Ausdauer und anderes lernte ich im Studium ganz ohne Sport.
Warnung vor Pickup: https://www.abtreff.de/viewtopic.php?p=1062199#p1062199
Wissenschaftliches Standardwerk über (männliches) AB-tum: https://www.springer.com/de/book/9783658059231
Geschlechtsspezifische Partnerwahl und Sexualitätsmerkmale: https://d-nb.info/1037687477/34

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von Seb-X » Sonntag 6. Oktober 2019, 19:36

AviferAureus hat geschrieben:
Donnerstag 3. Oktober 2019, 16:41
geht chancenlos in die Offensive, damit der andere Defensive und Konter üben kann oder geht selber in die Doppeldeckung und lässt den anderen arbeiten.
Freikampf ist kein Sparring, da gibt es keine Rücksicht.
"Wenn man aus einem protestantischen Land kommt, ist man immer etwas beschämt, wenn man bei der Arbeit nicht gelitten hat." (Lars von Trier)

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von Seb-X » Sonntag 6. Oktober 2019, 19:38

AviferAureus hat geschrieben:
Donnerstag 3. Oktober 2019, 16:41
Und Sport ist ein wichtiges Mittel der Persönlichkeitsentwicklung - nicht nur der Fitness, sondern auch von mentalen Eigenschaften, wie Durchhaltewillen, Selbstüberwindung, Kampfgeist etc. Außerdem hat man dort auch soziale Kontakte (auch wenn dies nur ein "auch mal unter Menschen kommen" bedeutet).
Und wann entwickelt sich dadurch mal meine Persönlichkeit? Bisher hat Sport kein bisschen zur Charakterentwicklung bei mir beigetragen. Und ich mache Sport nicht erst seit gestern.
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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von LonesomeCoder » Montag 7. Oktober 2019, 00:26

Ich habe beim Sport gelernt, dass er eine ideale Bühne für große und starke Leute zum Ausgrenzen der kleinen und schwachen Leute ist.
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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von Nonkonformist » Montag 7. Oktober 2019, 08:28

LonesomeCoder hat geschrieben:
Montag 7. Oktober 2019, 00:26
Ich habe beim Sport gelernt, dass er eine ideale Bühne für große und starke Leute zum Ausgrenzen der kleinen und schwachen Leute ist.
+1

Ich habe die ganzen sportivos da als sehr unsportlich und unvertragsam miterleben dürfen.
I Yam What I Yam & Dats What I Yam - (Popeye the Sailorman.)

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