Frage an alle Ex-AB-Menschen: Was hat konkret geholfen?

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Re: Frage an alle Ex-AB-Menschen: Was hat konkret geholfen?

Beitrag von NBUC » Montag 12. August 2019, 19:58

Cornerback hat geschrieben:
Montag 12. August 2019, 19:43
Ich glaube meistens liegt die Intention nur darin einen dazu zu bringen sich nicht aufzugeben und sich nicht mit seinem Schicksal abzufinden. Es ist doch auch kaum möglich allgemeingültige Empfehlungen zu geben, die jedem nützen und für jeden umsetzbar sind. Man kann hier mMn auch nicht mehr erwarten als Anregungen. Wie man dann mit den Problemen umgeht, welche Lösungsmöglichkeiten man für sich findet und dann ausprobieren will/kann ist einem vom Leben allein überlassen. :?
Das das ein schwieriges Feld ist, wir hier in der Regel keine echten Experten sind und dazu mit dem Forum auch nicht das allergeeignetste Medium dafür haben ist klar.
Mich kotzt aber an, wie sich dann Leute trotzdem als Experten aufspielen, den Leuten saures geben und dann eben doch keine oder gar Tipps mit klar absehbaren negativen Nebenwirkungen raushauen und nebenbei Versuche da kleinteiliger und damit ggf. förderlicher dran zu gehen mit Großmannsprechplatitüden, Hauruckmotivationen etc. plattposten, also nicht mal Mindeststandards erreichen und zusätzlich andere in der Lösungsfindung aktiv behindern.
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Re: Frage an alle Ex-AB-Menschen: Was hat konkret geholfen?

Beitrag von Gambler » Montag 12. August 2019, 20:09

Bei mir hat bisher immer geholfen "das mit sich selbst im reinen sein" ich weiss das können einige hier nicht mehr lesen oder verstehen.
Aber es ist wirklich so.
Immer wenn ich zufrieden mit meinem leben und dann nicht auf suche auf eine Partnerin war...
Kam eine Frau ins Leben.

Ich denke diese ganzen körperlichen Sachen und so stehen ganz weit ab wenn man den / die richtige gefunden hat.
Da muss man wirklich keine angst haben. ... Das funktioniert wie von selbst. .. Vertrauen ist Das Stichwort. Sei es allgemeine nähe oder auch sex. ... Auch wenn man noch nie welchen hatte als ab.
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Re: Frage an alle Ex-AB-Menschen: Was hat konkret geholfen?

Beitrag von Nonkonformist » Montag 12. August 2019, 20:17

Was ich im prinzip brauchen könnte ist jemanden mit grobweg der gleiche charakter und wünschvorstellungen und bindungangst-gesteuerte blockaden als ich, der eine für mich attraktive beziehungsart mit eine frau nach meinen wünschvorstellungen gefunden hat.

Ex-ABs in komplett andere beziehungsarten (wie familie mit kinder), oder/und mit anderen anfangsproblemen, werden mich wohl kaum weiter helfen können. Die meisten ex-ABs kommen auch nicht viel weiter als 'Wird mehr wie ich.', und 'Wünsche dir was ich jetzt habe.'

Desto weiter entfernt der lebenslauf der ex-AB, desto weniger wird sein rat mich nützen.
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Re: Frage an alle Ex-AB-Menschen: Was hat konkret geholfen?

Beitrag von Hanuta » Dienstag 13. August 2019, 03:26

Nonkonformist hat geschrieben:
Montag 12. August 2019, 20:17
Was ich im prinzip brauchen könnte ist jemanden mit grobweg der gleiche charakter und wünschvorstellungen und bindungangst-gesteuerte blockaden als ich, der eine für mich attraktive beziehungsart mit eine frau nach meinen wünschvorstellungen gefunden hat.

Ex-ABs in komplett andere beziehungsarten (wie familie mit kinder), oder/und mit anderen anfangsproblemen, werden mich wohl kaum weiter helfen können. Die meisten ex-ABs kommen auch nicht viel weiter als 'Wird mehr wie ich.', und 'Wünsche dir was ich jetzt habe.'

Desto weiter entfernt der lebenslauf der ex-AB, desto weniger wird sein rat mich nützen.
Ist es nicht vielleicht auch deine Suche nach dem "perfekten", der dich drastisch in deinen Möglichkeiten einschränkt?
Jeder einzelne Baustein muss den Vorstellungen 1zu1 entsprechen, ansonsten bewegt sich da gar nichts bzw. willst du dich gar nicht erst bewegen.
Wenn ich danach gehen würde immer nur dann etwas tun zu wollen, wenn es auch perfekt ist bzw. genau den Vorstellungen in meinem Kopf entspricht, dann würde ich ja gar nichts tun.

Auch wenn du eine sehr individuelle Person bist, so gibt es dennoch immer gewisse Überschneidungen in der zwischenmenschlichen Kommunikation. Das "Modell" zu verwerfen, weil eine kleine Variable nicht passgenau erscheint, während alle anderen Variablen ansatzweise passend sind bringt einen da nicht weiter.
Jeder muss für sich herausfinden, welche Variablen er aus den Erfahrungen von anderen in sein eigenes Konzept mit einbauen kann und nicht bei ersten "Unstimmigkeiten" direkt alle Variablen vom Tisch fegen.
Nimm die Erfahrungen der anderen daher nicht als "Anleitung zum glücklich werden", sondern sieh sie als Denkanstoß.

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Re: Frage an alle Ex-AB-Menschen: Was hat konkret geholfen?

Beitrag von Lilia » Dienstag 13. August 2019, 04:27

NBUC hat geschrieben:
Montag 12. August 2019, 19:58
Mich kotzt aber an, wie sich dann Leute trotzdem als Experten aufspielen, den Leuten saures geben und dann eben doch keine oder gar Tipps mit klar absehbaren negativen Nebenwirkungen raushauen und nebenbei Versuche da kleinteiliger und damit ggf. förderlicher dran zu gehen mit Großmannsprechplatitüden, Hauruckmotivationen etc. plattposten, also nicht mal Mindeststandards erreichen und zusätzlich andere in der Lösungsfindung aktiv behindern.
Vielleicht spielt sich da aber auch viel im Kopf ab, was so gar nicht gesagt wurde.
Ich wundere mich auch immer über die Antworten, die zum Teil auf postings kommen. Scheinbar muss man nur ein paar Reizwörter bringen und schon läuft da ein Kopfkino ab. Siehe meine letzten beiden Beiträge in diesem Thread, da kommen die Wörter "rausgehen" und "Erfahrungen sammeln" drin vor und siehe da, manche - da wette ich drauf - interpretieren das in die Richtung:" Dann mach doch einfach mal ein paar Dates aus!" Das hab ich aber gar nicht gesagt.

Ich hab meinen Partner mal gefragt, was ihn weitergebracht hat. Er meinte, dass er mehrere Schlüsselerlebnisse hatte. Einmal kam das Gespräch unter Kollegen auf das Thema Beziehungen. Als mAB antwortete er schlicht, dass er keine Freundin hätte, verschloss sich dem Thema aber nicht. Da kam die erstaunte Antwort, warum denn nicht - nebst einer Aufzählung, welche Vorteile Beziehungen denn hätten. Die Kollegen glaubten, er wäre aus Überzeugung Single - nicht mehr und nicht weniger. Daraus schloss er, dass wenn die Non-AB-Kollegen ihm eine Freundin zutrauen würden, es wohl auch andere Menschen täten, Frauen inklusive.

Ich denke, dass man gewisse Aha-Erlebnisse in seinem Leben braucht, damit sich etwas ändert. Nicht nur als AB und auf Beziehungen bezogen, sondern in jedem Lebensbereich. Und diese Aha-Erlebnisse fallen einen nicht in den Schoß, man muss sie sich "abholen". So wie mein Partner damals, als er bei den Kollegen stehengeblieben ist und innerlich nicht dicht gemacht hat, sondern bereit war, die Botschaft zwischen den Zeilen zu erkennen und seine Schlüsse daraus zu ziehen.

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Re: Frage an alle Ex-AB-Menschen: Was hat konkret geholfen?

Beitrag von Nonkonformist » Dienstag 13. August 2019, 06:55

Hanuta hat geschrieben:
Dienstag 13. August 2019, 03:26
Ist es nicht vielleicht auch deine Suche nach dem "perfekten", der dich drastisch in deinen Möglichkeiten einschränkt?
Jeder einzelne Baustein muss den Vorstellungen 1zu1 entsprechen, ansonsten bewegt sich da gar nichts bzw. willst du dich gar nicht erst bewegen.
Wenn ich danach gehen würde immer nur dann etwas tun zu wollen, wenn es auch perfekt ist bzw. genau den Vorstellungen in meinem Kopf entspricht, dann würde ich ja gar nichts tun.

Auch wenn du eine sehr individuelle Person bist, so gibt es dennoch immer gewisse Überschneidungen in der zwischenmenschlichen Kommunikation. Das "Modell" zu verwerfen, weil eine kleine Variable nicht passgenau erscheint, während alle anderen Variablen ansatzweise passend sind bringt einen da nicht weiter.
Jeder muss für sich herausfinden, welche Variablen er aus den Erfahrungen von anderen in sein eigenes Konzept mit einbauen kann und nicht bei ersten "Unstimmigkeiten" direkt alle Variablen vom Tisch fegen.
Nimm die Erfahrungen der anderen daher nicht als "Anleitung zum glücklich werden", sondern sieh sie als Denkanstoß.
Ich suche nicht den perfekten; meine OdBs hatten ecken, kanten und makel, manchmal sogar No-Go atrributen.
Aber ich müß verliebt sein bevor ich mich auf jemanden einlasse; notnagel kommen nicht im frage.
Mit frauen in den ich nicht verliebt bin, will ich nicht mal kuscheln, geschweige sex oder eine beziehung.
So ein algemeines bedürfnis habe ich nicht und hatte ich auch noch nie.
Auf klassenfeten in meinen pubertät habe ich mir den allzu experimentierfreudige mitschülerinnen aktiv ferngehalten.
Ich habe nicht das hauptzweck 'beziehung', und eine frau als semi-auschbares mittel zum zweck.
Es gibt bei mir keine offene stelle.
Nur wenn ich mich verliebe will ich sex/eine beziehung, und zwar mit diese eine frau.
Intime körperlichkeiten mit frauen in den ich nicht verliebt bin, ekeln mich eher an (Demi-sexuell)
Ein beziehung wegen pflichtprogramm interessiert mich nicht.
Wann ich verliebt bin, gibt es eine frau mit wem ich zusammen sein will; des weiteren interessieren beziehungen mich nicht, und brauche ich als demisexueller auch kein sex. Eine famile gründen wollte ich auch nie.
Ich war jahrzehnten lang mit meinen beruf verheiratet, und jede normalo-beziehung (mit familiengründung, finanzielle sicherheit, etc), hätte dieses beruf in gefahr gebracht (freiberuflicher künstler mit sehr unregelmäßige arbeitszeiten und einkommen); beziehungen zwisschen bohemienne künstler und 'normalos' scheiterten in der regel.
Meine eigene familie war eine reihe an menschen die null zusammen gepasst haben und damit katastrophal schlechte beziehungen.
Die eher meiner beiden eltern war so ein desaster, komplett mit psychoterror und dauerhaften zwangskonvertierungsversuche.
Wann ich mich als atheist geäußert habe, hat mein vater mich zuerst umbringen wollen, dann 11 jahre lang nicht mehr mit mir geredet. bevor diese zeit habe ich ihm zehn jahre lang vorgespielt, ein glaubiger Christ zu sein. So was nie wieder. Meine mutter hat sich zeitgleich mit mir als atheistin geäußert, und dann kamen die zwangskonvertierungen; mit ihr hat er (leider) weiter geredet.
Mein angeheirateter Onkel wollte meine tante zum partnertausch zwingen, wann sie nicht kooperiert hat, hat er sie gerne mal ein bisschen rumgehauen. Bevor der trennung hat es sich zusätzlich noch an seinen tochter vergriffen; sie war deswegen etwa 20 jahren lang magersüchtig. Zudem ein rechtsradikaler rassist, während meine tante linksgrün war. Mein bruder würde von einen golddiggerin leergeraubt. In der periode kurz vor den trennung war meine mutter terminal krebserkrankt. Die würde auch von ihr um etwa 50.000 euro beklaut. Die ehen in meiner familie waren desaster, voller menchen die blauaugig beziehungen mit monster und psychopaten angefangen haben
Manche menschen passen nicht unter einen dach. Und das scheint auch so in beziehungen zwisschen künstler und nicht-künstler den fall zu sein. Dauerstreit und trennungen scheinen da zimlich vorprogrammiert; ich habe so einige scheitern sehen.

Mein prinzip war immer: Tausend mal besser single als mit den falschen zusammen.

Für mich ist eine beziehung mehr luxus als grundbedürfnis; ich war noch nie aktiv auf partnersuche und habe das verlieben immer den zufall überlassen. Brauche fürs verlieben auch eher monate; auf den ersten blick passiert bei mir nicht viel; bei zwei drittel meiner Odbs erinnere ich mich nicht ans unseren erste begegnung. (Ich verliebe mich eher empatisch/emotional als hormonal) In normalzustand bin ich gerne single und geniesse meine freiheit.. Nur wann ich mich verliebe und diese frau nicht haben kann ändert sich das. Die frauen die sich einseitig in mich verliebt haben, habe ich alle gekorbt, ohne das jemals ein moment zu bedauern.
So nötig habe ich es nicht.
Mein großte problem ist eigentlich das einmal verliebt, für immer verliebt; jede OdB ist eine person der mich fehlt, ich trage die alle noch in mich herum. Wann ich nicht verliebt bin vermisse ich vor allem meine letzte OdB und habe ich nicht mal die wünsch mich neu zu verlieben.
Und jede nicht-OdB war auch eine frau, die mich sex/beziehungstechnisch nicht die bohne interessiert hat.
Ich verliebe mich langsam aber für die ewigkeit.
Und was frauen angeht ist es wirklich alles oder nichts.
Mit 15 OdBs habe ich mich eine beziehung vorstellen können.
Mit vielleicht noch zehn zusätzliche semi-OdBs vielleicht eine kurze affäre.
Und mit alle anderen frauen der welt wollte ich gar nichts.
Nicht mal kuscheln.

Ich wollte nie 'eine beziehung'.
Wann ich in Petra verliebt war, wollte ich Petra. Wann ich in Greetje verliebt war, wollte ich Greetje.
usw.
Und weiter wolte ich nichts.

Am ende gab es bei mir 15 OdBs.
15 frauen, mit wem ich mich was vorstellen konnte.
Ich finde das sogar erstaunlich viel.

Die meisten anderen hier haben dermassen komplett andere bedürfnisse als ich, das ich kaum paralellen zu mir sehe.
ich registriere das menschen mit solchen bedürfnisse existieren ohne das emotional jemals richtig nachvollziehen zu können.
Mehr denkanstoß als das sehe ich da nicht.
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Re: Frage an alle Ex-AB-Menschen: Was hat konkret geholfen?

Beitrag von LonesomeCoder » Dienstag 13. August 2019, 12:23

Gambler hat geschrieben:
Montag 12. August 2019, 20:09
Bei mir hat bisher immer geholfen "das mit sich selbst im reinen sein" ich weiss das können einige hier nicht mehr lesen oder verstehen.
Aber es ist wirklich so.
Immer wenn ich zufrieden mit meinem leben und dann nicht auf suche auf eine Partnerin war...
Kam eine Frau ins Leben.
Bei manchen kann das aber bedeuten, sich zu isolieren oder nur in Umfeldern ohne potentielle Partner aufzuhalten. Hier führt kein Weg am Verlassen der Komfortzone vorbei. So schön bequem und risikolos auf der Couch liegen und Dokus schauen oder nur mit Nerd-Freunden über neue Hardware reden ist, eine Frau kommt damit garantiert nicht ins Leben. Da muss ich halt etwa ins Nachtleben gehen und Frauen ansprechen um zumindest in der Theorie eine Chance zu haben, selbst wenn das als extremer Intro viel Stress bedeutet und ich dabei viele harte Abfuhren kassiere.
Warnung vor Pickup: https://www.abtreff.de/viewtopic.php?p=1062199#p1062199
Wissenschaftliches Standardwerk über (männliches) AB-tum: https://www.springer.com/de/book/9783658059231
Geschlechtsspezifische Partnerwahl und Sexualitätsmerkmale: https://d-nb.info/1037687477/34

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Re: Frage an alle Ex-AB-Menschen: Was hat konkret geholfen?

Beitrag von Nonkonformist » Dienstag 13. August 2019, 12:43

LonesomeCoder hat geschrieben:
Dienstag 13. August 2019, 12:23
Bei manchen kann das aber bedeuten, sich zu isolieren oder nur in Umfeldern ohne potentielle Partner aufzuhalten. Hier führt kein Weg am Verlassen der Komfortzone vorbei. So schön bequem und risikolos auf der Couch liegen und Dokus schauen oder nur mit Nerd-Freunden über neue Hardware reden ist, eine Frau kommt damit garantiert nicht ins Leben. Da muss ich halt etwa ins Nachtleben gehen und Frauen ansprechen um zumindest in der Theorie eine Chance zu haben, selbst wenn das als extremer Intro viel Stress bedeutet und ich dabei viele harte Abfuhren kassiere.
Noch mal abgesehen davon das ich mich in diskos oder nachtleben nicht verliebe (brauche monate statt sekunden); wann ich mich da alleine in so einen lokal komplett fehl am platz fühle wird das auf frauen nicht gerade attraktiv wirken.

Die paar mal das ich angetanzt würde war ich mit freunde unterwegs und deswegen auch gut gelaunt.
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Re: Frage an alle Ex-AB-Menschen: Was hat konkret geholfen?

Beitrag von knopper » Dienstag 13. August 2019, 13:48

LonesomeCoder hat geschrieben:
Dienstag 13. August 2019, 12:23
Bei manchen kann das aber bedeuten, sich zu isolieren oder nur in Umfeldern ohne potentielle Partner aufzuhalten. Hier führt kein Weg am Verlassen der Komfortzone vorbei. So schön bequem und risikolos auf der Couch liegen und Dokus schauen oder nur mit Nerd-Freunden über neue Hardware reden ist, eine Frau kommt damit garantiert nicht ins Leben. Da muss ich halt etwa ins Nachtleben gehen und Frauen ansprechen um zumindest in der Theorie eine Chance zu haben, selbst wenn das als extremer Intro viel Stress bedeutet und ich dabei viele harte Abfuhren kassiere.
ja du bringst es auf den Punkt! Am Nachtleben führt, falls man Casual-Sex sucht / ne schnelle Nummer usw... , eigentlich kein Weg dran vorbei.

Es ist nun DER Ort dafür. War schon immer so, und wurde hier ja auch schon oft bestätigt von erfolgreichen EX-Ab's :D :hammer:

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Re: Frage an alle Ex-AB-Menschen: Was hat konkret geholfen?

Beitrag von LonesomeCoder » Dienstag 13. August 2019, 13:59

Oder Tinder, aber hat halt auch seine Nachteile.
Warnung vor Pickup: https://www.abtreff.de/viewtopic.php?p=1062199#p1062199
Wissenschaftliches Standardwerk über (männliches) AB-tum: https://www.springer.com/de/book/9783658059231
Geschlechtsspezifische Partnerwahl und Sexualitätsmerkmale: https://d-nb.info/1037687477/34

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Re: Frage an alle Ex-AB-Menschen: Was hat konkret geholfen?

Beitrag von AviferAureus » Mittwoch 14. August 2019, 22:20

Zeitgenosse hat geschrieben:
Samstag 18. Mai 2019, 18:36
[...]
- Ein gutes Männerseminar besucht, das meine Identität als Mann stärkte und gute Verbindungen zu anderen Männern schaffte
- Selbstliebe und Selbstakzeptanz
- Mehr (Kampf-)Sport und körperliche Betätigung
- Regelmäßiger Gang aus der Komfortzone, möglichst oft etwas tun, wovor ich Angst habe
- Meine eigene Opferhaltung erkennen und radikal verändern (ein jahrelanger Prozess)
- Mich mit Menschen umgeben, die mir guttun und meine Entwicklung fördern, Fernhalten von "Opfertypen"
- Meine Rolle als Mann annehmen, früher schämte ich mich unbewusst, ein Mann zu sein
- Das Nice-Guy-Syndrom ablegen, erkennen, dass Nettigkeit auch eine Maske für Unsicherheit sein kann
- Das Dauerlächeln abstellen
- Platonische Freundschaften mit Frauen auf ein Minimum reduzieren
- Mich Frauen als sexueller Mann zeigen, nicht mehr als Neutrum auftreten
- Den Mut haben, Frauen, die mich interessieren, anzusprechen. Lernen, entspannt mit Körben umzugehen.
- Bei Dates als Mann die Verantwortung für den Ablauf und das Programm übernehmen. Wenn der Mann auf die Frageper Frau "was machen wir" keine Antwort hat oder noch schlimmer sie fragt: "Was willst Du machen?" ist das für den Mann ein Offenbarungseid.
- Die Polarität zwischen Mann und Frau wertschätzen und leben
- Viele Dates, beim Gestalten der Dates kreativer werden
- Paartanz (man kommt auf locke Weise mit Frauen in Kontakt)
- einen besten Freund, der mit Frauen erfolgreich ist und mir radikal ehrliches Feedback gibt, das ich zwar nicht gerne höre, aber mich extrem weiterbringt
- ... [Die Liste könnte ich um einige Punkte fortsetzen]
Klingt für mich als AB alles ganz vernünftig und nachvollziehbar. Gäbe es zu OdBs keine (knisternde) Spannung und keine Polarität, wären sie keine OdBs.
Unter Opferhaltung würde ich eine Passivhaltung verstehen, eine Haltung, mit der man nicht versucht, aktiv sein Leben zu gestalten.
Bei mir an der Schule waren vermutliche potentielle Mobbing-Opfer nicht selten im Umfeld der Alphas und dort auch positiv geduldet und damit auch sicher vor Mobbing. Ein ähnliches Phänomen habe ich auch schon in einer Tierdoku über Wölfe gesehen ("Freundschaft" zwischen Beta und Omega).
Nach meinem Eindruck kommen "Dauerlächeln" und "Nice Guy" auch beruflich nicht so gut an. Vielmehr scheinen mir die Reaktionen auf ein bestimmtes und schroffes Verhalten zuweilen positiver.
Was das für ein Männerseminar war bzw. was in die Richtung angeboten wird, würde mich auch mal (nur in der Theorie) interessieren.

Lavender hat geschrieben:
Mittwoch 8. Mai 2019, 11:16
[...] Ich habe das Forum als Lexika genutzt und viele Anregungen aus den alten und neuen Threads mitgenommen, darunter auch:

- ein Nutzer hat beschrieben, dass er sich in seiner Wohnung unwohl fühlt (hier waren es Anfänge von Messiverhalten, so schlimm war es bei mir nicht aber unwohl habe ich mich dennoch gefühlt) und er niemanden, nicht mal Arbeitskollegen oder Freunde zu sich einlädt, was bei mir so ähnlich war. Als sich dann die Möglichkeit ergeben hat, bin ich in eine größere Wohnung gezogen, mit vielen Fenstern einem kleinen Garten (damit hatte ich gleichzeitig ein neues Hobby) und habe mir diese zum ersten Mal so richtig nach meinen eigenen Vorstellungen eingerichtet.

- weiterhin habe ich an meinem Äußeren gearbeitet (auch eine Erkenntnis aus dem Forum), weil ich, wenn ich so zurückblicke, doch sehr langweilig daher kam (weißes Shirt, Jeans, alte Brille, Standardhemd, weiß/schwarz, 0815-Frisur etc.). Also habe ich beim Umzug radikal ausgemistet und mich nach und nach neu eingekleidet, immer ein Stück mehr Farbe, auch mal kurze Hosen, neue moderne Anzüge für Arbeit, neue Nerdbrille und einfach mal zur Friseurin mit einem Augenzwinkern gesagt: "Mach es so, dass es dir gefällt."

- Ich war sehr schüchtern und bin es eigentlich heute noch und auch wenig kommunikativ. Ich habe mich immer wieder dazu gezwungen, gerade im Alltag mich mit Leuten, auch wenn es nur kurz an der Kasse war, zu unterhalten (Tipp aus dem Forum). Klar gab es auch Rückschläge/ Tage wo es mal nicht so lief und die Vorsätze dahin waren aber ich habe mich immer wieder dazu gezwungen, damit ich eine gewisse Routine in der Unterhaltung bekomme. Heute läuft es noch immer nicht optimal aber ich bin schon etwas aufgetaut, was auch mein Umfeld wohlwollend feststellt.

- Was auch wichtig war: Ich war fest in meinem Umfeld, immer die selben Leute, habe wenig ausprobiert, bin immer mehr zum Einsiedler geworden usw.. Das wollte ich aktiv ändern. Ich habe mich bei verschiedenen Onlineportalen angemeldet (Ok, aus Frust auch mal abgemeldet) und/aber nie ganz aufgegeben. Habe verschiedene Dates gehabt (die fast alle mehr schlecht als recht liefen) aber immer weiter gemacht und daraus gelernt. Weiterhin habe ich mit dem Fotografieren angefangen (Erkenntnis aus einer Diskussion hier), damit ich raus kam und Kontakt mit anderen Menschen hab. Außerdem hat man beim Date auch was zu erzählen. ;) [....]...
Das waren so meine Punkte und ich hoffe dem einen oder anderen können diese Punkte helfen.
Klingt für mich auch alles plausibel. Sein Leben ganzheitlich ordnen und aufräumen und auch in Zukunft geordnet halten (so wie man zum Vorstellungsgespräch auch keine löchrigen Socken anzieht, obwohl die keiner sehen kann). Aussehen und Kleidung sind neben der Fitness die Punkte, an denen man arbeiten kann, ohne sich innerlich groß verbiegen zu müssen. Auch mal Mut zu Neuem zu haben und sich mal neu umstylen zu lassen, erscheint mir positiv. Oft nimmt man solche Veränderungen nach einem Tiefpunkt vor (so wie man sich zuweilen am Wochenende gehen lässt, um sich mit neuem Schwung in die Arbeitswoche zu stürzen).

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